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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Verhalten von mehreren Hunden (in einer Familie) gegenüber Anderer!!!!



Ela1
18.06.2006, 23:50
Ich habe jetzt seit ein paar Tagen einen Zweithund - eine 10 Wochen alte Hündin. Mein Ersthund ist ein 5 Jahre alter Rüde......die Beiden kommen sehr gut miteinander klar....nur das die Kleine so ziemlich alles (andere Hunde; Gegenstände usw.) anbellt; nehme mal an aus Unsicherheit....lässt bestimmt mit der Zeit nach, wie sollte ich darauf am besten reagieren? Ausserdem möchte ich eigentlich sehr gerne verhindern das sich die Beiden später zusammenschliessen und sich dann mit überhaupt keine anderen Hunden verstehen; habt ihr irgendwelche Tips?!:)

Juni
19.06.2006, 10:46
Hallo Ela,

es spricht leider nicht für die Herkunft des Hundes, wenn er in diesem Alter derartig unsicher reagiert. Glücklicherweise ist das Zeitfenster für Veränderung in diesem Alter noch offen, und er kann zumindest einen Teil seiner Unsicherheit "verlernen".

Dazu braucht es in den nächsten 8 bis 10 Wochen verstärktes Engagement von deiner Seite, indem du so viel wie möglich allein mit der Hündin unterwegs bist, und sie viele Dinge kennenlernen lässt. Wenn sie bellt, ignoriere das Bellen. Stattdessen gehst du - wenn die Situation es zulässt - selbst ganz gelassen auf das Objekt (Mensch, Hund..) zu und nimmst freundlich Kontakt auf (bei Hunden vorher fragen, ob sie mit Welpen freundlich und vorsichtig sind).

Dein Welpe ist dabei entweder ohne Leine oder (wenn du befürchtest, dass sie flüchtet) an einer langen, dünnen Leine. An dieser solltest du aber nie ziehen und die Hündin auch nicht locken. Sie soll sich einfach nur an deinem Verhalten orientieren, denn auch wenn sie nur zuschaut lernt, sie, dass Furcht einflößende Dinge nicht wirklich gefährlich sind. Wenn es sich um Gegenstände handelt, dann sprich freundlich mit ihnen, berühre sie, setz dich drauf... was immer dir einfällt und dazu dienen kann, die Harmlosigkeit dieses Teils offensichtlich zu machen (auch wenns albern aussieht).

Wichtig ist, dass sie in dieser Zeit möglichst keine negativen Erfahrungen in einer solchen Situation macht, d.h. du musst besonders bei Mensch- und Hundekontakten sehr gut auswählen. Unsichere Menschen eignen sich übrigens ebenso wenig wie unsichere Hunde. Menschen sollten höchstens in die Knie gehen, den Hund aber weder anschauen noch berühren. Wenn er sich ran traut, soll er nur in Ruhe schnüffeln und gucken können.

Diese Unternehmungen werden insgesamt dazu beitragen, dass sich der Welpe eigenständig entwickeln kann und nicht hinter dem Althund versteckt. Das wirkt auch ein wenig dem Rudelverhalten entgegen, wobei du das kaum verhindern können wirst. Helfen kann auch, die beiden nicht gleichzeitig abzuleinen, um sie mit anderen Hunden Kontakt aufnehmen zu lassen. Wenn erst der eine ein paar Minuten Zeit hat, den Fremden kennenzulernen und dann der andere hinzukommt, ist das nicht so eine geballte Macht, die auf ihn zustürmt (und oft der Auslöser für wilde Hetzjagden ist).

Schöne Grüße,
Juni

Ela1
19.06.2006, 13:28
@Juni

Ich weiss ehrlich gesagt nicht; was die Kleine erlebt hat; hab sie vor ein paar Tagen gefunden.....wird also bestimmt nichts gutes sein:confused: :0( Aber sie scheint widerum auch sehr neugierig zu sein, manchmal wenn sie Leute freundlich ansprechen oder bei manchen Hunden; nimmt sie dann auch vorsichtig Kontakt auf.....aber erstmal wird gebellt:sn: