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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Anschaffung eines 2. Hundes



Sanne227
17.06.2006, 13:44
Hallo,

ich sehe dass viele von Euch 2 oder mehr Hunde haben. Ich habe wie in einigen Treads schon erwähnt eine Kangal Mix Hündin von 6 Jahren. Ich habe sie zwar erst 4 Wochen, wollte aber ja schon immer 2 Hunde haben. Sie ist verträglich mit allen Hunden die ruhige Genossen sind vor grossen wilden hat sie etwas "angst" . Was meint Ihr, soll ich den 2. Hund erst anschaffen wenn sie sich hundert Prozent an alles gewöhnt hat oder schon früher? Ich dachte an einen Labrador oder Retriver als Partner (allerdings auch ein Weibchen, mit Rüden kann ich persönlich nicht so recht). Es soll auf alle Fälle ein Wesensfestes Tier ohne Angst sein, damit Kimba sich von dem Tier was abschauen kann. Für Tipps und Erfahrungen wäre ich sehr dankbar.

LG Sanne:cu:

Juni
17.06.2006, 17:31
Hallo Sanne,

es wird vermutlich noch einige Wochen dauern, bis deine Kangal-Hündin überhaupt "normales" Verhalten zeigt. In den ersten Wochen nach einer Übernahme verhalten sich die meisten Hunde äußerst zurückhaltend, verträglich und "brav". Erst wenn sie Sicherheit im neuen Umfeld gewonnen haben, kommen Verhaltensweisen zu Tage, die sie früher gelernt haben, und die oftmals dem Anfangsverhalten völlig entgegen gesetzt sind.

Allein aus diesem Grund würde ich noch eine Weile warten. Vielleicht kommst du zu dem Schluss, dass es sinnvoller ist, keinen zweiten Hund dazu zu holen. Wenn sich ihr bisheriges Verhalten aber ähnlich positiv stabilisiert, hast du eine relative Sicherheit, dass das mit den beiden auch klappt. Herdenschutzhunde neigen nicht unbedingt zu freundlichem Umgang mit Artgenossen, wobei der Mix-Anteil natürlich mit Sicherheit eine Rolle spielt. Wenn sie auch in den nächsten 2 Monaten außerhalb des Hauses noch problemlos mit anderen Hündinnen klar kommt, kannst du das Experiment wohl recht ruhigen Gewissens wagen. Im Augenblick würde ich eher noch abwarten.

Schöne Grüße,
Juni

dotti
17.06.2006, 21:25
hallo sanna

. ein hund dieser rasse (bzw mix) ist nicht unbesingt begeistert gesellschaftet zu werden. heidenschutzhunde sind sehr terretorial d.h. sie haben einen ausgeprägten schutztrieb und wollen ihren grund und boden bewachen. haben daher oft kein großes bedürfnis zum gassigehen. oder erweitern daher ihr terretorium und dulden oft keine anderen hunde.
aber das weißt du ja sicher.

juni hat recht man weiß nicht was der hund in seinem bisherigem leben alles positiv wie negatives erlebt hat.
oft kommen schlüsselerlebnisse erst nach monaten oder gar jahren .

manchmal kann eine frühe vergesellschaftung besser sein als wenn man lange wartet und der 1 hund schon richtig heimisch ist- da ist nochalles relativ neu und ssomit wird von anfang an ein kumpel in die rangordnung mit berücksichtigt.
bittebedenkeaber 2 hunde heißt nicht nur mit 2 gassi gehen - sonder kann auch bei den gassirunden zu "vereinsamung" führen. d.h. du und deine hunde bilden ein rudel --- und dulden keine fremden (eindringlinge)!! muß nicht aber kann!!!!!!

ich hatte beides schon erlebt!!!!!!!

vieleicht hast du ein tierheim in der nähe wo du mal ein bisserl schauen kannst
lass duch beraten und deinen hund den kumpel aussuchen!!!
geht viel zusammen gassi --- und nimm ihn mal überswochenende mit heim (wenn tierheim einverstanden ist) vorallen lass dir zeit und überlege genau ob du nicht bei einem bleibst -- beim mehrhundehaltung muß einiges beachtet werden wenn du ruhe in der hütte haben willst....

laß mal wieder was hören wie du dich entschieden hast

gruß dotti

Sanne227
18.06.2006, 10:37
Hallo,

:?:

klar habe ich solche Sachen auch schon überlegt. In Kimba soll wohl noch ein Retriver oder Husky mit drin sein, aber sicher kann man da ja nie sein bei Mischlingen. Ich werde das mal mit unserer TA besprechen, die ist auf diesem Gebiet ja sehr erfahren und hat selbst 2 Hunde. Ich werde Kimba erst mal mit anderen Hunden spielen lassen und schauen wie sie sich verhält, dafür muss ich allerdings erst mal einen sicheren Garten finden, weil frei laufen lassen kann ich sie noch nicht, falls das überhaupt jemals geht. Aber es ist im allgemeinen noch zu früh über Freilauf nachzudenken, erst muss es mal die Schleppleine tun bis sie sicherer geworden ist und richtig gehorcht. Das Territorialverhalten hält sich in Grenzen, es ist zwar ab und an da, aber vom Wesen her ist Kimba eher zurückhaltend. Im Tierheim hat man gesagt mit anderen Hunden ist es kein Problem, aber ich werde auf alle Fälle, wenn ich denke dass Kimba den richtigen Kumpel gefunden hat, erst mal testen ob es zu Hause auch geht. Man kann bestimmt mit den Tierheimen einen Deal machen mit Pflegehund oder am Wochenende testen ob es klappt.
Wenn wir "allein" bleiben würden ist es auch nicht so schlimm, es gibt ja genug Hundekumpels. Ich werde einfach mal eine Anzeige aufgeben und passende Gassipartner in unserer Nähe suchen die zu Kimba passen könnten.
Der Rest ergibt sich irgendwann von selbst.

Liebe Grüße Sanne:cu:

dotti
18.06.2006, 15:40
hallo sanne:cu:

das ist sehr vernünftig...:bow:

wenn deine kimba ein teil husky ist wird es nur mit sehr viel arbeit möglich sein sie frei laufen zu lassen.
kannst du schon was über den jagdtrieb sagen????:sporty:

wenn du 2 hunde hast (noch dazu in der größe) ist es auch nicht ganz leicht wenn das mit dem freilauf nicht klappt und du immer mit der leine arbeiten mußt.
laß es auf dich zukommen und und such dir gassifreunde.. das macht auch rießen spaß und du hast nicht so viel verantwortung.

liebe grüße dotti
:cu:

Sanne227
18.06.2006, 17:42
Hallo,

es ist absolut kein Jagdtrieb vorhanden, Vögel , Eichhörnchen, Katzen können vor ihrer Nase Tango tanzen die kuckt nur :eek: und wedelt oder schnüffelt irgendwo ungerührt weiter, da bin ich auch recht froh, dass sie kein Jäger ist, kann schon sehr lästig sein wenn man im Wald ist :sporty:

Ich warte erst mal ab wie sich das Pelztier weiter entwickelt, wenn wir nächsten Monat in Urlaub gehen hab ich ausgiebig Zeit mich bei langen Wanderungen und Badetagen mit dem Hund zu beschäftigen ( ich hoffe sie geht ins Wasser, ihre Vorgängerin zog es vor bis zum Bauch rein dann wieder zurück) , wenn man noch arbeiten gehen muss und nicht den ganzen Tag um den Hundi rum ist , kann man sich doch beim Verhalten täuschen. Also abwarten und Tee trinken :cup: kann nie falsch sein.

LG Sanne

jeto
18.06.2006, 18:47
Hallo Sanne,
ich habe die ganze Diskussion eine Weile verfolgt und bin froh, daß Du zu dem Entschluß gekommen bist, erst einmal abzuwarten und zu beobachten. Du hast mit Kimba erst einmal genug zu tun: gewöhnt Euch aneinander, sie muss sich an die neue Umgebung, den Tagesablauf etc. pp. gewöhnen. Vielleicht ist auch noch ein wenig Erziehung angesagt? Und dann noch die Geschichte mit dem Freilauf. Da habt Ihr erst einmal genug zu tun. :rolleyes:
Gib ihr erst einmal die Ruhe und Sicherheit, ein bleibendes Zuhause gefunden zu haben. So kannst Du ich erst einmal voll uns ganz auf sie konzentreren und vielleicht ihr auch mehr Selbstvertrauen geben.:-*
Ich freue mich immer, wenn Tiere aus dem Heim geholt werden. Unsere Toni ist von Tierschützern aus der Todeszelle geholt worden und ihre Vorgängerin, Jenny, war aus dem Tierheim. Diese kleinen Mädels und Jungs sind so dankbar.
Gruss zum Sonntag!
jeto & Toni :kraul: