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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Hund in Ausbildung geben?



knips
11.06.2006, 03:24
Hallo allerseits :sporty:

Ich mal wieder mit meinem Tibi, der einfach nicht gehorchen will. Einstein ist jetzt 14 Monate alt und verfolgt seine Dickschädel-Strategie konsequent weiter. Er verschleißt gerade die zweite Hundeschule. Insgesamt sind wir schon seit 9 Monaten im Training und meine jetzige Trainerin ist echt klasse. An der liegt es sicherlich nicht. Und in der Hundeschule macht er auch prima mit und vieles klappt schon ganz gut. Er kennt alle Befehle, sonst könnte er sie in der Hundeschule auch nicht befolgen. Aber kaum sind wir zuhause, interessiert's ihn nicht mehr, was ich sage. Er gehorcht nur, wann er will. Schon nach dem fünften "Nein" nach dem "Sitz" setzt er sich hin. Dasselbe bei allen anderen Befehlen. Auf "Komm'" reagiert er zu 1 bis 2% erfolgreich.

Einstein hat erst sehr spät Anbindung an mich gefunden. Lange Zeit war er der Auffassung, er braucht nichts und niemanden. Er ist auch auffällig furchtlos und hat schon als Welpe mit Wonne mit dem guten Vorwerk Staubsauger gespielt, sobald der in die Gänge gesetzt wurde. Im Laufe der Zeit aber wurde er anhänglicher und wenn ich einen Raum verlasse, geht er hinterher. Neulich waren wir zum erstenmal auf Reise und das hat die Anbindung verstärkt. Alle Freunde, die wir unterwegs trafen, meinten, er sei ja sooo lieb und sie könnten die Schauergeschichten, die ich so am Telefon erzähle, überhaupt nicht nachvollziehen. Stimmt, unterwegs war der Gehorsam wesentlich ausgeprägter. Aber kaum wieder daheim ...

Heute dann mal wieder ein vorläufiger Gipfel. Wir haben bei seiner Freundin Bommel auf der Terrasse gegrillt. Die Terrasse ist komplett eingezäunt. Meine Freunde, die Adopteure seiner Freundin Bommel, die auch schon ihr Leben lang Hunde haben, haben den Kopf geschüttelt, als ich anfangs nach Schlupflöchern gesucht und potentielle gestopft habe. Die ersten paar Stunden ging alles gut. Wir haben gegessen und erzählt, die Hunde haben gespielt und gedöst. Einstein ging immer mal wieder in eine Ecke, die hat ihn ganz offensichtlich interessiert. Ich habe ihn da immer wieder weggerufen und er kam sogar. Meine Freundin meinte, ich solle mir keinen Kopf machen, er könne da nicht raus, auch diese Ecke sei sicher verbarrikadiert. Ich konnte auch nichts Gegenteiliges feststellen.

Und dann, es war dunkel, der Vollmond strahlte, Bommel schlief unterm Tisch, machte Einstein wieder in der Ecke rum, als ich rief, kam keine Reaktion, ich sah nach und sah seine weißen Flecken hinter dem Gitter wegwitschen. Und los war er in Richtung Straße. Wir hinterher, mitsamt Bommel (die er heiß und innig liebt). Er über die Landstraße. Rufen - nichts. Er ist von einem Garten in den nächsten geömmelt, glücklicherweise dann in einer Anliegerstraße fast ohne Verkehr in der Nacht. Er hat sich immer mal wieder rumgedreht, wo wir denn bleiben, ist dann aber weiter. Rufen, Handzeichen, pfeifen - ppph, interessiert mich doch nicht. Wohlgemerkt: Wir haben ihn nicht gejagt, nicht "Fangen" gespielt. Haben eher auf dem Weg zur Landstraße im Weg rumgestanden. Aber er ist immer weiter und um nicht aus dem Blick zu verlieren, wo er sich befindet, musste ich irgendwann hinterher.

Keine Ahnung, wie viele Gärten ich heute Nacht kennengelernt habe. Einstein: immer weiter. Dann meinte meine Freundin, die hier im Dorf jeden Garten einzeln kennt, jetzt käme er gleich an eine Voliére. Na prima. Vögel sind nämlich für ihn das Allergrößte. Wenn er einen sieht, ist er nicht mehr zu bremsen. Und so konnte ich ihn dann vor der Voliére aufgabeln. Ich hab' mächtig mit ihm geschimpft, aber ich habe das Gefühl, das geht überhaupt nicht an ihn ran. Kein schlechtes Gewissen und nichts. Sondern gleich wieder ein Rumgucken, wo's sonst noch was Spannendes gibt.

Und damit komme ich auf den Kern des Ganzen: Er kennt alle Befehle, aber wann er sie befolgt, bestimmt er. Er ist irre neugierig und sobald es irgendeine Ablenkung gibt (ein Geräusch, eine Bewegung ... alles, alles, alles, auch in der Nacht) findet er es so spannend, dass er alles andere darüber vergisst. Ein Freund, der mit ihm neulich mal spazieren ging, meinte erstaunt: "Man geht mit ihm vor die Tür und er will in alle Himmelsrichtungen. Aber in alle gleichzeitig." Das trifft den Nagel auf den Kopf. Manchmal habe ich den Eindruck, er ist hyperaktiv. Alles muss erforscht sein. Vögel und wohin sie fliegen sowieso. Dafür zerreißt er sich.

Allmählich bin ich mit meinem Latein am Ende. Selbst im Garten habe ich ihn an der Leine, obwohl mittlerweile alles eingezäunt ist. Er findet immer wieder eine Möglichkeit, rüberzumachen. Spazieren gehen wir an der 10 m Schleppleine. Aber wenn er da einem Vogel hinterherjagt, nützt auch kein Rufen etwas. Da werd' ich nur heiser von und er quetscht sich den Kehlkopf. Hab' schon ein Geschirr angeschafft, damit er nicht ständig in die Leine läuft und ich ihn im Handstand sehen muss.

Was nun tun? Ich habe keine Lust auf ein Leben an der Leine. Macht es Sinn, mit ihm in ein Einzeltraining zu gehen? Oder, ihn zur Ausbildung wegzugeben? Wenn ja, wohin wendet man sich da? Und besteht da nicht die Gefahr, dass in der gewohnten Umgebung, also mit mir, wieder der alte Striemel einreißt? In der Hundeschule schafft er es ja auch, zu gehorchen. Da macht es ihm sogar Spaß, habe ich den Eindruck.

Ansonsten ist Einstein eine total süße Knutschkugel mit Witz und Temperament. Aber ich will und muss ihn doch auch mal frei laufen lassen können. Zumindest auf einer eingezäunten Terrasse *sniff*.

Hat jemand die zündende Idee? Dafür wäre ich von tiefem Herzen dankbar.

knips

micky80
11.06.2006, 04:00
hallo knips

da hast du ja ein nettes bengelchen:)
was läuft denn in der hundeschule anders als bei dir zu hause? bist du zuhause vielleicht nicht konsequent genug?
also weggeben würde ich ihn auf keinen fall. was nutzt es dir wenn er beim trainer super gehorcht und dich einfach ignoriert? gar nichts. das müsst ihr schon gemeinsam schaffen.
hast du schonmal versucht ihn nur noch aus der hand zu füttern? im moment interessierst du ihn ja überhaupt nicht. wenn er sich sein futter erarbeiten muss, dann ist er auf dich angewiesen, von dir abhängig und "muß" sich für dich interessieren. normalerweise begreifen die hunde dann recht schnell das sie "nur" futter bekommen wenn sie ihre sache richtig machen. ist auch nicht schlimm wenn er mal 1-2 tage hungern muß. verhungern wird er bestimmt nicht.

einzelstunden bei einem guten hundetrainer wär auch eine gute sache. vielleicht weiß der profi ja rat.

viel glück
micky

Anyanka
11.06.2006, 10:45
Maya ist zwar in dem Alter nicht weggelaufen, aber draussen war sie einfach furchtbar. Herrchen, Frauchen? Wer ist das? Vielleicht nicht so krass wie Einstein , aber sie ist ja auch ein Tibet Terrier sondern ein Aussie.

Geb den Hund auf keinen Fall in fremde Hände. Arbeite an eurer Bindung. Nur so hab ich Maya "gekriegt". Füttern aus der Hand, gemeinsame Spiele (Zerrspiele , zanken), oder ganz einfach mal weggehen und sich verstecken. Vielleicht kannst Du auch mit nem Futterdummy arbeiten. So muss er immer zurückkommen wenn er was zu fressen haben will.

Nur nicht die Geduld verlieren!

Ich seh genau den Blick vor mir den Einstein drauf haben muss, wenn ihr ihm wie die Blöden hinterher rennt. Ich kann mich zu gut an Maya erinnern!

LG

Nadine

knips
11.06.2006, 13:17
Hallo, Nadine.


Geb den Hund auf keinen Fall in fremde Hände. Arbeite an eurer Bindung. Nur so hab ich Maya "gekriegt".

Und jetzt gehorcht sie?


Füttern aus der Hand, gemeinsame Spiele (Zerrspiele , zanken), oder ganz einfach mal weggehen und sich verstecken. Vielleicht kannst Du auch mit nem Futterdummy arbeiten. So muss er immer zurückkommen wenn er was zu fressen haben will.

Handfütterung habe ich vor längerer Zeit mal gemacht. Das hat ein winzig bisschen was gebracht. Das Problem ist nur, dass Einstein überhaupt nicht verfressen ist. Am Anfang hat er von mir überhaupt nichts genommen, später dann das eine oder andere Leckerli. Aber nicht immer. Bis heute nicht. Draussen z.B. ist alles rundum viel interessanter als das Fressen. Da muss ich schon mit seinen Superleckerli kommen, damit er vielleicht reagiert. Er findet die Welt einfach so spannend. Viel spannender als Leckerlis. Überall tut sich was und er könnte ja was versäumen. Es ist nur ganz schwer möglich, seine Aufmerksamkeit zu erhaschen. Vielleicht sollte ich ja mal einen Animateur-Kurs für Hunde belegen ;)

Mit dem Futterdummy hab' ich's auch schon probiert. Das hat er sich geschnappt und den Reissverschluss zerlegt. Und aus war's mit dem Futterdummy ...

Im Garten versuche ich auch immer, mit ihm zu spielen. Frisby, Wurfball, Stricke - es ist immer alles da, obwohl er jedes Teil in Nullkommanix zernagt, auch die Unzernagbaren. Aber momentan interessiert ihn auch das nicht. Er stöbert eher rum, wo es nicht doch ein Schlupfloch geben könnte und hört nicht, wenn ich ihn zurückrufe. An Ostern haben wir ihn mal aus der ersten Astgabelung von einem Baum rausgeholt, wohin er geraten war auf der Jagd nach einem Vogel. Wieder, obwohl seine Freundin Bommel da war. Cheerio!


Ich seh genau den Blick vor mir den Einstein drauf haben muss, wenn ihr ihm wie die Blöden hinterher rennt.

Nein-nein, das habe ich nur einmal gemacht und es hat garnichts gebracht. Im Gegenteil. "Fangen" wird nur zuhause und im Garten gespielt. Und nur, wenn ich es will und nicht, wenn er was gemopst hat und es wieder hergeben soll.

Dennoch danke + schöne Grüße,
knips

Juni
11.06.2006, 14:11
Hallo Knips,

ich versuche mal, die Informationen zusammenzufassen. Dein Hund
- ist extrem selbstständig und furchtlos
- wird seit 9 Monaten erfolglos ausgebildet (Befolgen von Kommandos auf dem Hundeplatz zählt nicht)
- neigt extrem zum Streunen
- interessiert sich nicht für dich

Insgesamt sehe ich auch hier wieder einmal das Bild eines Hundes, dem jegliche Führung fehlt. Dein Hund kennt keine Grenzen und setzt sie aus diesem Grund einfach selbst. Die rassebedingte Eigenständigkeit spielt dabei sicherlich zusätzlich eine Rolle. Möglich ist zudem, dass der nicht geförderte Hütetrieb in einen zunehmenden Jagdtrieb kippt. Zu überprüfen wäre im Zusammenhang mit dem Streunen, ob er primär aus jagdlichem Interesse unterwegs ist oder eher der Hundedamen zuliebe. Ist Letzteres der Fall, könnte man über eine Kastration nachdenken, um das Streunen in den Griff zu kriegen. Das allein würde aber sicherlich deine Probleme nicht lösen und käme in meinen Augen allenfalls als unterstützende Maßnahme in Frage.

Ich vermute, dein Hund hat bisher niemals die Erfahrung gemacht, dass ein bestimmtes Verhalten von seiner Seite ernsthaft negative Konsequenzen für ihn hat. Ich spreche bewusst nicht von "Fehlverhalten", weil der Hund ganz offensichtlich bisher nicht gelernt hat, welches Verhalten erwünscht und welches unerwünscht ist.

Wenn dein Hund ein Kommando wie "Sitz" erst nach dem x-ten Mal befolgt, liegt das daran, dass er es so gelernt hat. Bei den meisten Hunden läuft das so, dass die ersten "Sitz"-Aufforderungen freundlich-motivierend kommen, auf ein Nichtbefolgen nicht reagiert wird, aber das x-te "SITZ!" irgendwann streng und genervt ausgesprochen wird. Daraufhin setzt sich der Hund und wird meist auch noch bestätigt. Lerneffekt: Erst wenn der Tonfall so ist, muss ich sitzen. Abhilfe: Nimm den Hund an die Leine, damit er sich nicht durch Weglaufen entziehen kann und sag ihm EINMAL freundlich "Sitz!" Dann gibt es zwei Varianten, von denen du ausprobieren musst, was bei deinem Hund funktioniert. 1: Du nimmst die Leine kurz und trittst frontal auf deinen Hund zu. Setzt er sich, gibt es ein Leckerchen und ein kurzes, ruhiges Lob. Gleichzeitig lässt du die Leine locker und trittst einen Schritt zur Seite. Setzt ers sich nicht, hältst du diese Spannung solange (du bleibst ruhig stehen, hältst die Leine fest und schaust ihn an, wiederholst das Kommando aber nicht), bis er sich setzt. Tut er es, s.o.

Es ist gut möglich, dass dein Hund anfängt zu kämpfen und versucht nach hinten/ seitlich auszuweichen. Stell dich drauf ein, bleib ganz ruhig, halte die Leine kurz und fest und halte Blickkontakt und Körperspannung aufrecht, wiederhole das Kommando nicht. 2. Du hast ihn an der Leine, stehst seitlich neben ihm und sagst freundlich "Sitz!". Die Leine ist kurz. Setzt er sich nicht sofort, tippst du ihm mit einer Hand aufs Hinterteil. Du sollst ihn nicht runterdrücken (das löst meistens Gegenwehr aus), aber du lässt deine Hand so lange auf seinem Popo, bis er sich setzt. So lange bleibt auch die Leine straff. Setzt er sich, s.o. Egal, welche Methode du wählst, sind drei Dinge wichtig. 1. Du gibst nicht nach, bis der Hund sitzt. 2. Du löst das Sitzen mit einem Kommando auf (z.B. "okay"), bevor der Hund von selbst aufsteht. Anfangs nach ganz kurzer Zeit, im Lauf der Zeit verlängerst du. Steht er von selbst auf, kommt ein energisches "NEIN!", du nimmst die Leine wieder kurz und wiederholst die Übung - mit dem Unterschied, dass es diesmal KEIN Lob und KEIN Leckerchen gibt. Der Hund lernt sonst nur, dass selbstständiges Auflösen belohnt wird. Die einzige "Belohnung" ist dann wieder das Lockern der Leine und das Zurücktreten. 3. Du wiederholst die Übung 5-8 Mal hintereinander und das Ganze 3x am Tag. Zunächst im Garten, wenn es da IMMER ZUVERLÄSSIG klappt, draußen auf dem Gehsteig und dann in immer neuer Umgebung.

Dies wäre für mich die "Testaufgabe" in Sachen Konsequenz und Grenzen setzen von deiner Seite. Wenn dir das gelingt (länger als 3 Tage sollte es innerhalb des Gartens nicht dauern), sehe ich gute Chancen, dass du deinen Hund in den Griff kriegst. Wenn du daran scheiterst, werden dir auch weitere Hundeschulen nichts bringen.

Den Hund zur Ausbildung weggeben bringt nichts. Du bist es, der sich durchsetzen muss, niemand sonst.

Schöne Grüße,
Juni

knips
11.06.2006, 16:59
Hallo, Juni.

Vielen herzlichen Dank für Deine ausführliche und durchdachte Antwort. Am Anfang fühlte ich mich leicht "abgewatscht", aber es ist ja richtig: irgendwas muss ich falsch machen und nur, wenn ich herausfinde, was es ist, kommt Besserung in Sicht. So jedenfalls wie momentan geht's auf Dauer nicht weiter.

Heute hatte ich zur Abwechslung den Eindruck, Einstein liest diesen Thread mit. Alles, alles hat geklappt. Selbst die 2 Vögel im Busch hat er nach einem "nein!" Vögel sein lassen und ist mit weiter gelaufen. Ich bin auch nicht ganz so knutschig und freundlich mit ihm wie sonst. Die Lektion von vergangener Nacht steckt mir noch in den Knochen.

Meine Freundin, mit der ich vorhin Dein Posting auseinandergenommen habe, meinte auch, ich würde Einstein zu schnell und für alles loben, was er richtig macht, ich ginge zu doll auf ihn ein. Heute war die Stunde der Verknappung gekommen. Ein kurzes "Hier und Fuss!" anstatt "Einstein, hier bitte - jaaa, fein machst Du das *Leckerli*, und jetzt Fuss." Hat bestimmt schon 5mal 1a geklappt. Das Futter will seit heute verdient sein. Es gibt es entweder für positives Verhalten oder aus dem Snackball. Der soll ruhig mal etwas Hunger bekommen.



ich versuche mal, die Informationen zusammenzufassen. Dein Hund
- ist extrem selbstständig und furchtlos
- wird seit 9 Monaten erfolglos ausgebildet (Befolgen von Kommandos auf dem Hundeplatz zählt nicht)
- neigt extrem zum Streunen
- interessiert sich nicht für dich

Das trifft's ziemlich exakt. Wobei sich das für mich nicht interessieren in letzter Zeit gebessert hat. Vor allem seit unserer Reise, wo er viel in Häuser mit anderen Hunden kam und sich ein- bzw. unterordnen musste. Das hat prima geklappt und er hat mich als Fixpunkt nicht aus den Augen gelassen. Ab übermorgen sind wir wieder für eine Woche unterwegs. Da wird das Spielchen weitergehen.


Möglich ist zudem, dass der nicht geförderte Hütetrieb in einen zunehmenden Jagdtrieb kippt.

Das Gefühl habe ich schon seit längerer Zeit. Seine Fixierung auf Vögel ist extrem. Deshalb wusste ich auch vergangene Nacht, dass ich ihn an einer Voliére erwischen kann. Und ich weiss auch schon jetzt, wo ich ihn nächstesmal finde, sofern es ein nächstesmal gibt. Was meinst Du denn mit "Hütetrieb fördern"? Was kann man da tun? Mit 6 Monaten ist er mal in eine Mini-Schafsherde geraten (2 Stück) und hat die getrieben, als hätte er es von der Pike auf gelernt. Ich habe dann versucht, einen Schäfer ausfindig zu machen, der das mitmacht, aber leider erfolglos. Wie fördert man sonst den Hütetrieb?


Zu überprüfen wäre im Zusammenhang mit dem Streunen, ob er primär aus jagdlichem Interesse unterwegs ist oder eher der Hundedamen zuliebe.

Es ist eindeutig der Jagdtrieb. Er läuft sogar klaglos an Bommels Haus vorbei, wenn sie läufig ist.


Ich vermute, dein Hund hat bisher niemals die Erfahrung gemacht, dass ein bestimmtes Verhalten von seiner Seite ernsthaft negative Konsequenzen für ihn hat.

Magst Du mir bitte erklären, was Du unter "negativen Konsequenzen" verstehst? Anfangs habe ich ihn auf Anraten meines damaligen Hundetrainers aufs Kreuz gelegt. Das artete aber in einen aberwitzigen Zweikampf zwischen uns beiden aus und ich habe es dann unterlassen. Wenn etwas nicht klappt, ignoriere ich ihn. Und bin genervt. Oder ich schimpfe ihn, wie vergangene Nacht. Aber genausogut kann in China ein Sack Reis umkippen ...


Abhilfe: Nimm den Hund an die Leine, damit er sich nicht durch Weglaufen entziehen kann und sag ihm EINMAL freundlich "Sitz!" Dann gibt es zwei Varianten, von denen du ausprobieren musst, was bei deinem Hund funktioniert. ... Dies wäre für mich die "Testaufgabe" in Sachen Konsequenz und Grenzen setzen von deiner Seite.

Vielen herzlichen Dank für diese Tipps. Das klingt sinnvoll. Geht gleich los. Das Irre ist ja, dass er alles kennt und - sofern er Lust dazu hat - auch alles befolgt. Der heutige Tag straft bislang den gestrigen Lügen. Von "Sitz" in "Platz", von "Platz" in "Sitz", "hier und Fuß", "bleib" - alles läuft wie geschmiert. Heute jedenfalls. In der Verknappung. Vielleicht ist die ja der Schlüssel zum Erfolg.

Wir haben vorhin auch gegrübelt, warum er gestern ausgebüxt sein mag. Langeweile kann's nicht gewesen sein, er hat ja den ganzen Abend über gebommelt. Er ist sowieso auch genug mit anderen Hunden zusammen. Das wie ist mittlerweile klar: Er hat ein Stück Karnickeldraht beiseite gekratzt. Es war die einzige Stelle auf der Terrasse, auf der er überhaupt eine Chance haben konnte.


Den Hund zur Ausbildung weggeben bringt nichts. Du bist es, der sich durchsetzen muss, niemand sonst.

Ja, dazu tendiere ich auch. Wobei ich gestehen muss, ich hatte gehofft, jemand berichtet vehement vom Gegenteil.

1000 Dank nochmal + schöne Grüße zurück,
knips

Juni
11.06.2006, 18:59
Hallo Knips,


Anfangs habe ich ihn auf Anraten meines damaligen Hundetrainers aufs Kreuz gelegt. Das artete aber in einen aberwitzigen Zweikampf zwischen uns beiden aus und ich habe es dann unterlassen.

Das übliche Problem mit dem misslungenen Alphawurf. Zu deiner Beruhigung: Der Schwarze Peter liegt hier eher beim Trainer als bei dir, denn er hätte es besser wissen müssen. Ein Alphawurf hätte nur dann seinen Zweck erfüllt, wenn Mensch diesen Zweikampf für sich entscheidet. Das bedeutet, dass der Hund so lange festgehalten werden muss, bis er FREIWILLIG ohne auch nur mit einem Ohr zu wackeln auf dem Rücken liegen bleibt - selbst dann, wenn du die Hände weg nimmst - bis ihm erlaubt wird, sich wieder zu rühren. So läuft das nämlich unter Hunden. Da dies den wenigsten Menschen gelingt, passiert den meisten genau das selbe, was dir passiert ist: Im Endeffekt entscheidet der Hund den Kampf für sich, weil es ihm gelingt, vorher frei zu kommen. Oftmals wird das dann noch mit entsprechender Lernwiederholung versehen, weil der Hund öfter mal eben auf den Rücken gedreht wird - und natürlich ebenso oft wieder aus eigener Kraft frei kommt. Was das für das Selbstbewusstsein deines Hundes bedeutet, kannst du dir nun vermutlich lebhaft vorstellen. Alphawürfe sollte man aus diesem Grund tunlichst vermeiden :D . Was du aber durchaus üben kannst ist, in Schmusestunden den Hund sanft auf den Rücken zu drehen und ihn ausgiebig überall zu streicheln.


Wenn etwas nicht klappt, ignoriere ich ihn. Und bin genervt.
Ignorieren ist dann okay, wenn der Fehler bei dir liegt. Zum Beispiel dann, wenn es dir nicht gelungen ist, dem Hund WIRKLICH begreiflich zu machen, was er tun soll. Genervt sein ist dabei scheiße, denn in diesem Moment kann der Hund nichts dafür (siehe das "Sitz"-Problem aus meinem ersten Posting). Ignorieren ist dann nicht sinnvoll, wenn der Hund bewusst gegen ein Kommando verstößt, das er sicher beherrscht. Es ist nicht immer auf Anhieb zu unterscheiden, worum es sich jeweils handelt, deshalb muss man immer erst mal genau hinschauen, ob wirklich der Hund den Fehler begeht. Wenn ja, muss man ihm das rückmelden. Je nach Verstoß und Möglichkeit z.B. durch ein ernsthaftes "NEIN!", einen Leinenruck oder einen Schreckreiz.

Bei jeder Form von Strafe ist es entscheidend wichtig, NICHT sauer zu sein. Emotionale Bestrafungen gehen meist am Ziel vorbei. Lieber erst mal durchatmen und diese Situation tatsächlich ignorieren. Und sich dann in Ruhe überlegen, wie man zukünftig sinnvoll darauf reagieren kann. Wenn man das weiß, kann man eine vergleichbare Situation provozieren und dann mit kühlem Kopf bestrafen. Dann hat man eine hohe Garantie, dass der Hund versteht, dass er das zu unterlassen hat.

Womit wir beim nächsten Punkt wären: Strafen ist nur dann überhaupt sinnvoll, wenn der Hund etwas unterlassen soll. Ich kann einen Hund also z.B. nicht dafür strafen, dass er nicht "Sitz" macht, wenn ich "Sitz" sage, denn da soll er ja etwas TUN. Ich kann ihn aber dafür strafen, dass er aufsteht, wenn ich es ihm nicht erlaubt habe. Hier soll er das Aufstehen unterlassen.


Oder ich schimpfe ihn, wie vergangene Nacht.
Wofür hast du ihn geschimpft? Vermutlich dafür, dass er dir in der vergangenen halben Stunde den Stinkefinger gezeigt und nicht auf dich gehört hat. Was hat dein Hund in dem Moment grade getan, als du ihn endlich erwischt hast? Vögel angeschaut? Dich angeschaut? Einen Eingang in die Voliere gesucht? Womit, denkst du, hat er das Schimpfen verknüpft? Ich halte jede Wette, dass es nichts mit der vergangenen Treibjagd zu tun hatte. Eine Strafe bringt immer nur dann Erfolg, wenn der Hund sie versteht und direkt mit seinem Tun verknüpfen kann. Alles andere führt nur zur Abstumpfung.

Ein wichtiger Schritt dabei ist, möglichst alles zu vermeiden, was dem Hund bei (von dir) unerwünschtem Verhalten ein Erfolgserlebnis verschafft. Das bedeutet z.B., dass du weißt, dass er zum Abhauen neigt und dafür sorgen musst, dass er einfach nicht mehr abhauen KANN. Notfalls, indem er eben angeleint neben dir liegt. Jede gelungene Flucht wird weitere Fluchtversuche nach sich ziehen.

Was den Hütetrieb betrifft: Nachdem es wenig Sinn macht, andere Tiere dazu zu missbrauchen, sich (unkontrolliert) hüten zu lassen, könntest du vielleicht versuchen ihm beizubringen, auf Spaziergängen deine Freundin und dich zu hüten. Mit einem Kommando wie "Hol die Susi" (oder wie auch immer sie heißt) könntet ihr üben, dass er sie "zurück treibt", wenn ihr euch ein Stück voneinander entfernt habt. Umgekehrt natürlich auch mit deinem Namen. Überlegt euch vorher, wie er treiben soll (Bellen und umkreisen wäre vermutlich besser als euch in die Waden kneifen) und bestätigt das entsprechend. Hat er verstanden, was er soll, kann man ihm die Arbeit erschweren, indem man nicht auf direktem Weg zurück läuft, sondern versucht "auszubrechen" oder auch, indem man andere Personen einbezieht.

Ich würde in jedem Fall empfehlen, dich mal intensiver mit dem Thema Clickern zu beschäftigen, denn auch wenn ihr keine Hütespiele machen wollt: Der Hund braucht eine Beschäftigung für den Kopf, sonst läuft er dir irgendwann ganz aus dem Ruder. Es ist übrigens ziemlich typisch für Hütehunde, dass sie Fixierungen auf Vögel entwickeln, während sie Haarwild (zumindest zunächst) kaum interessiert.

Schöne Grüße,
Juni

chipsy080
11.06.2006, 23:30
Und das ist der nachteil einer typischen hundeschule!!!!
ich gehe in die mobile hundeschule! die kommen am anfang zu einen und machen das training immer in altäglichen situationen, nämlich da, wo die probleme enstehen!ein training findet dann z.b mal im park statt, oder auf einen volksfst, das gerade aktuell ist,.......`!!!!! und es wird nicht mit Leckerchen gelockt,denn z.b wenn der hund gerade darüber ist eine katze hinterher zu jagen, dann interresiert ihn das leckerchen nicht mehr...!!!

ich kann aufjedenfall nur so ein training von der chiemgauern hundeschule empfehelen, denn das führt zum wirklichen erfolg!!!! mein hund läuft jedenfalls egal ob in der stadt, wochenmarkt,an hunden, ohne leine!
auch wir haben schon 2 hundeschulen besucht, jedoch mit null erfolg!!!

knips
12.06.2006, 03:37
Hallo, Juni.


Was du aber durchaus üben kannst ist, in Schmusestunden den Hund sanft auf den Rücken zu drehen und ihn ausgiebig überall zu streicheln.

Das liiiiiebt er! Oft schmeisst er sich von sich aus hin und will so gekrault werden. Auch im Garten. Und mit Vorliebe, wenn er weiß, dass ich sauer auf ihn bin. Das sind ja auch so Momente, wo ich denke, dass er eben doch eine Anbindung an mich hat und Vertrauen. Der narrische kleine Kerl.



Lieber erst mal durchatmen und diese Situation tatsächlich ignorieren. Und sich dann in Ruhe überlegen, wie man zukünftig sinnvoll darauf reagieren kann. Wenn man das weiß, kann man eine vergleichbare Situation provozieren und dann mit kühlem Kopf bestrafen. Dann hat man eine hohe Garantie, dass der Hund versteht, dass er das zu unterlassen hat.

Heute Nachmittag haben wir ihn provoziert. Wir waren zu viert im Garten. Einstein, seine Freundin Bommel und wir beiden Zweibeiner. Ich habe Einstein gerufen und er kam nicht. Einmal nicht, zweimal nicht, dreimal nicht. Er guckte und wusste ganz genau, aber mochte nicht. Dann bin ich auf ihn zu, habe ihn an die Leine genommen und ins Haus geschickt. Terrassentür zu. Bin wieder raus und habe mit Bommel auf dem Rasen Ball gespielt und Frisby und habe Hunderte von Seifenblasen gepustet und er heulte drinnen rum. Dann bin ich wieder rein, habe ihn sitzen und bleiben lassen, schließlich rausgerufen, er durfte spielen und toben und als sie ausgetobt hatten, ging das Spiel von vorn los. Zweimal hat er gehorcht, das hat dann je ein Leckerli ergeben, beim drittenmal wieder die altbekannte Sturheit. Nix. Also wieder zu ihm (da beispielsweise schmeißt er sich dann auf den Rücken und will gekrault werden!), an die Leine und für eine Weile rein ins Haus. Beim dritten Anlauf ist er dann - um den Befehl nicht ausführen zu müssen - jaulend und bellend an mir vorbei und um mich herum gerannt. Er meint wohl, so bekommt er mich zum Spielen.


Ich kann ihn aber dafür strafen, dass er aufsteht, wenn ich es ihm nicht erlaubt habe. Hier soll er das Aufstehen unterlassen.

Das kann ich so nicht nachvollziehen. Wenn ich sage, er soll kommen und er kommt nicht, dann ist das ebenfalls eine Unterlassung. Er gehorcht nicht. Er macht einen Fehler. Und das muss ich ihm irgendwie transportieren. Er muss begreifen, dass er durch sein Fehlverhalten etwas nicht bekommt, was er gerne hätte. Deshalb: Rein ins Haus, während ich draußen mit seiner Freundin in seinem Blickfeld munter Bällchen werfe.


Wofür hast du ihn geschimpft? Vermutlich dafür, dass er dir in der vergangenen halben Stunde den Stinkefinger gezeigt und nicht auf dich gehört hat. Was hat dein Hund in dem Moment grade getan, als du ihn endlich erwischt hast? Vögel angeschaut? Dich angeschaut? Einen Eingang in die Voliere gesucht? Womit, denkst du, hat er das Schimpfen verknüpft? Ich halte jede Wette, dass es nichts mit der vergangenen Treibjagd zu tun hatte.

Der wusste genau, was er angestellt hatte. Der wusste ganz genau, dass ich sauer war, dass er nicht kam. Und er wusste, dass er zu kommen hatte. Er kennt die Kommandos, der Herr Einstein. Der wusste, warum ich geschimpft habe. Es tangiert ihn nur nicht. Es tangiert ihn ausschließlich, was er gerade in dem Augenblick im Dickschädelchen hat. Was meinst Du, wie brav er heute war nachdem Bommel wieder weg war. Wie gesagt, seit heute gibt es ja auch nur noch Futter, wenn er schön sitzenbleibt und ich ihn dann rufe. Heute früh hat er's noch verschmäht. Heute nachmittag war der Hunger schon groß genug, dass er aus der Hand gefressen hat. Aber das hat er auch nur bei Erfolg bekommen. Das mache ich jetzt 2 Wochen lang so. Auch auf der Reise.


Das bedeutet z.B., dass du weißt, dass er zum Abhauen neigt und dafür sorgen musst, dass er einfach nicht mehr abhauen KANN. Notfalls, indem er eben angeleint neben dir liegt. Jede gelungene Flucht wird weitere Fluchtversuche nach sich ziehen.

Das ist so ein Punkt, den ich nicht verstehe. Es könnte ihm ja so gut gehen. Wir leben auf dem Land mit jeder Menge Freiraum. Tolle Spazierwege fernab von Autoverkehr. Er hat einen Garten, wo er meinetwegen jederzeit raus könnte. Der Garten ist rundum eingezäunt, die Grenze ist klar aufgezeigt (hat mich einen Haufen Geld gekostet). Im Garten sind Büsche, in denen er rumkriechen könnte. Er könnte ein super Hundeleben haben. Aber das scheint ihm nicht genug zu sein. Auch heute hat er versucht, einem Vogel hinterher über den Zaun zu kommen (hat aber nicht geklappt).

Meine Nachbarn finden die Einzäunung nicht so prickelnd. Ich habe auch schon einen Elektrozaun installiert (für Kaninchen bis Schafe). Als der angeschaltet war und er drankam, hat er sich bloss kurz geschüttelt, das war's. Einstein braucht wohl eher die Kuh-Variante, um zu merken, dass was unangenehm ist. Ich kann nicht noch höher einzäunen ohne Ärger mit meinen Rundums zu bekommen. Wenn einer unbedingt rübermachen will, dann schafft er's auch. So oder so. Aber richtig ist auch, was Du sagst: Jeder gelungene Ausflug schafft Lust auf mehr. Ich denke aber nicht, dass er flüchtet. Es gibt ja nichts zu flüchten. Es geht nicht arg zu bei uns. Und er kommt ja auch immer wieder zurück. Auch seinerzeit, als ich ihn auf dem Feldweg frei laufen ließ. Er kommt wieder. Irgendwann. Wann immer er Lust dazu hat. Und dann schmeißt er sich voll Wonne auf den Rücken ...


Was den Hütetrieb betrifft: Nachdem es wenig Sinn macht, andere Tiere dazu zu missbrauchen, sich (unkontrolliert) hüten zu lassen, könntest du vielleicht versuchen ihm beizubringen, auf Spaziergängen deine Freundin und dich zu hüten.

Hm. Spazieren gehe ich immer mit ihm alleine. Das geht also nicht.


Der Hund braucht eine Beschäftigung für den Kopf

Die bekommt er auch. Er hütet das Haus, muss mich Schlafmütze wecken, hat sein Dog Brick und das runde Teil, den Snackball, hat ständig Hundebesuch oder ist auf selbigem, wo sie sich jeden Stofffitzel gegenseitig abjagen, von Bällen ganz zu schweigen - mehr Entertainment kann ich Herrn Einstein echt nicht bieten, dem Luxushund. Es dreht sich ja schon vieles um ihn. Noch mehr geht nicht. Ich will keinen Sklaven als Hund. Aber ich will auch nicht seine Sklavin sein. Und mit dieser elenden Ausbüxerei versucht er, mich dazu zu machen.

Mensch, ich muss uns beide auch noch ernähren. So ganz nebenbei.

Morgen ist wieder Hundeschule. Bin mal gespannt, was Hunde-Heidi zu der neuen Geschichte sagt. Die kennt ihn ja nun mit seinen ganzen Höhen und Untiefen. Und mich auch ;)

Schöne Grüße zurück,
knips

Nara
12.06.2006, 06:41
Hallo

DU WUnderst dich wirklich das dein Hund dann so reagiert hat???

Ich sehe bei eurer Beziehung ein großes Problem..
Bitte sehe es jetzt nicht Persönlich..

Du Verstehst di Sprache Hündisch nicht..
Du solltest lernen,alles aus Hundesicht zu sehen..
So wie ich es lese.siehst du es aus Menschensicht,und HAndelst auch so..

Wie soll der Hund denn damit klar kommen??

Ein Versuch es zu erklären,Hund hört nicht du gehst hin,nimmst ihn an die Leine,und er geht ins HAus..
Das machst du zweimal..

Beim dritten mal hat der Hund gelernt wenn Faruchen auf mich zukommt,gehe ich an die Leine und ins HAus,klar das der Hund an dir vorbei rennt..

ZU dem Füttern,du sollst dem hund keine Leckerchen füttern,sondern er soll sich sein Futter veridenen,so das er etwas tun muß,für sein Fressen..
Du ziehst.z.b die hlabe Portion von morgnes ab,und gibst sie ihm zu Hause unterwegs,für alles was er richtig macht..

Am besten wäre es du besorgst dir einen Trainer für Zuhause,und besorgst dir Informationen,wie Hunde Funktionieren(drücke es mal so aus)also lernen...

Solange du das nicht weiß,hast du keine Chance...


Dein Hund hat schon sooo viel gelernt,meist das was du nicht haben wolltest,und einige Hunde lernen verdammt schnell..

Also Information,Hundetrainer zu Hause,und Theorie dabei..

Nicht dein Hund macht die fehler,es ist immer der Mensch..




Viele grüße
Mona

Lastrami
12.06.2006, 09:29
Hallo Knips,

Juni hat Dir schon sooo viele tolle Tips gegeben, aber mir ist eines aufgefallen.

Sorry wenn ich es jetzt mal so direkt und drastisch ausdrücke:

Du hast keine Ahnung von der Hundesprache und vom Verhalten eines Hundes!

Dafür kann ich Dir auch Bsp aufzeigen:


Zitat von Juni
Was du aber durchaus üben kannst ist, in Schmusestunden den Hund sanft auf den Rücken zu drehen und ihn ausgiebig überall zu streicheln.


Das liiiiiebt er! Oft schmeisst er sich von sich aus hin und will so gekrault werden. Auch im Garten. Und mit Vorliebe, wenn er weiß, dass ich sauer auf ihn bin. Das sind ja auch so Momente, wo ich denke, dass er eben doch eine Anbindung an mich hat und Vertrauen.

So wie DU bis jetzt von Deinem Hund erzählz hast, ist er ein eigenwillgiger Kerl, der ganz genau weiß was er will.
Und wenn er sich vor Dir auf den Boden schmeißt und zeigt: los kraul mich, dann erzieht er DIch gerade.

DU bestimmst, wann geschmust wird. DU bestimmst wann gespielt wird.... Nicht er. Das solltest Du auf jeden Fall einhalten, damit bei Euch (u.a. auch dadurch) mal die Rudelfolge geklärt wird, dazu gehören aber noch mehr sachen.

Und das Dein Hund streunern geht, führe ich auf Langeweile zurück. Da nützt auch eine Bommel nix.

Alles ist interessanter als Du und Deine Tätigkeiten.


Zitat von Juni
Ich kann ihn aber dafür strafen, dass er aufsteht, wenn ich es ihm nicht erlaubt habe. Hier soll er das Aufstehen unterlassen.

Das kann ich so nicht nachvollziehen. Wenn ich sage, er soll kommen und er kommt nicht, dann ist das ebenfalls eine Unterlassung. Er gehorcht nicht.

Hast DU Dir mal überlegt warum er beim ersten Rufen nicht kommt? Warum er nicht gehorcht?
Vielleicht hast DU ihm durch Deinen Art einfach beigebracht erst beim 3. Rufen zu kommen (ja auch das gibt es!)

Dann muß ich noch sagen: stelle das geben von Leckerchen ein. Er muß sich ab sofort sein Essen verdienen. Es gibt kein Futter mehr aus dem Napf zu bestimmten Uhrzeiten!. Sondern dann, wenn ihr übt. Macht er beim ersten mal : SITZ! gibts Futter. Befolgt er das Kommando: Komm! sofort gibts Futter.

Was mir jetzt grade noch einfällt: hast Du mal über Deine Kommandos nachgedacht? Verwendest Du IMMER das gleiche Wort. Hunde verstehen Menschen nicht, die für ein und die selbe Tätigkeit 5 verschiedene Wörter gebrauchen: Komm! Hier! Hierher! los zu mir! etc. Und Du solltest vielleicht auch mal Deine Körperhaltung betrachten. Di kann nämlich auch zu Mißverständnissen beim Hund führen.


dass er aus der Hand gefressen hat. Aber das hat er auch nur bei Erfolg bekommen. Das mache ich jetzt 2 Wochen lang so

In 2 Wochen wirst Du nicht viel erreichen. Stelle Dich da mal eher auf 6 Monate Handfütterung ein, wenn Du wirklich dauerhaft was ändern möchtest. 2 Wochen sind nix. Der Hund hat nen langen Atem und wird feststellen, ok, wenn ich das die paar Tage durchhalte, dann wird Frauchen schon wieder den Pott füllen und ich mach dann wieder was ich will.



Er kommt wieder. Irgendwann. Wann immer er Lust dazu hat. Und dann schmeißt er sich voll Wonne auf den Rücken ...
damit zeigt Dir Dein Einstein ganz klar und deutlich den Stinkefinger. "Siehste Frauchen, musst nur lang genug warten, dann komm ich wieder und mir geht es gut!"


Er hütet das Haus, muss mich Schlafmütze wecken, hat sein Dog Brick und das runde Teil, den Snackball, hat ständig Hundebesuch oder ist auf selbigem, wo sie sich jeden Stofffitzel gegenseitig abjagen, von Bällen ganz zu schweigen - mehr Entertainment kann ich Herrn Einstein echt nicht bieten, dem Luxushund. Es dreht sich ja schon vieles um ihn.

Sorry, aber das ist kein Luxushund, das ist keine Beschäftigung.
DEIN HUND LANGWEILT SICH UNENDLICH!!!!!!!!!!
Wenn Du Einstein was gutes tun willst, dann höre auf ihn zu verwöhnen, ihm jeden Wunsch von den Augen abzulesen und gebe ihm eine anständige Beschäftigung.
Du hast nen Arbeitshund zu Hause. Beschäftige Dich mit Treibball, Dog Frisbee, Dog dancing, Agility irgendwas in der Richtung. Und nicht nach 2 Wochen aufhören. Sowas braucht seine Zeit.

Ein Hund ist nicht ausgelastet, nur weil er mit anderen Hunden rumtoben kann. Grade ein Hütehund braucht die Auslastung des Kopfes. Und wenn DU das hinbekommst, dann wird auch Einstein seine Macken ablegen!!!!!


Er kennt alle Befehle, sonst könnte er sie in der Hundeschule auch nicht befolgen. Aber kaum sind wir zuhause, interessiert's ihn nicht mehr, was ich sage. Er gehorcht nur, wann er will

Einstein weiß ganz genau das er zu Hause mit Dir den Hampel machen kann. Setzt Dich zu Hause konsequent durch. Entziehe ihm mal Ressourcen. Du bestimmt sein Leben. Du willst das der Hund Dir gehorcht? Dann zeige dem Hund, das es sich lohnt Dich als Chef zu akzeptieren.
Durch konsequente Entscheidungen zeigst DU ihm, das Du in der Lage bist, Euer Rudel zu führen.


Ich hab' mächtig mit ihm geschimpft, aber ich habe das Gefühl, das geht überhaupt nicht an ihn ran. Kein schlechtes Gewissen und nichts
Hunde haben kein Gewissen!
Sie können kein schlechtes Gewissen bekommen. Das ist das was wir gerne in Hunde reininterpretieren.
Wir Menschen verwirren den HUnd höchstens durch unüberlegtes Handeln. Der Hund verknüpft Handlungen und Strafen miteinander, die für uns nicht nachvollziehbar sind.
Aus Unsicherheit geht der Hund dann z Bsp auf seine Decke. Er weiß nicht was er tun soll. also erstmal aus der "Schußlinie" gehen. Deshalb hat er aber noch lange kein schlechtes Gewissen.

Das ist jetzt alles was durcheinander, aber ich hoffe, ich konnte mich Verständlich ausdrücken.

Nun noch ein gut gemeinter Rat. Versuche doch mal, Dich in die Thematik der Hundesprache und des Hundeverhaltens einzulesen. Dann werden DIr bestimmt viele Verhaltensfehler von Deiner Seite auffalen, die man im Forum gar nicht mitbekommt. Vielleicht lassen sich so Einsteins Verhaltensweisen erklären? Außerdem ist es immer gut, wenn Mensch weiß, was Hund grade sagt!

LG und nur nicht den Mut aufgeben, manche Wege sind holprig, aber zusammen bekommt ihr das hin.

LG Pia:bl:

Juni
12.06.2006, 15:15
Hallo Knips,

ich befürchte, dass du die Handlungen deines Hundes mit zu menschlichen Augen betrachtest. Du erwartest von deinem Hund Schlussfolgerungen und Übertragungsleistungen, die er nicht erbringen KANN. Wenn du behauptest, dein Hund wüsste, dass er dir weggelaufen ist und dass das eine strafbare Handlung war, dann irrst du. Er hat bislang nicht wirklich gelernt, dass "Komm!" bedeutet, sich immer und unverzüglich zu dir zu begeben.

Mit diesem Problem stehst du nicht allein, denn Hunde haben unzählige Möglichkeiten, hierbei falsche Verknüpfungen zu lernen. Er weiß derzeit vielleicht, dass zu dir kommen ihm ein Leckerchen beschert, er weiß aber mit Sicherheit auch, wieviel mehr Spaß es macht, stattdessen seiner Nase zu folgen und jagen zu gehen. Und er hat niemals eine für ihn nachvollziehbare negative Konsequenz dafür erhalten.

Schimpfen, wenn der Hund wieder eingefangen ist, hatten wir schon: Es nützt nichts, und es hilft dir nicht weiter, wenn du das Gegenteil behauptest. Hättest du Recht, hättest du auch Erfolg. Zum Hund hinzugehen, ihn anzuleinen und ins Haus zu sperren ist ebenfalls eine viel zu komplizierte Sache für einen Hund. Er KANN das angeleint und eingesperrt werden nicht in Verbindung mit dem Nichtkommen bringen. Und schon gar, dass das Bällchenspiel mit Bommel, bei dem er nicht dabei sein darf, etwas mit dem Nichtkommen zu tun hatte. Er ist ein HUND! Was er dabei lernt ist, dass es gefährlich ist, wenn du auf ihn zu kommst, weil das bedeutet, dass er angeleint und eingesperrt wird. Wenn du das ein paar Mal machst, wird er dich bald nicht mehr an sich heran lassen, sondern abhauen.

Was bleibt? Du musst eine Methode finden, mit der du ein Kommando wie "Komm!" auch durchsetzen kannst. Dazu fällt mir zunächst nur die Schleppleine ein, denn in eurer Kommunikation stimmt zur Zeit so vieles nicht, dass ich es nicht für sinnvoll halte, mit anderen Methoden (wie Schreckreize) zu arbeiten. Konkret heißt das, dass dein Hund in den nächsten Wochen und Monaten an der Schleppleine bleibt. Immer wenn du ihn rufst, musst du vorher sicher stellen, dass du das Ende der Schleppleine bei Bedarf sofort greifen kannst. Am besten beginnst du wieder im Garten, wo die Ablenkung nicht so groß ist. Du rufst ihn EINMAL (solange du dir nicht abgewöhnst, jedes Kommando zu wiederholen, wird er niemals aufs erste Mal kommen), kommt er nicht holst du ihn an der Schleppleine zügig zu dir ein. DAS ist die direkte Konsequenz (bzw. die Strafe) fürs nicht Befolgen, die er verstehen kann, weil sie unmittelbar auf seine Verweigerung folgt. Und nun muss es folgerichtig weitergehen: Ist er bei dir angekommen (wenn auch evtl. nicht freiwillig) freust du dir nen Wolf, lobst ihn und lässt ihn wieder laufen. Du bist NICHT sauer! Der Hund lernt dabei nämlich mehrere Dinge: 1. "Komm!" heißt, jetzt gleich und sofort zu dir laufen. Befolgt man es nicht, wird es unangenehm. 2. Bei dir ankommen ist aber megaklasse! Da steppt der Bär und die Belohnung ist super! 3. Zu dir kommen heißt nicht zwangsläufig, dass man da auch bleiben muss, sondern danach ist wieder Freilauf angesagt.

Zum Thema Beschäftigung. Die Dinge, die du deinem Hund bietest, sind nicht die richtigen bzw. einfach nicht ausreichend für einen Arbeitshund. Er muss VON DIR über den Kopf beschäftigt werden, und das ersetzt dir weder ein anderer Hund noch ein albernes Spielzeug, an dem er alleine rumzauselt. Das Haus hüten ist kein Job, der den Hund beansprucht. Für ihn heißt das: Alleine sein und sich langweilen. Das ist okay, wenn du arbeiten bist. Aber dir muss klar sein, dass diese Zeit für deinen Hund nichts als Langweile war und dass er nun unbedingt eine WIRKLICHE Aufgabe braucht. Beispiele gab es ja schon jede Menge.

Wenn dein Hund wegläuft, dann darum, weil er gelernt hat, dass das wesentlich besser ist, als bei dir bleiben. Einem Hund ist der tollste Garten und die teuerste Einzäunung schnuppe, er hat keine Vorstellung von dem Aufwand, den es dich gekostet haben mag. Für ihn zählt, was du mit ihm machst. Und das scheint derzeit definitiv nicht mit seinen Jagdausflügen konkurrieren zu können.

Schöne Grüße,
Juni

Pessoa
12.06.2006, 18:20
Hallo Knips,

erstmal meine ganz große Hochachtung, dass du deine Geschichte hier so ehrlich erzählst und dich der Kritik stellst.
Aus eigener Erfahrung weiß ich, wie schwer und langwierig es sein kann eine enge Bindung zum Hund aufzubauen. Diese ist aber Voraussetzung zum Gelingen vieler Erziehungsinhalte. Natürlich muss man auch viel über das Wesen des Hundes und seine Sprache wissen.
Ich habe einen 7- jährigen Mischlingsrüden aus einem Tierheim ohne Vorgeschichte. Er lebt jetzt ein Jahr bei mir. Ich bin kein Anfänger, aber bei diesem Hund habe ich anfangs geglaubt, er kommt von einem anderen Stern und hat sich seinen Hundekittel nur ausgeliehen.
Ich habe Hilfe bei einer Hundeschule gesucht, aber leider nicht gefunden. Die sehr einfach gestrickten Grunderziehungskurse brachten uns nicht weiter und auch nicht zusammen.
Geholfen hat mir der unbedingte Wille mit diesem Hund zu arbeiten und ein Einzeltrainer. Da habe ich über die sofortige Korrektur meines Verhaltens
viel "Hündisch" dazu gelernt.
In Tips von Hundekennern kannst du das auch lesen, aber es ist ein totaler Unterschied dies in der Praxis umzusetzen.
Ich habe meine Stimmlage verändert, eine andere Körperhaltung eingenommen
und bin gelassener und viel geduldiger geworden.
Das hat nicht von heute auf morgen geklappt. Aber jetzt, neun Monate später, sind wir ein super Gespann, wie ich meine.

In Kurzfassung:

Änderung des eigenen Verhaltens gegenüber dem Hund
Sich selber schulen statt den Hund
Einzeltraining statt Hundeschule
Liebe, Humor, Geduld und Gelassenheit (fast schon Nirwana)
So wenig Erziehungshilfen wie möglich, Halsband, Leine, evtl. Schleppleine sollten genügen
Kein Mitleid
Keine Leckerchen, sondern Lob und Zuspruch

Ganz herzlichen Dank an Dich für deinen Mut und liebe Grüße,
Rita

chipsy080
12.06.2006, 22:11
Hallo pesoa!
endlich spricht einer mal was richtiges! das man nämlich den hund ohne große hilfsmittel, sondern nur mit schleppleine, leine und mit der stimme, das erreichen kann was man will!!! ohne gewalt,und ohne leckerlies!
die üblichen hundeschulen kann man vergessen! ich habe auch einzelltraining!
hast du auch einen trainer der als liezenzbetrieb der chiemgauer hundeschule arbeitet?:rolleyes:

Liebe Grüße:cu:

ruth_kyno
12.06.2006, 22:18
hallo knips
ich glaube nicht dass es etwas bringt, wenn du deinen hund in ausbildung gibst, denn du siehst ja in der hundeschule, dass dein hund es kann und auch macht. würde jemand anderes deinen hund erziehen, würde er vielleicht der anderen person gehorchen aber nicht dir und davon hast du ja auch nichts.
mein tipp:
- dem hund nur dann einen befehl geben, wenn du 100% sicher bist, dass er es machen wird
- oder du den befehl durchsetzen kannst
- jeden befehl nur einmal, notfalls zweimal geben, sonst lernt der hund nur : wenn frauchen sitz sagt, dann kann ich mich hinsetzen oder auch erst später, denn konsequenzen sieht dein hund keine
- den hund nur mit schleifleine laufen lassen und zu sich ziehen, wenn er nicht kommt
- futter gibt es nur für richtiges verhalten, also kein napf mahr, dass futter muss erarbeitet werden
- KONSEQUENZ wenn du etwas sagst, dann wird es auch gemacht.

Anyanka
13.06.2006, 02:11
Sie hat zwar noch ein paar Macken an denen wir arbeiten, aber im Großen und Ganzen gehorcht sie. Ich verlange aber keinen Kadavergehorsam von ihr. Sie ist ein kleines fröhliches Mädchen und das soll sie auch bleiben!


Die bekommt er auch. Er hütet das Haus, muss mich Schlafmütze wecken, hat sein Dog Brick und das runde Teil, den Snackball, hat ständig Hundebesuch oder ist auf selbigem, wo sie sich jeden Stofffitzel gegenseitig abjagen, von Bällen ganz zu schweigen - mehr Entertainment kann ich Herrn Einstein echt nicht bieten, dem Luxushund. Es dreht sich ja schon vieles um ihn. Noch mehr geht nicht. Ich will keinen Sklaven als Hund. Aber ich will auch nicht seine Sklavin sein. Und mit dieser elenden Ausbüxerei versucht er, mich dazu zu machen.

Mensch, ich muss uns beide auch noch ernähren. So ganz nebenbei.

Morgen ist wieder Hundeschule. Bin mal gespannt, was Hunde-Heidi zu der neuen Geschichte sagt. Die kennt ihn ja nun mit seinen ganzen Höhen und Untiefen. Und mich auch ;)

Schöne Grüße zurück,
knips

Und das war der Punkt an dem ich gemerkt hab wo der Unterschied liegt! Du hast ein intelligentes Kerlchen Zuhause und überlässt es weitest gehend sich selbst. Es macht Dich nicht zum Sklaven Deines Hundes Dich mit ihm zu Beschäftigen, ansonsten hättest Du Dir keinen Hund anschaffen sollen. Unterordnung auf dem Platz und zuhause mal ein Spiel langweilen so nen Hund. Maya ist in der Huschu bei den anderen Hunden noch sehr aufgeregt, aber die Übungen? Pah! Die sind kein Problem.

Lern richtig mit Deinem Hund zu spielen, bring ihm ein paar Tricks bei, such nach ner Sportart die euch beiden gefällt und wenn Du da nix findest mach Suchspiele im Garten. 2 x am Tag 15 Minuten was für den Kopf gemacht und der Hund läuft schon viel runder!

Ich mache mich gerne zum Affen und Entertainer für meinen Hund, wenn sie dafür auf mich hört wenns notwendig ist!

Lastrami
13.06.2006, 08:12
@Chipsy080


die üblichen hundeschulen kann man vergessen! ich habe auch einzelltraining!
hast du auch einen trainer der als liezenzbetrieb der chiemgauer hundeschule arbeitet

sorry, aber die Aussage, das man die üblichen HuSchu vergessen kann, halte ich für unangebracht. Es kommt IMMER darauf an, was man selber draus macht. Eine HuSchu kann immer nur Anstoß und Anleitung geben, wirklich arbeiten muß man selber mit dem Hund und zwar TÄGLICH!

Was hast Du immer mit dieser mobilen HuSchu? Is ja schön wenn Du so davon überzeugt bist, aber sie ist nicht das non plus ultra.

Wenn DU mal genau schaust, wirst Du feststellen, das Knips aus Schleswig-Holstein kommt. Ich denke nicht, das da oben jemand von der Chiemgauer arbeitet....

LG Pia

Lastrami
13.06.2006, 08:14
Hallo Knips,

lässt Du mal wieder von Dir hören, wenn es Veränderungen und vor allem Erfolge mit Einstein gibt???

Würde mich freuen von Dir zu hören.

LG Pia

chipsy080
13.06.2006, 14:33
natürlich gibt es,wo knips wohnt auch die chiemgauer! in ganz deutschland gibt es lizenzbetriebe davon!

Juni
13.06.2006, 19:39
Hallo Chipsy,

mich würde mal die "weltweit einzigartige Methode" interessieren, nach der die Chiemgauer Hundeschule arbeitet. Kannst du die (vielleicht in einem neuen Thread) mal kurz beschreiben?

Ich bin nämlich immer hochgradig skeptisch, wenn Leute mit Methoden werben, die sie als die einzig Wahren preisen, gleichzeitig diese aber nicht durchschaubar machen, wie es es jeder seriöse Trainer tut. Wenn dann auch noch Anrufe unter gebührenpflichtigen Telefonnummern angenommen werden, klingeln bei mir erst mal sämtlich Alarmglocken.

Aber vielleicht kannst du das ja entkräften?

Schöne Grüße,
Juni