PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Katzen-Asthma



hollymama
10.06.2006, 10:08
Unsere Maus ist leider vom Pech verfolgt :( Erst die Enddarmlähmung und jetzt wurde auch noch Asthma bei ihr festgestellt... och Mensch :-/
Laut TÄ wäre das nicht so schlimm und wir sollen uns keine Sorgen machen, aber so ganz wohl fühle ich mich dabei auch wieder nicht.
Weiß jemand zufälligerweise ob felines Asthma in der Regel mit Allergien kombiniert ist? Die kleine Mau tut mir so leid... (aber frech ist sie trotzdem ;))
Die Atemprobleme sind besser geworden seitdem wir umgezogen sind (wir dachten als Katzenanfänger sie bräuchte Katzengras als Würgehilfe als das zum ersten Mal aufgetreten ist :rolleyes: ) aber seit einer Woche steht die Diagnose fest :(
Ich würde mich freuen wenn jemand etwas zu dem Thema weiß :)

Liebe Grüße,
Andra mit Sorgen-Mau Holly :kraul:

Gloriaviktoria
10.06.2006, 13:04
Hallo,

leider - zum Glück - kann ich zum Thema Asthma nichts sagen, aber ich drücke euch die Daumen, dass es nicht so schlimm wird und ihr einen Weg findet, damit umzugehen. Wie wurde das Asthma denn festgestellt, hatte sie richtig Atemprobleme oder kann sie ganz gut damit leben?

:hug:

RotFuchs
10.06.2006, 13:17
Hallo hollymama,

kein Grund zur Panik.
Auch unsere Baccardi ist an felinem Asthma erkrankt.
Wurde bei Eurer Maus ein Blutbild und eine Röntgenaufname zur Feststellung gemacht, oder auch eine Bronchoskopie?
Bei Baccardi richte das Blutbild. Da konnte man das Übel schon sehr gut erkennen.

Bei uns scheint das damalige Streu (super fein mit Babypuderduft) der Auslöser gewesen zu sein.

Jetzt gibt es natürlich viele Möglichkeiten der Behandlung.
Was habt Ihr denn für Tierarzt genannt bekommen?
Auch wenn ich jetzt sicherlich wieder von einigen Foris in der Luft zerrissen werden, unsere Baccardi bekommt derzeit alles zwei Tage eine 1/4 Tablette Prednisolon (Cortison). Damit kommt Sie sehr gut zurecht!
Regelmäßig lasse ich Ihre Blutwerte überprüfen, damit ich sofort eingereifen kann, wenn ich feststelle, das es wegen der Cortisongabe zu "Problemen mit anderen Organen kommt".

Es sollte hier im Forum noch zwei Personen geben, die sich sehr gut mit dem Thema ausgehen.
Diese beiden schwören unter anderem auf Inhalation.
Das mag nicht verkehrt sein, nur muß jeder Katzenbesitzer für sich und sein Tier entscheiden, ob dies eine Möglichkeit ist, die täglich mit dem Tier praktiziert werden kann. Nicht jede Katze kommt mit diesem Inhalationsgerät klar.

Ich wünsche Euch alles Gute, und Kopf hoch, eine Katze kann eigentlich sehr gut mit Asthma leben, wenn man es einigermaßen mit Medi´s behandelt.
Und da gibt es viele verschiedene Varianten.

Ich hoffe, ich konnte Dir einbischen behilflich sein.

hollymama
11.06.2006, 11:50
So, jetzt komme ich endlich zum antworten :)
Das Asthma wurde bei einer Routineuntersuchung festgestellt, denn wir haben erzählt, dass sie manchmal etwas hustet/röchelt und dann nicht ansprechbar ist, aber sobald man die Kleine berührt oder sie mitbekommt, dass man mit ihr redet das Verhalten aufhört. Sie schaut dann nur ganz verdutzt drein ;) Beim abhören wurde dann ein leichtes Rascheln in der Lunge festgestellt und die Diagnose war laut der TÄ Asthma.
Da wir aber meistens eher minderwertiges NaFu füttern (Felix, Gourmet Perle) damit sie würschteln kann (von besserem NaFu bekommt sie Verstopfung, warum auch immer...) mache ich mir jetzt auch Gedanken ob nicht auch etwas im Futter ist was die Atemprobleme verschärft.
Das Bentonitstreu mit Babypuderduft haben wir gleich damals wieder abgeschafft als wir Holly bekommen haben. Uns ist aufgefallen, dass sie oft niesen und husten musste während und nach dem Buddeln, also sind wir auf CBÖP umgestiegen und seitdem ist es ok. Geholfen hat auch sicherlich der Umzug (fast nur noch Fliesen, besser saugbarer Teppich im Obergeschoss, kein Schimmel mehr in den Wänden und besseres Raumklima, kommt auch mir zugute;) ), aber Gedanken mache ich mir schon, da sie ja wegen der Enddarmlähmung auch Medis bekommt (1/4 Myocholin, 6ml Lactulose am Tag) und ich ehrlich gesagt hoffe, dass nicht auch noch Medis gegen die Atemprobleme dazukommen :-/
Ach ja, manchmal schnorchelt sie auch nachts, also heißt es wieder aufstehen und Katze wecken, dann ist es gut. Schon komisch...
Wie ist es denn bei eurer Katze Britta??? Wie äußert sich das Asthma bei ihr weil ihr Medis geben müsst???

Liebe Grüße,
Andra mit NG und Holly

ema
11.06.2006, 12:05
Hallo Andra,
wir haben eine Yahoogroup speziell zum Thema Felines Asthma, magst Du Dich nicht bei uns anmelden? Wir haben sehr viele Infos und können Dir sicher noch ein paar Tips geben. Der Link ist: http://groups.yahoo.com/group/Asthmakatzen_inhalieren
Ansonsten möchte ich Dir auch diese wunderbare Website ans Herz legen, wo Du 1001 Infos zum Thema findest (die vielleicht auch Dein Tierarzt noch nicht alle kennen wird): http://de.fritzthebrave.com/
Alles Gute
ema

hollymama
12.06.2006, 10:43
Hallo Ema,

danke für die links, ich bin gerade dabei mich etwas schlauer zu machen dadurch :)

Liebe Grüße,
Andra

katzentante
12.06.2006, 11:52
unsere Baccardi bekommt derzeit alles zwei Tage eine 1/4 Tablette Prednisolon (Cortison). Damit kommt Sie sehr gut zurecht!
Regelmäßig lasse ich Ihre Blutwerte überprüfen, damit ich sofort eingereifen kann, wenn ich feststelle, das es wegen der Cortisongabe zu "Problemen mit anderen Organen kommt".Hallo,

der Kater meiner Eltern hat Asthma, er wurde auch mit Cortison behandelt. Nach recht kurzer Zeit von ein paar Monaten bekam er Diabetes. Cortisongabe kann Diabetes auslösen. Das wollte ich nur angemerkt haben.

Weil der Kater nun Insulin bekommt, wurde die Cortisonmedikation abgesetzt. Das Asthma ist sozusagen unbehandelt. Der Kater hustet wochenlang nicht und dann wieder ein paar Tage hintereinander. Wenn im Biowetter steht "Asthmatiker aufgepasst" dann hat auch der Kater Probleme.

Mehr kann ich zum Thema leider nicht sagen. Alles Gute!

Biene73
12.06.2006, 12:14
Hallo Andra,

meine Mieze hat auch allergisches Asthma.
Ich gebe ihr bei schlimmeren Anfällen Drosera-Ampullen (ich glaube das wird aus Sonnentau gemacht) das hilft sofort und der Schleim ist dann weg.

Von Cortison halte ich auch nicht viel. Laut meiner TÄ machen die Katzen das gesundheitlich nicht ewig mit und die Folgeschäden sind größer als das Asthma-Leiden selber.

Aber ich kann dich beruhigen. Meine hat das schon seit sie klein war und lebt damit ganz gut. Ich bin auch umgezogen in eine Wohnung mit glatten Böden und ohne Schimmel. Jetzt ist es etwas besser als vorher.

Liebe Grüße von Biene und Mia :cu:

katzentante
12.06.2006, 13:07
Ich gebe ihr bei schlimmeren Anfällen Drosera-Ampullen (ich glaube das wird aus Sonnentau gemacht) das hilft sofort und der Schleim ist dann weg.Was ist denn Drosera? Wie wendest du es an, per Injektion? Und wieviel?
Ist das die Theraphie von deinem TA?

Biene73
12.06.2006, 13:33
Hallo Katzentante :)

das sind so Portionsampullen die ich von meiner TÄ bekomme.
Das zieht man mit der Spritze auf, macht die Nadel weg und gibt es dann ins Mäulchen. Das ist halt eine Alternative zur Dauermedikation und ist rein pflanzlich. Wenn du das mal probieren willst, bitte nicht in der Apotheke kaufen!
Das muß genau dosiert werden. Denn das gibt es auch für Menschen zu kaufen.

Ich finde die Tropfen aber super, weil sie wirklich sofort helfen. Und der Preis hält sich in Grenzen. Für 10 Ampullen zahle ich ca. 6-8 Euro.

Liebe Grüße :cu:

ema
12.06.2006, 17:20
der Kater meiner Eltern hat Asthma, er wurde auch mit Cortison behandelt. Nach recht kurzer Zeit von ein paar Monaten bekam er Diabetes. Cortisongabe kann Diabetes auslösen. Das wollte ich nur angemerkt haben.

Das kommt leider häufig vor :( Deshalb versuchen wir ja alle mit unseren Katzen zu inhalieren (inhalative Therapie - "Asthmasprays"), weil da diese Gefahr nicht besteht.


Weil der Kater nun Insulin bekommt, wurde die Cortisonmedikation abgesetzt. Das Asthma ist sozusagen unbehandelt. Der Kater hustet wochenlang nicht und dann wieder ein paar Tage hintereinander. Wenn im Biowetter steht "Asthmatiker aufgepasst" dann hat auch der Kater Probleme.

O je, das ist aber nicht so gut. Da hätte ich Angst, daß er auf einmal einen massiven Anfall mit Atemnotkrise bekommt und in die Notklinik muß :(

Hey - meldet euch doch in unserer Mailingliste an - wir sind eine freundliche kleine Gruppe von Leuten, die sich gegenseitig mit Tips und Tricks helfen.
Der Link ist: http://groups.yahoo.com/group/Asthmakatzen_inhalieren/
Es kostet nix und ihr habt nix zu verlieren........
see you?!?!?

LG, ema

Frommi
12.06.2006, 19:06
Hallo Andra,

ich bin wohl eine der zwei, die Britta (Rothfuchs) angesprochen hat :) .

Sorry bin bei dem schönen Wetter nicht so oft im Forum unterwegs.

Also bei Tari wurde vor ziemlich genau 2 Jahren Asthma festgestellt. Allerdings hatte sie mehrfach täglich so schwere Anfälle (nicht nur keuchen sondern richtig Erstickungsanfälle), dass wir schon dachten es wäre vorbei :0(

Unsere TÄ hat uns dann zu einer Spezialistin in Köln geschickt, bei der u. a. auch eine Bronchioskopie mit Gewebeentnahme gemacht wurde. Daher wissen wir 100 % das Tari Asthma hat. Auf Empfehlung dieser Fachärztin inhalieren wir 2 mal täglich 10 Minuten mit einem Inhalator. Tari nimmt dieses sehr entspannt und wir geniessen inzwischen beide dieses "Ritual", welches nur uns zwei gehört. Auf diese Art und Weise konnten wir die Cortison-Gabe auf eine viertel Tablette täglich reduzieren. Anfangs brauchte Tari 2 Tabletten am Tag :k:.

Sie ist jetzt beschwerdefrei (dieses Jahr hatte sie bisher nur drei ganz leichte Anfälle) und geniesst ihr Katzenleben in vollen Zügen. Ich bin mir klar, dass auch diese geringe Cortison-Dauergabe ein Risiko ist, aber ein anderer Tierarzt hat mal zu mir gesagt: "Besser einige schöne Jahre mit Cortison als wenige ohne dafür aber mit viel Qualen".

Ich bin der Meinung, dass Tari es verdient, dass ich mich dermassen um sie kümmere und mir diese Zeit extra für sie nehme und für die nächsten Jahre wohl auch auf Urlaub verzichte, denn es wird schwer eine Betreuung für sechs Katzen zu finden, bei denen eine täglich inhalieren muß.

Die absolute Fachfrau "ema" hat Dir ja schon geantwortet und auf den von ihr angesprochenen Seiten findest Du wirklich super Infos und Hilfe.

Alles Gute für Deine Holly

Petra mit Tari und der restlichen Rasselbande

katzentante
12.06.2006, 21:28
O je, das ist aber nicht so gut. Da hätte ich Angst, daß er auf einmal einen massiven Anfall mit Atemnotkrise bekommt und in die Notklinik muß :(So einen richtigen massiven Erstickungsanfall hat der Kater noch nie gehabt. Nach dem link weiter oben (fritzthebrave.com) zählen seine Anfälle zur Kategorie "leicht". Wenigstens was...
Was die Yahoo-Group angeht: meine Eltern sind leider überhaupt nicht internettauglich :D

RotFuchs
13.06.2006, 18:49
Hallo Andra,

genau die Seite, die ema Dir hier empfohlen hat, habe ich gemeint.
Und ja, auch meinte auch Frommi ;)

Du hast gefragt, wie sich das bei Baccardi bemerkbar macht?!
Sie hatte jetzt schon sehr lange keinen Anfall mehr *klopfaufholz*.
Wenn Sie einen bekommen hat, dann hat Sie sich sehr flach gemacht,
Ihr Köpfchen sehr weit nach vorne gedrückt (fast flauch auf den Boden) und dabei dann gehustet, was teilweise wie ein Würgen klingt.

Auch Sie schnorchelt nachts. Das wurde mir aber vom Tierarzt als "normal" beschrieben, bei einer Asthma erkrankten Katze.

Es stimmt schon, Cortison bwirkt etliche Nebenwirkungen mit sich.
Nicht um sonst lasse ich regelmäßig Baccardi´s Blutbild testen.
Es gibt aber auch genug Gründe, die gegen diese inhalative Therapie - "Asthmasprays" sprechen.
Ich denke, das sollte jeder für sich in guter Zusammenarbeit mit seinem Tierarzt und vorallem, mit seinem Tier entscheiden.
Alles hat bekanntermaßen seine Vor und auch Nachteile.

Schau Dir die Maillingliste an, aber überdenke auch alles ganz genau und besprich es mit Deinem TA.

Alle Liebe und Gute!

Britta

ema
14.06.2006, 16:02
Es gibt aber auch genug Gründe, die gegen diese inhalative Therapie - "Asthmasprays" sprechen.

Kannst Du mir welche nennen? ;)

LG, ema

ema
14.06.2006, 16:03
Abgesehen davon, bin ich natürlich auch felsenfest davon überzeugt, daß jeder für sein eigenes Tier individuell die richtige Entscheidung treffen muß.

LG, ema

ema
14.06.2006, 16:12
Abgesehen davon, bin ich natürlich auch felsenfest davon überzeugt, daß jeder für sein eigenes Tier individuell die richtige Entscheidung treffen muß.
...Aber um diese Entscheidung treffen zu KÖNNEN, muß man sich informieren. Erst dann ist (gemeinsam mit dem Tierarzt) eine wirklich fundierte Entscheidung möglich. Und nicht, nur weil einem jemand in einem Internetforum was erzählt hat.
In Futterfragen kloppen sich die Leute die Köppe ein über "Supermarktfutter gegen Premiumfutter" und lernen sämtlcihe Artikelbeschreibungen auswendig, bloß um herbeten zu können, welches Futter besser oder schlechter ist.
Aber wenn es um Asthma geht, dann neigt man doch gerne zur Bequemlichkeit, denn "wird ja schon nicht so schlimm sein", "er hat nur leichte Symptome", "der Tierarzt hat gesagt, das Röcheln ist normal..."
Über alle möglichen Katzenthemen gibt es endlose Grundsatzdiskussionen in Internetforen, aber Asthma nehmen wir gern mal auf die leichte Schulter.
Leider vergessen die Menschen dabei gern, daß Asthma eine gefährliche Krankheit ist, die durchaus tödlich enden kann, wenn sie nicht adäquat behandelt wird.
Und es pfeifen ja wohl inzwischen die Spatzen von den Dächern, daß "unser lieber Tierarzt" nicht immer und überall absolut recht hat. Sonst gäbe es kaum so viele Beiträge in Foren, wo sich Leute über ihren Tierarzt beschweren.
Aber wiederum: beim Asthma ist das alles anders; Asthma ist ja nicht so schlimm.

Aber ich will keinen hier zu seinem Glück zwingen. Alles Gute noch und viel Glück für eure Tiere.

LG, ema