PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Katzentod durch Antibiotikum-Allergie??



katzenpapi
08.06.2006, 19:55
Hallo,

wir haben neulich beim Tierarzt eine sehr traurige Erfahrung gemacht.

Vor etwa einer Woche haben wir unsere beiden Fellnasen zum Tierarzt gebracht, war nur eine Blutabnahme um die beiden auf Leukose und FIP zu untersuchen.

Auf einmal stürmte eine andere Katzenbesitzerin mit ihrer Katze herein wegen Notfall, ihre Katze hatte einige Stunden zuvor eine Antibiotikum-Spritze bekommen und dann atmete sie plötzlich nicht mehr. Die Besitzerin war ganz aufgelöst und weinte schrecklich, kein Wunder, ihre Katze atmete ja nicht mehr.

Die Tierärztin meinte dann, dass die Katze wohl tot war, und ihre Erklärung dafür war, dass die Katze anscheinend allergisch auf Penicilin reagiert hat, das sie ihr einige Stunden zuvor gespritzt hat. Die Spritze bekam die Katze als Vorsorge, da sie kürzlich kastriert wurde und ein Überbleibsel noch abgeschnitten wurde.

Ist das denn richtig so dass eine Antibiotikum-Allergie den Tod von Katzen auslösen kann? Ist das wirklich so heftig?? Ich meine kann denn eine Allergie so tödlich sein?? Menschen sterben ja auch nicht gleich wenn sie eine Penicillin-Allergie haben! Ich hab z.B. selber eine Penicilin-Allergie und bei mir äußert sich das nur durch einen juckenden Hautausschlag, aber sonst nichts Schlimmes, und dann kann eine Katze sogar daran sterben?
Oder lag das an einem Behandlungsfehler der Ärztin??

Ich hab nämlich ein wenig Angst um meine Katzen und überlege ob ich lieber zu einem anderen Tierarzt gehen soll.

Aber vielleicht kann ja die Tierärztin auch gar nichts dafür??

Hat jemand schon von solchen Fällen gehört??

Für Meinungen wär ich sehr dankbar!

Grüße

Felic-Catus
08.06.2006, 20:12
Huhu,

also, ich weiß nur, dass - wenn mein Kater eine neue Art von Medikament bekommt - ich immer noch einige Zeit im Wartezimmer warte um zu vermeiden, dass was "passiert" und ich es nicht mehr rechtzeitig schaffe!

Ich denke schon, dass das passieren kann. Ob ich der Ärztin die Schuld geben würde, weiß ich nicht - kommt auf die Umstände an.

Viele Tierbesitzer fahren "frühzeitig" nach Hause, obwohl der Arzt rät, noch etwas zu warten. Vielleicht hatte auch die TÄ darum gebeten. Sie sollte den Tierbesitzer zumindest darauf hinweisen.

Ich weiß auch nicht, warum die Katzenbesitzerin Stunden später erst aufgetaucht ist ?! Entweder ging das wirklich "Schlag auf Schlag" oder sie hat abgewartet ....

Da kann man eigentlich nur beide Seiten hören und sich sein eigenes Bild machen ....


LG
Felic-Catus

Suse
08.06.2006, 20:34
Doch ja, leider kann das passieren - auch beim Menschen.
Allergien sind ja unterschiedlich stark ausgeprägt. Der eine hat im Frühjahr ein Kribbeln in der Nase, der eine hat sehr schlimmen Heuschnupfen....
Der eine hat örtlich begrenzten Juckreiz, der andere reagiert am ganzen Körper - und kann im schlimmsten Fall daran sterben (am Penicillin).
Ich kann nur empfehlen, bevor man selber ein Medikament nehmen soll, den Arzt genau zu fragen, was das ist und mit welchen Nebenwirkungen man rechnen muss.
Und genauso auch beim TA. Ich habe neulich auch eine AB Spritze bei Mickey abgelehnt.

:cu: Suse

CaveCanem
08.06.2006, 22:11
Auch der Mensch kann an einer Allergie sterben, wenn er mit dem Auslöser in Kontakt kommt und in einen Schockzustand gerät (anaphylaktischer Schock). Das kann bei Bienengift sein, das kann ein Antibiotikum sein oder anderes. Und bei Tieren ist es nicht anders.