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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : unterwürfiger Hund



dotti
06.06.2006, 21:56
Hallo zusammen :cu:

kann mir jemand folgendes Verhalten erklären:
Rüde20 Monate,kastriert mit 11 Monaten.

Er ist ein sehr aufgeweckter verspelter Hund der sozial verträglich sich problemlos in ein Hunderudel einfügt. Manchen Hündinnen (unkastriert) gegenüber sehr dominant(aufreiten) - und manchen Rüden egel ob kastirert oder nicht extrem unterwürfig. Es ist ein Verhalten das man von Welpen kennt . der andere Rüde wird aggressiv geht drauf und würde sogar beissen. (ist auch schon passiert) Aber statt sich zu wehren oder wegzugehen bleibt der Doofi und wird noch unterwürfiger - richtig aufdringlich.

Ich bin der Meinung das es mit der kastration zu tun hat . Es ist ein großer Hund und mit seinen damals 11 Monaten noch lange nicht ausgewachsen und karakterlich "fertig".
Aber warum macht er das nur bei bestimmten Rüden (es sind sehr selbstsichere )
Mein Vorschlag ist das gezielt mit den Hunden zu trainieren. Deine an der Leine - Abstand zueinender groß - und ungewünschtes Verhalten (fixieren, winseln,usw.)zu bestrafen
oder was habt ihr für eine Vorschlag?
Danke dotti:compi:

sannydog
06.06.2006, 22:20
hallo

ähhhm dein problem hast du ja selbst schon benannt. der rüde wurde sehr viel zu früh!!!!! kastriert. und wahrscheinlich wird er das welpenverhalten immer beibehalten. für ausenstehende wird das sicher total süß und toll sein aber für den hund ist das mit das schlimmste was es gibt! er wird leider niemals "zu sich selbst finden". aber was passiert ist, ist nunmal passiert. mach jetzt auch keinem vorwürfe. viele wissen das auch nicht.

aber ich versteh jetzt nicht mit welchem hund du trainieren willst, hab mir dein text jetzt schon n paar mal durchgelesen aber ich steh auf dem schlauch...

lg

Juni
06.06.2006, 22:50
Hallo Dotti,

wenn es sich um einen großrassigen Hund handelt, befindet er sich nun gerade mitten in der Halbstarkenphase, die dazu führt, dass er ausprobiert, wo seine Grenzen liegen.

Was er jedoch ganz offensichtlich bisher nicht gelernt hat ist, sich ordentlich zu unterwerfen. Wie du selbst beschreibst, benimmt er sich extrem welpenhaft und handelt sich damit den Unmut ranghöherer Rüden ein. Inwieweit das mit der frühen Kastration zu tun hat, kann ich nicht beurteilen, es ist ebenso gut möglich, dass er einfach bisher niemals an den Richtigen geraten ist oder zuviel menschliche Einflussnahme eine entsprechende Erziehung verhindert hat.

Deinen Therapievorschlag kann ich nicht ganz nachvollziehen. Ich halte es für völlig ausgeschlossen, dass ein Mensch aktiv in eine Rangordnungsauseinandersetzung unter Hunden eingreifen und diese positiv beeinflussen kann - noch dazu in einem solch extremen Stresszustand, in dem sich beide beteiligten Hunde befinden. Eine Leine macht normale Kommunikation zwischen Hunden zudem unmöglich und trägt höchstens dazu bei, Aggressionen zu unterstützen. Wenn du schimpfst, wirst du zum einen den Junghund noch mehr verunsichern, was mit Sicherheit zu noch heftigerem Beschwichtigungsverhalten führen wird. Zudem verhält sich der Junghund ja im Grunde richtig: Er beschwichtigt. Ihm das zu verbieten, erscheint mir in höchstem Maße unsinnig. Der Hund KANN nicht verstehen, wofür er zurecht gewiesen wird! Zum anderen wird dein Tonfall den anderen Hund zu stärkerer Aggression anstacheln.

Der Einzige, der in meinen Augen einem Hund eine angemessene Unterwerfung beibringen kann, ist ein souveräner, erfahrener Althund. Der wird sich den Jungspund mit Sicherheit so lange holen, bis er diesen da hat, wo er ihn haben will: Mucksmäuschenstill auf dem Rücken. Dazu muss man die beiden aber auch lassen und darf nicht dazwischen pfuschen. Das kann durchaus ein halbes Stündchen dauern, bis die Sache gegessen ist, aber der Lerneffekt passt dann auch perfekt zum Problem.

Verhaltensprobleme zwischen Hunden können nur von diesen geklärt werden. Wenn Menschen meinen, sie könnten das besser oder sich ständig von ihren Ängsten leiten lassen, schaffen sie in der Regel nur noch mehr Probleme. Kommentkämpfe zwischen Hunden dienen genau diesem Zweck: Klärung der Rangordnung, indem der Überlegene vom Unterlegenen bestimmte Verhaltensweisen einfordert. Dazu müssen die beiden einen solchen Kampf aber auch zu Ende führen können. Meist gehen die Menschen schon nach den ersten Fauchern dazwischen.

Gerade weil der Junghund (derzeit noch) durchaus unterordnungsbereit ist, stehen die Chancen sehr gut, dass er endlich auch den kompletten Unterordnungsakt lernt. Das wird ihm später das Leben deutlich erleichtern.

Schöne Grüße,
Juni

Lastrami
07.06.2006, 07:45
Hallo Dotti,

irgendwie verstehe ich Dein Problem nicht. Dein HUnd benimmt sich doch normal, indem er sich vor dominanten Rüden unterwirft. Es ist doch Sinn und Zweck des VErhaltens. Wenn ein HUnd merkt, das er gegen den anderen "keine Schnitte" hat, dann unterwirft er sich. In welcher Form, das gehört zum üben. Auch Deiner wird mit der ZEit lernen, das es nicht immer nötig ist, sich wie ein Welpe zu unterwerfen. Das kommt mit der Zeit.

Mein HUnd wurde mit 7 Monaten kastriert (er kommt aus dem Tierschutz). Das wäre eigentlich zu früh. Er zeigt aber ganz normales Sozialverhalten. Ergal ob Rüde oder Hündin, kastriert oder nicht, dominant oder nicht.

Bitte greife nicht grundsätzlich ein, wenn 2 Hunde die Rangordnung klären. Damit machst Du vieles kaputt. Hunde müssen genauso lernen wie Kinder auch. Und das funktioniert eben auch über Versuch und Irrtum.

Juni hat das sehr schön beschrieben.
Und mit 20 MOnaten ist Deiner eh grade in der Flegelphase, wo sie schonmal vieles neu ausprobieren und antesten.

Also, gib Deinem Hund die Chance Hund zu sein und lass ihn einfach mal ausprobieren.

LG Pia

schulz
07.06.2006, 09:47
Juni und Lastrami :-* :-* :-*

bin ganz eurer Meinung :tu:

Petra und Luri

dotti
07.06.2006, 18:34
vielen dank für eure Antworten. Habemich warscheinlich nicht genau ausgedrückt.
es handelt sich nicht um meinen hund!!!
ist eine hundebekanntschaft,
ich kenne ihn schon seit er 8 wochen alt ist.
juli du hast recht wenn du sagst die hunde sollte man mehr unter sich machen lasssen - aber das ist leider nicht möglich weil die menschen angst haben. ich bin nur stiller beobachter und mache mir halt so meine gedanken dazu und wollte mal eure meinung hören.
danke.
zu diesem verhalten gehören noch tausend ander dinge die das verhalten dieses hundes ausmachen - das geht schon zuhause los - !!!!
aber das würde hier zuweit führen.

juli es ist richtig wenn du sagst ein selbstsicherer rüde kann schlichten - meiner geht immer wenn möglich dazwischen springt um die beiden rum bellt und dann ist bald friede. meinst du das?

danke grüße dotti

Juni
07.06.2006, 19:06
Hallo Dotti,


ein selbstsicherer rüde kann schlichten ... meinst du das?

Nein, das habe ich in diesem Fall nicht gemeint - obwohl es selbstverständlich auch stimmt. Ich meinte hier aber das Durchsetzen der angemessenen Unterwerfung beim unterlegenen Hund. Das sieht meist so aus, dass der überlegene Hund darauf besteht, dass der Unterlegene völlig regungslos auf dem Rücken/ auf der Seite liegt und solange mit keiner Wimper zuckt, bis er ihn aus dieser Postion wieder frei gibt. Versucht der andere sich dem durch Zappeln, Schreien oder Flucht zu entziehen, wird der Ranghöhere ihn wieder einfangen, erneut in die Position bringen und durch lauteres Knurren und verstärktes Zufassen am Hals des anderen deutlicher werden.

Leider lassen viele Hundebesitzer diese Auseinandersetzungen nicht bis zum Ende zu, weil sie glauben, der Unterlegene habe sich doch schon ausreichend unterworfen und der andere sei "verhaltensgestört" und wolle ihm nun ans Leder. Fakt ist aber, dass sie durch das Eingreifen die Vollendung der richtigen Unterwerfung unterbrechen und dem Rangniederen damit beibringen, dass er sich nicht richtig unterwerfen muss, weil Mensch ihn da schon raushaut. In der Folge führt das meist zu immer heftigeren Auseinandersetzungen, die früher oder später auch in Ernstkämpfe münden können.

Bei Welpen und Junghunden werden die Unterwerfungssequenzen im Spiel meist nur angedeutet, indem sie sich kurz ducken oder kurz auf den Rücken legen und dann sofort wieder weiterrennen. Viele Hundebesitzer halten das fortan für ausreichende Unterwerfung, was es aber de facto nicht ist. In diesem Alter sind das lediglich Übungen, die auch nur in dieser Altersgruppe so akzeptiert werden. Aus diesem Grund sollten Junghunde auch niemals nur unter sich sein, sondern regelmäßig Kontakt zu Althunden haben, die ihnen rechtzeitig beibringen, wie eine angemessene Unterwerfung unter erwachsenen Hunden aussieht.

Schöne Grüße,
Juni

dotti
07.06.2006, 19:59
hallo juni

das hast du guter klärt - ich weis was du meinst kann mich nur nicht so gut ausdrücken. wie deutest du dann das verhalten von meinem hund? er hat mit nichts und niemanden streit. geht nach hundeart wenns für ihn unangenehm wird im großen bogen gesicht weggedreht vorbei. oder auch schon passiert er wird von einem rüden angegrollt - haare hoch, schwanz hoch - blickkontackt - da hat er ebenfalls blickkontakt gehalten - ich dachte jetzt gehts gleich los - aber meiner hat kurz geknurrt und der andere ist weg. seine größe kanns doch nicht sein? 75 cm 60 kg
gruß dotti

Juni
07.06.2006, 22:21
Hallo Dotti,

zu einem solchen Hund kann ich dich nur beglückwünschen. Er beherrscht ganz offensichtlich sowohl die Gesten der Beschwichtigung als auch das Selbstbewusstsein, seine Stellung zu demonstrieren, ohne gleich raufen zu müssen. Seine Größe spielt sicher eine Rolle dabei, ist aber ganz bestimmt nicht das entscheidende Kriterium. Ich vermute mal, dass er sehr viele Sozialkontakte haben darf und deswegen einfach Sicherheit entwickeln konnte.

Schöne Grüße,
Juni

dotti
08.06.2006, 15:38
hallo juni
ja habe ihn mit 15wochen vom züchter geholt.einem züchter wo man sich eigentlich keinen hund holen sollte...!!in der prägephasehat er überhaupt nichts mitbekommen - nur zwinger, , züchter, hühner, land und felder, allerdings mama papa und viel geschwister , tante und halbstarke.
nur vom lebenhat er nichts gelernt - autos, radl, kinderwägen, regenschirme , sachen im haushalt einfach nichts.
er war nicht ängstlich eher sehr vorsichtig .alles was ihm unheimlich war wurde erstmal lange angeschaut im sitzen und im sicherheitsabstand (man weiß ja nie...) man durfte ihn nur nicht zwingen oder überfordern mußte ihm zeitlassen dann gings immer besser.
nur mit regenschirme hat er bis heute ein problem.... in den ersten wochen bei mir hat man in seiner nähe einen automatikschirm aufgespannt (mit lautem "zack") und vorbei wars. xaver geht bis heute jedem regenschirm mit großer vorsicht entgegen hat dabei eine körperhaltung zu erbarmen. kannst du mir da raten was ich noch machen soll. es ist zwar schon besser aber er fühlt sich absolut nicht wohl dabei.
wenn ich einen aufspanne ist es o.k. für ihn. geh schon laufend mit schirm zum füttern raus.!!!
aber bei fremden leuten ist es absolut nicht gut. ich hab zwar keine angst das er mal nach vorne geht und droht- aber man weiß ja nie was noch kommt und in einen hundekopf kann man niie ganz einschauen. bis jetzt macht in gedückterhaltung schnell einen großen bogen um das ungeheuer.
ist jetzt 2 jahre alt großer schweizer sennenhund
liebe grüße dotti

Juni
08.06.2006, 19:18
Hallo Dotti,

tja, ein Hund, der offensichtlich top auf Artgenossen sozialisiert ist, aber den Rest der Welt sehr skeptisch betrachtet.

Zum Thema Regenschirm: Ich würde an einem absolut windstillen (wichtig!) Tag, wo du vielleicht auch im Garten sitzt, einfach ein paar Schirme aufspannen und in der Gegend verteilen. Dann würde ich mir ein Tässchen Kaffee und was zu lesen holen und alles Weitere dem Hund überlassen. Selbst wenn die ersten Male nicht mehr passiert, als dass er mit Abstand zu den Schirmen irgendwo liegt oder vorbei geht, kann er doch die Erfahrung machen, dass die Dinger an sich nicht gefährlich sind.

Wenn du wieder rein gehst, kannst du ganz gelassen einen Schirm nach dem anderen einsammeln und mit aufgespanntem Schirm zurück laufen. Nach 3 oder 4 solcher Erfahrungen (bei denen natürlich nichts Erschreckendes passieren darf) kannst du ja mal jemanden zum Kaffeetrinken und anschließendem mit-Regenschirm-durch-den-Garten-gehen einladen. Alles immer ohne den Hund dabei auch nur eines Blickes zu würdigen.

Letzten Endes wird es nur die Gewöhnung bringen, also viele Spaziergänge bei Regenwetter :D . Dabei den Hund nicht ansprechen, sondern einfach selbst ganz gelassen weiter gehen.

Schöne Grüße,
Juni

dotti
08.06.2006, 21:08
danke juni
werd ich machen
hab zwar in der richtung schon einiges gemacht aber warscheinlich nicht ausdauerd genug
ich mit schirm ist kein problem aber fremde.....!!??:sporty:
danke nochmal
gruß dotti und xaver´l :cu:

Rachel8888
30.06.2006, 19:41
Hallo dotti
In einem Hundebuch steht das die Aggressivität bei ca.14% Kastrirter Rüden völlig verschwunden ist. Weiß nicht ob das auch auf deine Hund zu trifft!?

Hoffe konnte dir helfen!


PS: 1:1 (0:1) Deutschland-Argentinien :wd: :wd: :wd: :wd: :wd: :wd: :wd: :wd:

Juni
30.06.2006, 20:10
Hallo Rachel,


In einem Hundebuch steht das die Aggressivität bei ca.14% Kastrirter Rüden völlig verschwunden ist.
Das trifft nur auf Aggressionsformen zu, die in direktem Zusammenhang mit Hormonen stehen. Auf den Umgang mit Regenschirmen hat eine Kastration mit Sicherheit keine Auswirkungen.

Schöne Grüße,
Juni

Rachel8888
07.07.2006, 21:38
Tschuldige , 5:3 Deutschland-Argentinien :D
Jenny

Juli2006
21.04.2007, 22:21
Hallo zusammen :cu:

kann mir jemand folgendes Verhalten erklären:
Rüde20 Monate,kastriert mit 11 Monaten.

Er ist ein sehr aufgeweckter verspelter Hund der sozial verträglich sich problemlos in ein Hunderudel einfügt. Manchen Hündinnen (unkastriert) gegenüber sehr dominant(aufreiten) - und manchen Rüden egel ob kastirert oder nicht extrem unterwürfig. Es ist ein Verhalten das man von Welpen kennt . der andere Rüde wird aggressiv geht drauf und würde sogar beissen. (ist auch schon passiert) Aber statt sich zu wehren oder wegzugehen bleibt der Doofi und wird noch unterwürfiger - richtig aufdringlich.

Ich bin der Meinung das es mit der kastration zu tun hat . Es ist ein großer Hund und mit seinen damals 11 Monaten noch lange nicht ausgewachsen und karakterlich "fertig".
Aber warum macht er das nur bei bestimmten Rüden (es sind sehr selbstsichere )
Mein Vorschlag ist das gezielt mit den Hunden zu trainieren. Deine an der Leine - Abstand zueinender groß - und ungewünschtes Verhalten (fixieren, winseln,usw.)zu bestrafen
oder was habt ihr für eine Vorschlag?
Danke dotti:compi:

Hallo Dotti semmel wurde mit 18 Monaten kastriert und nicht mit 11 Monaten.
und man muss dazu sagen das er vor der Kastration diesen bestimmten drei Hunden unterwürfig war , nur nach der Kastration war die unterwürfigkeit aufdringlicher.
Gruß die Hundebekanntschaft

Juli2006
21.04.2007, 22:33
vielen dank für eure Antworten. Habemich warscheinlich nicht genau ausgedrückt.
es handelt sich nicht um meinen hund!!!
ist eine hundebekanntschaft,
ich kenne ihn schon seit er 8 wochen alt ist.
juli du hast recht wenn du sagst die hunde sollte man mehr unter sich machen lasssen - aber das ist leider nicht möglich weil die menschen angst haben. ich bin nur stiller beobachter und mache mir halt so meine gedanken dazu und wollte mal eure meinung hören.
danke.
zu diesem verhalten gehören noch tausend ander dinge die das verhalten dieses hundes ausmachen - das geht schon zuhause los - !!!!
aber das würde hier zuweit führen.

juli es ist richtig wenn du sagst ein selbstsicherer rüde kann schlichten - meiner geht immer wenn möglich dazwischen springt um die beiden rum bellt und dann ist bald friede. meinst du das?

danke grüße dotti

Hallo dotti was hat diese unterwürfigkeitsgeschichte mit zuhause zu tun ? Denn diese unterwürfigkeitsgeschichte ist ja ein Problem von Hund zu Hund.