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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : ! S.O.S. ! Dauerdurchfall in Wachstumsphase bei Shiba Hündin



WowWau
01.06.2006, 11:36
Gioia (Shiba-Inu Hündin, geworfen am 04.05.05, kastriert am 14.02.06) leidet seit*mehreren Wochen an mehr oder weniger starkem Durchfall.
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Gefüttert wurde sie mit einem Mix aus dem Trockenfutter (=Welpenkörner) der Marke "wielco" http://www.wielco.nl/start.htm*gemäß der Empfehlung ihrer Züchter und einem Naßfutter (Huhn). Eine Futterumstellung fand nicht statt.
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Es begann damit, daß sie abends (am 17.04.06) fast völlig schwarzen Stuhlgang hatte (normalerweise*war ihr*Kot*rehbraun (= rötlichbraun)).
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Gioia hat die ganze Nacht über Durchfall gehabt (die längste "Pause" waren mal 2 Stunden). Sie*war nur noch ein kleines Häufchen Elend mit dunklen Ringen unter den Augen*und ihr Herz schlug wie verrückt.
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Man brauchte noch nicht mal direkt mit dem Ohr an Gioias Bauch zu horchen, dann hörte man schon das ungesunde Glucksen*und ein Geräusch, das sich wie das Platzen von zigtausend Luftbläschen anhörte.
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Gleich morgens (am 18.04.06) gingen wir mit Gioia*und einer Kotprobe*zum Tierarzt. Dessen Diagnose lautete nach der Untersuchung (=abhören, abtasten, fiebermessen, Kotprobe ansehen) Fehlgärung. Um sicher zu gehen, schickte er die Kotprobe zur Untersuchung in ein mikrobiologisches Institut nach Bad Kissingen.
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An*unserer Hündin*ist sowieso nicht viel dran*(zum Zeitpunkt der Kastration wog sie 8,1 kg) und sie*nahm*durch den Durchfall*rapide ab. Das Mittel vom Tierarzt, das ihren Darm beruhigen sollte*(Prednisolon-ratiopharm; 1 Tablette pro Tag; wir verabreichten sie ihr abends; insgesamt*nahm Gioia 11 dieser Tabletten ein) wirkte für keine 5 Pfennig.
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Abends*und nachts*war ihr Bauchgrimmen am Schlimmsten. Laut Tierarzt kommt das daher, daß dann die Darmmuskeln*und irgendein Fachausdruck, den ich mir nicht merken konnte, am Aktivsten sind.
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Tagsüber konnte*sie den Schlaf der Nacht auch nicht nachholen, da das Bauchgrimmen Gioia nicht zur Ruhe kommen ließ.
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Am Freitag, dem 28.04.06,*erhielten wir dann das Ergebnis der Kotuntersuchung. Diagnose: Fehlgärung, aufgrund von Bakterien, die vom Dickdarm in den Dünndarm gewandert sind, dort aber absolut nicht hingehören.
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Ihnen ging es*mittels Antibiotika (Marbocyl 20; 5 Tabletten; jeweils 1 morgens an 5 Tagen) an den "Kragen", damit Gioia*nicht länger von ihnen gequält würde.
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Bis Ende Mai sollten wir Gioia laut der Futtermpfehlung bekochen. Daran haben wir uns auch strikt gehalten: mehlig kochende gekochte Kartoffeln stampfen, mit Hühnerbrust verfeinern, einen Kleks Hüttenkäse*und ein Tröpfchen Mazola Keimöl dazugeben*und fertig ist das Happa-happa.
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Wir sollten erst mal mit dem Hüttenkäse anfangen*und erst wenn ihr Körper diesen verträgt, probiotischen Joghurt anbieten.
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Zu Anfang hat ihr Körper ihr Diätfutter gar nicht verwertet.
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Nun ist Ihr Stuhlgang immer ein Farbmix aus gräulich*und orange/hellgelb in halbfester bis fester Würstchenform. Stellenweise sieht man den Kartoffelbrei (= gelb bis orange).
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Sie ist nicht mehr so munter wie früher*und spielt auch nicht mehr so ausgiebig, sondern ermüdet schnell*und schläft sehr viel.
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Den ganzen Sonntagvormittag (am 28.05.06) über hat Gioia gequietscht - ihr persönliches Warnsignal, daß sie etwas quält, das sie los werden möchte - also waren wir draußen. Nach ewig langer Zeit (ca. 2 Stunden), hat sie einen riesigen klaren Schleimpropf mit etwas gelblichem Kot innendrinnen ausgeschieden.
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Am Abend hatte sie "normalen" Stuhlgang in Würstchenform (= grau/gelb).
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Gleich am Montagmorgen rief ich den Tierarzt an und informierte ihn über den Schleimpropf. Ich sollte erst noch einmal zwei Tage warten und dann langsam mit der Umstellung des Diätfutters auf ihr "normales" Futter beginnen. Sollte Gioia dann mit Durchfall reagieren, sollte ich noch mal mit ihr vorstellig werden, ansonsten sei es nicht nötig vorbeizukommen.
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Am Dienstag, dem 30.05.06, schied sie mittags wieder einen Schleimprof aus. Diesmal kam erst breiiger hellbrauner Kot und im Anschluß daran der Schleimpropf mit noch etwas Kot drin. Zuhause angekommen, kontaktierte ich gleich wieder den Tierarzt. Nun sollen wir das Diätfutter noch nicht umstellen, sondern weiterhin so füttern wie gehabt. Ich solle für Gioia "Niamyacin" (ich weiß, leider,*nicht, wie sich das richtig schreibt, aber so in etwa hörte sich das an) bei ihm holen. Die Schleimabsonderung habe immer noch mit ihrem Dickdarm zu tun und das würde auch noch die nächsten Wochen und Monate weiterhin so auftreten.
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Bisher habe ich ihm vertraut und mich an seine Anweisungen gehalten, aber jetzt stelle ich ihn in Frage und*bitte Euch um*Euren Rat, damit es Gioia endlich wieder besser geht. Das oben genannte Mittel habe ich nicht für Gioia geholt, da ich mich erst einmal vergewissern möchte, ob es wirklich sinnvoll ist. Ihrem kleinen Körper wurde jetzt schon so viel zugemutet. Ich will ihr nicht schaden.
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Da sie sich noch im Wachstum befindet, fand ich diese lange bisherige Diätfutterphase schon bedenklich. Diese jetzt noch mehr auszudehnen, widerstrebt mir zutiefst, da in dem Diätfutter nichts enthalten ist, was Gioias Wachstum zuträglich wäre und es ja immer heißt, gerade die Ernährung in der Welpen- und Junghundzeit sei entscheidend für die Gesundheit der Tiere.
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Was ich ebenfalls als sehr nachteilig bei dieser Form der Fütterung finde, ist daß sich schon starker Zahnbelag gebildet hat, den ich durch Zähneputzen mit Hundezahnpasta (Dog-A-Dent von der Firma "beaphar") und der beigepackten Doppelkopfzahnbürste (1 kleiner und 1 großer Bürstenkopf) nicht entfernt bekomme.
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Das Diätfutter zeigt in meinen Augen nicht die gewünschte Wirkung, sondern bindet Gioia in einen Teufelskreis ein, der ihr mehr gesundheitliche Nachteile bereitet, als das er ihr nützt. Bitte, helft uns da heraus.
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Könntet Ihr mir vielleicht auch eine Empfehlung bezüglich eines Tierarztes in Heinsberg (PLZ 52525) oder naher Umgebung aussprechen?
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Um zu sehen, ob der probiotische Joghurt ihren Darm vielleicht besser saniert, haben wir ihr vorgestern diesen erstmalig abends anstelle des Hüttenkäses unter den Kartoffelmix gemischt.

Ich hoffe von Herzen, daß Ihr Gioia helfen könnt und danke Euch schon vorab für Eure Mühe.

Liebe Grüße senden Euch,

Gioia & Nanette

chikita
01.06.2006, 12:12
Kurz und Knapp!!

"Geh so schnell es geht zu einem anderen Tierarzt und berichte ihm ausführlich von den Problemen!"

...und nun mal los...

Gute Besserung!!

Sabine und Chikita

Buddytier
01.06.2006, 13:34
Hallo Nanette

ich geb Sabine recht,so schnell wie mgl. zu nem anderen Ta

hier sind ein paar aus eurer Umgebung obwohl ich dir empfehlen wuerde direkt in die Tierklinik zu gehen

Tieraerztliche Klinik Dr.Mueller Tel.21870
Ta Baeumer und Janssen
Ta Merschbrock
Ta Ezilius

einer davon ist bestimmt der bei dem ihr gewesen seid,der faellt dann natuerlich weg

ich wuensch eurer Maus gute Besserung und berichtet doch mal was der NEUE Ta gesagt hat






LG Ela

Biene13
01.06.2006, 14:00
Hallo liebe Nanette
ich würd an Deiner Stelle auch so schnell wie möglich zu einem anderen TA gehen.
Bei unserem Kleinen hatten wir in der Wachstumsphase auch so ein ähnliches Problem, ständig Durchfall. Wir mußten mit ihm auch in die Notfallklinik, dort wurde er erstmal mit Infusionen behandelt, so daß der Flüssigkeitsverlust ausgeglichen wurde.
Er ist jetzt 1 1/2 Jahre alt und der empfindlich Magen-Darm-Trakt ist ihm geblieben, zwar nicht mehr so extrem, wie es war, aber sobald er naß wird oder Aufregung hat reagiert er immer wieder schnell mal mit Durchfall.
Ich kann Dich also sehr gut verstehen, vor allem weil man ja nicht wirklich helfen kann, wenn der Kleine da mit Bauchgrummeln liegt.
Ich hab dann schon öfter mal einfach einen warmen Schal um den Bauch gewickelt, Hundi mit auf die Couch und ihn gestreichelt und beruhigt.
Das nimmt er auch immer dankbar an.
Aber eine wirkliche Lösung ist das ja auch nicht. Jedoch steht die TÄ auch recht hilflos dem ganzen gegenüber.

Ich will ja hier nicht die Werbetrommel für irgendeine Futtersorte trommeln, aber unserem hilft da immer das Futter Royal-Canin Intestynal, gibt es sowohl trocken als auch naß. Ich hab ihm das auch schon für 3 Monate gegeben und der Durchfall war damit weg. Leider ist diese Sorte recht fettig, aber zum Aufbau des Hundes kam unser Kleiner gut damit klar und hat es auch super vertragen. Es soll auch die gestörte Darmflora wieder aufbauen, also ich habe den Eindruck, daß es wirklich hilft.

Hat Dein Tierarzt schonmal die Leberwerte untersucht? Stand letztens in einer Hundezeitschrift, daß bei häufig auftretendem Durchfall durchaus die Möglichkeit einer Lebererkrankung besteht.

Liebe Grüße und wirklich schnelle und gute Besserung für Deine Kleine Biene13