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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : In welchem Abstand Pipi mit 5 Monaten?



Dagi
07.10.2002, 15:56
Hallo @ all,

ich brauche mal wieder all Euer Wissen oder Eure Erfahrung!
Unsere Amy hatte ja nun zum zweiten mal eine Blasenentzündung. Beim ersten mal konnte ich das kaum glauben (waren hingegangen, weil sie sich ständig am Geschlecht leckte), da sie eher vermied Pipi zu machen, also z.T. 6 Stunden das Wasser hielt (war damals knapp 4 Monate alt).
Nun hatte sie ja wirklich oft gepinkelt, zum TA und: Blasenentzündung. Da konnte sie man gerade mal 'ne knappe Stunde noch halten.
Spritzen haben schnell geholfen, von Montag bis zum Freitag war die Entzündung weg, allerdings sagte der TA, daß sie noch viele Kristalle (?) im Urin hat. Jetzt bekommt sie so 'ne Paste unters Futter und in 10 Tagen sollen wir noch mal kommen.

Jetzt soll die Entzündung ja angeblich weg sein. Sie kann aber maximal 3,5 Stunden aufhalten. Gestern hat sie bei Bekannten einen riesen See hingemacht (ohne sich vorher bemerkbar zu machen, was sie sonst an deren Terassentür tut!), 1 Stunde später hat sie dann bescheid gesagt, und hat wieder Pipi gemacht.

Auch bei uns geht jetzt immer mal wieder was daneben, da die Abstände auch sehr unterschiedlich sind (kommt drauf an, ob sie gespielt hat etc., irgendwie ist es wieder wie beim 9 Wochen alten Welpen: nicht ganz so oft, aber unberechenbar.)

Wie lange sollten Hunde mit 5 Monaten nun anhalten können? Gibt es da Unterschiede zwischen großen und kleinen Hunden (Blasengröße?)?

Und ist es normal, daß sie ihren Urin bei einem 15-Minuten-Spaziergang auf drei mal verteilt, teilweise sogar noch öfter macht? Ich meine nicht die paar Tropfen, die sie sich vorher rausgedrückt hat, um eine andere "Spur" zu überdecken. Sie macht dann ziemlich viel!?

Nachts hält sie aber trotzdem durch, aber das konnte sie ja auch mit 9 Wochen!

Was meint ihr dazu? Wie war das bei Euren Hunden? Kann man homöopathisch was machen?

Es grüßt eine etwas ratlose Dagi

:confused: :confused: :confused:

edda
07.10.2002, 17:05
Hallo Dagi,

ich weiss nicht wie lange fünf Monate alte Hunde anhalten können. Ich kann dir nur sagen wie wir es bei unserer alten Hündin mit der Blasenentzündung gemacht haben. Sie hat Antibiotika bekommen und ich habe ihr zusätzlich Blasen- und Nierentee aus der Apotheke gegeben. Sie konnte teilweise auch keine Stunde anhalten außer nachts. Der Tee hat bei uns wirklich gut geholfen. Allerdings hat sie auch viel davon getrunken, sodass sie deswegen schon schnell wieder piseln mußte. Unsere Hündin hat aber immer öfter beim spazierengehen gemacht (manche Hündinnen machen das wie Rüden), sodass dies nichts ungewöhnliches war.
Trinkt deine Amy denn auch viel?
Gute Besserung
Edda

Ivonne
07.10.2002, 19:34
Hi Dagi,

mein Hund hatte noch nie eine Blasenentzündung, von daher kann ich Dir so rein erfahrungstechnisch nix dazu sagen.

Ich könnte mir aber vorstellen, das die Paste gegen die Urinkristalle treibend wirkt, weil die ja schließlich aus dem Körper müssen. (Blasen-/Nierenstein-gefahr?)

By the way: Wenn mein Dicker Schmerzmittel oder Entzündungshemmer bekommen hat, hat er auch gesoffen wie ein Loch und dann natürlich auch dementsprechend gepieselt. Es ist sogar einmal vorgekommen (und da war er fünf!), das er nachts einen riesengroßen See reingemacht hat, weil ganix mehr ging.

Solche Fragen würd ich persönlich aber auch immer mit dem TA besprechen.

Kessy
07.10.2002, 21:45
Hallo!

Mein kleiner ist jetzt fast fünf Monate alt und hält tagsüber ca. 6 1/2 stunden duch. Nachts hält er ungefähr 12 stunden durch. Trinkt dein Hund monentan viel?

Viele Grüsse
Kessy

Dagi
08.10.2002, 15:57
Vielen Dank schon mal für Eure Antworten.

Blasen- und Nierentee trinkt Amy auch. Wasser soll sie nur abgekocht bekommen. Die Paste ist gegen Bildung von Struvitsteinen.
Ich finde nicht, daß Amy viel trinkt. Vielleicht kommt daher ja auch das Problem? Meine ich zumindest schon mal gehört zu haben?
Ich soll ihr momentan auch kein Trockenfutter geben. So bekommt sie ja auch genug Flüssigkeit schon über das Naßfutter.
Vorher hatte wir eine Mischfütterung aus Naß- und Trockenfutter gemacht, da der TA damals schon gesagt hat, man sollte Welpen nicht ausschließlich mit Trofu füttern.
Bei der Mischfütterung hat sie noch wesentlich mehr getrunken als jetzt. Nun trinkt sie eigentlich nur noch nach den Spaziergängen, oder wenn sie drinnen mal länger gespielt hat.

Sollte sie denn noch mehr trinken? (Da bei uns die beiden Katzen auch mit an die Näpfe gehen, ist es schwer zu sagen, aber ich schätze, daß Amy so etwas 2 Tassen am Tag trinkt).

Werde das alles auch noch mal beim nächsten Termin mit dem TA besprechen.

Grüße von Dagi + Amy

Zoowärter
10.10.2002, 11:36
hallo!
also mein Smarty hält glaub ich auch so um die 6 Stunden aus...aber er ist außer nachts eigentlich auch gar nicht so lange im haus...entweder geh ich spazieren oder ich mach einfach so, auch wenn er sich nicht vor die tür stellt mal die terassentür auf...dann vergnügt er sich nen bisschen draußen und macht dabei dann mjeistens auch!
na ja er is ja auch nen Rüde und geht mit seinen 5 monaten ja jetzt langsam zum beinheben über! ich hab irgendwie das gefühl, ihm macht das richtig spaß....sein rekord liegt mittlerweile bei 12 mal pipi-machen in ca. 1 std.

also...lass amy doch jede stunde einfach innen garten...wenn sie macht,dann macht sie...wenn nicht, dann musste sie halt nicht!

igelchen
13.10.2002, 14:41
Hallo Dagi!

Ich kann Dir leider nix zur Blasenentzündung sagen - aber ein Hund sollte täglich 40-70ml pro kg Körpergewicht trinken. Bei NaFu-Fütterung soll man - glaube ich - die darin enthaltene Wassermenge abziehen. Obwohl meine beiden Hündinnen TroFu bekommen, trinkt die eine die niedrige und die andere die hohe Menge...
Gute Besserung für Deine Amy!

Liebe Grüße
Igelchen

Dagi
14.10.2002, 09:58
@ Zoowärter

Wenn wir einen Garten hätten....!


@ igelchen

Vielen Dank für die Besserungswünsche!

Heute steht der neue TA-Termin an. Bin mal gespannt, was dabei jetzt rauskommt!

Viele liebe Grüße
Dagi

Dagi
14.10.2002, 12:45
..und leider haben wir nicht so gute Nachrichten.
Amy hatte immer noch jede Menge Kristalle im Urin. Ich habe den TA jetzt mal gefragt, was das denn nun bedeutet: also, ihr Urin ist zu alkalisch, ihr ph-Wert ist bei 9. Deswegen muß der Urin angesäuert werden.
Wenn diese Kristalle größer werden durch verklumpen, dann bildet sich Harngries/Harnsteine. Und diese Kristalle reizen auch ständig die Blase, deswegen muß sie so oft.
Das kann geschehen durch eine latente Blasenentzündung, eine akute und - wie er bei uns vermutet- durch eine Stoffwechselstörung.
Er schlug vor, daß ich nun selber kochen sollte. Da habe ich allerdings meine Zweifel angemeldet, da ich kein Ernährungsexperte bin, und Amy ja auch noch im Wachstum ist!!! Da habe ich doch Sorge, daß sie nicht alles notwendige bekommt.
Nun soll ich ihr jede Menge Reis matschig kochen, und nur ganz wenig Welpenfutter druntermischen. Die Paste zur Ansäuerung haben wir auch nochmal mitbekommen.

Und jetzt kommt das ätzendste: Sie darf ÜBERHAUPT KEINE Leckerchen (und das mitten in der Erziehung!), keine Rinderohren, Ochsenziemer, Dörrfleischstreifen etc. (und das im Zahnwechsel!).

Ich habe ihn gefragt, ob man das wieder in den Griff bekommt. Seine Antwort: Meistens erledigt sich das dann von selbst, wenn der Hund ausgewachsen ist!!! Super, dann haben wir jetzt die "Welpensituation" (alle 1,5 - 2 Std. raus, öfter mal Pipi in die Wohnung beim Spiel) jetzt noch ca. weitere 9 Monate!
Ich bin total down!

Es grüßt eine etwas traurige Dagi

edda
14.10.2002, 14:04
Hallo Dagi,

du und deine Amy tut mir wirklich Leid. Das ist ja wirklich ein großer Mist und ich hasse auch nichts mehr als die Auskünfte vom TA: Das gibt sich von selbst, wenn sie zwei Jahre sind.
Ich glaube aber trotzdem, dass ihr das hinbekommt. Du gehst viel zu bewußt mit Amy um, als dass es ihr an etwas fehlen könnte.
Und Dagi, deine Amy hört doch schon so gut, dass du es auch nur mit loben und deiner Stimme hinbekommst, ihr weitere Dinge beizubringen.

Kopf hoch,
es grüßen Edda & Waro

Kessy
14.10.2002, 18:12
Hallo!

Ich kann einfach nicht glauben, was dein TA da von sich gibt!!! :mad:
Hat er dir den keine Medikamente mitgegeben??? :confused:
Ich würde dir raten nochmal zu einem anderen TA zu gehen, und zwar einer der sich auch mit Homöopathischen Medikamenten auskennt!!
Diese Mittel dauern zwar länder bis sie anschlagen, aber dann ist die Wirgung sehr gut! ;)

Kopf hoch!! :)

Ganz liebe Grüsse
Kessy

Cockerfreundin
14.10.2002, 18:25
... ihr Beiden!

Kann verstehen, wie Du Dich fühlst, Dagi!

Aber frag doch deinen TA mal, welche Stoffe ABSOLUT nicht in den Leckerchen sein dürfen. und dann würde ich Leckerlimäßig mal nach guten Rezepten fahnden und selber was backen. Oder koch Hühnchenfleisch (wenn sie das darf) und schneid es glitzeklein. Wahrscheinlich hängen dann sämtliche Hunde der hundewiese an Deinen Taschen :D :D

Alternativen zu Schweimeohren (kriegt Basti eh nicht - zu fett) und Rinderstangen weiß ich leider auch nicht. Im Zahnwechsel haben ihm aber auch rohe Möhren geschmeckt, an denen er rumnagen konnte. Darf Amy Möhren essen???

Am bedenklichsten erscheint mir die sache mit dem Reismatsch-Futter im Wachstum. Kennt Euer TA denn gar kein Diätfutter, das möglich wäre?? Da würde ich schon noch mal nachfragen - ggf. auch bei einem 2. TA.

Liebe Grüße von
Annette + Basti :)

igelchen
14.10.2002, 19:54
Hallo Dagi!

Das wird erst mal schlimm für Deine kleine Amy - aber ihr findet bestimmt einen Weg!!
Ich würde Dir auch raten, mal einen 2. TA oder Homöopathen zu befragen. Wenn wirklich kein Weg am Reismatsch-Futter vorbeiführt, solltest Du Deinen TA nach einem geeigneten Ergänzungsfutter fragen!!
Annettes Tipp mit dem gekochten Hühnchenfleisch find ich klasse! Wenn Amy das fressen darf, kannste vielleicht auch das Reismatsch-Futter damit aufwerten...
Als Schweineohr-Ersatz kann ich Dir einen Tipp von Dir anbieten: Holz! ;) Bevor Dein Mädel garnix zu Knabbern hat...
Wir drücken Dir und Amy die Daumen bzw. Pfoten, dass ihr 'ne angenehmere Alternative findet!

Liebe Grüße
Igelchen

Dagi
15.10.2002, 11:15
Ihr Lieben,

es tut so gut wenn man getröstet wird! Danke!

Ich hab gestern erst mal die veterinärmedizinischen Seiten im Internet abgeklappert, und auch einige gute Hinweise erhalten.

Die Übersättigung mit Magnesium, Ammonium und Phosphor führt zu diesen Struvitsteinen (bzw. erst mal zu dieser Kristallbildung), wenn der Harn dazu neigt zu basisch zu sein. Zusätzlich sollte der Rohproteingehalt des Futters nicht zu hoch sein, genauso wie der Rohaschegehalt. Also habe ich erst mal ein wenig bei verschiedenen Futtersorten die Analysen angesehen. Da gibt es ja wirklich große Unterschiede - für uns vielleicht nicht so groß, aber für den Organismus eines Tieres sehr bedeutend.

Dann hab ich noch mal genau übelegt: wir hatten ja langsam das Futter umgestellt (beim Züchter hatte sie nur Pedigree bekommen) erst auf Hills/Pedigree, welches Amy aber nach anfänglicher Begeisterung dann nicht mehr essen wollte. Zudem bekam sie dann Probleme mit der Blase, und der TA riet uns nicht ausschließlich Trofu zu füttern, da sie nicht so viel trank, und dann dem Körpfer Wasser fehlt.
Wir stellten langsam um auf Animonda/Royal Canin, und sie war begeistert, fraß endlich richtig (vorher fraß sie eher sehr mickrig). Dann bekam sie wieder eine Blasenentzündung und dann diese Kristalle.
Nun habe ich gestern mal auf die verschiedenen Packungen drauf geguckt, da der TA riet wieder Pedigree zu füttern. Tatsache, auch wenn ich nicht allzuviel von Pedigree halte - es hat einen total niedrigen Phosphorgehalt! Die anderen Futter hatten die drei- bis vierfache Menge. Zusammen mit den Blasenentzündungen hat das vielleicht mit zu dieser Kristallbildung, bzw. der bakteriellen Veränderung des Milieus in der Blase beigetragen!
Er hatte uns bereits bei der allerersten Beratung im Alter von 10 Wochen vor Phosphor und Magnesium gewarnt, da es zu richtigen Schädigungen führen kann (Thema Nieren - wir hatten uns über Zusatzmittel unterhalten).

Also: natürlich haben wir gestern ein Mittel mitbekommen, welches die Kristalle erst einmal auflösen soll. Diese Paste, die sie schon mal bekommen hat. Sie dient der Ansäuerung des Harns.

Es gibt ein Diätfuttermittel von Waltham: Lower Urinary Tract Support. Aber eigentlich ist das gedacht für Hunde, die IMMER Harnsteinen/Harngries bilden, was noch einmal etwas anderes ist. Sie hat ja auch noch keinen Harngries (Struvitsteine). Der entsteht erst, wenn diese Kristalle zu größeren verklumpen.

Unser TA ist auch Homöopath! Man kann (habe ich gelesen) eine Harnkultur anlegen, und dann findet man damit das wirksamste Antibiotikum gegen diese Bakterien. Aber er wollte halt nicht gleich zu Antibiotika greifen, sondern erst einmal sehen, was die Umstellung des Futters + Paste bewirkt, da er eben davon ausgeht, daß es NICHT mit ihren Blasenentzündungen im Zusammenhang steht, sondern mit dem Stoffwechsel. Mir kommen da allerdings Zweifel, denn der Cocker unserer Freunde hatte auch als Welpe gleich zwei Blasenentzündungen hintereinander, und hatte dann AUCH diese Kristalle im Urin. Da hat nix geholfen! Sie wurde dann doch auf Nierenschädigungen untersucht. Ein zweiter TA hat dann aber gesagt, das ist Quatsch, der Hund wäre kerngesund. Allerdings hat der Cocker auch nicht ständig gepinkelt!

Das Problem mit den Leckerchen ist halt, daß meistens keine Angaben über Phosphor, Magnesium etc. dabei sind (ich kaufe immer die von der "Hundebar"). Aber, wir werden schon ohne auskommen. Sie darf eben keine von diese trockenen Sachen (damit fällt das backen weg!), da es dem Körper Feuchtigkeit entzieht.

Hühnchenfleisch darf sie. Das ist ein toller Tip, da fährt sie bestimmt drauf ab. Ich werde heute gleich mal schöne Hünchenbrust kochen! Was sie eben auf keinen Fall darf sind momentan: Trofu, alle Leckereien, Quark, Joghurt, Käse (also kein Milcheiweiß). Er hat mir von dieser Lower Urinary Diät aber einige Probebeutel mitgegeben (das ist Trofu), davon darf sie ab und zu mal ein Krümelchen.

Ich werde berichten, wie es weiter geht.
Ist beim nächsten Termin immer noch was im Urin, werde ich einen 2. TA konsultieren, bzw. mit meinem noch mal ein ordentliches Wörtchen reden! Aber er gibt sich wirklich Mühe! Und unserem Kater (der im ersten halben Jahr auch ständig krank war) hat er toll geholfen - mit Homöopathischen Mitteln und "Hausrezepten". Wenn er nicht wirklich gut wäre, und ich kein Vertrauen zu ihm hätte, dann wären wir ja nicht schon 7 Jahre bei ihm. Allerdings hat alles seine Grenzen...

Viele liebe Grüße an Euch alle und Danke für's Daumendrücken!

Dagi + Amy