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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : suche hundepsychologen



misanthrop
28.05.2006, 12:34
hallo ihr,

ich brauche ganz dringend eure hilfe. ich suche einen hundepsychologen. habt ihr vielleicht internet-adressen?

zur vorgeschichte: ich habe 2 hunde und hatte noch nie probleme mit anderen hunden. wir waren in der hundeschule und gehen sehr viel mit anderen hunde spazieren. vor einem jahr sind wir umgezogen. leider versteht sich der nachbarhund nicht mit meinem sumo. da der hund sehr oft ohne leine und besitzer drassen war, kam es immer wieder zu beissereien. selbst als mein hund schon auf dem rücken lag, hörte der nachbarhund nicht auf. mein hund hatte nach mehreren angriffen sogar angst unser grundstück zu verlassen. ich habe fast ein jahr versucht zu einer lösung zu kommen, ohne resultat. ich habe eine hundetrainerin kommen lassen, aber das war dann ein "gekauftes gutachten". dann hab ich das ordnungsamt eingeschaltet. der nachbarhund hat einen leinenzwang bekommen, der jedoch nicht eingehalten wird. also wird mein hund immer mal wieder angegriffen. alle gespräche haben nichts gebracht. mittlerweile ist mein hund gegenüber anderen hunde auch nicht mehr so friedlich wie früher. ich gehe jetzt wieder in die hundeschule um dieses verhalten hoffentlich korrigieren zu können. ich wurde einige male von den nachbarn beschimpft, weil sie es nicht einsehen, dass sie ihren hund unter kontrolle haben müssen und er meine hunde nicht immer wieder angreifen darf. der kommentar: "die zerfleischen sich schon nicht....."
auf jeden fall ist gestern etwas merkwürdiges passiert. die nachbarn sind auf mich zu gekommen und wollen nun einen hundepsychologen einschalten. von einer hundeschule halten sie nichts. und ich soll doch mal im internet nach einem hundepsychologen suchen..... ich bin ja schon mal froh, dass sie nun endlich etwas unternehmen wollen und deshalb hoffe ich, dass ihr mir vielleicht helfen könnt.

Juni
28.05.2006, 12:52
Hallo misanthrop,

in welcher Gegend wohnt ihr denn? Das Ganze macht nur Sinn, wenn der Trainer ins Haus kommt, und da spielen Anfahrtswege durchaus eine Rolle.

Übrigens gibt es keine Hundepsychologen, auch wenn sich viele so bezeichnen. Die einzige derzeit standardisierte Ausbildung zum Trainer wird von CANIS angeboten, aber auch diese schließt nicht mit der Berufsbezeichnung "Hundepsychologe" ab. Nach meiner Erfahrung nennen sich Ernst zu nehmende Trainer auch nicht so.

Schöne Grüße,
Juni

misanthrop
28.05.2006, 13:29
hallo juni,

wir sind aus bayern (nähe ingolstadt).

ich habe auch meine probleme damit, denn ich habe schon öfters gehört, dass es viele schwarze schafe unter den therapeuten gibt. aber ich bin ja schon mal froh, dass die nachbarn überhaupt was machen wollen. sie haben ein problem mit "normalen" hundetrainern, weil sie meinen dass diese nur mit "unterwerfung" arbeiten. naja, also im rudel muss halt jemand das kommando übernehmen, und ich bin der meinung dass das nicht der hund in der familie sein sollte. die nachbarin meinte, ich sollte mit meinen beiden hunden in ihr grundstück gehen, damit der geruch meiner hunde dort ist und ihr hund merkt, dass meine hunde nicht böse sind. wie findest du diese idee? ich glaube eher, dass der hund dadurch noch agressiver wird, weil sein "feind" nun auch noch in seinem revier war......

VerenaD
28.05.2006, 16:39
Hallo!

Diese Idee mit dem Garten ist glaub ich das Falscheste was man machen kann, da hast Du Recht :sn: .

Ich würd mal versuchen, ob Du Deine Nachbarn dazu überreden kannst, gemeinsam spazieren zu gehen, beide Hunde an der Leine und DIE MENSCHEN LAUFEN DAZWISCHEN. So können sie Erfahrungen miteinander machen, die nicht nur negativ sind. Wenn die Spaziergänge dann noch interessant gestaltet werden mit Sprüngen über Baumstämme, kurzen Sprints und sowas, sind die Erfahrungen sogar positiv :tu: . Vorsicht beim Leckerli geben und nicht mit Spielzeug spielen und die Hunde IMMER an der Leine lassen.

Das ist natürlich zeitintensiv, aber die Hunde müssen ja sowieso vor die Tür. Wenn sich die Hunde über SEHR LANGE ZEIT auf diese Art aneinander gewöhnt haben, kann dann mal auf neutralem Gebiet wieder eine Begegnung ohne Leine gewährt werden :hug: .

Wegen dem Hundepsychologen, guck doch trotzdem einfach mal nach Hundeschulen in Eurer Umgeung, hol dir Prospekte und wenn sie mit zwangloser Ausbildung werben, wird sich doch auch der Nachbar überzeugen lassen. Finde ich übrigens gut, daß Dein Nachbar gegen Gewalt in der Erziehung ist :tu: . Ist doch ne gute Vorraussetzung um mit nem guten Trainer das Problem zusammen anzugehen.

Wünsche Dir viel Erfolg und auf gute Nachbarschaft %-) ! Verena

misanthrop
28.05.2006, 17:53
hallo verena,

natürlich bin ich auch gegen gewalt in der erziehung. und deshalb bin ich auch in einer hundeschule, die keine würge- oder stachelhalsbänder zulässt.... die gemeinsamen spaziergänge habe ich schon vor einem jahr vorgeschlagen, aber die nachbarin hat keine zeit!! sie will dem hund halt sagen, dass das falsch ist, was er macht. aber so einfach ist es ja leider nicht. und ich habe das gefühl, dass sie denkt, wenn so ein psychologe kommt, der bringt ihrem hund dann in einer stunde bei, dass er nicht mehr auf meinen losgehen darf. aber ich habe ihr schon gesagt, dass das bestimmt zeitintensiver ist. sie hat gesagt, dass sie keine zeit hat.....

Juni
28.05.2006, 18:19
Hallo misanthrop,

ich befürchte, dass du dir in Bezug auf eine Besserung der Situation falsche Hoffnungen machst. Wenn jemand noch nicht mal bereit ist, gemeinsame Spaziergänge zu versuchen, wird ihr der beste Hundetrainer der Welt nichts bringen - oder dieser wird schnell die Weiterarbeit verweigern :D .

Es gibt auch bei diesem Hund keinen Knopf, den man einfach nur drücken muss, und demzufolge auch keinen Trainer, der diesen finden könnte. Etwas Ähnliches scheint die Besitzerin aber zu erwarten.

In eurer Gegend fällt mir eigentlich nur Ulli Köppel aus Amberg ein, der euch vielleicht eine Hilfe sein könnte.

Schöne Grüße
Juni

VerenaD
28.05.2006, 20:26
Hm, ja wenn die selbst für kurze Spaziergänge zu faul sind... da hat Juni schon recht: Hopfen und Malz verloren! Gehen die mit ihrem lieben Wauzi denn nie spazieren?

Dann kannst Du glaub ich nur noch drauf hoffen, daß der von Dir ausgesuchte und von Dir informierte "Hundepsychologe" :o denen mal kräftig ins Gewissen redet und die Meinung sagt. Ansonsten wird Dir der gute "Hundepsychologe" vielleicht auch weiterhelfen können, was da rechtlich so zu machen ist...

Sonst hab ich leider keine Idee... halte uns auf dem Laufenden, ja? Möchte gerne wissen wie das ausgeht :compi: !

Liebe Grüße! Verena

misanthrop
29.05.2006, 16:59
hallo ihr 2

vielen dank für eure antworten. es ist wirklich ein schreckliche situation. vor allem weil die nachbarin immer sagt "die zerfleischen sich schon nicht". aber muss es erst zu richtig schlimmen verletzungen kommen? der nachbarhund geht sofort, ohne vorwarnung oder langsames beschnüffeln, auf sumo los. wenn sie ihn sieht, stürzt sie sich sofort auf ihn.
ich weiss nicht, ob sie mit dem hund gassi gehen. ich bin jetzt über ein jahr hier und bin wirklich viel mit meinen hunden draussen, aber ich habe sie nur 1 mal draussen getroffen. und andere hundebesitzer kennen sie auch nicht. aber vielleicht gehen sie ja zu anderen zeiten mit dem hund raus, oder andere wege. ich glaub es zwar nicht so richtig, aber könnte ja sein. ich will denen auf keinen fall etwas unterstellen, was dann nicht stimmt.
von der polizei war schon der hundestaffelführer bei denen, aber das hat wohl auch nix gebracht. ich könnte noch eine "klage auf unterlassung" stellen. aber viel erfolg hat man damit wohl nicht. die halten ja auch die leinenpflicht nicht ein.....
ich habe auch die befürchtung, dass sich da nix ändern wird, aber etwas hoffnung habe ich halt trotzdem noch. schliesslich müssen wir ja noch viele jahre mit unseren hunden hier wohnen. da wäre eine "friedliche" lösung schon besser.
werde euch auf jeden fall weiter berichten....