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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Was tun bei Futterneid?



VerenaD
27.05.2006, 00:32
Hallo! Ich brauche mal Euren Rat...

Meine Aki ist eine ganz liebe und brave. Sie versteht sich bisher mit wirklich jedem Hund. Manchmal ist sie etwas wild mit anderen Hunden, aber das hab ich mitlerweile ganz gut im Griff weil ich sie aus solchen Situationen einfach abrufen kann.

Wir sind viel im Auslaufgebiet unterwegs und gehen auf einen Hundeplatz. Da sind natürlich viele nette Menschen, die ihren Hunden ab und zu was zustecken. Und wenn Aki das spitz kriegt fängt sie an zu betteln... nicht einfach so... sie sieht aus als wäre sie am verhungern, gibt Pfötchen, guckt ganz traurig... ist der liebste und ärmste Hund der Welt :rolleyes: .... bis sich ein zweiter Hund daneben setzt. Der wird weggeknurrt und weggeschnappt.

Oder sie setzt sich zu einem bettelnden Hund dazu, dauert nicht lange und dann grrrrrrrr.... Bisher ist noch nichts passiert, aber es wird schlimmer.

Ich hole sie jetzt möglichst immer aus solchen Situationen heraus bzw. lasse sie gar nicht erst anfangen zu betteln. Aber ich bekommes es leider manchmal zu spät mit.

Ich hab nie gewollt, daß ihr jemand Fremdes irgendwas zusteckt, aber nette Menschen sind manchmal einfach zu schnell oder machen es heimlich. Naja.

Wenn ich sie beim wegknurren erwische, kriegt sie einen auf den Deckel, d.h. sie kriegt ihr Abbruchsignal. Dann hört sie auch auf, hätte aber auch keinen Grund noch weiterzumachen, weil ihr Gegner sowieso schon gekuscht hat. Deshalb hab ich nicht den Eindruck das das etwas bringt.

Ich weiß auch gar nicht den richtigen Zeitpunkt für das Abbruchsignal. So lange sie brav sizt und den anderen Hund in Ruhe läßt kann ich sie ja nicht strafen. Hat sie erstmal ihre Attacke gestartet ist es meiner Meinung nach zu spät. Also was tun?

Ich weiß da langsam nicht weiter, weil sich solche Situationen einfach nicht immer vermeiden lassen...

Eine andere Situation: wenn ich einen Pflegehund hier hab, läßt sie den nicht ans Futter und beißt ihn weg. Auch schon beim Futter-vorbereiten zickt sie manchmal rum... natürlich hinter meinem Rücken. Die armen Pflegewauzis würden verhungern wenn ich nicht Wachposten spielen würde... haben die dann aufgefressen, macht sich Aki über den leeren (aber bestimmt noch mit Futteratomen behefteten) Napf her. Wie eine Irre! Sie kriegt genug Futter, hab aber den Eindruck, daß sie bei ihrem Hersteller etwas zu kurz gekommen ist.

Was kann man gegen Futterneid machen? Ich finde es ganz schön belastend immer dabei stehen zu müssen, wenn andere Hunde fressen, und für Aki ist es auch verdammt stressig... Was kann man da machen?

Liebe Grüße! Verena

Anyanka
28.05.2006, 00:12
Bei euren Pflegehunden würde ich sie beim fressen einfach räumlich trennen.

Draussen ist halt blöd, weil die lieben Mitmenschen da nicht so aufpassen. Ich hab da mit Maya aber nur Probleme wenn ein Hund (der nicht gerade eine ihrer Schwestern ist, da geht das nämlich), bei mir bettelt. Da schick ist sie dann weg frei nach dem Motto "Wer dumm macht kriegt nix!".

Ansonsten solltest Du vielleicht einfach schneller werden und sie gleich abrufen. Du musst sie ja nicht strafen wenn sie brav sitzt, aber der Fremde ist nicht ihre "Resource" also ruf sie da weg. Kannst Du den Menschen die Du öfter triffst das nicht beibringen? Zumindest, daß sie nix ab bekommt wenn sie zickt sollte doch möglich sein, sonst wird sie ja bestätigt.

Eine andere Methode als "schnell und wachsam sein" fällt mir nicht ein, es sei denn Du würdest sie nur noch an der Schleppleine führen damit sie unter Kontrolle ist.

VerenaD
28.05.2006, 05:37
Hm, also weiter wie bisher...

Wenn ich Aki wegsperre macht die ein mords Theater. Die schreit mir das Haus zusammen und macht mir die Türen kaputt. Dazu ist vielleicht noch zu sagen, daß sie (vom Verhaltenspsychologen bescheinigte :D ) Verlassensangst hat (hätte ich mir das Geld mal gesparrt), gegen die bisher kein Kraut gewachsen war. Mitlerweile bekämpfe ich sie (ohne Psychologen!!!) recht erfolgreich mit Boxentraining. Aber genau aus diesem Grund kann ich sie im Moment nicht anderweitig wegsperren. Außerdem hab ich das Gefühl, daß es sie weniger aufregt, dem Hund beim Fressen zuzuhören (sehen kann sie sie nicht, da um die Ecke) und sobald er fertig ist, den Napf nochmal untersuchen zu dürfen.

Bei mir macht sie das nicht, nur bei Fremden. Und klar setze ich dann durch, daß sie nichts bekommt, aber ich denke durch das Verstreiben der anderen Hunde hat sie schon ihren Erfolg.

Oft kommt das bisher auch nicht vor, vielleicht so zweimal im Monat, weil ich sie meistens unter Kontrolle habe, aber Tendenz halt steigend...

Danke für Deine Antwort! Liebe Grüße! Verena