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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Probleme mit Pflegehund-er greift fremde hunde an



Anette^^
25.05.2006, 18:34
Hallo
hab seit 3 monaten nen pflegehund und habe ihn sehr lieb.Er ist ein 6 jahre alter Labrador.das problem ,dass ich mit ihm habe ,ist das er schon über 2-mal andere Hunde angegriffen hat.Er hat sogar eine versicherung für den Fall.Also ,das war z.B so: meine Freundin kam mit ihrem Goldie und die beiden haben sich beschnuppert und mit dem schwanz gewedelt.Plötzlich springt mein pflegehund ihn an und packt ihn richtig fest am Hals.Der Goldie hat geschrien und mein hund wollte nicht loslassen.Komischerweise verstehen die beiden sich seitdem tadelos!Sowas ist dann noch 1-mal passiert und seitdem hab ich Angst ,das es wieder passiert,denn mein Pflegehund ist sehr dominant.Wenn ein anderer Rüde anfängt zu knurren ,will er beißen.Noch ein Problem ist ,das er nicht so richtig auf mich hört.Manchmal hört er super,aber manchmalläuft er 30 meter vorwärts.Die Besitzerin meint es hat was mit der psyche zu tun,weil er als Welpe brutal von nem Hund angegriffen wurde.
Also ,jedenfalls will ich ihn nicht aufgeben ,weil ich ihn so lieb habe:0(
wenn ihr tipps habt,ob tipps ,wie ich damit umgehen kann oder tipps ,wie ich ihn zu mehr gehorsam erziehen könnte ,wäre ich sehr sehr dankbar
liebe Grüße

Hovi
25.05.2006, 18:53
Hallo Anette,

ich lese Dein Posting nun zum dritten Mal, kann aber beim besten Willen nichts Ungewöhnliches am Verhalten Deines Pflegehundes finden.

Daß er mit einem anderen Rüden erstmal die Fronten klärt, ist ja wohl das Normalste der Welt. Daß es dabei laut zugeht und evtl. schon mal ein paar Fellfetzen herumfliegen, ebenfalls. Daß der Labbi nicht losläßt, solange der Goldie sich nicht sauber und korrekt unterwirft (Kreischen gehört nicht dazu!) ist ebenfalls logisch - da der andere noch keine ordentliche Unterwerfung signalisiert hat, würde der Labbi ja Gefahr laufen, seinerseits gepackt zu werden, wenn er losläßt.

Daß größere Verletzungen bei diesem "Kampf" entstanden wären, kann ich nirgendwo herauslesen.

Bitte schildere doch nochmal, wo genau das Problem sein soll? Hilfreich wäre auch zu wissen, wo das Treffen zwischen Goldie und Labbi stattgefunden hat? Beim Goldi daheim? Beim Labbi daheim? Auf einem Spaziergang? Wie alt sind beide Hunde?

Zujm Thema "Weglaufen" bzw. das Rufen ignorieren, eröffne doch der Übersichtlichkeit halber einen neuen Thread :) .

LG
Claudia

Anette^^
25.05.2006, 19:08
Hallo,danke erstmal ,dass du dich mit mir befasst hast.
Also, ich hatte schon selber Hunde und weiß ,was raufen ist ,aber was mien Pflegehund macht ,ist total krass.Als er zum 2. mal einen anderen Hund angegriffen hatte, hatte der mops ein blutiges ohr.Ich hab ziemlich viel ärger von der Besitzerin des mopses bekommen ,sie hat micht angeschrien ,dabei wusste ich anfangs ja gar nicht ,das mein pflegehund beißt.Beim ersten mal dachte ich auch ,das es normal ist ,die meinung hat sich aber bei 2. mal drastisch geändert.Der Golden Retriever ist 6 monate alt ,und ich glaube er versteht sich nur deshalb so gut mit ihm ,weil der goldie sich ihm unterordnet und noch jung ist.Außerdem versteht er sich tadelos mit Weibchen ,aber fremde Rüden greift er an ,ohne mit der Wimper zu zucken

Anette^^
25.05.2006, 19:09
oh ,ach ja ,wir waren draußen spazieren und der goldie hat sich hundrtprozentig unterworfen ,er lag auf dem rücken und mein pflegehund hat ihn trotzdem gepackt und nicht losgelassen

VerenaD
25.05.2006, 19:32
Hallo Anette,

für die Angriffe Deines Pflegehundes kann es natürlich verschiedene Gründe geben (Angst, Wut,...), immerhin weißt Du die eventuelle Ursache. Ich würde eine kompetente Hundeschule um Rat bitten. Bis das Problem gelöst ist mußt er halt an der Leine/Schleppleine bleiben. Wichtig ist das er mit seinem Verhalten keinen Erfolg mehr hat.

Aggression führt zur Ausschüttung von Hormonen und anderem Kram im Gehirn, die bewirken, dass das Verhalten selbstbelohnend wird. Von selbst wird er also nicht aufhören.

Bemerkst Du das er einen anderen Hund fixiert, mußt Du den Blick unterbrechen und möglichst auf Dich lenken und ihn so ablenken. Das fürs Erste.

Zum Thema Abrufen: da muß halt geübt werden, erst unter wenig bis gar keiner Ablenkung. Du läufst weg und rufst ihn, kommt er bei Dir an bekommt er ein Leckerli.

Liebe Grüße! Verena

Hovi
25.05.2006, 19:43
Hallo Anette,

ähm... wenn der 6 Jahre alte Labbi einen 6 Monate alten Golden rammt, liegt der automatisch auf dem Rücken :D . Dass der Junghund dabei schreit wie am Spieß, ist in dem Fall auf sein jugendliches Alter zurückzuführen - mit 6 Monaten darf man das noch ;) . Das heißt aber noch lange nicht, daß ihm wirklich was weh tut. War der Goldie denn verletzt? So, wie Du es beschreibst (Labbi packt ihn am Hals und läßt ihn nicht mehr los) müßte er, wenn der Labbi WIRKLICH hinlangt, schwer verletzt gewesen sein. War er nicht? Dann hat der Labbi nur die Fronten geklärt (möglicherweise mit übertrieben viel Spektakel), weiter nichts.

Ich möchte Dein Problem wirklich nicht bagatellisieren, aber auch "Ohrlöcher" sind völlig normal. Da bleibt halt mal ein Eckzahn hängen, und gerade Ohren (oder auch Lefzen) bluten schnell recht heftig. Bei meinen beiden beachte ich die Ohrpiercings gar nicht mehr, das passiert sogar beim Spielen, wenn man / hund Pech hat.

Beschreibe doch bitte nochmal ganz genau, WO Du eine Anormalität im Verhalten des Labbis siehst? Ohrlochstanzen oder Junghunde zurechtweisen (auch mit viel Gebrüll und einem herzhaften Griff ins Fell) gehört definitiv zu den normalen Verhaltensweisen. Du schreibst, er wolle fremde Rüden beißen, ohne mit der Wimpoer zu zucken. Woher weißt Du das? Hast Du noch weitere solche Situationen erlebt? Falls ja, beschreibe doch bitte mal genau, was welcher Hund in welcher Situation getan hat. Wie ist denn der Zwischenfall mit dem Mops genau abgelaufen? Waren beide Hunde freilaufend? Hat der Mops außer einem Ohrloch noch weitere Verletzungen? Möpse haben nicht selten Schwierigkeiten mit innerartlicher Kommunikation, dank angezüchteter Glubschaugen, Stelzgang und einer Ringelrute, anhand derer ein anderer Hund keinerlei Stimmung seines Gegenübers ablesen kann.

Möglich wäre allerdings, daß Du Deine eigene Nervosität nun auf den Hund überträgst.

LG
Claudia

Anette^^
25.05.2006, 19:53
hmmm...ich erinnere mich nicht an genaue Einzelheiten,jedenfalls haben sie sich beschnuppert und mein pflegehund hat die zähne gefletscht und hat sich auf den goldie gestürzt.Und ich bin nicht unsicher ,wie hätte ich unsicher sein sollen ,wenn ich nicht mal gewusst habe ,dass mein hund beißt.
Es kommt mir vor ,als würdest du glauben ,ich hätte kiene Ahnung von Hunden und ich finde ,ich weiß relativ viel.Immerhin hatte ich lange zeit selber einen hund und weiß ihre verhaltensweisen einzuordnen.Und ich denke ,wenn die besitzerin eine Hundeversicherung für solche Fälle braucht ,hat es bestimmt schon mehr als ein ohrloch gegeben. Ich kann sie ja mal morgen fragen.Heute war ich nicht mit ihm draußen ,weil ja feiertag ist.

Hovi
25.05.2006, 20:00
Hallo Anette,

die Einzelheiten sind aber wichtig, denn ansonsten kannst Du ein Verhalten nicht beurteilen!

Eine Hundeversicherung (ich nehm an, Du meinst die Haftpflicht?) schließt man nicht nur für "bissige" Hunde ab. Wenn der Hund unerwartet abhaut, über eine Schnellstraße rennt, ein Auto eine Vollbremsung macht, sich daraus eine Massenkarambolage entwickelt... DAFÜR braucht man Versicherungen! Ein gestanztes Ohrloch kann man notfalls noch selber bezahlen, falls der andere Hund zum Tierarzt muß.

Du sagst, Du hast Ahnung von Hunden, weil Du selber mal einen Hund hattest. Dann brauche ich ja keine weiteren Tipps mehr zu geben - allerdings frage ich mich dann, warum Du diesen Thread hier eröffnet hast? Wenn Du auf die einzelnen Fragen nicht antwortest, kann man Dir auch nicht helfen.

LG
Claudia

Buddytier
25.05.2006, 20:11
Hallo Anette

ich kann mich Claudia nur anschliessen.Ungewoehnliches Verhalten kann ich aus deinen bisherigen Ausfuehrungen wirklich nicht erkennen.Vielleicht kannst du dich ja doch noch an ein paar Details erinnern?Bei meinen 2 Rueden ( naja ein ganzer und ein Heranwachsender :D ) hab ich auch gelegentlich diese Raufereien mit unheimlich viel Gebruell und auch mal einem gepiercten Ohr.Der Kleene faengt jetzt langsam an sich ranzutasten und ich bin mir sicher das in ein paar Monaten die Rangordnung kippt und das ist auch ok.Aber ich schweife ab......
Und das mit der Versicherung fuer "diese Faelle" versteh ich jetzt nich ganz.Ist das nicht ne ganz normale private Hundehalterhaftpflicht?Oder gibts da noch extra welche :confused:

Ich denke niemand moechte dir hier unterstellen das du keine Ahnung haettest,man lernt nie aus,kein Hund ist wie der Andere und da gibt es immer so viele Facetten .......

LG Ela

Anette^^
25.05.2006, 21:00
jaahh,da hast du recht:)
also , das ist ungefähr so passiert: Ich war mit dem hund gassi und hab ihn an der leine geführt(geh immer an so nem feld gassi, lass ihn eigentlich frei ,war aber am anfang des weges und da halt ich ihn noch an der leine), dann kam eine Frau mit ihrem mops ,der auch an der leine war.Die Besitzerin hat mich angelächelt und meinte :er beißt nicht.Und ich war aber noch vorsichtig ,weil ich meinen Pflegehund erst seit 2 Wochen kannte.Dann haben sie sich beschnuppert und mit dem schwanz gewedelt und von einer sekunde auf die andere hat er den mops gepackt.Der mops hat nicht geknurrt oder so.Jedenfalls hab ich das jettz schon mehrmlas erlebt ,das mein Pflegehund mit dem schwanz wedelt und auf einmal angreift.
Ich kann ihn doch nicht in ner Hundeschule anmelden ,wennst nicht einmal mein Hund ist ,oder??

VerenaD
25.05.2006, 21:22
Hey Anette! Ich finde es richtig, daß Du dich hier erkundigst, bevor (!!!) etwas wirklich Schlimmes passiert! Das machen leider die Wenigsten! Und wenn Du der Meinung bist, das Dein Pflegehund überreagiert, so finde ich, kann man das auch ruhig mal so annehmen! Schließlich kann man sich mit Hunden auskennen, ihre Sprache verstehen und so weiter ohne das man in der Lage ist Problemverhalten zu behandeln! Dafür gibt es ja schließlich Spezialisten. Aber naja.

Wenn Du noch nicht einschätzen kannst, in welchen Situationen der Hund so reagiert, würde ich so lange keine Rüdenbegegnungen zulassen. Vielleicht erklärt sich ja die Besitzerin bereit mal was in Richtung Hundeschule zu machen, würde ich auf jeden Fall empfehlen!!! Vor allem wenn sein Verhalten schon bekannt ist!

Schwanzwedeln bedeutet ja nicht umbedingt Freude, sondern vor allem erstmal Aufregung. Stehen sich zwei Rüden mit aufgerichtetem und wedelndem Schwanz gegenüber und fixieren sich, bedeutet das meist nichts Gutes. Sah die Mopsbegegnung so aus?

Wenn für Deinen Pflegehund die ursächliche Behandlung in einer Hundeschule nicht in Frage kommt, dann arbeite zumindest am Grundgehorsam, so daß Du ihn aus brenzligen, aber noch nicht eskalierten Situationen abrufen kannst. Aber natürlich kannst auch Du in einer Hundeschule mit ihm arbeiten, wenn Frauchen damit einverstanden ist.

Gruß! Verena

Hovi
25.05.2006, 21:22
Hallo Anette,

was denkst Du denn, was ein Hund mit Schwanzwedeln ausdrückt?

LG
Claudia

P. S. Hundeschulen nehmen jeden, der zahlt. Es gibt einige wenige, die SoKas ablehnen.

billymoppel
26.05.2006, 00:34
ha, wir haben also zwei grundverschiedene fälle:

einmal wird einem junghund ordentlich die meinung gegeigt und einmal eine leinenorgie.
situationen an leinen sind vollkommen unübersichtlich - weswegen ich eine grundlegende regel habe: gleichgeschlechtliche leinenbegnungen (das gilt auch für die mädels) sind so überflüssig wie ein kropf (es sei denn, man kennt sich gut) oder es handelt sich um klein- und kleinstpudel (die verehrt billy regelrecht, ich mach mir da ein bißchen sorgen :D)
der mist an der leine ist, (mal abgesehen von den negativen schwingungen der halter) dass es den hund zu einer reaktion zwingt, wenn der andere auch nur ein haar falsch kräuselt, die in er in einer freilaufsituation vielleicht umgehen würde oder mit einem weiträumigen stinkefinger bedenken würde.
dein labbi ist vermutlich schon ein dominant-ernster charakter und mit sechs jahren noch dazu auf dem höhepunkt seiner rüden-karriere - etwas unübliches kann auch ich nicht entdecken, jedenfalls nicht aus den bisherigen schilderungen.

Funkel77
26.05.2006, 12:58
Hallo !

Der Hund meiner Freundin ist wirklich treu doof kann man sagen ist auch ein Labrador Rüde,er versteht sich wirklich mit jedem Hund.Doch sobald er an der Leine geführt wird darf ihm kein anderer Hund zu Nahe kommen,da geht er auf alles los ob Weibchen oder Rüde,ist er jedoch ohne Leine sind alle Hunde seine Freunde und knurrt dann mal einer unterwirft er sich sofort.Er ist der beste Freund von meiner kleinen Labbi Dame und meine Darleen ist auch die einzige die ihm trotz Leine nahe kommen darf ,da freut er sich und spielt trotz Leine mit ihr.Versucht dieses ein anderer Hund kann es auch schon mal Ohrlöcher geben.Meine Freundin war Anfangs mit dieser Situation etwas überfordert und wurde sehr nervös was sich auch auf den Hund auswirkte,es wurde schlimmer.
Unterhalt dich doch einmal mit der Besitzerin denn die muß doch auch ein Interesse haben das daran gearbeitet wird und du vielleicht mit dem Hund eine Hundeschule besuchst.
Liebe Grüße,
Funkel

Anette^^
26.05.2006, 13:37
Hallo,
Naja ,ich rede mal mit der Hundebesitzerin ,mal gucken ,was sie dazu sagt.Ich geh mit ihm aber auch meistens ohne Leine raus ,weil das die Besitzerin so möchte.Eigentlich hört er total gut ,aber wenn er "groß" machen muss ,läuft er 30 meter weit weg ,weil er nicht möchte ,dass ich ihn beobachte.*schon komisch ,oder??*
Und wenn in diesem moment ein rüde auftaucht ,kannst gefährlich werden.Deswegen lass ich ihn schon immer frei ,aber bin immer auf der Hut nach anderen Hunden.Wenn ich die von der anderen Seite des Feldes sehe ,ruf ich ihn zurück und lein ihn an.Ist das falsch?

Juni
26.05.2006, 13:50
Hallo Anette,

auch ich sehe in dem Verhalten des Hundes bislang noch nichts Ungewöhnliches. Das ist aber in meinen Augen nicht das Thema. Es geht wohl eher darum, dass du dich in diesen Situationen nicht wohl bzw. überfordert fühlst - und das auch nicht zu Unrecht. Rein versicherungstechnisch haftet nämlich zunächst mal der Hundeführer, und wenn dir jemand eine Mitschuld nachweist, kann sich auch die Haftpflichtversicherung des Hundes quer stellen. Ich würde also grundsätzlich erst mal dazu raten, mit der Hundehaftpflicht abzuklären, dass du regelmäßiger Hundesitter bist. Sonst hast du möglicherweise irgendwann ein ernstes Problem.

Dann würde ich Krisenmanagement betreiben: KEINE Kontakte an der Leine, denn das geht sogar bei super verträglichen Hunden sehr oft daneben.Wenn der Hund WIRKLICH beißt - und Beißen bedeutet, dass der andere tiefe Wunden hat, die unbedingt tierärztlicher Behandlung bedürfen (ein Loch im Ohr gehört nicht dazu!) - muss er einen Maulkorb tragen. Ein Beschädigungsbeißer darf nicht ungesichert auf andere Hunde losgelassen werden. Bisher glaube ich allerdings nicht, dass es sich tatsächlich um einen solchen handelt.

Für mich wäre jedoch entscheidend, dass du dich mit dem Hund wohl und sicher fühlst - und da hilft ein Maulkorb (auch wenn er nicht unbedingt nötig wäre) oft Stress zu vermeiden.

Schöne Grüße,
Juni