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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Hundeschule



nasibrab
05.10.2002, 18:32
Hallo, ich muß mal Luft rauslassen, sorry. Meine Hündin und ich sind in der Hundeschule. Zum zweiten Mal. Beim ersten Mal war es so, daß sie die "Zwischenprüfung" perfekt hingelegt hat, bei der "Abschlußprüfung" fiel sie deswegen duch, daß andere Hunde da waren, und sie halt spielen wollte. Naja. Ich mache das jetzt zum zweiten Mal. Meine Hündin hat das Problem, daß sie stark dominant ist, und sich als Rüdelführer fühlt. Zu Hause, beim spazieren usw. ist alles ok : Platz, Sitz, Bleib usw, kein Problem, ich gebe zu, Fuß gehen ist noch ein Dorn. Meine Hündin ging auch ohne Leine bei Fuß (später trat das Problem auf), in Restaurants, bei Freunden usw. benimmt sich sich sehr gut. Auch mit anderen Hunden gab es früher nie Probleme. In der Schule trat das Problem auf, daß wie "welche" nicht "mag" oder daßdie andauernd spielen will (immer mit diesem "ich bin der Chef-Drang"). Heute war es so, daß sie überhaupt nichts mehr hören wollten, egal was ich noch sagte, befohlte oder für Tricks anwand, ich nenne es so, sie war wie in Trance. Die Dame von der Hundeschule sagte, ich muß üben, aber das kann meine Hündin´(platz, bleib usw) das macht sie perfekt. Meine Hündin ist seit der Hundeschule wie verwandelt, wenn ein anderer Hund (den sie nicht mag, oder mit dem sie spielen will) in der Nähe ist. Diese Dominanz ist bei ihr sehr ausgesprägt, und in dem Zustand hört sie auf keinen Menschen zu, Gutties, Tricks, "tschüß ich gehe", "usw", ncihts hilft. Ich frage mich, warum ist es so, seitdem sie in der Schule ist, ist das der Rudelführer instinkt ? Es ist halt so, daß sie -wenn sie einen Artgenossen nicht "mag´" schon agressiv wird, das ist einmal geschehen. In der Regel ist es schon so, daß sie gerne mit anderen Hunden zusammen ist. Ich meine, ich glaube, diese Schule ist nicht das richtige für sie (die Kommandos befolgt sie ja, außer-----, ja ein anderer Hund ist da, mit dem sie gerne was anfange würde), und es steht außer Frage, daß die folgen muß, egal in welcher Lage auch immer.

Übrigens : ich halte nichts davon, wenn man sich gegenseitig "anzeigt". Ich meine, sowas ist doch typisch deutsch, und wenn man Hunde hält, ist zu erwarten daß Hunde sich in der Wolle geraten. Meine Hündin ist mal auch angegriffen und verletzt worden, nie wäre ich auf die Idee gekommen, den Hundehalter deswegen anzuzeigen. Entschzuldigen, aber ich nehme die Verantwortung auf mich, ich brauche den Staat nicht dazu

murks
06.10.2002, 17:40
Also, das kommt ja wohl schon auf die Situation an, ob es eine "normale" Rauferei unter Hunden war oder ob der andere Hund sich eben nicht normal verhalten hat, wie schwer die Verletzungen sind und sicherlich auch darauf, wie der Halter des anderen Hundes reagiert, ob er z.B. die Verantwortung übernimmt und dafür sorgt, daß so etwas nicht mehr passieren kann. Was machst du denn mit uneinsichtigen Hundehaltern, die sich einen Dreck darum scheren, ob ihr Hund andere Hunde oder auch Menschen verletzt? Wartest du darauf, daß erst jemand umgebracht wird? Sicherlich ist eine Anzeige immer nur die letzte Möglichkeit, aber in manchen Fällten sicherlich angebracht.

Gruss murks

maff
06.10.2002, 19:48
Hallo!
Hunde sind schlauer als man denkt: die meisten benehmen sich in der hundeschule super und draußen geht dann das richtige leben los...
du hast offenbar ein kleines dominazproblem. kannst ganz schnell t´rauskriegen, ob das stimmt: mach doch mal folgende übungen (sollte nicht länger als 2 wochen dauern):
1. hund wird zu hause ignoriert, kriegt aufmerksamkeit nur beim gassi gehen bzw. beim üben.
2. zu hause folgende "übung" jeden Tag machen:
striegeln: hund muss stehen bleiben und wird gebürstet (wenn sie sich hinsetzt etc. sofort korrigieren)
muss 20 - 30 minuten an einem Platz liegen bleiben, nach kommando platz, wenn sie sich weg bewegt = korrigieren.
wie benimmt sie sich denn, wenn jemand an der tür klingelt: stürmt sie hin? da muss sie eben auch am platz bleiben, ist ja deni besuch! sind kleinigkeiten, die aber die rangordnung schnell klären.
und wenn deine hundeschule dir so etwas nicht sagen kann, würde ich mir eine andere suchen. Jedenfalls: Raufereien sollten nicht so oft vorkommen, dass ist nicht normal. Ich würde jedenfalls auch versammt sauer reagieren, wenn da so ein dauerraufer dabei wäre, den der besitzer nicht im griff hat. anzeige= na ja. aber von mir würdest du was zu hören kriegen. wie benimmst du dich denn eigentlich, wenn dein hund so spinnt?

nasibrab
07.10.2002, 09:43
Hallo Maff ! vielen Dank für Deinen Beitrag. Ich war am Samstag so sauer, daß ich mich sehr ungenau ausgedrückt habe. Aber vielen Dank für Deine TIpps, sie sind sehr wertvoll. Das Problem ist folgendes : Mein Hund ging früher oder Leine und ohne Probleme, auch in der Stadt. Die Leine benütze ich, seitdem der Wächter mich über den Leinenzwang aufmerksam machte (Parkspaziergänge). Das Fuß, Bleib, Platz lernte sie vor der Schule. Wenn wir in der Schule sind ist sie wie verwandelt, spricht hat sie einen anderen Hund im Visier (zum spielen, rennen, aber auch um klarzustellen, daß sie der "Chef" ist :mad: ) dann hört sich gar nichts mehr. Das ist mein Problem. In der Schule höre ich, ich muß das Platz, etc üben, das tue ich ja, das macht sie auch, nur in der Schule nicht, wegen eben manch anderen Hunden. Ich weiß, das darf nicht passieren. Das nervt und demotiviert.
Das mit dem Anzeigen hatte eigentlich mit meinem Beitrag nichts zu tun, es war nur eine Antwort auf einen anderen Beitrag (sehr ungeschickt von mir das zusammenzupacken, das ist mir bewußt). Aber auf Deine Frage hin, wie ich reagiere, wenn mein Hund spinnt : schimpfen und kräftig am Nacken schütteln. Ich wollte nur damit ausdrücken, daß Raufereien manchmal unvermeidlich sind und der Hundehalter sich über seine eigene Verantwortung bewußt sein muß. Der Hundehalter hat dafür zu sorgen, daß der Hund sich OK benimmt. Nur wenn wiederholt ein Hund aufgrund der mangelnder Verantwortung des Hundehalters sich nicht OK benimmt, sollte man zum Staat rennen. Und nicht einfach gleich !
Damit war und ist nicht gemeint, daß wir (mein Hund und ich) bereits das Problem hatten, Gott sei Dank nicht.