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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : knurrt beim fressen



Bailey2006
18.05.2006, 17:31
Hi,

Bin neu hier und hoffe mir kann einer helfen...

Bailey mein kleiner labrador (18 wochen) knurrt mich beim fressen an, obwohl ich einen halben meter von ihm weg stehe... ich hatte das schon mal raus aus ihm hab es dann mal 2 tage nicht mehr gemacht und schon fängt er wieder an aber diesmal ist es schlimmer traue mich schon garnicht mehr an ihn ran er ist total falsch... habe angst um die katzen das er nach ihnen schnappt wenn sie dran vorbei laufen... kann doch nicht normal sein... er weiß doch das ich nichts weg nehme im gegenteil hab ihm immer noch ein leckerchen dazugegeben wenn er nicht geknurrt hat....

Das macht er nur beim fressen. sonst wenn er knochen im maul hat oder so nicht das kann ich ihm problemlos aus dem maul nehmen ohne zu zucken... aber beim fressen ist alles aus...

Bitte helft mir nicht das er noch anfängt zu beißen....:sn:

Lg bailey´s frauchen

Juni
18.05.2006, 18:01
Hallo,

ich denke, dein Hund hat Angst um sein Futter, auch wenn du das nicht vermutest. Für ihn scheint es bereits bedrohlich zu werden, wenn du dich in seine Nähe stellst und ihn beim Fressen beobachtest. Dass er gegenüber den Katzen sein Futter verteidigt, ist völlig in Ordnung - dass er es dir gegenüber tut, muss man ihm wieder abgewöhnen.

Kann es sein, dass du ihm zusätzlich Stress gemacht hast, wenn er die Katzen angeknurrt hat, indem du z.B. geschimpft hast? Das würde den Zusammenhang zwischen beiden Situationen verstärken. Aber auch wenn das nicht der Fall war, sind nun Maßnahmen angesagt, die das Knurren gegen dich verhindern.

Diese Maßnahmen dürfen keinesfalls etwas mit Stress und Druck zu tun haben, denn ein Hund, der Angst um sein Futter hat, wird nicht weniger bemüht sein, es zu verteidigen, wenn er auch noch geschimpft wird. Die erste Maßnahme wäre in meinen Augen, den Hund in der nächsten Zeit (vielleicht über einen Zeitraum von einer Woche) völlig ungestört fressen zu lassen. Am besten mit geschlossener Tür, so dass der Hund auch von den Katzen unbelästigt bleibt und die Erfahrung machen kann, dass sein Futter ihm gehört.

Nach dieser Woche kannst du deine ansatzweise bereits versuchte Methode wieder einführen: Du nimmst dir ein Superleckerchen (nicht irgend ein ödes Trockenfutterteil), sprichst den Hund FREUNDLICH und MOTIVIEREND an ("schau mal, was ich da Feiiiiiiines hab!"), am besten wenn die Schüssel fast leer ist, und wenn du seine Aufmerksamkeit hast, gibst du ihm das in die Schüssel. Dann gehst du wieder weg und lässt ihn in Ruhe zu Ende fressen. Damit solltest du es innerhalb kurzer Zeit geschafft haben, ganz Stressfrei die Futteraggression zu beenden.

Schöne Grüße,
Juni

Hovi
18.05.2006, 18:35
Hallo,

vorab: Dein Hund ist nicht "falsch", wie kommst Du denn darauf?

Er kommuniziert doch klar und deutlich mit Dir und sagt Dir "Laß mir beim Fressen meine Ruhe!" Und genau das solltest Du tun. Du kannst Dich, während er frißt, in seine Nähe begeben, aber nicht so nah, daß der Hund sich gestört fühlt oder gar knurrt. Das gilt im Übrigen auch für die Katzen. Dein Hund sollte in aller Ruhe fressen können.

Futteragression ist eine Sonderform der Agression, die auch von Rangniederen im Rudel gezeigt wird und in dem Maß, wie Du sie beschreibst, völlig normal.

Juni hat Dir ja noch ein paar gute Tipps gegeben, wie Du mehr Vertrauen bei Deinem Hund aufbauen kannst wenn er frißt - viel Erfolg beim Üben!

LG
Claudia

Bailey2006
18.05.2006, 19:38
okay ich werds versuchen hab ihn ja schon ein paar tage seine ruhe beim fressen gelassen weil ich mich nicht wirklich traue ihn anzufassen was wahrscheinlich falsch ist so wie es manche sagen... ich mach das ne woche wie du gesagt hast und versuche dann wieder sein vertrauen zu gewinnen... danke für den tipp...


habe trotzdem noch eine frage... war den einen tag beim tierarzt also vorgestern da meine katze ihm eine verpasst hat... er meinte es sei nicht schlimm nur ein kleiner kratzer... so das ist nicht das eigentliche thema... hab ihn gefragt ab wann er treppen laufen darf er fragte wie alt er ist ich dann 18 wochen.. er was sie tragen ihn immer noch? ich dann ja... er meinte ich kann ihn schon treppen runter laufen lassen es wäre nicht schlimm nur nicht zu schnell... meint ihr ob das richtig ist oder sollte ich ihn dennoch tragen?


Lg Bailey:cu:

Hovi
18.05.2006, 19:56
Hallo,

mich irritiert ein klein wenig, daß Du Angst vor Deinem 18 Wochen alten Welpen hast, wenn er knurrt? Ich denke, da müssen wohl BEIDE Seiten noch Vertrauen zueinander gewinnen.

Dein Hund soll natürlich in Ruhe fressen können. Andererseits mußt Du in der Lage sein, ihm draußen alles aus dem Fang zu nehmen (wirklich ALLES!), auch wenn er knurren sollte! Denn: hier besteht die Gefahr, dass er mal was Vergiftetes (oder mit Glasscherben Gespicktes, Hundehasser sind da sehr kreativ!) aufnimmt. Und das darf er auf keinen Fall runterschlucken!

Zeigt er denn die Futterverteidigung auch bei Knabbersachen und / oder unterwegs auf Spaziergängen, wenn er etwas findet, oder zeigt er dieses Verhalten nur am Freßnapf?

Zu Deiner 2. Frage: Du solltest Deinen Hund solange die Treppen hinunter tragen, wie es nur geht! Zwar kannst Du ihn zu Übungszwecken (damit er das Treppenlaufen kennenlernt und später keine Angst davor hat) mal einige wenige Stufen mit ihm trainieren, aber ansonsten heißt es: Tragen, bis der Hund so ca. 20 Kilo wiegt (meine Hovis hab ich geschleppt, bis sie etwa 28 Kilo hatten, also bis zum Alter von knapp 6 Monaten). Besonders wichtig ist das HERUNTERtragen. Treppen hinauflaufen ist nicht ganz so schädlich, aber beim Herunterrennen haut das dem Junghund auf die Schulter- und Ellbogengelenke und kann u. a. ED hervorrufen! Dasselbe, was für Treppen gilt, gilt natürlich auch fürs Rein- und Rausspringen in/aus dem Kofferraum.

LG
Claudia

Juni
18.05.2006, 20:02
Hallo Bailey,

es ist definitiv NICHT falsch, den Hund nicht anzufassen, wenn er frisst. Sonst erzieht man sich nämlich sehr schnell futteraggressive Hunde. Ein Hund, der gelernt hat, dass sein Fressen immer ihm gehört und dass sein Mensch kommt, um ihm etwas hinzuzutun, wird es nicht nötig haben, sein Futter zu verteidigen - warum sollte er? Hunde, die aber aus irgendwelchen abstrusen Dominanzspielchen heraus permanent beim Fressen belästigt werden, reagieren schnell mit Abwehrverhalten. Der Effekt, den du haben willst - dass du nämlich jederzeit an die Schüssel darfst - wird sich auf dem positiven Weg viel schneller und nachhaltiger einstellen.

Und was die Treppen betrifft: Um wie viele Stufen handelt es sich denn? 3-4 Stufen sind in diesem Alter sicher kein Thema, er muss ja auch lernen, Treppen zu laufen. Sind es mehr, würde ich solange es geht den Hund noch HINUNTER tragen, das Hinaufgehen ist kein großes Problem für Hüfte und Gelenke.

Schöne Grüße,
Juni

Bailey2006
18.05.2006, 20:39
im haus sind es 14 stufen... da trage ich ihn... der hauseingang hat 4 stufen die er hoch und runter läuft... zum of sind es 5 stufen da geht er nur hoch aber runter traut er sich nicht... da kann ich auf die stufe legen was ich will...


wenn er beim spazieren gehen irgentwas findet und darauf rum kaut was mir nicht kann ich es ihm ohne weiteres aus dem maul nehmen das ist kein thema er knurrt regelrecht nur am futternapf...

ruth_kyno
18.05.2006, 21:54
hallo
ich bin gerade mal ein bisschen geschockt. nicht nur dass dein hund dich anknurrt, wenn er frisst, sondern auch noch, dass du angst voreinem 18 wochen alten welpen hast. wie soll das denn werden, wenn er mal groß ist?????
zur ursache :
vermutlich ist dein hund beim vorbesitzer zu kurz gekommen und musste um sein futter kämpfen. ich würde dir empfehlen deinen hund erst gar nicht mehr aus dem napf zu füttern, sondern nur aus der hand setz dich einfach irgendwo hin, wo es ruhig ist und schau ihn beim fressen nicht an, denn in der hundesprache heißt das verschwinde sonst greif ist dich an und genau das willst du ja nicht. so lernt dein hund, dass das futter von dir kommt und dass er dir vertrauen kann, dass das futter von dir kommt und nicht von dir weggenommen wird.

Bailey2006
19.05.2006, 07:40
Naja von mir bekommt er nur nur abendbrot weil ich von früh 6:00 uhr bis nachmittag 15:00 weg bin und meine Mutter den Hund dann füttert. Also wenn ich ihm dann essen gebe immer aus der hand werd das schon hinbekommen.


So und nun nochmal zu den Treppen:
Wie kann ich es ihm denn bei bringen die 5 stufen runter zu laufen. ich kann den hund leider nicht mehr runter tragen da ich vom dem tragen was mit dem unterleib+rücken habe... will schließlich nicht das irgentwas mit mein unterleib passiert und ich später keine kinder mehr bekommen kann. die aufgabe übernimmt jetzt immer mein Bruder. :0(
5 stufen sind doch okay oder nicht?


Lg Schnecke

Juni
19.05.2006, 16:57
Hallo,

aus der Hand füttern halte ich in diesem Fall für die schlechteste Methode überhaupt! Der Hund hat Angst um sein Futter. Nun soll auch noch der Zustand entstehen, dass er keinerlei Überblick mehr hat, wieviel Futter ihm denn zur Verfügung steht! Die Folge wird mit Sicherheit keine Entspannung, sondern eine Verschärfung der Situation sein. Zwar wird er vermutlich beim aus der Hand füttern nicht knurren, aber zukünftig um so mehr, wenn er ENDLICH mal einen vollen Futternapf vor sich hat.

Schöne Grüße,
Juni

Bailey2006
19.05.2006, 18:45
nun ist´s zu spät... habe ihn soeben aus der hand gefüttert... du hattest recht war mir aber auch klar das er da nicht knurrt.. als dieses Problem schon mal war hat das mit der handfütterung recht gut geklappt auch danach...

naja ich geh am sonntag wieder zur hundeschule da frag ich mal was ich tun könnte....

Lg Bailey

kico
20.05.2006, 08:37
Hallo,
also Futterneid kann unter Umständen sehr gefährlich werden.Was ist wenn mal ein kleines Kind zu Besuch ist.Kinder könen das knurren nicht richtig einschätzen, dann ist schnell mal ein Unglück passiert...Du musst deinem Hund jederzeit und ohne geknurre den Napf wegholen dürfen.Bei meinem Hund hab ich da direkt von Anfang an anders gehandelt.Wenn ich kimba das Futter mache rufe ich sie in die Küche und lasse sie Sitz machen dann nehme ich den Napf und stelle ihn auf den Boden an seinen Platz. Kimba darf allerdings erst anfangen zu fressen wenn ich ihr das Kommando gebe. Und wenn er dann weiterhin knurrt holst du den Napf einfach kommentarlos aber auf jeden Fall selbstsicher wieder weg.Hab bloß keine Angst,das merkt der Hund...außerdem ist er erst 18 Wochen alt...lieber jetzt...in ein paar Monaten ist er sonst der Boss.Manchmal ist es schwierig solche Dinge konsequent und ohne viele Worte durchzusetzten, aber es dauert meist nicht lange und man merkt den Erfolg.Kimba ist mein erster Hund ich hab sie am 30.07.05 bekommen, und am Anfang waren alle skeptisch wenn ich ihnen erzählte dass ich die Hundeerziehung praktisch nur aus Büchern und Tiersendungen(Hundenanny)lernt e.Aber ich suchte mir so die besten Tipps zusammen und wandte sie dann konsequent bei Kimba an.Deswegen kann ich Kimba während meiner Arbeit ohne Probleme allein lassen und wenn ich Feierabend habe kommt sie bis auf den Supermarkt,wo sie im Auto wartet,überall mit hin.Also drücke dir die Daumen mit deinem Labi

lotharingia
20.05.2006, 09:20
Man kann auch statt ihn aus der Hand zu füttern den Napf auf den Schoß nehmen. Das muß ich mit meinem Rüden manchmal machen, damit er seinen Napf leerfrisst. So lernt der Hund daß du ihm nichts wegnimmst und er sieht, wieviel er hat.

inca
20.05.2006, 09:31
also mein hund, 12 wochen alt, frist sogar nur, wenn ich in der nähe bin. hab mich schon gefagt ob das normal ist? treppenlaufen? kein thema......er läuft die treppe ins OG rauf und runter.......ohne probleme. hat er ganz alleine mit angefangen.
lg inca

Juni
20.05.2006, 12:34
Hallo,

@Kico:
Was ist wenn mal ein kleines Kind zu Besuch ist.Kinder könen das knurren nicht richtig einschätzen, dann ist schnell mal ein Unglück passiert...

Es ist ein völliger Unterschied, ob ein Hund sein Futter gegen Fremde (und dazu gehören auch fremde Kinder!) verteidigt oder gegenüber seinem Besitzer. Im ersten Fall ist durch Vertrauensaufbau - und nicht durch merkwürdige Dominanzspiele - das Problem leicht zu lösen. Wie soll ein Hund aber verstehen, dass eine völlig fremde Person berechtigt ist, sich an seinem Futter zu schaffen zu machen? Ich würde aus diesem Grund NIEMALS einen Hund füttern, wenn die Gefahr besteht, dass ein Fremder und/ oder ein Kind sich dem Hund dabei nähert. Hier ist es die Pflicht des Besitzers dafür zu sorgen, dass solche Situationen nicht erst entstehen, statt den Hund zu etwas erziehen zu wollen, was er nicht begreifen KANN.

@lotharingia: Man kann seinen Hund auch zum Mäkelfresser erziehen. Ein gesunder Hund verhungert nicht vor vollem Napf. Napf hinstellen, 10 Minuten stehen lassen, wegräumen und beim nächsten Futtertermin wieder anbieten. Das kann 4-6 Tage dauern, aber dann ist das Problem gegessen. Selbstverständlich darf es während dieser Zeit keine Leckerchen zwischendurch geben.

@inca: Für einen Welpen ist das noch relativ okay. Allerdings solltest du beginnen, ihn zu mehr Selbstständigkeit zu erziehen, indem du die Abstände vergrößerst. Wichtig ist, den Hund nicht zu beachten und nicht zu versuchen, ihn zum Fressen zu animieren. Damit erzieht man sich einen Hund, der irgendwann nur noch mit Entertainment-Programm frisst.

Wenn dein Hund zu einer großrassigen Sorte gehört, ist das frühe Treppenlaufen (vor allen Dinge runter) sehr belastend für die Gelenke und kann Hüftgelenksdysplasie fördern. Kleine Hunde sind davon kaum betroffen.

Schöne Grüße,
Juni

Buddytier
20.05.2006, 13:11
auch mal kurz mitmisch

meine Kinder wissen das der Hund ua beim freesen nicht gestoert wird und wenn wir bei Leuten zu Besuch sind wo der Futternapf den ganzen Tag steht,ist es MEINE Pflicht aufzupassen das die Kleenen da net rangehen.Das gleiche gilt fuer Schlafplaetze.Wenn Besuch da ist wird sowieso nie gefuettert da verschiebt sich die Fuetterungszeit halt mal ein bisschen was auch nicht dramatisch ist.
Tequila hat ganz am Anfang auch geknurrt wenn er sein Futter bekommen hat,dieses hat sich aber bereits nach ca 2 Tagen gelegt da er gemerkt hat das er den Napf wirklich ganz fuer sich alleine hat.Gelegentlich (wirklich selten) streiche ich ihm im Vorbeigehen mal leicht ueber den Ruecken wenn er frisst-seine Reaktion besteht dann aus einem ganz leichten Schwanzwedeln was ich in dieser Situation aber als Beschwichtigungssignal und nicht als Freude deute (richtig Juni :?: )

Allerdings finde ich es auch ein wenig verwunderlich das du Angst vor einem 18 Wochen alten Welpen hast :confused: ist das euer erster Hund

LG Ela

Hovi
20.05.2006, 13:56
Was ist wenn mal ein kleines Kind zu Besuch ist.Kinder könen das knurren nicht richtig einschätzen, dann ist schnell mal ein Unglück passiert...

Aus ebendiesem Grund läßt man Kinder und Hunde auch niemals alleine, und erst recht nicht bekommt der Hund sein Futter, wenn die Gefahr besteht, daß das Kind ihn belästigen könnte :confused: . Nur, weil ein Hund sich das Futterwegnehmen von seinem Besitzer gefallen läßt, heißt das noch lange nicht, daß er sich das auch von Kindern (noch dazu fremden Kindern!) bieten läßt!


Und wenn er dann weiterhin knurrt holst du den Napf einfach kommentarlos aber auf jeden Fall selbstsicher wieder weg.

Na toll :man: !

Hast Du mal drüber nachgedacht, was der Hund auf diese Weise lernt? "Solange Menschen in der Nähe sind, ist mein Futter in Gefahr!" Damit erziehst Du Dir todsicher nicht nur einen hektischen Schlinger, sondern Du förderst die Futterverteidigung - möglicherweise bis zur nächsten Eskalationsstufe, nämlich dem Beißen!

Grüße
Claudia

sarahflo
20.05.2006, 15:39
hi ho,

scheinbar ein schwieriges thema, das viele meinunge hervorruft.

erstmal kurz zum treppensteigen. wir haben auch so lange wie möglich getragen (vorallem runter).
@bailey wenn du ihn die stufen vorm hof nicht tragen kannst, vielleicht kannst du ein brett als rampe rüberlegen, solange sich deiner kleiner noch nicht über die stufen traut?!

wegen dem fressen, bin ich auch der meinung, das der hund bei dir nicht knurren sollte.
für unseren wuff sind wir eindeutig die, die entscheiden, wann er wieviel frisst. djangi darf nicht ans futter solange er es sich nicht mit tricks verdient und die erlaubnis dazu hat. wenn ich während dem essen "aus" sage, hört er auf mit essen. geknurrt hat er noch nie, und schlingen tut er nur, wenns was extrem leckeres gibt.
ich bin mir nicht sicher, wie man am besten an die sache rangeht. prinzipiell bin ich der meinung, das du ihn ruhig aus der hand füttern kannst. das futter bekommt er von dir, und nicht von seinem napf, das sollte er ruhig verstehen.
ob das der beste weg ist?! weiß ich nicht.
in der hundeschule zu fragen, ist auch nicht schlecht, die kennen deinen kleinen zumindest ein bisschen...
lg sarah

billymoppel
20.05.2006, 22:25
@ juni

tolle beiträge! :tu:
eigentlich kann man dem nichts hinzufügen.
auch ein hund hat würde und lebensbereiche, die unantastbar sein müssen: fressen, schlafen usw. respekt kann ich nur erhalten, wenn ich auch bereit bin, ihn zu zollen. das hat etwas mit gleicher oder zumindest annähernd gleicher augenhöhe zu tun - alles andere ist sklavischer gehorsam und so etwas zu wollen, sollte einem menschen nicht spass machen, noch ziel von erziehung sein, die basis für einen lange und tiefe freundschaft ist es gewiss nicht.
ich bin kein sklavenhalter und möchte partnerschaft - dies gilt auch für meine hunde. gelegentliche differenzen inbegriffen :D
handfütterung scheint neuerdings ein universeller problemlöser zu sein - am besten mit schleppleine dran ;)

lotharingia
21.05.2006, 09:09
Hallo Juni,

Das weiß ich bereits. Trotzdem lass ich nicht 3 Brocken im Napf, wenn ich weiß, daß er sie frisst wenn ich kurz den Napf halte. Übrigens mußte ich anfangs mich hinsetzen und den Napf auf den Schoß nehmen, daß er *überhaupt* was gefressen hat (und ganz gewiß nicht, um mich als Boss darzustellen). Wenn er mehr als nur ein wenig übrig lässt stell ich ihn natürlich weg. Klar gibt es auch andere Methoden, aber diese hat bei uns geklappt. Es gibt nicht immer für alles eine flächendeckende pauschale Antwort, außerdem habe ich mich hier nicht beschwert, daß mein Hund ein Mäkelfresser ist und nach Tipps gefragt.

billymoppel
21.05.2006, 10:05
hallo uta,

aber dann taugt es auch nicht als ratschlag für andere ;)
billy ist auch ein hund mit einem empfindlichen magen (und anspruchsvoll dazu :D), dem alles gleich auf den appettit schlägt: entweder singt er: "i'm fell in love with this nice girl xyz again" oder er hat sonst irgendwelchen streß oder ein grashalm liegt mal wieder quer. den muss mich auch manchmal drängeln und überzeugen, denn ich kann natürlich nicht zulassen, dass mir der alte mann für die schicke püppi aus dem park vom fleisch fällt. mit handfütterung geht da manchmal noch was.
außerdem habe ich zu billy und billy zu mir eine ganz besonderes verhältnis, eine besondere vertrautheit und nähe; das hat man auf diese weise nicht mit jedem hund.
meine mädels sind dagegen normale hunde (zumindest in dem punkt :D) - d.h. sie fressen gern und quasi alles, möglichst viel und das in möglichst kurzer zeit. wobei sich letzteres bei dina wegen ihres schlechten zahnzustandes schwierig gestaltet :D
beide haben zudem grundsätzlich den verdacht, dass die jeweils andere bei mangelnder schnelligkeit versuchen würde, das futter zu mausen, was wohl zu einer schlägerei führen würde.
als freund meiner hunde und souveräner rudelleiter - und hier sind wir wieder bei der ausgangsfrage - sehe ich es als meine pflicht an, für beide die nahrungsaufnahme streßfrei zu gestalten: dina frißt also getrennt und kann sich alle zeit der welt lassen, ihre bröckchen mit ihren zahnstummeln zu zernagen. weder setze ich sie unter druck, noch lasse ich druck von hundischer seite zu

Pessoa
21.05.2006, 10:48
Tja, was denn nun?
Willst du Partnerschaft oder souveräne Rudelleitung?
Beides zusammen geht nicht, weil das eine das andere ausschließt.
Gruß,
Rita

Juni
21.05.2006, 12:13
Hallo lotharingia,


...außerdem habe ich mich hier nicht beschwert, daß mein Hund ein Mäkelfresser ist und nach Tipps gefragt.

Du hast das Füttern mit der Schüssel auf dem Schoß aber als Tipp gegeben und musst dir dann schon auch andere Meinungen gefallen lassen. Jeder frei lebende Hund sorgt dafür, dass er an Futter kommt, aber wir Menschen degradieren Hunde zu unselbständigen Geschöpfen, die noch nicht mal in der Lage sein sollen, eigenständig zu fressen. Das ist in meinen Augen eine äußerst bedenkliche Sichtweise und hat mit artgerechter Hundehaltung nichts zu tun.

Schöne Grüße,
Juni

Juni
21.05.2006, 12:38
Hallo Rita,

wie sieht in deinen Augen der Unterschied zwischen einer Partnerschaft Mensch/ Hund und einer souveränen Rudelführung aus? Verstehst du "Partnerschaft" im Sinne von "der Hund kann machen was er will"? Oder ist "Partnerschaft" nicht der respektvolle Umgang mit einem Lebewesen, dessen Bedürfnisse und Eigenarten wir in der Führung berücksichtigen müssen?

Schöne Grüße,
Juni

Pessoa
21.05.2006, 14:39
Hallo Juni,
ich bin kein Hund und kann Partnertschaft nur aus meiner Nichthundperspektive definieren.
Aus dieser möchte ich keinen Partner, der mir zuweist wann, was, wieviel ich wo zu essen habe.
Ich möchte niemanden an meiner Seite, der meine sexuellen Aktivitäten überwacht, mir keine oder nur bestimmte zugesteht, mich ohne zu fragen kastriert/sterilisiert, alleine über meine Nachkommen entscheidet.
Ich möchte niemanden, der mir ein Halsband umlegt und einen Strick daran bindet.
Auch möchte ich mal selbst Essen besorgen, welches der Partner dann gemeinschaftlich mit mir verzehrt.
Ich möchte nicht, dass mein Partner sich im Internet über mich ausbreitet, ein Bild einstellt und Fremde um Rat fragt, ohne vorher meine Erlaubnis eingeholt zu haben.
Vielleicht mögen andere diese Liste weiterführen.

Ich bin jedenfalls der Meinung, dass eine Mensch-Hund-Beziehung niemals als Partnerschaft bezeichnet werden kann.
Das hätten viele Halter gern, denn dann machen sie ja alles richtig und müssen sich weniger Gedanken über das komplexe Wesen Hund machen.

Ich mache leider viele Fehler, aus einigen lerne ich, bei anderen bin ich blind, für wieder andere schäme ich mich jahrelang.

Auf eine fruchtbare Diskussion
Rita

Juni
21.05.2006, 15:10
Hallo Rita,

wenn du "Partnerschaft" in diesem Sinne definierst, kann ich dir nur zustimmen. Ich sehe die Beziehung Mensch/ Hund weniger vermenschlicht, sondern eher so, wie ich sie oben beschriebe habe:


"Partnerschaft" ist der respektvolle Umgang mit einem Lebewesen, dessen Bedürfnisse und Eigenarten wir in der Führung berücksichtigen müssen

Auf dieser Ebene gehe ich sehr wohl eine Partnerschaft mit meinem Hund ein, zumal die Anpassungsleistungen durchaus auch von Seiten des Hundes erbracht werden müssen. Ich würde meinem Hund ganz sicher keinen Gefallen tun, wenn ich ihn wie einen menschlichen Partner behandeln wollte (was viel zu viele Hundebesitzer versuchen). Das würde ich aber ebenso wenig, wenn ich in der Führung meinen Hund nicht als lebendes Individuum, das nach völlig eigenen Gesetzen lebt und handelt, betrachten, sondern alleine nach meinem Gutdünken behandeln ("führen!?) würde.

Schöne Grüße,
Juni

Pessoa
21.05.2006, 17:07
Hallo Juni,
ich wehre mich ja gerade vehement gegen das Vermenschlichen des Hundes.

Respekt vor dem Wesen Hund, Wissen um seine Eigenarten und Bedürfnisse und das Handeln danach- genau das ist meine Maxime.
Das ist jedoch nicht Partnerschaft für mich, sondern Begleitung und Führung.

Grüße,
Rita

Juni
21.05.2006, 18:26
Hallo Rita,

ich denke, dann einigen wir uns mal darauf, dass wir das selbe meinen, aber unterschiedliche Begrifflichkeiten verwenden :D . Ist das in deinem Sinne?

Schöne Grüße,
Juni

lotharingia
22.05.2006, 07:51
Hallo Bettina,

Es war ja nicht als Tipp als solches gemeint, sondern als Alternative zur Handfütterung wegen dem Kommentar eines Schreibers, daß der Hund dann nicht alles sieht, was er bekommt und mit der Handfütterung hatte die fragende Dame ja bereits scheinbar erfolgreicht begonnen.

Die Buffy versucht auch immer dem Apollo das fressen wegzugucken, anfangs auch manchmal mit Erfolg, weshalb ich eh dabei sein muß, wenn sie fressen. Mittlerweile geht sie nur ran, wenn ich es erlaube (die 3 Bröckchen darf sie dann haben). Natürlich knurrt der Apollo sie auch an, wenn sie zu aufdringlich wird und die Katzen knurrt er auch an, finde ich OK, denn sie wollen ihm sein Futter ja wirklich mopsen. Ich fänd es aber nicht so toll, wenn er mich anknurren würde.

Wenn die Buffy früher mal nichts gefressen hat (kam auch mal vor), habe ich es ignoriert, beim Apollo ist das was anderes da er sehr schnell abnimmt und ich ihn dann auch nicht von der Leine lassen kann weil er sich dann eben selbst ernährt (mit Müll). Glücklicherweise kommt es aber nicht mehr vor, daß er tagelang nichts frisst, sondern ein paar Mal im Monat hat er mal keine Lust, und das ist ja auch OK, dann bekommt er es eben später.

Juni,

Und ich finde es mehr als übel mir vorzuwerfen, ich würde meine Hunde nicht artgerecht halten, also bitte - auf dem Teppich bleiben. Ich muß mir solche Kommentare nicht gefallen lassen und ich wüsste auch nicht, weshalb ich mir Tipps anhören sollte zum Thema mein Hund sein ein Mäkler, wenn ich nichts dergleichen gesagt habe. Fast jeder gibt seinem Hund Leckerlies, ist das auch degradierend? Es geht nicht darum, den Hund zu degradieren, sondern ihm das Gefühl zu nehmen, man möchte ihm das fressen wegnehmen, was er ja zu denken scheint. Ich habe ja nicht jemandem vorgeschlagen, er oder sie soll den Hund so füttern, um seine Position als Rudelführer oder sonst was festzulegen.

Pessoa
22.05.2006, 11:27
Hallo Juni,

"...ich denke, dann einigen wir uns mal darauf, dass wir das selbe meinen, aber unterschiedliche Begrifflichkeiten verwenden :D . Ist das in deinem Sinne?"

Genau das denke ich auch.

Gruß,
Rita

Dani0049
27.11.2006, 12:22
:cu: :santa01: Hallo!

Mein Goldi Weiblichen fast ein halbes Jahr alt knurrt während sie frisst nur wenn ich mich ihrem Napf oder ihrem Maul mit der Hand nähere. Wenn mann vorbei geht tut sie nichts oder wenn ich sie streichel oder so aber nähere ich mich in Maul nähe dann knurrt sie ich lasse sie auch bevor sie das fressen bekommt erst mal ins sitz und bekommt sie ien kommando geht sie hin! Wenn meine Tochter 2 Jahre alt sich näher knurrt sie manchmal auch schon wenn sie sich einfach nur nähert!!

Und noch was draussen wenn sie was findet zum fressen schlingt sie es wie eine Verrückte runter und schluckt es einfach auch wenn sie Leckerlis bekommt sie schlingt sie immer so!!
Würde mich über eine Hilfe sehr freuen!!

Gruss an alle Hundebesitzer und deren Hunde!!!

Celine&Colin
27.11.2006, 12:54
Hallo
Was machen alle so ein Theater um dieses Futter. :confused:
Also bei uns sieht der Füttervorgang wie folgt aus ( und das seit ich ihn habe und auch bei allen anderen Hunden vorher):
Ich sage: bist du hungrig?und nehme den Napf, Futter rein, den gefüllten Napf stelle ich hin und Hund frisst, oder lässt es bleiben (solange das nicht zum Dauerzustand wird ist das auch in Ordnung), wenn er alles gefressen hat nehme ich den Napf wieder weg.
Warum so ein Aufhebens um dieses Futter, ich will doch auch dass der Hund mir meine Ruhe lässt wenn ich esse, also lass ich ihn auch in Ruhe.
Er wird weder angefasst noch sonst wie belästigt, ich nehme ihm auch nie nur probeweise den vollen Napf weg :sn: , wenn es doch mal sein muss klappt das auch, weil er weiss, das ist sein Futter, und er kriegt es gleich wieder.
Auch unsere Katzen dürfen ihn nicht beim Fressen nerven, entweder werden sie zur selben Zeit gefüttert, oder ich nehm die sie einfach weg, wenn sie sich doch mal anschleichen wollen.
Tipp: lasst eure Hund in Ruhe beim Fressen!!!
lg Celine