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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : gefüllte Sehnenscheide



Snuggle
15.05.2006, 10:01
Hallo zusammen!

Trotz AB-Behandlung, sogar Cortison-Gabe und Einschmieren mit Tonerde hat mein Pferd nach 3 Wochen noch immer eine gefüllte Sehnenscheide - sieht ähnlich aus wie eine Galle am hinteren Fesselgelenk!

Mein TA meint, dass ich ihn zu guter Letzt nur noch operieren lassen könnte - daran will ich aber (noch nicht) wirklich glauben müssen!!! Er lahmt ja nicht mal ... und durch die Bewegung wird es sogar etwas besser ...!

Bin ziemlich ratlos ... vielleicht habt ihr schon Erfahrungen gesammelt und könnt mir Tipps geben,w as ich noch tun könnte ...

Im Voraus besten Dank und liebe Grüße,
Snuggle

Sandra1980
16.05.2006, 08:21
Hallo Snuggle,

wie ist das denn passiert?

Kannst Du es ein wenig genauer beschreiben?
Ist es noch heiß, oder nur schwammig?
Wie alt ist das Pferd?
Wie steht es? (Also wieviel Bewegung hat es und auf welchem Boden steht es?)

Wenn Du meinst, dass das Pferd nicht lahmt und auch sonst keine Schmerzen hat - könntest Du nicht mal einen anderen TA drauf sehen lassen? Am besten mit der gesamten Krankengeschichte und Behandlung?

Liebe Grüße und gute Besserung,
Sandra

Snuggle
16.05.2006, 09:58
Hallo Sandra!

Alles fing eigentlich recht harmlos an durch seine Kronrandverletzung - da ich ja weiß, wie gefährlich diese sein können, hatte er ja auch sofort einen Rivanol-Verband bekommen und nach gut einer Woche sah alles bestens aus - kein Eiter, nichts! Die Wunde war trocken und verkrustete schön - sein Bein war nie warm! Doch Sonntags komme ich dann wieder in den Stall und das ganze Bein war bis zum Sprunggelenk angeschwollen - er ging aber dennoch nicht lahm, höchsten ein klein wenig steif und eierig! Also habe ich wieder Rivanol drum und Montag auch sofort den Doc geholt. Dieser gab ihm Mo.+Mi.+Fr. die AB-Spritze und ließ den Verband bis Mi. dran - dann wollten wir sehen, wieweit das Bein ohne Verband noch anschwillt! Tat es auch, fast so wie vor der Behandlung ... - ging aber durch die Bewegung immer wieder nahezu weg bis auf diese komischen 'Bobbel' die Gallen ähnlich sehen - und als Araber-Verschnitt hat er wirklich sehr schlanke Beine, bei denen man ansonsten jeden Muskel und jede Sehne gut sehen kann!!! Bis zu diesem WE sollte er auch in seiner Paddock-Box stehen bleiben, da zudem der Weideboden für ihn auch viel zu matschig gewesen wäre. Ab dem darauffolgenden Mo. durfte er jedoch wieder raus und der Doc meinte, ich solle ihm einfach mal eine Woche Zeit lassen! gesagt getan, aber das Fesselgelenk wollte nicht abschwellen. Also wieder den Doc geholt, wieder am Mo. - und er gab mir Naquadem, ein Cortison-Pulver, das auch gleichzeitig entwässernd wirken soll. Aber wie gesagt, auch das ist nun eine Woche her und der Fesselkopf sieht immer noch gleich aus! Ich sollte meinen Doc bis Mitte der Woche nochmals anrufen, bin aber, wie Du sagst, auch schon am Überlegen, ob ich nicht einen anderen holen soll ...!

Ach ja, er steht ansonsten auf eher härterem Boden - Matsch wäre ja auch nichts für die Sehne ... - läuft noch immer lahmlos, aber steif ... - das allerdings von der ganzen Hinterhand ... - ist auch irgendwie komisch ... - glaube nicht, dass das mit der angeschwollenen Sehnen scheide was zu tun haben soll! Viel eher das fehlende Training vom Winter her (wir haben leider keine Halle und der Winter war verdammt lang, seufz). Bewegt wird er seit der ersten Ruhe-Woche wieder jeden Tag, meistens Longe mit Cavaletti (Empfehlung vom Osteopathen, da er auf der Hinterhand so steif ist), 1x die Woche Platztraining (ca. 3/4 Std.) und am WE Ausritte von 1 bis 1 1/2 Std.- und wie gesagt, dadurch geht die Schwellung nahezu weg - abr nur nahezu! Und über Nacht, bis er auf den Groß-Paddock darf, schwillt der Fesselkopf wieder komplett an ...!

Hast Du vielleicht eine Idee, was ich tun könnte? Wie gesagt, auch ein Tonerde-Umschlag oder Quark-Salz-Essig-Verband zur Entwässerung hat leider nichts gebracht ...!

Liebe Grüße und vorab vielen Dank an jeden, der so was auch schon erlebt hat und mir Tipps geben kann ...

Snuggle

gabi_dudda
24.05.2006, 14:33
Hallo Snuggle, wenn der TA etwas zur Entwässerung gegeben hat, dann ist das ja eher ein Ödem. Heiß ist es ja nicht, oder? Dafür spricht auch, dass es bei Bewegung besser wird. Meine Stute leidet oft darunter, vor allem im Herbst und Winter. Dagegen hilft Futterreduktion, vor allem beim Kraftfutter (falls er welches bekommt) und reichlich langsame Bewegung, also ausgedehnte Spaziergänge/Ausritte mit viel Schritt und Trab. Stehen ist dann Gift. Je mehr sich das Pferd von alleine bewegen kann, desto besser. Du schreibst ja auch, dass es über Nacht schlimmer wird, wenn er steht, das ist ganz typisch dafür. In ganz hartnäckigen Fällen kann man eine Lymphdrainage machen lassen. Schöne Grüße
Gabi

Schnaecke2006
31.05.2006, 09:10
Hi ihr,
also meiner hat hinten Gallen. Im Winter muss ich die hinteren Füße dann eben über Nacht immer einbandagieren und er bekommt 2 mal im Jahr vor und während dem Fellwechsel Kieselkur. Das geht so super gut. Die Kieselkur festigt das Bindegewebe. In deinem Fall würde ich auf jeden Fall mal einen anderen TA hohlen. Bei meinem war erst vor sechs Wochen die Sehnenscheide gefüllt (vom Koppelrumrasen). Er hat auch nciht gelahmt sondern lief auch eher etwas eingerostet also steif. Bei ihm sah die Behandlung anders aus. Er hat Schmerzmittel und ein Entzündungshemmer gespritzt bekommen. Dann hat er zehn Tage Equipalazone bekommen. Während dieser Zeit durfte ich nur Schritt harter Boden reiten. Dann war der TA nochmal da und meinte ich solle nun langsam Aufbauarbeit machen die nächsten zehn Tage jedoch nur harter Boden.
Vielleicht könnte ich ein bisschen weiterhelfen.
Liebe Grüße Schnaecke2006

Snuggle
06.06.2006, 17:59
Hi zusammen!

War so viel unterwegs, dass ich erst jetzt dazu komme, zurückzuschreiben - meine Tiere meinen es die letzten Monate wirklich verdammt 'gut' mit mir, snief!

Zwischenzeitlich bin ich so weit gekommen: Bei der übrig gebliebenen Schwellung handelt es sich wohl um eine Fesselkopfgalle, die 'übrig' geblieben ist (wie auch immer, denn das hat ja ansich nichts mit der Sehnenscheide zu tun) - viel machen kann man da wohl nicht, außer wie Du auch schreibst, ggf. bandagieren, Kieselgur und wohl auch Wärme soll ganz gut sein zur Durchblutungsförderung!

Da sich die letzte Woche jedoch die Schwellung wieder über dem eigentlichen Fesselkopf ausbreitete und das Bein auch wärmer war/ist als das andere, haben wir am Samstag einen Versuch mit Blutegeln gemacht - muss ja doch noch irgendeine Entzündung drin sein ...! Hat nur bis heute auch nicht wirklich was gebracht, so dass ich nun wirklich noch einen anderen Doc kommen lassen werde ... - ist schon zu komisch ... - und er ist noch nicht mal 8 Jahre ... wirklich kein Alter für so'nen Mist, snief! Diesmal geht die Schwellung auch nicht mal mehr durch'S Bandagieren weg ... - aber von Lahmen noch immer keine Spur, ganz im Gegenteil ... der Gauner hat grad Pfeffer im A..., da ihm die richtige Bewegung und Arbeit fehlt - hatte ihn ja die letzten Wochen doch eher geschont ...!

Ich halte Euch auf dem Laufenden und bin wieterhin über jeden Tipp dankbar!

Eure Snuggle