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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Viszla bei Fuß



Fiona
08.05.2006, 11:50
:cu: Hallo alle miteinander,

ich habe einen 7 Monate alten Vizsla und der ist ganz schön quirlig!
Wenn wir draussen sind läuft alles ganz super mit ihr aber an der Leine geht es gar nciht.

Wir waren schon in der hundeschule aber das hat nichts gebracht,
hat irgendjemand einen Tip, wie ich meinem Hund schnell beibringen kann
bei Fuß zu gehen, wenn er an der Leine ist??

Und vielleicht noch ein paar Tricks, wie ich meinen Hund ausgepowert kriege??

maedl
08.05.2006, 13:27
Hallo Fiona!

Bevor ich dir irgendwelche Tipps gebe, würd ich gern noch ein bisschen mehr wissen! Also:


Wir waren schon in der hundeschule aber das hat nichts gebracht

Wann und wie lange wart ihr denn in der Hundeschule? Was habt ihr dort gemacht? Und wieso geht ihr nicht mehr hin? Nur weil er das "Bei Fuß" noch nicht kann?


hat irgendjemand einen Tip, wie ich meinem Hund schnell beibringen kann bei Fuß zu gehen, wenn er an der Leine ist??


Dazu muss ich sagen, dass man einem Hund das Fuß laufen nicht einfach "schnell" beibringen kann.. Du musst bedenken, dass der Kleine erst 7 Monate alt ist und somit noch recht stürmisch.. Ich kenn mich mit der Rasse nicht so gut aus, aber es sind auf alle Fälle große Hunde ;), die dementsprechend länger in der Entwicklung brauchen.. etc. Kurz: Du hast noch einen Jundhund und von dem solltest du nicht erwarten, dass er während des ganzen Spaziergangs neben dir "bei Fuß" läuft. Da ist z.B. locker an der Leine laufen wieder was anderes... Du solltest dir also überlegen, ob es dir reicht, wenn er einfach nur nicht zieht und normal mitläuft oder ob er die ganze Zeit neben deinem Bein herwatscheln soll.. Sicher ist es auch wichtig, dass er das "Bei Fuß" lernt, z.B. wenn euch andere Hunde entgegen kommen, aber ich denke, locker laufen sollte dafür erstmal die Grundlage sein.


Und vielleicht noch ein paar Tricks, wie ich meinen Hund ausgepowert kriege??

"Tricks" gibt es da ebenfalls nicht. Es gibt höchstens "Beschäftigungsmöglichkeiten" für den Hund. Und da fallen mir zigtausend ein. Dazu müsste man deinen Hund besser kennen.. Was macht ihr denn schon, um ihn "auszupowern"?
Da er noch jung und wie du schreibst "quirlig" ist, würde ich vermuten, dass ihm bestimmte Spielzeuge ganz gut gefallen könnten.. Hast du es schonmal mit einem Frisbee probiert? (Falls er gerne apportiert). Außerdem könntest du mit ihm Nasenspiele machen, was seine Konzentration fördert und ihn geistig auslastet.. Also z.B. Leckerchen im Haus verstecken (erstmal nur in einem Zimmer und ihm dabei helfen, falls er damit noch nichts anzufangen weiß), auf der Wiese oder kleine (später dann größere) Fährten legen... Spielzeug verstecken, fangen spielen, ein "Intelligenzspielzeug" kaufen (z.B. DogBrick, findest du auch bei Zooplus), Kongs mit Leckereien füllen und von ihm leeren lassen, Tricks einüben.. z.B. auch mit Hilfe des Clickers... etc. etc.. Da gibt es wirklich viel was du machen kannst.. Zur körperlichen Auslastung könntest du natürlich auch ab und zu mal mit ihm Fahrrad fahren. Da er aber noch jung ist, solltest du es langsam angehen oder eher noch warten bis er ca. 1 Jahr alt ist. Du könntest joggen (falls du selbst sportlich bist), denn bei diesem Tempo kann er locker mithalten und auch mal hier und da schnüffeln etc.. Gerade jetzt im Sommer könnt ihr aber auch super schwimmen (falls er eine kleine Wasserratte ist) gehen, oder nur er.. Ihr könnt euch mit anderen Hunden treffen und sie herumtoben lassen, gleichzeitig auch ein bisschen Grundgehorsam üben (deswegen frage ich, wieso du nicht mehr in die Hundeschule gehst, weil dort hat man die besten Möglichkeiten...).
Du siehst also, es gibt tausend Möglichkeiten.. noch viel mehr, als ich hier aufgeführt habe.. Du könntest mit ihm auch in den Hundesport-Bereich gehen.. Vizalas sind große, kräftige Hunde.. wie wärs mit Zughundesport? Oder Agility? Obedience? Flyball? DogDancing?... Alles Mögliche... Ich glaub, einem solchen Hund ist "Teamarbeit" mit seinem Menschen recht wichtig.. Also wie wärs mit Rettungshundearbeit? Könnte ich mir gut vorstellen, dass er dafür zu begeistern ist.. Guck mal, ob es bei dir in der Nähe eine Rettungshundestaffel gibt!
Für noch mehr Ideen kannst auch mal auf http://www.spass-mit-hund.de gucken... Sonst schreib ich mich hier noch dumm und dämlich :D.

Also, dann beantworte erstmal die Fragen, damit wman dir bei dem Leinen-Problem helfen kann.. Generell gibt es da ein paar Grundsätze, aber ich würd gern erstmal wissen, wie ihr es in der Hundeschule gemacht habt und was du jetzt noch versucht hast.

Lastrami
08.05.2006, 13:28
Hallo Fiona,

also den Begriff: schnell! zusammen mit HUndeerziehung würde ich streichen. Schnell geht selten was.;)


Wir waren schon in der hundeschule aber das hat nichts gebracht,

Wie lange wars Du denn in der HuSchu???
Evtl andere Hundeschule ausprobieren?

Ich habe mit meinem Hund das Fuß gehen mit positiver Verstärkung (Leckerchen, da seeehr verfresen) geübt.

Der Hund geht mit seinem Kopf auf Deiner Kniehöhe. Sobald er ein kurzes Stück so gegangen ist sofort LOBEN.
Zieht er, sofort: strenges NEIN! Evtl jedesmal stehen bleiben. Dann wieder wie o.a. anfangen. Und das immer wieder üben. Ein Hund braucht manchmal länger um zu verstehen was Frauchen wirklich will.

Das ganze erfordert Geduld und Konsequenz, ist aber zu schaffen.:tu:
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Einen Hund bekommt man am besten über Kopfarbeit ausgepowert. Veranstalte mit ihm Suchspiele, oder Spuren suchen.
Geschicklichkeitsspiele sind auch immer prima. Kann man auch Unterwegs -auch in der Stadt- anwenden.
Zum Beispiel im Slalom um diese Absperrpfosten, über Baumstämme balancieren, eine Bank im Wald tuts auch.

Sonst schau Dir doch mal folgende Seite an:

http://www.spass-mit-hund.de/

Vielleicht findest Du da Tips und Anregungen.

LG Pia

Lastrami
08.05.2006, 13:31
Hallo Tina,

na das war ja fast Gedankenübertragung:D .

LG Pia

maedl
08.05.2006, 20:46
Hallo Pia,

da hast du Recht! Nur das ich eine Minute schneller war! :p

Zwei Dumme - Ein Gedanke?

Ersetzen wir das Dumme lieber durch Schlaue :D!

billymoppel
09.05.2006, 07:59
hallo ihr beiden,

bin mal gespannt, ob ihr zu euren ausführungen eine antwort bekommt: wer in bezug auf einen 7-monatigen viszla - eine hoch anspruchsvolle und bewegungsintensive jagdhundrasse - solche fragen stelllt...;) klingt doch nach reichlich überlegung vor der anschaffung...:o
übrigens: ich hatte im welpenkurs in den letzen monaten mehrere viszlas und weimaraner (dafür keinen husky mehr)...;)

Lastrami
09.05.2006, 09:17
Hallo Bettina,

ja Weimaraner und Viszlas sind anscheinend die nächsten Modehunde. Nur schade das die wenigsten wirklich wissen was sie sich da holen.

Ich bin auch gespannt, ob von Fione noch ne Rückmeldung kommt.

LG pia

Jana_plus_zwei
09.05.2006, 13:41
Hallo Fiona,

ich habe auch einen Vizsla-Mischling.
An der Leine laufen fällt ihm auch sehr schwer. Wenn er beim Spaziergang eine interessante Fährte findet, dann ist er dadurch sehr abgelenkt.
Ich denke, das liegt an dem wirklich guten Geruchssinn dieser Rasse.
Mein anderer Hund, ein Labrador-Mischling, ist da sehr viel konzentrierter auf mich.
Bei meinem Vizsla hat ganz gut geholfen, das Kommando "Schau her" zu üben: Immer, wenn er Blickkontakt aufgenommen hat (an allen möglichen Orten, drinnen, draussen, über mehrere Wochen) hat er sofort ein Leckerli bekommen.
Wenn wir spazieren gehen, und er durch interessante Gerüche abgelenkt ist, dann kann ich damit notfalls seine Aufmerksamkeit zurückgewinnen und dann läuft er auch wieder ein Stück ganz ordentlich an der Leine.
Generell habe ich festgestellt, dass ich den Vizsla öfter ansprechen muss, als den Labrador, um die Aufmerksamkeit zu halten.
Aber das ist ok, wir lernen ja auch noch :-)

K.O. bekommst Du ihn im Sommer auch sehr gut mit Schwimmen (falls Du einen See in Deiner Nähe hast). Auch was für drinnen: Einen Kong füllen und vom Hund leeren lassen, kann ich empfehlen. Damit ist er eine gute halbe Stunde intensiv beschäftigt, hat Spaß und Erfolg und ist anschließend auch erst mal müde.
Ansonsten hast Du ja schon die Tipps von Lastrami und maedl.
Wenn Du mit ihm Tricks übst, dann nur nicht zu lange. Die Konzentrationsspanne ist bei Junghunden noch nicht so lang, bei meinem auch heute mit gut einem Jahr noch nicht. Also mehr als 2-3 Versuche pro Übungseinheit sind nicht drin, dann lieber mehrmals am Tag üben.

Mit etwas Geduld wird das bei Fuß gehen bei Euch bestimmt bald besser werden.

Viel Erfolg und Spaß beim Üben,

Jana

Ach so, noch ein kleiner Tip: Gib ihm das Kommando "Fuss" nicht, wenn er gerade zieht oder vorläuft, um ihn zurückzurufen, sondern nur, wenn er richtig neben Dir läuft. Sonst verbindet er das gezeigte (falsche) Verhalten mit dem Kommando.

Fiona
15.05.2006, 08:33
Also meine Lieben,

ich glaube nicht, dass ihr euch erlauben könnt zu sagen das mein Viszla nur ein Modehund ist und ich ihn nur aus diesem Grund gekauft habe!

Er ist ein Mitglied unserer Familie und ist bei allem dabei, er wird von uns halt nur nicht als Jagdhund gehalten sondern als Familienhund!

Wir waren ca. 2 Monate in der Hundeschule, es hat aber kein Stück etwas gebracht! Meine Mutter hat ihm dann selber einige Tricks beigebracht, was besser funktioniert hat!

Also bitte .....

Fiona
15.05.2006, 08:54
Hallo Bettina,

ja Weimaraner und Viszlas sind anscheinend die nächsten Modehunde. Nur schade das die wenigsten wirklich wissen was sie sich da holen.

Ich bin auch gespannt, ob von Fione noch ne Rückmeldung kommt.

LG pia


Natürlich kommt von mir eine Rückmeldung!!! Habe doch hier eine Frage gestellt und freue mich über antworten

Lastrami
15.05.2006, 09:17
ich glaube nicht, dass ihr euch erlauben könnt zu sagen das mein Viszla nur ein Modehund ist und ich ihn nur aus diesem Grund gekauft habe!


Liebelein, vielleicht solltest Du richtig lesen was ich schreibe? Ich habe nie behauptet, das Du Deinen Hund gekauft hast, weil er ein Modehund ist!!!
Bitte einen anderen Ton anschlagen.
Das Weimaraner und Vislas die nächsten Modehunde sind ist eine Tatsache.
Geh mal mit offenen Augen durch die Welt, dann wirst DU feststellen, wie viele mitlerweile gehalten werden.
In den HUSchu fällt es auch bereits auf. Es erscheinen immer mehr zum Unterricht.


Wir waren ca. 2 Monate in der Hundeschule, es hat aber kein Stück etwas gebracht

Sorry, aber 2 Monate HuSchu mit einem Junghund sind nix.
Da müsst ihr schon mehr Geduld aufbringen, sonst wird das nie was.
Vielleicht solltet Ihr es mal mit einer anderen HuSchu versuchen.
Ein Hund muß eine Übung/Aufgabe mehrere 100x in Folge RICHTIG gemacht haben, bis es wirklich sitzt.

Es funktioniert nicht, das man einem Hund 8x zeigt wie er an der Leine zu laufen hat und dann klappt es für immer...

Vielleicht auch mal ein paar gute Bücher über Hundeerziehung bzw Spaß mit Hund zulegen, da stehen hilfreiche Tips drin, wie man einem Hund was beibringen kann. Vielleicht bringt Euch das ja weiter???

Buchtips gibts auch hier im Forum.

Gruß Pia

Stina
15.05.2006, 09:40
Hallo Fiona,

naja, abstreiten kann man das echt nicht, daß Viszla und Weimaraner und Co. in letzter Zeit wegen ihrer Schönheit und Eleganz schon zum Modehund geworden sind. Ich meine nur, man sollte sich vor der Anschaffung genau überlegen wofür die Hunde ursprünglich gezüchtet wurden und das bei einem Lauf- bzw. Jagdhund Probleme vorprogrammiert sind ist klar. Mein Vater war Jäger (einer von der guten Sorte) und ich habe im Laufe der Jahre sehr viele Jagdhunde kennengelernt, durfte bei der Ausbildung mithelfen (Spuren legen etc.) und wenn man solche Hunde bei der Arbeit gesehen hat, weiß man was für Power und Ausdauer da drin steckt und was so ein Hund wirklich braucht um glücklich zu sein. In Privathand sind solche Tiere leider immer total unterfordert - eben auch geistig und körperlich auch. Vielleicht kannst Du ihm auch Spuren legen und ihn Dinge suchen lassen. Klappt gut mit frischem Pansen den Du an einer Schnur über eine Wiese ziehst. Am Anfang kurze Strecken und dann immer länger. So ein Hund will einfach arbeiten.

Und ganz unrecht hat Pia nicht, warum gibt es den *Jagdhunde in Not*TSV? Und nach den Huskys und Malamuts jetzt so viele Jagdhunde in allen THs?

Ich wünsche Dir trotzdem viel Spaß mit deinem Hund (es gibt auch Bücher in denen viele solcher Spiele speziell für Jagdhunde drin sind)

viele Grüße

Stina

VerenaD
16.05.2006, 00:31
Hallo Fiona!

Ich hab nochmal eine Frage an Dich: Meinst Du wirklich Fuß-Laufen an der Leine oder einfach nur entspanntes Spazierengehen ohne das der Hund zieht?

Ich kann mir eigentlich nur letzteres vorstellen, deshalb antworte ich mal darauf:

Das entspannte Gehen an der Leine wirst Du ein Hundeleben lang immer mal wieder üben müssen, da der Hund einfach viel zu oft für den Menschen unbewußt zieht und dadurch bestätigt wird. Der Hund will ja vorwärtskommen, gucken was um die nächste Ecke ist. Zieht er und er kommt dabei vorwärts ist das Vorwärtskommen die Belohnung für das Ziehen :o

Also hilft nur eine Sache: KONSEQUENZ (wie bei allen anderen Dingen die die Hundeerziehung so ausmacht ;) ) Wenn Du jetzt immer konsequent stehenbleibst, wenn Dein Hund zieht und nur weitergehst wenn die Leine absolut locker ist, wird der Hund das auch schnell begreifen (schnell im Sinne von irgendwann, "Schnell geht selten was." wie Lastrami schon so treffend formuliert hat :tu: ).

Also: sollte sich die Leine spannen, stehenbleiben!!! Guckt sich der Hund irgendwann nach Dir um (kann Minuten dauern, deshalb bring viel Zeit mit. Aber es lohnt sich!!!), rufe "Fein" oder irgendetwas und lobe ihn ganz doll mit der Stimme so daß er zu Dir kommt. Erst dann gehst Du weiter! Sollte sich die Leine beim nächsten Schritt bereits wieder spannen, Stehenbleiben bis der Hund sich umguckt und wie oben weitermachen.

Nur Geduld! Das funktionniert! Selbst wenn Du die nächsten Wochen nur fünf Meter vorwärts kommst, irgendwann hat der Hund verstanden. Trotzdem mußt Du natürlich in der Zeit den Hund auslasten. Lass ihn so viel wie möglich in sicherem Gebiet ohne Leine laufen. Wenn Du Fragen zu Suchspielen oder sowas hast kann ich Dir da gerne auch noch ein paar Tips geben.

Liebe Grüße! Verena

Juni
16.05.2006, 22:32
Hallo Fiona,

Leinenführigkeit lernt sich am besten ohne Leine. Dein Hund muss lernen, sich an dir zu orientieren, wenn er nicht freiwillig in deiner Nähe bleibt, wirst du lebenslang Probleme mit der Leinenführigkeit haben. Mach die Leine dran, lass sie aber am Boden schleifen und dann geh los: Zügig, mit einer freundlichen Aufforderung zum Mitkommen, dann aber ohne weiteren Blickkontakt. Nicht du schaust nach dem Hund, der Hund schaut nach dir. Am besten geht das in abwechslungsreichem Gelände, wo du öfter die Richtung wechseln kannst. Ab und zu einfach anhalten. Wenn der Hund ebenfalls stehen bleibt, gibt es ein Lob für ihn, wenn nicht, gehst du in eine andere Richtung weiter. Der Hund sollte keine Gelegenheit kriegen, irgendwo rumzudödeln, deswegen sind viele Bäume gut, wo er schauen muss, dich nicht aus den Augen zu verlieren.

Bei dir bleiben und sich an dir orientieren wird bestätigt. Allerdings nur gelegentlich und für den Hund nicht berechenbar. Er soll keinem Leckerchen nachlaufen, sondern die Hoffnung entwickeln, dass VIELLEICHT IRGENDWANN eines kommt. Auf die Dauer von 30 Minuten sind das beim ersten Training höchstens 6, später 2-3.

Erst wenn das klappt, nimmst du die Leine auf und machst das Ganze mit Leine in der Hand. Der Knackpunkt kommt dann auf der ersten längeren Geraden. Wenn er jetzt beginnt zu ziehen - was er vermutlich tun wird, denn er hat das 7 Monate so gelernt - holt ihn ein donnerndes Nein und ein Ruck an der Leine wieder zurück. Sofort danach lässt du die Leine fallen und wechselst zügig die Richtung. Wenn dein Training vorher ausreichend war, wird sich der Hund erinnern und dir folgen. Dann folgt selbstverständlich sofort die Bestätigung. Danach nimmst du die Leine wieder auf. War das leinenlose Training vorher im Wald gut genug, werden 3-5 mal Rucken und Nein-Schimpfen genügen (immer mit anschließendem Leine fallen lassen und dich Abwenden und Weitergehen), und der Hund hat verstanden, welches Verhalten erwünscht ist und welches nicht.

Was keinesfalls passieren darf ist, dass du zu früh mit der Leine auf die gerade Strecke gehst und dann ständig ruckst. Gefragt ist ein eindeutiges Signal, kein Dauergeruckel am Hund, das zu nichts führt.

Schöne Grüße,
Juni

maedl
17.05.2006, 19:53
Hallo Fiona,

ich finde es sehr schade, dass du dich angegriffen fühlst, nur weil hier darauf eingegangen wird, dass sich im Moment bestimmte Rassen zum "Modehund" (u.a. auch der Viszla) entwickeln.
Wenn mir jemand mit der Tatsache begegnet, dass sich Hütehunde bzw. Australien Shepherds zum Modehund o.ä. entwickelt haben, so kann ich dem nur traurig zustimmen und mich über die wenigen Züchter freuen, die ihre Hunde nicht nach Aussehen züchten und an jeden x-beliebigen Menschen verkaufen, der genug Geld hat. Deswegen kann ich deine Reaktion leider nicht verstehen.

Dass ihr nur 2 Monate in der Hundeschule wart, spricht schon für sich. Ich weiß nicht, wie du es definierst, dass dies kein Stück gebracht hat. Aber höchstwahrscheinlich hat es deinem Hund (wenn auch nicht in Sachen Gehorsam) geholfen bzw. ihn auf sein weiteres Leben vorbereitet, sofern du weisst, worum es sich bei dem Begriff "Sozialisierung" handelt. Ich empfehle dir dringend, eine andere (bessere..) Hundeschule aufzusuchen und dort mit dem Trainer deine Probleme zu besprechen und gemeinsam anzugehen. Da ihr noch sehr unerfahren scheint in Sachen Hund, solltet ihr nicht versuchen, hier und da mit irgendwelchen Tricks am Hund herumzudoktern, sondern euch konkret Wissen aneignen, um es auch umzusetzen. Nur wenn du weisst, was du eigentlich warum machst, bringt es dich und deinen Hund wirklich weiter..

Trotzdem wünsche ich euch, dass ihr das schafft! Ich (und die anderen) meinens auch nicht böse, wir können es nur nicht immer ganz verstehen... Aber lassen wir solche Diskussionen! Viel Glück beim Suchen der Hundeschule! :)