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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Hilfe ! Wie krank ist unser Schäferhund ?



Ishanka
07.05.2006, 18:53
Wir haben einen wunderbaren Schäferhund, der vor kurzem neun Jahre alt geworden ist. Er war immer ein sehr muskulöser und aktiver Hund.

Vor etwa einem halben Jahr bekam er aber plötzlich wunde Stellen am Körper, wurde lustlos und wollte nicht mehr fressen. Die Tierärztin sagte uns, dass dies eine Allergie auf sein Futter sein könnte. Daraufhin haben wir angefangen, ihm nur noch Spezialfutter zu geben. Dies hat er anfangs auch gefressen und gut vertragen. Die wunden Stellen sind verschwunden und er wurde wieder aktiver. Seit einigen Wochen verweigert er jedoch wieder ab zu das Fressen. Schlimmer ist jedoch, dass er uns mindestens einmal pro Woche nachts heimlich auf den Teppich macht (Durchfall). ER gibt dabei aber auch keinen Mucks von sich, dass er raus muss, wir finden nur morgens immer das Dilemma vor.

Hinzukommt, dass bei ihm vor einem Jahr eine Arthrose im vorderen Beingelenk diagnostiziert wurde. Daraufhin mussten wir ihm zwei Wochen lang Medikamente geben (schön in Leberwurst verpackt). Danach ging es ihm wieder eine ganze Weile richtig super, er war aktiv und vital wie immer.
Seit einigen Wochen hat sich dies leider schlagartig geändert. Er liegt immer nur herum, will nicht laufen und nicht spielen. Nichts...selbst kleine Wege scheinen ihm eine Last zu sein.

Ich weiß mir keine Erklärung, was mit ihm los ist. Vielleicht will er nicht laufen, weil er wieder Schmerzen im Beingelenk hat. Aber wieso hat er denn ständig Durchfall? Die Tierärztin weiß auch keinen Rat.

Ich bin am verzweifeln, denn ich hänge sehr an dem Tier. Mein Mann sagte heute, dass er glaubt, dass der Hund nicht mehr lange leben wird. Daraufhin bin ich erst mal in Tränen ausgebrochen. Es tut weh, zu sehen, wie unser muskulöser, neugieriger Wirbelwind so extrem abgebaut hat. Ich kann nicht akzeptieren, dass dies "Alterserscheinungen" sein sollen (Durchfall ???).

Bitte helft mir...Weiß jemand einen Rat oder hat ähnliche Erfahrungen mit seinem Hund gemacht? Was könnte mit ihm los sein? Wie kann ich ihm helfen?

Anyanka
07.05.2006, 23:19
Wie ernährt ihr euren Hund denn? Spazialfutter nehme ich an ist Trofu.

Habt ihr schon mal überlegt auf Rohfütterung umzustellen?

www.barfers.de
www.barf.de.ms/

Eure TÄ wird das wahrscheinlich nicht toll finden, aber gerade Leute deren Hunde Allergien und Arthrose schwören darauf. Ein getreidefreier Futterplan hat oft schon sehr geholfen.

Besonders kann ich euch das Forum empfehlen http://www.gesundehunde.com/forum/

Die Leute da haben vielleicht auch noch ein paar andere Ideen was ihr tun könnt!

Inge1810
08.05.2006, 15:35
Also m.E. muss da erstmal ein gründlicher Check her. Soll das denn so weitergehen, bis der Hund komplett am Ende ist?

Ich verstehe die TÄ nicht, wurde geröntgt? Wurden Kot- und Blutuntersuchungen veranlasst?

Sorry, aber "könnte Allergie sein" wäre mir zu wenig, es könnte Schilddrüse sein, es könnte die Bauchspeicheldrüse sein, es könnte Cauda Equina sein, es könnten Spondylosen sein, es könnte HD sein, es könnte ED sein, es könnte, es könnte.... evtl. auch mehrere Dinge gleichzeitig.....

Wenn er Arthrosen hat, dann reichen zwei "lumpige" Wochen mit Medikamenten nicht aus, da braucht`s mehr oder soll der arme Hund mit ständigen Schmerzen durch die Gegend rennen? Wenn er Schmerzen hat, dann kommt`s zur Fehlbelastung, Muskulatur wird abgebaut und schon folgt ein weiterer Rattenschwanz mit Problemen.

Euch mach ich keinen Vorwurf, aber wäre es mein Hund würde ich nun schleunigst zu einem wirklich kompetenten TA gehen, der ALLES abklärt und zwar gründlich. Kostet zwar erstmal ein paar Euronen, aber dann hat`s Hand und Fuß und Ihr müsst Euch nicht mehr fragen, was mit Eurem Hund los ist, weil Ihr es dann wisst.

Sorry, wenn ich grad vermutlich etwas heftig rübergekommen bin, aber letztes Jahr haben wir einen Schäferhund quasi unter der Todesspritze weggezogen. War vom Prinzip her eine ähnliche Symptomatik, sie war sogar ebenfalls 9 Jahre alt. Der Hund war einfach nur fertig, weil nie ordentlich behandelt werden konnte. Dieser Hund hat viel Pflege und Geld verschlungen, aber heute ist sie so stabil, das sie noch ein herrliches Leben führen kann und das einfach nur mit richtiger Medikamenteneinstellung, etwas Physiotherapie und Spezialfutter. Drum weiß ich, dass es geht einen Hund wieder richtig auf die Beine zu bekommen, auch wenn die Prognose eher schlecht aussieht auf den ersten Blick. Man muss nur drauf achten, das eine ordentliche Diagnose zustande kommen kann und die richtige Therapie eingeleitet wird.

Drum tut Euch und vor allem dem Hund bitte den Gefallen und sucht Euch eine ordentliche medizinische Betreuung. Er gibt Euch doch deutlich genug zu verstehen, das er leidet.

Ishanka
15.05.2006, 13:58
Ich wollte euch nur sagen, dass unser Hund vorgestern eingeschläfert werden musste...Ich bin am Boden zerstört und habe die letzten zwei Tage nur geweint. Ende der letzten Woche wollte er plötzlich gar nicht mehr fressen und auch nicht mehr laufen, es ging nichts mehr. Mein Mann ist dann daraufhin mit dem Hund zur Tierärztin gefahren und dort wurde festgestellt, dass er einen völlig aufgeblähten Bauch hatte. Diagnose der Tierärztin: Geschwür im Bauch...Sie meinte, dass man nichts mehr für ihn tun könnte.

Im Nachhinein, habe ich so einen Hass auf die Tierärztin. Die hat doch gar keine Ahnung die Frau...Immer nur Allergie, Allergie, das war das Einzige was die Tante zu unserem Hund zu sagen hatte. Weitergehende Untersuchungen (Blut, Kot, Urin, Ultraschall etc.) hielt sie bereits vor einem Jahr für nicht erforderlich. Da hätte man ihn vielleicht noch retten können. Scheiß Tierärztin, die hat ihn umgebracht.

Chipsy-Boy
15.05.2006, 16:56
Oh weh... das ist echt heftig..:0( :0(
Das tut mir echt sehr leid für dich und deine Familie .. fühl dich unbekannterweise von mir ganz fest gedrückt!


Leider sind wir immer wieder auf das Wissen unserer TA's angewiesen, worauf wir vertrauen sollten, um so schlimmer, wenn eine solche Fehl-Diagnose gestellt wird.

Anyanka
15.05.2006, 21:20
Tut mir furchtbar leid für euch!

Weiß garnicht was ich sagen soll, hat ja irgendwie alles nicht so schlimm ausgesehen und nun ist euer Hund tot, weil ihr an eine "Der sieht doch gesund aus"-TÄ geraten seit.