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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Zweithund: Hündin zum Rüden?



Unregistriert
24.04.2006, 18:14
Hallo ihr Lieben!
Ich habe einen Yorkshireterrier, Barney ist 1 Jahr alt und sehr lieb. Gerne würde ich ihm einen Spielkameraden nach Hause holen, jetzt weiß ich nicht, ob Rüde oder Hündin besser wäre?
Barney ist manchmal sehr eifersüchtig anderen Hunden gegenüber, der Rüde von meiner Mum (2 Jahre) darf nicht zu mir hin, sonst geht Barney auf ihn los.
Deshalb frag ich mich: Wenn ich einen Rüden hol, und der dann irgendwann in die Geschlechtsreife kommt, obs da nicht zu einem 'Rivalenkampf' ums Revier und Frauchen kommt?
Vor 4 wochen hat Barneys mama eine Hündin bekommen, die wir vor 3 Tagen besucht hatten. Ich hab die Kleine hochgenommen und Barney war schwanzweldelnd neben mir gestanden, er hatte nix dagegen, auch nicht, als ich seine Mum streichelte.
Die Züchterin hatte mich gefragt, ob ich nicht die Kleine in etwa 5 Wochen haben möchte, deswegen brauch ich eure Hilfe und eure Erfahrungen!
Wenn ich die Hündin hol, ist es ratsam, sie zu sterillisieren?
Ich hab auch von einer Spritze gehört, die einmal jährlich gespritzt wird und die Hündin dann 1 Jahr keine Hitze bekommt! Weiß da jemand was von euch?

Meinen Barney möchte ich nicht überfordern, nicht dass seine Hormone Achterbahn fahren und er das nervlich nicht so packt!

Für Antworten und Ratschläge schonmal jetzt vielen dank!!!

Liebe Grüße, Jacky und Barney

Räubertochter
26.04.2006, 00:37
Hallo Jacky,

hatte auch zuerst den Rüden und dann zog die Hündin bei uns ein. Es ist einfach klasse, wie die beiden spielen, toben, raufen und auch schmusen.
Die Hündin kam schon kastriert zu uns, da sie vom Tierschutz kam und meist die Hunde aus Spanien kastriert vermittelt werden, damit nicht noch irgendein Hirni auf die Idee kommt, Welpen zu produzieren!

Beim Rüden ist der Eingriff der Kastration einfacher als bei einer Hündin.
Das mit der Spritze machen auch Bekannte aus dem Wald, ist aber auf Dauer nicht so gesund für die Hündin, wegen der Hormone, die mit der Spritze verabreicht werden!

Erkundige dich doch am Besten beim TA deines Vertrauens, wozu er dir rät.
Und wenn dein Racker Probleme mit Rüden hat, brauchst du ja eigentlich garnicht lange überlegen und kannst dir getrost die kleine Maus ins Haus holen!

Wünsche dir viel Spass mit deinen "Beiden"!:D

Liebe Grüße:cu:
Simone

Lastrami
26.04.2006, 08:30
Hallo,

was auch sein kann ist, das Deiner nicht unbedingt ein Rüdenproblem hat, sondern das es auch am Alter der beiden Rüden liegt. Mit 1 und 2 Jahren sind sie relativ dicht beieinander und da ist die Rivalität schon groß.
Auch aus dem Grund würde ich DIr da eher zu einer Hündin raten. Und wenn Du sowieso schon ein "Schätzchen" für Deinen Barney hast, warum nicht?

Ich würde mir auf jeden Fall auch eine Hündin zu meinem Rüden dazu holen.

Von diesen chemischen Kastrationen bin ich auch nicht so überzeugt. Würde das ganze mal mit dem TA durchsprechen. Der wird DIr sicher raten was gut ist. Evtl auch bei nem anderen TA noch ne 2. Meinung einholen??

Kann Simone da nur zustimmen.

LG Pia

billymoppel
26.04.2006, 08:58
rüde und hündin ist im normalfall die streßfreieste vergesellschaftung. da können sich richtige liebesbeziehungen entwickeln, auch wenn es gelegntlich doch mal kracht - aber das gehört zur liebe ja dazu :D
ich habe meinem billy bisher drei weiber untergejubelt - es gab keinerlei probleme.
anti-läufigkeitsspritzen müssen immer vor der läufigkeit gegeben werden, also i.d.r. zweimal im jahr, vielleicht sogar dreimal. das ist definitiv als dauerlösung nicht geeignet, sondern nur was für notfälle, wie urlaub z.b. da der zyklus der hündin ganz anders funktioniert als der menschen müssen volle pulle hormone gespritzt werden, kein vergleich mit der menschlichen pille.
hündinnen werden auch nicht sterilisiert, sondern kastriert, die sterilisation macht wie beim rüden überhaupt keinen sinn. bei der sterilisation wird bei der hündin der eileiter durchtrennt, beim rüden der samenleiter - beide haben ein normales sexualverhalten/läufigkeit, sind aber nicht fruchtbar, bei der kastration werden gebärmutter und eierstöcke entfernt bzw. die hoden.
wer am ende unters messers muss, ist keine leichte entscheidung - vorteile haben beide varianten. und nachteile. ich habe mich beispielsweise für die mädels entschieden - zum einen weil ich in einem größeren rudel einen stabilen chef brauche (und das war immer der rüde, ich habe auch die mädels so ausgesucht, dass sie ihn nicht in frage stellen), zum anderen aus der praktischen überlegung heraus, dass ein großteil meiner engen hundefreundinnen auch rüden haben - auch da wollte ich, dass das verhältnis der rüden so bleibt und ich wollte denn auch nicht mehrere wochen vereinsamt ohne meine freundinnen spazieren gehen. außerdem war billy sicher älter als 5 jahre, als das erste mädel dazu kam, ich wollte ihm eine so einschneidendne veränderung in seinem rüden-selbstverständnis einfach nicht zumuten. für mich war die entscheidung also klar und einfach. du hast ja dazu noch ein wenig zeit, wenn du eine welpeline holst. wenn du dich für die hündin entscheidest: gönne ihr eine oder besser zwei läufigkeiten (für die tage der standhitze muss dann eben eine lösung gefunden werden - ich bin immer mit der hündin ins hotel mama gezogen :D), um hormonell und psychisch auszureifen, auch wenn das brustkrebsrisiko bei kastration vor der ersten läufigkeit vielleicht sinkt.

billymoppel
26.04.2006, 09:07
ich denke übrigens, dass du auch dem welpen-mädchen einen gefallen tust - einzelwelpen zu sein, ist ja nicht optimal und nicht besonders förderlich für die sozialisation - ihr kann sicher nichts besseres passieren, als mit einem sehr jungen hund vergesellschaftet zu werden.
es wäre recht traurig für sie und ihr späteres sozialverhalten, wenn sie irgendwo als einzelhund landen würde - und welpen-spielgruppe ist ja in yorki-kreisen nicht so usus.
ich würde auch jetzt schon engen kontakt halten - die frühsozialisation ist wichtig, die mama kann nicht alles leisten, im normalfall sind auch die geschwister zuständig.
bedenken solltest du natürlich, dass du dann zwei sehr junge hunde hast- und das kann anstrengend sein :D bevor sie das gute voneinander lernen, lernen sie den mist voneinander :D

joy2886
26.04.2006, 15:46
Hallo ihr lieben!
Sooo, hab mich jetzt erst mal regestriert hier :D
Vielen Dank für die Antworten, ich glaub, ihr habt mich überzeugt! Die Kleine wär glaub ich die beste Lösung :)
Dann kann Barney großer Bruder spielen und auf seine kleine Schwester aufpassen ;)
Ich finds auch sehr schade, dass die Kleine ein 'Einzelkind' ist, ich denk, sie verpasst schon viel dadurch, dass sie keine Geschwister hat...
Das wär auch sehr schön für sie, wohin zukommen, wo schon ein junger Hund ist, da kann sie viel lernen (auch den Mist;) ) Auch noch, wenns die eigene Verwandtschaft ist :D

Also: vielen Dank für Eure Antworten, ihr habt mit sehr geholfen (da ich ja noch nie ne Hündin hatte sondern nur Rüden, kenn ich mich mit dem Thema Hitze und so noch net wirklich aus, wenn ihr noch tipps habt, nur her damit!)

Ich halt euch auf dem Laufenden, sollte die Kleine dann so in 5 Wochen bei uns einziehen!

Liebe Grüße, Jacky