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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : daheim alles OK, aber draußen....



astro
18.04.2006, 11:48
Guten Morgen, alle zusammen...

nachdem ich das nun mit dem Futter und dem ziehen an der Leine soweit im Griff habe, zieht bei uns das nächste Problem ein.

Wenn ich mit Nico daheim bin, hört er auf´s Wort. Er macht sitz, bleibt, geht raus wenn man es ihm sagt und kommt her, wenn man ihn ruft.

Sind wir draußen, hört er auch noch halbwegs. Sag ich an der Straße: Halt und sitz, macht er das, auch auf "Aus", wenn er was von der Straße fressen will hört er, dann hat er wieder Momente wo er auf gar nichts hört. :(

Wenn uns Leute mit Hunden entgegen kommen will er natürlich mit denen spielen, was er auch darf.

Seit 2 Tagen springt er allerdings jeden an, der an uns vorbei läuft, ob er ihn kennt oder nicht. Ich versuche zwar immer mit Aus, Nein und Fuß, aber er hört keinen Meter mehr. Die meisten Leute finden das ja drollig und streicheln ihn dann, aber gestern hatten wir dann den Fall, dass er an jemanden hochgesprungen ist und der Frau die Hose schmutzig gemacht hat. Die Frau hat sich fürchterlich aufgeregt, weil sie weg wollten und sie nach Hause mußte um sich umzuziehen. Heute Morgen sprang er an einem Mann hoch, dem dann die Brötchentüte runter fiel. Der Mann hatte sich zwar nicht aufgeregt und darüber gelacht, aber nicht jeder sieht das so locker.

Wie kann ich Nico beibringen, dass er nicht jeden anspringt? Wieso macht er das?
Die Straßenseite wechseln ist manchmal nicht möglich und umdrehen wenn wir 10 Meter vor der Haustür sind ist auch nicht Sinn der Sache.

Schonmal danke für eure Hilfe.

Liebe Grüße
Manu

ruth_kyno
18.04.2006, 12:16
hallo astro
versuchs mal mit ner schleifleine und immer wenn dein hund auf andere leute zugeht, sagst du einmal weiter und trittst auf die leine (wenn er nicht weiter geht), so dass dein hund nicht hinkann, dabei gehst du immer weiter (nicht stehenbleiben, da du deinen hund so zeigst, dass andere leute total uninteressant sind) und nimmst deinen hund mit. seid ihr ohne weiteres theater an den leuten vorbeigegangen oder konzentriert sich dein hund auf dich, kannst du ihn loben. um zusätzlich zu zeigen, wie uninteressant andere leute sind, kannst du so schnell wie möglich an ihnen vorbeilaufen, sollte dein hund so weit vorgelaufen sein, dass du ihn nicht mehr mit der schleifleine stoppen könntest (was du allerdings vermeiden solltest), rufst du deinen hund einmal und rennst in die entgegengesetzte richtung, sobald er kommt natürlich ganz viel loben.
so werden spaziergänger immer uninteressanter. du solltest allerdings vermeiden, dass die spaziergäger deinen hund streicheln, wenn dein hund an ihnen hochspringt.

Inge1810
19.04.2006, 10:17
Seit 2 Tagen springt er allerdings jeden an, der an uns vorbei läuft, ob er ihn kennt oder nicht. Ich versuche zwar immer mit Aus, Nein und Fuß, aber er hört keinen Meter mehr.

Manu, geh arbeiten, leg Dich hin, ess was! ----------------Pause------------

;) Hab ich Dich verwirrt? Du denkst jetzt sicher, ich hab ne Macke, gell? :D Ich kann Dich beruhigen, hab ich net (meistens), aber genau das tust Du mit Deinem Hund, Du gibst ihm gleich drei Kommando`s auf einmal bzw. sehr kurz hintereinander, da kann er nur auf Durchzug schalten, denn was willst Du wirklich von ihm?


Wenn uns Leute mit Hunden entgegen kommen will er natürlich mit denen spielen, was er auch darf.

Hund sieht Hund, zieht und gebärdet sich wie verrückt, Fraule wird nervös, macht schnell die Leine ab, damit Ruhe ist. Was lernt Hund? "Ziehen, bellen, Theater machen, je doller, je eher kann ich Spass haben"


Die meisten Leute finden das ja drollig und streicheln ihn dann, aber gestern hatten wir dann den Fall, dass er an jemanden hochgesprungen ist und der Frau die Hose schmutzig gemacht hat.

Auch hier, heute darf ich, morgen nicht... woher soll er das denn wissen? Manu, heute darfst Du an meine CD-Sammlung, aber morgen hau ich Dir eine auf die Finger, ich sag`s Dir nur nicht ;)

Das Problemchen in Griff zu bekommen geht eigentlich relativ schnell, aber erstmal mußt Du umdenken. Bring mehr Ruhe rein, wenn Du einen ruhigen Hund willst. Schleppleine ist schonmal gut, damit Du immer Kontrolle hast. Ich hab meinem Hund beigebracht immer abzuwenden und zu mir zu kommen, wenn Spaziergänger, Jogger, andere Hundehalter auf uns zukamen und sich neben mich zu setzen oder zu legen, bis entschieden ist, was wir tun, ob wir Kontakt aufnehmen oder die Leute "unbeschnuppert" vorbeiziehen lassen. Das war am Anfang etwas anstrengend, aber hat sich automatisiert und nicht wenige Mitmenschen haben sich bisher dafür bedankt. Muss ja nicht sein, das ein ängstlicher Mensch von einem fremden Hund belästigt wird.

Ich würde, wenn der Hund grad mal am Ausflippen ist einen kleinen Bogen um das Opfer seiner Begierde machen, blocke und dränge ihn ruhig mit Deinen Beinen etwas ab und dann stell Dich hin, beide Füße auf die Leine und stehenbleiben, nix sagen, nix machen, Hund auch nicht anschauen, einfach stehen und langweilig sein. Wende Deinen Körper und Deinen Blick von den entgegenkommenden Menschen ab, als wären sie gar nicht da. Am Anfang kann es etwas länger dauern, aber ich garantiere Dir, das sich Dein Hund nach einiger Zeit an Dir orientieren wird (lass die Leine nicht zu lang, Du kannst seinen Freiraum ruhig begrenzen, das er nicht wild neben Dir herumspringen kann) und sich von selbst setzt oder legt. Das kannst Du immer und überall machen, wenn die Reize für ihn zu gross werden und zwar immer solange, bis er runterkommt und ruhig wird. Dann geht`s entweder weiter, natürlich wird gelobt und er darf spielen gehen (immer ein deutliches Kommando und eine freigebende Geste, bei uns heißt`s z.B. "lauf zu"), niemals wird die Leine abgemacht, wenn er am Flippen ist. So lernt er, das ein ruhiger Hund gelobt wird und spielen darf, ein aufgeregter kriegt ne neue Lektion in Sachen Ruhe ;)

astro
20.04.2006, 00:08
Manu, geh arbeiten, leg Dich hin, ess was! ----------------Pause------------

;) Hab ich Dich verwirrt? Du denkst jetzt sicher, ich hab ne Macke, gell? :D Ich kann Dich beruhigen, hab ich net (meistens), aber genau das tust Du mit Deinem Hund, Du gibst ihm gleich drei Kommando`s auf einmal bzw. sehr kurz hintereinander, da kann er nur auf Durchzug schalten, denn was willst Du wirklich von ihm?

Ich glaube, du hast mich da nicht ganz verstanden ;) ich gebe ihm die 3 Kommandos nicht auf einmal, ich hab sie mehrere Tage probiert. War aber vielleicht auch falsch.

Hund sieht Hund, zieht und gebärdet sich wie verrückt, Fraule wird nervös, macht schnell die Leine ab, damit Ruhe ist. Was lernt Hund? "Ziehen, bellen, Theater machen, je doller, je eher kann ich Spass haben"

Auch hier, heute darf ich, morgen nicht... woher soll er das denn wissen? Manu, heute darfst Du an meine CD-Sammlung, aber morgen hau ich Dir eine auf die Finger, ich sag`s Dir nur nicht ;)


Auch hier nicht ganz richtig: Die Leine wird nie abgemacht, dafür hört er noch zu wenig. Kommt uns jemand mit Hund entgegen sage ich sitz, was er auch vorerst macht, aber sobald Hund dann bei uns ist flippt er aus und hört nicht mehr.:confused:


Das Problemchen in Griff zu bekommen geht eigentlich relativ schnell, aber erstmal mußt Du umdenken. Bring mehr Ruhe rein, wenn Du einen ruhigen Hund willst. Schleppleine ist schonmal gut, damit Du immer Kontrolle hast. Ich hab meinem Hund beigebracht immer abzuwenden und zu mir zu kommen, wenn Spaziergänger, Jogger, andere Hundehalter auf uns zukamen und sich neben mich zu setzen oder zu legen, bis entschieden ist, was wir tun, ob wir Kontakt aufnehmen oder die Leute "unbeschnuppert" vorbeiziehen lassen. Das war am Anfang etwas anstrengend, aber hat sich automatisiert und nicht wenige Mitmenschen haben sich bisher dafür bedankt. Muss ja nicht sein, das ein ängstlicher Mensch von einem fremden Hund belästigt wird.

Ich würde, wenn der Hund grad mal am Ausflippen ist einen kleinen Bogen um das Opfer seiner Begierde machen, blocke und dränge ihn ruhig mit Deinen Beinen etwas ab und dann stell Dich hin, beide Füße auf die Leine und stehenbleiben, nix sagen, nix machen, Hund auch nicht anschauen, einfach stehen und langweilig sein. Wende Deinen Körper und Deinen Blick von den entgegenkommenden Menschen ab, als wären sie gar nicht da. Am Anfang kann es etwas länger dauern, aber ich garantiere Dir, das sich Dein Hund nach einiger Zeit an Dir orientieren wird (lass die Leine nicht zu lang, Du kannst seinen Freiraum ruhig begrenzen, das er nicht wild neben Dir herumspringen kann) und sich von selbst setzt oder legt. Das kannst Du immer und überall machen, wenn die Reize für ihn zu gross werden und zwar immer solange, bis er runterkommt und ruhig wird. Dann geht`s entweder weiter, natürlich wird gelobt und er darf spielen gehen (immer ein deutliches Kommando und eine freigebende Geste, bei uns heißt`s z.B. "lauf zu"), niemals wird die Leine abgemacht, wenn er am Flippen ist. So lernt er, das ein ruhiger Hund gelobt wird und spielen darf, ein aufgeregter kriegt ne neue Lektion in Sachen Ruhe ;)

Er darf mit anderen spielen, aber eben nur an der Leine.

Es ist nicht so, dass ich meinem Hund nichts gönne, aber viele wollen nicht von einem Hund angesprungen werden und den anderen Hunden kann ich nur vor den Kopf schauen.

Wo mir dann immer der Hut hoch geht, ist, wenn die Leute kein Verständniss zeigen und ihn dann auch noch streicheln, wenn ich aus sage. Wie soll der Hund das dann lernen, der denkt doch: die Alte hat einen an der Waffeln, wieso soll ich aufhören, wenn die andere mich streicheln will?! :sn:

Und dann kommen dann noch Sprüche wie: Der ist doch noch so jung, der lernt das schon noch, andere haben das auch.:man:

Heute Mittag hatten wir den Fall, dass ich dann so sauer wurde und Nico anschrie. Er hat mir so Leid getan und ich weiß auch das es falsch war, aber der Hund war so geschockt, dass er auf einmal auf alles hörte, was ich ihm sagte :?:
Hab schon darüber nachgedacht, ob er vielleicht taub ist :rolleyes:
Nee, Scherz beiseite, es kann doch nicht sein, dass ich meinen Hund mit anschreien "erziehen" muß, wenn man das überhaupt noch so nennen kann.


Wünsche euch noch eine gute Nacht

Gruß Manu

Inge1810
20.04.2006, 00:26
Er darf mit anderen spielen, aber eben nur an der Leine.

Schlepp- oder 2-m-Leine? :confused:

astro
20.04.2006, 10:14
i.M. erstmal noch die 2 m Leine. Bei Bekannten im Garten(die haben 3 Hunde) ganz ohne.
Ich weiß, dass es mit Schleppleine wahrscheinlich besser wäre, aber wir haben Nico erst vor 3 Wochen aus dem Tierheim geholt und das mit dem hören , wenn wir draussen sind, klappt fast gar nicht. Bei uns in der Umgebung gibt es auch viele Hunde, die ohne Leine (und nicht hören:sn: ) oder ganz ohne Frauschen rumlaufen un da ist mir die Gefahr zu groß, ihn 5 o. 8m rennen zu lassen, wenn er nicht hört.

Mir geht es eigentlich nur darum, dass ich ihm beibringen kann, dass er nicht jeden anspringt. Es gibt ja nicht nur Leute, die vor Hunden Angst haben, sondern auch welche, die Hunde regelrecht hassen und bei so einem mag ich nicht wisen, was der macht oder dem im Kopf vorgeht, wenn ein Hund ihn anspringt:mad:

Habe mir schon überlegt, dass ich Nico ein Schild umhänge: "Vorsicht bissig" :D

alra
20.04.2006, 11:49
die Tipps von Inge sind echt ok.

Ich hab mit meinem Kleinen (5Monate) diese Prozedur mit dem Stehenbleiben auch gemacht. Klappt alles perfekt. Man muß nur die Sache aussitzen bzw. - stehen und Geduld haben. Und natürlich konsequent sein.

Mein Kleiner darf an der Leine nicht mit anderen Hunden spielen.
Da gibt es für ihn genug Möglichkeiten im Freilauf.
Das hängt aber schon mal damit zusammen, daß ich zwei Hunde hab.
Da geht so was gar nicht.

VlG

Lastrami
20.04.2006, 13:38
Hallo MAnu,

also nach 3 Wochen bei Dir darfst Du mal keine Wunder erwarten. ;)

Wie soll der Hund das dann lernen, der denkt doch: die Alte hat einen an der Waffeln, wieso soll ich aufhören, wenn die andere mich streicheln will?!

Tja an der STelle bist DU gefragt. Setz Dich endlich durch. Nicht nur bei Deinem HUnd sondern auch bei den Passanten.

Ich habe so ein bischen das GEfühl, das Du die ganzen Tips von Inge nicht richtig gelesen hast?

Sage Deinem Hund mit 1! Wort ganz klar und deutlich NEIN!
Du darfst ihn nicht zutexten und auch nicht rumdiskutieren. 1 Wort reicht. Und zwar IMMER das gleiche und das ganze dann einfach sehr konsequent angewandt.

Und die Passanten bittest Du dann einfach zu warten und den HUnd erst nach DEINER Erlaubnis zu streicheln, wenn er brav sitzt. DU bist der CHef und sonst keiner.

Denk mal drüber nach.

LG und nicht aufgeben, alles braucht seine ZEit.:D

Pia

astro
20.04.2006, 16:35
Hallo Pia,

Ich erwarte nicht von meinem Hund das er nach 3 Wochen schon Purzelbäume auf Kommando kann.
Auch nach 3 Jahren würde ich das nicht von ihm erwarten - wir haben uns einen Hund geholt und kein Zirkuspferd
Es geht einzig und alleine darum das er keine Leute anspringt. Nicht weil ich ihm nicht gönne, dass er von anderen gestreichelt wird, sondern aus dem Grund, weil ich Leute nur vor den Kopf schauen kann und ich nicht weiß, wie die reagieren, wenn sie von einem fremden Hund angesprungen werden.
Es gibt nicht nur Tierfreunde:( Was mache ich, wenn er so einen "Hundehasser" anspringt, der dann nach ihm tritt?? Das ist es, warum ich ihm das hochspringen abgewöhnen möchte
Ich erzähle meinem Hund auch keine Märchen von den 3 Schweinchen oder texte ihn sonst irgendwie zu. Er hört auf NEIN, aber erst wenn ich ihn anschreie. Anschreien sehe ich aber nicht als den richtigen Weg.

Die Tips von Inge habe ich gelesen.
Ich finde die Tips auch sehr gut und wenn unser Nico soweit ist, dass er ohne Leine laufen kann, werden sie mir bestimmt sehr hilfreich sein. Aber wie soll ich einen Tip wie: "Ihn nicht von der Leine lassen, wenn er am flippen ist" in die Tat umsetzen, wenn mein Hund sowieso nicht von der Leine darf.

Das mit der Schleppleine haben wir noch nicht probiert. Bei uns in der Gegend gibt es nicht so viele Möglichekeiten, wo man mit dem Hund laufen kann. Die Plätze wo es gibt, sind dann meist voll mit Hunden.
Kann sich mein Hund dann überhaupt auf mich konzentrieren, wenn wir mit Schleppleine probieren wollen, wenn so viele andere um uns sind?

Aufgeben ist nicht mein Ding, da gibt eher der Hund auf :D

LG
Manu