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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Erfahrungen mit Tierärzten



kater12
29.03.2006, 20:45
Hallo!
Es ist mir beim Lesen in diesem Forum aufgefallen, dass ich wohl nicht die Einzige bin die "merkwürdige" Erfahrungen mit Tierärzten gemacht hat. Ich möchte meinem TA aber jetzt nicht direkt mies machen, sondern Eure Meinung dazu hören.
Aber nun mal von vorn:
Mein Kater fing plötzlich an sich zu erbrechen. Natürlich hab ich erst mal einen Tag eine Nulldiät mit ihm gemacht, in der Hoffnug dass sich der Magen meines Katers wieder beruhigt. Hat aber leider nichts gebracht. Also ab zu TA. Der TA vermutete eine Magenschleimhauentzündung und hat mir Tabletten gegen Erbrechen mitgegeben. Haben dann auch die ersten 3 Tage geholfen. Dann ging es trotz der Tabletten wieder los. Aber nur Nachts und darum habe ich mir das ganze 3 Tage lang angesehen. Als er dann aber noch anfing ständig aufs Klo zu laufen wieder ab zum TA. Blasenentzündung! Er bekam dann eine Antibiotikumspritze+Tabletten gegen Erbrechen und ich sollte in 3 Tagen wiederkommen. Da hab ich den TA schon gesagt, dass mein Kater sehr viel trinkt. Nach 3 Tagen wieder beim TA. Nächste Spritze und dem TA darauf hingewiesen dass mein Kater Blut im Stuhl hat (da ganz schwarz). Bekam die Antwort dass das von der Magenschleimhautentzündung kommen kann. Außerdem habe ich den TA darauf hingewiesen dass mein Kater ganz teilnahmslos wirkt und er beim fressen komisch kaut. O-Ton: So eine Blasenentzündung nimmt ein Tier ganz schön mit und ich kann nicht erwarten dass er sich dann ganz normal benimmt. Sein Zahnfleisch sei zwar entzündet, aber um die Zähne sollte man sich erst kümmern wenn die Blasentzündung abgeheilt ist. Dass mein Kater trotz Tabletten erbricht wurde nicht richtig ernst genommen (So lange er noch Verdauung hat kanns ja nicht so arg sein) Habe dann Blutwerte nehmen lassen. Und da meine erste Frage: Nach der Blutabnahme hat die Sprechstundenhilfe 3 Teststreifen mit Blut beträufelt, aber erst einen in dieses Gerät geschoben. Da das Messen länger dauerte trocknete das Blut auf den anderen Streifen ein. Sie hat dann einfach nachgeträufelt. Kommt da denn noch ein richtiger Wert heraus? Er wurde auf Zucker getestet und zwei Nierenwerte. Aber nur ein Wert war leicht erhöht. Wenn ich mich richtig erinnere hätte er 1,8 Creatinin haben dürfen, hatte aber 1,98. Und das wäre mit einem Spezialfutter gut in den Griff zu bekommen. 3 Tage später sollte ich für die nächste Spritze wiederkommen. Habe Proben von einem Spezialfutter mitbekommen und ein Pulver gekauft dass die Nierenfunktion unterstützen soll. Was ich mit dem Futter und diesem Pulver anfangen sollte war mir ein Rätsel, da mein Kater da schon mittlerweile wieder fast alles erbrach was ich ihm gegeben hatte. Aber man greift ja nach jedem Strohhalm! Beim nächsten Besuch sollte ich dann eine Stuhlprobe mitbringen (Um zu untersuchen ob wirklich Blut mit drin ist). Duch das ständige Erbrechen bekam mein Kater nur ganz kleine Portionen die er dann aber immer weniger angerührt hat. Einen Tag vor dem nächsten TA Termin hörte er ganz mit fressen auf. Am nächsten morgen waren seine Schleimhäute ganz blass. Völlig fertig hab ich eine Freundin angerufen (hab mich allein nicht getraut, da ich irgendwie gespürt habe dass das ganze ein schlimmes Ende nimmt) und bin mit ihr in die Tierklinik. Zu dem TA der meinem Kater bis dahin behandelt hat wollte ich nicht mehr. Dort wurde ein Röntgenbild und ein komplettes Blutbild gemacht. Das Ergebnis war die reinste Katastrophe! Geschwollene Lymphknoten, Nieren doppelt so groß wie normal und katastrophale Blutwerte. Die Ärztin in der Klinik sagte mir dass sie noch nie einen so hohen Nierenwert bei einer Katze gemessen hat. Ich muss sagen dass ich den genauen Wert nicht mehr weiß, da ich mittlerweile einen kompletten Zusammenbruch hatte. Ich kann mich nur noch ganz dunkel an 12 oder 15 erinnern.
Durchs stöbern im Internet und mit den ganzen Symptomen hab ich auch auf die Nieren getippt, hab mich aber an die relativ "Guten" Werte der ersten Untersuchung geklammert. Den Zettel mit den 3 Werten der ersten Untersuchung habe ich in die Klinik mitgenommen. Die dort behandelnde Ärztin hat nur die Augenbrauen nach oben gezogen und geragt ob das alles gewesen ist was bisher getestet wurde. Sofort hat mich irgendwie das schlechte Gewissen gepackt da ich nicht früher einen anderen Arzt aufgesucht habe. Aber bisher hatten meine Katzen immer nur kleine Wehwehchen die mein TA immer gut behandelt hat. Aber letztendlich hätte es an dem Ergebnis dass ich meinen Kater einschläfern lassen mußte auch nichts geändert. :0( Anhand des Blutbildes war sich die Ärztin sicher dass es sich um Nierenkrebs gehandelt hat.
Kann es sein dass sich ein Wert innerhalb von 3 Tagen so verschlechtert oder wurden bei der Messung der Werte fehler gemacht? Hätte mich der TA aufgrund der ihm fehlenden Behandlungsmöglichkeiten nicht in eine gut ausgestattete Klinik schicken sollen? Oder wenigstens die Blutprobe einsenden sollen, die er sowieso schon genommen hatte? Oder hat er mit den Untersuchungen die er gemacht und mit den Ergebnissen die er erhalten hat im Rahmen seines Möglichen alles gemacht?
Durch die ganzen Erfahrungen die ich durch die Krankheit meines Katers gesammelt habe, werde ich nur noch in eine Tierklinik gehen. Dort gibt es einfach die besseren Untersuchungsmöglichkeiten.

LG Birgit

Katzenmammi
29.03.2006, 20:58
Hallo Birgit,

das ist ja furchtbar, was Ihr da mitgemacht habt.

Ich denke, es ist wie auch bei der Humanmedizin. Es gibt Symptome, die auf eine ganze Reihe Krankheitsbilder passen, da wird nach Ausschlußverfahren therapiert. Reingucken kann man ja nicht. Deshalb bin ich echt froh, daß es Foren wie dieses und auch das Internet an sich gibt, wo man sich selbst ein wenig schlau machen kann. Ich nerve meinen Arzt mit meinen Fragen und Ansichten, aber das ist mir egal. Man ist wohl auch selbst gefragt, kritisch die Behandlungen und auch Diagnosen zu hinterfragen. Und ganz ehrlich: wie oft ist ein Arzt einfach zu stolz zuzugeben, daß er hier nicht weiterkommt und an einen Spezialisten überweist. Da wird ausprobiert - wenn ich allein lese, für was alles Antibiotika gegeben werden, mir stehen die Haare zu Berge! - und versucht und oft geht das leider zu Lasten der Tiere.

Mein Freund war mit Sammy und seiner Blasenentzündung Ende November auch in einer Tierklinik, nachts um halb zwei. Dort hat man zwar Spritzen gegeben aber kein AB für den Folgetag (es war Wochenende). Ob die TÄ gesagt hat, er soll sich am Montag beim örtlichen TA melden, weiß ich nicht, war nicht dabei. Aber Sammy hätte die Blasengeschichte nicht verschleppt, wenn die Behandlung anders gewesen wäre. Man hat ja auch gar nicht über Diätfutter gesprochen. Und das war wie gesagt in einer Tierklinik! Dank der Erfahrungen hier im Forum haben wir es dann beim Rückfall richtig behandeln können.

Gruß

Gloriaviktoria
30.03.2006, 08:17
Hallo Birgit,

das ist ja echt furchtbar, was ihr mitgemacht habt. Was ein Tierarzt taugt, merkt man leider oft erst, wenn es wirklich darauf ankommt. Nach Filius FIP-Erkrankung haben wir auch die Ärztin gewechselt. Eigentlich hatte ich immer gedacht, dass ich in der Praxis gut aufgehoben bin - gute Ausstattung, kompetente Ärzte etc. - aber dem war leider nicht so. Sah zwar alles ganz modern und schnieke aus, lange Öffnungszeiten, Notdienst etc., aber in unserem Fall war das mehr Schein als Sein.

Ich finde es auch erstaunlich, dass anscheinend wenige TÄ sich spezialisiert haben, vielleicht lohnt es sich auch nicht. Wenn man bedenkt, dass die vom Wellensittich bis zur Dogge alles und jeden zu Gesicht bekommen und sich damit auskennen müssen, auch mit den ungewöhnlicheren Krankheiten, muss es doch gar nicht wundern, dass Fehldiagnosen gestellt werden. Dazu kommt noch, dass die Tiere selber gar nicht sagen können, wo es weh tut, ob es durch die Medikamente schon besser geworden ist etc. Und gerade Katzen können es gut verbergen, wenn sie Schmerzen haben. Außerdem sind die wenigsten Tiere gern beim TA und benehmen sich allein deswegen schon anders.

gabi_dudda
30.03.2006, 08:54
Hallo Birgit,
ja, da kann man wirklich was mitmachen bei den Tierärzten. Tut mir sehr leid, dass es so ein schlimmes Ende genommen hat. Ich war mit meiner nierenkranken Katze bei insgesamt vier TA's, eigentlich war sie "austherapiert" und sollte eingeschläfert werden. Diagnosen hatte ich wie Sand am Meer, leider alles falsche, dafür aber einen Haufen Geld dagelassen. Der vierte TA hat dann endlich die richtigen Zusammenhänge erkannt und sie dank seiner Erfahrungen in der Naturheilkunde doch noch retten können. Mittlerweile ist sie wieder fit und hat noch ein schönes Leben. Leider ist das wohl eher die Ausnahme. In der Tierklinik bei uns hatte ich die haarsträubenste Diagnose überhaupt, also Klinik alleine nützt noch nichts, wenn die Ärzte keine Ahnung haben...
Liebe Grüße
Gabi

wailin
30.03.2006, 10:21
Hallo Birgit,

ich kann mich den anderen eigentlich nur anschließen - so eine Erfahrung ist schrecklich.

Mit meiner ersten Katze Susi bin ich zum Glück per Zufall an eine sehr kompetente TA geraten und bin ihr auch treu geblieben. Leider hat sie in der Tierklinik inzwischen gekündigt und verläßt den Frankfurter Raum. Sonst wäre ich ihr bedingungslos gefolgt.

Mit dem TA an den ich jetzt in der Klinik geraten bin hab ich irgendwie Kommunikationsprobleme. Er sagt: "Der Zahn könnte Parodontose haben was in Zusammenhang mit dem Corona-Titer stehen könnte." Bei mir kommt an: "FiP steht kurz vor dem Ausbruch." Und ich reagiere entsprechend panisch.

Davon aber abgesehen werde ich trotzdem da bleiben, denn ich halte ihn für fachlich kompetent und sehr umsichtig und da es halt eine Klinik ist kann alles sofort vor Ort gemacht werden inkl kleiner Laboruntersuchungen für die es eine eigene Fachkraft gibt.

viele Grüsse Catrin

bosso
30.03.2006, 16:15
Hallo
Ich bin mit meiner Tierärztin eigentlich ganz zufrieden bis jetzt.
Als mein Kater mal gehustet hat hat sie ihm eine Spritze gegeben und ich hab sie ausgefragt was sie da spritzt und sie hat mir auch auf alles geantwortet.
Ich hab sie gefragt ob das Atibiotikum ist,das sie aber verneinte.
Sie sagte mir,dass bei einer Erkältung der Körper alleine damit fertig werden muss und sie ein Stärkungsmittel fürs Imunsystem gespritzt hat.

Zum Glück waren meine Katzen bis jetzt noch nicht schwerwiegend krank.
Aber wenn ich merken würde,dass sie nicht weiter kommt würde ich auch in eine Klinik gehen.

Drottning
30.03.2006, 18:54
Ich bekomme bei deiner Schilderung das Gefühl, das ich bei meinem ersten Tierarzt hatte: Er doktort erst mal drauf los ohne Diagnose!!!! Erst als alles nichts hilft, fängt er an seriös zu untersuchen, doch hier wohl auch mehr als fehlerhaft. Mein Tierarzt war auch nur so lange "gut", solange es nichts Ernstes gab. Dann fing er an, rumzudoktorn, auf Fragen meinerseits reagierte er pampig!

Meine neue Tierärztin probiert nicht einfach irgendwelche Mittel aus (seien sie stark oder nicht), sondern stellt erst eine Diagnose! Das kann schon mal drei Tage dauern, aber dann weiß man woran man ist oder was man ausschließen kann. Sie erklärt mir alles genau und ausführlich und plant für jeden Patienten viel Zeit ein! Deshalb habe ich Vertrauen zu ihr! (Natürlich machen Menschen auch Fehler - ich würde nie Unfehlbarkeit von einem Arzt geschweige denn von irgendeinem Menschen verlangen, aber es muss grundsätzlich stimmen.)

spatzi0308
31.03.2006, 00:30
Ach Birgit, das tut mir aber leid um euren Schatz. Ich glaube nach dieser TA-Odyssee wisst ihr gar nicht richtig mit euren Gefühlen umzugehen. Uns ging es ja fast genauso mit unserer Morli. Seit 10 Jahren sind wir bei dem TA, der sie uns auch vermittelt hat und uns Morli als Zweitkatze "aufgeschwatzt" hat. eigentlich wollten wir damals nur eine. aber es waren halt Schwestern. wir haben es nie bereut!!! Wir sind immer zu ihm gegangen. Doch außer die üblichen Jahresimpfungen und Antibiotika bei Erkältungen kannten wir keine Behandlungsmethode. Bloß gut, dass nie was ernstes zu erkennen war. bis zu dem Punkt, wo Morli 1500g an Gewicht in kürzester Zeit verlor (vorher 6,5kg) und nichts mehr aß. Es gab wieder Antibiotika und Vitaminspritzen! Es wurde ein allererster Bluttest gemacht - 4 Parameter! - alle i.O. Dann bin ich auf dieses Forum gestoßen und habe sofort den TA gewechselt. Der hat sich über den Laborpapierschnipsel "fast schlappgelacht" und einen richtigen gemacht - war nicht viel teurer - und sofort ein Röntgenbild, FIV-Test - leider war es dann zu spät. es stellte sich jetzt heraus, dass unser TA vor seiner Selbstständigkeit als Fleischbeschauer gearbeitet hat. Er hat also geschlachtete Tiere bewertet nach der Fleischqualität. Mir stehen jetzt noch die Haare zu Berge - ich habe es nicht mal geahnt geschweige denn gewußt. Der kann vielleicht ein Kälbchen zur Welt bringen, aber als weitumsichtiger Kleintierarzt kann ich ihn nicht empfehlen. Jetzt haben wir einen TA, der Tiere auch psychologisch behandelt. Der auch mal versucht in die Seele eines tieres zu schauen. Pflanzliche AM lösten das AB ab. Es müsste einen TÜV für TÄ geben!!!! wir fühlen also in eurer ohnmächtigen Wut und tiefen Trauer mit euch. :hug: Und nochmals danke an Alle, die solche Foren mit Leben erfüllen!!!! :compi: LG Ute

anis
31.03.2006, 09:38
Mensch das tut mir leid! Ich musste vor zwei Wochen auch meine Mieze einschläfern lassen :( Ich weiss wie traurig das ist.

Zu den TA.
Ich habe bis jetzt nur gute Erfahrungen gemacht. Ich habe eine kleine Klinik grad um die Ecke (praktisch wenn man kein Auto hat!)
Ich musste letzte Woche leider meinem Caruso ein Auge entfernen lassen, er hatte Krebs. Der TA hat das wohl spitzenmässig gemacht! Caruso war zwei Tage später schon wieder fit, die Wunde ist super verheilt, keine Komplikationen und er tobt wieder rum als ob er ein junges Kätzchen wäre, dabei ist er bereits 16!
Es sind mehrere TA dort und ich finde das ganz gut, so schaut immer mal wieder jemand anderes die Katze an (dem Kater ist das ja egal) und ich denke, dass so auch gleich mehrere "Meinungen", "Ansichten" zusammen kommen, resp. auch mal kritisch die Arbeit des Kollegen angeschaut wird.
Ich fühle mich bis jetzt sehr wohl dort. :)

Anis

Schnurrmietze
31.03.2006, 10:34
Hallo liebe Fories,
den richtigen Tierarzt zu finden ist wirklich nicht so einfach.
Ich denke an meine erste Tierärztin in Gelsenkirchen, die bei meinem Kater einen Ohrmilbenbefall mit Pilz nicht erkannt hat
und mir daraufhin Cortison mitgab, das die ganze Sache nur noch weiter verschlimmert hat.
Der zweite Tierarzt hat dann gegen Ohrmilben behandelt, vier Wochen später den Pilz diagnostiziert,
aber erst der 7 oder 8 Tierarzt (nach ca. 14 Monaten Odyssee) hat die Mittelohrentzündung erkannt. :sporty: :0(
Ich weiß nicht, ob es rechtens ist, wenn man einen Thread aufmachen würde,
zu unseren Erfahrungen mit Katzenkrankheiten und Tierärzten.
Oder ob man eine Rund-Mailliste erstellen könnte, nach Region mit Tierärzten (namentlich)
und bei welchen Krankheiten zu empfehlen bzw. vertrauenswürdig.
Genauso hilfreich wäre auch eine "Negativliste".

Zipfel
31.03.2006, 15:14
Hallo liebe Zooplusler,
finde ich sehr schön das jetzt mal ein Thema angesprochen wird was mich sehr interessiert. Ich habe mich nämlich letzlich auch gefragt ob mein TA wirklich gut ist. Besonders mistrauisch hat mich nämlich gemacht das meine Katze als sie von der Kastration zurück kam Flöhe hatte. Kann sie sich die auf dem kurzen Weg eingefangen haben? Oder sollte ich mir Gedanken über die Hygiene bei meinem TA machen? Bisher musste ich seiddem nicht mehr hin da ich die Mittel gegen die Flöhe ja ohne Katze abholen konnte. Mache mir aber so meine Gedanken falls was passiert wo ich dann hin gehen soll. Also meine konkrete Frage: Woran erkenne ich ob mein Tierarzt was drauf hat? und ist es tatsächlich ein Grund zur Besorgnis mit den Flöhen?
Bin für jeden Tip dankbar

Drottning
31.03.2006, 16:03
Flöhe - kann ich mir schon vorstellen, dass man sich die bei manchen Tierärzten einfangen kann.

Ob ein Tierarzt gut ist oder nicht erkennt man m.E. erst, wenn ein Tier ernsthaft krank ist. Ob er sich Zeit für eine Diagnose nimmt und gezielt Medikamente einsetzt. Aber das wurde ja schon gesagt.

Wegen der Flöhe: Ich dachte immer, es sei normal, dass es beim TA etwas schmuddelig aussieht (Hundepfoten, Haare etc.). Bis ich eben wechselte weil ich nicht mehr zufrieden war - und feststellte, dass es auch anders sein kann. Piccobello sauber, sicher nicht alles einrichtungsmäßig auf dem neusten Stand, aber sauber!!! Und wie die Möbel aussehen ist mir egal - hauptsache, ich weiß meine Tiere in guten und liebevollen Händen, kann Fragen stellen, die mir auch so beantwortet werden, dass ich's verstehe und nachvollziehen kann!

Garvin
02.04.2006, 21:31
Das ist wirklich eine schreckliche Geschichte. Man glaubt seinem TA natürlich erst mal, ist ja sogar froh, wenn dieser eine Diagnose äußert. Wie wir schon reingefallen sind, habe ich ja mehrmals geschildert hier, jedenfalls haben mich meine Erfahrungen mit Tierärzten dazu gebracht, nur noch in Tierkliniken zu gehen - aus dem einfachen Grund, weil es dort in der Regel mehrere Spezialisten für verschiedene Gebiete gibt, und weil es dort vom Röntgengerät über Ultraschall bis hin zum eigenen Labor so ziemlich alles gibt, was man für eine richtige umfassende Diagnose braucht. Zu oft habe ich erlebt, dass ein TA die Ursache nicht fand und dann halt eine Vermutung aufgstellt hat, weil er einfach nicht die notwendigen Möglichkeiten zur weiteren Untersuchung hatte. Woran man meiner Meinung nach einen guten TA erkennt? Unter anderem daran, dass er/sie seine/ihre Grenzen kennt und auch zugeben kann, mit seinem Latein am Ende zu sein. Daran dass er einen notfalls auch weiterverweist, wenn er selbst nicht mehr weiterkommt. Und daran, dass er nicht gleich tödlich beleidigt ist, wenn man eine zweite Meinung einholt, sondern dem konstruktiv gegenüber steht.

Drottning
03.04.2006, 09:35
Im Grunde sind es Kriterien, die auch gegenüber einem normalen Hausarzt gelten, finde ich!