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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Sind total ratlos und verzweifelt



Finchen2207
29.03.2006, 14:03
:0( Hallo zusammen,

hatte hier vor kurzem schon mal unter anderem Namen wegen einer Katzenzusammenführung gepostet (Jessi2712), leider kann ich mich unter dem Namen partout nicht mehr anmelden, und da es dringend ist, habe ich mir einen neuen Benutzernamen zugelegt, ich hoffe, das ist ok.

Wir sind mit unseren Nerven total am Ende und eigentlich würde ich mich am liebsten nur noch in die Ecke setzen und heulen. Es geht um unsere 3 Maine Coon Katzen, Finchen (13 Wochen), Mecki (14 Monate) und Sina (2,5 Jahre). Mecki und Sina leben schon länger bei uns, vor 2,5 Wochen ist das kleine Finchen bei uns eingezogen. Die Lütte stammt vom Züchter und war bei Abgabe völlig gesund, zumindest ist uns nichts aufgefallen. Nach 24 Stunden fing sie aber an, sich ständig zu übergeben und hatte ca. 1 x pro Stunde Durchfall, die ganze Nacht lang. Wir waren sofort am Sonntag mit ihr beim Nottierarzt. Er tippte auf ein Virus, dass die Kleine eingeschleppt hat, sie bekam Antibiotika und Schonkost. Die Züchterin streitet übrigens konsequent ab, dass das Virus aus ihrem Bestand stammen könnte. Es ging danach auch relativ schnell aufwärts, nur hockte dann drei Tage später plötzlich Mecki im Katzenklo, hatte hinten Durchfall und kotzte nach vorne auf den Teppich. Also wieder Tierarzt, Antibiotika, etc. Nachdem das Magen-Darm Szenario vorbei war, bekam Mecki dann ein paar Tage später eine Erkältung (Schnupfen und Fieber), Finchen fing einen Tag später auch an zu niesen und auch Sina hat es schwer erwischt. Lange Rede kurzer Sinn, wir fahren seit dem Tag eigentlich fast jeden Tag zum Tierarzt, alle Katzen wurden mit Antibiotika und schleimlösenden Medikamenten behandelt. Es hat auch ganz gut angeschlagen und sah schon besser aus. Vorgestern hatte das kleine Finchen aber einen Rückfall, gestern plötzlich 40° Fieber, die kleine Maus lag total apathisch in der Ecke und mochte nicht mehr fressen. Also waren wir wieder beim Arzt, der mittlerweile schon Mitleid hat und nur noch das nötigste berechnet. Er tippt darauf, dass Finchen an Katzenschnupfen oder Katzenseuche erkrankt ist. Leider hält er sich ziemlich bedeckt, was die Möglichkeit einer weiteren Diagnose angeht. Er meinte, das dauert zu lange und bis man das in 3 Wochen definitiv untersucht und den Erreger gefunden hat, ist das Kätzchen vielleicht schon tot. Er behandelt sie also weiter mit Antibiotika, Schleimlösern und einem Immunstärkenden Mittel. Wir fühlen uns bei ihm eigentlich gut aufgehoben, trotzdem weiss ich zur Zeit keinen Rat mehr. Heute morgen hatte die Kleine kein Fieber mehr (38,8), bekam noch mal Spritzen. Seit dem schläft sie eigentlich nur, wenn sie wach ist oder man versucht, sie hoch zu nehmen, fängt sie sofort hysterisch an zu miauen, ich habe das Gefühl, dass ihr irgendwas im Bauch/Brustkorb sehr weh tut. Durchfall hatte sie allerdings nicht mehr. So kann es doch nicht weiter gehen? Abgesehen davon, dass wir auch den beiden anderen irgendwie gerecht werden müssen, Mecki hatte heute morgen schon wieder Durchfall, was, wenn er sich auch mit dieser merkwürdigen Seuche ansteckt. Und finanziell ruiniert sind wir auch bald :( . Falls jemand von Euch mit seinen Katzen schon mal was ähnliches durchgemacht hat und uns irgendwelche Tips geben kann, würde ich mich sehr freuen, weil wir mit unserem Latein echt am Ende sind.

Viele Grüße,

Jessi, Doris und die drei Kuschelmonster

Katzenmammi
29.03.2006, 14:49
Hallo,

das zu lesen tut mir sehr leid für Euch. Leider ist das ja so eine Sache mit Ferndiagnosen und dazu noch von Laien.

Was mit sehr erstaunt ist, daß der TA zum einen einen Virus diagnostiziert, zum anderen dann ein Antibiotikum gibt. Wofür?! AB richten bei einer Viruserkrankung überhaupt gar nichts aus, die greifen nur, wenn es sich um bakterielle Geschichten handelt. Außerdem können die durchaus zu Durchfall führen, manche AB gehen auch sehr auf dem Magen. Das ist bei Katzen wie bei Menschen.

Was mich sehr skeptisch werden läßt, ist das mit dem Bauchraum. Ist der untersucht worden? Ist über FIP gesprochen worden? Ich möche Dir auf gar keinen Fall Angst machen, aber bitte sprich das noch mal an.

Vielleicht solltest Du trotz allem doch noch mal einen zweiten TA aufsuchen.

Ich wünsche Euch von ganzem Herzen, daß alles gut ausgehen wird und drücke Euch ganz fest die Daumen!
Gruß

kater12
29.03.2006, 14:56
Hallo!
Hol dir auf jeden Fall den Rat eines weiteren Arztes ein! Fahr am Besten mit Finchen in eine Tierklinik! Auch wenn Du Dich bei Deinem TA gut aufgehoben fühlst! Ich hab meiner TA auch vollstes Vertrauen geschenkt, aber ihre Untersuchungsmethoden sind einfach zu eingeschränkt gewesen (Hat leider eine völlig falsche Diagnose gestellt). Habe daraus gelernt und werde in Zukunft nur noch in die Tierklinik gehen. Die sind meiner Meinung nach moderner, besser ausgestattet und auch die dort behandelden Tierärzte sind kompetenter. (bitte nicht übelnehmen falls ein guter Tierarzt mit einer kleinen privaten Praxis das hier liest, aber habe leider total schlechte Erfahrungen mit meiner TA gemacht)
Ich drück Dir die Daumen dass die Sache gut ausgeht!

Ta-Ishin
29.03.2006, 15:24
oh nein, ihr armen. :(
ich kann euch leider nicht helfen, aber ich drücke euch ganz ganz fest die daumen und schicke euch viel kraft und energie. auf dass diese sache bald - und für alle gut! - vorbeigeht.
fühlt euch fest gedrückt, auch die katzis. :hug: :hug: :hug:
mit mitfühlenden grüßen,
sigrit
:o

Drottning
29.03.2006, 18:31
Also - ich bin auch schockiert über den Tierarzt! Du schreibst mehrmals, dass er auf irgendwelche Krankheiten "tippte"! Das ist doch nicht seriös. Dann einfach ein Antibiotikum und wieder eins etc. zu verschreiben ohne genaue Diagnose! Wie Katzenmammi schon schrieb, Antibiotika helfen gegen Bakterien und man kann heute sehr genau feststellen, welches Antibiotikum man geben muss. Dazu muss man aber beispielsweise den Kot untersuchen.

Ich würde dir, wie meine "Vorredner" empfehlen, entweder eine Tierklinik aufzusuchen oder einen anderen k o m p e t e n t e n Arzt. Ich war auch mal bei so einem - und weiß wovon ich rede.

Tiborus
29.03.2006, 18:57
Ach, Du tust mir so leid!!!!!:0(

Ich hatte ähnliche Erfahrungen, als ich mir zu meinem Tibor damals eine Zweitkatze dazu holte ...: ein dreiviertel Jahr waren wir Dauergast beim TA, der sich von dem verdienten Geld eine Reise für die gesamte Familie in die Bahamas hätte leisten können...

Die Geschichte mit den Bauchschmerzen hört sich für mich überhaupt nicht gut an - der Verdacht auf FIP liegt leider wirklich nahe...:0( ....
Meine damals dazugeholte Zweitkatze ist schlußendlich daran auch gestorben...

Ich drücke Dir von ganzem Herzen und mit viel Mitleid die Daumen! Bitte berichte, wie es weitergeht!

Drottning
29.03.2006, 20:14
Mir fällt noch was auf bei deinem TA: Er braucht für eine Diagnose 3 (in Worten: drei!!!!) Wochen und weil ihm das zu lange ist (3 Tage würde ich ja noch angehen lassen!), behandelt er einfach drauf los!

Es gibt Tierärzte, die sind "gut", solange man gesunde Tiere hat. Wenn sie krank sind, stellt sich heraus, wie sie wirklich sind.

Ich hoffe, dass trotzdem noch alles gut ausgeht!

Amely
29.03.2006, 21:51
Würde dir auch raten eine 2. Meinung einzuholen.
Hatte vor Jahren mal das selbe erlebt als ich ein Kätzchen dazu holte, unser TA war auch dafür nur AB zu geben und abzuwarten was passiert.
Bin dann zu einem anderen TA der in einer Klinik arbeitete und der stellte dann die Diagnose richtig.
Was der armen Maus damals auch nicht mehr sehr viel geholfen hat den es war FIP. Wir wussten dann aber Bescheid und konnten so auf die Situation richtig reagieren.


LG

Amely:kraul:

Gloriaviktoria
30.03.2006, 08:02
Hallo,

bitte hol dir schnell eine zweite Meinung ein. Das ist ja schon fahrlässig, was dein TA macht. Wurde denn eigentlich ein (großes) Blutbild gemacht? Anhand dessen kann man doch schon einiges erkennen bzw. ausschließen, und das dauert max. drei Tage, aber keine drei Wochen.

Drottning
30.03.2006, 18:59
Hallo Finchen2207,

hat sich mittlerweile was getan??

Bibi113
30.03.2006, 19:33
Hallo Finchen,

ich kann mich den anderen nur anschliessen.

Entweder es ist was bakterielles und es hilft Antibiotikum oder es ist ein Virus dann hilft kein Antibiotikum. Das klingt nach Standardmedikation wenn der Arzt nicht weiss, was eigentlich Sache ist. Es kann alles mögliche sein von einfachem Magen-Darm-Infekt bis hin zur Katzenseuche. ABer alle Viren lassen sich im Blut feststellen bzw. man kann anhand von einer blutuntersuchung viel genauer diagnostizieren. Ist sie denn schon gegen Katzenseuche und -schnupfen geimpft?

Ich würde auf jeden Fall den Tierarzt wechseln bzw. mir ganz schnell eine zweite Meinung einholen. Unser Ex-Tierarzt hat FIP mit einer Lungenentzündung verwechselt und konnte unserem jüngsten nicht mehr helfen. 2 Wochen Behandlung für nichts und Quälerei für den armen Zwerg. Funktioniert aber auch andersherum FIP wird oft mit harmloseren behandelbaren Krankheiten wie Hämobartonellen, normalem Durchfall, bakteriellen "Geschichten " verwechselt und nur anhand von einem positiven Coronatiter sind auch schon Katzen eingeschläfert worden (was gelinde gesagt Unfug ist da genaue Untersuchungen des Punktats, des Bluts nötig sind)

ohjee ich hoffe ihr findet schnell einen guten Tierarzt der Euch helfen kann
gibts schon was neues von der Kleinen?

Noodie
30.03.2006, 21:55
Nein, AB helfen nicht gegen Virenerkrankungen ABER es ist trotzdem eine übliche Praxis, und auch nicht verkehrt, Antibiotika zu verabreichen (bei Mensch und Tier) wenn der Verdacht einer Virenerkrankung besteht, da bei Virenerkrankungen Bakterien sich auch besser vermehren können, vor allem wenn die Krankheit schon eine Weile besteht. Der Körper ist geschwächt, es besteht entzündetes Gewebe und die Bakterien, die sowieso schon im Körper vorhanden sind, können sich dann wunderbar vermehren. Viren und bakterielle Erkrankungen gehen oft Hand in Hand oder folgen einander. Eine Virenerkrankung kann man nicht behandeln, der Körper muss sie selber bekämpfen und zwar macht er das mit Fieber. AB wird dazu verabreicht um dem Körper zu helfen, damit er nicht noch mehr geschwächt wird, falls Bakterien überhand nehmen. AB und Fieber messen ist also in diesem Fall gar nicht dumm, wenn der TA eine Virenerkrankung vermutete.

Bibi113
30.03.2006, 22:47
Hallo Du,

ja klar kann bei einer Virengeschichte auch noch was bakterielles dazukommen, aber nur Antibiose und sonst keine Behandlung bzw. keine Blutabnahme und -untersuchung halte ich jetzt doch für zu wenig. Und sorry ich kenne kein Labor, dass 3 Wochen braucht um ein Blutbild auszuwerten.

nix für ungut

gautama62
30.03.2006, 23:26
Hallo Finchen2207,

ich bin entsetzt!!!
Dein Tierarzt ist entweder ein Ignorant oder ein Quacksalber. Der gehört mit seinen Experimenten bestenfalls in ein Versuchslabor, denn gewissenlos ist er offenbar obendrein. Nix wie ab zu einem anderen Tierarzt, der sich zutraut, bei Katzen eine Blutabnahme vorzunehmen, wozu deiner anscheinend nicht in der Lage ist.
Natürlich wird die Diagnosestellung durch das Labor wiederum einiges kosten; aber ich würde darauf bestehen, dass auf alle gängigen Viruserkrankungen sowie auch Leber-, Nieren- und Schilddrüsenwerte geprüft wird. Unter Umständen ist die Blutabnahme eine gruselige Prozedur, weil da mehrere Proben entnommen werden müssen; aber das ist dann eine einmalige Quälerei, und hinterher wisst ihr wenigstens Bescheid und könnt dort angreifen.

Und danach würde ich euren Tierarzt mal bei der zuständigen Kammer anzeigen.

Viel Glück und alles Gute, mit lieben Grüßen, Ute

Grizabella
30.03.2006, 23:41
Ich könnte mir gut vorstellen, dass ihr noch einiges an Geld zu diesem Tierarzt tragen werdet, ohne dass was Entscheidendes herauskommt. In so einem Fall fahre ich - Entfernung hin oder her - nach Wien in die Veterinäruni, und dort kommt auf jeden Fall raschestmöglich was heraus. Das wäre ja auch wichtig für eure anderen zwei Katzen. Du schreibst ja nicht, wo du wohnst, aber hast du so eine Klinik nicht in erreichbarer Nähe? Ich fühle mich mit meinen Tieren in der Klinik schon deswegen gut aufgehoben, weil ich ein erkranktes Tier dort zu moderaten Preisen auch einmal stationär unterbringen kann, entweder, weil es die Krankheit erfordert oder auch, damit weitere Tiere im Haushalt geschützt sind. Außerdem scheint dort nichts ein Problem zu sein, weder eine Ultraschall und schon gar nicht eine Blutabnahme. Sind ja noch etliche Studenten dort, aber sie haben alles im Griff und gehen mit den Tieren äußerst behutsam um.

Letztendlich wäre das auch die beste Lösung fürs Finanzielle.

Und wie geht es Finchen jetzt?

FaltiLara
21.02.2008, 22:09
Hallo erstmal, was mich etwas verwundert ist, das das Kitten doch offensichtlich schon krank war bevor es zu Euch kam. Tiere von Züchtern sind doch geimpft. Was sagt den Züchterin dazu und der Verein dem sie angehört.

Im Impfbuch müssen ja auch die Impfungen drin stehn. Daher scheiden einige Diagnosen doch aus, oder?

Auf alle Fälle sollte nun wirklich eine Zweite Meinung eingeholt werden.

Hat den die Züchterin wenigstens nochmal nach dem Kitten gefragt, das Wohlergehen eines von ihr verkauften Tieres muss ihr ja auch am Herzen liegen.
Ich würde dem Verein eine Nachricht zukommen lassen.

Ich wünsche gute Besserung für die drei Fellnasen und das alles gut geht.

Suzanne
21.02.2008, 22:28
FaltiLara - der Thread ist fast zwei Jahre alt.

Warum gräbst so alte Sachen raus :?: die waren akut, aber jetzt im Februar 2008 wohl nicht.

Grüße Susanne

FaltiLara
22.02.2008, 15:55
FaltiLara - der Thread ist fast zwei Jahre alt.

Warum gräbst so alte Sachen raus :?: die waren akut, aber jetzt im Februar 2008 wohl nicht.

Grüße Susanne

Oh mein Gott das tut mir aber schrecklich leid :man:. Sorry ich habe leider nicht auf das Datum geschaut. :bow:
Ob Du mir nochmal verzeihen kannst. Ich wollte sicherlich nichts altes ausgraben. :z:

Schön das immer einer da ist um du du zu machen :sn:.

Ich hoffe nur das alles gut ausgegangen ist.

Warum schliesst man eigentlich nicht alte Themen wie das in Foren so üblich ist.

Da kann es nämlich nicht passieren, das so dämliche Foris wie ich auf einen alten Beitrag antworten :compi: und dann haben die mit dem erhobenen Zeigefinger nix mehr zum schimpfen. :-(0)

Ein schönes Wochenende liebe Susanne