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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Streß nach Rauferei...



Ticolino
18.03.2006, 14:26
Moin,

ich möchte mal einen kürzlich erlebten Fall schildern und wäre für Resonanz sehr dankbar.

In einem als Hundefreilauffläche deklarierten Gebiet gingen wir mit unseren Hunden spazieren (eine 10jährige Dobermann/Greyhound-Mischlingshündin und ein 10wöchiger Retriever-Mischlingswelpe). Aus einer entgegenkommenden Gruppe anderer Hundehalter näherte sich (unangeleint) ein anderer Hund (Cocker?), so daß wir unsere ältere Hündin am Halsband festhielten, da sie fremden Hunden oftmals recht dominant gegenübertritt. Der fremde Hund ließ aber von ihr und der Kleinen nicht ab, obwohl unsere Alte recht bald eine deutlich sichtbare Bürste bekam und deutlich hörbar zu knurren begann. In diesem Moment riß sie sich bei uns los und "verprügelte" den anderen Hund - eine ganz "normale" Hunderauferei, zwar laut und gefährlich aussehend, aber halb so schlimm - als der Cocker auf dem Rücken lag ließ unsere Alte sofort von ihm ab. Der andere Hund lief daraufhin sofort zu seiner Besitzerin, wo er umgehend gründlich auf Verletzungen durchgecheckt wurde - wir entschuldigten uns, und ein jeder ging seines Weges.
Als wir dann knapp eine halbe Stunde später dieses Hundeauslaufgebiet wieder verlassen wollten, rannte eine andere Hundehalterin jener Gruppe hinter uns her und machte uns recht unfreundlich darauf aufmerksam, daß unser Hund den ihrer Bekannten angeblich im Gesicht verletzt hätte. Ihren Wunsch nach Nennung unseres Namen und unserer Versicherung lehnten wir ab, auch aus dem Grund, daß der andere Hund sich in der Zwischenzeit ja ganz woanders verletzt haben könnte - zumal er ja, für alle sichtbar, direkt nach dem Vorfall auf Herz und Nieren untersucht worden ist.

Ist Euch schon mal Ähnliches passiert?

Herzliche Grüße

Pessoa
18.03.2006, 19:09
Hallo Ticolino,

mir ist nicht ganz klar, was du wissen möchtest. Als langjähriger Hundebesitzer habe ich auch schon Zusammenstöße unter Hunden erlebt und manche Hundebesitzer sind nicht so einfach im Umgang. Eine Hundebesitzerin meinte einmal mein Rüde habe ihrer Hündin eine gravierende Verletzung am After beigebracht beim Beschnuppern. Mein Hund trug damals einen Tennisball im Maul. Mehrere Zeugen hatten das gesehen. Die Hundebesitzerin ließ sich nicht überzeugen, dass damit eine Verletzung seitens meines Hundes ziemlich unwahrscheinlich war.- Ich bin ein friedliebender Mensch und wir haben diesen Vorfall unserer Versicherung gemeldet. - In deinem Fall - beide Hunde unangeleint- würde ich auf geteiltes Risiko plädieren. Jeder zahlt seinen eigenen Schaden. Ich weiß aber nicht, wie die rechtliche Situation im Fall einer Anzeige wäre.

Grüße

Hovi
18.03.2006, 20:09
Hallo,

wenn Deine Hündin mit anderen Hunden nicht absolut verträglich ist, hat sie in einem Freilaufgebiet nichts verloren. Wenn Du sie festhalten mußt, sobald ein anderer Hund sie begrüßen möchte (und damit mußt Du in einem Freilaufgebiet nunmal rechnen!), wirkt sich das auf Deine Hündin massiv aggressionssteigernd aus!

Daß die Verletzungen an dem anderen Hund erst einige Zeit später entdeckt wurden, ist normal. Oftmals schließen sich Bißwunden zunächst, um erst nach einer halben Stunde anzufangen, richtig zu bluten. Daß der Cocker zwischenzeitlich noch eine weitere "unfreundliche" Begegnung gehabt haben könnte, halte ich für arg weit hergeholt und eher für eine Ausrede Deinerseits (sorry!).

Meines Wissens zahlen die Versicherungen in solchen Fällen jeweils 50 % der Tierarztkosten des gegnerischen Hundes. D. h., wenn der Cocker Deine Hündin verletzt hätte (hat er aber nicht, oder?), würdest Du 50 % der Kosten erstattet bekommen, und umgekehrt hat die Cockerbesitzerin Anspruch auf Ersatz von 50 % IHRER TA-Kosten.

LG
Claudia

Ticolino
18.03.2006, 22:57
@Hovi

Wie definierst Du "verträglich"?

Ich habe nicht gesagt, daß meine Hündin mit anderen Hunden unverträglich wäre. Sie ist in einem Rudel aufgewachsen, wo sie recht bald der Boss wurde, und dies muß sie erstmal jedem anderen (fremden) Hund zeigen, auch weil sie die anderen Hunde ihres Rudels verteidigen will. Das ist ganz normales Rudelverhalten und eigentlich kein Grund, ein Freilaufgelände nicht aufzusuchen.
Wir halten sie auch nur deshalb fest, weil die meisten anderen Hundebesitzer (besonders jene von verhätschelten Einzelhunden, sorry) mit diesem artgerechten Rudelverhalten nicht umgehen können.

Den Hinweis auf eine weitere unerfreuliche Begegnung halte ich beileibe nicht für weit hergeholt oder gar für eine Schutzbehauptung unsererseits. Wenn der Cocker hundetypisches (Rudel-)Verhalten nicht kennt und auf Knurren und Bürste nicht reagiert, halte ich es für so abwegig nicht, daß er noch einmal Streß bekommen haben könnte, zumal dieses Freilaufgelände recht stark frequentiert ist. Außerdem gibt es dort etliche dichte Büsche und Sträucher, in denen man sich beim Durchstreifen durchaus den einen oder anderen Kratzer (nicht nur im Gesicht) zuziehen kann.

Herzliche Grüße

Hovi
19.03.2006, 00:50
Hallo Ticolino,

als "verträglich" bezeichne ich jeden Hund, den man eben NICHT festhalten muß, wenn ein freilaufender Hund entgegenkommt, und der dann anderen Hunden auch keinen Schaden zufügt.

Ich konnte aus der Beschreibung nicht herauslesen, daß der Cocker sich irgendwie unnormal oder unsozial verhalten hätte. Wie gesagt, selbstverständlich mußt Du in Freilaufgebieten mit frei laufenden Hunden rechnen, und deren Besitzer wiederum müssen damit rechnen, daß die Hunde miteinander kommunizieren (dass kann auch mal über Drohen oder Abschnappen geschehen). Wenn sie das nicht abkönnen, haben sie in Freilaufgebieten halt ebenfalls nichts verloren.

Ich verstehe darum nicht, warum Du Deine Hündin festhälst, wenn sie nur normales "Rudelverhalten" (wie definierst Du dieses?) zeigt, d. h. in Deinen Augen sozialverträglich ist. Ein Hund freilaufend, der andere an der Leine oder am Halsband festgehalten - das geht meistens schief! Dass sich Dein Hund dann auch noch losreißen konnte, läßt die Vermutung zu, daß Du ihn nicht sicher halten kannst. Umso mehr bist Du in der Verantwortung!

Mir ist nicht ganz klar, warum Du die Nennung Deines Namens verweigert hast? Warum habt ihr nicht die Adressen ausgetauscht und jeder meldet den Vorfall unter Schilderung des Sachverhaltes aus der jeweiligen Sicht SEINER Versicherung? Wie die sich dann untereinander einigen, bräuchte Dich dann nicht mehr zu interessieren. Den anderen aber einfach ohne Namensnennung stehenlassen, mit der Begründung, in der Zwischenzeit sei er möglicherweise von einem anderen Hund gebissen worden, halte ich nicht für faires Verhalten unter Hundebesitzern. Das ist aber nur meine Meinung! Vor allen Dingen wirft es ein schlechtes Bild auf die Großhundebesitzer.

Du schreibst, daß die meisten anderen Hundebesitzer mit "artgerechtem Rudelverhalten" nicht umgehen könnten. Welche Verhaltensweisen meinst Du damit denn genau? Fakt ist, daß Hunde, die sich einmalig irgendwo treffen, ganz sicher kein "Rudelverhalten" zeigen, denn sie bilden logischerweise gar kein Rudel. Knurren und eine "Bürste" machen ist üblicherweise kein Zeichen von Dominanz, sondern von hochgradiger Unsicherheit! Ausnahmen mögen die Regel bestätigen. Gerade unsichere Hunde aber wirken auf die meisten anderen Hunde besonders anziehend. Ein wirklich "dominanter" Hund zeigt seine Dominanz so subtil, daß wir Menschen das kaum wahrnehmen - und ist seltenst in Raufereien verwickelt! Das hat er nicht nötig und ist ja auch reine Energieverschwendung.

LG
Claudia

Sofia
19.03.2006, 10:30
Hallo Claudia,

genau das habe ich auch gerade gedacht.
Habe ja miterweile ja auch zwei Rüden und an dem 2. (er ist erst 7,5 Monate alt) merkt man das er durch seine Ruhe und sein sicheres Auftretten dem 4-jährigen Havaneser weit überlegen ist und nur ein leisestes knurren von ihm reicht aus das Leo sich zurücknimmt.
Rudelverhalten tritt nur in einem Rudel auf und nicht zwischen fremen Hunden die tauschen nur Sozialkontakte aus.
Wenn die Hündin schon so unsicher und ängstlich auf fremde reagiert dann würde ich sie notfalls mit Maulkorb frei rumlaufen lassen. Damit sie ausweichen kann fals sie sich in Gefahr sieht.
Finde auch total unverantwortlich von dir, Ticolino, deine Adresse nicht herzugeben. Hoffe das ich nicht alzu oft mit solchen Rudel wie deinem zusammen zu stosen:sn:
Setze dich doch mal in die Lage der Cocker-Besitzerin würdest du das gut finden wenn dein Hund in einem Freilaufgebiet von einem anderen Hund angegriffen wird und der Besitzer nicht seine Adresse dir geben will?!
Hoffe das du in Zukunft vernünftiger bis:?:

LG
Astrid

Ticolino
19.03.2006, 11:23
Guten Morgen Hovi,

ich habe nirgendwo geschrieben, daß unser Hund jemals einem anderen Hund Schaden zugefügt hätte. Er "weiß" sehr wohl, daß er bei Unterwerfung des anderen sofort von ihm abzulassen hat, und sobald die Fronten geklärt sind (das kann natürlich auch sein, wenn er den kürzeren gezogen hat), ist er der friedlichste und verspielteste Hund von allen.
Meiner Meinung nach kann man auch in unserem Fall durchaus von Rudelverhalten sprechen, da unsere Hündin einfach ihr Rudel (und besonders den Welpen) vor dem "Eindringling" verteidigen wollte (wir hatten übrigens noch einen, völlig unbeteiligten dritten Hund dabei, den ich bislang noch nicht erwähnt hatte, um die Geschichte nicht noch mehr zu verkomplizieren).
Da wir aber die Erfahrung gemacht haben, daß viele Hundebesitzer (besonders jene von alleingehaltenen, total vermenschlichten und/oder gerade angesagten Modehunden) bereits bei dem von Dir genannten Drohen und Abschnappen hysterisch reagieren, weil ihrem Schätzchen ja etwas passieren könnte, haben wir uns angewöhnt, unseren Hund an die Leine zu nehmen/am Halsband festzuhalten.

Warum haben wir unseren Namen nicht genannt? Nun, in erster Linie weil die andere (die noch nicht einmal die Hundebesitzein war, sondern lediglich eine Bekannte) sehr unfreundlich und aggressiv aufgetreten ist. Wie geschildert, wurde der Cocker direkt nach dem "Vorfall" gründlichst untersucht, und wenn der Hund wirklich so arg verletzt wäre, wie es diese Frau in dramatischen Worten geschildert hatte, so müßte dies auf jeden Fall sofort zu erkennen gewesen sein. Hinzu kommt, daß uns der Cocker nicht gezeigt wurde, wir uns von seiner Verletzung also gar nicht überzeugen konnten. Wir wurden also den Verdacht nicht los, daß wir lediglich als Sponsor der Tierarztbehandlung einer anderen, früher oder später zugezogenen Verletzung herhalten sollten.
Hätten wir diese Angelegenheit bei dieser Sachlage unserer Versicherung gemeldet, hätte dies meiner Meinung nach nichts mit Fairness unter Hundebesitzern zu tun, dann wäre es verdammt nah dran am Versicherungsbetrug.

Herzliche Grüße


PS: Das Geläuf in jenem Hundeauslaufgebiet war schneebedeckt, stark vereist und leicht abschüssig, ich rutschte aus, und dehalb konnte ich unsere Hündin nicht mehr halten.

Sofia
19.03.2006, 11:49
Liebe Ticolino,

wenn du die Chefin im Rudel wehrst würde sich deine Hündin nicht gezwungen fühlen eigenmächtig zu handel und versuchen zu beschützen wo sie eh so unsicher ist. Kein selbstbewuster Hund würde so heftig einen anderen Hund unterwerfen. Schau das du dein Rudel in Griff bekommst und selber Chefin wirst und die arme Hündin von ihrem Job befreist von dem sie sich total überforder fühlt.

LG
Astrid

Ticolino
19.03.2006, 13:28
@Sofia

-Meine Frau und ich sind sehr wohl Chef im Rudel.
-Wenn unsere Hündin "eh so unsicher" ist (Du scheinst sie ja sehr gut zu kennen bzw. ein unumstößliches Bild von ihr zu haben), wäre sie mit Sicherheit nicht im Alter von weniger als einem Jahr das Alphatier in ihrer Gruppe mit bis zu vier anderen, gestandenen Hunden geworden.
-Es ist mir nicht klar, was an Drohen und Abschnappen "heftiges Unterwerfen" ist.
-Ich werde das Gefühl nicht los, daß Du von meinen Aussagen nur jene verwendest, die Dich in Deiner Meinung bestätigen und Du somit das Ganze recht eindimensional siehst.
-Deshalb werde ich in Zukunft auch davon absehen, meinen Hund gegen Voreingenommenheit und Unterstellungen zu verteidigen, das hat eh keinen Sinn.

Herzliche Grüße

Sofia
19.03.2006, 17:30
Wo bin ich voreingenommen. Der Cocker scheint ja nicht nur abgeschnappt worden sein sonst wehre er ja nicht verletzt gewesen.
Ihr hättet der Dame sagen sollen das ihr erst dann die Adresse rausrückt wenn ihr die Verletztung selber gesehen habt.
Solche Vorfälle sollte man vor Ort sofort klären, in Ruhe, da anscheinen beide Parteien sich verhärtet haben habt ihr euch nur die Köpfe eingestosen.
Mein 8 Monate alter Rüde wird auch des öfteren unterworfen, aber das macht mir jetzt nichts aus, er muß halt lernen das man sich mit Vorsicht fremden Hunden nähert sonst riskiert er einen Anschis vom anderen. Es sei er wird bestiegen vom fremden Rüden und nicht mehr los gelassen dan scheuche ich den anderen Hund schon mal fort den so gehts nicht.
Vieleicht war der Cocker auch ein sehr junger Hund der noch im austesten ist was er machen darf und was nicht, Spaniel sind halt sehr neugirige Hunde.
Ist mir jetzt auch egal. Macht doch was ihr wollt aber steht dazu wenn eure Hunde andere verletzten, vor allem ruhig und sachlich bleiben.

Elissa
29.03.2006, 03:07
@Ticolino
Ich kann dich sehr gut verstehen. Vermutlich hätte ich mich ähnlich verhalten. Als Besitzerin eines Rüden kommt man nicht umhin ab und an mal solche unschönen Auseinandersetzungen mitzuerleben. Zum Glück ist bei uns noch nichts passiert.
Natürlich hätte man sofort eine schwere Verletzung sehen müssen, auch wenn sie nicht blutet. Im Fell sind Schmarren durchaus zu erkennen. Erst so spät mit einem derartigen Vorwurf zu kommen ist einfach nur unverschämt und meiner Meinung nach auch nicht verständlich, zumal, so wie ich das verstanden habe, der Cocker deine Hündin bedrängt und nicht auf ihre Signale reagiert hat und deine Hündin sofort abgelassen hat, als sich der Cocker unterwarf. Das ist normal und ich kann mir auch nicht vorstellen wie es zu einer solchen Verletzung kommen soll. Auseinanersetzungen zwischen normal sozialisierten Hunden sind doch eher unblutig und hören sich nur gefährlich an.

@all
Viele von euch müssten doch diese Probleme mit den übervorsichtigen Hundebesitzern kennen. Diesen Satz:"Mein Hund mag das nicht!" Aber der Hund zeigt mit seiner Körpersprache was ganz Anderes. Da kann ich Ticolino nur zu gut verstehen. Auch ich sehe zu dass ich meinen Hund erst einmal kurz nehme. Ich habe es auch schon erlebt, dass wir gefragt haben ob sich die Hunde begrüßen dürfen, die Besitzerin sagt ja, man lässt seinen Hund ran und im letzten Moment zieht die Andere ihren Hund zurück und meint er möge das nicht. Da fehlen einem einfach die Worte und das verunsichert natürlich. Man will ja eben Komflikten aus dem Weg gehen. Also finde ich es richtig wie reagiert wurde, denn auch in einem Hundeauslaufgebiet muss man mit einem solchen Verhalten der Besitzer rechnen.

eddyluna
29.03.2006, 08:21
Hallo,

also mein Rüde hatte auch schon Auseinandersetzungen mit anderen Hunden.
gehört auch mal dazu. Aber wie von Hovi schon gesagt ist es bei Fremden kein Rudelverhalten. Die Hunde beschnuppern sich zuerst und gehen nicht gleich aufeinander los.
Naja verträglich, Hunde können verträglich sein, aber es gibt ja auch HUnde die sich absolut nicht leiden können, und wenn sie sich sehen würden sie sich am liebsten zerfleischen. Aber deshalb muß der HUnd ja nicht unverträglich sein. Wir Menschen können ja auch nicht jeden leiden.

Liebe Grüße

Anja

eddyluna
29.03.2006, 08:29
Hallo,

ich finde es ist auch egal welcher HUnd das angefangen hat zu kämpfen, aber wenn mein HUnd einen anderen verletzt obwohl er nicht angefangen hat, würde ich es trotzdem meiner Versicherung weiterleiten. Für was hat man denn eine Versicherung. Oder habt ihr gar keine?

Liebe Grüße

Anja

schulz
29.03.2006, 11:58
Ich bin auch der Meinung, daß auf den Freilaufflächen nur verträgliche Hunde gehören. Ist es nicht so, muß man eben einen anderen Weg gehen...! Meine Hündin ist zwar auch dominant... doch nie würde sie einfach einen anderen Hund unterwerfen. Warum auch, liegt doch in der Natur, seine körperliche Unversehrtheit zu schützen. Sie hat es auch gar nicht nötig... Ein Blick reicht aus.

Auch muß man mal das Größerverhältnis sehen. Kleinere Hunde haben da doch das Nachsehen, egal ob vertäglich oder nicht. Bei meiner Hündin brauche ich mir keine Sorgen machen, da sie groß ist und sich im Notfall selbst helfen kann.

Den Welpen schützen ist eigentlich eure Aufgabe. Das er den Cocker gleich unterworfen hat, spricht doch dafür, daß der Hund sich in der Pflicht sieht zu schützen.
Ich sage mir immer : wenn jemand bellt, dann bin ich das....
Meine Hündin hat auch im Rudel gelebt und war dort die Dominante. Deshalb fängt sie aber keinen Streit an.... Körperlich schon gar nicht... Wäre auch dumm von ihr.
Wäre es anders, würde ich die Freilaufflächen meiden, denn auch die anderen, vertäglichen Hunde haben ein Recht darauf ohne Angst zu Spielen und zu Toben. Dafür sind diese Flächen ja auch da.
Finde es übrigens ziemlich Mies, Hunde die nicht in einen Rudel leben, als nicht "Rudelfähig" einzustufen. Ich habe auch immer nur einen Hund zur Zeit gehabt, da ich mir finanziell keinen zweiten Hund leisten kann.
Übrigens: Rudelführer ist meines Erachtens Derjenige, der Ruhig und Ausgeglichen ist und das Rudel nicht in die Lage bringt sich Schaden zuzufügen.... Ein Rudel kann nur bestehen, wenn alle Tiere gesund und unverletzt sind....

Tschüß Petra und Luri:cu:

Elissa
29.03.2006, 14:37
Es ist doch eben die Frage, ob der Cocker tatsächlich von Tocolinos Hündin verletzt wurde oder ob die Leute, und so was gibt es leider zur Genüge, einfach nur die Kosten für eine später entstandene Verletzung abwälzen wollten. Ich sehe klare Anzeichen dafür, dass mit dem Cocker nach der Rauferei alles in Ordnung war. Denn wie ich schon mal geschrieben habe sieht man durchaus bei einer gründlichen Untersuchung, die in diesem Fall ja stattgefunden hat, ob im Gesicht eine Schmarre/Bisswunde ist oder nicht, auch wenn sie im Augenblick nicht blutet. Dann frage ich mich ernsthaft warum der Hund nicht noch einmal gezeigt wurde. So was macht mich stuzig und da wäre ich auch nicht bereit den Sündenbock zu spielen.
Natürlich habt ihr Recht und man muss die Fairness besitzen und Namen und Adresse rausgeben, wenn tatsächlich etwas passiert ist, aber eben nur dann. Ansonsten hat die gegnerische Partei kein Recht dazu das zu verlangen und dementsprechend muss dem Verlangen, sollte es doch gestellt werden, nicht nachgekommen werden. Ein Ausweg aus einer solchen Situation ist immer noch die Polizei. Die kann vermitteln und festgefahrene Situationen unter Umständen lösen.