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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Tadel bzw. Lob



Alpha-Tier
18.03.2006, 14:13
Guten Tag,

ich hätte gerne einmal gewußt, wie hier der ein oder einen seinem Vierbeiner einen Tadel erteilt bzw. ihn für erwünschtes Verhalten lobt?

Woher weiß der Hund z.B., das ein NEIN ein Nein ist? Wie haben Sie es ihm vermittelt?

Lieben Gruß, Ihre Lore

rocky1
18.03.2006, 18:45
Hallo Lore!

Ich denke, dass es vor allem auf den Tonfall ankommt, mit dem man z.B. lobt oder tadelt. Das Wort Nein versteht der Hund ja nicht.
Bei falschem bzw. von mir ungewolltem Verhalten habe ich meinen Hund Rocky mit Namen gerufen und dann ein scharfes Nein hinterher geschickt. Bei richtigem Verhalten ist er in den höchsten Tönen gelobt worden. Ich bin immer gut zurechtgekommen mit positiver Verstärkung durch Loben und Leckerchens und Ignoranz bei falschem Verhalten. Allerdings habe ich natürlich eingegriffen, wenn mein Hund sich so falsch verhalten hat, das irgend etwas hätte passieren können, z.B. er frisst etwas oder wälzt sich... dann ignoriere ich das natürlich nicht, sondern schimpfe bzw. versuche ihn davon abzuhalten.
Ich muss aber schon zugeben, dass Rocky ein leicht zu erziehender Hund ist, er ist kein Stück dominant und möchte mir am liebsten alles recht machen.

Ich hoffe ich konnte Dir weiterhelfen. Vielleicht schreibst Du mal, worum es Dir geht, dann helfen Dir bestimmt noch mehr Leute im Forum!;)

Biene13
18.03.2006, 18:51
Liebe Lore
Unsere 4-Beiner sind schlauer als wir manchmal glauben. Sie merken genau am Tonfall (die Worte verstehen sie ja meist nicht - es sei denn sie können etwas damit verbinden) in welcher Stimmung wir sind. Auch über unsere Körpersprache drücken wir mehr aus, als uns bewußt ist. Sind wir angespannt, überträgt es sich auf den Hund, sind wir locker genau so.
Das mit dem "Nein" erlernen hab ich mit Futter gemacht. Futter auf den Boden gelegt, Hand drüber, Wuff wollte natürlich ran, und immer wieder nein, nein, nein, dann hat er sich davor gesetzt und ich konnte die Hand wegnehmen.
Dabei hab ich ihn kräftig gelobt und ihn dann mit anderen Leckerlis von dem Futter auf dem Boden weggelockt. Ist er mit mir gegangen, gab es wieder ein kräftiges Lob und die Leckerlis aus der Hand.
Inzwischen ist er soweit, daß er das Futter, was ich hingelegt habe und dazu das Kommando "Nein" gegeben habe, völlig ignoriert, bis ich ihm sage "Nimm".
Genauso am Freßnapf, er futtert wirklich erst drauf los, wenn ich sage, daß er es nehmen soll.
Anfangs hat er auf der Straße alles aufgesammelt, was irgendwie freßbar erschien, sprich alles was in die Schnute paßte. Mit dem "Nein" hat er gelernt, alles liegenzulassen, was auf der Wiese herumliegt.

Mit Tadel arbeite ich so gut wie gar nicht, nur mit dem "Nein" und ganz viel Lob. Kleinere Macken werden von mir ignoriert (wir haben ja schließlich auch welche), die größeren bekommen ein "Nein" oder einen "Knurrer" von mir.
Ich möchte sagen, daß wir beide (mein Dackel und ich) so eine Art Kommunikationsplattform gefunden haben. Es hat eine Weil gedauert, viel Geduld, Konsequenz und einen wirklich liebevollen Umgang mit dem Kleinen.
Wirkliche "Strafe" kennt der gar nicht, für ihn ist es schon Strafe oder Tadel genug, wenn ich ihn einfach links liegen lasse. Er stellt dann automatisch allen Blödsinn ein.
LG Biene13 Heidi

Alpha-Tier
18.03.2006, 19:48
Ich hoffe ich konnte Dir weiterhelfen. Vielleicht schreibst Du mal, worum es Dir geht, dann helfen Dir bestimmt noch mehr Leute im Forum!

Ja danke :) . Mir ging es nicht darum eine Hilfe zu bekommen; sondern einfach nur um die Frage, wie jeder einzelne hier im Forum es seinem Tier vermittelt (hat) ... Auf was für eine Art und Weise und wir haben hier jetzt ja bereits zwei verschiedene :tu: .

Ich für meinen Teil bin auch nur eine NEIN - Sagerin. Richtig was zur Folge hatte es bislang noch nichts; außer als mal mein Enkelkind zu Besuch war. Mein Hund war damals 9 (?) Wochen alt und war sehr grob. Ich sagte NEIN und hielt ihn kurz im Schnauzgriff - scheint er sich gut gemerkt zu haben. Lob über Freudentanz bis hin zu Leckerli (die Abwechselung macht´s).

Kokosch
20.03.2006, 14:42
Hallo Alpha-Tier,

ich habe am Anfang alles über Leckerli gamacht. Wenn was richtig war Leckerlie gegeben und gelobt.

Nein hat er schnell kapiert: Leckerlie in die Hand, wenn er es nehmen wollte: "NEiN" und hand zu machen. Solange, bis er bei einem "nein" vor der offenen Hand bleibt und auf meim Befehl wartet es nehemn zu dürfen. Das ist jetzt auf alles übertragbar. Er hat kapiert, dass "nein" bedeutet, er darf etwas nicht machen.

LG
Nicole