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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : @Alpha- Verhaltenstherapie Jagdhunde



Griffon
26.04.2002, 10:23
Hallo Alpha!
Ich habe am Rande Eure Diskussionen hier mit verfolgt...im Tierschutz hat man ja meist mit selbsternannten Wunderheilern und "ich weiß alles am Besten" zu tun...gestern erst habe ich Leute kennengelernt, die Hunde -auch hyperaktive- mit Akkupunktur behandeln...

Nun habe ich eine Hündin (Deutsch-Langhaar-Münsterländer-Mix)7 Monate, in der Vermittlung, die durch monatelange Unterforderung total hyperaktiv geworden ist.
Kommandos, die ihre Hyperaktivität unterbrechen sollen, sieht sie quasi als Störung...

Wie gehst Du an solche Problemfälle heran..?
Das würde mich interessieren!

Allerdings finde ich die "Mach - Sitz - Lösung" mit dem Halsband festhalten und Schnauze "verdrehen" nicht als bestes Erziehungsmittel an..gerade bei einem Jagdhund.

Bin auf Deine Antwort gespannt,
Gruß Jutta

Alpha
26.04.2002, 17:11
Hallo Jutta!
Hunde werden nur dann hyperaktiv(Krankheit),wenn sie überfordert werden,nicht unterfordert.Der Junghund,von dem Du schreibst,ist nicht hyperaktiv,sondern wahrscheinlich eher "wiggelig" und kaum "ansprechbar"durch Mensch,er wird nicht auf Dich achten,für Kommandos kaum erreichbar sein usw.Meinst Du das eher?Gut.Wenn er Dich als Ranghöheren erkennt und sieht(dauert n Weilchen),wird er auch an Dir und Deinen "Wünschen" Interesse haben und dann kannst Du ihn positiv beeinflussen,was seine Unruhe angeht.Wahrscheinlich sieht er bislang Mensch (aus fehlender oder "falscher" Erfahrung) noch nicht als Ranghöheren,denn sonst würde er für Mensch "erreichbar" sein.Sieh zu daß du oder die neuen Besitzer sofort von ihm als Ranghöhere angesehen werden,dann erst werden sie interessant und wichtig für ihn sein und er kann "zur Ruhe kommen" und sich entspannen,denn dann erst,wenn ein Hund entspannt ist,ist er erreichbar für Kommandos usw.Ein Problemfall ist das ja glücklicherweise nicht.Hyperaktivität ,echte,ist da schon schwieriger.
Was gefällt Dir an meiner Sitz-mach-Lösung nicht?und wieso vorallem nicht bei einem Jagdhund?Jedem Hund kann man das Sitz auf die Art und Weise beibringen,bei wiggeligen Hunden braucht man mehr Ruhe und Geduld,als bei anderen,das ist aber auch alles.Diese Methode schadet keinem Hund und tut ihm auch nicht weh.
Gruß,Alpha

Griffon
29.04.2002, 11:24
Hallo Alpha!
Vielen Dank für Deine Antwort!

Leider ist es bei Jagdhunden so, dass sie durch Unterforderung hyperaktiv werden, nicht durch Überforderung. Bei Letzterem reagieren sie anders,was für den Halter auch mal schmerzhaft sein kann.

Dieser Hund ist hyperaktiv, weil er in den letzten 7 Monaten nicht die körperliche , geschweige denn die geistige Beschäftigung erfahren hat.

Das man als neuer Hundehalter erst das Vertrauen des Hundes erlangen muß, um mit ihm arbeiten zu können, ist Voraussetzung. Darüber kann ich den Hund positiv bestärken, dazu gehören für mich auch Leckerlis..sie fördern für mich nicht das Dominanzverhalten des Hundes, sondern eher mein Dominanzverhalten, indem ich bestimme, wann und für was ich ein Leckerli gebe.

Der Halsband-Schnauzgriff ist unnötig und führt auch bei einem Jagdhund (i.d.R. sehr sensible Tiere) zu manch Irritation. Es reicht, wenn der Hund durch die linke Hand am Körper zum "Sitzmachen" geführt wird, zum "Platzmachen" reicht der Zug am Halsband. Ist zwar anstrengender, als Deine Aggressionsmethode, aber hilft ungemein und wird von den meisten Hundetrainern angewendet. Damit erreicht man genauso Dominanz, als den Hunden permanent in/um/an die Schnauze zu greifen!Ist zudem auch eine veraltete Methode!

Würdest Du bei meinem Jagdhunde-Notfall diesen Griff anwenden, wäre der Hund für den Rest seiner Zeit geschädigt...

Ach, noch was, Jagdhunde lieben Erziehung mit Konsequenz, nicht mit Agression durch den Führer!
Vielleicht machst Du Dir hierzu mal ein paar Gedanken, die ich dann hier gerne wieder lesen würde!

ps. bedenke bitte auch ,dass sich hier viele junge, nichterfahrene Hundemenschen ihren Rat suchen- und prompt durch wackelige Ratschläge am Hund alles falsch machen!

Gruß Jutta

Sisi
29.04.2002, 13:33
Hallo Griffon,
ist diese von Dir beschriebene Hündin sehr sensibel, nicht in der Lage Kommandos aufzunehmen geschweige denn auszuführen, hyperaktiv bis zur völligen Erschöpfung. Kommt sie tagsüber gar nicht oder nur sehr schwer zur Ruhe, wirk sie panisch, hysterisch, hat sie Angst?

Wenn all das oben beschriebene zutrifft möchte ich zu bedenken geben das es sich evtl. um eine Zerebral-Allergie (Gehirn-Allergie) handeln kann. Bei meiner Pointerhündin fing es im Alter von 5 Monaten an und wurde immer schlimmer, ich habe zwei Jahre gebraucht um überhaupt rauszufinden was mit ihr los ist. Keiner konnte mir helfen. Keine Hundeschule, keine Bachblüten oder sonstiges ich war damals sehr verzweifelt. Ausbildung war kaum möglich. Gerade die sensiblen Jagdhunde trifft diese Allergie besonders schwer. Die Hunde können mit sich selbst und ihre Umwelt überhaupt nichts anfangen, weil sie zu viele Einflüsse auf einmal wahrnehmen. Sie sind dadurch nicht in der Lage Kommandos aufzunehmen, geschweige denn auszuführen.

Falls bei dieser Hündin diese Allergie in Betracht gezogen werden kann, bin ich gerne bereit mit Infos rund um die Krankheit weiterzuhelfen.


Grüße von Sisi (Simone)

Griffon
29.04.2002, 17:26
Hallo Simone!
Nein, ich glaube nicht, dass es daran liegt.
Ronja ist ein Mix aus Deutsch-Langhaar und KLM und das ist das Problem, weshalb die mangelnde Beschäftigung inzwischen zur Hyperaktivität geführt hat.
7 Monate wegschließen mit Rentnerspaziergängen verkraftet kein Jagdhund auf Dauer!

Gruß Jutta

Alpha
30.04.2002, 16:19
hallo jutta!
Na,na,na.Aggressiv ist meine Methode nicht,veraltet schon:schließlich strafen sich Hunde von Natur aus durch Schnauzenbiss ab.Jagdhunde sind Hunde wie jeder andere auch und keiner! hat bisher verängstigt o.ä. auf diese sitz-methode reagiert.Wenn das irgendwo der Fall ist,wird der Halter es falsch angewandt haben.
Hyperaktivität steht als Begriff für eine Krankheit,die nur durch Überforderung entsteht.Das ein Hund sich nicht für Mensch interessiert,wiggelig ist,nicht "nasprechbar"für Kommandos ist,hat nichts mit der Krankheit(welche tödlich enden kann)zu tun.Dieser Hund wird eher die Erfahrung gemacht haben,daß Menschen nicht wichtig für ihn sind-warum soll er denen dann Beachtung schenken?
Wer mit Leckerchen "erzieht",kann für den Hund nicht dominant erscheinen(auch wenn der das meint),da er sich unterwirft.Ich erkläre Dir hier etwas,ohne Dich angreifen zu wollen-lass uns unsere Meinungen austauschen,ohne persönlich zu werden,okay?
Der Begriff "Hyperaktivität" ist mit einer Krankheit bereits besetzt,bei einem unterforderten Hund redet man von Verhaltensauffälligkeiten,Def iziten usw.Ganz klar muß der Hund erstmal Vertrauen fassen,Mensch kennen(aber eben auch schätzen)lernen.
Unterstelle mir nicht Aggressivität !Solltest Du meine Sicht gelesen/verstanden haben,wüßtest Du,das ich absolut nie aggressiv mit Hunden umgehe.Ein guter Hundeführer geht konsequent,fair und souverän mit seinen Hunden um,nie aggressiv!Ich erziehe artgerecht,daher kann ich nicht mit Leckerchen arbeiten.
Meine Aussagen mögen Hundehalter verärgern,das stimmt,schließlich stelle ich ihre "Methoden" in Frage(wie böse und frech!)-ich verbreite jedoch keinen gefährlichen Unsinn,sondern (für Mensch so schwer nachvollziebare)Hundesicht.
Gruß,Alpha

Griffon
30.04.2002, 17:27
Hallo Alpha!
Danke für Deine Ausführungen!

Ich habe kein Problem mit anderen Meinungen zur Hundeerziehung, möchte aber betonen, dass ein Jagdhund (abgesehen von den Modezuchten) eben nicht wie jeder andere Hund reagiert.
Dafür habe ich wiederum meine Erfahrungen sammeln dürfen, als Jagdhundbesitzerin und bin als solche tätig in der Jagdhundvermittlung,da muß man ein wenig firm sein, in der Erziehung und in der Beurteilung der einzelnen Rassen und deren Charaktere.
Ein DD braucht eine andere Gangart als ein Vizsla.
Das ist das Eine.

Betreff Hyperaktivität - wir meinen damit nicht die krankhafte, die nur medikamentös zu behandeln ist, sondern die Hyperaktivität des Jagdhundes und die ist nunmal leider nicht durch Überforderung, sondern Unterforderung entstanden...siehe dazu einmal auch das Zwingerverhalten eines Jagdhundes im Tierheim.

Du erreichst eine Reaktion "Sitz" durch Aggression, indem du den Schnauzgriff anwendest. In der Hundewelt wird dies als aggressives Verhalten gewertet...im Übrigen arbeite ich auch nicht mit der Leckerchen-Methode - schaffe es aber ohne "Schnauzgriff" den Hund zum "Sitzen" zu bringen..Schnauzgriff war mal für die da, die früher mit der gerollten Zeitung ihren Hund vermeintlich erzogen haben.

Kritik zu üben an anderen Hundehaltern und deren Methoden ist in der heutigen Zeit eigentlich nicht einfach, weil es einfach nicht die Methode schlechthin gibt. Von daher finde ich es nicht immer toll, zu kritisieren, wenn man selber anscheinend nicht Kritikfähig ist.

Wahre Hundetrainer bilden sich fort und bleiben niemals auf einer Stufe stehen...mit deinem Schnauzgriff bleibst du unter den reaktionären Gebilden der Trainerzunft.

Entschuldige bitte, wenn ich dich zu stark kritisiere, aber andere Hundehalter denken auch und müssen nicht mit jeder Trainerspezies und dessem Gedankengut konfirm gehen...

Trotzdem weiß ich jetzt immernoch nicht, wie Du hyperaktive Hunde behandelst.

Gruß Jutta

Alpha
30.04.2002, 20:56
hallo Jutta!
Die Hyperaktivität wird nur teilweise medikamentös behandelt,der Hauptteil wird über "Behandlung" des Hundes im Umgang angegangen.
in der Hundewelt wird der Schnauzengriff nicht als Aggression gewertet oder verstanden,sondern als Abstrafung und diese hat nichts mit Aggressionen zu tun.den Schnauzengriff wende ich auch nicht beim Sitz-beibringen an -vielleicht solltest Du meinen Beitrag nochmal lesen.Ich bringe dem Hund nicht Sitz per Abstrafung bei,ich bringe ihn per unter-der Schnauze fassen und hochdrücken dazu,was von keinem Hund als Abstrafung noch als Aggression gewertet wird!
Diese Methode ist für keine Rasse schadhaft.
Ich bin nicht kritikfähig?Du kannst mich nicht meinen,schließlich habe ich Dich kritisiert.
Und wieder Beschimpfungen....lass das doch mal!Willst mir unterstellen,ich hätte früher mit Zeitung auf Hunde gehauen-lächerlich!Hättest Du auch nur Ansatzweise gelesen/verstanden,was ich schrieb,wäre Dir aufgefallen,daß ich nie unartgerecht zu Hunden war(also Zeitung,Leckerchen etc.)ist es also auch,oder?
Und wie gesagt:wenn ein Hund auf das Sitz-machen wie oben beschrieben anders reagiert,liegt das am Ausführenden,nicht an der Methode.Ich weiß,daß der eine oder andere Hund wiggeliger ist als der andere,daß einer mehr Zeit braucht usw.,deshalb muß man ihn aber nicht per Zwang runterdrücken oder mit Leckerchen in die Position locken.Mach Du weiter,wie Du es für richtig hältst-unterschiedliche Meinungen sind ja okay.Nur bitte unterstelle mir nicht nochmal ,ich sei aggressiv oder hätte meine hunde oder die meiner Kunden jemals mit der Zeitung geschlagen!
Ich habe beantwortet,wie ich das Wiggelige des Hundes beurteile und wie ich ihm entgegenwirken würde,schau doch noch mal oben nach.Auf welche Art und Weise ich Hyperaktivität behandle,werde ich sicherlich nicht hier reinschreiben,eben um unerfahrene,unqualifizierte Hundeanfänger zu schonen(bzw.deren Hunde natürlich),da diese Krankheit nur von Fachleuten in den Griff zu bekommen ist.Das ist nicht bös gemeint oder überheblich,mit meinen Schilderungen
wären die(meissten)halter überfordert und diese Arbeit sollte auch nicht in Laienhänden ausprobiert und angewandt werden.Eigentlich solltest Du wissen,daß solche Arbeit bei jedem Hund in Teilen individuell gestaltet werden muß und Ferndiagnosen bei diesem Thema nicht gestellt werden können.
Aber darum gehts bei dem Hund ja auch nicht.Glücklicherweise!
Liebe Grüße,Alpha

Flocke
01.05.2002, 12:04
ich bringe ihn per unter-der Schnauze fassen und hochdrücken dazu,was von keinem Hund als Abstrafung noch als Aggression gewertet wird!

Habe hierzu jetzt aber doch mal eine Frage. Ist denn nicht jedes Anfassen eine Hundes unterhalb der Schnauze vom Hund als Beschwichtigungsversuch des Halters zu bewerten?

@Alpha,
sorry, dass ich dir widersprechen muss, aber ich konnte aus Juttas Beitrag nicht entnehmen, dass sie dir vorgeworfen hat, du würdest deine Hunde mit der Zeitung schlagen.

Alpha
01.05.2002, 23:46
Hallo Flocke!
Ist die Frage ernstgemeint?Natürlich versteht der Hund sie nicht als beschwichtigend.Wenn ich in anderen Situationen ihn um die Schnauze streichle,mich vielleicht noch dabei niederkniee,nett mit ihm rede,kann er das als beschwichtigend sehen.Was ich wie oben beschrieben tue,fasst ganz sicher kein Hund als beschwichtigend auf und wie klar ist,streichle ich ihn nicht liebevoll um die Schnauze.
Gruß,Alpha

Griffon
02.05.2002, 10:40
Weißt Du Alpha, anscheinend liest Du meine Beiträge nicht...ich habe weder behauptet, dass Du Deine Klienten mit Zeitungen schlägst...
Vergleiche sind doch wohl erlaubt.
Mit Deinem Schnauzgriff übst Du zwar die Unterwerfung des Hundes, so wie die Hundemutter es zwecks Unterwerfung tut, es ist trotzdem eine Handhabung, die Aggression ausstrahlt..zudem hast Du selber geschrieben, dass Du die Methode zwecks "Mach Sitz" anwendest..vielleicht hast Du in Deinen unzähligen Abhandlungen Deine eigenen Worte vergessen.

Wenn Du sagst, dass diese Praktiken einem Jagdhund nicht schaden, dann beschränkst Du Dich mit Deinen Rassekenntnissen aber sehr. Natürlich werden Jagdhunde von Jägern solange mit dem Teletakt traktiert, von anderen tierquälerischen Methoden ganz abgesehen, bis sie sich übergeben und keine Luft mehr bekommen...dagegen sind Deine Methoden wirklich normal.
Sensible Jagdhunde würdest Du aber mit Deinem Verfahren sehr schaden, zudem ist das bei diesen Hunden meist garnicht nötig!

Leider gibt es zum Thema Jagdhunde wirklich noch zu viele Hundetrainer, die sich mit dieser Materie nicht auskennen und pauschalisieren und das schadet unseren Tieren!

Zum Thema Hyperaktivität und Behgandlungsmethode - Du möchtest eine Behandlungsweise nicht schildern - wegen der Laien hier im Forum.
Dann berücksichtige doch bitte auch meinen letzten Satz des letzten Beitrages, dass man hier mit Methodenschilderungen vorsichtig umgehen sollte, Dein Schnauzgriff gehört ebenfalls nicht in Laienhand - oder erziehen wir uns "Beisser"?

Im Übrigen wollte ich keine Ferndiagnose, weil ich meine Hunde selber bestens betreuen und erziehen kann, es war einfach mal aus Interesse, wirklichem Interesse an der Sache.

Aber leider habe ich feststellen müssen, dass man weder Kritik noch Detailfragen stellen darf, die nicht wie abgespult klingen (welche FAchbücher waren es noch?), ohne das man angekeift wird.

Dein Schnauzgriff wurde schon angewendet, da war ich noch nicht einmal ein Teenager und das sind inzwischen 20 Jahre her!

Liebe Grüße
Jutta

Anna K
02.05.2002, 12:27
Hallo!
Ich habe mir eure Unterhaltung in Ruhe durchgelesen und würde auch gerne mal meine Meinung dazu sagen:

Alpha: Ich sehe indem Schnauzengriff auch keine Agression und wende ihn ebenfalls erfolgreich an (an einem Settermix mit viel Jagdtrieb). Schaden genommen hat bisher noch keiner.
In deiner Erklärung zum "Stiz" machen konnte ich ebenfalls nicht rauslesen, dass du dabei den Schnauzengriff anwendest (auch wenn ich es anders mache).
Ich stimme dir auch zu, dass Hyperaktivität eine Krankheit ist und Unterforderung sich in Verhaltensauffälligkreiten äußert. Der Begriff Hyperaktivität wird, gerade bei Hunden, immer mehr falsch verwendet.

Jutta: Ich halte den Schnauzengriff für keinesfalls veraltet und als eine Agressionsgeste (eher schon eine Drohgeste). Nicht alles was schon lange bestehen hat, ist auch schlecht. Warum soll denn alles erneuert werden, wenn es doch Erfolg zeigt, das natürlichste ist, und von den Hunden ohne breite Erklärung verstanden und aktzeptiert wird? Dass klingt ja so, als wenn alle Dinge, die nicht nach 20 Jahren erneuert werden, untauglich sind. (Warum werden dann immer noch Spürhunde eingesetzt, und Nutztiere gehalten (ok, dummes Beispiel, aber ich kann deiner Logik da auch nicht ganz folgen)?)
Was ist denn deiner Meinung nach "moderne Hundeerziehung" wenn du auch noch ohne Leckerlies arbeitest?
Aber dann gib mir auch bitte ein Rezept, welches nicht nur Jagdhunde verstehen, denn deine Threds wecken bei mir die Empfindung, dass Jagdhunde andere Hunde wären.
Womit ich beim Nächsten Thema wäre: Hast du mal einen Mali oder einen Tervueren gesehen? Vergleiche die doch bitte mal mit einem Dackel! Und dann sage mir doch bitte mal, nur Jagdhunde wären sensibel. Meinen Settermix z.B. kann ich sehr wohl mit den "veralteten" Methoden erziehen. Er hat noch keinen Schaden bekommen und arbeitet sehr erfolgreich als Rettungshund.

LG Anna

Griffon
02.05.2002, 13:09
Hallo Anna!

Da ich lange genug eine Hundeschule in Brüssel mit meiner Jagdhündin besucht habe, kenne ich natürlich die belgischen Schäferhundrassen, ob Malinois oder Tervueren...und die meisten Hunde dieser Rassen haben in keinster Weise ihr Herrchen als Führer angesehen...sind auch nicht mit Jagdhunden oder Dackel zu vergleichen.

Würdest Du Dich bis auf den Setter-Mix mit Jagdhunden und deren Charaktereigenschaften auskennen, so würdest Du die Jagdhunde nicht mit anderen Hunden über ein Kamm scheren und behaupten, Überforderung führt zu dem, was ich jetzt als Hyperaktivität bezeichne. Anscheinend hast Du noch keinen Jagdhund gesehen, der unterfordert ist.Einen Jagdhund zu überfordern ist schon ein Kunststück für sich, die fallen nämlich lieber vorher tot um, als aufzuhören!

Bezüglich Deines Schnauzengriffs, den Du anwendest...schade eigentlich, denn Setter sind normalerweise leicht zu führen...und sind leider durch Modezuchten inzwischen manchesmal weit entfernt von dem, was man den typischen Jagdhund nennt.

Vielleicht solltest Du Dich mit der Verhaltenstherapie beschäftigen, um meinen Ausführungen folgen zu können. Nicht alles, was man vor 20 Jahren falsch gemacht hat, wird nach 20 Jahren automatisch besser...
Und gerade in der Verhaltensforschung sind zur Zeit große Fortschritte zu sehen.

Es ist auch bedauerlich, dass Menschen nicht anders mit ihren Hunden umgehen können, als diesen Griff anzuwenden.Ich brauchte diese Methode noch nie anzuwenden, denn ich zeige Dominanz durch Konsequenz, die letztendlich zur positiven Erziehung des Hundes führt...besonders und insbesondere bei Jagdhunden.

Wie zeichnen sich die Charaktereigenschaften eines DD und eines Magyar aus? Bitte ohne Buch, einfach aus dem Bauch heraus!

Gruß Jutta

Anna K
02.05.2002, 18:44
Hallo Jutta!

Was hat das Thema damit zu tun, ob Malis ihren Herrn als Führer anerkennen. Ich kenne genügend Malis die tun dass 100% tig, wie ich auch Jagdhunde kenne, die bei ihrem Herrn über Tisch und Bänke laufen (häufig kleinere Rassen wie Beagle und Jack Russel).
Worauf es mir ankommt: Malis sind bestimmt nicht weniger sensibel als einige Jagdhundrassen (deshalb der Vergleich mit einem Dackel)und benötigen auch nicht weniger Beschäftigung, da sie sonst wegen Unterforderung Neurosen entwickeln (oder auch Border Collies).
Wie äußert sich denn diese sogenannte "Hyperaktivität"?
Ich will mich hier nicht um einen Begriff streiten, wenn wir letzenendes dasselbe meinen. Läuft der Hund z.B. andauernd im Kreis, oder den Garten auf und ab? Zeigt er Übersprungshandlungen?
Dann meinen wir dasselbe, und glaube mir, es gibt auch genug andere Hunderassen, die das bei Unterforderung auch zeigen.
Ich will dir auch gar nicht absprechen, dass Jagdhunderassen schneller dazu neigen, dennoch meinst du Jagdhunden auf eine gesonderte Position stellen zu müssen was ihre Verhaltensweise anbelangt.
Ich brauche in keinem Buch nachzuschlagen um dir Charaktereigenschaften herzubeten. Ich bin kein Jagdhundexperte und ich stehe auch dazu. Trotzdem denke ich, dass mein Wissen und Verstand ausreicht, um mir, wenn ich den jeweiligen Hund vor mir sehe (egal welcher Rasse), mein eigenes Urteil über dessen Charaktereigenschaften bilden kann. Und ich schere NICHT einfach ALLE Hunde über einen Kamm, sondern Beurteile dass Individuell.

"...so würdest Du die Jagdhunde nicht mit anderen Hunden über ein Kamm scheren und behaupten, Überforderung führt zu dem, was ich jetzt als Hyperaktivität bezeichne."

Habe ich nie Behauptet! Ich sagte UNTERforderung (s.auch meine bisherige Nachricht)

"Anscheinend hast Du noch keinen Jagdhund gesehen, der unterfordert ist.Einen Jagdhund zu überfordern ist schon ein Kunststück für sich, die fallen nämlich lieber vorher tot um, als aufzuhören"

Weiß ich, würde meine auch machen, genauso wie sich z.B. einige Border Collie an der Herde halbtod laufen würden.

"Bezüglich Deines Schnauzengriffs, den Du anwendest...schade eigentlich, denn Setter sind normalerweise leicht zu führen..."

Noch einmal: Mein Hund erleided keinerlei Schaden durch diesen Griff, und wenn du ihn Fragen würdest, er würde es dir bestätigen.
Natürlich wird sie auch positiv bestätig, viel viel mehr, als dass ich diesen Griff anwende. Doch ist er halt eine natürliche Möglichkeit, dem Hund zu verdeutlichen: Halt, bis hierher und nicht weiter! (Denn auch meine andere Hündin wendet ihn an)

"Ich brauchte diese Methode noch nie anzuwenden, denn ich zeige Dominanz durch Konsequenz"

Gut, ich bin auch konsequent in Sachen, bei denen er gelernt hat, dass er sie nicht darf. Wie erklärst du deinem Hund, dass er z.B etwas nicht ins Maul nehmen darf oder er es dir geben soll? Sagst du einmal laut "Nein" und er spuckt es dir aus, oder er tauscht es mit dir gegen ein Leckerlie ?(das sollte bei einem Jagdhund nicht so einfach sein). Meiner würde nie für Futter sein Spielzeug eintauschen.

Ich wäre dir sehr verbunden, wenn du meine Unwissenheit beseitigst und mich in Sachen Verhaltensweisen aufklärst. Denn anscheinend hast du darin mehr Ahnung als jeder Hund.

Liebe Grüße Anna

Flocke
03.05.2002, 11:07
Original geschrieben von Alpha
Hallo Flocke!
Ist die Frage ernstgemeint?Natürlich versteht der Hund sie nicht als beschwichtigend.Wenn ich in anderen Situationen ihn um die Schnauze streichle,mich vielleicht noch dabei niederkniee,nett mit ihm rede,kann er das als beschwichtigend sehen.Was ich wie oben beschrieben tue,fasst ganz sicher kein Hund als beschwichtigend auf und wie klar ist,streichle ich ihn nicht liebevoll um die Schnauze.
Gruß,Alpha

Hallo Alpha,

da mir diese Art, einem Hund das "Sitz" beizubringen, völlig unbekannt war, habe ich diese Frage gestellt. Wenn du deine Art der Erziehung "verbreiten" möchtest, solltest du vielleicht anders an Fragen reagieren.
Also greifst du mit der Hand unter die Schnauze, hälst diese fest und "zwingst" den Hund dann in die sitzende Position???
Auch diese Frage ist jetzt erst gemeint!!!

Griffon
03.05.2002, 12:33
Hallo Anna,
ich möchte mich hier garnicht streiten...sehe aber leider (und das ist allgemein gesagt), den Anstieg von Jagdhunden in privater Hand, und die Probleme mit dieser Haltung.

Dabei spreche ich leider nicht vom Dackel, auch nicht vom Beagle....die sind ja für jeden zugänglich...sondern von den "richtigen" Jagdhunden. Damit sind gemeint kernige DD, Weimaraner, Vizsla oder Juralaufhund.

Wir haben zur Zeit einen Weimaraner in der Vermittlung, den Du z.B. nur einmal mit diesem Schnauzgriff bearbeitest, danach fehlt etwas an der Hand!
Dort kommst Du nur mit Konsequenz weiter!

Du scherst leider alle Hunde über einen Kamm, gibst Meinungen pauschal wieder und sagst aber in einem Atemzug, dass Du Dich mit Jagdhunden nicht auskennst...und berurteilst gleichermaßen, ob die oder die Methode zur Erziehung angebracht ist!

Wenn das so wäre, dann hätten wir uns ja die Vereinsgründung sparen können und einige andere hätten über dieses Thema niemals Bücher schreiben brauchen.

Wenn mein Hund den Ball nicht hergibt, was selten vorkam und noch kommt, dann nehme ich mir den Ball, ohne permanent in/um/drumherum der Schnauze rumzuwurschteln.

Gruß Jutta

Anna K
04.05.2002, 10:47
Hallo Jutta!

Ich habe auch keine Lust mit dir zu streiten, und da der eine Grün und der andere Rot sagt, sehe ich auch keinen Sinn darin, diese Unterhaltung weiterzuführen.
Ich habe gewiss nicht alle Hunde pauschalisiert sondern sogar noch darauf hingewiesen, jeden Hund als Individuum zu behandeln. Es mag sehr gut sein, dass der Schnauzengriff bei dem dir bekanntem Weimeraner nicht funktioniert, dann sei aber auch du so fair und fang nicht an zu pauschalisieren (mein Hund hätte sich z.B. den Ball nicht einfach aus dem Maul drehen lassen)

Wenn deine Methoden funktionieren, und du damit zufrieden ist das in Ordnung.
Lass es uns hiermit beenden ständig im Kreis zu drehen.

Liebe Grüße Anna

Griffon
06.05.2002, 15:40
Hallo Anna!
Als Letztes kann ich Dir nun Recht geben, jeder hat seine Meinung.
Ich habe allerdings nicht pauschaliert
(mein Hund hätte sich z.B. , sondern nur von meinem Hund gesprochen...

Im Übrigen habe ich in den ganzen Foren festgestellt, dass man meistens nicht mit den Leuten über Jagdhunde diskutieren kann...ich weiß nicht, woran das liegen mag..

Gruß Jutta

Mascha
07.05.2002, 00:27
Hallo Jutta, hallo alle hier! :)

Um eines gleich vorwegzuschicken: Ich kenne mich mit Jagdhunden (noch) nicht gut aus. Aber mich interessieren Hunde, und zwar besonders die verschiedenen "Arbeitshundetypen", wenn ich das so sagen darf; gemeint sind alle die Rassen und Schläge, die zu einem bestimmten Zweck hochspezialisiert gezüchtet wurden - Hütehunde zum Hüten und/ oder Treiben, Schlittenhunde für schnelles, ausdauerndes und/ oder kräftiges Ziehen, Jagdhunde für jeden einzelnen Aspekt der Jagd oder auch für viele davon usw.

Ich finde es faszinierend, die Unterschiede und Gemeinsamkeiten aller dieser Hunde kennenzulernen.
:confused: Darum schalte ich mich jetzt auch noch in diese Diskussion ein und hätte gerne ein paar Fragen beantwortet... :)
Es ist verständlich, dass Du, Jutta, besonders auf die Sensibilität der Jagdhunde hinweist, weil diese Rassengruppe ja Dein Spezialgebiet ist. (Das ist völlig in Ordnung!) Meinst Du denn, dass ein "echter" Jagdhund (aus einer Arbeitslinie) wirklich schwieriger in der Haltung ist als beispielsweise ein "echter" Hütehund? - Ich könnte mir vorstellen, dass z.B. die weit verbreiteten Probleme der Border-Collie-HalterInnen vergleichbar sind mit denen, die bei einem Jagdhunde-Besitzer auftreten können. Oder siehst Du da gravierende Unterschiede? (Ich frage aus echtem Interesse; bitte fühl Dich nicht angegriffen! :) )

Wenn Du Unterschiede erkennst oder vermutest, beschreib sie mir doch bitte mal.

Ist nicht die Arbeitsweise eines Jagdhundes und eines Koppelgebrauchshundes (also z.B. Border Collie) in gewisser Weise ähnlich? In beiden Fällen bestimmt der Mensch, wann was getan werden soll, aber der Hund muss es dann selbständig durchführen. (Ich stelle mir jetzt so eine Jagd vor, bei der der Hund erstmal das gewünschte Tier finden und anzeigen bzw. aufjagen muss und es nach erfolgreichem Schuss dann zu bringen hat. Es ist mir klar, dass ein Dackel beispielsweise nicht dafür gezüchtet wurde! ;) )


Dann noch ein paar konkrete Nachfragen; vielleicht hast Du es auch schon beschrieben und ich habe es nur überlesen...

Wir haben zur Zeit einen Weimaraner in der Vermittlung, den Du z.B. nur einmal mit diesem Schnauzgriff bearbeitest, danach fehlt etwas an der Hand! Dort kommst Du nur mit Konsequenz weiter!+ Von welchem der in dieser Diskussion erwähnten Schnauzgriffe sprichst Du hier? Vom Über-die-Schnauze-Greifen, das den mahnenden "Biss" der Hundemama imitieren soll, oder von Alphas Unter-die-Schnauze-Fassen, um den Hund ins "Sitz" zu drücken?

+ Willst Du wirklich sagen, dass der genannte Weimaraner beißen würde? Ist das jagdhundetypisch? (Oder habe ich da was falsch verstanden.)

+ Dass man in problematischen Erziehungsfällen bei irgendwem etwas erreichen kann, wenn es einem an Konsequenz mangelt, halte ich für ein Gerücht. ;) Will sagen: Das ist eine allgemeingültige Aussage und gilt nicht nur für Jagdhunde!



Wenn mein Hund den Ball nicht hergibt, was selten vorkam und noch kommt, dann nehme ich mir den Ball... Meinst Du, Du gehst einfach zu dem Hund hin und nimmst ihm den Ball aus dem Maul? Und der Hund lässt los? Ohne Kommando? Will er kein Zerrspiel mit Dir anfangen?



Leider gibt es zum Thema Jagdhunde wirklich noch zu viele Hundetrainer, die sich mit dieser Materie nicht auskennen und pauschalisieren und das schadet unseren Tieren! Abschließend noch einmal (als Ermunterung für freundliche AntworterInnen): Ich möchte gerne erfahren, was an Jagdhunden so "anders" ist, denn ich habe das schon öfter gehört, aber bislang noch nicht erklärt bekommen. :cool:


Schönen Abend noch (meine Güte, schon wieder so spät geworden!?) und viel Spaß und Erfolg mit den Vierbeinern!

Griffon
07.05.2002, 10:46
Hallo Mascha!
Also, ich möchte mal vorausschicken, dass das Thema "Jagdhunde" nicht mal eben so in 5 Minuten abgehandelt sein kann, weshalb es auch hier im Forum schwierig ist, eine kurzgefasste Erklärung abzugeben, so dass ein anderer es auch versteht und nicht noch Fragen im Raume stehen bleiben.

Einleitung: Ich selbst habe einen Welsh-Terrier gehabt. Dieser Hund gehört auch zu den Jagdhunden (Fuchs etc.-Bauten). Terrier sind ja bekannt für ein überschäumendes Temperament, bei denen auch schon mal ein paar Sicherungen durchknallen können. Mit diesem Hund war ich als Teenager auf dem "Truppenübungsplatz", Schußfest war meine Hündin nie, hatte aber eine genügende Portion Schärfe, die man aber im Griff haben konnte. So, diese Hündin war mit Leichtigkeit Leinenführig, im Wald konnte man sie abrufen, wenn Rehwild an einem Baum "lehnte".
Nachdem ich dann nach Jahren eine Familie gründete ,kam mir natürlich der Gedanke, für meinen Sohn einen Hund anzuschaffen, dachte eher an Terrier, als an etwas Größeres. Im Tierheim fand ich meine Hündin mit 5 Monaten, wir haben uns gegenseitig adoptiert. Nun gut. Ich dachte ja, ich wäre Hundeerfahren, weil ich ja schon immer Hunde hatte....meine Jagdhündin hat mich da eines besseren belehrt.

Auf dem "Truppenübungsplatz" ging der Kampf schon los...sie zog wie bescheuert...die Hundetrainerin gab die Kommandos, wie ich was zu machen hatte..es wurde nur noch schlimmer. Der Hundetrainerin platzte der Kragen aufgrund meiner scheinbaren "Unfähigkeit" und nahm meine Hündin (wie unter anderem auch einen Malinois oder auch einen Border Collie) mal zur Brust. Die Hunde haben in der Tat unterschiedlich reagiert.
Den Malinois hatte es überhaupt nicht gekratzt, denn das Benehmen ging bei Frauchen in gleicher Weise weiter...der Border Collie war danach verständiger...und meine Hündin verweigerte sich in jeder Beziehung.

Wollte ich in den nächsten Wochen zum Training gehen, bekam meine Hündin schon von weitem Durchfall...und hatte einen Verweigerer an der Leine.

Fazit: Die Charaktereigenschaften eines Griffons Korthals liegen nicht im Bereich der anderen Hunde, denn ein Griffon reagiert auf Druck und Reisserei an der Leine allergisch und das vergisst er einem meist nicht, dafür sind das zu sensible Hunde. Das gleiche gilt übrigens für einen Magyar Vizsla auch. Druck und Reisserei an der Leine vergessen diese Hunde an der Leine nicht, aber durch Konsequenz ohne Gezerre und Gewalt bekommt man das, was man will. In der Regel zumindest...und ich habe ja ein Exemplar erwischt, was ganz schön stur ist.

Nun gut, die Erziehung habe ich dann selber übernommen und die letzten 6,5 Jahre waren immer arbeitsreich, denn erst heute kann ich sagen, dass ich eine folgsame, relativ leinenführige Hündin habe.
Das war jetzt nur mal als Beispiel gedacht...
die nächsten Antworten folgen auf dem Fuße!

Griffon
07.05.2002, 11:04
Weimaraner Der Weimaraner zeichnet sich durch Mannschärfe und Dominanz aus.

In meinem geschilderten Fall hatte man versucht, den Hund durch Teletakt zu erziehen.
Seit des Einsatzes des Teletakts darf ihn niemand am Halsbereich anfassen....aber wie bekomme ich den Hund jetzt ans Sitzen?

Na, wir wenden "alphas" Sitzgriff an..ganz klar...wir greifen vom Halsband unter die Schnauze und der Hund sitzt und wir haben 2 Finger weniger!

Wie können wir denn auch anders an die Hunde rangehen? Was können wir Hundehalter eigentlich alles falsch machen? Dieser Griff wäre falsch gewesen...und damit hätte die Qualifikation des Hundetrainers aber in den Sternen gestanden!

Ein anderer Jagdhundbesitzer versucht den Hund zu erziehen, indem er den Kopf unter Wasser drückt, diesen Fall habe ich jetzt auch.

Aber ganz ehrlich gesagt...die Thematik hat sich jetzt deutlich verschoben...denn Anna sprach zuerst von ihrem Setter-Mix, dann kam ihr Schwenk zu ihrem Border-Collie...ich hatte eigentlich auf den Setter-Mix reagiert.

Border und Jagdhund gehen natürlich beide vom Trieb aus...bei den Jagdhunden ist nunmal so, dass diese nur an Jäger angegeben werden, damit dieser Jagdtrieb bestehen bleibt..denn nur die jagdtriebigsten Jagdhunde werden vermehrt...die weniger jagdtriebigen Hunde (oder Hunde mit Zuchtausschließenden Merkmalen)kommen mit Glück in Privathand.
Der Border Collie ist leider zum Modehund verkommen, der manchesmal auch nicht artgerecht gehalten wird..und da bin ich auch der Überzeugung, das sich bald die Eigenschaften verwischen....wie z.B. beim Irish Setter!

Griffon
07.05.2002, 11:16
Meiner Hündin gab ich natürlich das Kommando Aus, wenn ich den Ball wollte...es liegt wohl an ihrer Rasse und ihrer Gutmütigekeit, dass sie mir ihren Ball ohne Gezerre gibt..als Jagdhund hat man ja auch je nach Ausprägung gewisse Anlagen...

Ich weiß, dass man alles, was ich bisher gesagt habe, negieren + aushebeln kann.

Vielleicht ist es aber auch sinnvoll, einmal in Fachbüchern zu lesen...und Erfahrungswerte von Fachmännern hinzunehmen, wenn man nicht selber die Gelegenheit hat, persönliche erfahrungen mit Jagdhunden zu sammeln.

Ausgehend von der Ursprungsthematik meiner Diskussion mit Alpha hat sich ergeben, dass meine Jagdhündin Ronja ihre Hyperaktivität nun langsam ablegt, weil sie nun endlich gefordert wird..das war ja eine meiner Anfragen an Alpha, woraus sich die Diskussion hier ergeben hat...
er hatte behauptet, das die Hyperaktivität durch Überforderung entsteht oder krankhaft ist....
und hatte eben diese Problematik der Jadghunde überhaupt nicht erkannt.

Gruß Jutta

Anna K
08.05.2002, 12:02
Hallo Jutta!
Entweder willst oder kannst du meinen Vergleich Jagdhund/Hütehund nicht verstehen. Es ging nur um den Drang nach Arbeit und Forderung, nicht nach dem Bereich in dem sie eíngesetzt haben, noch nach ihren Characktereigenschaften.
LG ANna