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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Hatte jemand schon mal Waschbär-Ernstkontakt?



billymoppel
12.03.2006, 10:20
nachdem ich von zwei menschen (nichthundehalter) unabhängig voneinenander darauf hingewiesen worden bin, dass in einer meiner lieblingshundecken von ihnen waschbären gesichtet worden sind (vermutlich die gleichen tiere, nicht besonders scheu). bei einem, der da wohnt, saßen sie in der küche unterm schrank, währens seine katze bei seiner rückkehr zeter und mordio schreiend und weinend draußen saß :D
frage ich mich nun: hat einer eine ahnung, wie sich die possierlichen gesellen verhalten werden, falls ich die überraschen sollte? (wie meine wauzis sich verhalten werden, kann ich mir denken) zur attacke reiten oder das hasenpanier ergreifen?
wir sind nämlich letztens über einen anderen neuzugang unserer fauna gestolpert, ein nutria. im wasser sind die natürlich sofort weg und den hunden haushoch überlegen. das war aber eine land-situation, das teilchen war sich aufm feld hinter einem grasbüschel am sonnen, ich war auf dem weg zwischen fluss und feld. anders als erwartet, ist das schön-fellchen nämlich nicht abgehauen, sondern sofort zum angriff übergangen. meine weiber haben ob der orangenen zähne sofort den rückwärtsgang eingeschaltet :D. billy ist mit großen nagern zum glück vorsichtig, er weiß vermutlich, welche verletzungen die anrichten können. so blieb mir genug zeit, ihn anzuleinen und mich aus dem staub zu machen. der große terrier einer freundin hätte in so einer situation aber nicht eine sekunde gezögert und das wäre für alle nicht schön geendet. zwar haben die jäger, angler und hochwasserleute etwas gegen die nutrias (angeblich machen die mit ihren bauen die ufer kaputt - aber jeder depp kann mit seinem motorboot und vollspeed den fluss langbrausen :man: und natürlich die übliche faschistoide leier: die gehören nicht hierher...bla bla bla )
nun ist ein waschbär kein großnager, sondern ein raubtier und so mache ich mir, was die hunde (speziell billy) angeht, schon so meine gedanken. wenn so ein tier anstandslos den nächsten baum aufsucht, wäre mir das sehr recht :D
allerdings will ich keine verletzten, ich habe nichts gegen waschbären.

alra
12.03.2006, 10:46
Wir hatten in Leipzig angrenzend am Südfriedhof gewohnt.
Dort haben sich auch Waschbären eingenistet.
Die haben immer die Papierkörbe und die Mülltonnen ausgeräumt :man:
Wir sind an einen schon mal bis auf etwa 5 Meter rangekommen. Meine Luna ist nur stehengeblieben und hat sich das süße Ding angeschaut.
Sie hat sicher gedacht, es ist eine Katze - Luna mag Katzen:hug:
Jedenfalls ist der putzige Kerl dann nach etwa 30 Sekunden abgedreht und verschwunden.
Ich würde einschätzen, daß er sich bei einem Angriff verteidigt hätte. Wie ein Fluchttier hat er sich nicht verhalten, Da wäre er sofort verschwunden.

dann hab ich noch was gefunden:
Quelle: Hundezeitung

Hunde als Abwehr?

Nachricht der Agentur ddp kurz vor Silvester 2003: "Ein Streit zweier Vierbeiner um eine Hundehütte hat die Eisenacher Polizei alarmiert. Wie die Ordnungshüter mitteilten, kontrollierte der Angestellte einer Wachschutzfirma mit seinem Hund am zweiten Weihnachtstag ein Firmengelände in Wutha/Farnroda. Als der Wachhund seine eigene Hütte untersuchte, stieß er auf ungebetenen Besuch: einen Waschbären. Dieser hatte es ich bereits gemütlich gemacht und verteidigte seine neue Bleibe mit Bissen. Auch die Polizei konnte dem Alteigentümer nicht zu seinem Recht verhelfen. Sie hinterließ allerdings die Telefonnummer des zuständigen Jagdpächters."

Ob dem "Hundefreund" geholfen werden konnte, entzieht sich unserer Kenntnis.

Welche Hunde können Waschbären und Marderhunde von Übergriffen auf Haus und Hof und Kleinnutztieren abhalten? Ausser Herdenschutzhunden und grossen Herdengebrauchshunden wie zum Beispiel Collies, Beauceron, Briards, Berger de Picards und die anderen mindestens mittelgrossen Schäferhund-Schläge, sowie die grossen Schnauzer und Terrier oder die schweizer Sennenhunde, auch bewegliche Molosser. Natürlich auch beherzte Grosswildjägerhunde.
Dazu gibt es in den USA jedoch Spezialisten: "Waschbärhunde", eben Coonhounds genannt. Oder auch die - hier erfreulich (sonst setzt ein naiver Run ein) unbekannten - Catahoulas, die nicht nur Kühe scheuchen, sondern auch mal Wildschweine. Und das will was heissen!

VlG

billymoppel
12.03.2006, 11:57
der bekannte ist pazifist. bei ihm tats ein besen :D seine miez war allerdings noch stunden beleidigt :D
ich habe halt angst vor "überfallsituationen", wenn man, wie beim nutria, quasi übereinander stolpert. denn billy gehört nicht zu den katzenfreunden, ganz bestimmt nicht. weder möchte ich, dass er schaden nimmt, noch der waschbär.
füchsen gegenüber verhält sich billy dagegen übrigens relativ tolerant, sie passen nicht in sein jagdschema. (mein verstorbenes möppelchen als echter dackelverschnitt sah das etwas anders, fuchsbaue waren ihre leidenschaft. zum glück hatte bei ihr noch was großes mitgemischt - sie paßte nie in einen rein) sie werden zwar kurz gestellt und verbellt, dann aber laufen gelassen. und sie laufen wenigstens immer, da weiß ich halt, wie sie sich verhalten

coramadden
12.03.2006, 14:31
hi,

also ich habe persönlich noch keine bekanntschaft mit waschbären gemacht, aber eine bekannte meinte sie trifft ab und zu welche im wald. sie meint ihr hund und die waschbären gehen dann auf konfrontation sprich kampf. ob das aber generell so ist :confused:

billymoppel
12.03.2006, 20:46
autsch, das klingt nicht gut. ob waschbären auf die wurfkette reagieren :D