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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Bordercollie



ria
12.03.2006, 08:16
Hallo!!!
also es geht um unsere emely,2j.als welpe war sie so schlimm,d.wir schon angst vor ihr hatten.jetzt ist sie superlieb!nur;warum gibt sie den ball nicht ab?warum läuft sie einfach über die strasse?wir haben alles versucht,hundeschule,bücher gewältzt,pfeife,klicker u.s.w.ist doch gar nicht border-typisch?liegt es an uns?bitte um 1paar tipps,danke:man:

Border
12.03.2006, 08:27
also border typishc ist es sicher nicht
warum gibt sie denn ball nicht ab?
-warum sollte sie? habt ihr es ihr beigebracht? wenn ja, wie?
warum läuft sie einfach über die straße?
-weil sie nicht erzogen ist und ihre grenze nicht kennt, ihr sie nicht unter kontrolle habt, und deshalb ist es mir auch unverständlich warum ihr sie von der leine mach wenn ihr wisst sie läuft einfach über die straße

border sind normalerweise wahre gehorsamkeitsjunkies weil sie alles tun wollen um frauchen zu gefallen, ich denke euer hund weiß einfach noch nicht was ihr von ihm verlangt.......
habt ihr euch über die rasse bevor ihr einen angeschafft habt genau erkundigt?
bin gerne bereit zu helfen
dazu müßte ich aber genau wissen wo eure probleme liegen und was ihr dagegen versucht habt

Border
12.03.2006, 08:30
meist ist es übrigends so wenn die hunde nicht so wollen wie der halter das es am halter liegt und nicht am hund
habt ihr klare kommandos und immer die gleichen
oder verwirrt ihr euren hund indem ihr wenn ihr ihn ruft mal komm, mal hier ruft, mal pfeift, mal einfach auf den oberschenkel klopft, hierher oder fuß ruft? wie soll der hund da durchblicken?
wie gesagt schreibt mal bitte etwas über euer zusammenleben mit hund und was ihr versucht habt
dann können wir sicher helfen

heidi herzberg
12.03.2006, 09:34
Hallo!!!
wir haben alles versucht,hundeschule,bücher gewältzt,pfeife,klicker u.s.w.


bin jetzt zwar kein borderfachmann aber wielang habt ihr es denn jeweils "versucht"?
also wie oft wart ihr denn zb in der hundeschule?? in welchem zeitraum habt ihr mit dem klicker gearbeitet?? wie lang mit der pfeife??
bücher wälzen hilft noch nichts...für ein "system" entscheiden und konsequent durchziehen!


vielleicht solltet ihr es nicht VERSUCHEN sondern euch für eine sache entscheiden von der ihr überzeugt seid dass sie für euch optimal ist und dann dabei bleiben!!!

für mich hört sich dass etwas danach an dass es euch immer nicht "schnell" genug ging und ihr es dann mit etwas anderem "probiert" habt!

vermutlich müsst ihr nochmal von ganz vorne anfangen!!!
als buch kann ich empfehlen: celina del amo: hundeschule step-by-step
es weist auch auf mögliche fehlerquellen hin!!!:tu:

viele grüße

ria
13.03.2006, 06:20
hallo
1.lassen wir sie natürlich NICHT von der leine,wo es für sie gefährlich sein könnte!!!
2.wir haben sie 2j.und wechseln nicht ständig die methode,nur wenn wir wirklich nicht weiterkommen.
3.wir benutzen dieselben "befehle"
4.sie weiß genau,was wir von ihr wollen,sie macht das auch-wenn sie will.
wir loben wie verrückt,wenn sie macht,was sie soll.das freut sie dann auch:wd: aber sobald sie was anderes im sinn hat...
irgendwie waren das nicht wirklich tipps,sondern eher vorwürfe,ich weiß schon,das es an uns liegt,aber warum?waren sogar schon beim hundeflüsterer,wußte auch nicht warum sie kaum bindung zu uns hat.hatte voher einen hund 12j.lang,der wich nicht v.meiner seite.also-bitte nur tipps.danke:cu:

Border
13.03.2006, 07:56
oh das sollten keine vorwürfe sein
hab jetzt nich so viel zeitweil ich gleich arbeiten muß
werde später noch was schreiben

Lastrami
13.03.2006, 08:30
Hallo ria,

für mich hört sich das nach Eurer Kurzbeschreibung so an, als würde Euch der Hund nicht wirklich ernst nehmen. Ihm ist es relativ egal was IHR wollt. Sie macht da was sie will und für sinnvoll hält. Und wennsie mal den Ball abgibt, dann tut sie Euch einen gefallen.

Ihr solltet erstmal überlegen, ob Eure Bindung zueinander stimmt. Wie sieht es denn mit dem anderen Grundgehorsam aus?? Macht sie sitz, Platz, Fuß wenn ihr das wollt??

LG Pia

heidi herzberg
13.03.2006, 09:37
das waren keine vorwürfe....
aber deine situationsbeschreibung war etwas dürftig!!!


wir haben sie 2j.und wechseln nicht ständig die methode,nur wenn wir wirklich nicht weiterkommen.


wie lang "probiert" ihr es denn bis ihr der meinung seid dass ihr nicht weiterkommt?

ein kommando braucht ca 100 bis 2000 wiederholungen je nach schwierigkeit damit der hund sicher weiß was man von ihm will!!!

nach ungefähr weiteren 3000 wiederholungen in denen unter den verschiedenen ablenkungen trainiert wird festigt sich das kommando!!!

wenn ich also mal davon ausgehe dass ihr mit eurem hund 2mal täglich EIN kommando ungefähr 10mal übt dann braucht euer hund ungefähr ein dreiviertel jahr (4000 wiederholungen) bis EIN kommando gefestigt ist und du SICHER davon ausgehen kannst dass es auch unter ablenkung klappt!!!


wir loben wie verrückt,wenn sie macht,was sie soll.das freut sie dann auch aber sobald sie was anderes im sinn hat...

das bedeutet also dass sie eure kommandos nur ohne ablenkung befolgt!!!also ist das kommando noch nicht gefestigt!!!



außerdem solltet ihr daran denken solange ihr ein kommando übt dass ihr es NIE in AUSSICHTSLOSEN SITUATIONEN anwendet! sobald man das macht ist die ganze bisherige überei umsonst gewesen weil man in dieser situation seinem hund zeigt dass das kommando zigmal ohne erfolg wiederholt wird!


das von mir empfohlene buch solltet ihr euch zumindest mal durchsehen....die befehle sind sehr anschaulich mit vielen bildern erklärt!


viele grüße
viele grüße

ria
13.03.2006, 20:03
erstmal danke!unser hauptproblem ist,glaube ich,meine mutter.ich arbeite halbtags und mag emely nicht so lang allein lassen.also geht meine mutter jeden tag 2std.mit ihr,was auch notwendig ist,nur...bei ihr darf sie alles.wenn ich ihr sage,sie tut dem hund damit keinen gefallen,meint sie nur,sie kann nicht so hart sein und dann würde sie garnicht mehr mit ihr gehen.und das geht auch nicht.lg.ria

Border
14.03.2006, 02:16
aber wenn du ihr rudelchef wärst.... würde sie deine regeln akzeptieren, auch wenn sie tagsüber bei deiner ma ist
sie weiß wo sie was darf und wo nich
aber ich denke auch du bist nicht konsequent genug

Inge1810
14.03.2006, 14:05
waren sogar schon beim hundeflüsterer,wußte auch nicht warum sie kaum bindung zu uns hat.

Wer soll denn der Hundeflüsterer gewesen sein :confused:


als welpe war sie so schlimm,d.wir schon angst vor ihr hatten.

Ich würde mal sagen, das es daran liegt. Die Basis stimmt net. Wie soll Euch der Hund vertrauen können, wenn Ihr bereits in einem so frühen Stadium Angst hattet? Würdest Du einen ängstlichen und unsicheren Menschen voll und ganz respektieren und ihm Dein Leben anvertrauen?

Wobei ich jetzt Eure Probleme nicht als sehr gravierend empfinde, daran ließe sich doch arbeiten, Ihr habt wirklich Glück, das sie ansonsten lieb zu sein scheint. Hunde sollten übrigens an Straßen immer angeleint sein. Es gab genug, die jahrelang keine Straße alleine überquert haben und dann eines Tages.... leider oft genug das erste und auch letzte Mal. Einen ganz tragischen Fall hatten wir hier erst vor wenigen Monaten.

Bällchen ausgeben gehört nun auch nicht unbedingt zu den wirklich überlebenswichtigen Dingen, aber meistens ist es antrainiert, sei mal ganz ehrlich zu Dir. Kann nämlich sein, das sie es schon früh gelernt hat "ich hab den Ball, Frauchen greift danach, ich knurre, sie zuckt zurück.... ha.... die nimmt mir gar nix mehr weg". Niemals nachlaufen, niemals drum kämpfen, tausch mit ihr :) Ich würde ihr aber gar nix mehr überlassen, was sie als verteidigenswert eingestuft hat, sondern auf noch neutrale Dinge zurückgreifen und damit üben und niemals Spielzeug zur freien Verfügung.

Ich denke, das Dein Hund ganz gut unterscheiden kann, wie es bei Deiner Mutter und wie bei Dir läuft. Die Verantwortung für die fehlende Bindung kannst Du nicht abgeben. Mein Hund war auch öfter bei meiner Mutter und hat dort gelernt ihr Bälle vor die Füße zu werfen und meine Mutter anzukläffen. Find ich nervig, ignorier ich weg ergo.... kann sein, das sie es auch mal wieder bei mir probiert (könnte ja sein, weil`s zu schön wäre :D ), aber ohne Erfolg, also lässt sie es nach weniger als einer Minute wieder bleiben.

Sorry, aber ich seh es wie meine Vorschreiberinnen, Du bist nicht souverän und konsequent genug, aber lass Dich nicht unterkriegen, man kann es lernen und wenn Du willst, dann wird das auch. Sei immer selbstkritisch, so hart das auch oft ist. In meiner alten Hundeschule gab es eine ganz große Regel, die da lautete "der Hund ist niemals schuld" und die sollte anregen immer erst auf sich selbst zu gucken. Und wenn Du schon zehn Hunde hattest, der elfte kann immer der sein, der Dir zeigt, das Du immer noch viel zu wenig Ahnung hast.

Ist nicht schlimm, es wäre ja langweilig, wenn alle Lebewesen gleich wären, also denke nicht an Deinen früheren Hund, der von alleine so folgsam war, sondern nutze die Chance, das Du jetzt mit dieser Hündin eine Menge über Hunde lernen darfst, wenn Du bereit dazu bist.

Anyanka
14.03.2006, 23:54
Ja, ich denke da stimmt wirklich die Basis nicht. Ihr hattet Angst vor dem Welpen? Meine Maya (ein Australian Shepherd) war als Welpe auch ein Wirbelwind und konnte einem den letzten Nerv rauben. Aber Angst vor ihr hatte ich nicht, trotz genereller Angst vor Hunden.

Maya war als Welpe viel bei der Schwiegermutter die sich auch nicht durchsetzten kann und bei meinem Freund. Zeitweise hatt ich echt Probleme, weil sie einfach nicht gehört hat, aber nachdem ich meine Einstellung geändert hab klappt das ganz wunderbar. Ich arbeite an unseren Schwächen und mache langsam Fortschritte. Maya ist auch zwei Jahre und nur weil einige Hunde da shcon BH-Prüfun haben muss sie die nicht auch haben. Wir machen das wenn wir soweit sind.

Was machst Du denn wenn Du Zuhause bist mit Deinem Hund? Ich meine Bällchen abgeben und über die Straße rennen (ich würde meinen Hund eh niemals an ner Straße ableinen) sind Erziehungssachen, aber was machst Du sonst? Ein Border Collie wird ja wohl nicht spazieren gegangen und gerade Sachen wie Agi, Dog Dance, Obedience oder auch hüten stärken eigentlich die Beziehung.

ria
15.03.2006, 09:06
ok,danke für die antworten.stimmt schon,ich bin nicht konsequent genug.
hatte wohl auch falsche vorstellungen vom bordercollie.dachte,weil sie so klug ist,lernt sie schnell.in unserer umgebung leben 3-4 border und die besitzer hatten diese schwierigkeiten nicht.sie muß den ball od.d.spielzeug natürlich nicht lebensnotwendig abgeben.es würde aber für sie und uns mehr spaß machen,oder?1mal werfen,sie haut damit ab und läßt es nicht mehr fallen,spiel erstmal beendet.tausch klappt nach einer weile ganz gut,allerdings ist sie schon ganz schön dick geworden.tja,ich werde an mir arbeiten...und evtl.findet sich in diesem forum ja doch noch jemand,der die gleichen problemchen hatte???

Lastrami
15.03.2006, 10:00
Hallo ria,

irgendwie haben wir alle mehr oder weniger diese Problemchen. Da hilft nur eins: KONSEQUENZ!! Und zwar in allen Bereichen. Konsequent üben. Konsequent die "Spielregeln" und die "Hausordnung" einhalten. Zeig deinem Hund einfach mal seine Grenzen.

ich kann Dir von mir erzählen. Ich habe mir vor fast 2 Jahren einen türkischen Strassenhund geholt. Er wurde uns als Retriever-Mix abgegeben. Supi dachte ich. Tja, aber was macht man, wenn der "Retriever" sich plötzlich als Kangal-Mix rausstellt? Mit den Eigenschaften eines HSH!. Ganz einfach. Man stellt sich auf den "neuen Hund" mitsamt seinen neuen Eigenschaften ein und lernt immer dazu. Ich musste meine Verhaltensweisen überdenken und in einigen Punkten Komplett umkrepeln. Das was im Herbst letzten Jahres noch prima funktionierte, geht jetzt gar nicht mehr. Aus dem einfachen Grund, das mein Hund erwachsen wird und die neuen Eigenschaften und Verhaltensweisen garde aus ihm "raussprudeln". Und ich bekomme das nur in den Griff, wenn ich im ganz deutlich und ganz konsequent zeige, wo seine Grenzen sind.


Ich hoffe die kleine Geschichte hilft Dir, wirklich zu verstehen, das DU der Dreh und Angelpunkt im Universum deines Hundes sein musst. Du bist Chef!! Also handle auch so. Nicht heute NEIN sagen und Morgen dann mal wieder ein bischen was erlauben...

Hunde brauchen klare Spielregeln. Und manch ein Hund lernt eben schneller als der andere. Egal.

Setze Dir ein Ziel. Aber gehe kleine Schritte. Wenn er das Bällchen nicht abgeben will, dann gibts eben kein Bällchenspiel. Bringe ihm dafür kleine Kunststücke bei. Das wird Euch bestimmt Spaß machen.

Dein Mittel der Wahl ist : Konsequenz!

Laß den Kopf nicht hängen, das bekommst Du in den Griff.

LG und viel Erfolg:bl:

Anyanka
16.03.2006, 01:56
Bordercollies sind klug - leider lernen kluge Hunde auch sehr schnell die schlechten Sachen. Da fängt bei falschem Verknüpfen an und endet da wo ihr jetzt seid: Hund erzieht Frauchen.

Hast Du mal mit den anderen Borderbesitzer gesprochen was die so machen? Vielleicht kannst Du Dich anschließen?

Ich bin auch nicht die Konsequenz in Person, aber gewisse Regeln gibt es einfach. Als erstes Raum das Spielzeug weg in ein verschließbare Kiste. Gib ihr höchstens ein Spielzeug zur freien Verfügung. Ihr Superspielzeug Balli gibt es nur zur Belohnung. Das Spiel wird von Dir beendet auch wenn der Hund noch weiter machen könnte. Beschäftige ihren Kopf, dann muss sie auch nicht den ollen Ball rumtragen! Gibt ein tolles neues Doc Dancing bzw. Tricks Buch von Mary Ray. Da ist alles schön einfach und mit Bildern erklärt!

Ich würde Dir empfehlen einmal die Woche nen Erziehungskurs zu besuchen und vielelicht noch ne ne Hundesportart (Agi, Obedience). Solche Kommandos wie Aus und Nein sollten sitzen, denn es geht vielleicht irgendwann nicht um nen Ball sondern um nen Giftköder! Ich find das herausgeben von Sachen durchaus Lebensnotwendig!

Wenn Dein Hund dick wird dann fütterst Du zuviel oder bewegst ihn zu wenig. Von ein paar mal Ball gegen Leckerli tauschen wird kein Hund dick! Ich gehe jetzt mal davon aus, daß gesundheitlich alles ok ist?

Futter reduzieren, Leckerlis von Gesamtfuttermenge abziehen oder einen Teil des Futter als Lecker geben wären Lösungen dafür. Und Deiner Mutter einimpfen nicht zusätzlich was zu geben und sich an Deine Regeln zu halten.

Das wird natürlich bei Deiner Mutter genauso wenig fruchten wie bei meiner Schwiegermutter, aber wenn Du es oft genug wiederholst und sagst welche schlimmen Folgen das für den Hund hat sind die Regelüberschreitungen nicht ganz so schlimm! :rolleyes:

lotharingia
16.03.2006, 08:37
Ich habe hier nicht alles gelesen, aber folgendes möchte ich hinzufügen: Gib ihr nur fettarme Leckerlies und ziehe diese von der gesamtfuttermenge ab. Im Zweifelsfall weniger füttern. Eventuell kannst du sie mit einem Futterbeutel beschäftigen. Hast du über diese Möglichkeit nachgedacht?

Meine Hündin hat als Welpe auch nicht aus gemacht. Ich habe folgendes gemacht: Bringsel für Leckerlie ausgetauscht oder ihr den Rücken zugewendet und nicht mehr mit ihr gespielt.

Manche Hunde wollen nicht apportieren, wenn sie dies nicht als Welpe gelernt haben. Das kommt auch bei Border Collies vor. Aber "aus" muß sie unbedingt machen, siehe Anyanka.

NadineF
28.03.2006, 09:35
Ich dachte schon wir hätten den einzigen nicht ganz so "hellen" bordercollie.
naja will nicht schlecht von unserem süßen liebling sprechen, aber ab und zu kann es ein schon in die verzweiflung treiben wenn er wie wild an der leine zieht, sich über jeden anderen hund,mensch,vogel so sehr freut das ich luft bin. Und das einzige was mich aufrecht hält ist das er "erst" 7 monate alt ist und ich hoffe das mit geduld und training sich alles noch zurecht läuft. Naja ich weiß das hat dir jetzt nicht geholfen, aber immerhin bist du nicht alleine mit deinem problem, warum soll es nicht auch dickköpfige hunde geben. Wünsche euch alles gute und viel geduld

Elissa
29.03.2006, 01:47
@NadineF
Nur Mut es wird schon. Der Border Collie meiner Mutter ist genauso ungestüm. Er ist jetzt elf Monate und fängt ganz langsam an seine Unarten einzuschränken. Sie sind eben noch die jungen Wilden, da muss man durch. ;)Damit will ich jetzt aber nicht sagen, dass man junge Hunde nicht erziehen müsste. Dem ist keineswegs der Fall. Spielerisch kann man schon sehr früh am Grundgehorsam arbeiten, dadurch ist es dann in der "Rüpelphase" nicht ganz so schlimm.

@ria
Ich habe einen Tierheimhund und hatte ein ähnliches Problem. Mein Lucas ist vollkommen ballverrückt und wollte sein Lieblingsspielzeug, wenn er es einmal hatte gar nicht mehr loslassen. Ich habe es schrittweise folgendermaßen geschafft, dass er mir den Ball jetzt apportiert und ihn auch aus der Entfernung dazu aufgefordert fallen und dann auch liegen lässt.
1. Mach deinem Hund zuerst eine Schleppleine an und arbeite mit ihm auf abgeschlossenem Gebiet. Wirf den Ball und zieh deinen Hund, wenn er den Ball hat, an der Schleppleine zu dir. Dann nimm ihm den Ball aus dem Maul und gib dabei das Kommando (bei mir ist es "Lass ab") Lässt dein Hund sich den Ball problemlos abnehmen lobe ihn ausführlich. Das wiederholst du bis du glaubst dein Hund hat es verstanden. Gib ihm aber genügend Zeit. Bei mir hat es etwa zwei bis drei Wochen gedauert. Dabei solltest du die Schleppleine immer weniger einsetzen und nur benutzen, um deinen Hund zu greifen, wenn er weglaufen will. Irgendwann wirst du so weit sein, dass dein Hund stehen bleibt und du die Schleppleine nicht mehr brauchst.
2. Nun folgt das Training ohne Schleppleine. Dein Hund fängt den Ball, du gehst zu ihm hin, stellst dich vor ihn, schaust ihn an und sagst dein Kommando für das Ablegen des Balles. Legt er den Ball hin, dann lobst du deinen Hund. Nun gib deinem Hund mit einem weiteren Kommando (bei mir "Lass liegen") zu verstehen, dass er den Ball nicht wieder aufnehmen darf. Lässt sie ihn liegen, nimm den Ball auf und wirf ihn erneut. Das erfordert sehr viel Geduld und Zeit. Dein Hund muss begreifen, dass dein Kommando Gesetz ist. Du bist der Chef und wenn du etwas möchtest, dass sie hat, dann hat sie dir das auch zu geben. So was kann man zuhause trainieren. Nimm ihr beim Fressen kurz das Futter weg, mache viele Gehorsamkeitsübungen, so dass sie lernt, dass DU den Ton angibst und bestimmst was sie tut oder setz dich auf ihren Platz.
3. Wenn dein Hund nun sicher den Ball ablegt, dann kannst du weiter gehen und einige Schritte von ihr wegbleiben. Gib das Kommando auf das dein Hund den Ball fallen lässt und danach das, mit welches ihr zu verstehen gibt, dass sie den Ball auch liegen lässt.
Das alles hat bei meinem Hund etwa drei Monate gedauert und nun arbeiten wir an der Perfektionierung wenn mehrere Hunde dabei sind.
Die Schwierigkeit steigt natürlich, wenn andere Hunde dabei sind, denn dann ist ja jemand dabei, der deinem Hund die Beute abspenstig machen könnte. Trainiere also das Ganze erst einmal nur alleine mit deinem Hund.
Voraussetzung, dass das so klappt ist natürlich ein kontinuierliches und konsequentes Arbeiten mit deinem Hund. Der Grundgehorsam MUSS einfach mit ausgebildet werden. So habe ich es zumindest mit meinem Hund gemacht. Er war schon teilweise erzogen, als er zu mir kam, aber neben den Übungen mit dem Ablassen habe ich IMMER auch Gehorsamkeit mitgeschult. Dadurch hat er gelernt, dass ich das Sagen habe. Wichtig ist auch, dass dein Hund nur etwas tut, wenn du es willst. Sagst du "Sitz" und er setzt sich hin ist das sehr gut, aber er muss auch sitzen bleiben bis du sagst er darf wieder aufstehen. Steht dein Hund unerlaubt auf, heißt das, dass er doch seinen Willen durchsetzt. Das sind die kleinen feinen Details, die über Rudelführung oder aber einen niedrigen Platz im Ranggefüge entscheiden. Auch eine gute Übung ist es dem Hund bei einem Fehlverhalten in die Augen zu sehen bis er wegschaut. Das klappt bei meinem sehr gut. Er weiß was er falschmacht und geht zum Beispiel wenn er einfach von seinem Platz aufgestanden ist auf diesen zurück ohne dass ich etwas sagen muss, wenn ich ihn scharf ansehe. (Scharf ist nur als Verdeutlichung gemeint, da man ja seinem Hund auch in die Augen schaut, um beim Loben Kontakt zu suchen oder wenn man die Aufmerksamkeit für das nächst Kommando nicht verlieren möchte. Unsere vierbeinigen Freunde sind intelligenter als man gemeinhin glaubt. Sie können durchaus an den Augen ablesen welchen Ausdruck diese haben und können den auch einordnen.)
Wenn du meine Hinweise so, aber eben auf deinen Hund abgestimmt anwendest, dann müsste sich auch das Problem mit dem Über-die-Straße-rennen von selbst erledigen. Dazu wäre es gut, wenn du deinem Hund noch das Kommando "Stop" beibringst. Übrigens auch sehr hilfreich beim Balli ablassen.
Beachte nur, dass du deinen Hund nicht überforderst. Auch wenn Border sehr intelligent sind brauchen sie dennoch Zeit die Kommandos zu verinnerlichen und vorallem verwirrt auch sie es, wenn du zu viele Sachen auf einmal von ihnen willst. Maximal eine halbe Stunde kannst du auf die Konzentration deines Hundes zählen und dann lässt diese nach. Du solltest also Spiel und Lernen immer abwechseln und das Lernen vorallem abwechslungsreich gestalten. Das heißt altes vertiefen und Neues behutsam einführen.
Das Balliabnehmen kann man im Übrigen auch neben der Arbeit auf dem Platz im Spiel drinnen üben. Zum Beispiel, wenn du mit deinem Hund spielst. Nimm einfach ein Zergelseil oder Ähnliches, spiele mit deinem Hund und dann gib das Kommando zum Loslassen. Die Belohung in dem Fall ist die Stimme und das anschließende Weitergehen des Spieles. Natürlich muss der Hund dabei wissen was du von ihm willst. Zeig es ihr, wenn sie es nicht versteht. Geh mit der Hand über die Schnauze und öffne sie. Nimm das Seil raus und sage dazu wie draußen das Kommando.
Das alles setzt natürlich vorraus, dass dein Hund nicht agressiv ist und dich bei dem Versuch ihr den Ball abzunehmen nicht beißt. Sollte das der Fall sein, musst du anderweitig Hilfe suchen, aber ich denke das ist nicht das Problem.
Viel Glück und Spaß beim Üben. Ich hoffe ich konnte dir ein wenig helfen.
Ich würde mich freuen, wenn du mal sagst, ob es klappt.

foxy
31.03.2006, 21:20
Seit zwei Jahren bin ich auf den Hund gekommen, auf die Hündin vielmehr. Wir hatten anfangs auch unsere Probleme -das ist unser erster Hund - aber im Lauf der Zeit hab ich gemerkt, daß ich nicht konsequent genug bin. Jetzt arbeite ich zuerst an mir, wenn es wieder mal nicht so klappt. Aber generell habe ich einen Traumhund - und Ball spielen tut sie für ihr Leben gern. Seit sie gemerkt hat, daß sie den Ball selber nicht werfen kann, bringt sie ihn zu mir zurück und legt ihn mir in die Hand....... Ich habe sehr viel gelernt aus den Büchern "Mit Hunden sprechen" und "Mit Hunden leben" von Jan Fenell. Wir waren auch in der Hundeschule und haben dort viel gelernt. Aber es ist doch so, daß Hundeerziehung nie aufhört, sobald man nachläßt, merkt das der Hund sofort und nutzt es auch aus.
Aber bleib dran, sicher hast Du einen ganz tollen Hund und wenn Du mit ihm mehr Spaß hast, weil er Dir gehorcht, ist das jede Arbeit wert!