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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Draußen bin ich LUFT für meinen Hund!!!



tine0201
08.03.2006, 15:33
Hallo alle zusammen!

In der Wohnung verfolgt mich meine Maya (ein1,5 Jahre alter Labrador) fast auf Schritt und Tritt, jede Bewegung, die ich mache, wird realisiert. Sie ist sehr auf mich fixiert. Leider nicht immer...Sobald wir Gassi gehen, habe ich das Gefühl, dass sie denkt, dass sie tun und lassen kann, was sie will. Klar, dass mich das ganz schön ärgert...Ohne Ablenkung funktioniert das Rufen eigentlich sehr gut, aber sobald sich ein anderer Hund nähert, ist es mit der Aufmerksamkeit vorbei. Sie ignoriert mein Rufen komplett und rennt einfach in Richtung Hund. Heute ist die Sache fast schief gegangen, weil der andere Hund recht giftig war - deswegen melde ich mich auch hilfesuchend an Euch.

Auch Mäuselöcher und spannende Gerüche sind meist interessanter als ich. Wie kann ich meinem Hund wieder antrainieren, dass sie merkt, dass ich das Sagen habe und nicht sie??? ich rufe sie immer mit "zu mir" und gebe ihr ein Leckerchen, wenn sie kommt. Verstecken hat übrigens keinen Sinn mehr - sie hat kapiert, dass ich irgendwo bin und hat so gut wie nie Angst, dass ich weg bin.

Ich rufe sie in der Wohnung öfters zu mir - das klappt alles wie am Schnürchen...wenn eben nicht die ganzen spannenden Ablenkungen wären, die meinen kleinen Dickkopf gehörig ablenken...dann ist Abenteuer und nicht Frauchen angesagt...

Ich freue mich auf Eure Antworten, viele Grüße

Christine

lakoomira
08.03.2006, 15:44
Hallo Christine! :cu:
Wäre es nicht besser wenn du deinen Hund draußen anleinst? (nur für Anfang!)
Ich glaube es könnte ganz schön gefährlich sein wenn dein Hund unter Ablenkung dich gar nicht hört..
Alles was zu Hause passiert kann ein Hund schnell daran gewöhnen aber gerade die Welt da draußen ist ja immer voll mit neuer Ablenkungen..oder?

Hier in Zooplus habe ich neulich eine 8m lange Roll-leine gekauft, es ist sehr hilfreich.
Du lässt ihn einfach machen was er will aber wenn du ihn nicht mehr kontrollieren kannst,
abrufen und wenn er nicht hört, dann stoppen. Also bei mir klappts dann wunderbar..
Wichtig ist dass du nie vorher ihn stoppst bis letzten Moment!

Drücke dir die Daumen..!

Inge1810
08.03.2006, 15:48
Hallo Christine,

darf ich Dich mal a bissel schocken? ;)

Dein Hund ist nicht auf Dich fixiert. Wäre sie es, würde die Fixierung doch sicher nicht vor der Haustüre enden.

Sie kontrolliert Dich in der Wohnung, deshalb bist Du auch draußen Luft für sie, weil Kontrollverhalten weder was mit Fixierung noch Hundeliebe zu tun hat.

So, jetzt kommt mein Vorschlag, bitte nicht erschrecken. :)

Kein Futter, mind. 2-3 Tage lang, in der Wohnung ist sie Luft für Dich, sprech sie nicht an, schau sie nicht an, kein gar nix. Tu so als hättest Du keinen Hund. Geh öfter mal ohne sie in ein Zimmer und nehm ihr so die Möglichkeit Dich zu kontrollieren. Beweg Dich immer ganz ruhig und selbstsicher. Und wenn es Dir jetzt noch so hart vorkommt, knallharte Ignoranz ist wirklich wichtig (ist doch genauso hart für Dich, wenn Du Luft für sie bist, gell?).

Dann fang an, das es draußen für jeden Blickkontakt Futter gibt. Für jedes Herankommen und wirklich für jeden Blick wird sie positiv bestätigt. Mach Dich interessant, spiel mit ihr, tob mit ihr, entdecke Mauselöcher mit ihr gemeinsam, verstecke Futter unter Becherchen und finde es mit ihr und und und. Gib ihr also nur noch draußen Futter und Aufmerksamkeit. In der Wohnung ist sie wieder Luft für Dich.

Ich verwette meinen Hintern, wenn das bei nem jungen Labbi nicht ziehen sollte.... hab selbst einen :D

alra
08.03.2006, 15:52
hallo, wieder mal das alte Problem das wohl jeder schon am Hals hatte :confused:

Wart ihr in einer Hundeschule oder einem Hundeplatz?
Wahrscheinlich ist das mit Deinem Rufen schon sozusagen "nach hinten losgegangen".
Wenn sie eh nicht kommt, dann haste immer weitergerufen....???
Dadurch ist wahrscheinlich ein Gewohnheitsmuster entstanden
- Frauchen ruft, toll, sie ist noch da....da kann ich ja ganz beruhigt weitermachen....
Und genau an dem Punkt mußt Du versuchen, einzuhaken, um diese Gewohnheit zu unterbrechen.
Jetzt muß man noch rausfinden, wie das bei euch am besten gehen würde.

In der Wohnung scheint es ja gut zu klappen.

Hat sie auch Freilauf ohne Leine?
Geht ihr immer dieselben Wege?
Hat sie Hundekontakt?

VlG

tine0201
08.03.2006, 18:10
Erst einmal vielen Dank für Eure Vorschläge!

Also, ich muss wohl etwas näher erklären, wie die Spaziergänge und unser Verhältnis so ablaufen. Ich laufe mit Maya meist an der Leine (entweder Schleppleine oder Roll-Leine) und übe fleißig mit ihr die Kommandos. Sie hat diese Phase, dass sie mich ignoriert immer mal wieder gehabt. Wenn die Phase vorrüber ist, bin ich sicher, dass sie wieder sehr gut auf mich hört. Deswegen finde ich die Idee mit dem Futerentzug ehrlich gesagt gar nicht soo gut, das Ignorieren schon eher. Aber das mache ich bereits. Nach dem Mittagessen will sie z.Bsp. immer spielen und fordert mich dazu auf - ich ignoriere es. Erst einige Minuten später stehe ich auf und beginne das Spiel und beende es auch wieder. Hütchenspiele, Intelligenzspiele, Kommandos üben und sonst jede Menge Beschäftigung gibt es auch. Draußen spiele ich immer mit ihr, wenn ich allerdings merke, dass das Spielzeug uninteressant für sie wird, packe ich es wieder ein, damit ich es wieder bin, der STOP sagt. Mäuschen haben wir auch schon zusammen gesucht, Futterspiele, Fährtenspiele, und und und. Hundekontakt haben wir übrigens ohne Ende - Mutter und Bruder wohnen quasi nebenan und ansonsten begegnen wir auch vielen Hunden. Die Gassigeh-Strecken variieren immer wieder, aber natürlich hat man eine Strecke, die man immer am häufigsten geht. So vielleicht könnt ihr Euch jetzt etwas mehr vorstellen...
Wie gesagt - schon mal VIIIIELEN DANK!!!

Inge1810
08.03.2006, 18:38
Sie hat diese Phase, dass sie mich ignoriert immer mal wieder gehabt. Wenn die Phase vorrüber ist, bin ich sicher, dass sie wieder sehr gut auf mich hört.

Meinst Du wirklich das ist ne Phase? Klar, Hunde testen aus und das tun sie immer und immer wieder mal, aber ganz ehrlich, wie Du Deine Hündin schilderst, hab ich ein freches Mädel vor Augen, die Dir breit grinsend den Stinkefinger zeigt. *duck* Ein Hund, der Dich so derart ignoriert, zeigt keinen wirklichen Respekt.

Futterentzug für ca. 2 Tage stellt für einen Hund kein großes Problem dar... na gut, für einen Labbi ist`s ein mittlerer Weltuntergang, aber Futter ist eine der wichtigsten Ressourcen und damit schlägst Du zwei Fliegen mit einer Klappe. A) Du besitzt die Ressource, Napf verstaubt bzw. gibt es nicht mehr B) Für einen hungrigen Hund ist der Ressourcenzuteiler immer interessant. Müssen ja nicht gleich mehrere Tage sein (einem Hund schadet es übrigens nicht), aber 24 Stunden sollten wirklich kein Problem darstellen. ;)

Aufmerksamkeit ist ebenfalls eine wichtige Ressource. M.E. verteilst Du diese Ressource sehr großzügig, was Dein Mädel brutalst ausnützt und zwar indem sie Dir ihre Aufmerksamkeit entzieht und fröhlich dabei mit dem Hintern in Deine Richtung wackelt.


z.Bsp. immer spielen und fordert mich dazu auf - ich ignoriere es. Erst einige Minuten später stehe ich auf und beginne das Spiel und beende es auch wieder.

Das ist keine wirkliche Ignoranz, sie hat gelernt Dich zum Spiel aufzufordern und ihren Willen zu bekommen. Die paar Minuten sitzt sie locker ab. Ich meine richtige Ignoranz. In der Wohnung gar keine Aufmerksamkeit mehr für die nächste Zeit. Aufmerksamkeit sollte ein kostbares Gut werden, also sei geizig damit. Geht sie pfleglich mit dem Privileg der Aufmersamkeitsempfängerin um, dann kannst Du wieder großzügiger werden.

Führe z.B. ein Superspielzeug ein, das Du mehrere Tage mit Dir herumträgst, damit spielst, damit kuschelst und Deine Hündin auf gar keinen Fall gibst. Das Spielzeug ist für ca. 1 Woche Dein Baby, das Du mit niemandem teilen möchtest und schon gar nicht mit Deinem Hund. Wenn Du merkst, das Deine Hündin nichts auf der Welt lieber hätte, als das Spielzeug, kannst Du es draußen mit einbinden, aber immer nur kurze Spielsequenzen und dann muss es wieder Deines sein.

Unser Superspielzeug lag nach erfolgreicher Erziehungsarbeit bestimmt 1 Jahr im Schrank. Du hättest die Augen meiner Hündin sehen sollen, als ich es beim Umzug wieder in der Hand hätte. Riesengroße strahlende Augen und das nach der langen Zeit immer noch. :tu:

Möglichkeiten gibt es viele, aber denk dran, das weniger auch mal mehr sein kann. Du bietest Deiner Hündin sehr viel, was echt toll von Dir ist, aber es gibt Hunde, die das gnadenlos zu ihren Gunsten ausnutzen (hab selbst so eine, sie braucht auch immer wieder Zeiten der absoluten Ignoranz, dann geht`s wieder).

Alpha-Tier
08.03.2006, 18:45
Den Text von Inge kann ich nur so unterschreiben. Sie hat bei euch - auch wenn du meinst du wärst der Anführer - das Ruder gut in der Hand :D . Es ist wirklich nur Kontrolle in der Wohnung und überhaupt keine Bindung vorhanden. Gut, sie führt eine Weile die Kommandos ect. an der Leine gut und zuverlässig aus - eine Zeit lang später nicht mehr. Nö, dann hat sie ja auch gemerkt, dass sie wieder im Freilauf ist und machen und lassen kann was "sie" will. Sie kommt zwar wieder an die Leine, aber die kommt dann ja bei "mal wieder gut hören" eh bald wieder ab. Ich würde die B.-und Setzzeit wirklich für mehr Gehorsam üben. Sie muss jetzt eh bald an die Leine und diese Zeit würde ich "voll durchziehen". Der Wind sollte etwas strenger ziehen. Glaube mir, ich habe auch einen Labi und der hat mich vielleicht zur Weißglut gebracht - und siehe da .... viel mehr Strenge und Ignoranz und schwups, lieber guter Hund. Ich bin sogar noch nen Schritt weiter gegangen und habe ihn mal ganz gewaltig auf den Boden gedrückt. Eigentlich für eine Frau in meinem Alter nicht gerade die "feine Art", aber sehr wirkungsvoll..... Ich lass mir doch nicht von sonem Hund auf dem Näschen rumtanzen.

MeinWauz
09.03.2006, 12:30
Liebe tine0201,

genauso geht es mir auch mit meinem Labi-Mix im gleichen Alter. Zuhause perfekt, draußen weg... Ignoriert habe ich ihn tagelang, aber ohne Ergebnis. Futter interessiert draußen auch nicht. Das geht jetzt schon länger so, nachdem er etwa das 1.Lebensjahrsuper gehört hat. Bin gespannt, ob hier noch ein Tip kommt, den ich noch nicht probiert habe.

Ciao
MeinWauz

Inge1810
09.03.2006, 15:29
Das geht jetzt schon länger so, nachdem er etwa das 1.Lebensjahrsuper gehört hat.

Da ist aber vorher dann schon irgendwas schiefgelaufen. Was auch immer es gewesen sein mag, am Besten schaut sich das mal ein kompetenter Hundetrainer an und analysiert mit Dir gemeinsam. Wichtig wäre auch zu wissen, wie die Erziehungsarbeit mit ihm vom ersten Tag an ausgesehen hat.


Ignoriert habe ich ihn tagelang, aber ohne Ergebnis. Futter interessiert draußen auch nicht. Das geht jetzt schon länger so, nachdem er etwa das 1.Lebensjahrsuper gehört hat. Bin gespannt, ob hier noch ein Tip kommt, den ich noch nicht probiert habe.

Das klingt für mich so, als hättest Du verschiedene Dinge mal ausprobiert, aber m.E. geht es nicht darum, sondern den Hund mit seinem ganzen Wesen und Dich mit Deinem ganzen Wesen zu erkennen, Dein Hund hat seine Körpersprache, Du hast Deine und das muss man dann irgendwie auf einen Nenner bringen bzw. Mensch muss lernen sich für den Hund verständlich auszudrücken. Genug Menschen sagen verbal "komm her", mit dem Körper aber "geh weg" oder sagen "mir reicht`s, hör auf mich zu veräppeln", mit dem Körper aber "auja, lass uns spielen" oder aber sie übermitteln dem Hund "kommst Du zu mir, wird`s sterbenslangweilig" oder aber sogar "ich bin unberechenbar".

Man muss das Mensch-Hund-Team sehen, um das Problem zu erkennen.

Biene01
09.03.2006, 19:39
Hallo,

also wenn der Hund 1,5 Jahre alt ist,dann würde ich sagen ist das mit sehr großer Wahrscheinlichkeit die Pubertät.
(@ MeinWauz bei dir würde ich defenetiv davon ausgehen das es die Pubertät ist)
Denn brauchst du auch nicht mit deinem Hund üben, denn das bringt nichts. Ich würde sagen abwarten und Tee trinken.
Ich hatte das auch mit meiner Hündin, fing an als sie 1 war und hörte ca. ein halbes Jahr später auf. Ich wußte genau, wenn ich sie von der Leine mache, muss ich 3 Stunden einplannen damit sie wieder kommt.
Aber danach war wieder alles ok!:tu:

Das mit dem Futterentzug würde ich nicht machen, oder gibt ihr euren Kindern in der Pubertät auch nichts zu essen :D

Das mit dem Kontrollverhalten sehe ich auch anders, das ist schwer zu beurteilen ohne das man es gesehen hat. Denn ich es könnte auch eine Art Verlustangst sein.

Viele Grüße Biene

heidi herzberg
10.03.2006, 00:32
zu mir sagte eine hundetrainerin dass die meisten hunde von der leine gemacht werden weil sie nicht an der leine gehen können......

warum gehst du immer mit roll-oder schleppleine?

üb doch erst mal dass sie an einer richtigen leine gehen kann! so kannst du ihr am besten deine dominanz zeigen!
ignorier sie dabei und beachte sie auch nicht wenn du richtungswechsel durchführst! wenn sie sich nicht nach dir richtet und auf dich achtet dann "rennst du sie halt um". (verstehst schon wie ich das mein:D!)

wenn du das spielzeug an dich nimmst wenn es für sie eh schon uninteressant wird dann hast du übrigens zu lange gewartet!

viele grüße

viele grüße

Inge1810
10.03.2006, 08:41
Das mit dem Kontrollverhalten sehe ich auch anders, das ist schwer zu beurteilen ohne das man es gesehen hat. Denn ich es könnte auch eine Art Verlustangst sein.

:D :D :D Sorry, aber wo ist die Verlustangst, wenn sie ihr Fraule draußen "im Regen" stehen lässt? Ängste enden nicht vor der Haustür, das ist nicht logisch.


Denn brauchst du auch nicht mit deinem Hund üben, denn das bringt nichts. Ich würde sagen abwarten und Tee trinken.

Du, dieser Ratschlag kann gewaltig nach hinten losgehen. Du hattest Glück, aber mit einem anderen Hund hätte das das Ende eines harmonischen Miteinander sein können. Es gibt immer mal wieder Phasen, in dem der Hund scheinbar Rückschritte macht, das ist nicht unnormal, dann geht man halt mit den Anforderungen einen Schritt zurück und baut es nochmal etwas fester wieder auf. Gewünschtes Verhalten festigt sich erst durch viele, viele Wiederholungen. Mein Hund hatte auch solche Phasen, aber selbst in der Pubertät hat sie mich nie so derart ignoriert und das würde das jemals ein Hund bei mir tun, würde ich mir doch ernsthaft Gedanken machen, warum das so ist. Sich zurücklehnen und hoffen ist der bequemste Weg, aber wie gesagt, man kann Glück haben, wenn man einen Hund sein eigen nennt, der das nicht ausnutzt, aber es kann auch ganz anders enden und dann ist die Katastrophe perfekt.

Wenn ich als Nichtschwimmer in`s Wasser falle, warte ich auch nicht drauf bis ich wieder Grund spüre, sondern versuche ganz schnell das Schwimmen zu lernen ;)


Das mit dem Futterentzug würde ich nicht machen, oder gibt ihr euren Kindern in der Pubertät auch nichts zu essen

Es geht um Hunde, nicht um Kinder ;) Ein freilebender Hund müsste hart für sein Futter arbeiten und hätte nicht täglich Erfolg, weshalb sein Körper so ausgelegt ist, das er unendlich aufnimmt, wenn er hat (drum scheinen sehr viele Hunde einfach kein Sättigungsgefühl zu haben), aber auch Tage ohne aushalten würde. Bei uns Menschen gibt`s Futter einfach so in den Napf und das jeden Tag. Ein Hund, der beim Menschen ebenfalls für sein Futter arbeiten muss ist nunmal ausgeglichener und aufmerksamer. Mein Hund bekommt auch täglich zu fressen, allerdings ignoriert sie mich auch nicht :rolleyes:

heidi herzberg
10.03.2006, 09:42
Es geht um Hunde, nicht um Kinder ;)

da muß ich inge völlig zustimmen!!!
bei kindern kann man auch mal schwach sein oder werden und dann an ihr gewissen und ihre "gute" erziehung appelieren!

auch wenn kindererziehung sicher sehr viel mit hundeerziehung zu tun hat....hunde denken völlig anders als kinder!

deshalb sollte man hunde wie hunde und kinder wie kinder behandeln!!!
wenn mit kindern schwierigkeiten auftreten dann nimmt man ihnen zwar nicht das futter aber sicher bekommen auch kinder eine strafe!

strafe bedeutet dass es in irgendeiner art und weise "weh" tut (und ich mein nicht körperlich)!
bei kindern kann das computer-, fernsehverbot, hausarrest oder irgendetwas anderes sein.

bei hunden wirkt futter recht schnell.......da weiß er sofort wieder wer der CHEF ist!!!

wenn dir das zu hart erscheint.....nimmst ihm halt für ne woche seinen pc weg :D!

viele grüße

Pessoa
10.03.2006, 13:36
Dank an heidi herzberg und inge1810!

Ich dachte schon, ich stehe alleine da mit meiner Meinung, das Hunde Hunde sind und keineswegs in demokratischen Strukturen zu lenken sind.

Mit Abwarten bis sich was ändert, habe ich keine guten Erfahrungen gemacht, nur mit sofortigem Eingreifen. Ich habe auch einmal zwei Stunden auf meinen Hund gewartet. Das ist die Hölle. Zudem lebe ich nicht einsam in einem Paradies in dem ich dem Hund solche Eskapaden zugestehen kann. Also blieb mein nicht abrufbarer Hund zunächst an der Leine und erhielt keine freiwillige Chance sich weiterhin selbst zu belohnen. Bei uns beiden haperte es auch an der nötigen Bindung. Die aufzubauen hat bei meinem Hund nur über das Training an der Leine und Futtergabe aus der Hand geklappt. Wenn der Hund sich täglich mehrmals ohne sich im Geringsten um seinen Zweibeiner zu kümmern zig Meter entfernen darf, wie soll ich da wo einwirken?
Damit ich mit ihm arbeiten kann, muß er schon anwesend sein.
Geduld braucht man nicht zu knapp, reichlich Humor und etwas Nachsicht auch.

Liebe Grüße

Rita

tine0201
10.03.2006, 15:02
Lieben Dank Euch allen für die vielen Antworten.

Wollte Euch mal von meinen ersten Erfolgen berichten: Maya und ich fangen nochmals von gaaanz vorne an (also KEIN abwarten und Tee trinken!!!;) ) Sie beherrscht ja die Grundkommandos, musste sie aber nicht immer machen...also muss sie jetzt SITZ machen, wenn wir vor der Haustür sind, ich gehe vor und rufe sie erst nach ein paar Sekunden rein. Dann lobe ich sie und lasse sie in Ruhe, kein Kauknochen (die sie sonst häufig bekommt, keine Spiel- und Streicheleinheit - sie soll sich ruhig mal selbst beschäftigen, falls es ihr langweilig sein sollte. Wenn sie quengelt ignoriere ich sie komplett, schaue sie nicht mal an.

Wenn wir spazieren gehen (ich gehe übrigens nicht immer mit der Roll-Leine, aber sie kann an sich recht gut Fuß gehen und etwas Bewegung möchte ich ihr schon gönnen) packe ich ihr Futter ein - das gibt es dann als Belohnung Z.Bsp. wenn sie mich einfach nur anschaut, wenn sie auf ihren Namen reagiert, usw. oder zu mir kommt. An der Roll-Leine kann ich außerdem Kommandos wie "halt" oder "zu mir" besser üben - meiner Meinung nach. Ich bleibe auch ab und zu einfach mal stehen und warte ab, was sie macht. Sobald sie auf mich achtet lobe ich sie wieder. Manchmal laufe ich auch plötzlich in eine andere Richtung, wenn sie mitkommt: FEIN, TOLLER HUND!!!! Sehen darf uns da auch keiner:D

Habe auf jeden Fall festgestellt, dass sich die "Arbeit" nach zwei Tagen schon gelohnt hat - sie ist schon viel aufmerksamer geworden und weiß wieder, dass die Kommandos von mir kommen und nicht von ihr. Dennoch werde ich diesesmal konsequenter dabei bleiben und sie erst wieder von der Leine lassen, wenn ich merke, dass sie 100 Prozent hört. Bei uns ist derzeit eh Leinenzwang zwecks Vogelgrippe von dem her lässt sich schön weiterüben. Übrigens ist Maya noch nie richtig weggelauffen - sie schnüffelt und macht und tut halt nur, so ganz allein will sie aber auch nicht sein - bin ja noch froh, dass ich nicht stundenlang auf sie warten muss.

Dennoch nicht aufgeben und viel viel üben!!!
Euch allen ein schönes Wochenende
Christine & und die freche (aber trotzdem süße!) Maya

heidi herzberg
10.03.2006, 15:14
hunde können eben bei erforderlicher konsequenz schnell (UM)lernen :D!

allerdings unterschätzt man dadurch wielange es dauert bis etwas wirklich sitzt: ca 5000 wiederholungen pro kommando sind nötig!

viel erfolg auch weiterhin

Inge1810
10.03.2006, 18:16
@ Rita


Ich dachte schon, ich stehe alleine da mit meiner Meinung, das Hunde Hunde sind und keineswegs in demokratischen Strukturen zu lenken sind.

Nö, tuste nicht!!! :tu:

Du hast genau den Punkt angesprochen. Es geht kein Stück drum den Hund zu gängeln, sondern ihm Freiheit zurückzugeben. In unserer Gesellschaft ist es nunmal untragbar, wenn ein Hund nicht kontrollierbar ist, so schön`s im Einzelparadies auch wäre, gell? ;) Ich wünsch mich da schon manchmal hin *seufz*. Wie auch immer, ich finde es doch sehr angenehm einen Hund zu haben, der in den meisten Situationen prompt abrufbar ist, der sehr viel Freilauf haben kann und dabei nicht wahllos auf andere Hunde zustürmt und damit Gefahr läuft von einem unsozialisierten Hund zusammengebissen zu werden. Im Wald muss ich nicht hektisch nach Wild Ausschau halten, weil mein Hund gelernt hat nach mir Ausschau zu halten. Er erleichtert uns doch gewaltig das Leben.

@ Tine

:tu: :tu: :tu: Wow, läuft ja toll an bei Euch. Kannst stolz drauf sein! Ich will gar net dran denken wieviel Fehler ich gemacht habe und noch machen werde, aber das Tolle an unseren Hunden ist, das sie uns direkt zeigen, wenn wir wieder was richtig machen.

Weißt was auch ne klasse Übung ist? Nonverbale Kommunikation :D Ich gehör ja zu dem Schlag Mensch, die ihren Hund gern vollquatschen, obwohl ich weiß wie unsinnig das ist. Sporadisch konzentrier ich mich drauf kein Wort von mir zu geben. Nur Körpersprache, Mimik, Gestik und irgendwelche Lautäußerungen, die aber keine Worte bilden dürfen, ohne den Hund mit den Händen zu berühren. Hey, das ist echt irre schwer, aber mein Hund hat sich benommen, als würde sie mir mitteilen worden "na endlich drückste Dich klar und deutlich aus". Man kann mehr rüberbringen, als man anfangs denkt. Z.B. nonverbal den Hund zum Herankommen bewegen, in`s Sitz bringen, bleib, platz, spiel mit mir, hör auf, richtig, falsch...... versuch`s mal, Du wirst staunen. Meine Hündin hat z.B. niemals die Handzeichen vergessen zu irgendwelchen Kunststückchen, die ich ihr beigebracht habe, die Signalwörter schon. Für mich ein kleiner Beweis, das Wörter körperliche Signale nicht ersetzen können. Auch bleib auf große Entfernung klappt wesentlich besser, seit ich nicht mehr "bleib" sage, sondern es mit dem Körper ausdrücke.


Manchmal laufe ich auch plötzlich in eine andere Richtung, wenn sie mitkommt: FEIN, TOLLER HUND!!!! Sehen darf uns da auch keiner

Ach ist doch egal, was andere denken. Die Dich kennen, denen kannste erklären, warum Du zwischenzeitlich durchzudrehen scheinst und die anderen.... die müssen nicht mit Dir und Deinem Hund zusammenleben und sehen tuste die Meisten eh nimmer ;) Ich renn auch immer wieder mal wie von der Tarantel gestochen über eine Wiese und übe mich am Mäuselsprung :D

Also von mir auch nochmal Gratulation, es wird!

MeinWauz
11.03.2006, 22:05
Hallo Inge1810,

eine Hundetrainerin hatte ich schon da, die sich uns beide angeschaut hat. Sie war begeistert, wie gut die Bindung des Hundes an mich ist, wie gut wir kommunizieren und der Hund mich anhimmelt. Der kleine Wauz hat auch super gehört, sich von seiner Schokoladenseite gezeigt. Die Dame war wieder weg... und der kleine Köter guckte mich draußen nicht mehr mit dem Hintern an. Die Trainerin meinte, sie wüßte nicht, was ich falsch gemacht haben könnte, denn was sie sah, war prima.
Jetzt übe ich zuhause aktives Ignorieren, draußen alle Kommandos, die er kennt und wenn es klappt, gibts was zu fressen. Darf halt nicht von der Leine. Ich hoffe, wir kriegen die Kurve.

MeinWauz

chesterfield
12.03.2006, 00:51
Hallo,
ein Fehlverhalten durch Futterentzug umzulenken:0(
ich muss mich immer wundern über solche Beiträge in diesen Forum,
wenn abrufen nicht funktioniert hilft eigentlich nur üben mit der Schleppleine
und furzt in kürzester zeit garandiert.
LG Peter

heidi herzberg
12.03.2006, 01:37
was is daran so verwerflich wenn man futter als ausdrucksmittel für die eigene dominanz verwendet?!
wenn ein hund merkt dass er futter nur als belohnung bekommt oder eben gefüttert wird wann herrchen will dann empfinde ich das nicht als sonderlich schlimm und das hat nichts mit futterentzug oder hungern lassen zu tun!!

es ist übriges nicht besonders sinnvoll wenn ein hund eine immer gefüllte futterschüssel hat......aber das nur nebenbei!

viele grüße

Inge1810
12.03.2006, 17:16
@ Chesterfield


ein Fehlverhalten durch Futterentzug umzulenken
ich muss mich immer wundern über solche Beiträge in diesen Forum,
wenn abrufen nicht funktioniert hilft eigentlich nur üben mit der Schleppleine
und furzt in kürzester zeit garandiert.

Na wenn es bei Dir "furzt", dann ist ja alles prima ;)

Du wunderst Dich über positive Bestärkung durch Futter???? :confused: :confused:

Ständiger Futterentzug über lange, lange Zeit, ja, das wäre grausam, weil der Hund abmagern und sterben würde, aber darum geht`s doch hier in keinster Art und Weise, also dramatisier es doch bitte nicht.

Erzähl doch bitte mehr über Deine Art der Erziehung mit der Schleppleine und wie es so in kürzester Zeit klappt.

Nix gegen Schleppleinentraining (m.E. geht da aber gar nix in kürzester Zeit, weil Hund ja net geistig minderbemittelt ist und sehr wohl weiß, wann sie dran ist und wann nicht, also geht da nur Training aufbauen und langsamst Schleppleine wieder abbauen), aber oft reicht schon, das Mensch sich einfach nur mehr bemüht, an Fehlern arbeitet, sich körpersprachlich weiterbildet und schon guckt der Hund mehr auf seinen Menschen.

Also geh doch bitte etwas mehr in`s Detail und versuche so zu helfen, statt nur zu bekritteln :)

chesterfield
12.03.2006, 17:49
Hallo,
scheinbar habe ich mich falsch ausgegrückt, aber wenn man sich n ur durch Futterentzug bei seinem Hund durchsetzen kann und aufmerksamkeit erreicht dann prost malzeit
das hat mit positiver Bestärkung durch Futter nichts zu tun. Belohnung soll unmittelbar nach vollbrachter Leistung erfogen und nicht nach Stunden durch Futterentzug bestrafen :man:
Streng genommen ist das Tierquälerei
Ich begrittle nicht !!!!!!!!!!!!!!!!
Das mit der Schleppleine wird von den meisten Hundetrainern empfohlen, ist halt mit ein bischen mühe verbunden, aber Futter einsparen ist natürlich einfacher.

Hovi
12.03.2006, 19:21
Hallo Peter,

ich glaube, Du hast da etwas mißverstanden.

Der Futterentzug soll ja keine Strafe darstellen (das würde der Hund sowieso nicht verstehen, ist ja gar kein Timing dahinter). Das Stichwort ist hier vielmehr: Ressourcenkontrolle.

Eine Ressource, die dem Hund wichtig ist, kann Vieles sein: Futter, ein heißgeliebtes Spielzeug, Du selbst bzw. Deine Aufmerksamkeit, bestimmte Liegeplätze... usw. usw.

Ressourcenkontrolle durch den Menschen hat nun gleich zwei Effekte: Zum Einen verdeutlicht sie dem Hund, wer tatsächlich das "Sagen" hat. Ohne, daß ich dazu körperliche Gewalt einsetzen müßte. Zum Anderen wird eine Ressource für den Hund umso wertvoller, je knapper sie ist (vorausgesetzt natürlich, er hat ÜBERHAUPT Interesse daran).

Das bedeutet: Bei einem sehr spielverrückten Hund kannst Du z. B. das Lieblingsspielzeug als Ressource "verwalten". Er bekommt es nur noch als Belohnung für besondere Leistungen, sonst aber nicht mehr.

Mit Futter funktioniert das genauso. Vorweg: Ein Hund kann bis zu 60 Tage ohne Futter überleben ;) , und ein Fastentag hin und wieder bringt garantiert keinen Hund um. Es gibt allerdings Hunde (so wie mein Jason), die auf Fasten mit Erbrechen reagieren, weil sie einen sehr empfindlichen Magen haben. Dann funktioniert das System natürlich nicht, denn das möchte man dem Hund ja nun nicht zumuten. Ein Hund mit einem komplett intakten Verdauungssystem steckt aber ein, zwei Fastentage locker weg.

Natürlich bekommt die Ressource "Futter" aber für den Hund eine ganz andere Wertigkeit, wenn er einen Tag lang nichts gefressen hat, als wenn er pumperlsatt ist. Dann wirst Du ihn über Leckerli kaum noch "belohnen" können. Ein hungriger Hund, der weiß, daß er für korrekt ausgeführte Übungen (hier das Kommando "HIER!") Futter bekommt, wird sehr viel motivierter sein, das Kommando zu befolgen, als ein vollgefressener :) .

LG
Claudia

Inge1810
12.03.2006, 22:02
:tu: Danke Claudia, das Du es nochmal genau erklärt hast. Da entsteht ja schon fast der Eindruck, mein Hund müsse sich entkräftet über die Wiese schleppen, um sich grad noch so durch spärliche Futtergaben nach meinem Gutdünken am Leben zu erhalten ;)

Wie auch immer, ich erbringe gerne Gegenbeweise :)


Das mit der Schleppleine wird von den meisten Hundetrainern empfohlen, ist halt mit ein bischen mühe verbunden, aber Futter einsparen ist natürlich einfacher.

Sorry Peter, aber das reicht mir nicht. Erklär es doch bitte genauer, wie es in kürzester Zeit mit Schleppleine klappt, dann bin ich auch gern bereit mir Deine Sicht von Erziehung anzuhören.

Du hast es wirklich falsch verstanden. Es geht nicht darum Futter einzusparen, sondern wie Claudia sagte darum, Ressource Futter erstmal interessant zu machen und anschließend den Hund dafür "arbeiten" zu lassen. Wenn ich einen futterverrückten Hund habe, lässt es sich prima nutzen, denn 1. ist der Hund ausgelastet, weil er etwas leistet, lernt, Erfolgserlebnisse hat und 2. wird er satt :D Die Bindung wird vertieft, weil er z.B. mit mir zusammen auf die Jagd geht und am Ende die Futterbelohnung steht, er kreativ sein darf, weil gewünschtes Verhalten von mir bestätigt wird und und und. Es ist also keineswegs der bequemere Weg, als mit Schleppleine zu arbeiten, so einfach ist es nun auch wieder nicht, das man einfach nur das Futter aus der Tasche zieht, man muss sich sonst schon auch was einfallen lassen.

Futter zur alleinigen Motivation reicht nicht, aber unterstützt und ein hungriger Hund ist bestrebter als ein vollgestopfter, sich sein Futter zu verdienen, so wie ich bestrebt bin Geld zu verdienen, wenn mein Konto leer ist.

Nochmal, es geht nicht um Strafe und nicht um verhungern lassen! Frag die von Dir erwähnten Hundetrainer, etliche werden Dir raten den Hund das Futter verdienen zu lassen und interessiert sich der Hund nicht für, weil er übersättigt ist, das Futter bis zum nächsten Tag wegzupacken und dann nochmal zu probieren (= hungern lassen) ;) ,Ausnahme sind Hunde, die sich nicht für Futter interessieren, aber davon kenne ich persönlich wenige.

Wär schön, wenn Du es nicht härter siehst, als es ist :)

Inge1810
12.03.2006, 22:15
@ MeinWauz

Hm, dieses Phänomen kenn ich doch.

Ich könnte mir vorstellen, das Du unter Beobachtung der Trainerin besonders konzentriert warst und daher Dein Hund seine beste Seite gezeigt hat.

Bei meiner Hündin ist das ähnlich. Auf dem Hundeplatz geht sie vorbildlich an der Leine. Ich sollte dazusagen, das ich ihr niemals "bei Fuß" beigebracht habe (außer anfangs halbherzig), weil ich nie wirklich den Sinn dahinter gesehen habe, das mein Hund mit der rechten Schulter an meinem linken Knie kleben muss und mich dabei bis zur Genickstarre anbetet. Sie soll auf mich achten und net ziehen, fertig. Das also klappt hervorragend auf dem Platz und auch an allen anderen Orten, die ich zum Üben aufsuche. Hab ich allerdings mal nen miesen Tag gehabt, bin genervt und hab eigentlich auch gar keine Zeit, dann kann ich davon ausgehen, das ich postwendend einen ziehenden Hund an der Leine habe. Ich üb das immer noch, mich dann sofort zurückzunehmen, Zeit, Ruhe, Geduld..... ommmmmmm....... nicht leicht das alles, gelingt mir nicht immer (wenn ich nen miesen Tag hab, sollte ich es eh gleich bleiben lassen), aber ich weiss, das ich da dranbleiben muss. Bei mir steht und fällt bei meinem Hund alles mit meiner inneren Verfassung. Der Hammer, wie mein Hund auf mich reagiert, im Positiven, aber halt leider auch im Negativen und verdammt anstrengend manchmal.

So, zurück zu Dir, also, ich könnte mir ähnliches bei Dir vorstellen. Das Effektivste wäre, wenn Du Dich mal bei so ner ganz normalen, nervigen Alltagssituation filmen lassen würdest und das dann der Hundetrainerin zeigst. Da muß irgendwas anders sein oder Dein Hund ist so schlau, das er genau gewußt hat, das das ne Hundetrainerin ist und ihm, sollte er nicht rumstreben, anstrengende Schulstunden blühen :D

trofu
12.03.2006, 23:22
Haha Inge , ich musste grade über deinen entkräfteten Hund lachen!
Drum kann er nicht weglaufen, weil du ihn nicht fütterst!!!

Nein Spass beiseite, das ist total logisch wie du das erklärst und nachzuvollziehen.
Ein Hund kann ja lange fasten (siehe mein Rüde als er noch ein ganzer Mann war,und eine läufige Hündin in der Nähe, da hat er auch mal 2 Wochen freiwillig gefastet).
Da ist wirklich nichts schlimmes dran, wenn der Hund zum Erbrechen neigt, kann man ihm ja eine Scheibe trockenes Brot geben, das kann er sich ja auch "erarbeiten".
Hunde werden oft viel zu sehr wie Menschenkinder behandelt, es wird schon fast versucht demokratisch mit ihnen zu agieren, und das geht eben nicht.
Der Mensch ist der Chef und sonst niemand.
Ich hab es mit meinen Hunden immer noch relativ einfach gehabt , wir haben Pferde und die Hunde sind immer dabei, auch als Welpen, die mussten vom ersten Tag an immer schauen dass sie uns nicht verlieren,nicht umgekehrt.
Natürlich passt man gut auf aber man läuft den Kleinen nicht ständig hinterher, im Gegenteil wir laufen ihnen davon, nur so lernen es die Kleinen.
Die meisten Welpen lernen jedoch vom ersten Tag beim neuen Besitzer, dass der ihnen brav an der Leine nachläuft. Unsere Hunde hatten im ersten halben Jahr meist gar keine Leine, wirklich nur wenns mal an einer Strasse langging.
Die sind eigenlich nie auf die Idee gekommen, sie könnten auch weglaufen.
War vielleicht Glück aber bisher hats bei jedem Hund auf diese Weise geklappt.
LG Manu

heidi herzberg
13.03.2006, 00:19
Die meisten Welpen lernen jedoch vom ersten Tag beim neuen Besitzer, dass der ihnen brav an der Leine nachläuft. Unsere Hunde hatten im ersten halben Jahr meist gar keine Leine, wirklich nur wenns mal an einer Strasse langging.
Die sind eigenlich nie auf die Idee gekommen, sie könnten auch weglaufen.
War vielleicht Glück aber bisher hats bei jedem Hund auf diese Weise geklappt.



da gebe ich dir völlig recht!
unseren lhasa bekamen wir mit 10 wochen;
von anfang an war er überall dabei und "dackelte" hinterher! bisher gab es nie ein problem ohne leine!
der tibet war 5 monate und bei ihm war es nicht normalität dass er eng bei mir bleibt! da mussten wir ganz schön üben!

deshalb kann ich auch allen nur raten einen welpen anfangs nur ohne leine hinterherlaufen zu lassen:tu:

viele grüße

trofu
13.03.2006, 20:19
Hurra!!!
Endlich mal jemand der mir zustimmt!
Meistens ernte ich nur verständnisloses Kopfschütteln.
LG Manu

Inge1810
14.03.2006, 14:38
Meistens ernte ich nur verständnisloses Kopfschütteln.

Sach bloß..... na dann wird`s schon berechtigt sein, ist mir ja noch nie passiert :rolleyes:

Im Ernst, Du hast Recht. Ist schon manchmal erstaunlich, was für ein Tanz um die Welpen gemacht wird und dann, sobald sie erwachsen sind... oh Wunder.... ganz plötzlich...... ;) . Er wird gefragt, wo er gern als nächstes schnüffeln würde, am Besten mit Flexi, damit der Welpe von klein auf so weit wie möglich von Frauchen weg kann, angebettelt, doch bitte noch ein Schlückchen Wasser zu sich zu nehmen, fleissig Bällchen geworfen, aber schön schnell, bevor der Hund anfängt "sein Recht" einzubellen, er soll seinen Menschen ja weiterhin lieb haben.....

Ich hab ja selbst auch meine Lektionen lernen müssen und genug falsch gemacht bzw. mach noch genug falsch, aber es ist wirklich oft kein Wunder, wenn der Hund den Respekt verliert, sofern er ihn überhaupt aufbauen konnte und ich mach niemandem Vorwürfe, der Fehler gemacht hat, aber wohl dem, der nicht bereit ist dazuzulernen, um es jeden Tag ein kleines Bißchen besser zu machen.

Tut halt weh, die Ursache des ganzen Schlamassels...sich selbst.... anzuschauen, ging mir nicht anders, aber da kommt man schon durch, Hunde sind ja eher nicht nachtragend zu unserem Glück. :)

heidi herzberg
14.03.2006, 15:27
die züchter unseres lhasa rufen ihre welpen vom ersten zufüttern an mit dem selben "kommando"!!
mit zehn wochen kam unsere kleine schon durch den ganzen garten geflitzt wenn man sie rief...einfach traumhaft einen so gut geprägten welpen zu bekommen!


das sind so kleine dinge die wenn man sie richtig weiterführt unheimlich helfen können!:D

viele grüße

Inge1810
14.03.2006, 15:51
@ Heidi

Menno, da könnt ich ja noch im nachhinein richtig neidisch werden. Ich war ja immer gegen Züchter, aber.... man merkt den Unterschied schon, wenn man so toll geprägte Hunde später anschaut und mit denen vergleicht, die halt irgendwo entstanden und geboren sind, worum sich aber kaum Jemand großartig gekümmert hat (die will ich natürlich nicht abwerten, hab selbst ein ungewolltes Hundekind übernommen). Ich hab meine Meinung diesbezüglich etwas geändert, aber streng wäre ich zu nem Züchter immer noch :rolleyes: :D

Ich hätte früher nicht gedacht, wie wichtig und entscheidend doch auch die ersten Wochen sind. Man sagt ja immer so schön "na der ist noch jung, der lernt das", was im Prinzip schon richtig ist, aber Vieles könnte wesentlich leichter sein.

Ich finde auch, das man gerade beim Welpen ganz besonders den Folgetrieb ausnutzen sollte, denn so leicht bekommt man seinen Hund nie wieder zur Abrufbarkeit erzogen. :tu:

Anyanka
15.03.2006, 01:24
Mir hat man immer erzählt, daß mein Hund dominant, daß ich zeigen muss ich bin der Chef blabla. Wer hat noch gleich was von Hund auf den Boden drücken geschrieben???

Irgenwie funktioniert das mit meinem Hund viel besser seit ich meine Einstellung geändert hab und ich das so mache wie ich es für richtig halte. Und nur weil man dem Hund nicht das Futter vorenthält um seine Stellung als "Alpha-Tier" zu halten heißt es nicht, daß der Hund freien Zugang zum Futter hat.

Maya soll mir vertrauen, aber dazu brauche ich mich nicht "Alphatier " zu nennen.

Mein Hund geht vor mir durch die Tür, frisst nach mir, schläft auf der Couch und ich kenne ganz viele Leute die das so sehen und so mit ihren Hunden leben und deren Hunde sehr wohl hören.

trofu
15.03.2006, 23:00
Hi!
Klar es gibt genug Hunde da klappts auch so.
Bei anderen eben nicht. Und wenn man für den Hund nicht interressant ist, dann muss man sich eben irgendwie interessant machen. Wie ist ja eigentlich egal, hauptsache man IST interessant!
LG Manu

Anyanka
16.03.2006, 02:35
Ich find das ist nicht egal wie ich mich interessant mache! Wenn ich meinen Hund bei jedem kleinesten ungehorsam prügeln würde würde er mich auch interessant finden, aber aus Angst!

Ach ja, mein Hund hat in der Huschu gelernt an der Leine zu ziehen. Die Gudrun Feltmann Methode würde nicht wirken wir sollten lieber mit Leinenruck arbeiten. Daher beherzige ich nur noch die Ratschläge hinter denen ich auch stehen kann und es ist mir nichts egal!

Sorry, aber ich bin gebranntes Kind!

trofu
16.03.2006, 12:13
@ Anyanka
Wenn du einen rotzdominaten Hund hast, der ständig versucht der Herr im Haus zu sein, und der ständig kontrollierten will was Herrchen oder Frauchen macht, wirst du nicht drumrumkommen ihn auch mal " aufs Kreuz zu legen"!
Ich habe keinen dominanten Hund , kenne aber genügend, dies öfter mal probieren.Da müssen die Fronten eben ab und an geklärt werden.Mein Hund hat auch viel Freiheiten, ich brauche nicht darauf zu achten ob er oder ich z.B. zuerst aus der Tür geht. Aber bei manchen Hunden MUSS man eben schon drauf achten. Und ich bin absoluter Gegner des ständigen Leinenruckens, die man in den meisten Huschus sieht.
LG Manu

Anyanka
16.03.2006, 20:07
Cool, ja ja die rotzdominanten Hunde die die Weltherrschaft an sich reißen wollen! Du gehst also davon aus, daß Dominanz eine Charaktereigenschaft ist? Das ist natürlich eine tolle Ausrede für einen Hundehalter "etwas grober " mit seinem Hund umzuspringen. Der ist ja dominant! Hört hört!

Wenn ein Hund in manchen Situationen das bestmöglichste für sich selber rausschlagen möchte, dann muss man als Halter konsequent sein und klare Regeln aufstellen. Zum konsequent sein muss ich meinen Hund aber nicht anfassen geschweige denn auf den Rücken legen.

Aber schön, daß sich wenigstens die Sache mit dem Leinenruck auch zu Dir durchgesprochen hat!

Es ist ja so herrlich!

trofu
17.03.2006, 22:38
@Anyanka
Du hast einen Australian Shepard richtig? Ich habe einen Collimischling.
Das sind beides Hunde, die sehr sensibel und intelligent sind, bei meinem genügt ein Fingerschnippen.
Aber es gibt nun mal Hunde die zur Dominanz neigen und die öfter mal "nachfragen" wies mit der Rangordnung so aussieht. Glaub mir ich bin etwas älter als du und hab schon mit vielen Hunden gearbeitet. Ich bin ein absoluter Gegner von Gewalt gegen Tiere gleich in welcher Form.
Aber ich halte es für eine durchaus artgerechte Zurechtweisung wenn man den Hund mal "umdreht". Hattest du schon mal einen Herdenschutzhund oder eine Mischung, wo einer drin ist? Oder auch einen Jagdhund z.B. Dt. Kurzhaar.
Solche Hunde wollen manchmal genau wissen was läuft. Und manchmal muss man diese Hunde auch "anfassen".
Ich denke bei den meisten Australian Shepards und anderen "weichen" Hunden ist das viel seltener nötig. Aber nur weil wir so einen Hund haben, muss man doch andere Hundehalter, mit anderen Rassen nicht "runtermachen" wenn die Erziehung mal anders aussieht. Jeder Hund hat andere Bedürfnisse und braucht andere Erziehungsmethoden, ist ein blöder Ausdruck ich weiss .
Wie gesagt ich bin gegen Gewalt jeglicher Art gegenüber Hunden und anderen Tieren aber bevor ich mich von meinem Sofa vertreiben lassen würde, liesse ich lieber mal den Hund auf den Rücken vor mir liegen.
Wie schon einmal erwähnt, bei MEINEM Hund war sowas nie notwendig.
Lg

Anyanka
18.03.2006, 21:53
Ja, Maya ist ein Aussie und laut einiger ?kompetenter? Trainer ist sie dominant! Es geht definitiv anders! Lies Suzanne Clothiers "Es würde Knochen vom Himmel regnen". Da gibt es auch eine hübsche Geschichte zum Couchproblem.

Sorry und heute nix mehr von Erziehung, da ich heut auf nem Hundeplatz war, die ja angeblich ohne Gewalt und mit positiver Verstärkung arbeiten. Aber ich muss mich nicht von ner Frau trainieren lassen deren Hund nen Stachler trägt und mich von ihr belehren lassen das Halsband besser als Geschirr ist, wo sie meinen Hund nicht mal zwei Minuten gekannt hat!:-(0)

Leider kenne ich mehr Hunde die durch zu harte Methoden versaut wurden als durch zu zarte!

trofu
19.03.2006, 00:05
Cool Stachelwürger!!:sporty:
Hab ich noch für keinen Hund gebraucht, und werds auch niemals brauchen.
Ich denke da sind wir einer Meinung.
Ich denke das ist auch ein bissl falsch rübergekommen, ich bin NICHT für harte Erziehungsmethoden, ich bin nur der Meinung dass der Hund schon wissen muss wo sein Platz im (Menschen)rudel ist , und ihm dies zu zeigen brauchts eben manchmal (bei manchen Hunden) etwas Körpereinsatz und ich rede hier nicht von roher Gewalt.
Und man kann eben einen Aussie nicht mit einen Hovawarth o.ä. vergleichen.
Und nun hörn wir auf und haben uns wieder lieb:cu:
Manu

Astra
26.03.2006, 23:17
Ich hab ein ähnliches problem. meine hündin achtet auch überhaupt nicht auf mich auf den spaziergängen, schlimmer noch, wenn ich nicht auf sie achte flitzt sie weg. Wenn sie irgendwo was interessantes riecht, sieht etc. trabt sie einfach weg, und mit weg meine ich ganz weg! also dass ich keine ahnung habe wo sie hin ist und wo ich überhaupt mit dem suchen anfangen soll... Sie ist super verfressen und fährt auf lerckerlis ab, das problem is nur, dass sie anscheinend die besten erfahrungen mit allen möglichen komposthaufen in der umgebung gemacht hat und das meistens ihr hauptziel ist, und da entscheidet sie sich dann lieber für diese "köstlichkeiten" als für meine leckerlis. somit fällt eigendlich futterentzug, der sonst super bei ihr anschlagen würde, weg, eben weil sie sich grade dann woanders was zu fressen suchen wird...schwieriges problem....:(

viamila
27.03.2006, 09:17
@Astra ::::confused:

Das ist kein schwieriges Problem...
Was hast du denn bis jetzt unternommen wenn Dein Hund sich selbstständig gemacht hat?

Egal wo ich hier lese alle haben irgendwie das gleiche Problem...
Der Hund macht ausserhalb der Wohnung was er will.

Mein Hündin kam ohne das sie nicht das "Komm" richtig erlernt hatte gar nicht von der Leine, wir sind bis sie ein Jahr alt war nur mit Schleppleine gelaufen.

Trainiert hab ich das so das wenn sie sich selbstständig ohne auf mein Rufen zu reagieren weitergetrippelt ist, ich mich umgedreht hab, kurzes zupfen an der Schleppleine um sie aufmerksam zu machen, und in die entgegengesetzte Richtung gelaufen bin, wenn möglich auch noch in einen Querweg so das ich aus dem Sichtfeld verschwunden war....
Sie war so baff, bei den ersten malen, das ich sie verlasse, das sie wie von der Terantel gestochen hinterher geflitz ist...
Das Wichtigste ist, den Hund sofort zu loben, sobald er die Richtung zu mir einschlägt, und zwar überschwenglich, selbst wenn man sich zum Kasper macht.

Mein Hund bekommt selbst heute noch, wo das Komm perfekt sitz, immer eine riesen Belohnung dafür das sie zu mir kommt...

So sichere ich ab, das es das grösste ist wenn der Hund zu mir kommt und alles andere ist piepegal...

Astra
27.03.2006, 22:43
Hallo viamila,

danke für deine antwort.
Freut mich, dass dein Hund das kommen so gut drauf hat, da steckt sicher ne menge arbeit dahinter.
Ich hab bis jetzt mit Schleppleine geübt, muss aber ehrlich sagen dass ich nie ganz genau wusste wie man genau damit umgeht, hab dann das mit verstecken gemacht (klappt auch öfters) und dann noch schnell in die entgegengesetzte richtung laufen/rennen.(hat meistens funktioniert). Also sie weiß genau was das Kommando "Komm" bedeutet.
Ist halt einfach frustrierend wenn man immer das Gefühl hat, der Hund will eigendlich gar nicht bei einem bleiben sondern immer das Weite suchen. Meine Hauptaufgabe ist es, den Hund daran zu hindern, wegzulaufen :( Sobald es vor die Tür geht oder in den Garten muss ich sie gleich anleinen sonst kann es schon sein, dass sie nach 5 Sec wegrennt.

Früher konnte ich sie immer noch in fremder Umgebung frei laufen lassen, da sie sich dort ja nicht auskannte und von daher nicht weglief. Bin dann halt öfters mit dem Auto irgendwo hin gefahren. Aber vor ca einem 1/2 jahr ist es dann auch dort passiert. sie ist ausgebüxt. einen tag später rief mich ein verärgerter jäger an und drohte damit den Hund gleich zu erschießen. Seit dem hab ich sie aus angst nicht mehr abgeleint :(

Werde jetzt aber richtig konsequent mit Schleppleine üben so wie du es beschreibst. Habe eine 10 und 20 meter-leine. welche länge hast du genommen? Und meine Hündin rennt immer vorraus, also sie zieht dann auch an der Schleppleine, wie reagiere ich da? soll ich dann jedesmal auch die Richtung wechseln? Oder sie immer dann zu mir rufen?

Vielen Dank für deine Tipps!
Du hast mir Mut gemacht :-)

Liebe Grüße,
Astra

Pessoa
27.03.2006, 23:34
Guten Abend,
ich bin zwar nicht viamila, aber eine Länge von 5m, max.10 m Schleppleine halte ich für ausreichend für einen Hund, der dem Halter am liebsten seine Hinterseite zeigt.
Ein Tipp noch: Radlerhandschuhe mit Gel-Innenseite, eine gute Internet- Apotheke mit Gelenkbalsam in der Tonne.:) :) :) :)

Liebe Grüße von ehemals malträtierter Rita

viamila
28.03.2006, 06:50
Also ich hab mir aus dem Baumarkt ein ca. 10 m langes stabiles Rolladenband geholt und einen Karabiner dazu. Das ganze hat mich glaub ich 4,50 Eur gekostet.Der Vorteil ist das das Rolladenband super leicht ist und sehr stabil!
Am Ende hab ich nur nen Knoten ins Seil gemacht.

Zu Anfang hab ich so trainiert das ich das Ende der Leine in der Hand gehalten habe, wenn ich wollte das mein Hund kommt hab ich nur kurz gezupft und hab die Richtung entgegengesetzt gewechselt.
Hat mein Hund auch nur kurz einen Schritt in meine Richtung geschaut gab es schon lob. So hab ich weiter aufgebaut Jeder Schritt in meíne Richtung, jeder Blickkontakt wird belohnt, "Es soll sich lohnen in meiner Nähe zu sein" so arbeite ich auch heute noch mit Happy. Das heisst nicht das du den Hund jetzt mit lekkerlis zustopfen sollst, belohnen kann man auch mit einem Bällchen oder generell mit Aufmerksamkeit und Spiel. Je nachdem worauf der Hund am besten reagiert.
Das ist nicht in 2-3 mal üben getan, ich übe auch mit meinem Hund jeden Tag solche Situationen egal ob sie schon kann, ein Hund lernt nur durch Wiederholungen.

Wenn die Übung an der Schleppleine gut sitzt solange du sie hälst, kannst du zwischendurch die Leine mal fallen lassen und den Hund ein paar Meter so laufen lassen, nach ein paar Minuten übst du wie gewohnt das Komm.
Sprich den Hund mit Namen an, dreh dich in entgegengesetzte Richtung und mache anstalten dich vom Hund zu entfernen.
Schaut dich dein Hund an und macht ein Schritt in deine Richtung " mach den Kasper" lob ihn ran... so verknüpft er nur das von dir gewollte...

Mit dem ziehen an der Leine ist es schon so wie du es angedeutet hast... nur ich bin einfach jedesmal wenn Happy gezogen hat stehengeblieben. Sobald die Leine locker ist wird gegangen und gelobt z.B. " Fein, langsam"...

Was man auch gut machen kann sind kleine Spiele unterwegs mit dem Hund, sowas fördert auch die Bindung.
So z.B. kann man unbemerkt mal ein Lekkerli am Wegrand verstecken, mache dann deinen Hund aufmerksam das du was supertolles gefunden hast.."Kasper"... Sage mal "Such Lekkerli" und zeige ihm die Richtung...
Du wirst sehen das dein Hund solche Spielche toll finden wird und dich von sich aus öfter anschaut um zu sehen ob du was tolles entdeckt hast...


Gruß

Astra
01.04.2006, 22:38
Danke für deine Antwort, viamila,

habe jetzt schon paar Tage trainiert und es klappt eigendlich ganz gut.
Jedesmal, wenn sich Hundi umguckt bekommt sie ein Leckerli, habs ab und zu auch nur mit verbalen Lob probiert, aber darauf reagiert sie kaum. Jetzt bekommt sie halt fast die ganze Tagesfutterration auf den Spaziergängen verteilt, aber da spricht ja nix dagegen, oder?

"Komm" macht sie an der Schleppleine auch ganz gut, wenn sie mal nicht gleich kommt reicht an der Leine zupfen leider nicht mehr aus, eher Krafttraining mensch gegen hund ;) Sie trägt aber eh ein Geschirr.

Mit dem "an der Leine ziehen" hab ich so geregelt: Wenn sie zieht - sag ich "Laaaangsam" und nehme sie an der leine leicht zurück - wenn sie dann zwangsläufig langsamer läuft lobe ich sie und dann :) guckt sie sich meistens um - und bekommt ein Leckerlie. Is das zu kompliziert für die Maus oder kann sie das gut verknüpfen?

Liebe Grüße,
Astra

viamila
03.04.2006, 09:31
Hm ... du muß dir genau im klaren sein für was du nun lobst...
und das Lob muß schnell kommen ..sehr schnell ..um eine Verknüpfung für den Hund
herzustellen.

Wenn du nun sagst: Der Hund zieht an der Leine, du bleibst stehen und sagst
"Langsam", schaut dich der Hund an... Lobst du ihn nun für das anschauen? oder für was?

Es ist schwer zu erklären wie Lob gezielt einzusetzen ist und wann der Hund wann..was.. verknüpft.

Tipp:
Der Hund zieht, du bleibst stehen. Automatisch schaut der Hund sich um zu dir.. geb mal das Kommando "Schau" sofort lob hinteran "Aber denk an den Kasper" Feiiiiiiinnn !
Dein Hund wird auf dich zu kommen, weil du ihn ja lobst "Komm" lob!

Mach aber nicht zu viel hintereinander das verwirrt den Hund dann wieder!

Besser ist eines nach dem anderen zu üben... Klappt ein Kommando dann erst das nächste... Rom ist auch nicht an einem Tag entstanden.

Übe regelmässig jeden Tag 5 Minuten ein Kommando ... ein Hund braucht wiederholungen um zu lernen!

Was auch wichtig ist sind Bindungsspiele... baue diese einfach nach jedem Üben mit ein... so freut sich dein Hund auf die Übungszeiten und weiß das es anschliessend noch ein tolles Spiel gibt..

tine0201
04.04.2006, 13:56
Bitte sei so gut und erkläre mir (und sicher auch den anderen) mal das ein oder andere Bindungsspiel - würde das gerne ausprobieren. Ansonsten sind wir immer fleißig am üben, ich wiederhole ständig alle Kommandos, wir gehen ab und zu nur Fuß beim Spazierengang, dann konzentriert sie sich sehr auf mich und und und. Wir machen Fortschritte mit viel Arbeit aber auch viel Spaß!!!
Viele Grüße

Astra
04.04.2006, 18:58
Ok, ich versteh schon. Ich hab das etwas zu verwirrend für die Maus gemacht.
Hab das stehenbleiben auch schon früher geübt, aber der Hund hat sich dabei kein einziges mal umgeschaut. Wir standen dann oft 5 Minuten auf einer Stelle, es gab keinen Lernerfolg und war für uns beide frustrierend....
Man sieht, dass beide Probleme zusammenhängen: Ich kann den Hund nicht freilaufen lassen weil er wegrennt, deswegen ist er unausgelastet und zieht an der Leine um so seinem Bewegungsdrang halbwegs gerecht zu werden.

Werde jetzt erstmal versuchen jede Aufmerksamkeit von ihr zu belohnen und dann das nächste Problem anzugehen.

Viele Grüße,
Astra

Astra
04.04.2006, 23:57
...noch kurz eine Frage zu dem Ganzen: Muss der Hund dann eigendlich bei JEDEM Spaziegang mit der Schleppleine geführt/geübt werden? Oder würde es reichen wenn ich 1 Mal am Tag so übe?

Ich frage deshalb, weil auch andere Familienmitglieder täglich mit dem Hund gassi gehen und die würden sich, fürchte ich, ziemlich schwer tun mit dem trainieren. Die bevorzugen lieber die Flexi :rolleyes:

Danke schon im Vorraus!
Viele Grüße,
Astra

cara84
05.04.2006, 05:20
das was ich von euch lese erinnert mich sehr an meine eigene hündin und meine verzweiflung und unsere kämpfe im letzten jahr. aber vielleicht baut es euch auf: sie hört jetzt toll!
wir haben auch lange mit schleppleine trainiert. im freilauf war die schleppe immer dran (zur sicherheit für mich); natürlich auch beim aufmerksamkeitstraining (die richtungswechsel wie oben schon beschrieben) da hat man sie ja in der hand ;) .
bei uns haben viele sachen auf einmal geholfen, sozusagen ein "allround-konsequenz-programm" das eigentlich eh schon in den größten teilen hier beschrieben wurde:
1. die sache mit der ignoranz hat inge eh schon super gebracht, da kann man sich nur mit freuden anschließen. viele "bleib" übungen: jede tür, jeder durchgang, jede treppe. nicht weil man machtgeil ist :man: sondern weil der hund gaaanz oft merken kann: "aaach ja stimmt du sagst was sache ist..." kommandos werden grundsätzlich nur einmal freundlich gesagt und dann durchgesetzt. (damit mein ich nix brutales, nicht dass jemand was falsches vermutet, gelle...)
2. schleppi-training draußen, auch schon beschrieben. wenn dein hund läuft, und du hast die schleppleine grad nicht in der hand, ruf ihn nicht mit dem normalen kommando! lenke seine aufmerksamkeit anders auf dich (zum affen machen oder weglaufenoder so), damit du dein kommando nicht abnutzt falls er dich jetzt ignoriert. man kann beim schleppi training den richtungswechsel kurz bevor sich die leine strafft auch mit einem kleinen pfiff verbinden, wenn man möchte. so lernt der hund schnell, auf diesen pfiff eine flotte kehrtwendung einzulegen.
3. versuche deine arbeit ganz konzentriert stimmlich und körpersprachlich zu unterstützen! wenn du etwas nicht willst, wirst du gaaanz böse, tiefe stimme, "NEIN!!", knurren, etc. sobald dein hund dich dann ankuckt richtest du dich auf, quietscht begeistert, rufst ihn und bewegst dich weg vom hund!
diese sache verlangt ein sehr gutes timing, übung, und mut; das weiß ich. aber wenn man sich drauf konzentriert und lernt sich selbst und den hund zu beobachten wird man immer besser und das ergebnis ist gigantisch! (was der rest der leute denkt ist sch... egal!!!! :eek: *hihi*)
4. die "bindungsspielchen": man legt sich einen bestimmten bereich zurecht, sagen wir 15 meter gedacht um einen selber rum. wenn der hund diesen bereich verlässt, bist du weg! d.h. es ist natürlich schwierig denn dein hund soll nicht mitkriegen wohin du dich versteckst. sonst sucht er dich wirklich nicht (wie oben schon beschrieben wurde). wenn du aber still und leise verschwindest, ist panik angesagt. auch plötzliche richtungswechsel sind immer gut; an weggabelungen nehme ich grundsätzlich eine richtung die mein hund nicht nimmt.
5. eine nette übung noch zum schluß, wenn es einen helfer gibt, der den hund festhalten kann. helfer nimmt hund am halsband, besitzer rennt weg und motiviert den hund dabei. wenn der hund dann echt hinwill, kommt das "richtige" kommando und der helfer lässt den hund zum besitzer laufen. später kann man den hund dann auch hin-und hershicken und mit futter belohnen. meiner macht das heute noch viel spaß.

puuhhh das war aber viel blablabla ... aber ich kann nur sagen: so hats bei uns geklappt und es war finde ich auch im täglichen gebrauch durchzuführen. :tu:

bin gespannt auf weiteren bericht, sorrry dass es so lang geworden ist.

LG und viel erfolg

viamila
05.04.2006, 08:03
Cara... super ergänzt!!:tu:

So hab ich das bei meiner Hündin geübt.. auch die Bindungsspiele sehr gut..
Der Hund soll einfach lernen das vom mir das allerbeste ausgeht das bei mir immer etwas tolles passiert.

Zu der frage mit der Schleppleine.. ja ich würde die immer dran haben auch wenn andere mit dem Hund gehen, muß halt geübt werden.
Bei ner Flexi Leine ist leider immer Spannung drauf das weiß der Hund und legt sein altes Verhalten mit gegenzug wieder an den Tag..

cara84
07.04.2006, 04:38
Cara... super ergänzt!!:tu:
dankeschön *freu*:-*


So hab ich das bei meiner Hündin geübt.. auch die Bindungsspiele sehr gut..
Der Hund soll einfach lernen das vom mir das allerbeste ausgeht das bei mir immer etwas tolles passiert. genau! uuund dass sie dich BRAUCHT :D ohne cheffe geht nämlich gar nix. da steht hund dann im :rain: sozusagen ;)

p.s.:wisst ihr was? als ich mit meiner hündin diese probleme hatte, war ich noch kaum in foren unterwegs und war total verzweifelt, weil ich immer dachte: bei allen anderen klappts, nur bei mir nicht. aber, und dass muss ich jetzt echt mal sagen, es ist wirklich erleichternd, wenn man mal so mitkriegt, dass eigentlich alle (naja, viele) ähnlche probleme haben/hatten und genauso damit fertigwerden müssen/mussten. da fühlt man sich gleich in guter gesellschaft ;) :bl: LG

sunny_leo
15.04.2006, 00:16
Hallöle an euch alle!!!
Also ich muss euch "Beraterinnen" jetz mal ganz dolle loben!:bl:
Vielleicht habt ihr auch den andren Treat von mir gesehen, ich glaub er hieß "ratlos...". Ich hatte und habe teils immer noch ähnliche Probleme mit meinem Tibet, allerdings ist es dank der fachkundigen Beratung von Inge und Ruth schon sehr viel besser geworden.:)
Bei einigen Sachen hakts aber immer noch.
Auf jeden Fall habe ich gerade diesen Treat zu Ende gelesen:wd: ;) und ich muss sagen, ihr habt mir da unbewusst sehr geholfen.:-*
Dafür möcht ich mich mal recht herzlich bedanken.:bow:
Trotzdem hätte ich da noch eine Frage...:?:
Mein kleiner Ribo ist teilweise sehr lustlos beim Üben. Er hat zurzeit gar keinen Pepp mehr.:(
Vorallem nicht beim üben. Habt ihr eine Ahnung, woran das liegen könnte??:confused:
Und dann hätte ich da noch eine Idee für unsere "Fachfrauen und Fachmänner";) ...
Wie wärs denn, wenn wir mal ganz ordentlich und sauber auflisten, ohne ein Kuddelmuddel zu veranstalten, wie man den Hund wieder "runter kriegt" und sich wieder "zum Chef macht", falls man so ein Problem hat.....?!?Sozusagen ein paar Regeln.
Es gäbe hier bestimmt ein paar "Schweigende", die sich sehr darüber freuen würden.:D
Also falls ihr mal Zeit und Lust habt, könnten wir ja mal alle "zamhelfen" und so einen leinen Treat der "Chefs und der, dies noch werden wollen" erstellen.

lg


Chrissi

cara84
20.04.2006, 04:40
Hi!

hast du schon mal probiert ihm ein bissi weniger zu fressen zu geben daheim...dafür suuupertolle leckerlis draußen. außerdem könnte helfen:
ganz bewusst mit dem hund spielen, die beute interessant machen. je nach hund beim beutespiel evtl. leise reden, geheimnisvoll flüstern (findet meine z.b. super ;) ); geht übrigens auch mit futter in der hand, wenn dein hund sich nicht für spielzeug interessiert.
deutliche körpersprache, augenkontakt, spannung aufbauen: selbstbewusst und mit eigener körperspannung und ruckartigen bewegungen den hund auf dich konzentrieren; selbstbewusste stimme, knappe kommandos.

falls es sein kann, dass dein hund mental einfach zur zeit ausgepowert ist, gönn ihm ein, zwei, drei tage wirklich ruhe von der unterordnung und beginne dann ganz konzentriert wieder. denk dir vielleicht neue übungen aus oder bring ihm was neues bei, was spaß macht. ändere mal die tageszeit, an der ihr arbeitet. meine hat z.b., selbst wenn sie tagsüber total lahmarschig :D ist, nachts plötzlich einen rappel und will unbedingt was tun (und arbeitet dann sowas von zackig, der wahnsinn...).

aber ich finde oft hilft es auch schon, wenn man sich auf die elementaren sachen, wie körpersprache und genaue kommandos, bewusst konzentriert und so fehler/nachlässigkeiten, die sich bei einem selbst eingeschlichen haben, wieder ausbügelt.


hoffe es war die eien oder ander idee für dich dabei :compi:

viiiel spaß! :kraul:

LG, Anna :cu: