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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Streiterrei unter Geschwistern



Filvy
22.02.2006, 17:52
Hallo

ich halte zwei Geschwister einen kastr. Rüden und einen Rüden.Zurzeit kommen sich die Beiden öfters in die "Haare" das sieht dann so aus ,dass der nichtkastr. den andern mal heftig am Rückenfell packt,vorallem wenn der nichtkast. Rüde sich begengt fühlt (naja wie halt so Sachen zu dicht zu zweit an einer Engstelle vorbei) sie haben sich nocht nicht verletzt ,ich möchte es aber auch nicht erleben müßen.
Es haben mir viele Leutchen u.a.TA Trainer gesagt ich soll den andern auch noch kastrieren lassen.Ich bin mir da nicht so sicher,kann ich ja nicht mehr rückgängig machen,ich tu mir bei dieser Entscheidung sehr schwer,vielleicht hat jemand ähnliche Erfahrungen gemacht.

kaviar1
23.02.2006, 00:09
hallo,
wie alt die Zwei?
Gruß Maria

billymoppel
23.02.2006, 08:50
hallo filfy,

du hast völlig recht mit der kastrationsangst. es könnte das problem lösen, kann aber alles auch noch viel viel schlimmer machen. das halte ich sogar für wahrscheinlich. denn dann ist der kleine vorteil, den einer der rüden hat, auch noch dahin. denn dominant sind offenbar beide tiere - sonst käme es ja gar nicht zu diesen auseinandersetzungen. daran ändert eine kastration nichts. (so, wie es die landläufige meinung gern sieht).
hier besteht aber die vorübergehende möglichkeit der chem. kastration durch hormongabe - so kannst du es zumindest versuchen
gleichgeschlechtliche wurfgeschwister zu halten war von anfang an sicher keine besonders gute idee, kann gut gehen, tut es aber meistens nicht.
man muss sich nichts vormachen, es kann sich durchaus nur um eine phase handeln. langfristig wird vermutlich trotz alledem kein stabiles rudel aus den beiden. so bitter das für dich ist, solltest du darüber nachdenken, einem der rüden ein neues zuhause zu suchen.
denn versetze dich bitte in die lage der beiden hunde und welchen streß für sie ein lebenslang gespanntes verhältnis, wo immer ein funke reicht, um die bombe zu zünden, bedeutet.
da beide vermutlich jung sind, besser heute als morgen.
streit gibt es auch sonst unter hunden, das ist ja völlig normal und auch notwendig. meine weiber zeigen sich schon auch mal die zähne oder haben eine mittelprächtige klopperei. da spürt man aber deutlich, dass es ein punktuelles ereignis ist, ausgelöst durch eine bestimmte ressource, um die ein zank offenbar lohnt. grundsätzlich herrscht frieden, freundschaft und stabilität - dauerhafte rivalität gibt es nicht.
du solltest also folgendes tun:
1.) dir ehrlich die frage beantworten: wie ist es grundsätzlich zwischen den beiden? haben sie denn auch was davon, gemeinsam gehalten zu werden? gibt es spiel, freundschaftliche interaktion, psychische nähe? garniert mit einem rüden-zank an der engstelle? dann ist alles völlig normal. oder herrscht dauerhafte spannung? aber du musst ehrlich sein und bereit, dir nichts vorzumachen
2.) für letzen fall eine vorübergehende chem. kastration erwägen - nur muss einem klar sein - man kann hunde nicht zwingen kann, freunde zu sein.

tabea
23.02.2006, 10:36
:cu: Leute bin neu hier ist ziemlich schwer mal wo was zu finden ich habe einige Probleme mit meinen Katzen könnt oder möchtet ihr mit mir darüber reden liebe grüße tabea

Venga
23.02.2006, 11:14
Hallo Tabea,
da bist du im Katzentalk (http://forum.zooplus.de/forum/forumdisplay.php?f=16) besser aufgehoben.

LG
Venga

Filvy
23.02.2006, 12:19
Danke für Eure Meinung
1.sie sind 1,7 J<hre alt
2.es ist nicht so,dass sie sich dauernd verkloppen,war jetzt 4-5 mal so,sie können auch einträchtig nebeneinander liegen , ganz gemütlich.Sie spielen auch viel miteinander,jeder Hund hat eine feste Bezugsperson.Einer ist etwas ruhiger in seiner Art der andere etwas temp.voller.Der ruhigere hat schon etwas respekt vor seinem Bruder ,war aber immer der Angreifer.
In der Wohnung hatten sie noch nie Streit.Ich bekomms nicht raus wann die miteinander ein Problem haben,habs nur mal an einer Engstelle beobachtet,ich glaub,dass der Ruhiger in manchen Situationen eher ängstlich istund von daher reagiert.
3.Im nachihnein hast du sicher Recht,dass Geschwisterkomp.nicht ideal sind,hab da aber beim Züchter nachgefragt,sei kein Problem,naja ich möcht ungern einen hergeben.

billymoppel
23.02.2006, 15:49
nun ja, streit - auch handfester - ist normal. sprechen können hunde ja nicht, d.h. für hunde bieten sich sich nicht allzuviele möglichkeiten, aufkommende konflikte zu lösen (obwohl ich so einen kurzen heftigen hundestreit irgendwie besser finde, also so manchen tagelangen ehekrach :D)
engstellen-machogehabe ist übrigens typisch rüde.
sehen muss man aber auch, dass deine hunde auf dem weg des erwachsenwerdens sind. abgrenzung und rangordnungspositionierung sind da - wie bei uns auch - völlig normal. entschieden wird sowas unter hunden durch größe, alter, erfahrung und durchsetzungswillen. bei wurfgeschwistern ist die gefahr halt hoch, dass keiner in keinem punkt einen vorteil hat, der diese positionierung entscheidung kann. ob das gelingt, wird in deinem fall die zeit zeigen, so richtig gutes ahne ich aber irgendwie nicht. ich würde mir eine frist gewisser zeit setzen (vielleicht ein halbes jahr?) - wenn dann die auseinandersetzungen andauern oder gar an heftigkeit zunehmen, solltest du eine entscheidung im interesse der hunde treffen. dass du keinen hergeben magst, ist ja verständlich, aber sie sind deine schutzbefohlenen und ein leben im dauer-sozialstreß wird am ende auch dir nicht gut tun, das ist einfach anstrengend und erst recht für die hunde. was viele ja nicht gerne hören: psychisch stabile hunde gewöhnen sich schnell an ein neues zuhause, hunde sind opportunisten. sie kommen und gehen (natürlich, solang es im rahmen bleibt)

jamie
23.02.2006, 18:07
Hallo Tabea,
gern antworte ich Dir bei deinen Fragen, kannst mich auch anmailen,
Gruß
Jamie:tu:

Filvy
23.02.2006, 18:23
Ich hoffe,dass sich das Problem erledigt,war bis vor 2-3 Wochen auch noch kein Problem.
Zufügen wollte ich noch ,dass die Beiden nicht ganz Wurfgeschwister sind haben jeweils andere Mütter (sind ein paar auch Tage vom Alter her auseinander),naja das ändert wohl nichts an der Tatsachen,dass sie praktisch gleich alt sind und keiner mehr Erfahrung aufweisen kann.
Ich werde mein möglichstes tun z.B.dass sie einfach an Engstellen weiter voneinander weg sind .

billymoppel
24.02.2006, 08:36
konfliktmanagment unter hunden ist eine weites, schwieirges feld: wo darf, soll, kann man eingreifen? einfach ist es natürlich, wenn man weiß, dass nur ein zwei situationen konflikt auslösen: bei meinen mädels ist es z.b. die begrüßung, wenn sie allein waren und wir beide zusammen nach hause kommen. die jüngere, leicht erregbar sowieso, rastet dann aus. das kann man händeln. wenn aber eher grundsätzliches dahinter steht wird es schwer. wenn es nicht die engstelle ist, wird es das nächste mauseloch, der frühstückstisch, die nächste hündin etc.pp.
dass es mit deinen hunden jetzt begonnen hat, ist kein wunder: psychisch waren sie bisher große kinder, nun sind auf dem wege des erwachsenwerdens. und nein, ich glaube nicht, dass es aufhört. weil sich ausprobieren gehört nun mal zu diesem prozess dazu. wirklich erwachsen werden sie mit etwa 3 jahren sein, sehr große rassen auch später. (manche kleinhunde werden es nie :D)
hast du dir mal überlegt, wie es wird, wenn nicht innerhalb kurzer zeit befriedung eintritt? wie willst du noch guten gewissens aus dem haus gehen und die beiden allein lassen? (dass sie sich an die regeln halten, solang du bist, heißt ja nicht, das es auch tun, wenn du abwesend bist). ich vergleiche das mal mit einer rüdenbekanntschaft von mir. die beiden rüden sind und bleiben definitiv rivalen. wir können gut gemeinsam spazieren gehen, die beiden haben auch gemeinsame hobbies (beides jagdhunde :D), aber es kommt immer wieder zu animositäten (es bleibt aber beim knurren, schließlich wissen beide, dass nach zwei stunden spaziergang jeder seiner wege geht). und so ein bißchen reibung hält die beiden sicher auch jung :D gegenseitige hausbesuche sind möglich, aber stets unter anspannung. stete kontrolle beider hunde ist erforderlich, sonst kracht es. andere rüden könnte ich bedenklos mit meinem in ein zimmer sperren - aber nicht diesen. völlig ausgeschlossen. never ever. das ganze geht schon drei jahre so und wird sich vermutlich nie ändern. billy würde vermutlich lieber sterben, als sich diesem rüden unterzuordnen und umgekehrt. das ist kein grundsätzliche problem der beiden, nur eben in diesem fall für sie offenbar nicht zu lösen. es passt halt nicht. (dafür passt es um so mehr zwischen den haltern und da die rüden ja nicht dauerhaft zusammen sein müssen, dürfen wir sicher mal egoistisch sein)
und für den nächsten hund: ein züchter, der zwei würfe von zwei hündinnen gleichzeitig hat, ist kein züchter, sondern ein vermehrer (und weil es so praktisch ist, noch vom selben rüden gedeckt, oh mann). und dann vermittelt man auch bedenkenlos zwei welpen gleichzeitig, man muss sie ja los werden.
was mir in deinen bisherigen postings nicht gefällt, ist die egoistische grundhaltung - ICH kann mich nicht trennen. du solltest wirklich anfangen, über die interessen der hunde nachzudenken und zwar zügig. sonst hast du ganz schnell zwie 3jährige hunde, die vielleicht erfahrung mit ernstkämpfen haben, dann wirds auch mit einer vermittlung schwierig.

Pafil
24.02.2006, 12:28
naja, ist das nicht zu pessi.die Sache mit dem Abgeben sieht das wirklich so ernst aus,haben die zwei sich verletzt oder ist es einfach eine Pöpelei.
Billymoppel jetzt bin ich ja nicht grad sehr erfahren aber wie sehen denn so Erstkämpfe aus...sorry die Frage aber ich hab so ernsthafte Kämpfe noch nicht gesehen.Wir gehn ja oft in großen Gruppen raus (2xwöch) ich hoffe nicht ,dass ich das mal sehen muß und wie reagiert man da richtig...hab ich mir noch keine Gedanken gemacht.

billymoppel
24.02.2006, 15:23
hallo pafil,

wenn du mal zeuge eines ernstkampfes wirst: in diesem moment wirst du nicht eine milisekunde daran zweifeln, dass es es mehr ist, als das übliche getöse, sondern dass es wirklich darum geht, den gegener ernsthaft zu verletzen oder gar mehr. das ist sicher eine ausnahmesituation, die ich bisher dreimal erleben "durfte". einmal leider und vor kurzem erst mit dem eigenen rüden und bereits oben erwähnten rüden. billy hatte bei einem besuch in deren haus den fehler gemacht, dessen herrchen anzubellen (er hatte sich erschreckt, als der zum frühesten morgen und für ihn unüblicher zeit in den garten kam). der ander hund lag wenige meter von billy entfernt - er hat keine sekunde gezögert und ist ohne warnung und ohne die übliche drohung (und ohne geräusch) auf billy drauf. der lag sofort unten und hat geschrien wie am spieß (auch ihm war sofort klar, dass es ums eingemachte ging), der andere hatte sich aber gleich richtig verbissen. zur ehrenrettung des anderen hundes ist zu sagen, dass uns allen dieser vorfall mehr als spanisch vorkam und er danach gründlich durchgecheckt wurde - worauf sich eine schwere krebserkrankung ergab, die sicher mit erheblichen schmerzen verbunden war. (dadurch hatte das ganze letztlich auch was gutes, denn der hund wurde behandelt und hat nun ganz gute chancen)
und da du nicht zweifelst, bleibt auch gar keine zeit für irgendeine konfliktlösung - du wirst einfach nur versuchen, die hunde auseinanderzubekommen. uns ist es irgendwie gelungen (ich kann mich dunkel erinnern, dass ich dem anderen hund meine rumstehenden gummistiefel über die birne gezogen habe, was männe und die anderen gemacht haben, weiß ich nicht) und billy hatte glück im unglück: er hatte zwei mäßig schwere bißverletzungen am bauch (aber schon mehr als die übliche "reißzahnlochung", die ja meist aus versehen passiert) und ein ein wenig geknicktes ego. auch er hat sich in jeder beziehung erholt. zum glück sind rüden meist nicht nachtragend :D
die beiden anderen male gabs im th (ein fall sogar zwischen rüde und hündin, der endete für den rüden auf dem op-tisch) - der sozialstreß ist dort nun mal enorm hoch, zumal bei zwingereinzehaltung wie bei uns. da braucht nur einer die falsche tür auflassen, hinzu kommen die fehlenden fluchtmöglichkeiten für die hunde.
ich bin auch nicht pessimistisch, ich habe für filfy nur die möglichkeiten aufgezählt. was nutzt es, wenn man die augen verschließt und in anderthalb jahren steht man vor einem scherbenhaufen. es geht auch nicht darum von jetzt auf gleich eine entscheidung zu treffen, aber man sollte die sache sehr sorgfältig beobachten. die gleichgeschlechtliche wurfgeschwisterverrudelung ist wirklich das ungünstigste, was man machen kann.
ich bin gerade vor einigen tagen einer frau mit zwie recht großen rüden begegnet (diesmal keine geschwister, aber auch da passte es defintiv nicht.) der alte von den beiden schien noch der chef, denn er war es, der sich billy bei der begnung erst mal "vorgeknöpft" hat. durchaus aber noch nett und halbwegs charmant, aber doch auch nicht zu übersehen auch dominant. wir sind dann ein stück zu zusammen gegangen und was ich gesehen habe, war nicht lustig. der alte war dann an einer meiner hündinnen sehr interessiert, der jüngere (3 jahre!) motzte dagegen beständig. sie hatten sich mehrfach kurz in der wolle. (billy war das auch nicht geheuer, er folgte in weitem abstand und hatte sich aus der schußlinie gebracht). alles in allem lag eine aggression in der luft, die das frauchen wohl schon gar nicht mehr spürte aus lauter gewöhnung (das ging wohl seit monaten so). mir dagegen war richtig übel. die hunde mögen noch monate, vielleicht jahre so leben, weil sie keine andere möglichkeit haben - mit gepflegter und sinnvoller rudelhaltung, von der alle was haben, hatte das definitiv nichts zu tun. das war so der super-gau, der im rudel passieren kann. wenn man die rüden gefragt hätte, wäre ihre antwort sicher eindeutig ausgefallen.

Pafil
24.02.2006, 18:27
nochmal, wie sieht denn eine sinnvoll und gepflegtes Rudel aus.Würd mich schon interessieren.Schön wärs ja doch wenn der Mensch das letzte Wort hat dann müßen die Hunde nicht soviel miteinander ausmachen,oder?
Ich denk es ist auch schwierig den Zeitpunkt zuerwischen wann sich Mensch einmischt,oder?

billymoppel
24.02.2006, 21:25
natürlich muss der mensch in ernstsituationen das letzte wort haben, aber an sich kann und sollte man gegen die interaktion in einem rudel nichts unternehmen. gepflegter zank ist so normal wie notwendig, schließlich sind auch hunde individuen, die ihre individualität bewahren müssen, um nicht in der klapsmühle zu enden - streit ist da ein wichtiges instrumentarium.
nehmen wir als beispiel mein rudel von vier hunden: billy ist ein relativ dominanter rüde, zu dessen lebensaufgabe auch "führung" zählt. er war immer versessen auf andere hunde, gesellschaftliche aktivität ist super wichtig für ihn. aber weder ein domianter rüde (der schon gar nicht) und auch keine domimante hündin zu hätte ihm gepasst. letztere hätte er vermutlich akzeptiert, es hätte ihn aber in eine sinnkrise gestürzt. die hündin (mittlerweile verstorben), die dann dazu kam, war schon hart an der grenze. moppel war kein hund, sondern ein stofftier :D sie selbst war gegen andere hunde immer auf abgrenzung aus, mit billy war es zumindest eine art zuneigung. moppel war eigentlich ein einzelhund. aber zufrieden waren sie so schon, man hat halt mehr neben- als miteinander gelebt, was auch daran sieht, dass es nie streit gab. :D
dann kam lisa. lisa ist das geborene rudeltier. sie ist nicht dominant, nur bisweilen zänkisch, gibt ihr ein hund "contra" fällt sie sofort um. sie orientiert sich stark an anderen hunden - im guten wie im bösen. lisa würde in jedem größeren rudel zurecht kommen. der typische mitläufer. zwischen ihr und billy war es sofort die große liebe - sie verehrt und braucht ihn (anfangs war das so schlimm, dass man nirgendwo mit ihr allein hin gehen konnte, ohne den großen meister war sie nicht bereit, aus dem haus zu gehen :D) und billy als "führer" fühlt sich natürlich mehr als gestärkt. und überhaupt ist es liebe :D komischerweise hat lisa sogar moppel was gebracht - sie konnte endlich mal stärke zeigen und erfolg haben. für ihr hündisches verhalten außerhalb des rudels hat das großen erfolg gebracht. die beiden mädels hatten durchaus ihre reibungspunkte - aber doch im großen ganzen zivil und punktuell. moppel war im weiber-kosmos die chefin, keine frage. als moppel mit nicht ganz acht jahren starb (lisa hat lange und heftig getrauert) und ich unbedingt wieder einen dritten hund wollte, habe ich schon recht genau geplant, damit die wahrscheinlichkeit, dass es funktioniert, hoch ist. sie sollte dringend einiges älter sein als lisa (die wird so 3 jahre sein) und körperlich kräftiger, allerdings auch nicht in der lage und willens, den großen meister in frage zu stellen. also kam dina, ca. 7 jahre und polnische kampfroulade :D von 14 kg. ich wollte einen erfahrenen hund, der mit lisas launen umgehen kann und resistenz zeigt. eigentlich wußte ich vom ersten tag, dass ich die richtige hündin ausgesucht habe. dina mag andere hunde, verzehrt sich aber nicht nach ihnen. sie hat ein hartes leben als ponischer halb-landstraßenstreuner und zwei jahren polnischen tierheim hinter sich und ist die beständigkeit in person, nur starke hunde überleben das. logisch tropfen lisas zankversuche an ihr ab :D zwischen beiden gibt es weniger streit als mit moppel, wobei man sagen muss, dass dina in jeder hinsicht genügsam ist. aber sie wäre sicher auch als einzelhund nicht unglücklich. aber im großen und ganzen passt es.
mein derzeitiger pflegerüde malwin (ca. 2 jahre) ist (noch) der ideale vierthund. er ist ein sehr stabiler charakter, der auch mit hundischen zurückweisungen (und da bekommt er einige :D) sehr gut leben kann. das erschüttert ihn nicht. er ist ein toller spielkamerad für lisa und sie kann ihn, wenn sie ihre launen hat, nach herzenslust schikanieren :D billy hat keine mühe den winzling (7kg) in schach zu halten, der sich in anbetracht seines jugendlichen alters auch problemlos fügt. trotzdem hätte ich auf die dauer bedenken: auch malwin ist nicht unterwürfig, nur klug und offenbar sehr gut sozialisiert (stammt aus spanien). er wird älter und ernster werden, billy (12 jahre) aber nicht jünger. ich meine bei billy schon erste anzeichen von unwohlsein und streß zu spüren. ich würde nicht die hand ins feuer legen wollen, dass malwin es eines tages es nicht immer und immer wieder versuchen würde. und dann wäre es aus mit dem frieden. deshalb wird malwin nicht der vierthund, sondern marschiert nächste woche in sein neues zuhause, *seufz*
wenn man mehrhundehaltung plant, sollte man sicher zuerst die frage stellen, ob der vorhandene hund das möchte. vor allem sehr menschenbezogene hunde, die nicht viel wert auf innerartlichen kontakt legen (wie einstens meine moppel) sind durchaus einzeln auf einem sofa sehr glücklich. dann natürlich, ob er grundlegend sozial geeignet ist. getrennte geschlechter gehen meist problemlos, wenn man die beiden fragen mit ja beantworten kann. nimmt man einen welpen zu einem erwachsenen hund wird das fast immer auch was, bei hündinnen+welpe oft mit anlaufschwierigkeiten. ich persönlich finde es optimal, erwachsene hunde zu vergesellschaften, da erlebt man sicher die wenigsten überraschungen.