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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Diagnose Diabetes



Garvin
21.02.2006, 11:52
Nachdem es unserem alten Kater ja in den letzten Wochen wieder schlechter ging und er zu unserer großen Überraschung plötzlich erstmals freiwillig Wasser getrunken hat (so war die Investition Freshflow wenigstens nicht umsonst;) ), waren wir nun wieder zur Blutkontrolle in der Tierklinik. Vor allem hat uns Sorgen gemacht, dass er schon wieder so abgenommen hat - er ist inzwischen von 5,2 auf 4,6 Kilo runter und total knochig. Trotzdem sind die Nierenwerte im Rahmen des normalen. Was erhöht ist, sind die Leberwerte, und außerdem zeigt der Glucosespiegel eindeutig, dass Freddie Diabetes hat (die Werte liegen mir jetzt gerade nicht vor, bei Interesse poste ich sie aber gern). Tja, nun werden wir am Freitag instruiert, wie wir damit umzugehen haben. Außerdem steht noch das Ergebnis einer speziellen Blutuntersuchung hinsichtlich der Bauchspeicheldrüse aus (kostet ein Vermögen - allein dafür 50 Euro :sporty: ).

Tja, einerseits ist das natürlich scheußlich. Andererseits sind wir im Grunde erleichtert, denn das ist eine handfeste Diagnose und ein Krankheitsbild, das man behandeln kann - und das ist allemal besser als die Ungewissheit und Sorge.

Falls jemand hier Erfahrung mit täglich Spritzen setzen und Diabetes hat, freue ich mich über Tipps. Die Suchfunktion hat leider (oder Gott sei Dank - eure Katzis sind in dieser Hinsicht scheinbar gesund) nicht allzu viel ausgespuckt.

Danke euch und Gruß
garvin

Renate W.
21.02.2006, 14:38
Hallo Garvin,

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Was erhöht ist, sind die Leberwerte, und außerdem zeigt der Glucosespiegel eindeutig, dass Freddie Diabetes hat (die Werte liegen mir jetzt gerade nicht vor, bei Interesse poste ich sie aber gern).
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Der Glucosespiegel allein kann nicht zur Diagnose "Diabetes" herangezogen werden.
Glucose ist auch bei Aufregung (Tierarztbesuch) erhöht. Für eine "handfeste" Diagnose sind der Glucose- und Fructosaminwert notwendig.

Um wieviel sind die Leberwerte erhöht? Ich weiß schon, mich würde es auch nicht ruhig lassen, wenn die Leberwerte nur geringfügig erhöht sind, aber wirklich erhöht sind die Leberwerte erst bei einer dreifachen Erhöhung gegenüber dem Referenzwert.

Der TLI-Test ist superwichtig, auch wenn er ein Loch in den Geldbeutel reißt. Du lässt ihn machen und das ist sehr gut.

Tut mir leid, sollte wirklich "nur" Glucose untersucht worden und erhöht sein, dann hast du keine Diagnose.

Kennst du schon Helga's Forum rund um Diabetes bei der Katze?

Du findest auf der HP auch sehr viele Infos, die dir helfen werden.

http://www.katzendiabetes.de

:cu: :cu:

Garvin
21.02.2006, 19:00
Hi,

nein, das Forum kenne ich nicht, vielen Dank für den Tipp. Dann sammele ich mal fleißig Fragen für unseren Termin am Freitag. Da ich nicht selbst mit dem Doc telefoniert habe, sondern mein Freund, weiß ich jetzt auch nicht genau, worauf sich die Schlussfolgerung Diabetes stützt. Das werde ich dann alles genauestens hinterfragen. Es passt allerdings schon zu den diversen Symptomen. Aber du hast schon recht, man sollte nicht einfach eine Diagnose annehmen, nur weil sie gut passen würde und man eben gern eine hätte.

Für was steht denn TLI?

Gruß garvin

Renate W.
21.02.2006, 21:37
Hallo Garvin,

diese spezielle Untersuchung (TLI-Test) ist für die Funktion der Bauchspeicheldrüse.

Bitte hinterfrag alles ganz genau wegen der Diabetesdiagnose. Leider werden noch immer Katzen mit Insulin behandelt, obwohl nur Glucose bei der Blutuntersuchung erhöht war.
Aber du wirst - wenn du auf Helga's Seiten schaust - alles viel genauer beschrieben nachlesen können.

Ich hoffe - obwohl Diabetes, wenn er nun wirklich vorläge - gut behandelbar ist, dass Freddie nicht daran leidet.
:cu: :cu:

Garvin
27.02.2006, 13:30
Hallo,

heute ein kurzes Update. Freddie hat wohl tatsächlich Diabetes, neben dem Glucosewert (370 bei Referenz 54-100) sind auch Fructosaminwert (576 bei Referenzwert max. 390) und Cholesterinwert (280 bei Referenzwert 70-150)viel zu hoch - alles Werte, die die Bauchspeicheldrüse betreffen. Das Ergebnis des PLI-Tests ist leider immer noch nicht da.

Wir stellen uns leider beim täglichen Spritzen wohl nicht so gut an, jedenfalls tut es ihm weh und das macht es umso schwerer, vor allem wenn wir es nicht gemeinsam machen können und einer Freddie ablenkt durch Kraulen, während der andere spritzt. Auch scheint er nicth gut eingestellt durch das Insulin, er frisst immer weniger und trinkt umso mehr. Wir müssen ihn dann diese Woche zu einem Ganztagestest bringen, bei dem ihm alle zwei Stunden Blut abgenommen wird, um den Abbau zu überprüfen. Da tut er mir jetzt schon megaleid.

Die generelle Tendenz der Ärzte ist, zu sehen ob sich der Diabetes einstellen lässt. Falls die Bauchspeicheldrüse wirklich schon entzündet ist, kann man ohnehin nicht mehr viel machen, dann bleibt nur noch abzuwarten, wie lange er noch mag.

Ich bin da sehr ratlos und verzweifelt. So lange ging es ihm richtig gut, und jetzt von einem auf den anderen Moment... Besonders Angst habe ich davor, dass er ausgerechnet dann stirbt, wenn ich nicht da bin. Ich muss ab nächste Woche für 9 Tage auf die CeBIT nach Hannover. Ich hoffe, dass er es so lange wenigstens noch schafft. Eigentlich hatten wir gehofft, dass er wenigstens den Sommer in seinem Garten noch genießen kann, aber jetzt...

Rennsemmel
27.02.2006, 14:57
Hallo Katrin,

daß es Freddie nun wieder schlechter geht tut mir sehr leid:0( . Ich versteh gar nicht wieso das erst jetzt erkannt worden ist. In WH ist doch das erste Blutbild gemacht worden (soweit ich mich erinnere) und doch dann in Oberhaching noch mal. Ist denn da niemanden was aufgefallen?

Auch wenn er eine entzündete Bauchspeicheldrüse und erhöhte Leberwerte hat ist vielleicht noch nicht Hopfen und Malz verloren, guck mal hier: http://www.katzendiabetes.de/1947672.htm

Ich drücke ganz doll die Daumen daß Freddie diesen Sommer bei euch im Garten verbringen kann. :hug:

Garvin
27.02.2006, 16:39
Hi Nicole,

danke für deine aufmunternden Worte. Ich verstehe es auch nicht. Aber laut Dr Lammerer kann Diabetes wirklich von einem auf den anderen Tag kommen und sie meinte, wir hätten das noch vergleichsweise früh bemerkt, bei anderen Katzen wären oft schon Ketone vorhanden und der Fructosaminwert um ein Zehnfaches höher. Ich konnte ja die Werte vergleichen und Anfang Januar war der Fructosaminwert auch nicht erhöht. Nachdem, was ich heute morgen auf genau den von dir genannten Seiten gelesen habe, könnte der Diabetes auch durch das Nichtfressen während dieser Tage ausgelöst worden sein, z.B. durch eine Leberverfettung oder Pankreatitis. Es wäre wohl auch alles nicht so beunruhigend, wenn er wenigstens jetzt fressen würde. Aber außer Frischfleisch nimmt er kaum noch ein Futter an, wohl auch, weil er scheinbar nicht viel riecht. Manchmal tappelt er nämlich wirklich an seinen Leckerchen vorbei und kriegt nix mit. Ich bin echt schon am überlegen, ob ich auf eine ausgewogene Ernährung sch... soll und zusehe, ihn vorerst nur noch mit Frischfleisch zu füttern, damit er wenigstens frisst.

MickeyIM
27.02.2006, 16:55
Hallo Katrin,

oh weia, das mit Freddie tut mir wahnsinnig leid :0( . Mit Diabetes kenne ich mich allerdings so wenig aus, dass ich fachlich lieber dazu schweige.

Wann findet denn dieser Tagestest statt?

Oh je, ich kann Dir wirklich so gut nachfühlen, wie das für Dich sein muss, jetzt neun Tage nicht da zu sein. Fühl Dich bitte gedrückt:hug: .

Liebe Grüße, Sylvia

Rennsemmel
28.02.2006, 07:31
Ich bin echt schon am überlegen, ob ich auf eine ausgewogene Ernährung sch... soll und zusehe, ihn vorerst nur noch mit Frischfleisch zu füttern, damit er wenigstens frisst.

Rein vom Gefühl her würd ich sagen: Genau! Hauptsache es kommt irgendwas in die Katze rein, ganz egal was. Sch... drauf, Hauptsache er kriegt wieder was auf die Rippen. ABER wie das im Zusammenhang mit Diabetis zu sehen ist weiß ich nicht. Was meint denn der Doc dazu und wann ist denn der Tagestest?
Ist Dr. Lammerer in Oberhaching? Ich muß mit Simba auch wieder hin, vielleicht sollten wir die Stammis in Zukunft dort abhalten :( :rolleyes: