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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Hat mein Kater ein psychisches oder ein physisches Problem?



Checknix
17.02.2006, 12:33
Hallo,
jetzt hab ich schon so einiges hier gelesen, aber zu meinem bzw. dem Problem meines Katers leider noch nichts gefunden.

Leo, bald drei Jahre alt, ist ein lustiger, sicher auch sehr verhätschelter, kleiner Kater. Er kam zu uns mit etwa 8 Wochen und hat sich in den Haushalt bei zwei weiteren (Tierheim-)Tigern super eingefügt. Manchmal jagt er unsere Katze Conchita, die das wie die Pest hasst, meistens tobt er aber mit Kater Caruso wild raufend durch die Gegend, dann wieder liegt er mit ihm kuschelnd zusammen in der Hängematte.

Nur ab und zu, in dieser Woche jetzt schon zweimal, passiert es, dass er plötzlich aus seinem Schlaf (Traum?) schreiend aufwacht und riesengroß aufgerissene Augen hat und im selben Moment sich auch schon ins Fell macht. Bisher ist es schon zweimal in der Hängematte passiert (immer nur, wenn er allein schläft) und einmal auf nem Regal oben (zum Glück lag ne Matte drauf). Heute allerdings - ich bin krank und hab lang geschlafen - lag er bei mir im Bett und hat es voll eingewutzt.

Wenn das passiert, guckt er mich immer ganz groß an, ist völlig verkrampft und kommt nur langsam wieder zu sich. Es kommt mir vor, als hätte er einen Alptraum, der nicht weichen will. Wenn er sich gefangen hat, rennt er mir überall hin nach, hat große Augen und miaut ständig. Sein vorhergehendes Geschrei bewirkt, dass auch Conchita und Caruso besorgt zu ihm laufen und - so scheint mir - genauso hilflos um ihn rumstehen wie ich.

Ich würde ihm sooo gerne helfen, aber ich hab einfach keine Ahnung, was da passiert. Tut ihm irgendwas weh? Träumt er schlecht? Hat er irgendwas erlebt, was ihn so aus der Bahn wirft? Einmal war er in der Klinik, weil wir dachten, dass er was verschluckt hat und mußte über Nacht dortbleiben. Am nächsten Tag wurde er wieder heimgeschickt, obwohl die Lage unklar war, weil er andauernd nur gebrüllt, nichts gefressen und so panisch geguckt hat, dass die Ärzte Mitleid hatten. Tatsächlich hat er sich schon bei der Rückfahrt im Auto so entspannt, dass er noch nicht mal Angst vorm Fahren hatte (offensichtlich hatte er auch nix verschluckt, weil er wieder völlig fit war zuhause und auf den Röntgenbildern auch nix zu sehen war).

Haben wir unseren Kater zu sehr verhätschelt? Und dann mit der Klinik kaputt gemacht? Ich bin echt ratlos, wie man das Verhalten deuten soll. Helfen hier vielleicht Bachblüten??

Vielleicht habt Ihr eine Idee, woran es liegen kann, ob es Angst ist, wenn er sich ins Hemd macht oder ob vielleicht doch eine körperliche Ursache vorliegt (was ich bezweifle, weil er ansonsten putzmunter ist, normal futtert, normal pullert usw.).

Wäre schön, wenn Ihr mir da vielleicht helfen könntet!

Gruß,
Gitta

Biene73
17.02.2006, 12:53
Hallo Gitta,

auch Tiere haben Trennungsängste. Ihr habt ihn ja schon sehr klein zu euch genommen und kennt eigentlich kein Leben ohne euch. Vielleicht hat er einfach Angst von seiner "Familie" getrennt zu werden.

Ich habe mir für solche Fälle (Urlaub - Pensionsunterbringung) eine "Trennungs-Mischung" Bachblütentropfen mischen lassen. Das gebe ich manchmal auch wenn sie zum Arzt muß und im Streß ist. Bachblüten sind meiner Ansicht nach nie falsch wenn man sie sinnvoll einsetzt.

Probiers einfach mal :cu:

catweazlecat
17.02.2006, 13:42
Hallo Gitta

kann schon mal sein das ein Tier schlecht träumt. In eurem Fall finde ich es aber schon sehr seltsam das es öfters passiert und dann gleich so massiv auftritt!
Mir kommt da so etwas wie Epilepsie in den Sinn. Haben die Ärzte mal darauf getestet?

Ich würde ihn auf jeden Fall mal auf den Kopf stellen lassen denn normal ist das so nicht. Vieliecht hat er Schmerzen die nur sporadisch - aber dann heftig auftreten. Lasst ihn mal gründlich untersuchen. Evtl. auch Ultraschall oder Röntgen ob er vieleicht eine Wucherung oder ähnliches hat.

So lassen würde ich es auf jeden Fall nicht denn wenn er zufällig mal dabei vom Kratzbaum fällt könnte das fatale Folgen für ihn haben.

Halt uns mal auf dem Laufenden.

Ronjakatze
17.02.2006, 13:48
Hallo Gitta,

mir ist auch gleich Epilepsie durch den Kopf gegangen.
Vorallem weil bei einem Hund diese Sympthome absolut "klassisch" sind.
Und soooo weit ist eine Katze vom Stoffwechsel her ja nicht entfernt.

Ich würde mich auch schleunigst mit meinem TA beraten.
Vielleicht erstmal allein hinfahren, um Katerchen den Streß zu ersparen.

Liebe Grüße und alles Gute

Susanne

Checknix
20.02.2006, 19:50
Hallo!

Sorry für das späte Feedback, war richtig krank übers WE...

Ich werde mal den Kleinen durchchecken lassen (gute Idee, vorher mal allein hinzufahren). Bisher hab ich Epilepsie nur bei Menschen gekannt und dachte, das "Gewitter" im Gehirn bewirkt grundsätzlich immer, dass sich der Betroffene überhaupt nimmer auf den Beinen halten kann und teilweise in wilde Zuckungen ausbricht. Das ist bei Leo nicht so, er steht halt nur total stocksteif da und heult.

Mal sehen, was die Untersuchung bringt, hoffentlich kriegt er ned gleich wieder einen Schock... der vertraut mir ja bald gar nimmer... Ich halt Euch auf dem Laufenden, danke schonmal für Eure Unterstützung!

Liebe Grüße,
Gitta

Ziemer
20.02.2006, 20:28
Hallo Gitta,
ich habe grundsätzlich etwas gegen Ferndiagnosen, wenn man das Tier nicht kennt und gebe in der Regel auch keine Tipps. Aber das Problem deines Katers ist von dir sehr gut beschrieben und ich wüsste dafür nur ein Mittel, aber habe nichts dagegen, wenn hier eine Diskussion über das zu verabreichende homöopathische Mittel entsteht.
Auch Tiere träumen und warum sollten sie nicht auch Angstträume haben? Ich kann mir nicht vorstellen, dass es hier im Forum Tierbesitzer gibt, die immer noch der Meinung sind, dass Tiere keine Seele hätten.

Ich würde meinem Tier in diesem Fall Kreosotum C 200 - 1 mal - 5 Globuli geben.
Allerdings hattest Du nicht dazu geschrieben, seit wann diese Träume auftreten bzw. was die Ursache dafür sein könnten.
Viele Grüße
Andy

Checknix
03.03.2006, 11:53
Hallo,

nachdem es mir wieder besser geht und Leo tatsächlich schon wieder einen Anfall hatte (jetzt sind es vier in drei Wochen), war ich gestern beim TA.

Er hat Leo gut untersucht und Blut abgenommen (wie lieb der war! Also der Katz, ned der Doc... sooo brav, das kenn ich von meinen beiden anderen Halbwilden ja gar nicht) und hat auch gemeint, dass es sich wahrscheinlich um Epilepsie handelt. Da gibts wohl schwere Verläufe, wo die Leut (oder Tiere) zucken wie wild und eben leichte, die man auch an Menschen ned unbedingt wahrnehmen würde, außer, dass es eben ungewollt zum Pullern kommt.

Das Ergebnis der Blutuntersuchung bekomm ich heut nachmittag, falls da nix Organisches auffällt, werd ich dem Süßen Medikamente gegen Epilepsie geben müssen. Wenn (Gott bewahre) es nicht aufhört, könnte auch was anderes im Gehirn nicht ok sein, meint der Doc und denkt an Tumore...

Malen wir mal nicht den Teufel an die Wand, ich hoffe immer noch, es ist... keine Ahnung, am liebsten wäre mir, es wäre gar nix.

Danke für Eure Tipps!
Gruß, Gitta

(Leo liegt schon wieder schmusig und verpennt unter meiner Schreibtischlampe und läßt sich das schwarze Fell anwärmen... so ein süßes Wesen kann doch nicht krank sein... *sniff*)

catweazlecat
03.03.2006, 12:11
Hallo Gitta

finde es gut das du Leo untersuchen lässt! Halte uns mal auf dem Laufenden wie es weitergeht. Ich drücke fest die Daumen das es sich nicht um einen Tumor etc. handelt. Epilepsie kann man mit Medikamenten ganz gut in den Griff bekommen hab ich gehört.

Schönes Wochenende!

Checknix
06.03.2006, 10:07
Hi nochmal,

ich hab jetzt also einen Epilepsie-Patienten zuhause... Naja, er bekommt seit Samstag abend Luminetten und man merkt gar nicht, dass er irgendwie ruhiger werden würde oder schläfrig oder so. Geht ihm offensichtlich richtig gut. Aber die Tabletten sind ja echt schw...teuer!!! Hat mich ja gleich mal aus der Bahn geworfen, da kosten 50 Tabletten glatt 17,40 €!! Und das gibts jetzt alle 1 1/2 Monate... vielleicht darf Leo jetzt doch mal endlich raus und die Welt erkunden... *harhar*
:eek:

:sn: Nein,nein,nein, ich hab ihn immer noch total lieb und würd ihn nie deshalb auf die Straße schicken, war nur ein Gag...:love:

Hoffentlich hilfts auch und er hat keine weiteren Anfälle mehr, dann wars wirklich Epilepsie und nix noch Schlimmeres.

Nochmal Danke an Euch und Gruß an alle Eure süßen Pelze!