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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Traurig und sprachlos..



lakoomira
11.02.2006, 23:20
Inzwischen wisst ihr was für ein Problem ich mit Leina habe, oder?
Mit Leinenagression ist es zwar besser als vorher geworden aber es gibt noch etwas was ich nicht euch erwähnt habe.

Leina ist ein unglaublich wildes und stürmisches Mädchen, sie fällt beim Spaziergang fast alle Hunde rüber. :man:
Wie ich einmal zu Lotharingia erzählt habe, Leina fixiert zu einem Hund und duckt sich wie ein Puma grad eine Kücke gesehen hat,
und zwar schon seit 10m Entfernung!! (damit werden auch andere Hundebesitzern nervös)
Gerade bei diesem Situation bleibt sie dort wie festgenagelt, falls ich sie mit Gewalt ziehen würde,
wird es so ausschauen wie Archilles den toten Hektor anleint und zum rennenden Pferd festbindet. :-(0)
Wenn ich sie zulasse dann kriecht sie langsam zu dem Hund und auf einmal stürmt sie zu.

Das Problem : nicht nur an die Leine sondern auch beim Spaziergang oder Hundeplatz.

Liebe Freunde in Forum,
einzige Erleichterung bei mir ist, dass Leina nur stürmisch ist, sie ist auf gar keinen Fall aggressiv oder gefährlich.
Obwohl ich sie seit 1und halb Monat habe, bin ich mir sicher dass sie nie beißt oder kämpft.
Einmal beim Spaziergang haben wir ein kurz angeleinter Pittbull getroffen und weil Leina ihn gestarrt hat,
hat er zu Leina gestürmt und die Leine wurde vom Besitzershand ausgerutscht.
Zum Glück trug er Beißkorb und der Hund hat minuten lang versucht Leina zu verletzen,
der Besitzer schrie und sprung zwischen Hunde und rollte auf der Wiese.. oh, er tat mir leid..
Leina kam sofort zu mir als ich sie jedesmal rief, aber nicht effektiv da der Hund immer wieder sie folgte.
...später als das vorbei war, merkte ich das ganze Halsbereich von Leina nass war.
Wahrscheinlich hatte der Hund versucht am Nacken oder direkt am Hals zu beissen damit sie stirbt.
..ich dachte die beide Hunde haben heftig gekämpft aber schon merkwürdig dass beißkorbfreie Leina ihre Zähne nicht verwendet hat.
Naja, was ich sagen wollte; Leina ist nicht gefährlich.

Also, wenn sie zu einem Hund zustürmt, stoppt sie gerade vor 10cm vorm Hund, dann kommt vorsichtiges Schnüffelerei,
und erst dann fängt sie mit dem Signal an; 'Hey, spiel mit mir!'

Tut mir leid wenn ich vor Aufregung mich schlecht formuliert habe, aber versteht ihr schon was ich meine?
Ich kann nur versichern dass dabei nichts passiert aber es ist mühsam bei JEDEN Hundebesitzern das vorher zu informieren..
Ich bin müde und traurig dass viele Leute ihr Position schauen und dann gleich aus dem Weg gehen..
Dabei muss ich die verrückte Leina halten bzw. ablenken(was nicht geht) bis die Leute völlig aus dem Sicht sind.
..denn Leina wird erst ruhiger wenn die Hunde direkt vor ihre Nase stehen.

Ich arbeitete und arbeite immernoch ganz intensiv daran wie ich bei meiner letzter Beiträge geschrieben habe,
aber habt bitte Mitgefühl, ich werde langsam wahnsinnig weil das JEDEN TAG wieder passiert.

Ziel : 1. Wenn ein anderer Hund kommt, bleibt Leina schön sitzen bis er weg ist.
2. Mit anderem Hund zu spielen wird erst dann erlaubt wenn Leina langsam und lieb zu ihm geht.

Ich finde es als 'möglich' weil Leina inzwischen weiß dass ich wie Pest hasse wenn sie hektisch ist
und weil ich sie nur dann ableine wenn sie zufällig freundlich zu anderen Hunde begrüßt hat.


Endlich kommen meine Frage..!!

Erste Frage..
Wie gesagt, kaum möglich allen Leute vorinformieren dass Leina nicht gefährlich ist,
also soll ich Leina deswegen beim Spaziergang immer anleinen?? Sie ist super folgsam.
Stellt euch mal vor, ihr habt beim Spaziergan mit eueren Hunde MICH und LEINA getroffen...
Wenn Leina zu eueren Hunde zustürmt nachdem sie sich fixiert hat,
werdet ihr denken dass ich mein Hund nicht freilaufen lassen soll? Obwohl sie möglicherweise nachher mit euerem Hund spielt?:0(

Zweite Frage..
Der Halti kommt erst am Montag oder Dienstag.
(Eigentlich sollte es schon gestern angekommen sein aber nur eine Große Packung mit Katzentrockenfutter ist gekommen,
und die 2.Packung mit Halti und Dosen ist nicht da. Ich mailte gestern bereits zu Zooplus.de,
möglicherweise kommt 2.Packung erst ein Tag später.:confused: :confused: )

Also.. danke für den Tipp dass ich zuerst mit Halti versuchen soll, ich machs auf jeden Fall.
Aber glaubt ihr dass die Leute mich für ein kaltherziger Hundequäler halten werden weil ich beim SPAZIERGANG,
mein Hund nicht mal mit anderen Hunde spielen lasse?
Natürlich sage ich ihnen was ich mache aber wenn sie nicht direkt fragen und mit so einem komischen Blick vorbeigehen, ..zu nervig.
Auf der Strasse ist es schon verständlich aber ich frage mich ob es in Ordnung ist das Halti auch beim Spaziergang zu verwenden..

Ich sage euch auch was heute Abend passiert ist,
Obwohl ich 'Nein' gesagt habe, hat Leina mich einmal kurz mit grinsenden Gesicht geschaut und
sofort zu einem Dalmatiner zugestürmt.
Ich sah vor ca. 20m dass Leina und Dalmatiner einander schnüffelte, und dann forderte Leina ihn zum spielen.
Aber der Dalmatiner macht täglich Jogging mit seinem Herrchen und Leina sollte sie nicht stören.
(Andererseits war ich auch böse das sie zugerannt ist und obwohl sie meine Stimme gehört hat.)

Als ich schrie 'Hier!' kam sie nach paar Sekunden,
und OBWOHL ich wusste dass ich sie sanft erziehen soll, war ich innerlich empört.
Ich konnte einfach den Augenblick nicht vergessen dass ich schrie 'Nein' und Leina stürmt wie ein Kampfstier und diese irritierende Blicke von dem Besitzer.

Ich war einfach außer sich. Ich schubste Leina so stark weg dass sie auch gleich geschockt war und genau 2m von mir weglief.

Ich weiß.
Ich hab mich wie ein Idiot benommen. Total missgebaut.
Aber wie auch viele Hundetrainer sind, bin ich auch nun mal Mensch.

Ich bin so deprimiert, 'Spaziergang' ist kein 'Spaziergang' mehr wo ich mich entspannen kann,
sondern nach dem Alltag werde ich noch müde und stressiger, am liebsten wollte ich auf der Stelle gleich weinen.
Ich bin müde von ständige halten der Leine und sehen dass Leute aus dem Weg gehen.

Aber dann geschah etwas.
Leina merkte dass ich sowas von fertig war. Sie ist auch traurig geworden und hat angefangen anstatt zu laufen hinter mir ruhig zu folgen.
Sie war so leise und ruhig dass ich ständig mich umdrehen und nachschauen sollte ob sie noch da ist,
und schau, da vorne kommt ein Bernerrüde in unserer Richtung,
Leina hat ihn nicht mal angeschaut und ganz brav mir gefolgt obwohl der Rüde ständig zum spielen angefordert hat. :eek:

Ich verpasste diesem Moment nicht und habe sie gleich mit dem Leckerli belohnt.

Ab diesem Moment war ich noch äußerlich böse und traurig aber innerlich habe ich gelächelt. ;)
Aber ich wollte mal schauen was passiert wenn ich diesen 'Modus' weiterbehalte.

Beim Heimweg sah ich auf der Gasse ein Mann mit Golden Retriever.
Ich ging absichtlich dorthin, diese Gasse ist so eng dass 2 Menschen gerade noch schaffen gegenseitig vorbeizugehen,
also schon ein riesiges Risiko für mein wildes Mädchen.

Ich nahm diese Gasse und was passiert?
Leina ging völlig ignoriert weiter und ihn nicht mal angeschaut!!!! :eek: :eek:

Ich hab diesem Moment wieder nicht verpasst und preiste sie.

Ich weiß dass sie zwar das getan hat weil ich entsetzt war und dies weder positiver noch dauerhafte Lösung ist,
aber was heute passiert ist, hat mir ein Art von neue Kraft gegeben, damit ich neu anfangen kann.

Es war ein totaler Mist von mir das meine Geduld an dem Moment ausging.
(Hoffentlich seid ihr mir nicht böse wegen meiner grauenhafter Benehmung,
ICH bin ein hoffnungsloser Mensch, nicht Leina.. :0( )

Echt sorry dass ich zu lang geschrieben habe aber ich musste und brauchte es äußern..
Meine 2 Fragen stehen irgendwo da oben (:D)und danke nochmals für euere Geduld mit mir und für die Antworte im voraus!!!!

Räubertochter
12.02.2006, 00:32
Lakoomira,

ich finde, dass du wirklich zu selbstkritisch bist.
Du hast Leina gerade mal 6 Wochen und besuchst die Hundeschule.
Vergleiche doch mal ihr jetziges Verhalten, mit dem der ersten Tage.
Schreib´es dir auf, was sich verbessert hat, und klopfe dir selber mal auf die Schulter, denn DAS, was sich verbessert hat, hat sie dir, dem Vertrauen zu dir und deiner Mühe im Umgang mit ihr zu verdanken.
Was dich an ihr stört, wie z.B. das Fixieren anderer Hunde und das damit verbundene Losstürmen, mußt du versuchen ihr abzugewöhnen. Frag´deine Hundetrainerin, wie du es am besten anstellst. Sie kann dir mit Sicherheit wertvolle Tipps geben.
Wenn das mein Hund machen würde, würde ich umdrehen und in die andere Richtung gehen um seine Aufmerksamkeit von dem anderen Hund weg auf mich zu lenken. Nimm ihr Lieblingsspielzeug mit, versuche, dass du sie damit ablenken kannst. Gut geeignet sind auch so kleine Quitschtiere, die in jede Hosentasche passen.

Zu deinen Fragen:

Erste Frage..
Wie gesagt, kaum möglich allen Leute vorinformieren dass Leina nicht gefährlich ist, also soll ich Leina deswegen beim Spaziergang immer anleinen??
Ja, du solltest sie wirklich anleinen, bist du dir sicher bist, dass sie abrufbar ist und aus jeder Situation auf deinen Zuruf oder Pfiff reagiert.
Wenn du mir entgegenkommen würdest, deine Leina würde meine Hunde fixieren, woher soll ich und auch meine Hunde denn wissen, dass sie sie keine bösen Absichten hat. Hab´ Geduld mit ihr und mit dir selbst. Wenn dir ein euch bekannter Hund entgegenkommt, kannst du sie ja ruhig spielen lassen.
Aber grundsätzlich würde ich sie erstmal angeleint lassen, bis sich eure Bindung soweit gefestigt hat, dass sie sich lieber von dir ansprechen läßt, als andere Hunde anzuspringen, wenn auch nur freundlich. Wie gesagt, dass weiß dein Gegenüber ja nicht.


Aber glaubt ihr dass die Leute mich für ein kaltherziger Hundequäler halten werden weil ich beim SPAZIERGANG,
mein Hund nicht mal mit anderen Hunde spielen lasse?
In diesem Zusammenhang sollte dir egal sein, was andere Leute denken.
Wenn jemand nett fragt, warum sie jetzt nicht spilen darf, erklärst du, dass du sie erst kurze Zeit hast und ihr euch in einer Trainigsphase befindet.
Ich lasse meine Hunde eigentlich immer frei laufen, zumindest im Wald, wenn mir jedoch jemand entgegen kommt, den ich nicht kenne, rufe ich meine Hunde zunächst zu mir und lasse sie sitzen oder halte sie am Halsband fest und gehe weiter. Wenn der andere Hundehalter seinen Hund an der Leine läßt, bzw, ihn anleint, gehe ich weiter, sage "Hallo" und lasse meine Hunde ein paar Meter weiter wieder laufen.
Läßt der andere seinen Hund weiterlaufen, lasse ich meine auch wieder los. Gehe aber in gleichem Tempo weiter und wenn sie mir nicht eh schon folgen, dann rufe ich kurz und sie kommen.
ICH bestimme immernoch, ob mein Hund gerade spielen darf oder nicht, da lasse ich mir auch nichts von anderen Hundehaltern diktieren.
Meistens lasse ich sie aber spielen, außer wenn mir die Leute total unsympathisch sind, denn dann kann ich meistens den Hund auch nicht leiden...:-(0)

Also, liebe Lakoomira, denke immer daran, was für Fortschritte Leina schon gemacht hat. Und sei etwas geduldiger. Weißt du, was sie vorher so alles erlebt hat? Vielleicht hängt ihr Verhalten bei der Begegnung mit anderen Hunden ja mit ihrem Vorleben zusammen.:confused:

Liebe Grüße
Simone:cu:

klasu
12.02.2006, 01:11
Hi,
da ich nicht regelmässig alle Beiträge hier in Forum verfolge, schreibe ich ohne Kenntnis Eurer Vorgeschichte mal die Gedanken auf, die mir bei deinem posting einfallen.
Zunächst einmal sind die 6 Wochen Eures Zusammenlebens nicht viel -es wird sich mit Sicherheit noch einiges ändern, sowohl bei dir wie bei Deinem Hund. Das man sich nicht immer in allen Situationen lehrbuchgerecht verhält, ist auch nur allzu menschlich. Sicher möchte man sich dann manchmal hinterher selbst in den Allerwertesten beißen angesichts einer blöden Reaktion, aber was passiert ist ist passiert. Schwamm drüber und beim nächsten Mal besser machen.

Wie das Verhalten deines Hundes zu deuten ist, ob es nun Spielaufforderungen sind oder eine Art von Aggression oder Unsicherheit,kann man in so einem Forum schlecht untersuchen, wenn man es nicht gesehen hat. Ich würde mit einem guten Hundetariner zusammenarbeiten, der sich diese Situationen anschaut, gleichzeitig würde ich mir an Deiner Stelle mal einiges an Literatur zulegen, die Hundeverhalten beschreibt (z.B. von Feddersen-Petersen, Rugaas, Coren, Hallgren,Donaldson). Für mein Empfinden deutest Du Hundeverhalten ähnlich wie menschliches Verhalten und das trifft nun mal nicht zu.
Beispiel:
Obwohl ich 'Nein' gesagt habe, hat Leina mich einmal kurz mit grinsenden Gesicht geschaut und
sofort zu einem Dalmatiner zugestürmt. das hört sich für mich an, als ob Du deinem Hund Schadenfreude unterstellst und für so vielseitig gestrickt halte ich Hunde nicht. Dein Hund verhält sich Hundegerecht in seinen Augen, aber das ist in unserer begrenzten menschlichen Welt ja nicht unbedingt erwünscht.Daran heißt es dann zu arbeiten, um den Hund auch "umweltgerecht" zu erziehen. Ich möchte z.B. auch nicht, daß ein anderer Hund aus welchem Grund auch immer auf mich zustürmt, wenn ich mit meinem angeleinten Hund dort langgehe.Die Leine hat ja auch ihren Grund -vielleicht ist mein Hund krank und darf nicht toben, vielleicht ist meiner ein Stinkstiefel, der sich nicht mit anderen verträgt usw. Solange Dein Hund trotz Verbot wie im Falle des Joggerdalmis auf andere losstürmt,musst Du Dich von dem Gedanken verabschieden, daß du deinen Hund unter Kontrolle hast.Und daran muss dann solange gearbeitet werden, bis das 100%ig klappt. Und man muss sich auch bei allem Vertrauen in seinen Hund klarmachen, daß auch aus einer harmlosen Tollerei auch mal etwas ernsthafteres werden könnte, wobei dies meist heftiger aussieht als es ist. Es ist bei diesen Hundekämpfen auch eine Menge Imponiergehabe im Spiel und Verletzungen passieren eher versehentlich-mich würde es in so einer Situation höchstens nervös machen, wenn der andere Hund versucht durch Bisse ins Bein sein Gegenüber hilflos zu machen -das ist dann etwas sehr ernsthaftes. Kleine Biß-und Rißwunden und vollgesabberte Hälse sind im Regelfall nicht wirklich bedrohlich.

Also lautet meine Antwort auf Deine erste Frage: zunächst immer anleinen, bis Du den Gehorsam Deines Hundes soweit wie es bei einem Hund geht unter Kontrolle hast. Und bis dahin heißt es trainieren, trainieren, trainieren. Hund haben heißt nicht immer nur Spaß zu haben, sondern ist gerade in der ersten Zeit eine Menge Arbeit und man muss in Kauf nehmen, daß ein Spaziergang nicht nur Vergnügen ist.Und arbeiten bedeutet, in kleinen Schritten zu denken. Warum setzt Du deinen Hund schon jetzt einer solchen Streßsituation aus wie in dieser engen Gasse, wie Du es beschrieben hast, zumal Deine Stimmung nun eh noch nicht entspannt war? Es ist in diesem Fall gutgegangen, aber es hätte auch noch zusätzlichen unnötigen Streß bedeuten können.
Ich weiß dass sie zwar das getan hat weil ich entsetzt war Das glaube ich im übrigen nicht, weil das ein logisches Denken des Hundes voraussetzt, das dieser wohl nicht hat.

Zu Frage 2
Aber glaubt ihr dass die Leute mich für ein kaltherziger Hundequäler halten werden weil ich beim SPAZIERGANG,
mein Hund nicht mal mit anderen Hunde spielen lasse? wenn Dich die Meinung anderer Leute mehr interessiert wie dein Erziehungsziel, dann solltest Du Dir einen Stoffhund anschaffen. Solange Du nicht tierquälerische Methoden anwendest und dazu zähle ich ein richtig eingesetztes! Halti nicht, sollte es Dir völlig egal sein, was die Leute denken oder wie sie schauen. Wichtig ist für Dich wie für den Ruf aller Hundehalter, daß Du deinen Hund artgerecht soweit wie möglich zu einem sozial verträglichen Mitbewohner dieses Planeten machst.

Ich wünsche Dir viel Erfolg auf diesem (schwierigen,aber lohnenswerten) Weg.

klasu

lotharingia
12.02.2006, 11:07
Hallo Lakoomira,

Ich finde du machst das super. Was denkst du denn wie oft ich wegen dem Apollo ausgeflippt bin und mich nachher selbst gehasst habe? Auch deshalb weil ich anfangs nicht meinem Herzen sondern Ratschägen aus Büchern und von anderen Leuten gefolgt bin. Deine Leina scheint sehr sensibel zu sein und das ist eine gute Vorraussetzung zum Erfolg. Sechs Wochen sind echt nicht viel. Ich hatte die Buffy von Welpe an und brauchte circa 2 Jahre, bis sie sich richtig gut benommen hat und anderen HUnden gegenüber ist sie auch heute noch oft zickig, wenn der Apollo dabei ist, weil sie der Meinung ist, andere Hunde haben in "ihrem" Rudel nichts zu suchen, aber wenn sie alleine ist benimmt sie sich normal. Die zickigkeit der Buffy ist wie das stürmische deiner Leina, sie beißt nicht, aber sie ist unhöflich und riskiert deshalb, das sie selbst gebissen wird (kommt auch des öftern leider vor). Den Apollo habe ich schon fasr 11 Monate und er binimmt sich immernoch nicht so, wie ich es möchte, aber außer seiner Leinenagression ist er mit anderen Hunden völlig problemlos.

Am anfang war das aber nicht so, und da hat er sich ähnlich benommen wie deine Leina. Er hat aber mit der Zeit gelernt, sich zu benehmen. Heute kommt es auch schon ab und zu (wirklich aber fast nie) zu Zoff zwischen ihm und gleichalten Rüden. Die Buffy hingegen beißt fast nie zurück, sondern läuft schreiend mit eingeklemmtem Schwanz davon. Dieses nasse am Hals, was du beschreibst muß nichts schlimmes sein, denn Hunde beißen sich oft gegenseitig als Rüge oder auch im Spiel da und meistens hat man nichts schlimmeres als ein Paar Kratzer, auch wenn es noch so schlimm aussieht. Das der Maulkorbhund nichts gutes im Sinn hatte kann ich mir schon vorstellen, aber wenigstens trug er einen Maulkorb und es konnte nichts passieren. Der Apollo wurde am Anfang des öfteren umgeworfen und am Hals gepackt, weil er sich einfach daneben benommen hatte, aber es ist nie was passiert außer oberflächliche Kratzer und somit hat er gelernt, wie er sich verhalten soll. Wie alt ist deine Leina und wie lange war sie im Tierheim? Ich denke, daß sich das alles mit der Zeit legen wird. Ich würde nichts denken, wenn dein HUnd auf unsere Zukommen würde und meine Hunde hätten auch kein Problem damit.

Leider haben aber viele Menschen angst vor Schäferhunden, was ich auch jeden Tag mitbekomme, denn der Apollo ist ein Schäferhund/Husky MIschling, wird aber von den Meisten für einen Schäferhund gehalten. Ich würde an deiner Stelle dort spazieren gehen, wo Hunde frei laufen dürfen und deinen Hund dann dort die Praxis üben lassen. Versuche ihr den Befehl "langsam" beizubringen. Ich rufe die Buffy z.B. so lange zurück, bis wir für stürmische Annäherungen zu nahe sind. Ich denke, sie wird schnell kapiren, daß das stürmische Annäheren manchen Hunde unangenehm ist. Auch wenn die Buffy das nicht kapiert, wird dein Leina es bestimmt verstehen, denn die Buffy macht das auch nur, wenn sie im "Rudel" unterwegs ist. Auf der Hundewiese sind meistens gut sozialisierte Hunde, die solche Unnarten zwar eventuell korrigieren, aber ohne gleich agressiv zu werden. Ansonsten könntest du eine Laufleine verwenden und deinem HUnd mit Hilfe dieser Leine daran hindern, schnell auf die anderen zuzugehen. Ich mache das beim Apollo so, das ich die Leine kurz behalte, bis wir nah dran sind, un sie dann erst locker lasse. Das mache ich aber nur, wo Leinenzwang ist und zwar deshalb, weil sich hier kaum einer an den Leinenzwang hält, also laufen die meisten Hunde frei, der Apollo aber die Angewohnheit hat etwas weiter zu laufen, um zu anderen HUnden zu kommen und du weißt ja - dann werden die Leute direkt hysterisch von wegen "freilaufender Schäferhund".

Was die Leinenaggros angeht ist mir übrigens aufgefallen, daß der Apollo fast ausschießlich andere angeleinte Hunde anmotzt und ich habe die Theorie, daß das daran liegt, weil er nicht als Junghund richtig an die Leine gewöhnt wurde. Das heißt, er fühlt sich unsicher, weil er sich nicht frei bewegen kann und fixiert dann den anderen HUnd, der dann oft das gleiche tut aus dem selben Grund. So bedrohen sich die Hunde unbewußt gegenseitig (sie nehmen nur wahr, daß der andere sie anstarrt, denken aber nicht daran, daß sie gerade dasselbe tun) und flippen dann rum.

Solche Teillieferungen sind bei Zooplus ganz normal. Das ist mir auch schon oft passiert. Diese Woche hatte ich Z.B. den Valentinskratzbaum bestellt und dann noch ein bischen NaFu und Kausachen, damit ich kein Porto bezahlen musste. Der Kratzbaum ist hier, der Rest aber noch nicht - also keine Panik :)

Suzanne
12.02.2006, 11:24
Leina ist ein unglaublich wildes und stürmisches Mädchen, sie fällt beim Spaziergang fast alle Hunde rüber. :man:
Wie ich einmal zu Lotharingia erzählt habe, Leina fixiert zu einem Hund und duckt sich wie ein Puma grad eine Kücke gesehen hat,
und zwar schon seit 10m Entfernung!! (damit werden auch andere Hundebesitzern nervös)

Hallo lakoomira,

Deine Leina geht geduckt auf andere Hunde zu, fixiert, bleibt stehen, hebt das Vorderbein leicht an, und geht geduckt weiter, mal schneller, mal langsamer? Sieht das in etwa so aus?

Wenn es so ist, ist es ein klassisches Hüteverhalten. Nicht nur Border Collies oder Aussies wurden urpsrünglich dafür gezüchtet;) Ich kann Dir zwar bei Deinem eigentlichen Problem nicht konkret helfen, da ich dieses Verhalten gegenüber anderen Hunden bei meinem Hund nicht kenne. Aber vielleicht hilft es, wenn man die "Ursache" weiß und erkennt, daß man keinen abnormalen Hund hat.

Mein Vorschlag wäre, Dich nach einem Trainer umzusehen, der nicht nur nach Schema F arbeitet, sondern mit Dir zusammen ein Programm erarbeitet. Dazu gehört nicht nur die körperliche sondern auch die geistige Auslastung.Evtl. gibt es vielleicht Vereine in Deiner Nähe, die mit Hütehunden "arbeiten". Manchmal erkennt ein Halter nicht, welche Bedürfnisse sein Hund hat, und so kommt es zu Mißverständnissen. Damit meine ich jetzt nicht, daß Du keine Ahnung hast von Hundehaltung - bitte nicht mißverstehen, ist keinesfalls so gemeint. Oft kommt von einem Erfahrenem (und damit meine ich nicht mich, sondern einen Realen, der sich Euch mal ansieht) ein Schubs und alles in die richtige Bahn gelenkt, werdet ihr beide ein tolles Team.

Wie gesagt, ist es lediglich eine Vermutung - virtuell ist das schwer zu beurteilen.

LG Susanne :cu:

Hovi
12.02.2006, 12:30
Hallo Lakoomira,

ich habe eure Geschichte ebenfalls nicht mitverfolgt.

Was ist Leina denn für ein Hund? (Was für ne Rasse / Mischling)?

Mein Jason zeigt dieses Verhalten (Ducken, "schleichen", losschießen) auch gern. Es stammt ursprünglich aus dem Jagdverhalten. Allerdings rennt er fremde Hund nicht um, sondern bremst ein paar Meter vorher kräftig ab und ermöglicht so ein normales "Abcheck-Ritual".

Wenn ich merke, daß ein Besitzer ängstlich ist, seinen eigenen Hund ruft etc., rufe ich Jason zu mir. Das funktioniert, weil bei uns das Abrufen/Herankommen funktioniert. Ich habe Jason ja aber auch schon fast 5 Jahre und hab ihn mit 14 Wochen bekommen, also kein Vergleich zu eurer derzeitigen Konstellation.

Wie ist denn Leinas Abrufbarkeit? Gut, manchmal, gar nicht? Da solltet ihr ansetzen, denn ein abrufbarer Hund löst einige Probleme!!!

Wie ich reagieren würde, wenn Deine Leina so auf meine Hunde zugestürmt käme? Ich würde auf Abstand zu den Hunden gehen und Vertrauen haben. Ich habe die Erfahrung gemacht, daß selbst schlecht sozialisierte Hunde (!!!) trotzdem passables Sozialverhalten zeigen, wenn der Mensch die Finger draußen läßt! Bei gut sozialisierten Hunden ist es ohnehin der Mensch, der Aggressionen auslöst.

Bei Deinem Pitbull-Beispiel: Ich kenne den Hund logischerweise nicht, aber ich vermute, daß er deswegen so stinkig war, weil er sich schlichtweg bedroht fühlte. Der Hund ist ja nicht doof, er weiß, daß er mit Beißkorb und an der Leine hängend äußerst miese Karten gegenüber Angreifern hat - und wenn ihn ein Hund dann bedrohlich fixiert, reagiert er eben nach dem Motto "Angriff ist die beste Verteidigung". Meine Vermutung: Wären sich Leina und dieser Pitbull ohne Leine (und mit Besitzern auf Abstand) irgendwo freilaufend begegnet, wäre keine Aggression entstanden. Wie gesagt, eine Vermutung unter der Voraussetzung, dass der Pit einen "normalen" Besitzer hat!

LG
Claudia

Hovi
12.02.2006, 12:36
Ups, bin ich blind :cool: - schätze mal, Deine Leina ist ein Schäferhund?

Hab eben grad Dein Banner angeguckt :rolleyes: .

Ich denke mal, das wird Dir Einiges erleichtern (insbesondere, wenn ihr an der Abrufbarkeit trainiert) - wäre sie nun ein Sarplaninac oder Kuvasz gewesen, hätte ich da schon eher Probleme gesehen ;) .

LG
Claudia

Biene13
12.02.2006, 12:46
Hallo Lakoomira
Du bist wirklich nicht allein mit Deinen Problemen, wir haben auch so ein ähnliches Exemplar, aber es ist ein Dackel und da sind die Kräfteverhältnisse doch noch etwas anders gelagert.
Ich hatte auch massive Probleme, was das Abrufen im Spiel angeht, er packt sich auch hin, wenn er einen anderen Hund sieht, geht keinen Schritt mehr, um dann im geeigneten Moment nach vorne zu preschen. Hinzu kam, daß er sämtliche Autos anbellt, die Jogger sind für ihn Jagdobjekte, also auch eine ganze Menge Sachen, die den Spaziergang eher zum Horrortrip ausarten lassen.
In meiner Verzweiflung bin ich dann auch schon mal ausgeflippt unterwegs und komischerweise lief der Wuff dann wie eine Eins neben mir her. Es war so, als ob gar kein Hund da neben mir lief.
Hunde spüren sehr gut die Stimmung ihres "Chefs" oder "Nichtchefs".
Ich hab dann unseren Hundetrainer angerufen, bei dem wir auch in der Huschu waren. Er gibt dann immer ein paar kostenlose Trainingseinheiten gratis dazu.
Nun haben wir erstmal die Regeln verändert.
Wenn wir mit Hundi rausgehen muß er die ersten 300 m erstmal stramm bei Fuß gehen, bevor er überhaupt im Ansatz nur darüber nachdenken kann, das Bein zum pinkeln zu heben. Und siehe da, es funktioniert, er marschiert brav nebenher ohne auch nur einen anderen Hund anzuschauen oder überhaupt an der Leine zu ziehen.
Nach diesen 300 m darf er dann pieseln und schnüffeln. Danach weiter im Takt bei Fuß und keine Abweichung. Komischerweise hat er innerhalb kurzer Zeit sein ganzes Auftreten verändert. Die Rute steht nicht mehr so kerzengrade nach oben und auch der Körper ist nicht mehr so angespannt. Autos interessieren nur noch geringfügig am Rande.
Auch zu Hause haben wir die Regeln ein wenig umgestellt, der Hund wird mehr ignoriert, es wird nicht auf seine Aufforderungen um Aufmerksamkeit eingegangen, ich rufe ihn erst, wenn er sich wirklich entspannt hingelegt hat und auch eine ganze Zeit lang auf seinem ihm zugewiesenen Platz bleibt.
Manchmal sind es wirklich nur ein paar kleine, aber wirkungsvolle Veränderungen, die dann den Durchbruch bringen. Ich hoffe mal, daß es so bleibt und weiter verbessert, womit auch unser Zusammenleben sicherlich entspannter sein wird.
Und bevor ich mit ihm losgehe, ein paar mal kräftig durchatmen und lockern. Nicht schon mit Anspannung im Kopf starten. Das spürt Hund ganz genau und meint wohl bei sich, er müsse nun die Führung übernehmen, da Herrchen/Frauchen nicht gut drauf ist????? Ich weiß auch nicht, was da in dem Tier abgeht. Rein vom fachlichen soll es wohl so sein, daß der Testosteron-Spiegel beim Hund ansteigt (zumindest beim Rüden) und er dadurch einen gewaltigen Energieschub bekommt, der sich logischerweise irgendwo entladen muß.

Liebe Suzanne
meinst Du, daß auch der Dackel zum hüten geboren wurde? Unser legt ja ein ähnliches Verhalten an den Tag, sich anschleichen, fixieren und dann los?

Nun allen noch einen schönen und entspannten Sonntag mit Euren Hundis

Biene13 Heidi

Suzanne
12.02.2006, 13:22
Liebe Suzanne
meinst Du, daß auch der Dackel zum hüten geboren wurde? Unser legt ja ein ähnliches Verhalten an den Tag, sich anschleichen, fixieren und dann los?

Nichts für ungut - aber hier geht es nicht um einen Dackel. Zum einen habe ich es im ersten Posting detaliert beschrieben und nachgefragt, zum anderen müßte man es real "sehen". Sich anschleichen, fixieren und lospreschen ist eins. Meine Beschreibung war eine andere.

Ich hatte auch nicht behauptet, daß es so ist - es ist eine Vermutung.

Grüße Susanne

lakoomira
12.02.2006, 17:24
Ich danke euch alle herzlich für all euere Hilfe und Tipps,
ihr seid so eine große Kraft für mich, ich wünsche dass ich euch irgendwann genauso viel helfen kann!!


Räubertochter


ich finde, dass du wirklich zu selbstkritisch bist.

Jaaa!! Das bin ich traurigerweise..:man:
Danke dir vielmals für deine hilfreiche Tipps, mir wurde klar dass ich MICH zuerst ändern muss..
Ich wusste zwar im Kopf dass Leina für 6Wochen große Vorschritte gemacht hat
aber oft wurde meine Geduld zu schnell zu Ende gegangen.:sn:


Ja, du solltest sie wirklich anleinen, bist du dir sicher bist, dass sie abrufbar ist und aus jeder Situation auf deinen Zuruf oder Pfiff reagiert..

Das werde ich machen!
Normalerweise ist Leina toll abrufbar z.B. sie bricht sofort ab und kommt zurück wenn sie gerade z.B.Tauben jagen.
Muss viel trainieren damit das auch bei Hunde 100% sicher funktioniert..
Bis dahin werde ich immer mit der Leine üben! ;)


Und sei etwas geduldiger. Weißt du, was sie vorher so alles erlebt hat?

Mann!! Was für ein Mensch bin ich.. :(
Zuerst ist die Hundeschule dran und dann Menschenschule für mich.. ;) oder lieber umgekehrt?
Leina war ganzen Leben lang (bis vor ca. 4 Monaten) bei Massenzüchter und war eingesperrt in einem 'Wurf-Raum'
bis die Tierrettung sie und paar Doggepärchen gerettet hat,
Alle Hunde dort waren abgemagert, ausgetrocknet und hatten Wurmen im ganzen Körper.
Die halbe Welpen waren tot andere zwar damals NOCH am Leben mit Augenentzündungen..
Bis Leina zu mir vermittelt wurde wohnte sie 6wochen lang bei dem Chef von der Tierrettung mit anderem Schäfer.
(direkt nach der Rettung war sie im Tierheim, später als der Chef merkte dass Leina tolles Wesen und Charakter hat,
nahm er sie zu ihm, eigentlich damals für ihn selbst aber war alles Zufall dass ich ihn kennengelernt habe und
ich ihr Frauchen geworden bin.)

Oja, jetzt wird mir wieder peinlich, du hast recht, ich habe oft vergessen was sie alles erlebt hat,
schließlich sollte ich sie loben dass sie in kurzer Zeit so viel besser geworden ist.:o
Ich trainiere mit ihr sowieso weiter auch wenn es viele Jahre dauern wird,
es tut mir leid wenn meine Geschichte so ungeduldig geklungen hat, ich weiß schon dass Training weitergeht,
ich brauchte bloß etwas zu ausweinen und euere wertvolle Erfahrungen und Tipps!

Danke nochmals, Simone!!:)



Klasu


Für mein Empfinden deutest Du Hundeverhalten ähnlich wie menschliches Verhalten und das trifft nun mal nicht zu.

Schön dich kennenzulernen und danke dir für deine Tipps!
Ich kaufte mir derzeit viele Bücher alles was ihr empfohlen hat und lese bis spät am Abend, es macht mir auch Spaß,
zwar habe ich nun viele Kenntnisse gesammelt allerdings (glaube ich) sind sie nur im Kopf,
und mir wird sicher etwas dauern bis ich sie praktisch bei Aktionen erfolgreich verwenden kann..:sporty:


Hund haben heißt nicht immer nur Spaß zu haben, sondern ist gerade in der ersten Zeit eine Menge Arbeit und man muss in Kauf nehmen, daß ein Spaziergang nicht nur Vergnügen ist.

Wieder hast du recht, zwar wusste ich dass ich für erste Zeit die Spaziergänge nicht mit etwas traumhaftes verbinden soll
aber manchmal wenn mein Tageskraft(?) zu Ende war, habe ich angefangen mich selbst geistig zu quälen.


wenn Dich die Meinung anderer Leute mehr interessiert wie dein Erziehungsziel, dann solltest Du Dir einen Stoffhund anschaffen.

Ich bin eigentlich keine überempfindliche Mensch aber war immer schon etwas nervös wenn ich was auffälliges tat.
Ich bin eine Ausländerin(aus Südkorea) hier und ihr wisst schon, 'immer auffälliger und kritischer was Ausländer tun.'
Daher fragte ich euch über euere Meinungen damit ich weiß was ich tun soll (mit Selbstbewusstkeit).

Danke das du mir geholfen hast, klasu!!



lotharingia


Ich finde du machst das super. Was denkst du denn wie oft ich wegen dem Apollo ausgeflippt bin und mich nachher selbst gehasst habe? Auch deshalb weil ich anfangs nicht meinem Herzen sondern Ratschägen aus Büchern und von anderen Leuten gefolgt bin. Deine Leina scheint sehr sensibel zu sein und das ist eine gute Vorraussetzung zum Erfolg.

Liebe Uta, du bringst mich wieder zum weinen, ich muss dir danken für alles was du zu mir sagst.:0(
Es ist echt verdammt schwer nachzumachen was in der Bücher steht, ich verzweifle mich oft wenn Leina total andere Verhalten zeigt während ich trainiere wie aus dem Buch.
ja, Leina hat ein äußerst sensibles Wesen, ihr Vorbesitzer(Chef der Tierrettung) hatte mir mehrmals betont dass sie 'sanfte Erziehung' braucht.
(ich war nur manchmal verzweifelt weil bei ihrer Umgang mit Hunde ist sie alles anderes aber nicht sensibel, eher stur..?)
Deshalb war ich gestern Abend so entsetzt und habe mich bereut dass ich grob war.


Wie alt ist deine Leina und wie lange war sie im Tierheim? Ich denke, daß sich das alles mit der Zeit legen wird.

Sie ist knapp 4 Jahre alt, weil sie fast ganzen Leben lang gesperrt war hat sie nichts vieles erlebt.
Ich glaube mit der Zeit wird sie sicher ruhiger und sozialer, ich muss zuerst lernen selber geduldig zu bleiben.. :)


Ich würde an deiner Stelle dort spazieren gehen, wo Hunde frei laufen dürfen und deinen Hund dann dort die Praxis üben lassen.

Ja, in kommenden Woche werde ich eine der größten Hundezone besuchen und dort trainieren.


Solche Teillieferungen sind bei Zooplus ganz normal. Das ist mir auch schon oft passiert.

Ach so! Bis jetzt sind alle Teillieferungen bei mir immer auf einmal gekommen, diesmal fragte ich mich warum :)
Danke dir nochmal für all deine Geschichte mit Buffy und Apollo!
Hoffentlich kriege ich auch irgendwann im Griff wie du. :)



Suzanne

Hallo! Ja, genau wie du beschrieben hast! Ist es ein typisches Hüteverhalten?
Ich verstehe schon, der Name 'Schäfer' spricht schon davon..:D
Ich werde mal nachschauen ob ich in meiner Nähe ein Verein habe und ob ein guter Programm für Leina gibt..


Damit meine ich jetzt nicht, daß Du keine Ahnung hast von Hundehaltung - bitte nicht mißverstehen, ist keinesfalls so gemeint.

Ich weiß schon wie du es gemeint hast :) und danke dir vielmals für deine Hilfe!!;)



Hovi


wäre sie nun ein Sarplaninac oder Kuvasz gewesen, hätte ich da schon eher Probleme gesehen

Ja, Leina ist ein DSH :) Sarplaninac oder Kuvasz werden mir für paar Jahren lang als Taburasse bleiben
da ich eine (noch) schlechte und unerfahrene Hundehalterin bin ;):D


Wie ist denn Leinas Abrufbarkeit?

Eigentlich ganz gut, allerdings darf ich nicht 100% sagen weil es nicht ganz funktioniert wenn sie gerade zustürmt.
Wenn ich rechtzeitig sie abrufe gehts wunderbar, nur versucht sie gleich danach wieder zu stürmen!
Wenn sie gerade anfängt zu Tauben zu stürmen oder manche komische Leute versuchen absichtlich mein Hund aufzuregen,
dann kann ich mir 100% sicher sein dass sie sofort zu mir rennt egal wann ich sie abrufe..
Ich werde weiter mit konsequenz trainieren damit es auch 100% bei der Hunde klappt.


Ich würde auf Abstand zu den Hunden gehen und Vertrauen haben. Ich habe die Erfahrung gemacht, daß selbst schlecht sozialisierte Hunde (!!!) trotzdem passables Sozialverhalten zeigen, wenn der Mensch die Finger draußen läßt! Bei gut sozialisierten Hunden ist es ohnehin der Mensch, der Aggressionen auslöst.

Bei Menschen ist Leina ein Engel. Nie stürmisch oder gar wild, brav und ruhig..
Wie ich geschrieben habe gibt es ab und zu verrückte Leute, die von hinten komische Geräusche machen oder
mit vorbeugtem Körper direkt ihre Augen anstarren und damit erwarten dass Leina sich aufregt.
Bei schlimmen Fall bellt Leina zu dieser Leute (ich würde sie am liebsten beissen.) aber das wars.
Ihr einziger Problem ist die wilde Umgang mit anderen Hunde.:confused:


Wären sich Leina und dieser Pitbull ohne Leine (und mit Besitzern auf Abstand) irgendwo freilaufend begegnet, wäre keine Aggression entstanden.

Ohhh..!! der Pittbull ist ein Ausnahmefall!! Sein besitzer lässt ihn manchmal freilaufen wenn da fast gar keine Menschen gibt,
aber trotzdem wenn er Leina sieht stürmt er zu ihr und kämpft heftig obwohl Leina sein Existenz nicht mal gemerkt hat. :)
Ich soll vielleicht beim nächstes Mal mit dem Besitzer sprechen und fragen ob er Lust hat gemeinsam zu trainieren. :D :D Scherz!

Danke Claudia für deine Ratschläge, ich werde mir merken was du gesagt hast!



Biene13


Das spürt Hund ganz genau und meint wohl bei sich, er müsse nun die Führung übernehmen, da Herrchen/Frauchen nicht gut drauf ist?????

Ich fühl mich wie vom Blitz getroffen! :eek: :eek:
Du hast mir erinnert dass das Problem viel schlimmer war, wenn Leina (egal auf der Strasse oder beim Spaziergang) vor mir ging,
auch wenn nur ihr Oberkörper vor meiner Beine war. Sie wird deutlich ruhiger wenn sie hinter mir langsam folgt!
Ob sie auch deshalb sich gut benommen hat, gestern in der enge Gasse..? (weil sie merkte dass ich sauer war, blieb sie ganze Zeit hinter mir.)

Ich werde den Tip von deinem Hundetrainer auch mal probieren!
Außerdem hat es mich so viel erleichtert dass du gesagt hast ich sei nicht allein mit dem Problem,
Vielen vielen Dank dafür!!:)

Räubertochter
12.02.2006, 17:59
Ich glaube, dieser Thread hat wohl die längsten Beiträge überhaupt:D

lakoomira
12.02.2006, 18:02
Genau, ein Rekord :D :D
Muss ich nur euch danken dass ihr so nett wart und intensiv gelesen habt,
allerdings hat dieser Thema relativ schnell der Ausgang gefunden ;)

Grue
23.02.2006, 08:37
Also, wenn sie zu einem Hund zustürmt, stoppt sie gerade vor 10cm vorm Hund, dann kommt vorsichtiges Schnüffelerei,
und erst dann fängt sie mit dem Signal an; 'Hey, spiel mit mir!'

Ja, typisch Schäferhund. Macht meiner auch gern, ich erlaube es aber nur, wenn ich Hund und Halter gut kenne.


Ich war einfach außer sich. Ich schubste Leina so stark weg dass sie auch gleich geschockt war und genau 2m von mir weglief.

Ich weiß.
Ich hab mich wie ein Idiot benommen. Total missgebaut.

Das war richtig von Dir!

Dein Hund hat etwas falsch gemacht, und Du hast ihn genauso korrigiert, wie Hunde das auch tun. Ein Hund, der einen anderen Hund zurechtweist, tut folgendes: anrempeln oder schubsen, den Kopf oder den Nacken herunterdrücken, mit seinem Maul über die Schnauze des anderen Hundes fassen.

Du hast also auf hundeverständliche Art zu Deinem Hund gesagt: "Ich will das nicht, hör auf!".

Das hat Dein Hund verstanden. Du hast ja gesehen, dass sie sich später tadellos benommen hat.

Man muss nicht nur wissen, wie man Hunde motiviert, sondern auch, wie man sie korrigiert. Das Korrigieren ist keine Strafe, sodern Du sagst Deinem Hund nur damit, dass er etwas falsch gemacht hat.

Wenn Du das nächste Mal merkst, dass Dein Hund Unfug machen will, sag "Nein" und drück mit der Hand leicht seinen Nacken herunter. Wenn er das noch nicht versteht, schubs mit dem Bein gegen seine Schulter.

Viel Glück
Grue

lakoomira
23.02.2006, 11:18
Hallo Grue!
Danke dass du diese 'URlange' Beiträte von mir gelesen hast! :)

Ich bin froh dass ich (eigentlich durch Zufall) auf richtiger Weise gemacht habe!
Damals habe ich mich auch bewundert weil sie auf einmal sich so richtig benommen hat, wie ich wollte.
Nun lerne ich ganz brav:) über Hunde durch die Bücher die die Leute hier empfohlen haben.

Meine Leina wird glücklicherweise Tag für Tag besser, nun danke der Halti ist das Problem auch nicht zu schlimm :)

Danke für deine Hilfe und vorallem deine Aufmunterung!

Anyanka
26.02.2006, 19:15
Ich würde mir auch keine so großen Sorgen machen. Klar verzweifelt man manchmal wenn Hundchen nicht hören will, aber je mehr Du übst und innerlich sicherer und ruhiger wirst, desto besser reagiert Dein Hund auf Dich.

Übrigens erinnert mich Deine Leina irgendwie an meine Maya. Andere Hunde aufs unhöflichste fixieren und dann wundern wenn der andere Hund sauer wird.

Vor einem Jahr war sie echt genauso. Heute ist alles schon viiiiel besser. Sie ist zwar ne Zicke, aber so ist das eben mit uns Mädchen! :)

lakoomira
01.03.2006, 19:56
Danke Anyanka, ich fühl mich erleichtert! :)
Ich hoffe dass ich irgendwann mal im Griff habe, anscheinend wird es aber sicher!!
Liebe Grüße!