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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Welpe zu erwachsener Hündin



Evelyn
28.01.2006, 20:48
:confused: Hallo,
wir sind seit vier Jahren stolze Besitzer einer Hundedame.
Sie ist sehr ruhig und auch ausgeglichen.Wir haben zweimal versucht,Sie decken zu lassen,leider ohnen Erfolg. Auch mit Hunden in der Nachbarschaft gibt es keine Probleme.Jetzt haben wir uns entschlossen,uns noch einen Welpen zu kaufen.Gesagt getan.Der Kleine(Rüde) fühlt sich auch schon bei uns sehr wohl,ist sehr anhänglich und gelehrig.Nur unsere "Diva" macht uns etwas Sorgen.Sie begegnet dem Kleinen nicht gerade freundlich.Wenn er auf Sie von vorn zugeht,knurrt Sie,und schnappt auch schon mal nach Ihm.Gibt es Etwas,was wir unter nehmen können,um den Beiden den Start zu erleichtern,wenn ja "Was?",oder ist das vielleicht ein Dauerzustand,was sehr schade wäre.
Vielleicht hat jemand ja schon Erfahrungen in dieser Hinsicht.Wäre schön,wenn wir auf diesem Wege Hilfe für die beiden Schätze bekommen könnten.

billymoppel
29.01.2006, 08:37
hallo evelyn,

das verhalten eurer hündin ist ziemlich normal. viele hündinnen schätzen welpen nicht besonders. sie sind klein, lästig und nicht von ihnen :D
mutterinstinkte zu erwarten ist zuviel. nicht mal hündinnen, die selbst geworfen haben, machen das.
das heißt nicht, dass aus beiden nicht noch ein gutes paar wird, wenn der welpe die regeln der hundekommunikation gelernt hat und persönlichkeit und individualität entwickelt, also das zeug zu einem partner und freund hat. z.z. ist er nur ein däppisches fellbündel. :D
da der welpe vermutlich viel euerer zeit beansprucht, ist es ganz wichtig, dass sich eure hündin nicht zurückgesetzt fühlt: macht dinge mit ihr auch ohne den welpen, zeigt ihr, dass sie der wichtigere hund für euch ist. auch muss sie stets rückzugsmöglichkeiten haben (vor allem, da ihr sie als sehr ruhig beschreibt), um den zudringlichkeiten zu entkommen und notfalls ist es an euch, dabei zu helfen, dass der welpe das "aus" der hündin respektiert.
auf der anderen seite ist die abwehr und erziehung der hündin, die schon auch mal grober werden kann, zu dulden. zeigt der welpe aber deutliche anzeichen von schmerz und die hündin läßt ihn nicht in frieden, müsst ihr ihn beschützen und der hündin verdeutlichen, dass sie eine grenze überschreitet.
das wird schon, da bin ich mir sicher. nur eben nicht gleich.

alra
05.02.2006, 20:15
Hallo, ich habe beim googeln den Beitrag gefunden....
und mich gleich mal registriert.

also, den Beitrag mit dem Problem, den hätte ich selbst fast genauso schreiben können.
Ich hab eine Golden Retriever Hündin, wird jetzt 5 Jahre. Sie ist der absolute Traumhund. Ruhig, ausgeglichen, einfach nur lieb. Mit anderen Hunden noch nie größere Probleme gehabt.
Jetzt waren wir von Leipzig umgezogen nach Eilenburg. Hier gibt es leider keine Hundewiesen und Treffpunkte und ich wollte meiner Dicken einen Kumpel geben.
HundeBabys will ich nicht - die Tierheime sind voll genug!
Zunächst hab ich in den Tierheimen gesucht. Ein Golden Rteiever sollte es schon sein.
Meine Dicke hat bei einer Ausbildung zum Rettungshund Flächen- und Trümmersuche mitgemacht und ist extrem auf Menschen fixiert. Mit der könnte ich glattweg eine Prüfung als Therapiehund machen.
Leider sind bundesweit in den Tierheimen nur total Verhaltensgestörte Goldies.
Als "Plüschtiere" gekauft und auch so behandelt. Wenn sie dann vor lauter Verzweiflung gebissen hatten, dann ab ins Tierheim.
Jetzt sind sie Hunde, die hauptsächlich von Kindern nicht angefaßt werden wollen/sollen/dürfen/können.
Über Animal Learn hätte ich fast einen Rüden bekommen, aber die Trainerin ist hinter Frankfurt.
Wäre sie in 50 km Entfernung gewesen, das hätte ich auf mich genommen, da Trainingsstunden zu absolvieren. Aber ohne die professionelle Hilfe in Reichweite, da war mir das Risiko doch zu groß.
Nun, lange Rede, kurzer Sinn.....das war die Vorgeschichte, warum wir am 3.2. einen Welpen gekauft haben. Ein richtig süßes kuscheliges Fellknäuel, Rüde, 10 Wochen alt.
Dort beim Züchter hat meine Dicke den Kleinen ignoriert.
Tja, so ein, zwei "rote Lampen" sind da bei mir schon angegangen...ob das mal gutgeht. Denn ein Zurück gibt es nicht.
Und nun haben wir dasselbe Problem wie Evelyn.
Am Anfang in der Wohnung war es so schlimm, da hab ich meine Hundetrainerin angerufen, weil ich Angst hatte, daß der Kleine gekillt wird.
Sie sagte sinngemäß dasselbe, wie billymoppel.
Und dann geb ich ihr noch Bachblüten, Rescue.
Es hat sich schon etwas gebessert. Gott sei Dank ist mein Kleiner sehr zurückhaltend und verschwindet ziemlich schnell aus dem gefährlichen Knurrbereich. Knurren ist das oft schon nicht mehr. So hab ich meine Dicke echt noch nie erlebt.
Die Große bekommt jetzt noch mehr Aufmerksamkeit als bisher, wird noch mehr gelobt, gestreichelt. Wenn ich mit ihr unterwegs bin, hat der Kleine bei meinem Mann Spielstunde.
Ich denke mal, kleine Fortschritte haben wir schon gemacht.
Auf 1 Meter Entfernung darf der Kleine schon mal an ihr vorbeigehen. In die Küche, wo ja der Schrank mit dem Futter ist, darf er ab heute nachmittag auch rein.
Ich hoffe, daß es weiter vorangeht, daß sie ihn wenigstens akzeptiert und in Ruhe läßt.
Ich hab ihr schon gesagt, wie doof sie doch ist. Der Kleine läuft so aufgeschlossen und glücklich auf sie zu, ist noch nicht mal in "Schnupperweite" und kriegt so was von die Zähne gezeigt.
Wird der Welpe da nicht im Verhalten geschädigt?

@ evelyn
Würde mich freuen, wenn ich mal was von Deinen Erfahrungen lesen könnte

vlg

billymoppel
05.02.2006, 20:58
hallo evelyn,

ob der welpe "geschädigt" wird? nun, pauschal wird sich das nicht sagen lassen. kommt auf die persönlichkeitsstruktur des kleinen an. was man aushalten kann, ist halt sehr subjektiv.
fakt ist: wenn er erwachsen ist, wird er nicht der gleiche hund sein, der er ohne deine hündin geworden wäre. ob das gut oder schlecht ist, wer will das wissen?
da ich mit einer meiner hündin auch rettungshundearbeit mache, kann ich mir ganz gut vorstellen, welcher typ hund deine hündin ist - da sie es dort zu was gebracht hat (lisa wird nicht allzu weit kommen :D). eine mischung aus menschenbezogenheit, gehorsam, beharrungsvermögen und eigenständigkeit, falls erwünscht und erwartet.
ich hätte zu diesem typ hündin einen welpen nur unter vorbehalt gesteckt - aber als außenstehender ist man ja auch immer super-schlau :D
nu isses so.
ich gehe mal davon aus, dass der kleine ein normales robustes hundlein ist und ihr euch nicht den größten schisser des wurfes ausgesucht habt.
ganz wichtig ist für ihn denke ich, der besuch einer welpenspielstunde/junghundekurs. dort kann er unter seinesgleichen randalieren und auch den einen oder anderen erfolg feiern :D benimnmt er sich normal und altersgemäß und fällt nicht durch besondere unterwürfigkeit auf, würde ich mir fürs erste keine sorgen machen.
und so wie ihr die große unterstützt, sollte der kleine im laufe seiner mannwerdung abseits des rudels erfolge haben dürfen - sei es auf dem hundeplatz oder auch bei spiel und spass in der familie.
denn für hunde gilt sicher nix anderes als für menschen - die besten paarungen sind die zumindest fast gleichwertiger kräfte. deutliche defizite auf einer seite sind niemals gut. wobei ich vermute, dass die hündin lebenslang die letztlich die hosen anhaben wird - was in haushund"rudeln" auch nicht so ungewöhnlich ist.
ich suche mir für jeden meiner hunde sachen, die dieser besonders gut kann - die sind dann für ihn und seine erfolge reserviert - auch wenn die anderen das vielleicht auch könnten. aber jeder braucht, denke ich, ein bißchen einzigartigkeit. das können auch ganz lächerliche sachen sein, neu-dina ist zum beispiel super-gut im rückenwälzen auf schnee :D (und vielleicht wird sie der erste meiner hunde, mit dem ich ernsthaft dummy-arbeit machen kann, mal schauen)

gruß
bettina

alra
05.02.2006, 23:02
Hallo billymoppel,

das war nicht von evelyn.........das war von mir: Martina (alra)
mir ist es genauso ergangen wie evelyn.
aber ist ja nicht schlimm, kann ja mal passieren.

mit der hundeschule gehts am kommenden schon los! da sind wir schon angemeldet.
ich hab schon das erste führgeschirr von meiner großen rausgesucht und zusammengeschoben - paßt.
da können wir uns die kommenden tage schon mal dran gewöhnen.
das rumkullern im schnee - das hat sich der kleine heute schon abgeguckt. es klappt schon hervorragend. stöckchen kauen und an der leine gehen hat er sich auch schon abgeschaut.
es ist schon ein erlebnis, dem kleinen zuzuschauen.
an das grummeln, das leise knurren meiner großen hat er sich wohl schon etwas gewöhnt.
er geht auch immer noch freudig auf sie zu. das heißt so weit er denn kommt.
vorhin war er richtig mutig und wollte doch endlich mal seine nase an ihre hinterpfote halten....oh je,da hat sie gleich mal wieder den Wolf , der in ihr steckt, raushängen lassen.

die große hat aber auch schon mal heimlich eine lange nase nach seinem hinterteil gemacht. das will doch schon mal was heißen.

dafür scheint aber unsere katze seine freundin zu werden. das ist doch schon mal was.
der kleine hat auch schon seine erfolge - er hat sich heute 2 mal ein spielzeug aus der kiste gemopst und ganz stolz auf seinen platz getragen.
Nur gut, daß der großen das spielzeug ziemlich egal ist. aber wenn es um einen stock geht - da darf keiner ran.

jetzt muß ich wegen dem trofu noch eine entscheidung treffen. der züchter hat royal canin maxi junior gefüttert.da ist mir aber der proteinanteil zu hoch = 32%. werd da mal in das entsprechende thema schauen.

vg, martina