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Maggie_HH
20.09.2002, 13:25
Hab da was im Internet gefunden!!!! Was haltet ihr davon?

Die Artgerechte Ernährung des Hundes
von Silvia Dierauer


Warum ist die Qualität des Futter ausschlaggebend für die Gesundheit unserer Hunde? Weil die Stärke des Immunsystems, seine Widerstandskraft gegenüber Krankheiten und dadurch auch die Lebensqualität von der Qualität des Futters abhängig ist. Unsere Hunde werden immer kränker und sterben immer früher. Heute ist bei speziellen Rassen eine Lebenserwartung von 6-8 Jahr normal.

In den USA sehen sich die Gesundheitsbehörden jedes Jahr mit 80 Mio. Fällen von Nahrungsmittelvergiftung konfrontiert, von denen 9000 tödlich verlaufen! Ein guter Teil dieser Vergiftungen rührt von den Hamburgern her, die gefährliche Salmonellenerkrankungen verursachen können. Die Herkunft dieser tödlichen Epidemien wird wie folgt erklärt. Hühnerkot, der als Protein-Lieferant in der Ernährung der Rinder, deren Fleisch für die Herstellung der Hamburger dienen soll, verwendet wird.

1997 hatten die USA die Verwendung von Knochen und Eingeweiden aus Schlachthäusern zur Ernährung von Wiederkäuern verboten, sowie auch die Verwendung von Kadavern von Hunden und Katzen, die in den Veterinärpraxen euthanasiert worden waren. Ebenfalls wurde die Verwendung von Schweine- und Rindermist, menschlichen Exkrementen, Zementpulver, Papier, Abfälle aus Gasthäusern, Abfällen von Frittierfett usw. verboten. Solches war nach chemischer Behandlung an Rinder verfüttert worden, um sie mit wenig Geld fett werden zu lassen. Vielleicht können Sie sich vorstellen, wo diese ‚Abfälle' jetzt landen.

Abgesehen von den fraglichen Inhaltstoffen, die zweifellos in manchem Hundefutter drin ist, es gibt sicher auch Hersteller, die qualitativ hochwertiges Grundmaterial verwenden. Es ist nur schwer, bzw. unmöglich die einen von den anderen zu unterscheiden. Es gibt niemand zu, dass er Ramsch und Abfälle ins Hundefutter hineinsteckt.

Obwohl kommerziell hergestelltes Futter extrem bequem ist, fehlen vitale Enzyme. Fertigfutter wird nach einer fixen Formel berechnet ohne die gesunde Abwechslung von frischen Nahrungsmitteln. Alle Inhaltstoffe sind erhitzt, dadurch sind viele weniger wertvoll und manche direkt gefährlich für die Gesundheit. Die Deklaration von Fertigfuttern sind ebenfalls sehr wenig aussagekräftig. 22% Protein, 10% Fett, 25% Kohlehydrate und 40% Feuchtigkeit. Eine Schuhsohle und Motorenöl ergeben einen ähnlich Prozentsatz von Protein und Fett. Wichtiger ist eigentlich die Verdaulichkeit bzw. die biologische Verfügbarkeit, was der Hund wirklich verwerten kann. Stellen Sie sich vor, wir gehen in ein Restaurant und verlangen 22% Protein, 5% Fett, 30% Kohlehydrate etc. Ernähren wir unsere Familie auch mit einem ‚ausgewogenen' Fertigprodukt oder ist es für uns wichtig, dass wir für frische, abwechslungsreiche Nahrungsmittel sorgen?

10 Jahre (1932-1942) prüfte Dr. Francis Pottenger in einem Experiment mit 900 Katzen die Notwendigkeit von roher Nahrung für Tiere. Er fand einen beträchtlichen Unterschied hinsichtlich Gesundheit von den Katzen, die mit ausschließlich gekochter Nahrung ernährt wurden und jenen, die rohe Nahrungsmittel bekamen. Die Katzen mit roher Nahrung gediehen prächtig und konnte gesunde Nachkommen zeugen. Die Katzen mit ausschließlich gekochter Nahrung zeigten immer stärkere Krankheitssymptome bis sie schließlich in der 3. Generation keine Nachkommen mehr produzieren konnten. Diese Katzen litten unter Verhaltensproblemen, Allergien, Hauterkrankungen, Parasiten, Skelettverformungen, Organschädigungen (Herz, Schilddrüse, Nieren, Leber, Hoden, Eierstöcke und Blase) und Entzündungen des Nervensystems. Wurden diese 2. und 3. Generation Katzen auf rohe Nahrung umgestellt, benötigte es vier Generationen, um sich von den Krankheitseffekten zu erholen.

Nun, die Biologen müssen das Tier, das sich von Natur aus mit gekochter Nahrung versorgt, erst noch entdecken.

Kochen oder sonstige Erhitzungsprozesse binden Nahrungsmoleküle fester zusammen und diese werden dadurch schwerer verdaulich. Hitze zerstört ebenfalls Enzyme und Antioxidiantien, die für eine gute Gesundheit sehr wichtig sind. Enzyme sind Fermente, die den Stoffwechsel steuern und die Zellversorgung ermöglichen und sie können toxische Stoffe entfernen und abbauen. Antioxidiantien sind chemische Verbindungen, die den Alterungsprozess verhindern bzw. verlangsamen. Eine längere Verdauung braucht mehr Energie. Wenn die Bauchspeicheldrüse Enzyme produzieren muss, weil in der Nahrung keine vorhanden sind, muss diese mehr arbeiten, als sie eigentlich kann und wird vergrößert. Ist die Bauchspeicheldrüse überfordert, werde weiße Blutkörperchen (Leukozyten) zur Hilfe in das Verdauungssystem produziert. Dadurch bleiben weniger zur Verfügung um Bakterien zu bekämpfen. Das Immunsystem wird geschwächt. Studien haben gezeigt, dass wenn Fleisch bei hoher Temperatur gekocht wird, krebserregende Stoffe entwickelt werden. Hitze zerstört ebenfalls viele lebenswichtige Aminosäuren, Vitamine und Mineralstoffe. Wenn Fette und Öle erhitzt werden, werden sie zu gefährlichen Giften, die das Immunsystem schwächen. Diese Fette sind ebenfalls nicht mehr zum Transport von fettlöslichen Vitaminen geeignet.

Kommerziell hergestelltes Fertigfutter wurde nicht entworfen, um die Bedürfnisse unserer Haustiere in optimaler Art und Weise zu decken, sondern schlicht und einfach, um die Reste der Menschlichen Nahrungsmittelindustrie gewinnbringend zu verwerten. Es ist wohl kein Zufall, dass nahezu alle großen Haustierfutterfabrikanten Tochterfirmen von Nahrungsmittelindustriefirmen sind. Es geht hier um Profit.

Hauptbestandteil von Fertigfutter ist Getreide, manchmal bis zu 90%. Hunde und Katzen brauchen gar kein Getreide, es kommt in der Natur nicht (oder zumindest nur in minimalster Menge) vor, das Getreide aufgenommen wird. Gemäss Studien sind Getreide krebserregend für den Hund. In Amerika, die seit 60 Jahren Fertigfutter kennen, ist Krebs die Todesursache Nr. 1 bei Hunden

Juliane

igelchen
21.09.2002, 15:47
Hallo Juliane!

Ich trau mich fast nicht, dazu Stellung zu nehmen... Dieser Artikel haut einen ganz schön um. :eek:

Wenn ich es richtig verstanden habe, ist laut diesem Artikel die einzige gesunde Ernährung für meinen Hund die Rohkostfütterung, wobei auch auf Schlachtabfälle, Knochen und Getreide verzichtet werden soll. Alle Fertigfuttermittel schädigen das Immunsystem des Tieres, weil sie erhitzt wurden und die Inhaltsstoffe dadurch giftig werden.
Sollte ich was falsch verstanden haben - bitte klärt mich auf! :confused:

Ich mache mir wirklich sehr viele Gedanken über die richtige und artgerechte Ernährung meiner Hunde - und natürlich darüber, wie ICH mich ernähre!! ;) Aufgrund meines chronisch unterernährten Studenten-Geldbeutels kann ich mich und meine Hunde meist nicht derart gesund ernähren, wie ich das gerne möchte - was mir immer wieder Kopfschmerzen bereitet. :( Aber m.E. gibt es einfach Grenzen bezüglich der Ernährung meiner Hunde, die ich nicht bereit bin zu überschreiten... Und diese Grenzen werden z.T. in dem Artikel formuliert. :rolleyes:

Auch wir Menschen ernähren uns meist alles andere als "artgerecht" und leiden mit vielen Erkrankungen unter der falschen Ernährung und den fiesen Umwelteinflüssen. Ich möchte gerne wissen, wovon man sich selbst ernährt, wenn man an die Ernährung seiner Haustiere derartige Ansprüche stellt?!? :confused: Wenn in gekochtem Fleisch und auch in erhitzten Ölen krebserregende Stoffe stecken, vergiften wir uns dann nicht alle selbst? Oder gibt es tatsächlich Stoffe, die zwar für Hunde krebserregend und hochgiftig, für Menschen aber ungefährlich sind?!?

Einen Aspekt des Artikels finde ich in sich unlogisch: Zunächst heißt es, die Hunde hatten früher eine höhere Lebenserwartung und waren weniger krank. Dann werden die Fertigfuttermittel verteufelt, weil in ihnen sowieso nur die Abfälle der menschlichen Nahrungsmittelindustrie stecken. Hmmm, wovon wurden die Hunde denn früher ernährt, als es noch keine Fertigfutter gab?!? :confused:
Natürlich bin auch ich dagegen, wenn in Hundefuttern Abfälle wie Zementpulver o.ä. verarbeitet wird!! Aber mal im Ernst: Ein hungriger Wolf - ich denke, auf diesen Vergleich läuft der Artikel doch hinaus?!? - frisst seine Beute mit Haut und Haaren, inklusive Innereien und Darminhalt... Ist dadurch der Abfall in den Fertigfuttermitteln wieder artgerecht?!? :confused:

Ich könnt jetzt schreiben ,schreiben, schreiben... Aber ich will keinen Monolog abhalten, sondern eine schöne Diskussion in Gang bringen! Ich freue mich auf Eure Stellungnahmen, Ansichten und Erfahrungen zum Thema (sind BARFer anwesend?)!

Liebe Grüße
Igelchen

Maggie_HH
21.09.2002, 18:14
erstmal möchte ich noch sagen, dass ich den artikel nicht ins forum gestellt habe, weil ich alles glaube, was drin steht. aber so langsam bin ich wirklich der meinung, dass es für den hund am gesündesten wäre, wenn man ihn mit Rohkost (Fleisch, Knochen, gemüse usw.) ernähren würde. da ich mich aber in diesem gebiet noch nicht so gut auskenne, und ich glaube, dass man sehr gut informiert sein muss, um mangelerscheinungen des hundes zu bekommen, habe ich bis jetzt auch fertigfutter gefüttert!
man sollte sich das futter schon gut aussuchen, aber die hersteller können einem ja viel erzählen......erhlich gesagt weiß ich auch nicht merh weiter, deswegen hab ich den artikel ins forum gestellt, um eure meinungen zu lesen!!!!
denn ich weiß nicht, ob man das alles überbewertet oder ob in dieser Branche wirklich immer mehr gemogelt wird, nur um den Profit zu steigern.......
ich hab jetzt schon wieder das futter gewechselt, da mir das alte nicht mehr gefallen hat, mein hund ist jetzt 1 jahr und hat schon 4 verschiedene futtersorten durch.....und ich bin mir immer noch nicht sicher, ob das futter jetzt das richtige ist, denn bei denen davor dachte ich das am anfang auch!!!!! dann liest man wieder was, und dann stellt sich heraus dass das jetztige futter doch nicht so toll ist....es ist zum verrückt werden, oder???

Juliane:confused: :(

igelchen
21.09.2002, 18:59
Hallo Juliane!

Ich kann Deine Unsicherheit bezüglich des Futters nur zu gut verstehen - mir geht es meistens auch nicht anders!! Andererseits kann man sich auch verrückt machen - denn es gibt nicht DAS perfekte Futter, das keine Nachteile hat. Du hast es selbst erwähnt: sogar BARFen kann für den Hund ein Risiko sein, weil es zu Mangelerscheinungen kommen kann, wenn man's falsch macht. (Meiner Meinung (und psychol. Wissen) nach ist es so, dass die Ansprüche gegenüber irgendeinem Einstellungsobjekt umso extremer werden, je länger man sich damit beschäftigt. An diese These muss ich sehr oft denken, wenn ich mit anderen über Ernährungsstile (ob beim Mensch oder beim Hund) diskutiere!)

Außerdem - Hand auf's Herz - ich habe drei Hunde und da ist es mir echt zu aufwendig, das Futter komplett selbst herzustellen. Zumal ich mir dann wahrscheinlich NOCH mehr Sorgen machen würde, ob ich auch alles richtig mache - denn dann habe ich ja die volle Verantwortung und kann mich nicht damit beruhigen, dass die Futtermittelhersteller ja schon etliche Jahre Erfahrung in ihrem Handwerk haben. :rolleyes: Ich liebe meine Hunde über alles - aber ich habe keine Lust, meinen Tagesplan durch die Bereitung von Unmengen Hundefutter diktiert zu sehen. Da verbringe ich diese Zeit doch lieber damit, mit den Hunden zu toben!!

Darüber hinaus muss m.E. eine gewisse Relation gewahrt bleiben: Ich muss nämlich auch aus Kostengründen meistens auf Nahrungsmittel verzichten, die meiner "Ernährungsphilosophie" mehr entsprechen als das, was ich dann zu mir nehme. Z.B. wären mir Obst, Gemüse und Milch vom hiesigen Biobauernladen/ Markt lieber als die ALDI-Variante, die tagelang aus Holland oder sonst woher angekarrt wurde und wahrscheinlich voller Pestizide etc. steckt.

Mein Cocker Spaniel frisst schon sein Leben lang Pedigree Pal. Als Welpe bekam er sogar Pedigree-Dosenfutter!! Außerdem bekam er auch immer Speisereste und jede Menge Leckerchen. Wenn ich manche Diskussionen über Futtermittel durchlese, wundere ich mich regelrecht, dass mein Hund noch lebt!! :D Ich vermute ja schon, dass z.B. seine immensen Zahnprobleme (musste schon zwei Mal Zahnstein entfernt bekommen) auf diese Fütterungsart zurück zu führen sind...

Ich möchte jetzt aber auch mal wissen, was andere so dazu denken!

Liebe Grüße
Igelchen

woelkchen
21.09.2002, 19:05
Hallo Igelchen und Juliane.

Auch mir ging es es, daß ich nicht gewußt habe was ich meinem Hund zu fressen geben soll. Ich bekam ihn mit 8 Wochen und fütterte das was mir der Vorbesitzer gesagt hat.

Allerdings wollte mein Hund den Grießbrei nicht fressen, und das Fertigfutter von Matzinger schon gar nicht. So ging ich auf die Suche nach gutem Fertigfutter. Da mein Hund aber von Anfang an immer Durchfall hatte, wußte ich sehr bald nicht mehr weiter.
Somit fing ich dann irgendwann an selber für mein Riesenbaby an zu kochen.

Das ist jetzt über 2,5 Jahre her. Er hat immer noch öffter Durchfall, was aber mit der Erkrankung der Bauchspeicheldrüse zu tun hat. Mein TA gab mir Tabletten wo alle Vitamine enthalten sind die der Hund braucht. Das ist das einzig gute an dem TA, daß er mir die Tabletten verkauft. An sonsten hat diese TA meinen Hund krank gemacht.

Aber diese Geschichte würde hier den Ramen sprengen.
Meinem Hund geht es mit dem barfen sehr gut. Da er sowieso einen Futtermilbenallergie hat, darf ich kein Fertigfutter nehmen. Auch muß ich die Leckerlis selber backen.

Was mich allerdings interesieren würde, wie manche Leute einen Hund nur mit Fleisch, Knochen, und Rohkost ernähren können. Mein Hund erbricht Knochen, und nur mit Salat und Gemüse bekomme ich ihn nicht satt.

Vieviel Gemüse braucht ein 50 kg Hund am Tag, ohne daß ich arm werde. Bin wie ihr mal gespannt was noch so alles an Antworten kommt.

Bis dann
Sonja

Maggie_HH
21.09.2002, 19:17
Wie hast du es denn gemerkt, dass dein Hund diese Allergie hat??? Wie äußert sich das?

Juliane

igelchen
21.09.2002, 19:23
Hallo Sonja!

Ich bin grad etwas verwirrt: Ich dachte immer, BARF sei Rohkostfütterung?!? :confused:

Nach dem Artikel über artgerechte Hundeernährung ernährst Du Deinen ja trotzdem falsch, weil ja angeblich alles Gekochte giftig und für den Hund krebserregend ist... :p

Aber wieso gehst Du weiterhin zu einem TA, der Deinen Hund krank gemacht hat? Den würde ich auch nicht wegen Vitamintabletten und Impfung konsultieren - schließlich verdient er dann ja weiterhin an Dir!!

Tja, den "Kilo"-Aspekt kann ich gut verstehen :D Meine Hundis bringen zusammen auch flotte 70 kg auf die Waage...

Liebe Grüße
Igelchen

Cockerfreundin
22.09.2002, 12:18
Hallo, zusammen!

als ich den Artikel zum 1. Mal las, dachte ich auch spontan: da hilft dann wohl nur noch BARFEN. Aber ich habe halt eine innere Abneigung gegen die Fütterung rohen Fleisches, insbes. wegen Salmonellen-Gefahr und rohe Knochen gibts bei uns auch nicht!

Wir haben auch ein bißchen hin und her probiert im letzten Jahr mit Futter (und vielleich lande ich ja doch irgendwann bei Nutro??), aber insgesamt passt es so wie es jetzt ist und deshalb wird auch nix umgestellt zur Zeit.

Was ich aus dem Futtersack (RC) und der Dose (Rinti Sensible) nehme, sieht wirklich nicht aus wie der letzte Müll, der Preis ist auch nicht zu verachten ;) - vor allem aber: Basti schmeckts und Verdauung und Gewicht sind ok.

Frisches (Reis, Kartoffeln, Nudeln, Gemüse, ei, honig etc) gibts sowieso dazu - und ab und an sogar gekochtes Fleisch (gestern zB Putenherzen). Ich denke, das ist ausreichend genug.

Außerdem glaube ich auch, dass 8von Ausnahmen = Allergien o.ä.) sich unsere unsicherheit in Punkto Ernährung auf unsere fiffis überträgt.

also - nicht ohne Not zuviel rumexperimentieren - gilt jedenfalls für mich.

Grüße von
Annette + Basti :)

Dagi
23.09.2002, 10:36
Hallo @ all,

als ich den Beitrag das erste mal gelesen habe, ist mir ehrlich gesagt auch ganz schön mulmig geworden. Allerdings hat mich auch der Punkt gestört, daß früher die Hunde älter geworden sind.
Ich habe immer wieder mit unserem TA Gespräche über die Fütterung, gerade weil ich so verunsichert bin. Amy bekam ja vom Züchter noch Pedigree Welpennahrung (Dose). Das paßte mir ja nicht gerade. Doch unser TA sagte, daß man es auch nicht allzusehr verteufeln sollte, denn die Hunde würden nicht "umsonst" immer ÄLTER werden. Es würde aber natürlich auch bessere Futter geben.
Das verwunderliche, was kaum einer für möglich hält (weil ja angeblich Lockstoffe drin sind, und kein Hund Pedigree widerstehen kann): Amy wollte irgendwann das Pedigree nicht mehr! Und so haben wir auf Hills umgestellt, bzw. auf eine Mischfütterung von Hills/Animonda.

FAZIT: Was WIRKLICH alles in den verschiedenen Futtern drinsteckt, wie produziert wird, werden wir bestimmt NIE erfahren. Für mich gilt nur: ich sehe am Hund, ob es ihm a) schmeckt und b) bekommt. Eine Restunsicherheit wird immer bleiben, gerade was toxische Stoffe anbelangt. Aber ich kann mich Annette nur anschließen: Rohes kam für mich trotzdem nie in Frage. Und wenn man nämlich Berichte sieht, wie oft Fleischer noch Fleisch auslegen, welches dort eigentlich nichts mehr zu suchen hat...
Im Endeffekt werden wir immer und überall beschissen (Mensch UND Tier), es kommt nur noch darauf an, wo wir etwas weniger beschissen werden...

Gruß an alle von Dagi + Amy

gini_aiko
23.09.2002, 11:21
hallo dagi,

du sprichst mir aus dem herzen. denn niemand weiß, was mit dem fleisch (ob im futter oder roh) bevor wir es am teller haben bzw. der hund im napf hat wirklich passiert ist.

ich bin der meinung, dass sich jeder seine ansprüche (meine: hauptbestandteil fleisch (keine tierischen nebenprodukte), keine chemischen konservierungsstoffe (sondern mit vitaminen konserviert), keine farbstoffe, keine lockstoffe, keine getreideabfälle (sondern zb gerste und reis), kein vitamin k3 (künstlich hergestellt, humankost verboten, da TOXISCH), USW) an das hunde- bzw. katzenfutter genau überlegen soll und sich dann für *seine* marke/n entscheiden soll.

lg claudia, gini und aiko

gini_aiko
23.09.2002, 11:24
ps.:

natürlich muss/kann ich mich bei meinen anforderungen nur auf das verlassen was auf der packung steht. aber bei rohem fleisch (ausgenommen selbstschlachtung) weiß ich auch nicht ob es nicht antibiotikaverseucht ist!!!

lg claudia, gini und aiko

Dagi
23.09.2002, 11:36
Hallo Claudia,

ja, genauso ist das. Jeder muß sich im prinzip selbst überlegen, welchen Anspruch er da hat, bzw. in wieweit er eben hinter seiner Art Fütterung stehen kann, bzw. die Verantwortung dafür übernehmen kann.
Freunde von uns kochen nur selbst für den Hund. Haben ihn auch von einer Züchterin mit einer sehr extremen Meinung zum Thema Fütterung: Da hat was fertiges aber auch rein gar nix zu suchen! Nur: das Fleisch wird natürlich immer aus dem Angebot, von Aldi/Lidl & Co. geholt. Und dann die ganzen Zusätze die da noch reinmüssen. Die werden auch von der Tierfutterindustrie hergestellt, da kann man dann doch auch nicht sicher sein, woraus die Proteine z.B. gewonnen wurden, woher das Calcium, woraus die Vitamine (künstliche o. natürliche)! Der Hund hat im übringen ständig was! Ist völlig verfressen (trotz Futter ohne Lockstoffe!) und stürzt sich auf alles Eßbare.
Das kam für mich nicht in Frage, denn ich bin nunmal kein Ernährungswissenschaftler, und kann dann nicht für eine ausgewogene Ernährung garantieren. Darauf reagierten unsere Freunde mit totalem Unverständis, sagten soger, dann könnten wir uns eben keinen Hund anschaffen.
Aber so ist das eben: bei der Fütterung gehen die Meinungen eben total weit auseinander. Da kann man gar nicht anders, als sich versuchen selber schlau zu machen, natürlich auch andere nach ihren Erfahrungen fragen, und im Endeffekt selbst zu entscheiden, was man für vertretbar hält. Und das gilt für meine Ernährung wie für die der Tiere.
Ich glaube, wir sind gar nicht mehr in der Lage, wirklich ALLES zu bedenken, alles richtig zu machen, da es dort viel zu viele Faktoren gibt, die sich unserem Einfluß entziehen. Leider.

Viele liebe Grüße von Dagi + Amy