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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Leinenführigkeit



Funnyi
14.01.2006, 20:47
Hallo,

ich gehe ab und zu mit einem großen 50kg-Schäferhund-Labrador-Wasweißich-Mix Gassi. Er zieht aber wie ein Stier an der Leine, geht zwar kurzzeitig bei Fuß, legt sich dann aber wieder ins Halsband.
Die Besitzer haben schon alles versucht, vom Halti bis zum abgefeilten Stachelhalsband.

Was kann man da noch tun?

LG

Carmen Groß
15.01.2006, 10:25
Hallo,
Ich glaube nicht das ein scharfes Stachelhalsband die Lösung ist.:sn:
Wie alt ist denn der Hund? Wie oft gehst Du mit Ihm Gassi? War er in der Hundeschule,wenn die Besitzer es nicht geschafft haben? Wenn er kurzzeitig
bei Fuß geht wird es Ihm vieleicht nach einer Zeit zu öde? Versuch Ihn doch mal das Fuß gehen schmackhaft zu machen. Mit guten Leckerlis oder einem Wienerle! Überschwenglichen Lob. Sobalt er anfängt zu ziehen würde ich den Spaziergang mit einem strengen NEIN sofort abbrechen und den Heimweg antreten. Jedesmal!!!!! Auch wenn es schon gleich nach dem Gartentor soweit ist. Spaziergang nochmal etwas später wiederholen. Ich weiß, es ist aufwendig aber es wirkt.;)
Vieleicht klappts ja. Meine hat es nach etwa einer Woche kapiert. Allerdings bin ich zwei mal tägl. mit Ihr unterwegs. :-*
Carmen

xitus
15.01.2006, 10:35
Hallo,
kleiner Tipp:wenn ihr das nächste mal unterwegs seid suche dir eine Wiese oder Parkplatz ,sobald er anfängt zu ziehen wechsle sofort die Richtung diese Übung ca.10 Minuten.Das innerhalb dieser 10 Minuten ständig die Richtung wechseln.
l.g. MIke

Funnyi
15.01.2006, 21:15
Naja, das Stachelhalsband war sehr abgefeilt, also es hat ihn höchstens ein bisschen gezwickt. Und so dick wie der ist :D
Das mit dem Spanziergang abbrechen geht leider nicht gut, da ich ja, wie gesagt, bloß ab und zu Gassi gehe, so ca. 3-4-5 mal die Woche :)
Und die haben noch einen 2. Hund, der absolut nicht kapieren würde, warum man wieder heimgeht.
Er hatte auch eine Privathundetrainerin, die alles geschafft hat, aber nicht das abgewöhnen vom Ziehen. Wenn ich ihn mit tollen leckerlies bei Fuß gehen lasse, hängt er zwar eine Zeit richtig an meiner Seite, aber dann aht er einfach keinen Bock mehr. Hat er keine Leine um, geht er perfekt neben mir, egal wie lange.
Und das mit dem Umdrehenhaben wir schon vesucht, aber es bringt nichts; er dreht dann auch um und zieht einfach weiter...
LG

Räubertochter
16.01.2006, 02:04
Und die haben noch einen 2. Hund, der absolut nicht kapieren würde, warum man wieder heimgeht.


Versuche doch erstmal mit dem einen Hund spazieren zu gehen. Wenn man zwei Hunde an der Leine hat, ist es schwierig einem von beiden was beizubringen. Du mußt schon deine ganze Aufmerksamkeit diesem einen Hund schenken, wenn du ihm was beibringen, bzw. abgewöhnen willst.


Er hatte auch eine Privathundetrainerin, die alles geschafft hat, aber nicht das abgewöhnen vom Ziehen.

Das, was man in der Hundeschule lernt, muss man selber mit dem Hund bis zum Erbrechen trainieren, denn sonst nützt die beste Hundetrainerin nichts.


Und das mit dem Umdrehenhaben wir schon vesucht, aber es bringt nichts; er dreht dann auch um und zieht einfach weiter...

Du musst schneller sein, du mußt direkt wieder die Richtung ändern.
Am besten in 90°Winkeln. Wenn er im Weg steht, geh´durch ihn durch;),
wenn du das durchziehst, wird er dich nach einiger Zeit anschauen um zu merken, in welche Richtung du gehst, denn er hat nicht wirklich Bock darauf bei den Richtungswechseln dein Knie in die Seite zu kriegen, wenn du durch ihn durchgehst. Das nützt aber wiederum nichts, wenn du ab und zu mit dem Hund rausgehst und das exerzierst, seine Besitzer müssen das ebenso machen. Es funktioniert wirklich, aber die wenigsten Leute nehmen sich die Zeit, vor dem Spaziergang auf einer freien Fläche zu üben oder es ist ihnen peinlich, denn sie könnten ja gesehen werden, wenn sie in abgehackten rechten Winkeln über eine Wiese gehen.:D

Wenn die eigentlichen Besitzer ihre Hunde zum Spazierengehen abgeben, haben sie wahrscheinlich garkeine Zeit und kein Interesse ihm das wirklich abzugewöhnen.

Viel Erfolg
Simone

Lastrami
16.01.2006, 06:52
Hallo Funnyi,

was Du auch versuchen könntest ist, sobald der Hund anfängst zu ziehen stehenbleiben und den Hund ins Sitz bringen. Kurz warten und dann weitergehen.
Funktioniert auch. Denn dem Hund wird es irgendwann zu doof sich ständig hinzusetzen und er wird merken, aha, wenn ich nicht an der Leine ziehe gehen wir weiter, immer wenn ich ziehe muß ich mich hinsetzen.:?: Die MEthode klappt auch mit 2 Hunden an der LEine.

Mh, könnte es evtl auch sein, das der Hund mit der befestigten Leine etwas negatives verknüpft? Denn DU schreibst ja, das er ohne Leine prima bei Fuß geht?




kann es sein das der Hund sich ziemlich langweilt? Wie belohnst Du ihn für das ordentliche bei Fuß gehen?? Bringst DU da auch mal was Abwechslung rein?

LG Pia

Carmen Groß
16.01.2006, 16:05
Also ich finde alle Tips die Du nun bekommen hast super. Du mußt nur sehr Konsequent sein ,dann kommst Du auch ans Ziel. Ich wünsche Dir viel Spaß, denn das soll es machen. Vergesse das nie! Sobalt zu starker Druck aufgebaut wird klappts nimmer. Carmen

Funnyi
16.01.2006, 20:43
So, werde die zahlreichen Tips (danke :)) erst mal ausprobieren und melde mich dann wieder.

zu oben noch: ich gehe sowieso nur mit einem spazieren, und das sozusagen nur als Ergänzung, da die Besitzer selbst schon vormittags lange gehen. Es liegt mehr an meinen Entzugserscheinungen ;). Die Besitzer haben das scho alleine auch alles geübt, was ja überall Erfolg hatte, aber eben nicht in dieser Sache. Ich werde jetzt mal sehen wie sich das Ganze entwickelt...

Danke nochmal,
LG

Funnyi
16.01.2006, 20:45
Achso, ja noch zhum Thema, dass ihm langweilig wird, wenn er bei Fuß gehen muss: Das hört sich in meinen Ohren unlogisch an, da es ihm ja nie zu langweilig wird, wenn er ohne Leine Bei Fuß gehen muss...

girl17
09.02.2006, 10:23
Hallo!

Sobald "dein Hund" zieht musst du plötzlich stehen bleiben. Es geht einfach nicht weiter - da er zieht. Sobald er etwas nachgiebt kannst du weiter gehen.
Er muss verstehen lernen, dass wenn er zieht - es nicht weiter geht-du bleibst stehn, wenn er aber locker an der Leine geht, gehts weiter.

Doch du musst sehr darauf aupassen, dass du ihm kein Erfolgserlebniss mehr gibst-beim Ziehen.

Der Hund hat gelernt, dass wenn er zieht, er überall hinkommt, wo er hinmöchte, also wäre er ja blöd wenn er es nicht machen würde, oder?

Es dauert sehr lange, bis der Hund versteht dass er nicht ziehen soll.

Also: immer wenn er zieht - nicht mehr weiter gehen
wenn er locker lässt - dann gehts weiter
wenn er zieht - darf er nie da ankommen wo er hin möchte!!!

Viel Spaß beim erziehen!

goldret1
09.02.2006, 19:40
Ich hatte mal einen Labrador-Rüden und wie ich gelesen habe handelt es sich um einen Schäferhund-Labrador-Mix! Wie es bei Schäferhunden ist weiß ich nicht, aber Labrador Rüden sind grad beim Spaziergang etwas störrisch. Klar muß das nicht bei jedem so sein, aber ich bin damals auch fast verzweifelt. Aber ich habe es geschafft mit sehr viel Geduld und Begleithundeprüfung. Ich habe so einige Antworten durchgelesen und manche Tipps sind echt klasse, wie zum Beispiel mit dem Leckerchen, das hätte ich auch gemacht, aber wenn dies nicht hilft, muß man was anderes finden. Nur was? Was hat er denn für eine Leine, kannst Du sie richtig durchhängen lassen wenn er neben Dir läuft? Leider ist es ja heut zu Tage nicht mehr so möglich die Hunde freilaufen zu lassen, am besten wäre natürlich ihm keine Leine umzuziehen, geht aber leider nicht. Also bei meinem Labrador habe ich es so hinbekommen, das ich wenn er zog immer Pfui gesagt habe und ihm dann über der Leine ein "Zeichen" gegeben habe, das er es "übertreibt". Wenn er so arg zog habe ich ihn stark zurückgezogen, habe ich auf dem Hundeplatz gelernt. Es sieht zwar im ersten Moment krass aus, wenn man einen Hund so zurück zieht, aber es wirkt echt Wunder, zumindest bei meinem Labrador. Aber das ganze brauch wirklich Zeit und viel Geduld, er muß ja erstmal verstehen das er plötzlich nicht mehr das "sagen" hat. Wenn er es gut gemacht hat, auf jeden Fall loben mit Worten und Leckerchen! Ach ja, wenn Du ihn mal kräftig zurück ziehen solltest, sag dann dabei, bei Fuß, damit er weiß warum Du ihn so zurückgezogen hast. Versuch das mal, es wird anstrengend, aber vielleicht hast Du ja erfolg. Würde es Dir wünschen, denn der Mensch geht mit dem Hund und nicht umgekehrt! Wenns nicht klappt, schreib mir mal, habe bestimmt noch Tipps die ich vom Hundeplatz noch so kenne. In einer Woche bekommen wir eine Golden-Retriever-Hündin, 8 Wochen alt, dann beginnt hier auch wieder alles von vorne, leider habe ich meinen Labrador nicht mehr! Aber ich freue mich sehr auf unsere Hündin!!!

ruth_kyno
09.02.2006, 19:55
hallo
falls dir die bisherigen tipps nicht helfen, dann versuchs mal so:
erstens nimmst du ein geschirr und machst eine ca. 2m lange schleifleine an den hund.
zweitens nimmst du den hund ganz normal ans halsband (aber bitte ein normales) und lässt die leine immer auf einer länge, damit der hund sich die länge der leine merken kann und weiß, wann diese zu ende ist und er dann anfangen würde zu ziehen.
dann trittst du immer dann auf die leine, wenn der hund am halsband zieht. bitte tu dies aber nur mit einem geschirr, da der hund sonst du extrem gestoppt wird und so halswirbel verletzen könnte. sobald der hund gestoppt ist, drehst du dich um und gehst in die entgegengesetzte richtung. wenn das dir mit zwei hunden zu nervig ist, geh einfach da, wo du deinen hund von der leine lassen kannst.
so kannst du die konzentration des hundes auf dich lenken.