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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Homöopathie für eifersüchtige Hündin?



2tricolori
08.01.2006, 17:23
Hilfe! Unsere 5jährige Hündin Menschle, die sich bis gestern außerordentlich gut mit der am 09.09.2005 hinzu gekommenen Ronja (*30.06.2005) verstand, scheint dieses Hundekind nun plötzlich abzulehnen, mag nicht mehr mit ihr spielen, blafft sie gelegentlich an, hält sie regelrecht auf Distanz. Unsere Vermutung geht nun dahin, dass die Kleine demnächst läufig wird, deshalb vielleicht jetzt anders riecht, sich auch anders verhält. Nun fragt sich zum einen, ob wir die Kastration vor dieser ersten Läufigkeit in Angriff nehmen sollen und zum anderen, ob dieser plötzlich aufgeflammten Eifersucht mit homöopathischen Mitteln begegnet werden kann. Aufgrund der Lektüre diverser Ratgeber neigen wir zu Platinum D 200, alternativ Lachesis / Hyoscyamus / Chamomilla, gleichfalls in einer 200 Potenz. Wer hat oder hatte ähnliche Probleme mit Hündinnen und kann uns praktikable Tipps geben? Bin für jeden Erfahrungsaustausch dankbar und erhoffe mir natürlich schnelle Hilfe!!!

Lastrami
09.01.2006, 08:55
Hallo,

also mit homöopathischen Mitteln kenn ich mich nicht so gut aus. Aber ich habe es in einem ähnlichen Fall mit Bachblüten versucht und recht viel Erfolg damit gehabt.:tu:

Hast Du mal versucht ein homöop. Forum zu finden wo diese Fragen sehr gezielt beantwortet werden können? (nur für den Fall das sich hier keiner konkret dazu äußert)

LG Pia:cu:

2tricolori
09.01.2006, 14:01
Guten Tag - und ganz lieben Dank für die Antwort! Mit Bachblüten habe ich nicht so große Erfahrung, würde da vielleicht am ehesten auf Daisy (Gänseblümchen) tippen, was aber eher bei regelrechten Aggressionen angesagt wäre. Aggressiv aber ist Menschle nicht, sondern einfach nur ablehnend, fast möchte ich sagen: beleidigt. Sie zieht sich zurück, kommt mit der "neuen" Ronja irgendwo nicht klar. Habe nun heute einen Termin beim Doc gemacht, um die Kleine erst mal angucken zu lassen. Schätze aber schon, dass sie mit Riesenschritten auf die Geschlechtsreife zumarschiert. Dieses Tier will nächtens immer noch mehrere Male in den Garten, nach dem Nachbarsrüden gucken... :-*

Lotta
09.01.2006, 21:43
Hallo Tricolori,

warum willst du die Ablehnung der älteren Hündin, die sie seit einem Tag zeigt, mit Medikamenten manipulieren? Damit greifst du in die Entwicklung der natürlichen Beziehung zwischen den beiden Hunden ein, die sich, wie du ja selber beschreibst, verändert, weil die Kleine älter wird. Die ältere Hündin wird der Jüngeren jetzt zeigen müssen, dass die Zeit der Kindheit vorbei ist und dass sie sich unterordnen muss. Wenn du jetzt eingreifst und die Ältere künstlich beruhigst, fehlt dieser Entwicklungsschritt und die Schwierigkeiten bleiben vielleicht lange erhalten.

Nebenbei, ich finde das man wenig Achtung vor einem Tier zeigt, wenn man versucht, sein normales Verhalten mit Medikamenten zu beeinflussen, nur weil es gerade nicht in die eigene Vorstellungswelt passt. Ob das Medikament nun homöopathisch ist oder Bachblüten oder ein anderes Beruhigungsmittel, da sehe ich den Unterschied nicht so ganz.

Ein Medikament würde ich nur einsetzten, wenn das Tier wirklich unter seinem Verhalten leidet, z.B. bei extremer, krankhafter Angst oder bei starker Aggression. Aber auch dann würde ich mich vorher mit einem Tierarzt absprechen.

Soweit meine Meinung,

Grüße von Lotta

2tricolori
09.01.2006, 22:20
Liebe Lotta, muss zugeben, dass aus meiner Frage weniger Besorgnis, als vielleicht vielmehr Egoismus rüberkommt. Dem ist aber nicht so. Ich habe dieses Thema auch quasi prophylaktisch aufs Tapet gebracht, falls die Situation tatsächlich eskalieren sollte, also doch stärkere Aggressionen auftauchen. Habe schon den Eindruck, dass unsere Große, die ja seit jeher ein ausgesprochenes Sensibelchen ist (auch schon von ihrem Ursprungsrudel her, wo sie die Kleinste war), leidet. Da verspürt frau doch einfach den - nachvollziehbaren? - Drang, auf diese Art (= Homöopathie) die Harmonie halbwegs wieder herzustellen, womit dann doch allen Zwei- und Vierbeinern gedient wäre... Aber vorerst lassen wir's laufen, klar, wollen ja nicht mit Kanonen auf Spatzen schießen. Vielleicht kriegen die Damen sich ja auch wieder ein. Hintergrund meiner Besorgnis ist, dass die Bekannte einer Freundin tatsächlich eine Hündin weggeben musste, weil es absolut nicht mehr funktionieren wollte - obwohl bis zur "Pubertät" der Kleinen bestes Einvernehmen geherrscht hatte... Das macht mir, ehrlich gesagt, doch Angst!

Lastrami
10.01.2006, 09:31
Hallo Lotta,

also ich finde es doch über trieben, Bachblüten als Medikamente zu bezeichnen. BB heilen keine Krankheiten, sie können nur unterstützend wirken. In dem Fall würden sie so helfen, das die Große der Kleinen gegenüber etwas mehr Toleranz entwickelt. Und DAS! hat nix mit manipulation zu tun.;)

@tricolori

Gänseblümchen sind keine BB. Die müssen aus einer anderen Sparte kommen?!:confused:

Notfalls nimm Du die BB und entwickle selber mehr Gelassenheit, dann überträgt sich Deine Anspannung nicht auf die Hunde.:bl:

LG Pia

2tricolori
10.01.2006, 13:57
Hallole, hatte mir obige Bachblüten (aus Neuseeland, glaube ich) vor Monaten extra mal über die Apotheke kommen lassen, weil es Zoff unter den Stubentigern gab. Meinte damals auch, der ärgste Rabauke und "Platzhirsch" habe durchaus darauf angesprochen. Es ist das Gänseblümchen, in der Homöopathie auch unter Bellis perennis bekannt. Da das Hauptproblem aber nicht so sehr die Intoleranz, als vielmehr eine zeitweilige Protestpinkelei war, bin ich auf Beech, also die Nr. 3 der Klassischen Bachblüten, umgestiegen. Das kriegt auch nur dieser große Kater, während Daisy ja alle bekamen, um eine Harmonisierung unter den Miezen zu erreichen. Aber da wir hier ja im Hundetalk und nicht bei den Katzenproblemen sind, möchte ich es nicht weiter ausführen. Danke jedenfalls an alle, die sich die Mühe gemacht haben, über mein Problem nachzudenken. Ronja wurde heute früh dem Doc vorgestellt zwecks "Kastrations-Check", wie er sich ausdrückte. Er ist weiterhin der Meinung, dass - auch aufgrund jahre- bzw. jahrzehntelanger Erfahrung - der siebte Lebensmonat optimal für diesen Eingriff sei, am besten also noch vor der ersten Läufigkeit. Unsere Süße wurde gründlich untersucht; gegen Abend kriegen wir die Analyse der Blutproben und damit - sofern jene unbedenklich ausfällt - grünes Licht für die OP in der kommenden Woche.

Lotta
10.01.2006, 21:20
Hallo Lastrami,

ich kenne mich mit der Theorie, die hinter den Bachblühten steht, nicht so aus. Homöopathie läuft aber eindeutig unter Arzneimittel, es greift in das physiologische Gleichgewicht (oder Ungleichgewicht) des Körpers ein.



In dem Fall würden sie so helfen, das die Große der Kleinen gegenüber etwas mehr Toleranz entwickelt. Und DAS! hat nix mit manipulation zu tun.


Ich weiß nicht, genau DAS ist doch Manipulieren! Das Verhalten der Hündin, für das diese sicher ihre Gründe hat, -oder die Stimmung dahinter- wird durch einen chemischen Stoff verändert. Das kommt mir so unnatürlich vor! ICh hätte einfach Vertrauen in die Fähigkeit der Hündin, ihre sozialen Beziehungen selber zu gestalten. Und natürlich ist der Halter ein wichtiges Teil dieser Beziehung und kann der älteren Hündin z.B. verbieten, die Kleine zu verletzten. So würde es doch auch in einem Wolfsrudel funktionieren, da würde auch niemand zu chemischen Mittel - und das sind Bachblühten und Homöopathika ja - greifen.

Hallo tricolori,

hier wurde schon öfter über die sogenannte Frühkastration vor der ersten Läufigkeit diskutiert. Es gibt auch gute Gründe dagegen, z.B. das die sexuelle Entwicklung der Hündin dann nicht wirklich abgeschlossen wird. Aber vielleicht habt ihr das für euch schon abgewogen. Warum soll die Kleine überhaupt kastriert werden? Habt ihr auch einen Rüden?

Grüße von Lotta

Grüße von Lotta

2tricolori
11.01.2006, 15:00
Hallo Lotta,

unsere erste Hündin musste am Fasnetssonntag 2001 mit 10 1/2 Jahren eingeschläfert werden. Vorausgegangen war eine Gebärmuttervereiterung nebst Mammatumoren, das Zeug hatte gestreut und u. a. eine Anämie ausgelöst. Natürlich war notfallmäßig noch eine Totaloperation erfolgt, doch hat unser liebes Mädchen sich nicht mehr erholt. Der Doc meinte damals, bei rechtzeitiger Kastration wäre alles zu vermeiden gewesen, was wir dann beim Menschle auch beherzigt haben. Wir waren bis dahin ja immer der Überzeugung, der Natur nicht ins Handwerk pfuschen zu dürfen, wurden dann aber doch eines Besseren belehrt. Und unser Doc ist halt nun mal der Ansicht, dass der optimale Zeitpunkt für den Eingriff eben der 7. Lebensmonat sei. Ich schätze, da der Mann (und sein Praxisteam) sich in all den Jahren als kompetent erwies, müssen wir, als Laien, ihm vertrauen.

Danke für Deine Mühe!

P.S. Einen Rüden haben wir selbst nicht, aber auf dem angrenzenden Grundstück gibt's einen (zudem mit schwerer HD belasteten) Riesen-"Bären", und allein in unserer Straße ist die "Hunde-Dichte" enorm...

Lotta
11.01.2006, 21:22
Hallo tricolori (wie heißt du eigentlich richtig?)

dass ihr so etwas nicht noch einmal erleben wollt, verstehe ich natürlich. Krebs ist schon etwas scheußliches, unser erster Hund ist auch daran gestorben.

Dann wünsche ich eurer Kleinen einfach gute Erholung nach der Operation. Vielleicht reicht dieser "Dämpfer" ja auch, um das Verhältnis zwischen den beiden Hündinnen wieder ins Lot zu bringen.

Grüße von Lotta

maedl
11.01.2006, 22:05
Hallo tricolori!

Der siebte Lebensmonat sei optimal?????? Also das kann ich ja gar nicht glauben.....!
Hab hier mal einen interessanten Bericht zum Thema Kastration & Frühkastration von Rainer Brinks! (http://www.hundezeitung.de/top/index.html)
Solltest du dir mal durchlesen, bevor du das mit der Operation machst....

Liebe Grüße.

2tricolori
12.01.2006, 14:29
Hallo Maedl,

habe mich sowohl mit dem zitierten Essay, als auch mit ähnlichen einschlägigen Publikationen auseinandergesetzt. Wie bereits oben erwähnt, vertraue ich unserem Doc in dieser Frage - nicht zuletzt auch durch unsere eigenen Erfahrungen (ebenfalls siehe oben). Die OP wird homöopathisch vorbereitet und begleitet, auch die Hormonumstellung, und so hoffen wir halt jetzt einfach inständig, dass alles glatt geht.

An alle:

Nach zwei Gaben Chamomilla D 200 spielen unsere beiden Weibsen wieder wunderbar miteinander. Wir können es noch gar nicht fassen! Hoffentlich bleibt die gegenwärtige Harmonie auch erhalten!

2tricolori
12.01.2006, 14:37
Hallo Lotta,

getauft wurde ich auf Kornelia, höre aber gemeinhin auf Conny... :-*

Danke Dir sehr für Dein Interesse und Deine Aufmerksamkeit!