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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wann Sterilisieren????? oder 1x läufig werden lassen!!!!!



Tayla
19.12.2005, 20:08
Hallo, wer kann mir da weiterhelfen,..... wann sollte man eine Hündig Sterilisieren lassen? Bevor sie zum ersten mal läufig wird, oder sollte der Hund erst einmal läufig sein und dann erst danach??!!! Jeder sagt was anderes, wer hat diesbezüglich denn schon so seine Erfahrungen gemacht und kann mir Ratschläge geben. Ich habe zwar noch Zeit, unsere Hündin ist erst 13 Wochen alt, aber Informieren will ich mich schon,....... hatte sonst immer nur Rüden :confused:
Daher keine Ahnung!!!!!!!
Danke für Antworten,....:tu:

jacky211
20.12.2005, 08:14
Hallo Tayla,
habe mich auch schon mit dem "Problem" auseinander gesetzt. Meine Hündin ist 4 Monate alt und bald gehts ja los. Meine TÄ riet mir zu einmal läufig und nach 3 Monaten, wenn der Hormonhaushalt wieder ok ist, zu sterilisieren. Sie meint das die Läufigkeit zum Erwachsenwerden dazugehört. Man könnte auch vorher sterilisieren, aber viele Hunde kommen damit nicht klar und werden verhaltensgestört. Werd Nelly einmal läufig werden lassen und danach sterilisieren.

lg Jacky mit Nelly:santa01:

huskita
20.12.2005, 09:10
hallo meine lieben....

ich würde kastrieren lassen und nicht sterilisieren.wenn ihr sterilisiert wird die hündin trotzdem noch läufig, kann aber nicht mehr trächtig werden.ich würde ihr den stress ersparen.ausserdem mindert ihr mit einer kastration die gefahr von mammatumoren.(sofern ihr relativ früh kastriert-bis zur dritten läufigkeit)

wann ihr den schritt dann schlussendlich wagt ist eure entscheidung.da gibt es sehr konträre ansichten.
es gibt immer vor- und nachteile für den richtigen zeitpunkt.da müsst ihr euch dann informieren was in eurem fall am besten ist.
ihr könnt hier auch mal bei zooplus bei den tierärzten die themen zur kastration durchforsten.da gibt es auch einige nützliche hinweise.

liebe grüsse
nina

Maltesergirl
28.12.2005, 18:02
Von Kastrationen halte ich persönlich überhaupt nichts, es sei denn, es ist medizinisch notwendig!

Ansonsten bin ich der Meinung, man sollte eine gesunde Hündin nicht kastrieren lassen :mad:. So ein Eingriff ist schließlich auch mit Risiken verbunden...

Wir Menschen legen uns ja auch nicht mal eben so ohne medizinische Notwendigkeit unters Messer - warum also sollte man das seinem Hund antun?

Dara
28.12.2005, 18:15
Hallo Maltesergirl, ich kann Dir nur beipflichten. Warum soll eine Hündin kastriert werden wenn sie gesund ist. Ich habe auch eine Hündin und würde sie niemals kastrieren lassen, außer es gäbe einen medizinischen Grund. Wenn es nur das Problem mit der Läufigkeit ist kann ich nur allen Hündinnenbesitzern sagen, dass das nicht wirklich ein Problem ist. Ich finde auch, dass jede Narkose ein Risiko ist und warum soll man dieses eingehen, wenn es keinen vernünftigen Grund dafür gibt.

anja123
05.01.2006, 14:52
Hallo, Ich bin neu hier, aber ich möchte Dara und Maltesergirl beipflichten.
Meine Schäferhundmischlingshündin ist 7 Monate, normaler weise müßte Sie jetzt dann läufig werden bzw. ist es wahrscheinlich schon und ich bemerke es gar nicht.
Eine OP bringt immer Risiken mit sich. Schon allein die Narkose, nicht jeder Hund verträgt sie gut.
Ich hatte schon mal eine Hündin und wollte Sie kastrieren lassen, sie ist an der Narkose gestorben.

Ich würde mir das ganz genau überlegen, ob es wirklich nötig ist so ein Risiko auf sich zu nehmen.

Schöne Grüße

lotharingia
05.01.2006, 15:30
Ob wir Menschen uns nicht unteres Messer legen würden, wenn es uns aus irgend einem Grund verboten wäre, Kinder zu bekommen, bezweifele ich. Wenn ich kein Sex haben dürfte, heiß werden würde und in dieser Zeit über alles Sex haben wollte, würde ich mir dieses ganze Palava mit Perioden, Eierstockzysten, hormonellen Schwankungen usw bestimmt nicht antun. Warum denn auch? Menschen werden aber nicht heiß, also würde man nach einer solchen OP trotzdem noch wollen, wenn man so veranlagt ist. Es gibt genügend Menschen, Männlein wie Weiblein, die sich operieren lassen, um keine Kinder zu bekommen, wenn sie "es" tun. Warum sollte man also nicht ein Tier kastrieren, das es tun möchte, aber nicht darf und das auch sehr darunter leidet, daß es nicht darf?

Im Grunde bin ich der Meinung, daß man die Natur so lassen soll, wie sie ist. Da müßte ich aber auch meine Hunde Sex haben lassen, denn so ist die Natur. Hunde sind aber von uns gezüchtet und mittlerweile nicht mahr so natürlich, also ist es ja auch nicht immer sinnvoll oder gar tierlieb sie sich einfach so vermehren zu lassen. Deshalb bin ich der Meinung, daß man Hunde, die unter ihrem Sextrieb leiden - und das tun manche, kastrieren lassen sollte, da es ihnen nacher besser geht. Sie dürfen ja eh nicht "es" tun. Seltsamerweise findet es keine schlimm Katzen kastrieren zu lassen, ganz im Gegenteil ...

Grausam ist es, Katzen die Krallen operativ zu entfernen, oder Hunden die Stimmbänder durchzutrennen, damit sie nicht bellen können. Einem Tier den Sextrieb zu nehmen, wenn es soweiso nicht reproduzieren ist aber durchaus nichts schlimmes. Meinen Hunden geht es nach ihrer kastration wesentlich besser. Meine Hündin hatte mit einem Jahr schon eine Gebährmutterentzündung und war nach, während und nach der Hitze depressiv und wurde mit jeder Hitze ablehnender gegen andere Hunde. Unser Rüde war immer sexuell erregt und versuchte *jede* Hündin zu besteigen, heiß oder nicht und sogar kastrierte. Hätten sie aber an ihrem Sextrieb nicht gelitten, hätte ich sie auch nicht kastrieren lassen. Im Fall unserer Hündin hat auch die Tatsache dazu beigetragen, daß wir des öfteren von Rüden extrem belästigt wurden und jedes Mal sogar vor oder nach der Hitze, und ein Rüde sie sogar angefallen hat, als sie ihn abwehren wollte. Für Menschen ohne Garten, die irgendwo wohnen, wo des öfteren große herrenlose Rüden rumlaufen und die kein Risiko eingehen wollen, ist eine Kastration wohl auch ohne andere Gründe sinnvoll.

trofu
05.01.2006, 16:44
Hallo!
@ Uta : genau das find ich auch immer seltsam, fast jede weibl. Katze wird kastriert , da gibt keine Debatte, und bei Hündinen tun immer alle so als ob die dann auf jeden Fall verhaltensgestört wird.
Klar birgt jede Narkose ihr Risiko, aber eine Narkose kann schnell mal nötig sein, z. B. bei Zahnsteinentfernung , Unfall usw..
Die Hündin von Freunden musste letzten Ostermontag weg. Endometritis notoperiert werden. Die hätte die OP sicher besser weggesteckt, wär sie zu dem Zeitpunkt noch gesund gewesen.
Von den zusätzlichen Kosten , wegen dem Feiertag möcht ich gar nicht reden.
Alles in allem hab ich ob bei Rüde oder Hündin mit Kastration nur gute Erfahrungen gemacht.
Und wir halten nicht erst sein ein paar Jahren Hunde.
Als Rüdenbesitzer zum Beispiel , weiss man nie wo grad eine läufig ist, und hat dann wenn man Pech hat, einen liebeskranken Hund zu Hause zu haben, weil eine halbe Std. vor einem eine läufige Hündin gassigeführt worden ist.
Hündinenbesitzer meinen oft es kann ja nix passieren solang ich sie nicht von der Leine mach. Ich hab aber auch schon gesehen, dass Hündinen von fremden Rüden regelrecht überfallen worden sind und je nach grösse des Rüden , kann man dann eben gar nichts mehr machen. Wir hatten auch mal einen unkastrierten Rüden der konnte sich Türen öffnen, wärs damals schon nach mir gegangen, wär der auch kastriert worden. Letztendlich ist er dann überfahren worden, weil er einfach nicht zu halten war. Es gibt bei uns einfach zu viele Bauernhöfe mit unkastrierten Hündinen.
Ich würde jede Hündin die nicht in die Zucht soll kastrieren, meistens (die die ich kenne) sind die Hündinen dann ihr Leben lang verspielter und fröhlicher , eben weil sie nicht ständigen Hormonschwankungen ausgesetzt sind. Für einen Rüden gilt für mich das gleiche.
LG Manu

sarahflo
05.01.2006, 17:05
hi,
kann auch (manu&uta) nur beipflichten, ihr habt so ausführlich geschrieben, was auch ich mir immer wieder denke, dass gar nichts mehr anzufügen bleibt!
lg sarah

Thomas
05.01.2006, 18:10
Einen sehr fundierten und informativen Text über das Thema Hundekastration kann man HIER <click> (http://www.eurasier-klub.de/kastration.pdf) nachlesen.

Gruß
Thomas

trofu
07.01.2006, 15:03
Na aber also Thomas !
Ist doch klar dass sich Rassehundvereine gegen Kastrationen aussprechen!
Bleibe bei meiner Meinung : Es gibt sowiso genug ungewollte Hunde , und sobald z. B. Kinder im Haushalt leben ist nicht mehr gew&#228;hrleistet dass die H&#252;ndin nicht rauskommt oder ein R&#252;de rein, hab ich alles schon erlebt, und ich finde dass die meisten H&#252;nd&#237;nen und auch R&#252;den kastriert geh&#246;ren.
Wie vorher schon mal erw&#228;hnt, bei Katzen wird gar nicht dar&#252;ber diskutiert
LG

Thomas
07.01.2006, 16:31
Hallo Trofu-Manu!


Ist doch klar dass sich Rassehundvereine gegen Kastrationen aussprechen!
Du irrst. Der Text hat mit Rasssehundenvereinen garnichts zu tun. Dieser Text ist auch auf anderen anderen, nicht-Rassehund-Webseiten, zu finden. Er stammt von Dr. Gabriele Niepel <click> (www.hundeschule-niepel.de) welche im Jahr 2003 einen Kastrations-Fragebogen von über 1000 Hundehaltern auswertete. (Details können in der sog. "Bielefelder Kastrationsstudie" nachgelesen werden).
Die Authorin hat überhaupt kein Interesse daran, irgndwelchen Zuchtverbänden Argumente zu liefern. Statt dessen legt sie viel Wert auf wesenstechnische Begleiterscheinungen einer Kastration, dies wird gern und oft "vergessen".

Deine "Argumente"
- Kastrierte Hündinnen seien meist verspielter und fröhllicher
- Kontrollierter Haustürzugang sei schwierig
- und überhaupt, "gäbe es ja schon genug ungewollter Hunde"

kann ich leider nicht ernst nehmen, aber das muß Dich nicht weiter stören :cool:

Gruß
Thomas, diskutiert nicht über Katzen

OESFUN
07.01.2006, 19:34
Ich kann mich thomas und Frau Dr. Niepel nur anschliessen . Sie ist zwischenzeitlich nicht die einzige TA, die die Kastrationspraxis (vor allem die Frühkastration) sehr skeptisch sieht.

Warum bei dieser Diskussion dann immer wieder die Katzen "dran glauben" müssen, versteh ich überhaupt nicht. Das ist ein vollständig anderes Thema.

Birgit

Hovi
07.01.2006, 20:53
Haben eure Haustüren eigentlich keine Schlösser? :confused: Und eure Kinder können einfach so die Haustür aufmachen und auf die Strasse rennen?

Ist das "Geburtenkontrolle light"?


Als Rüdenbesitzer zum Beispiel , weiss man nie wo grad eine läufig ist, und hat dann wenn man Pech hat, einen liebeskranken Hund zu Hause zu haben, weil eine halbe Std. vor einem eine läufige Hündin gassigeführt worden ist.

Und DAS soll ein Argument für die Rüdenkastration sein? Oder für die Hündinnenkastration? :?:

Wir hatten das Thema schon x-mal: Kastration ohne medizinische Indikation ist bei Tieren, diee man beaufsichtigen und somit eine unkontrollierte Fortpflanzung verhindern kann (und dazu gehören Hunde ja wohl, im Gegensatz zu Freigänger-Katzen) ein Verstoß gegen das Tierschutzgesetz.

Mich entsetzt aber Alles in Allem mehr, dass hier schon gar nicht mehr gefragt wird, OB eine Kastration denn unbedingt sein muß, sondern man sich eigentlich nur noch dafür interessiert, ob sie nun VOR oder NACH der ersten Läufigkeit durchgeführt werden soll. Man zieht es also schon gar nicht mehr in Erwägung, den Hund intakt zu lassen - pfeif doch aufs Tierschutzgesetzt, dafür regt man sich dann wieder kollektiv auf, wenn irgendwo ein kupierter Hund rumläuft.

Claudia

trofu
07.01.2006, 23:39
AAAALSO!
Meine Eltern hatten einen Bauernhof . Und eine unkastrierte Hündin die im Haus wohnte. Das war zu einer Zeit wo in unserer ländlichen Gegend noch kaum über Kastration nachgedacht wurde.Und wir hatten bei jeder Läufigkeit , das Haus voller Rüden, die teilweise 15 km gelaufen waren um zu uns zu gelangen. Gott sei dank ist nie was passiert die Hündin war wohl unfruchtbar(ist alles schon 25 Jahre her), unser nächster Hund war ein Rüde , reinrassig , unkastriert, der konnte sich Türen öffnen, und zwar egal welche , sogar vor Drehknäufen machte er nicht halt. Wärs nach mir gegangen wär er damals schon kastriert worden. Wie gesagt es war ein Bauernhof , da geht man nicht morgens aus dem Haus und schliesst ab und ist weg. Da wird ständig raus und reingegangen, unser Rüde war wirklich gut erzogen und folgsam, er war aus 2. Hand ein Scheidungsopfer , er hing sehr an uns, nur wenn eben eine läufig war, war er nicht mehr zu Bremsen, da sind wir teilweise von 3 Std. Sparziergängen gekommen, gespickt mit Gehorsamsübungen, Baumstämmelaufen usw. also keine langweiligen Leine-Gassirunden, und zuhause angekommen , im Hof noch was erledigt , man hat sich umgedreht und der Hund war weg. Das sind für mich wohl Gründe einen Hund zu kastrieren und zwar egal ob Rüde oder Hündin.
Und ich hab gesehen wie der Rüde gelitten hat, der wollte zum Teil sogar Enten besteigen! Und er war wirklich körperlich und geistig ausgelastet.
Und ich bekomms eben auch oft genug mit, dass unerwünschte Welpen zur Welt kommen, weil man eben mal nicht aufgepasst hat, was in einer grösseren Familie(mit viel "Puplikumsverkehr") immer mal vorkommt. Man hat ja nicht nur den Hund worüber man nachzudenken hat.
In der Verwandtschaft gabs von einer Hündin 2 Würfe mit insgesamt 15 Welpen, nach 2 Jahren wussten wir noch von 2 Hunden wo sie geblieben sind, die anderen sind trotz Schutzvertrag durch mehrere Hände gegangen.
Und sowas will ich nicht nochmal erleben. Deshalb wird bei mir kastriert, ob Rüde, Hündin, Kater oder Katze, Kaninchen , Meersau usw.
Jeder hat seine Meinung, aber mancher auch mehr Lebenserfahrung!
LG Manu

trofu
07.01.2006, 23:42
Und Hovi-Claudia: Hattest du schon mal einen R&#252;den, der wochenlang NICHTS
gefressenhat, nur noch Galle hochgew&#252;rgt und schon eine Speiser&#246;hrenentz&#252;ndung hatte, nur weil in der entfernteren Nachbarschaft eine H&#252;ndin nach der anderen l&#228;ufig wurde . Ich schon. Deshalb siehe oben.

Thomas
08.01.2006, 00:43
@ Trofu-Manu

Zwischen den besonderen Gegebenheiten auf einem Bauernhof und solchen Aussagen...

Ich würde jede Hündin die nicht in die Zucht soll kastrieren....
Für einen Rüden gilt für mich das gleiche.

...liegen aber Lichtjahre...

Auch die Situation, die Du ihn Deinem Nachtrag an Claudia beschreibst, widerspricht Niepel´s Text in keinster Weise. Also vielleicht erstmal lesen....?

Gruß
Thomas

Räubertochter
08.01.2006, 02:17
Gott sei Dank brauche ich mir darüber keine Gedanken zu machen :floet:

Unser Oldie ist 15 1/2 Jahre alt geworden und ich habe nie einen Gedanken daran verschwendet über eine Kastration nachzudenken. Er war zwar bis ins hohe Alter aufgeregt, wenn irgendwo eine Hündin läufig war, aber es war nie so schlimm, dass ich sagen würde er hätte deswegen gelitten. Das einzige nervige (aber auch nur für mich) war, dass er fünf Minuten an ein und demselben Grashalm rumleckte, wenn da vorher eine Hundedame war.

Als Bogart 14 war kam Paco zu uns. Zwar aus einem spanischen Tierheim, aber nicht kastriert. Da er weder sehr dominant ist, noch irgendwelche Hündinnen bespringt, geschweige denn sonderlich leidet ziehe ich eine Kastration bis jetzt nicht in Betracht.
Als Bogart vor 1 1/2 Jahren starb:0( , entschieden wir uns dazu, einen weiteren Hund aus dem gleichen spanischen Tierheim zu holen, aus dem Paco kam.
Ronja war eine bereits frisch kastrierte Hündin (machen Tierschutzorganisationen und Tierheime in Spanien und anderen südlichen Ländern wohl automatisch, damit man mit den geretteten Tieren nicht weitere Hunde züchtet).
Also brauchte ich gar keine Entscheidung diesbezüglich fällen.

Bei einem Rüden käme für mich eine Kastration in Frage, wenn es medizinisch notwendig wäre, wenn der Rüde andere Rüden so dominiert, dass es gefährlich wird, und er alles anpoppt, was bei drei nicht auf den Bäumen ist.

Da ich vorher nie eine Hündin hatte, kann ich auch nicht sagen, wie es mit einer unkastrierten Hündin ist. Sehe nur bei Hundefreunden, wie sehr die Hitze die Spazierzeiten, -wege und -partner bestimmt. Außerdem sind die meisten Hündinnen vor, während und nach der Hitze superzickig.

:cu:
Liebe Grüße von Räubertochter und Bande

lotharingia
08.01.2006, 10:15
Hallo Mal wieder,

Im Grunde finde ich die Ansicht in dem von Thomas erwähnten Text richtig, aber trotzdem denke ich, daß einen Kastration zur Schwangerschaftspreväntion schon in Ordnung ist, vor allem weil eben die Leute, die am Meisten gegen Kastaration donnern auch diejenigen sind, die sich am meisten aufregen, wenn doch mal was passiert und obwohl es hier einige gibt, die der Meinung sind, ungewollte Schwangerschaften bei HUnden gibt es nicht, ist das eben nicht der Fall und das beweist das Tierheim. Letzte Woche sind mir während des Spaziergangs 3 verschiedene *herrrenlose* grosse unkastrierte Rüden begegnet und ich wohne in der Stadt. Da war ich froh, daß ich keine heiße Hündin dabei hatte. Natürlich kann man sich mit Pfefferspray oder E-Schocker auch gegen so was rüsten, aber das findet man ja dann auch nicht wieder richtig - also was soll man denn bitteschön tun, wenn man keinen Garten hat und irgendwo wohnt, wo unkastrierte Rüden eben doch rumlaufen? Und vor allem, was soll man tun wenn man aus irgend einem Grund in dieser Zeit nicht selbst in der Lage ist, auf das Tier aufzupassen? Kleine Hunde kann man ja immernoch auf den Arm nehmen und das würde ich in so einem Fall auch, obwohl ich das sonst nicht so gut finde. Wir mussten, als wir unseren Rüden vom Tierheim abholten unterschreiben, daß er nie Kinder zeugt. Und wie soll ich das denn einwandfrei verhindern? Vor allem bei einem Herren, der alles begattet, was weiblich ist, oder es mal war?

Im übrigen wird von jedem Katzenhalter erwartet, daß er seine Katzen kastriert, auch wenn sie Wohnungskatzen sind. Bei meinem ersten Kater kam der Tierschutz vorbei und hat kontrolliert, ob er kastriert sei, sonst hätte man ihn uns weggenommen.

Im Grunde werden Katzen nicht als so wertvoll wie Hunde betrachtet, weil sie nicht tun was wir wollen. Ist leider so, und deshalb sieht man bei Katzen nur die Tatsache, daß es zu viele gibt. Bie HUnden regt man sich direkt auf, obwohl es zu viele gibt. Es ist nicht OK, wenn einer den HUnd nicht kastriert und es passiert was- es ist auch nicht OK, wenn man ihn kastriert. Ja toll. Und im Übrigen ist es doch wohl wirklich zu bedenken, daß viele Tiere eben doch an ihrem Sexualtrieb leiden und das sinnlos, wenn sie nicht Kinder kriegen dürfen. Viele Menschen lassen ihre HUnde auch dann nicht kastrieren, wenn ihre Tiere sehr darunter leiden, weil sie im Prinzip dagegen sind, oder weil sie eienen echten Kerl haben wollen. Dann nimmt man auch in kauf, daß er öfter mal abhaut und aus dem Tierheim abgeholt werden muß und lässt sich eventuell gegen unerwünschtes Besteigen fremder Hündinnen versichern. Übrigens kommt es bei Rüden ja auch oft zu beißereien, wegen heißen Hündinnen. Aber wenn man danach mit ihnen zu TA latschen muß und sie infizierte Wunden usw bekommen, das ist ja unwesetnlich, auch wenn mal genähnt werden muß. Ich habe hier erlebt, wie Leute ihre Dogge öffentlich auf der Hundewiese haben begatten lassen wollen. Da liefen haufenweise Rüden rum, auch herrenlose. In was so was enden kann, kann man sich doch wohl vorstellen. Also denkt doch mal bitte auch dran, daß manche Leute ihre Hunde nicht deshlab kastrieren, weil sie nicht aufpassen können, sondern weil sie wissen, daß es genügend andere Menschen gibt, die nicht aufpassen und auch einige, die garnicht aufpassen wollen.

OESFUN
08.01.2006, 10:17
Und Hovi-Claudia: Hattest du schon mal einen Rüden, der wochenlang NICHTS
gefressenhat, nur noch Galle hochgewürgt und schon eine Speiseröhrenentzündung hatte, nur weil in der entfernteren Nachbarschaft eine Hündin nach der anderen läufig wurde . Ich schon. Deshalb siehe oben.

Es mag ja sein, das es Ausnahmen gibt -- aber wie schon geschrieben , bitte genau lesen.

Z.B. halte ich ein unkastriertes Rudel - Hündinnen 9 und 5 Jahre alt, Rüde 6 Jahre alt und hatte noch nie gravierende Probleme. Die 9 jährige hatte 2 Würfe (aber nicht vom eigenen Rüden) und die anderen beiden haben bisher weder gedeckt noch geworfen. Auch stehen bei uns während der Läufigkeiten KEINE fremden Rüden Schlange und alle sind gesund. Warum bitte sollte ich sie also kastrieren ?????????

Birgit

PS: Und noch einmal zu den katzen -- das ist ein völlig anderes Thema. Dort kommt es zu Dauerrolligkeiten, Freigänger sind nicht zu kontrollieren und das zusammenleben mit einem potenten Kater macht in der Regel sehr einsam, wenn dieser in der Wohnung "markiert"

lotharingia
08.01.2006, 10:28
Hallo Birgit,

Bei dir gibt es keinen Grund zu kastrieren. Aber bei anderen schon. Auch ich hatte Rüden vor unserer Haustür sitzen, und wir haben eben leider nur eine Haustür. Würdest du auch so denken, wenn deine Rüden während der Hitze deiner Weibchen ununerbrochen heulen würden und dein Haus auseinander nehmen würden? Auch das kann man bei angemessener Architektur und Austattung, wo keine Nachbarn sind wohl ohne Probleme bewältigen. Aber die meisten Leute leben nicht so. Als wir den Apollo bekommen haben hat die Buffy noch gerochen. Da hat er 24 Stunden lang ununterbrochen geheult. Man kann sich vorstellen, daß die Nachbarn so was nicht lange mitmachen.

Hovi
08.01.2006, 11:23
Hallo TroFu,


Und Hovi-Claudia: Hattest du schon mal einen Rüden, der wochenlang NICHTS
gefressenhat, nur noch Galle hochgewürgt und schon eine Speiseröhrenentzündung hatte, nur weil in der entfernteren Nachbarschaft eine Hündin nach der anderen läufig wurde . Ich schon. Deshalb siehe oben.

Ja. Mein erster Rüde war hypersexuell und daher 2 x im Jahr für ca. 3 - 4 Wochen auf "Diät". In einem solchen Fall, wo dadurch sogar eine Speiseröhrenentzündung ausgelöst wird, hast Du eine MEDIZINISCHE INDIKATION. Und schon hat dieser Fall nichts mehr mit dem Faulheitskastrieren zu tun, das immer häufiger betrieben wird und um das es hier geht.

Ansonsten bitte ich darum, folgende Reihenfolge einzuhalten:
1. Lesen
2. Nachdenken
3. Verstehen
4. Antworten

Und nicht Äpfel (normaler Haushalt) mit Birnen (Bauernhof vor 25 Jahren) zu vergleichen.

Grüße
Claudia
(die bisher immer nur UNKASTRIERTE Rüden hatte und weiß Gott nicht auf dem platten Land lebt)

Briddy
08.01.2006, 11:55
Claudia, die "Birnen" sind leider immer noch hochaktuell. Ich habe jetzt zwei Hündinnen, die von solchen Höfen stammen, die es Deiner Meinung nach gar nicht mehr gibt. Und da werden die Welpen JEDEM, der sie will, in die Hand gegeben. Jenna hatte 11 Geschwister. Im Jahr davor hatte die Hündin einen Wurf von 8 Welpen. Macht schonmal 19 Hunde, die irgendwo untergekommen sein müssen. Wären sie bei verantwortungsvollen Hundehaltern gelandet, müßte man sie in der Gegend wohl auf Spaziergängen mal sehen (überregionale Anzeigen hat der Schäfer nicht aufgegeben). Man sieht sie aber nicht, was den Schluß nahelegt, daß die auf irgendwelchen Hinterhöfen an der Kette liegen. Eine vermutliche Schwester von Jenna haben Tierschützer vor zwei Jahren völlig abgemagert, verdreckt und zugekotet von einer kiloschweren Kette aus einem Schrebergarten befreit. Meine Zweithündin stammt auch aus einer ungewollten (Zitat der Schäferin: "Ich merk das immer nicht, wenn die Hündin läufig ist, und so kriegt sie jedes Jahr Junge") Verpaarung zweier Hütehunde. In einem Dorf in der Nähe wurden vor ca. 1,5 Jahren Hütehund-Welpen von nichtswissenden Cocker-Züchtern (die dem Schäfer einen Gefallen tun wollten) völlig wahllos an Interessenten abgegeben. Mittlerweile habe ich schon den dritten aus dem Wurf kennengelernt, der in gut meinende, aber falsche Hände geraten ist, wo die Leute völlig überfordert sind mit den Arbeitshunden.
Aber hauptsache, die Hunde werden nicht kastriert, denn solche Zustände gab's ja nur vor 25 Jahren. Sag mal, wo lebst Du eigentlich?
Britta

Hovi
08.01.2006, 12:06
Warum macht sich hier eigentlich niemand die Mühe, genau zu lesen?

Briddy, in diesem Thread ging es um eine ganz normale Haushündin, ich kann NIRGENDWO lesen, dass Tayla geschrieben hat, dass sie auf einem Bauernhof lebt, wo es streunende Rüden gibt... vielleicht zitierst Du mir die Stelle? Muß ich echt überlesen haben.

Ich habe nirgendwo bestritten, dass es auch heute noch Zustände geben mag, wo auf Bauernhöfen Hunde völlig unbeaufsichtigt herumlungern. Hier wäre der Punkt "Kontrolle der Fortpflanzung" als Indikation gerechtfertigt.

Das ist aber off topic, denn meinem Verständnis nach geht es hier nicht um einen Welpen, der später mal auf dem Bauernhof unbeaufsichtigt (und in Gesellschaft zahlreicher intakter Rüden) sein Dasein fristen soll...

Grüße
Claudia

Briddy
08.01.2006, 12:16
nochmal @claudia:
Ich finde es außerdem absolut nicht in Ordnung, daß Du jedesmal versuchst, Leute, die hier Fragen zur Kastration haben, in die kriminelle Ecke zu stellen, indem Du ihnen DEINE Interpretation des Tierschutzgesetzes um die Ohren haust. Im Gesetz ist nämlich die Kastration ausdrücklich vom Amputationsverbot ausgenommen, das Thema hatten wir schonmal. Du magst es auf Deine Weise interpretieren, andere tun es anders.

@maltesergirl

Wir Menschen legen uns ja auch nicht mal eben so ohne medizinische Notwendigkeit unters Messer
Das ist ja wohl ein Witz, oder?
Busenvergrößerungen, Nasenkorrekturen, Fettabsaugungen, Lidstraffungen, Facelifts, Bauchstraffungen.... millionenfach auf der ganzen Welt:man:
Briddy

Hovi
08.01.2006, 12:46
nochmal @claudia:
Ich finde es außerdem absolut nicht in Ordnung, daß Du jedesmal versuchst, Leute, die hier Fragen zur Kastration haben, in die kriminelle Ecke zu stellen, indem Du ihnen DEINE Interpretation des Tierschutzgesetzes um die Ohren haust. Im Gesetz ist nämlich die Kastration ausdrücklich vom Amputationsverbot ausgenommen, das Thema hatten wir schonmal. Du magst es auf Deine Weise interpretieren, andere tun es anders.

Briddy, was gibt es da zu interpretieren?

Das steht so im Gesetz drin.

Dass es die Leute so verdrehen, dass sie so halblegal trotzdem an ihrem Hund herumschnippeln dürfen, macht die Sache nicht besser.

Das TierSchG ist in diesem Punkt (!!!) klar und eindeutig definiert, da gibt es nichts zu interpretieren.

Wohl aber an Ausreden, die man an den Haaren herbeizieht.

Grüße
Claudia

Hovi
08.01.2006, 12:49
Achja:

Es geht mir nicht um Leute, die allgemeine Fragen zur Kastration haben und sich wenigstens dar&#252;ber Gedanken machen.

Es geht mir um diejenigen, die sich nichtmal DIESE M&#252;he machen, und deren einziges Problem das Feststellen des richtigen Kastrationszeitpunktes (am GESUNDEN Tier!) ist.

Gr&#252;&#223;e
Claudia

Briddy
08.01.2006, 13:25
Das TierSchG ist in diesem Punkt (!!!) klar und eindeutig definiert, da gibt es nichts zu interpretieren.

Es ist eben in diesem Punkt NICHT klar und eindeutig. Zeig mir doch mal den Satz, in dem klar und eindeutig ausgesagt wird, daß speziell HUNDE nicht kastriert werden dürfen. Wäre es klar und eindeutig, wären diese ganzen Kastrations-Diskussionen überflüssig.
Sorry, der einzige Satz, der sich explizit auf Hunde bezieht, sagt aus, daß Amputationen erlaubt sind "bei jagdlich zu führenden Hunden für die vorgesehene Nutzung des Tieres unerläßlich ist und tierärztliche Bedenken nicht entgegenstehen". Das nun wieder finde ich sehr fragwürdig. Warum sollte man einem Hund, der für die Jagd gezüchtet wurde, wieder irgendwas abschneiden, damit er für die Jagd taugt?
Ansonsten bezieht sich das TSCHG auf alle Tierarten, und ob und welche Teile man auf Hunde anwenden will, bleibt Auslegungssache.
Claudia, es gibt soooo viele auch ganz normale Hundehalter, denen es echt schnuppe ist, daß es schon viel zu viele Hunde gibt. Da muß nicht auf die Bauernhöfe gehen. Eine Bekannte hier in der Stadt hatte ihre Hündin decken lassen, um es einmal miterleben zu können, wie Welpen geboren werden und aufwachsen. Die Welpen wurden dann zu Weihnachten an Familien abgegeben, weil "es doch so schön ist, wenn die Kinder einen Hund unterm Tannenbaum sitzen haben". :man: Bislang hatte ich diese Leute für recht vernünftig gehalten... wie man sich irren kann... Also, da sind mir die, die ihre Tiere kastrieren lassen, doch eindeutig lieber.
Briddy

trofu
08.01.2006, 14:15
Mit meinen Worten dass das alles schon 25 Jahre her ist, meinte ich eigentlich nur dass ich damals noch Kind/Jugendliche war und daheim diesbez&#252;glich nichts zu melden hatte.
An der Situation in unserer Gegend und sicher auch anderswo hat sich nichts ge&#228;ndert. Wenn ich nur meinen Hund h&#228;tte und nur f&#252;r ihn leben w&#252;rde wies hier scheinbar einige tun, wenn sie ganze Rudel halten , dann k&#246;nnts vielleicht auch ohne Kastration gehen, aber in einem ganz normalen Haushalt mit Kindern und deren "Problemen" gehts eben nicht und die vielen ungewollten Welpen &#252;berall sprechen f&#252;r sich .
@ Briddy: wenigstens eine die meine Meinung teilt.
LG Manu

OESFUN
08.01.2006, 14:50
Hallo Birgit,

Bei dir gibt es keinen Grund zu kastrieren. Aber bei anderen schon. Auch ich hatte Rüden vor unserer Haustür sitzen, und wir haben eben leider nur eine Haustür. Würdest du auch so denken, wenn deine Rüden während der Hitze deiner Weibchen ununerbrochen heulen würden und dein Haus auseinander nehmen würden? Auch das kann man bei angemessener Architektur und Austattung, wo keine Nachbarn sind wohl ohne Probleme bewältigen. Aber die meisten Leute leben nicht so. Als wir den Apollo bekommen haben hat die Buffy noch gerochen. Da hat er 24 Stunden lang ununterbrochen geheult. Man kann sich vorstellen, daß die Nachbarn so was nicht lange mitmachen.

Darum doch die Bitte zu unterscheiden. Bei einer Frühkastration weiss man doch noch gar nicht, ob Probleme auf einen zukommen und nur darum geht es.

Wenn es eine medizinisch indizierte Kastration oder aufgrund von den Haltungsbedingungen nicht anders möglich ist, hat niemand etwas dagegen. Es sollte aber nicht als "automatische" Aktion gemacht werden.

Birgit

Räubertochter
08.01.2006, 15:07
@ Trofu
Ich teile deine und Briddys Meinung ja auch, bin nur heilfroh, dass mir die Entscheidung abgenommen wurde, Ronja war eben schon kastriert, als sie aus Spanien kam.
Da ich sowohl einen Rüden, als auch eine Hündin habe, hätte ich mir ja sonst auch irgend etwas einfallen lassen müssen, damit wir nicht zur "Adoptier-zwei-Spanier-und-vermehre-sie"-Familie :man: werden.

@alle:Klar, werden einige von euch sagen, da gibt es doch auch Möglichkeiten die Hunde währenddessen zu trennen. Aber bei uns wäre eine räumliche Trennung innerhalb des Hauses garnicht möglich, zweitens würde ich keinen der Hunde solange woanders hingeben, mal ganz abgesehen davon, dass sich meine beiden schon vermissen, wenn sie nur kurzzeitig (z.B. Arztbesuch oder Hundeschule) getrennt sind.
Wenn ich die Entscheidung hätte treffen müssen, hätte ich mich wohl auch für die Kastration der Hündin entschieden, auch wegen des Unterleibskrebsrisikos und der Gefahr von Tumoren an den Zitzen.
Ist doch richtig, dass diese Krankheiten vermehrt bei unkastrierten Hündinnen auftauchen, oder?
Im Hunde-Freundeskreis gibt es beispielsweise Leute, die ihrer Hündin immer eine Spritze geben lassen, damit sie nicht läufig wird. Erhöht das nicht sogar das Risiko dieser vorher genannten Krankheiten?

Durch unsere Situation ist das Zusammenleben mit beiden Hunden einfach entspannter und stressfreier, nicht nur für uns Menschen, sondern auch für die Beiden.

Kleine Geschichte zum Thema: Habe mal mit einer Freundin ein Seminar bei Martin Rütter besucht. Auf unsere Frage, was wir unternehmen könnten, damit unsere etwa gleichaltrigen Rüden (Podenco-Pointer-Mix und Magyar Viszla) sich beim Spazierengehen nicht anknurren erhielten wir eine knape Antwort von Herrn Rütter: Kastrieren!

Wir haben uns angeguckt und gesagt: OK. Seine Meinung, aber nicht mit unseren Hunden!
Wir treffen uns auch weiterhin, die Hunde knurren sich auch schon mal an, wir gehen drüber hinweg, sie ignorieren sich. Passiert auch schon mal, dass sie "aus Versehen" an demselben Grashalm schnuppern.

Ich habe auch schon die Erfahrung gemacht, dass einige kastrierte Rüden ein Dominanzverhalten an den Tag legen, und zwar nicht von schlechten Eltern:?: Da war ich bei einem Hundetreffen spanischer Rassen und Mixe. Dort waren ungefähr 20 Hunde, Hündinnen und Rüden, wobei Paco einer der wenigen unkastrierten Rüden war. Trotzdem wich mir mein Hund 1 1/2 Stunden nicht von der Seite, weil die kastrierten Rüden ihn dominierten.

Also es gibt da überhaupt kein Schema F, sondern jeder muß für seinen Hund selbst entscheiden, was für ihn das Beste ist. Außerdem erkundigen sich die TÄe hier in Deutschland doch auch nach dem Grund einer Kastration, oder nicht!?

:confused:
Liebe Sonntagsgrüße an alle
Räubertochter

Hovi
08.01.2006, 15:58
Wenn es eine medizinisch indizierte Kastration oder aufgrund von den Haltungsbedingungen nicht anders möglich ist, hat niemand etwas dagegen. Es sollte aber nicht als "automatische" Aktion gemacht werden.

Birgit

Ganz genau darum geht es. Um das völlig unreflektierte Draufloskastrieren. Nicht um das FÜR oder WIDER einer Kastration, sondern nur um das WANN.

Im Übrigen bin ich nicht der Meinung, dass ein verantwortungsbewußter Hundehalter (und das sind in diesem Forum doch hoffentlich alle?) zwischen zwei "Übeln" wählen sollte (nämlich erstens: Kastrieren oder zweitens: die Hündin wird zwangsweise trächtig, weil man nicht Willens/in der Lage ist, aufzupassen), sondern man könnte ja auch die optimale Situation mal in Betracht ziehen: Man läßt sein Tier intakt und passt bei heißen Hündinnen eben besser auf!

Aber diese Meinung tu ich nicht zum ersten Mal kund, daher halte ich mich jetzt aus der weiteren Diskussion heraus.

Grüße
Claudia

Maltesergirl
08.01.2006, 17:21
nochmal @claudia:
Das ist ja wohl ein Witz, oder?
Busenvergrößerungen, Nasenkorrekturen, Fettabsaugungen, Lidstraffungen, Facelifts, Bauchstraffungen.... millionenfach auf der ganzen Welt:man:
Briddy

Nein, es ist KEIN Witz :mad:...

Sorry, aber ich schrieb NICHT von Schönheitsoperationen, sondern von ganz "normalen" OPs, wie z. B. der Gebärmutterentfernung o.ä., die ja der Kastration einer Hündin durchaus ähnlich ist, oder?

Im übrigen ging ich von NORMALEN Menschen aus und nicht von solchen, die einem Schönheitswahn verfallen sind :man:....Solche Leute haben für mich 'nen Knall, sorry!

Cira - Elize
08.01.2006, 17:49
Hallo!

Unsere alte Hündin wurde bereits mit einem Jahr kastriert, da bereits bei ihrer ersten Läufigkeit zig freilaufende unkastrierte Bauernrüden ständig unser Haus belagerten. Das Angebot an Rüden reichte vom Spitz bis hin zum Rottweiler( der übrigens auch keinen halt vor Zäunen machte)!
Unsere Große liebte es aber von Klein auf draußen zu sein und von ihrem überdachten Schlafplatz aus alles zu überwachen - was ja ihre Lieblingsbeschäftigung ist. Sie hat es kaum drinnen ausgehalten und somit war aufpassen (nicht aus Faulheit) unmöglich! Außerdem sind auch alle berufstätig gewesen und erst Mittag wieder heimgekommen. Da war es einfach zu riskant die Hündin unkastriert den Rüden zu überlassen. Sie hat sich überhaupt nicht verändert und ist auch nicht kränker wie unkastrierte Hündinnen.

Unsere Kleine lassen wir nicht kastrieren, außer sie hat mal gesundheitliche Probleme wie Gebährmutterentzündung oder Scheinträchtigkeit! Da sie aber ständig bei mir ist, wird es auch mit dem aufpassen klappen!

Jedoch finde ich auch, dass man einmal abwarten soll, wie alles läuft.

Jedoch wäre ich sehr froh wenn so mancher Rüde kastriert werden würde, der so streunend fremde Hündinnen belästigt. Außer der Besitzer hat seinen Hund unter Kontrolle.
Denn wie sehr soll ich aufpassen, wenn ich meine hitzige Hündin nicht alleine in den Garten lassen kann, weil schon ein Rüde auf sie wartet!

In diesem Sinne
liebe Grüße aus Graz

Isabella Cira und Falette

OESFUN
08.01.2006, 19:56
Hallo!


Denn wie sehr soll ich aufpassen, wenn ich meine hitzige Hündin nicht alleine in den Garten lassen kann, weil schon ein Rüde auf sie wartet!

In diesem Sinne
liebe Grüße aus Graz

Isabella Cira und Falette

Eine Hündin in der Standhitze gehört nicht unbeaufsichtigt in den Garten -- das ist schlicht und ergreifend fahrlässig....... Diese 3 - 5 Tage pro Läufigkeit wird man doch wohl eine andere Lösung finden können.

Birgit

Cira - Elize
08.01.2006, 20:56
Es ist auch schon passiert, das Hündinnen auch nicht während der Stehzeit sondern davor und danach gedeckt wurden. Also kann ich doch meine Hündin nicht 3 Wochen im Haus einsperren.

Und eine kleine Frage am Rande:

Wie hält man sich bzw. seiner Hündin einen liebeshungrigen Rottweilerrüden vom Leib? Auch wenn man die Hündin beaufsichtigt in den Garten lässt?:?:

Lg Isi

OESFUN
09.01.2006, 10:48
Spermien sind nur eine begrenzte Zeit lebensfähig und auch die Eier sind nur kurze Zeit zur Verfügung. Also 3 Wochen einsperren ist "Blödsinn".

Birgit

Cira - Elize
09.01.2006, 14:48
Naja, du musst es ja wissen!

Aber nicht umsonst, bestehen auch bei Züchtern immer wieder die Vorwürfe, dass eigene Rüden die Hündin vor oder nachgedeckt haben, und dass obwohl die Hündin bereits während der Stehzeit gedeckt wurde.

Aber auf meine Frage wie ich einen liebestollen Rüden der bereits in meinem Garten wartet, vom Leib halte, hast du mir nicht beantworten können.

Außerdem geht es nicht um meine Hündin, auf die werd ich schon aufpassen!

Ich meinte nur das es für viele Hündinnenbesitzer nicht einfach ist, wenn es so verantwortungslose Rüdenbesitzer gibt, die ihre Hunde nicht unter Kontrolle haben, bzw. nach dem "raus- und mach was du willst" Prinzip verfahren.
Wenn alle mehr Rücksicht nehmen würden und toleranter gegenüber seinen Mitmenschen wären, dann bräuchte man nicht über solche Sachen wie Rüdenabwehr diskutieren.

Aber nicht persönlich nehmen!

Lg Isabella

trofu
09.01.2006, 15:22
Hallo nochmal!
Es ist weder für Hündinenbesitzer einfach Rüden abzuwehren, noch für einen Rüdenbesitzer, der ja nie wissen kann ob grad mal wieder eine läufig ist, seinen Rüden ständig unter Kontrolle zu halten.
Mein mit 6 Jahren endlich kastrierter Rüde, ist wirklich sehr gut erzogen und folgsam, nur wenn eine gut gerochen hat wars wirklich vorbei. Ich musste ihn solange ich z.B. den Pferdestall gemistet hab, ständig angeleint lassen, und da hat er sich befreit wenns sein musste. Als Hündinenbesitzer weiss man wenigstens wanns seine heiss ist. Ich weiss das aber nicht. Und die wenigsten Hündinenbesitzer nehmen Rücksicht und bleiben am Haus.
Mein Rüde ist dann schonmal 20 km gelaufen in 3 Stunden. Und das nicht nur einmal. Obwohl er wie gesagt sehr folgsam ist und auch körperlich und geistig ausgelastet wird.
Ich würd einen neuen Hund wieder kastrieren lassen egal ob Rüde oder Hündin. Ich hab mit unkastrierten Hunden einfach zu viele schlechte Erfahrungen gemacht. Wenns bei anderen, teilweise sehr besserwisserischen Hundebesitzern hier im Forum anders ist umso besser, aber ich finds verdammt unfähr, hier jeden niederzumachen, der grundsätzlich für Kastration ist oder der grad in der Situation ist, dass er seinen Hund kastrieren lassen will.
Meine Meinung
LG

Cira - Elize
09.01.2006, 19:12
@trofu

Hallo!
Ich bin grundsätzlich der MEinung, dass es jeder für sich und seinen Hund die beste Lösung suchen sollte! Ich bin überhaupt nicht gegen Kastration. Unsere alte Hündin ist auch kastriert und ich kann nicht sagen dass es eine Fehlentscheidung war! Ihr geht es diesbezüglich bis heute gut.

Natürlich ist es auch für Rüdenbesitzer schwer. Ich meine dabei ja eigentlich den Typ von Besitzer dem es nicht interessiert, ob eine läufige Hündin in der Nähe ist oder nicht und den Rüden einfach machen lässt!

Bei uns wirds auch schwer, wir sagen den Bauern zwar, dass sie läufig wird, aber das interessiert sie herzlich wenig, und als Zuchthündin ist das dann auch schwer, weil hohe Strafen und Zuchtsperren drohen!

Ich werd mal sehen, wie es wird wenn unsre Kleine (1 J) das erste Mal läufig wird!

Ich finde es auch nicht in Ordnung, wenn hier jeder niedergemacht wird, der positiv oder neutral gegenüber Kastration gegenüberstehen.

Schönen Gruß

Isabella und Hunde

lotharingia
10.01.2006, 10:10
Ich finde es schade, daß man in dieser Debatte immer wieder erwähnen muß, daß Befürworter der Kastration nicht in der Lage sind, auf ihre Hunde aufzupassen. Ich habe hier im Forum mehrmals geschildert, was mir alles während den 3 Läufigkeiten meiner Hündin passiert ist, andere tun das auch. Es steht nicht zur Debatte, daß man den eigenen Hund nicht im Griff hat, sondern daß man anderer Leute Rüden nicht im Griff hat, was doch auch bitteschön ein bischen viel verlangt ist. Liest man diese Beiträge denn nicht? Ich kann nur sagen, daß ich eine Schwangerschaft meiner Hündin oder zumindest sehr extreme Belästigung vor nach und während der Läufigkeit nicht ausschließen kann, so lange hier große Herrenlose Hunde rumrennen.

Ich habe nichts dagegen, wenn bestimmte Leute ihre Hunde nicht kastrieren, aber im Gegenzug sollte man auch verstehen warum andere das wiederum tun und eben nicht nur weil sie zu doof sind, um aufzupassen.

Was Katzen betrifft, die ja auch Tiere sind und somit hoffentlich auch unters Tierschutzgesetz fallen, sollten für diese die gleichen Regeln gelten, wie für Hunde, oder umgekehrt. Als meine weiblichen Katzen früher rollig waren wurde ich durch fremde Kater weder angefaucht, noch angegriffen, meine Katzen wurden nicht von Katern angegriffen oder vergewaltigt und ich musste keine blödsinnigen Diskussionen mit deren Besitzern ertragen. Die erwähnten Diskussionen sind übrigens nicht, welche die hier stattfinden, sondern Diskussionenn mit Rüdenbesitzern, die, wenn man sagt: Sie ist hieß, der Meinung sind, man lüge und wolle nur nicht, daß ihr Hund mit ihr spielt, usw.

trofu
10.01.2006, 20:09
Genau Uta und so weiter!!
Und wie gesagt das mit dem auf den R&#252;den aufpassen ist auch nicht immer ganz einfach!
LG Manu

heidi herzberg
10.01.2006, 21:35
Spermien sind nur eine begrenzte Zeit lebensfähig und auch die Eier sind nur kurze Zeit zur Verfügung. Also 3 Wochen einsperren ist "Blödsinn".

soviel ich weiß sind schon hündinnen am 5.tag gedeckt worden....ebenso wie es die extremfälle am 26. tag gibt!

an welche 3-5 tage denkst du denn?:confused:

viele grüße

NinaV
11.01.2006, 00:46
:?:

Ich frage mich, warum diejenigen, die hier für eine Kastration ohne medizinische Indikation sprechen, meist nur die Extremfälle / Ausnahmen etc. als Grund dafür nennen können.

Wenn wir mal bei der Norm der Hündinnen und Rüden bleiben, erübrigt sich auch IMO eine leichtfertige Kastration. Und nur darum geht es in dieser Diskussion.

Hier in diesem Fall hat die Thread-Eröffnerin eine 13 Wochen alte Hündin.
Und wie bereits von anderen vor mir betont, informiert sie sich nicht über ein Für und Wider einer Kastrationen, der Intensität eines solchen Eingriffs und der Folgen, sondern ausschließlich, ob sie diese vor oder nach der ersten Läufigkeit vornehmen lassen soll.
Dies zeigt, mit welcher Sorglosigkeit diese schwere OP mittlerweile in Anspruch genommen wird. Für mich nicht nachvollziehbar.


Zu ein paar der letzten Fragen/Argumente:

- Sitzt bei mir ein liebeshungriger Rottweiler im Garten und ich kenne den Besitzer nicht, oder ich weiss, dass es den Besitzer nicht interessiert, rufe ich die Polizei/Feuerwehr und lasse den Hund entfernen, sollte ich mich nicht selbst rantrauen. Dann lernen vielleicht auch die entsprechenden Rüdenbesitzer dazu.

- Ich finde schon, dass ein Unterschied zu Katzen besteht. Meinen Hund kann ich normalerweise (!) kontrollieren, Freigängerkatzen definitiv nicht, Kater sind unkastriert nicht in der Wohnung zu halten.
Das ist übrigens der Unterschied:
Bei Katzen handelt es sich um eine Kastration zur Verhinderung einer unkontrollierten Fortpflanzung, wie es vom Tierschutzgesetz zugelassen wird.
Bei (den meisten) Hunden handelt es sich um eine Kastration zur Verhinderung einer, ich nenne es jetztmal:nicht erwünschten Fortpflanzung, die meistens nur die Bequemlichkeit der Besitzer unterstützt und für viele Tierärzte eine prima Einnahmequelle ist.

- Rüden, deren Trainingsstand dem Geruch einer läufigen Hündin nicht standhält, gehören eigentlich an die Leine, oder? Denn diese könnten der Spur folgend potentiell ja auch über eine Strasse laufen, einen Unfall verursachen und somit Menschen gefährden...

Liebe Grüße
Nina

lotharingia
11.01.2006, 08:14
Hallo Nina,

Zu deinen Argumenten folgendes:

Es geht hier keinesfalls nur um Extremfälle, sondern auch über den simplen Umstand, daß man nicht über die Ansichten und das Verhalten anderer Hundebesitzer verfügen kann. Ich bin zwar der Meinung, daß ich meine Hunde mit gutem Grund habe kastrieren lassen aber trotzdem finde ich, daß die Tatsache, daß man bei Läufigkeit einer Hündin auf andere Mitbürger angewiesen ist, die teils seltsame Meinungen vertreten, schon einen guten Grund, schließlich hat der Hündinnenbesitzer nacher die Welpen am Hals und wird auch von allen schief angekuckt, nicht aber der Rüdenbesitzer, der das "ursprüngliche" Verhalten seinen maskulinen Rüden schätzt. Natürlich gehören die von dir erwähnten Rüden an die Leine, ABER, erstens hat dies nicht unbedingt etwas mit Gehorsamkeit zu tun, denn es gibt genügend Rüden, die sehr wohl gehorsam sind, bei einer Läufigen Hündin jedoch nicht. Bist du denn der Meinung, daß ein Leben an der Leine besser ist, als eine Kastration, in ihrem Fall? Ich schon. Darüberhinaus geht es hier nicht darum, ob wir der Meinung sind, solche Rüden gehören an die Leine, sondern *daß deren Besitzer anderer Meinung sind.* Ich begegne täglich solchen Individuen.

Natürlich kann man die Polizei rufen, wenn ein Rottweiler im Garten sitzt. Wenn man aber keinen Garten hat und der Hund auch nicht vor der Tür sitzt, sondern in der Nachbarschaft rumstreunt und lauert, ist das nicht so leicht, denn man kann ihn nicht vom Fenster sehen und weiß nicht, ob er noch da ist, oder wo genau er sich befindet. Die Polizei ist nicht erbaut, wenn man sie wegen eines Hundes ruft, die sie dann noch suchen müßen.

Desweiteren gibt es mittlerweile haufenweise Katzen, die eben nicht draussen frei rumlaufen und auch genügend Züchter, deren unkastrierte Kater das auch nicht tun. Es ist eigentlich leichter eine rollige Katze im Haus einzusperren, als sich Herrenlose teils agressive Rüden vom Hals zu halten. Trotzdem würde keiner dran denken, jemanden Vorwürfe zu machen, der seine Katze kastrieren lässt - ganz im Gegenteil.

Es gibt wie gesagt auch genügend streunende Rüden, deren Besitzer das auch oft *wollen*. Würden wir hier nur von denen reden, die mal kurz einen verfolgen, wäre es ja nicht so schlimm, zumal diese ja dann meistens auch so erzogen sind, daß sie auch auf fremde Menschen hören. Auch ich bin in der Lage einen halbwegs erzogenen Hund zu verscheuchen. Vordem die Buffy kastriert wurde sind mir jedoch 3 begegnet, die in keinsterweise reagiert haben. Einer hat mich und meinen Mitbewohner mit erhobenen Leftzen angeknurrt, eine weiterer hat mich und mein Kind mehrmals umgeworfen und versucht die Buffy zu vergewaltigen, ein dritter hat meine Hündin angefallen, als sie ihn mit normalem wegbeißen abwehren wolle, als er sie besteigen wollte (der erste war wenigstens der Buffy gegenüber charmant - hätte sie also nicht gegen ihren Willen bestiegen). In allen 3 Fällen war die Buffy noch nicht mal heiß, sondern die Vorfälle passierten kurz davor oder kurz danach. Die Buffy war nur 3 Mal heiß. Was ist denn daran so schwer zu verstehen, daß es eben Leute gibt, die ihre Hunde wegen den Hunden anderer Leute kastrieren, nicht weil sie nicht aufpassen können, oder faul sind, oder sonst was.

Es gibt zwar genügend Rüden, die ohne Kastration problemlos leben können, aber wenn man als Weibchenbesitzer solchen wie von mir erwähnten Ereignissen ausgesetz wird, kann ich schon verstehen, daß man die Hündin ohne weitere Indikation kastriert. Schließlich sind die erwähnten Rüden ja auch die letzen, von dem mal eventuell auftretende Welpen haben möchte, oder?

heidi herzberg
11.01.2006, 09:03
als ich mit meiner h&#252;ndin die damals erst einige tage sp&#228;ter l&#228;ufig wurde am hundeplatz war machten es einige der anwesenden r&#252;den unm&#246;glich ein normales trainig durchzuf&#252;hren!
einer versuchte st&#228;ndig sie zu besteigen.
ein "gut" erzogener labrador mit begleithundepr&#252;fung!
nachdem sie "in ihrer not" nur noch zwischen meinen beinen im sitz verharrte (bei einem kleineren hund ist das gottseidank m&#246;glich!!!) suchte sich dieser notgeile r&#252;de ein neues "opfer"! ein neufundl&#228;nder der angeleint war. der r&#252;de war nur am besteigen! der neufundl&#228;nderbesitzer war nur am wegziehen seiner nicht hei&#223;en h&#252;ndin.....irgendwann entri&#223; er sie dem ejakulierendem r&#252;den!!!
die r&#252;denbesitzerin war total hilflos! der r&#252;de reagiert &#252;berhaupt nicht mehr!

seitdem geh ich mit meinen zwei h&#252;ndinnen nicht mehr auf den hundeplatz wenn eine von beiden l&#228;ufig ist und ungef&#228;hr vier wochen nach dem ersten tag der l&#228;ufigkeit!!!

deshalb kann ich auch gut verstehen wenn ein h&#252;ndinnenbesitzer der nicht z&#252;chten will sich &#252;ber den richtigen zeitpunkt einer kastration gedanken macht!!!

zur "verteidigung" der treadverfasserin mu&#223; man denke ich sagen dass es sich hier offensichtlich nur um ein erstes sich-gedanken-machen handelt was man daran erkennt dass &#237;m titel des beitrags von sterilisation gesprochen wird.........

viele gr&#252;&#223;e

OESFUN
11.01.2006, 10:19
soviel ich weiß sind schon hündinnen am 5.tag gedeckt worden....ebenso wie es die extremfälle am 26. tag gibt!

an welche 3-5 tage denkst du denn?:confused:

viele grüße

Wenn sich eine Hündin am 5 Tag decken lässt hat sie dann ihre Standtage und die dauern in der Regel 3-5 Tage ---- also würde sie den Rüden vom 5ten bis höchstens 10 Tag ihrer Läufigkeit dulden. 26.tag ist mir zwar nochnicht vorgekommen aber meine z.B. lässt sich frühestens am 15 Tag decken und dann auch im Höchstfall 3 Tage lang also bis zum 18 Tag.

So kommt man auf 3-5 Tage pro Läufigkeit.

Birgit

OESFUN
11.01.2006, 10:24
Vielleicht bin ich ja in einer äusserst glücklichen Situation weil es hier keine streunenden Rüden gibt ...... habe zumindest noch nie einen gesehen und selbst im Park oder den angrenzenden Wäldern habe ich so etwas noch nicht erlebt. Und unser eigener Rüde kommt mit der Situation gut klar - genau wie die Hündinnen.

Aber noch einmal . Es geht nicht darum grundsätzlich Kastrationen zu verteufeln -- aber es kann auch nicht sein, das man grundsätzlich kastriert. Es sollte immer eine dem persönlichen Umfeld und vor allem dem Hund angepasste Entscheidung sein, wobei auch die Art des Eingriffs (bei der Hündin grosse Bauch OP) sowie die möglichen Folgen gut bedacht und den Vorteilen gegenübergestellt werden sollte. Und um das abzuschätzen muss man sich halt informieren und die Studie von Frau Dr. Niepel kann da - meiner Meinung nach - durchaus hilfreich sein.

Birgit

Cira - Elize
11.01.2006, 10:47
Zitat von OESFUN:

"Wenn sich eine Hündin am 5 Tag decken lässt hat sie dann ihre Standtage und die dauern in der Regel 3-5 Tage ---- also würde sie den Rüden vom 5ten bis höchstens 10 Tag ihrer Läufigkeit dulden. 26.tag ist mir zwar nochnicht vorgekommen aber meine z.B. lässt sich frühestens am 15 Tag decken und dann auch im Höchstfall 3 Tage lang also bis zum 18 Tag.

So kommt man auf 3-5 Tage pro Läufigkeit."

Das ist schon richtig, nur wenn ich kein Züchter bin und meine Hündin nicht decken lassen will, weiß ich ja nicht wann meine Süße ihre Standtage hat- das kann am Anfang in der Mitte oder gar am Ende sein.
Also muss ich trotzdem die ganzen drei Wochen aufpassen, wenn ich den Zyklus der Hündin nicht kenne!

Und falls jetzt kommt, dass man das am Ausfluss erkennt, so möchte ich es einem Laien oder Nicht Züchter nicht zumuten, das richtig zu beurteilen. Vor allem, weil das ja auch nicht hundertprozentig stimmt.
Die Hündin meiner TA ist läufig und sie selbst merkt kaum, da sie nicht blutet.

LG ISI

trofu
11.01.2006, 14:32
Nur soviel dazu an welchen Tagen H&#252;ndinen normalerweise aufnehmen k&#246;nnen:
Auf beim Menschen sind die fruchtbaren Tage nicht immer um die Mitte des Zykluses, auch wenns so im Lehrbuch steht.
Ich bin auch ca. am 5. oder 6. Zyklustag schwanger geworden........
Gewollt!!! Also die Natur h&#228;lt sich eben nicht an irgendwelche Lehrbuchmeinungen. Desahalb nochmal, weils eh schon genug unerw&#252;nschte Hunde gibt KASTRIEREN wenn man nicht z&#252;chten will.
Und die Verfasserin des ersten Threads wird sich dar&#252;ber schon Gedanken gemacht haben!
lg

Hai Happen
11.01.2006, 17:55
So muss jetzt auch mal was dazu schreiben.
Habe einen guten Artikel gefunden,hier mal ein kleiner Auszug.

Ist Kastration eine "sichere" Therapie gegen ungewollte Schwangerschaften und Scheinschwangerschaften??

-Ja,aber es gibt auch andere.

Schützt Kastration vor Krankheiten??

-Jein! Klar,ein Organ,das nicht merh da ist,kann nicht mehr erkranken.Aber es kann natürlich "seine Arbeit" auch nicht mehr erledigen" : Inkontinenz,Scheidenentzündun gen,Babyfell,Heisshunger können Folgen sein.Und die Gefahr besteht weiterhin,dass sich Gebärmutter-Stumpf oder versprengtes Ovargewebe entzünden.Sicher,alle diese "Nebenwirkungen" müssen nicht und auch nicht alle gleichzeitig auftreten,aber: Wen`s trifft,den trifft´s dann hart...lebenslänglich.

Schützt Kastration vor Krebs??

-Nein.Kastraten können zwar keinen Hodenkrebs,Gebärmutterkrebs mehr entwickeln,aber:Gegen Mastzellen-,Gehirn-,Blut-,Knochen-Krebs "hilft" keine Kastration.....Und wenn Kastratinnen Gesäugetumore entwickeln,dann sind die häufiger "maligne" als bei Nicht-Kastratinnen.

Macht Kastration Hunde untereinander friedlicher??

-Nein,frühkastrierte Rüden sind zwar mitunder weniger "machohaft",aber sie werden dann auch häufiger "Mobingopfer" von unkastrierten Rüden oder Hündinnen.Hündinnen aber können durch den Östrogenmangel ausgesprochen "rüde" werden,je früher kastriert,desto mehr.

Das und viel mehr steht in der neuen Partner Hund,ist wirklich ein guter Artikel.

Ich selber bleibe bei meiner Meinung: bei uns wird NICHT Kastriert,ausser es muss aus Gesundheitlichen Gründen sein.

Kastration ist nicht gut: Sie ist nicht nur unnatürlich,sie nimmt den Hund seine Persönlichkeit und behindert seinen natürliche Umgang mit anderen Hunden.

soviel zum Schluss.

Hai Happen
11.01.2006, 18:20
wollt noch dazuschreiben das dieser Artikel von Frau Dr. Niepel ist. Wie Birgit
geschrieben hat.
G.Niepel hat in ihrer Bielefelder Kastrationsstudie versucht diese Frage zu beantworten.Sie hat nicht nur 1010 Kastraten Halter befragt,sie hat auch viele Einzelergebnisse,die es gibt zusammengetragen.Und aus all dem ergeben sich die Fragen und Antworten in meinem Beitrag oben.

NinaV
11.01.2006, 20:40
Hallo lotharingia,

ich habe nicht geschrieben, dass hier "nur" Extremfälle angeführt werden, sondern "meist".
Das ignorante Verhalten von manchen Rüdenbesitzern in manchen Gegenden mag natürlich problematisch sein. Aber das ist definitiv auch nicht die Mehrheit. Gerade in Zeiten von zunehmender Hundefeindlichkeit und immer strengeren Landeshundeverordnungen.



...
ABER, erstens hat dies nicht unbedingt etwas mit Gehorsamkeit zu tun, denn es gibt genügend Rüden, die sehr wohl gehorsam sind, bei einer Läufigen Hündin jedoch nicht.
...

Auch das lernen die meisten Rüden bei entsprechendem Training.



Ich begegne täglich solchen Individuen.
Natürlich kann man die Polizei rufen, wenn ein Rottweiler im Garten sitzt.
...

Du musst Dir nicht auch noch Schuhe anziehen, die Dir nicht passen.
Danach hatte Cira - Elize gefragt.



Die Polizei ist nicht erbaut, wenn man sie wegen eines Hundes ruft, die sie dann noch suchen müßen.
...

Siehe oben. Ich habe nicht von einem durch die Stadt oder übers Land laufenden Streuner gesprochen, der permanent die Örtlichkeit wechselt.
Davon abgesehen, die Polizei mag erbaut sein, oder nicht, von großen, streunenden Hunden geht eine Gefahr aus - spätestens für den Straßenverkehr.



Desweiteren gibt es mittlerweile haufenweise Katzen, die eben nicht draussen frei rumlaufen und auch genügend Züchter, deren unkastrierte Kater das auch nicht tun. Es ist eigentlich leichter eine rollige Katze im Haus einzusperren, als sich Herrenlose teils agressive Rüden vom Hals zu halten. Trotzdem würde keiner dran denken, jemanden Vorwürfe zu machen, der seine Katze kastrieren lässt - ganz im Gegenteil.
...

Nee, genau. Keine Vorwürfe bei Tieren, die sich "unkontrolliert" vermehren können. Katzen, die abgesichert nie nach draussen können, dürften eigentlich auch nicht kastriert werden. Warum sich darüber keiner aufregt, könnte man deifinitiv in Frage stellen.
Wollte ich eine reinen Wohnungstiger, wäre dieser definitv nicht männlich. Schon mal gerochen, wenn ein Kater in der Wohnung markiert hat. Oder versucht diese Markierungen zu reinigen, an Dingen, die man nicht in die Waschmaschine stecken kann? Züchter, die ihre Kater ausschliesslich in der Wohnung halten, gewähren diesen garantiert keinen freien Zugang in jedwede Räumlichkeit des Hauses.



Es gibt wie gesagt auch genügend streunende Rüden, deren Besitzer das auch oft *wollen*. Würden wir hier nur von denen reden, die mal kurz einen verfolgen, wäre es ja nicht so schlimm, zumal diese ja dann meistens auch so erzogen sind, daß sie auch auf fremde Menschen hören. Auch ich bin in der Lage einen halbwegs erzogenen Hund zu verscheuchen. Vordem die Buffy kastriert wurde sind mir jedoch 3 begegnet, die in keinsterweise reagiert haben.
....
Die Buffy war nur 3 Mal heiß. Was ist denn daran so schwer zu verstehen, daß es eben Leute gibt, die ihre Hunde wegen den Hunden anderer Leute kastrieren, nicht weil sie nicht aufpassen können, oder faul sind, oder sonst was.
Es gibt zwar genügend Rüden, die ohne Kastration problemlos leben können, aber wenn man als Weibchenbesitzer solchen wie von mir erwähnten Ereignissen ausgesetz wird, kann ich schon verstehen, daß man die Hündin ohne weitere Indikation kastriert. Schließlich sind die erwähnten Rüden ja auch die letzen, von dem mal eventuell auftretende Welpen haben möchte, oder?

Das, was Dir da gleich mehrfach passiert ist, tut mir leid. Aber auch wenn Du das nicht hören möchtest, solche Vorfälle sind trotzdem nicht die Regel.
Und: Deine Hündin ist trotz dieser Extremfälle noch immer nicht erfolgreich gedeckt worden.
Wenn Dir diese, Deine Erfahrungen jedoch Angst gemacht haben und Du deswegen hast kastrieren lassen, ist das auch okay.



Einer hat mich und meinen Mitbewohner mit erhobenen Leftzen angeknurrt, eine weiterer hat mich und mein Kind mehrmals umgeworfen und versucht die Buffy zu vergewaltigen, ein dritter hat meine Hündin angefallen, als sie ihn mit normalem wegbeißen abwehren wolle, als er sie besteigen wollte (der erste war wenigstens der Buffy gegenüber charmant - hätte sie also nicht gegen ihren Willen bestiegen). In allen 3 Fällen war die Buffy noch nicht mal heiß, sondern die Vorfälle passierten kurz davor oder kurz danach.

Sorry, wenn ich diese Schilderung der Fälle mal eben separat aufgreife.
Du schreibst: in allen drei Fällen war Buffy noch nicht mal heiss. Daraus und aus dem Verhalten der Rüden, könnte man ja schon fast schliessen, dass deren Verhaltensauffälligkeiten nichts mit dem Geruch Deiner Hündin, sondern nur mit mangelnder Prägung/Sozialisation/Erziehung seitens der Rüden zu tun gehabt haben könnte. Dasselbe wäre Dir vielleicht auch passiert, wenn Buffy ein Rüde gewesen wäre. Der Akt des Besteigens hat bei Hunden nicht nur sexuelle Hintergründe.

Liebe Grüße
Nina

NinaV
11.01.2006, 20:51
Hallo Heidi,


als ich mit meiner hündin die damals erst einige tage später läufig wurde am hundeplatz war machten es einige der anwesenden rüden unmöglich ein normales trainig durchzuführen!
einer versuchte ständig sie zu besteigen.
ein "gut" erzogener labrador mit begleithundeprüfung!

:D Eine BH macht noch lange keinen gut trainierten Hund.



nachdem sie "in ihrer not" nur noch zwischen meinen beinen im sitz verharrte (bei einem kleineren hund ist das gottseidank möglich!!!) suchte sich dieser notgeile rüde ein neues "opfer"! ein neufundländer der angeleint war. der rüde war nur am besteigen! der neufundländerbesitzer war nur am wegziehen seiner nicht heißen hündin.....irgendwann entriß er sie dem ejakulierendem rüden!!!
die rüdenbesitzerin war total hilflos! der rüde reagiert überhaupt nicht mehr!

Wo war während dieser ganzen Zeit die Besitzerin? Und, meines Erachtens noch wichtiger: Wo war der/die zuständige Trainer/in???



seitdem geh ich mit meinen zwei hündinnen nicht mehr auf den hundeplatz wenn eine von beiden läufig ist und ungefähr vier wochen nach dem ersten tag der läufigkeit!!!

Das ist sehr schade, dass Du wegen schlechter Trainingsorganisation zurückstecken musst.



deshalb kann ich auch gut verstehen wenn ein hündinnenbesitzer der nicht züchten will sich über den richtigen zeitpunkt einer kastration gedanken macht!!!

Auch aus den von Dir angeführten unangenehmen Situationen, kann ich es noch immer nicht.



zur "verteidigung" der treadverfasserin muß man denke ich sagen dass es sich hier offensichtlich nur um ein erstes sich-gedanken-machen handelt was man daran erkennt dass ím titel des beitrags von sterilisation gesprochen wird.........
viele grüße
Mag sein. Das würde sich natürlich aufklären, wenn sie sich nochmal äußern würde.

Grüßle
Nina

OESFUN
12.01.2006, 07:45
Zitat von OESFUN:

"Wenn sich eine Hündin am 5 Tag decken lässt hat sie dann ihre Standtage und die dauern in der Regel 3-5 Tage ---- also würde sie den Rüden vom 5ten bis höchstens 10 Tag ihrer Läufigkeit dulden. 26.tag ist mir zwar nochnicht vorgekommen aber meine z.B. lässt sich frühestens am 15 Tag decken und dann auch im Höchstfall 3 Tage lang also bis zum 18 Tag.

So kommt man auf 3-5 Tage pro Läufigkeit."

Das ist schon richtig, nur wenn ich kein Züchter bin und meine Hündin nicht decken lassen will, weiß ich ja nicht wann meine Süße ihre Standtage hat- das kann am Anfang in der Mitte oder gar am Ende sein.
Also muss ich trotzdem die ganzen drei Wochen aufpassen, wenn ich den Zyklus der Hündin nicht kenne!

Und falls jetzt kommt, dass man das am Ausfluss erkennt, so möchte ich es einem Laien oder Nicht Züchter nicht zumuten, das richtig zu beurteilen. Vor allem, weil das ja auch nicht hundertprozentig stimmt.
Die Hündin meiner TA ist läufig und sie selbst merkt kaum, da sie nicht blutet.

LG ISI

Ich verstehe nicht, warum hier immer Ausnahmen (wie eine stille oder weisse Hitze) als Begründung angeführt werden.
Auch das man nicht weiss, wann die Standtage sind hört sich für mich so an wie die Ausflüchte "ach wenn man Durchfall hat und die Pille nimmt kann die nicht wirken ?? hab ich nicht gewusst" ...." wie von Petting kann man schwanger werden"

Wenn man seine Hündin beobachtet, kann man bei der ersten Läufigkeit gut erkennen, wann es soweit ist. Da die Hündinnen da sehr "gleichmässig"sind hat man Anhaltspunkte für die nächsten Läufigkeiten und man hat doch das Studienobjekt direkt vor der Nase...... hindert einen doch niemand daran, sich das genau anzusehen und aufzuschreiben.

Birgit

lotharingia
12.01.2006, 13:33
Hallo Nina,

Natürlich weiß ich, wie unkastrierte Kater riechen. Das weiß wohl jeder, der je eine Katze hatte, die raus darf. So weit ich weiß markeieren aber nicht alle Kater im Haus, womit Gestank eigentlich kein Grund zur Kastration wäre. Ich will hier nicht gegen Katzenkastration donnern, sondern hebe nur hervor, daß es doch nicht so einen großen Unterschied gibt, wie manche zu denken scheinen und trotzdem wird es bei Katzen nicht nur als positive Handlung betrachtet, sondern man erwartet es sogar.

Und natürlich wollte die erwähnten Rüden meine Hündin besteigen, weil sie schon oder noch gut roch. Entschuldigung, aber ich habe den Eindruck, du hälst mich für blöd. Auch wenn ich nicht in der Lage wäre, ein derartiges Besteigen von Sexualverhalten zu unterscheiden: ich habe die gleichen Hunde ja mehrmals gesehen und sehe sie immernoch. Außnahme ist der, der sie angefallen hat. Ob der auch so HUnde anfällt kann ich nicht sagen er hat meine Hündin auch danach wieder angefallen, woraufhin ich sein Herrchen angezeigt habe. Ich musste dann dem Ordnungsamt 54 Euro bezahlen, weil die Buffy während des Vorfalls nicht angeleint war und das war's. Die Tatsache daß der andere Hund weder an der Leine war noch ein Halsband trug und sein Herrchen auch erst nach 5 Minuten vorhanden war interessierte keinen. Deshalb weiß ich auch, daß es die Behörden hier wenig interessiert, ob ein unbeaufsichtigter Hund unterwegs ist, es sei denn er beißt einen Menschen. Wenn der gleiche HUnd z.B. eine Kind beißt muß jeder dann ein paar MOnate ihre Hunde an der kuzen Leine behalten, die Besitzer der notorischen Streuner bekommen mal wieder eine Verwarnung, und dann ist das auch wieder vergessen.

Darüberhinaus habe ich meine Hündin nicht wegen diesen Vorfällen kastrieren lassen, sondern weil sie schon eine Gerbarmutterentzündung hatte und unser TA dazu riet und weil sie vor, nach und während jeder Hitze hoch depressiv war und zunehmend jeden Kontakt mit anderen Hunden ablehnte. Den Rüden habe ich kastrieren lassen, weil er alle Weibchen bestiegen hat, inklusive der Buffy und weil er immer einen Ständer hatte und permanent Samen aus seinem Glied verlor. Die Wahrscheinlichkeit, daß er aus Dominanz früher jedes Weibchen begatten wollte, das aber seltsamerweise nach der Kastration nicht mehr tut, ist ja gleich null, zumal er auch sonst kein Dominazverhalten zeigt, weder gegen Menschen noch gegen andere Hunde. Er war ständig sexuell erregt und gestresst und seit der Kastration geht es ihm viel besser. Viele Leute hätten ihn dennoch nicht kastrieren lassen.

Ich rede auch nicht hier über meine Hunde, denn rein prophylaktisch würde ich sie nicht kastrieren lassen, sondern darüber, daß ich verstehen kann, daß andere das tun. Wären nicht so viele Menschen streng gegen Kastration gäbe es gewiss nicht so viel ungewollte Würfe, die eben von hypersexuellen, streunenden oder extrem aufdringlichen Rüden gezeugt wurden und dessen Welpen dieses Verhalten eventuell auch zeigen. Wäre ich Züchter würde ich großen Wert darauf legen, daß ich nur gesunde und Verhaltensunaufällige Tiere sich fortplanzen lasse, und ein nomales Sexualverhalten ist für mich damit eingeschlossen.

NinaV
12.01.2006, 17:36
Hi Uta,


Hallo Nina,
...
Und natürlich wollte die erwähnten Rüden meine Hündin besteigen, weil sie schon oder noch gut roch. Entschuldigung, aber ich habe den Eindruck, du hälst mich für blöd. Auch wenn ich nicht in der Lage wäre, ein derartiges Besteigen von Sexualverhalten zu unterscheiden: ich habe die gleichen Hunde ja mehrmals gesehen und sehe sie immernoch. Außnahme ist der, der sie angefallen hat. Ob der auch so HUnde anfällt kann ich nicht sagen er hat meine Hündin auch danach wieder angefallen, woraufhin ich sein Herrchen angezeigt habe. Ich musste dann dem Ordnungsamt 54 Euro bezahlen, weil die Buffy während des Vorfalls nicht angeleint war und das war's. Die Tatsache daß der andere Hund weder an der Leine war noch ein Halsband trug und sein Herrchen auch erst nach 5 Minuten vorhanden war interessierte keinen. Deshalb weiß ich auch, daß es die Behörden hier wenig interessiert, ob ein unbeaufsichtigter Hund unterwegs ist, es sei denn er beißt einen Menschen. Wenn der gleiche HUnd z.B. eine Kind beißt muß jeder dann ein paar MOnate ihre Hunde an der kuzen Leine behalten, die Besitzer der notorischen Streuner bekommen mal wieder eine Verwarnung, und dann ist das auch wieder vergessen.

Ich glaube, ich habe mich nicht gut genug ausgedrückt, als ich auf Deine 3 Schilderungen eingegeangen bin.
Ich glaube Dir, dass Deine Hündin noch gut roch und dadurch die Rüden animiert waren, Deine Buffy zu besteigen. Allerdings halte ich das "drumrum-Verhalten" der Rüden für "auffällig". Ich bezweifle halt nur, dass die Läufigkeit Deiner Hündin die alleinige Ursache dafür war, dass der eine Euch Menschen anknurrt, der andere Dich und Dein Kind umschmeisst und Deine Hündin versucht zu vergewaltigen und der dritte Deine Hündin wg. normalen Abschnappens attackiert.



Darüberhinaus habe ich meine Hündin nicht wegen diesen Vorfällen kastrieren lassen, sondern weil sie schon eine Gerbarmutterentzündung hatte und unser TA dazu riet und weil sie vor, nach und während jeder Hitze hoch depressiv war und zunehmend jeden Kontakt mit anderen Hunden ablehnte. Den Rüden habe ich kastrieren lassen, weil er alle Weibchen bestiegen hat, inklusive der Buffy und weil er immer einen Ständer hatte und permanent Samen aus seinem Glied verlor. Die Wahrscheinlichkeit, daß er aus Dominanz früher jedes Weibchen begatten wollte, das aber seltsamerweise nach der Kastration nicht mehr tut, ist ja gleich null, zumal er auch sonst kein Dominazverhalten zeigt, weder gegen Menschen noch gegen andere Hunde. Er war ständig sexuell erregt und gestresst und seit der Kastration geht es ihm viel besser. Viele Leute hätten ihn dennoch nicht kastrieren lassen.

Das sind doch sehr vertretbare Gründe FÜR eine Kastration. Da sind wir doch völlig einer Meinung.
Was ich nicht verstehe, warum Du Deinen Rüden und "Dominanz" ansprichst.Nur weil Dein Rüde hypersexuell war, ist das doch nicht pauschal auf die anderen übertragbar.
Ich habe nur von der Möglichkeit gesprochen, dass das extreme Verhalten (knurren, umschmeissen, angreifen) Deiner drei Begegnungsrüden möglicherweise auch ohne sexuelle Motivation hätte auftreten können. Und wenn die drei nur "geil" gewesen wären, aber ansonsten friedlich, hätten die Vorfälle doch kaum Probleme verursacht und wären dann demnach für mich auch kein Grund PRO Kastration.



Ich rede auch nicht hier über meine Hunde, denn rein prophylaktisch würde ich sie nicht kastrieren lassen, sondern darüber, daß ich verstehen kann, daß andere das tun. Wären nicht so viele Menschen streng gegen Kastration gäbe es gewiss nicht so viel ungewollte Würfe, die eben von hypersexuellen, streunenden oder extrem aufdringlichen Rüden gezeugt wurden und dessen Welpen dieses Verhalten eventuell auch zeigen.

Na, hör mal. Ungewollte Würfe enstehen doch meist nicht, weil viele Menschen gegen Kastrationen sind, sondern weil viele davon nicht aufpassen oder einfach nur rücksichtlos und verantwortungslos Hunde halten. Darüber hinaus gibt z.B. ja auch noch die Möglichkeit, die Hündin nach einem beobachteten Deckakt durch einen "verhaltensauffälligen Rüden" dem Tierarzt vorzustellen.



Wäre ich Züchter würde ich großen Wert darauf legen, daß ich nur gesunde und Verhaltensunaufällige Tiere sich fortplanzen lasse, und ein nomales Sexualverhalten ist für mich damit eingeschlossen.

Bei diesem Satz verstehe ich jetzt leider den Zusammenhang nicht. Was hat diese Diskussion denn mit den Züchtern zu tun?

Liebe Grüße
Nina (die Dich keinesfalls für blöd hält!)

lotharingia
13.01.2006, 10:25
Hallo nina,

Nein, die von mir erwähnten Rüden zeigen normalerweise neutrales Verhalten Menschen und Weibchen gegenüber. Der Umwerfer hat uns sonst immer ignoriert und umgeworfen hat er uns eben nur, weil er zur Buffy wollte, wir im weg waren und er eben sehr groß und kräftig ist (ich bin mit 1.58 Klein und mein Sohn war damals 2). Ich würde ihm nicht unterstellen, daß er es absichtlich getan hat, ABER, es war für mich unmöglich, ihn da weg zu kriegen. Der Anknurrer benimmt sich auch sonst normal gegenüber uns, er hört sogar in normalen Situationen auf mich . Bei läufigen Hündinnen klebt er einem jedoch an den Fersen und verfolgt einem, bis es nicht mehr geht. Dabei macht er jeden an, der ihm in den Weg kommt, Mensch oder Rüde. Eigentlich habe ich auch nichts gegen streunende Hunde, sie sind ja meistens nicht schuld dran und als ich Kind war gab es die überall. Wenn meine Hündin heiß ist würde ich ihnen aber lieber nicht begegnen. Zum dritten Hund, wie gesagt, k.A. ob er das auch ohne guten Geruch getan hätte, vermutlich hat er generell eine sehr niedrige Reizschwelle.

Ich habe das Dominazthema nur im Kontext von Apollo erwähnt, da ich immer zu hören bekomme, sein Besteigen von Weibchen sei Dominanzverhatlen gewesen, weshalb ich von vorne hinein schon sagen wollte, daß dem eben nicht so war und auch nicht ist.

Daß man ungewollte Würfe abtreiben lassen kann ist mir auch klar, aber für mich käme sowas nur in Frage, wenn meine Hündin von einem völlig inkompatiblen Rüden gedeckt wurden wäre. Das ist ja auch ein Eingriff und durchaus keine Lösung. Unser TA macht das auch sehr ungerne, was ich verstehen kann.

Ungewollte Würfe entstehen nun eben mal, weil unverantwortliche Hundehalter gegen Kastration sind, oder es ihnen zu teuer ist und so einige sich sogar durch das Sexualverhalten ihres Rüden stark fühlen. Wenn man als Weibchenbesitzer dann seine Hündin kastrieren lässt, ist das für mich durchaus nachvollziehbar. Bist du denn nicht der Meinung, daß unverantwortliche Hundebesitzer (die es häufig gibt) wohl besser ihre Hunde kastrieren lassen würden?

Wieso ist das Thema Züchter hier nicht relevant? Wenn ein Züchter mit sexuell auffälligen Hunde züchtet, geben die ja dann auch ihr Verhalten weiter. Natürlich bezieht sich das genauso auf diejenigen, die ihre Hunde so vermehren oder es die Natur regeln lassen, aber über die zu reden ist ja wohl sinnlos, da die meisten auch so nicht auf die gleichen Sachen achten, wie Züchter es zumindest sollten. Die hier schreibende Birgit züchtet ja zum Beispiel, wenn ich es richtig vertanden habe, und es ist doch schön zu lesen, daß ihre Hunde mit dem Thema Sexualität so gut zurecht kommen. Von so einem Züchter hatte ich auch gerne einen Welpen. In meinem Fall wäre es meiner Meinung nach schon deshalb unverantwortlich gewesen meine Hunde fortzuplanzen (mal nicht in Betracht nehmend, daß sie Mischlinge sind), weil sie eben kein ausgeglichenes Verhältniss zur Sexualität hatten, in beiden Fällen weder körperlich noch geistig. Würde man generell mit Tieren züchten, die kein übertriebens oder gar aggressives Sexualverhalten zeigen, dann käme das ganze Thema Kastration nicht so häufig in Frage, oder sehe ich das falsch?

Meine umwerf- und Knurrrüden sind bestimmt schon oft Papa geworden.