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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : 2X vom selben Hund erwischt



Rilanja
17.09.2002, 15:28
Meine Schnauzer-Terrierhündin wurde vor 2 Wochen von einer doppelt so großen Hündin übel zugerichtet. Seine Hündin war nicht angeleint, meine schon. Wir waren mit der Nachbehandlung beim Ta noch nicht durch, da hat die Große meine schon wieder erwischt und das auch noch genau vor unserer Hofeinfahrt. Ich kam nur aus der Haustür, meine sah die andere, knurrte und sofort stürzte sich die Große wieder auf meine. Sie war wieder nicht angeleint und der Besitzer wusste, dass wir dort wohnen. Meine musste in einer Tierklinik notoperiert werden. Die Kosten würde seine Versicherung übernehmen. Ist meine Hündin denn Freiwild? Mehr, als sie
anleinen kann ich doch nicht und dem Besitzer täte es ja auch leid aber im Grunde hätte meine ja Schuld, sie hätte ja nicht knurren dürfen. Schlimm für mich ist, dass der Besitzer auch noch im Nachbarhaus wohnt. Es wird also schwer werden , ihm und seiner Großen aus dem Weg zu gehen. Ich habe gefordert, dass er in Zukunft eine Leine nehmen soll und erst nach anfänglichem Sträuben (wegen" einer "Hündin leine ich meine doch nicht ständig an) hat er zugestimmt.
Nun meine Frage:
Wenn ich ihn wieder ohne Leine sehe, kann ich ihn dann anzeigen, damit seine Hündin zwangsweise angeleint werden muss ? Ich fürchte, einen dritten Angriff überlebt meine Kleine nicht.
Wäre dankbar für eine Antwort

kaviar1
17.09.2002, 17:22
Hallo Rilanja,
Deine arme Hündin. Natürlich, ich hätte den Nachbarn schon bei dem ersten Vorfall beim Ordnungsamz gemeldet. Denn wenn er von selbst nicht einsichtig ist, kann ihm das Ordnungsamt die Anleinpflicht auferlegen. Denn nur mit Übernahme der Kosten kann es ja wohl nicht getan sein,
was muß Deine kleine Hündin denn noch durchmachen?
Ist doch klar, dass sie den Hund anknurrt, der ihr so weh getan hat.
Also ich würde auf jeden Fall, meinem Hund zuliebe, die Angelegenheit beim Ordnungsamt melden, die haben vielleicht mehr Einfluß auf den nichteinsichtigen Nachbarn.
Liebe Grüße von
Maria mit Bobby u. Tobi

igelchen
17.09.2002, 19:27
Hallo Rilanja!

Erstmal gute Besserung für Deine Hündin!
Meiner Meinung nach solltest Du den Hundehalter jetzt anzeigen und nicht ein eventuelles drittes Mal abwarten. Ich finde, Dein Nachbar hat total fahrlässig gehandelt - ich könnte mir auch vorstellen, dass seine Versicherung die Kosten für den zweiten Bissunfall eben nicht übernimmt.

Viele Grüße
Igelchen

Cockerfreundin
17.09.2002, 19:44
Hallo, Rilanja!

Auch von meiner Seite erst einmal Gute Besserung für Deinen Hund!

Zeig deinen Nachbarn auf jeden Fall SOFORT an! Und schreib auch gleich in den Schadensbericht, den seine Versicherung von Dir fordert dazu, dass es das ZWEITE Mal war.

Es ist wirklich unglaublich, was es für Hundebesitzer gibt!!!

Grüße von
Annette

steelyute
17.09.2002, 23:32
Hallo, Rilanja,
erstmal gute Besserung für Deinen Hund, ich würde denn Besitzer auch beim Ordnungsamt Anzeigen!! Habe ich gerade auch hinter mir, da auf meine kleine Leider ein Schäferhund losging ( der ist zwar erst10 Monate alt hat aber immer nach ihr gehau und in den Schwanz gebißen) Mein kleine hat unheimlich gequickt, jetzt hat sich herausgestellt da ich schon Anzeige Nr 5 bin !! Bin mal gespannt was passiert !!
Also gib dir denn ruck und zeige ihn an oder wilst du warten bis noch was schlimmeres passiert ??
Gruß
UTe

Nina B.
18.09.2002, 01:09
Hallo miteinander!das ist ja schrecklich,daß Dein Hund zweimal gebissen wurde!Du schreibst,Dein Hund ist angeleint gewesen-liegt er also an der Kette?Ich an Deiner Stelle würde erstmal mit dem Besitzer reden,anstatt ihn anzuzeigen.das allein bewirkt ja nicht nur eine Anleinpflicht für den anderen Hund,sondern wahrscheinlich tierquälerische Maßnahme wie Maulkorb oder Tierheim und bringt sicher jede Menge ständiger nachbarschaftlicher Streitereien mit sich...wenn einmal angefangen wird...An Deiner Stelle wäre mir auch nicht so sehr bloß mein Recht wichtig,sondern erstmal nur mein Hund (also liefe er natürlich nicht wie Freiwild herum)und ein freundliches Nachbarschaftsverhältnis(also nicht gleich Antihaltung durch Anzeige sondern ein Gespräch,ganz ohne Hysterie).Versteh das nicht falsch,aber ich würde halt nie als erstes wege "gegen" irgendwas suchen,sondern "Miteinander-wege".So solltet ihr beide,Dein Nachbar und auch Du ,Rücksicht aufeinander nehmen in Zukunft.Sein Hund sollte nicht ohne Leine direkt an Deinem Hund vorbeilaufen und Dein Hund sollte nicht provozierend bellen oder knurren.Wenn Dein Hund an der Leine war,wie Du sagst-warst Du ja wohl dabei,am anderen Ende der Leine-also hättest Du ihn schützen müssen(in Zukunft,finde ich)damit er sich nicht selbst meint vorsorglich wehren zu müssen;wenn Du nicht dabei warst,war Dein Hund wohl angekettet-das ist verboten und allgemein ist doch bekannt,daß die Kettenhaltung aggressiv macht.Sicher trägt der nicht angeleinte Hund Schuld,wenn er auf Dein Grundstück gestürmt ist und dann ohne Andererleuts Einwirken Deinen Hund mal einfach so gebissen hat,nur um Schuld allein gehts doch nicht,sondern vorallem darum,wie man sowas in Zukunft verhindert.Das verhindert nur oberflächlich eine Anzeige,zumal nur der arme Hund drunter leidet und ich finde,man sollte lieber ein langfristiges Ergebnis finden,mit dem Dein Hund sicher und Dein Nachbar und Du zufrieden leben könnt.Findest Du nicht auch?Kannst Du verstehen,was ich geschrieben habe und warum ich das geschrieben habe?Nicht um Dich zu schickanieren,nein,sondern um den Blick zu öffnen.

Commodore
18.09.2002, 08:22
ich kann in diesem Fall Nina B. 100%ig zustimmen. Schließlich müsst ihr noch auf Jahre miteinander nachbarschaftlich auskommen. Und solch ein Streit - falls es dazu käme - geht mächtig auf die Psyche. Ausserdem sind unsere Gerichte mit Nachbarschaftsstreitigkeiten mehr als überlastet. Zum Dritten ist Recht nicht immer Ge-Recht: Jenachdem kann es auch ein Schuß ins Knie werden - wenn Dir Nachlässigkeit nachgewiesen werden sollte (Rechtsverdreher ;) )? Ein klärendes Gespräch (besteht Gesprächsbereitschaft?) muss sein - habt ihr die Möglichkeit eines Schiedsmannes (-frau) schon in betracht gezogen, falls ihr euch für rechtliche Schritte entschieden habt?

Gute Besserung - Grüße
Comm'

igelchen
18.09.2002, 13:24
@ Nina und Commodore:
Wenn die Hunde erst einmal aneinander geraten wären, wäre ich von dieser Handlungsweise auch 100%-ig überzeugt. Dadurch aber, dass der Nachbar eben NICHT auf Rilanja und ihren Hund eingegangen ist und sich also auch nicht kooperativ zeigte, hat er in meinen Augen keine milde Behandlung verdient...

@ Rilanja:
In einem Punkt muss ich doch mal nachhaken: Als Dein Nachbar sagte, er leine seinen Hund nicht an, habt ihr da in Ruhe miteinander gesprochen oder fand dieses "Gespräch" direkt nach der Beißerei statt? (Ich bin von ersterem ausgegangen.)

In der Nachbarschaft meiner Eltern wohnt eine Malteserhündin, die von meiner Labimix-Hündin total gehasst wird. Meine Hündin hat die Kleine auch schon angefallen, dabei aber nicht verletzt und sofort auf mein "aus!" reagiert. Da der Malteser-Besitzer zweimal täglich, immer zu denselben Zeiten und dieselben Wege geht, haben wir uns eben abgesprochen. Sollte ich doch mal zur entsprechenden Zeit unterwegs sein, bleibt meine Hündin angeleint. Basta! Dieser Vorschlag kam von MIR und war keine Reaktion auf eine drohende Anzeige oder so.

Kooperation setzt immer zwei Parteien voraus: Wenn Rilanjas Nachbar sich nicht um eine Regelung in SEINEM Sinne kümmert, hat er eben das Nachsehen! Das ist zumindest meine Meinung.

Liebe Grüß0e
Igelchen

Rilanja
18.09.2002, 13:43
Hallo,
erstmal vielen Dank für Eure Antworten. Da es ein Nachbar ist, deren Kinder mit unseren spielen, will ich ja eben auch nicht gleich mit harten Bandagen auffahren.
Nina - meine Hündin ist kein Kettenhund. Ich nehme sie nur an der Straße an die Leine, da sie hinter Katzen herflitzt. Meine Hündin reagiert auch nicht gleich aggressiv auf andere Hunde. Sie geht selber nicht auf Fremde zu. Wenn dann ein Unbekannter (mit Bekannten Hunden hat sie überhaubt keine Schwierigkeiten)doch schnuppern kommt, lässt sie es auch kurz zu. Dann möchte sie aber nicht mehr und geht weiter. Wenn der andere dann aufdringlich wird, knurrt sie halt. Das wäre ein normales Verhalten lt. Tierarzt. Sie hat auch noch nicht zugebissen. Auch nicht bei großer Aufdringlichkeit. Und so hat sie sich eben auch bei der Großen des Nachbarn verhalten. Und diese hat daraufhin angegriffen. Wir Besitzer sind dann zu dem Schluss gekommen, dass die Beiden sich eben aus dem Weg gehen müssen. Warum lässt er dann seine Hündin unangeleint vor unserer Hofeinfahrt sitzen. Er musste doch damit rechnen, dass wir hier rauskommen. Es ging ja auch so rasend schnell. Wir aus der Tür raus - mein Hundin sieht die Große - knurrt diesmal gleich los (ist es denn ein Wunder???)
und schon kommt diese angejagt und verbeißt sich gleich wieder. Wie soll ich denn meine da schützen??? die Andere wiegt über 30 Kilo - meine 12 - Wenn ich da mit-hineingreife, würde ich bestimmt auch gebissen werden, da die Große ganz rasend wird. Außerdem stand ich echt wie betäubt - weil ich mit sowas nicht gerechnet habe.
Als ich dann um Anleinen bat - wenigstens in den Straßen, wo man sich sofort um eine Häuserecke begegnen könnte, lenkte der Besitzer nach einigem Hin und Her ein. Aber heute hat mein Sohn die Große wieder ohne Leine gesehen - also....ich nenne das Ignoranz und Rücksichtslosigkeit. Mein Mann wird mal unsere Versicherung anrufen um sich mal schlau zu machen - ich halte euch auf dem Laufenden.
Daggi

Rilanja
18.09.2002, 13:57
Hallo Igelchen,

mein Nachbar und ich hatten uns in keiner Situation scharf angeredet. Wir sind Beide ruhig und vernünftig miteinander umgegangen. Aber er vertritt ebend den Standpunkt, dass meine ja nicht knurren solle, dann würde seine auch nicht angreifen. Ich würde ihm ja auch liebend gern aus dem Weg gehen. Aber wenn er sich genau vor unserem Haus und ohne Leine aufbaut????? Ich habe ihn ja dann auch schon fast verzweifelt gefragt, wie ich denn nun meine Hündin schützen könne, wenn er seine nicht anleinen will und dann aber auch keine Gewalt mehr über sie hat (obwohl er angibt, dass er den Hund voll unter Kontrolle hat - das hab ich bzw. mein Hund 2x zu spüren bekommen). Daraufhin lenkte er ja endlich ein und wolle sie anleinen. Das wird aber eben nicht immer gemacht. Mal ja, mal nicht - irgendwann werden wir uns wieder begegnen und es wird kommen, wie es kommen muss.
Rilanja (Daggi)

Rilanja
18.09.2002, 14:03
Ach, übrigens,
ich hatte ganz vergessen zu erwähnen, dass ich beim zweiten Angriff eine Zeugin habe, die auch bereit ist auszusagen. Also, keine große Chance zur Rechtsverdrehung.

cheroks
18.09.2002, 19:43
Hallo Rilanja,
der Hund deines Nachbarn ist auf jeden Fall eine Gefahr, nicht nur für deinen Hund. Dein Nachbar handelt total verantwortungslos. Auch wenn dein Hund den anderen anknurrt, darf der andere nicht blindlinks losstürmen und deinen Hund ernsthaft beißen! Der Hund legt ein viel zu stark motiviertes Aggressionsverhalten an den Tag, absolut nicht verhältnismäßig. Der Hund ist sofort gereizt von dem Anblick deiner Hündin die aus Angst knurrt und der Hund dringt in ihr Revier ein und geht zum Ernstkampf über, ohne großes wenn und aber. Vielleicht bewegst du ihn ja auch lieber dazu in eine Hundeschule zu gehen, um das Problem wirksam zu lösen, denn mit der Aussage : deiner hat ja angefangen, hat er sich disqualifiziert. Wenn ich weiß, wie mein Hund auf "manche" reagiert, nehme ich das nicht billigend in Kauf und lass die Versicherung zahlen, wenn mal etwas passiert. Ich knöpfe mir das Problem vor und arbeite dran. Aber wenn dein Nachbar das nicht macht, würde ich mir überlegen, ob ich meinen Hund so einer Gefahr aussetze oder aber dem Hund meines Nachbarns eine Leine auferlegen lasse. Zeig ihn an, auch im Sinne deines und seines Hundes.
LG

Rilanja
18.09.2002, 21:35
Hallo cheroks,

deiner Meinung kann ich mir nur voll anschließen. Wir haben mal unsere Versicherung angerufen, was wir unternehmen könnten. Diese teilte uns mit, dass wahrscheinlich die andere Versicherung dem Halter Leinenzwang auferlegt, da seine Hündin ja zum wiederholten Male angegriffen hat. Sonst bestünde kein Versicherungsschutz mehr. Es würden auch Kontrollen stattfinden.
Das wäre natürlich die beste Lösung - Der Hund käme endlich an die Leine, meine Hündin wäre geschützt und ich muss den Nachbarn nicht persönlich anzeigen. Schließlich muss ich ja ebend wohl noch lange Zeit mit ihm auskommen. Hoffentlich klappt das so.
Biba
Rilanja