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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Dackel und zwei Katzen zusammenführen ???



andweber
17.09.2002, 12:19
Hallo Tierfreunde,

vielleicht kann mir jemand zu folgender Frage Tips
und Ratschläge geben.
Mein Freund und ich überlegen, uns einen Dackel anzuschaffen. Alles ist eigentlich geklärt, bis auf ein Problem:

Meine Eltern haben zwei 8 Jahre alte Katzen (Freigänger). Die Frage ist, ob ich die drei soweit aneinander gewöhnen könnte, dass es keine Probleme gibt, wenn ich mit dem Hund zu Besuch komme. Es wäre nur ab und zu und der Hund würde dort nicht wohnen. Unser Kater ist etwas empfindlich und neigt manchmal dazu aus Protest zu 'pieseln'. Das ist auch die grösste Sorge die ich habe.
Den Hund werden wir als Welpe bekommen und sehr gross wird er ja nicht werden, sodass die Katzen eigentlich nicht zu viel Angst haben sollten.
Hat jemand noch einen guten Ratschlag, wie ich die Sache angehen könnte ??
Ich erwarte ja nicht, dass die drei sich heiss und innig lieben, aber vielleicht akzeptieren ???!!

Ich wäre dankbar für jegliches Feedback...

Tausend Dank im voraus,
Andrea
:)

Dagi
18.09.2002, 10:58
Hallo Andrea,

juuuhuuu! Endlich noch mal ein (fast) Dackelbesitzer!!!
Also, wir haben zwei 6 Jahre alten Katzen (Kater + Katze) und seit 12 Wochen einen Rauhaardackel, den wir mit 9 Wochen bekamen. Amy hatte beim Züchter keine Katzen kennengelernt, dafür andere Hunde, Hühner, Gänse und Pferde.
Unsere größte Sorge waren auch unsere Katzen, ob die sich da wohl noch dran gewöhnen würden.
Für Amy war es kein Problem, sie hat nur gedacht: "Oh suuuper, die haben ja sogar Spielkameraden für mich!" Aber natürlich weit gefehlt. So ein Welpe ist ja ziemlich ungestüm und stürzt sich geradezu auf alles was sich bewegt. Wir waren vorher oft beim Züchter und haben die Welpen untereinander beobachtet um einen Welpen zu bekommen, der nicht so draufgängerisch ist. Ist sie mit anderen Hunden eigentlich auch nicht.
Unsere Katzen kannten vorher Hundebesuch von älteren, "gesitteten" Hunden. Da war unsere Katze Summer sehr cool und ziemlich interessiert, Kater Shorty hingegen hat sich dann unters Bett verkrochen. Als wir nun mit diesem kleinen, wuseligen "Etwas" ankamen waren die Katzen sehr zurückhaltend, haben nur etwas gefaucht (weil Amy so angestürmt kam) und haben sich dann erst mal auf erhöhte Plätze zurückgezogen um dieses komische Tier zu beobachten. So nach und nach ging das auch immer besser. Zu unserem Erstaunen verstehen sich der schüchterne Kater Shorty und Amy ziemlich gut. Er hat seine Position irgendwann mit einem Pfotenhieb klar gemacht. Summer ist da irgendwie zu "blöd" zu, und läßt sich durch die Wohnung jagen. Sie verstehen aber alle beide, daß Amy ihnen nichts tut, sondern einfach manchmal spielen will.
ABER: Das ist bei uns natürlich eine etwas andere Situation, da die Katzen zum Rudel gehören, und immer in der Wohnung sind.
Damit das bei Euch klappt,müßtet ihr am Anfang schon ziemlich oft, am besten täglich hinfahren, damit die Tiere sich aneinander gewöhnen. Ob das auch Erfolg hat, kommt ganz auf die Tiere an. Haltet den Hund zunächst an der Leine, damit er die Katzen nicht bestürmt. Gebt den Katzen Gelegenheit, den Hund zu beobachten. Immer wieder. Freundschaft wird da evtl. nicht draus werden, aber es ist schon eine Menge erreicht, wenn sie sich einfach akzeptieren. Vielleicht werden die Katzen dann auch in der Zeit wo der Hund da ist, lieber nach draußen gehen um ihm aus dem Weg zu gehen. Sie werden aber bemerken, wenn der Hund weg ist, und dann auch wieder kommen. Wir können täglich beobachten, wie diese "Sprachmissverständnisse" zwischen Hund und Katze ablaufen: Katze wedelt aufgeregt mit dem Schwanz, Hund freut sich, wedelt auch und denkt, daß alles in bester Ordnung ist. Oder: Katze tapst mit der Pfote auf den Kopf des Hundes um ihn abzuwehren, Hund tapst zurück, da das ein Zeichen der Beschwichtigung ist und er es auch als solches von der Katze versteht. Das Fauchen und Knurren wird -gerade von einem Dackel- nicht besonders ernst genommen. Es hört sich ja auch ganz anders an, als das drohende Knurren eines Hundes.
Aber: wir mischen uns da nicht großartig zwischen, die Tiere klären das ziemlich gut unter sich. Nur am Anfang den Hund bitte etwas zügeln. Und bedenken: Es brauchen alle Hunde von Anfang an Erziehung, aber gerade Dackel (habe ich gelesen) sind besonders schlaue Hunde, die jede Lücke, jede Ungereimtheit in der Erziehung SOFORT bemerken und sie ausnutzen. Ich sage nur, Stichwort "Dickkopf".

Ansonsten: HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH zur Entscheidung für einen Dackel. Amy ist wirklich ein wunderbarer Hund, der schnell lernt, anhänglich ist, viele Späßchen macht und ansonsten der Liebling von allen Kindern und Erwachsenen ist.

Ich könnte jetzt schon ein Buch darüber schreiben, was wir in den ersten Wochen mit ihr erlebt haben.

Wo wollt ihr den Dackel holen? Kurz- Lang- Rauhaar? Kaninchen- Zwerg- Normalschlag? Würde mich alles interessieren. Kannst mir ja auch mal privat 'ne mail schicken:

jodawenzel@aol.com

Die Dackelliebhaber und Besitzer sind ja mittlerweile etwas rar gesät. Würde mich über Kontakt mit Dir total freuen!!!

Viele liebe Grüße von Dagi, Amy, Summer + Shorty!!!

"Man weiß bei einem Dackel nie, welche Sorte Tränen man gerade in den Augen hat: Soche des Lachens, der Liebe oder der Wut." (Horst Stern) :D :D :D

andweber
18.09.2002, 12:52
Hi Dagi,

tausend Dank für Deine Antwort. Ich hab' Dir ins private Mail geantwortet....
Freu' mich auf Deine Antwort.
Bye,
Andrea

Kerstin Kobelt
26.09.2002, 12:30
Hallo Daggy,

also wir hatten bereits 2 katzen als der hund kam, allerdings ist leo ein riese, aber ich hab mir sagen lassen, dass es den katzen nicht um die grösse eines hundes geht, sondern darum, dass sich die "verschiedenen" verstehen lernen müssen. wenn eine katze mit dem schwanz schlägt ist sie meist hochgradig nervös, ein hund tut das aus freude and so on...

also unsere beiden der kater 12 und die katze 2,5 jahre mögen leo bis heute nicht, gehen sich mehr oder weniger aus dem weg, schnuffeln mal aber wenn er zu nahe kommt, fauchen sie...

dann sind wir umgezogen und haben noch eine dritte katze besser kater übernommen, die beiden lieben sich... der kater strolch wird abgeschleckt von oben bis unter, in den schwanz gezwickt in den rücken geknufft, gejagt... und er mag das!!! kommt immer zum hund, sucht seine nähe reibt sein köpfchen an ihm.....

da verstehe einer die welt der vierbeiner.... also ich denke, dass die katzen dem hund, noch dazu wenn er nur auf besuch kommt, aus dem weg gehen werden, wenn sie ihn nicht so mögen oder sie kommen langsam und wird eine richtige freundschaft daraus....

wir haben die erfahrung gemacht, dass wir uns nur nicht einmischen dürfen, alles andere ergibt sich, wir mögen ja auch nicht alle leute die uns vor die nase gesetzt werden, sei es ein kollege oder ein neues familienmitglied...

viel spass mit deinem hund

lg kerstin:p