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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Bellen bei Alleine sein



formi
07.12.2005, 10:29
Guten Morgen Ihr lieben,

ich brauche eure Hilfe:0(meine Nachbarin hat mal wieder am Fr. erzählt das die Hunde wieder bellen wenn sie alleine sind (tägl.zwischen 4-6 Stunden) und zwar weint mein Labbi sobald ich arbeiten gehe,mein anderer kleiner Mischling schert sich nicht drum,legt sich in sein Körbchen aber die Große fängt an zu bellen und macht dann aus purer Langeweile die Kleine wach und auch verrückt (alles belegbar auf Kameraaufzeichnungen)Kong Ball,Kauknochen,Radio an oder nur in einem Raum bringt nicht so viel,was kann ich noch machen?Dazu muß ich sagenlief mir die ´Große immer viel hinterher und Begrüßung und Verabschiedung fiel bei uns auch immer falsch aus,jetzt arbeite ich dran sie zu ignorieren und auch mal ie üren hinter mir zu schliessen,ja ich habe wohl Fehler gemacht..... unsere Nachbarin hat heute gesagt das die Hunde angebl.schon etwas ruhiger sind,glaub ich aber nicht so schnell oder?Was haltet ihr von Anti Bell Halsband mit Wasser oder an die Hormonstecker für die Steckdose,natürl.alles nur als Hilfsmittel?:confused:

Tina1965
08.12.2005, 08:48
Hallo,

genau das gleiche Problem hatte/habe ich auch. Ich habe mittlerweile den dritten Hund und seitdem gab es auch Probleme beim alleinbleiben. Mein Rüde und die ältere Yorkihündin haben damit gar kein Problem aber seit die neue Hündin da ist macht sie die beiden anderen auch verrückt. Das äussert sich dann auch manchmal in anhaltendem Bellen (auch lt. nachbarn).
Wir haben das Problem folgendermassen in den Griff bekommen (wird auf jeden Fall immer besser und es dauert natürlich auch seine Zeit).
Mein Mann geht mit den Hunden morgens eine halbe Stunde raus, dann bekommen sie ihr Fressen, spielen danach noch ein wenig und sind dann erst mal wieder müde. Ich lege Spielzeug im Wohnzimmer aus, damit besonders die neue Hündin, wenn sie wach ist, etwas zu tun hat.
Ich beachte die Hunde nicht wenn raus gehe und auch erst mal nicht wenn ich wieder komme. Ich schlage ihnen auch die Tür vor der Nase zu oder sperre sie auch mal kurz in ein Zimmer, z.b. wenn ich putze.
Ich lege 100 mal den Haustürschlüssel auf einen anderen Platz, ziehe meinen Mantel an und wieder aus und versuche so eben eine gewissen Gleichgültigkeit bei diesen Schlüsselreizen zu erziehlen.
Ausserdem machen wir jetzt mit der neuen Hündin ein Aportiertraining um sie auch vom Kopf her ein wenig auszulasten....ich denke mehr kann ich nicht tun und es wird auch immer besser....lass Dich nicht entmutigen....so etwas braucht eben auch seine Zeit. Und von diesen Antibellhalsbändern halte ich persönlich gar nichts.
Der Martin Rütter hat mal in einer Fernsehsendung gesagt das er froh ist wenn Hunde bellen oder etwas zerstören wenn sie alleine sind. Sie zeigen damit das sie ein Problem haben und man kann dann mit ihnen daran arbeiten.

Liebe Grüße
Tina

formi
08.12.2005, 12:27
Hallo Tina,

super,danke das du so schnell und vorallem soviel geantwortet hast:wd: ich bin schon verzweifelt gewesen,liebe meine Tiere aber auch über alles und möchjte natürlich alles richtig machen.Hunde abgeben oder so käme für mich gar nicht in frage,eigentl.könnte ich auch bei den Nachbarn auf stur stellen,da wir Eigentum haben und nicht aus dem Haus geschmissen werden können,aber darum geht es nicht,es muß ja auch ätzend und unerträgl.sein,wenn die Beiden so richtig loslegen.Kong Ball und Kauknochen sind jetzt immer da wenn wir gehen und das mit der jacke mache ich auch mehrmals am Tag,mit dem Schlüssel nicht aber ist ja richtig werde ich auch ändern und so machen.Ich weiß es wird dauern,aber ich hab Hoffnung,besonders nach deiner Antwort jetzt,danke:p

Brana
08.12.2005, 19:05
Ich würde zudem in einem Raum Licht anlassen und ein Radiogerät laufen lassen.

So hatten bisher alle meine Hunde (fünf) kapiert, daß sie Siesta hatten und ich sagte sogar bewußt, daß ich arbeiten gehe, weil sie sonst ja überallhin mitdurften.

LG
brana

Mint
09.12.2005, 00:03
Ich habe mit meinem Hund ein ähnliches Problem. Er ist vor einer Woche aus dem Tierheim zu uns gekommen und er kann noch gar nicht allein bleiben bzw. ohne mich bleiben. Denn selbst wenn ein Freund da ist, den er gut kennt will er die Haustür öffnen und jault und fiept. Er lässt sich dies zwar mit einem "Nein" verbieten und lässt es dann auch, aber ich habe große Sorge, dass das auf Dauer so bleibt, weil er muss auch mal ein wenig allein bleiben. Er bekommt schon Panik wenn ich nur den Raum verlasse. Er möchte immer mit und da er Türen öffnen kann, ist es sehr anstrengend ihn am Folgen zu hindern. Meint ihr, dass er noch ein kleines Trauma hat, weil er im Tierheim war? Und wie kann ich ihm die Panik nehmen, wenn nur ich weggehe? Er ist halt irgendwie sehr fixiert :confused:

Wär lieb, wenn jemand Rat wüsste :)

Tina1965
09.12.2005, 09:16
der Hund ist erst seit einer Woche bei Dir, das ist natürlich noch sehr kurz. Er ist aus dem Tierheim und wahrscheinlich weisst Du gar nichts über seine Vorgeschichte. Du mußt ihm noch Zeit geben. Er ist sicher noch total unsicher und hat wahrscheinlich auch Verlustängste. Du mußt ganz behutsam anfangen mit dem alleine bleiben.
10 min können für einen Hund der nicht alleine bleibt sehr lang sein, deswegen mußt Du es in kurzen Abständen üben, d.h. geh erst mal eine Minute raus, komm dann wieder, tu so als ob das nichts besonderes ist, beachte ihn gar nicht und begrüße ihn auch nicht. Wenn das klappt steigere es langsam. Winselt er komm nicht rein, sondern erst dann wenn er ruhig ist. Falls Du nicht jeden tag arbeiten mußt hast Du dann eine tolle Möglichkeit das möglichst oft zu üben.
Wenn Dein Hund sich erst mal eingelebt hat und den Tagesablauf kennt und vor allem anfängt Dir zu vertrauen, dann wird sich das sicher geben. Ich habe selber 3 Hunde vom Tierschutz und bei denen hat es auch geklappt.

Viel Erfolg und liebe Grüße
Tina

Mint
12.12.2005, 19:18
Hallo :)

Vielen Dank für die Antwort. Inzwischen klappt das Alleine bleiben schon besser. Ich glaube er kapiert langsam, dass ich immer wieder komme. Also, nochmal danke für den Rat.

Lieben Gruß :cu:

formi
12.12.2005, 22:19
bin momentan krankgeschrieben,kann also genug mit den Wuffis trainieren,drückt mir die aumen:cu:

David_246
07.02.2006, 16:00
Hallo zusammen,
wir haben ein ähnliches Problem. Unsere Hunde bleiben zusammen hervorragend alleine. Es kommt aber hin und wieder vor, dass die beiden sich gegenseitig 5-10 Minuten anbellen, wenn wir nicht da sind. Die beiden zeigen keinerlei Anzeichen von Verlustängsten. Sie jaulen nicht wenn wir die Wohnung verlassen, zerstören nichts und bellen auch nicht oft. Es kommt halt nur vor, dass die beiden sich gegenseitig anbellen.
Ich habe jetzt im Internet von einem Anti-Bell Halsband gehört, das auf die Vibration beim Bellen reagiert und einen Zitronenduft freisetzt. Leider kann mir niemand aus praktischen Erfahrungen erzählen.
Ich weiß auch wie unangenehm das mit Sicherheit für die beiden ist, ich kenne auch die Vergleiche mit dem Menschen, das ich es bestimmt auch nicht mögen würde wenn man mir etwas in die Nase sprüht wenn ich lauter rede, o.ä.

Bitte um Erfahrungsberichte
Danke

Brana
07.02.2006, 18:24
Hallo David,

was ist dagegen einzuwenden, wenn Deine beiden Hunde mal 10 Minuten am Tag miteinander bellen? Entweder sie sind gerade an einem Zerrspiel oder sie haben ein Geräusch gehört, daß sie irritiert hat.

Regen sich darüber Deine Nachbarn auf?

Zitat:
>Leider kann mir niemand aus praktischen Erfahrungen erzählen.
>Ich weiß auch wie unangenehm das mit Sicherheit für die beiden ist, ich >kenne auch die Vergleiche mit dem Menschen, das ich es bestimmt auch >nicht mögen würde wenn man mir etwas in die Nase sprüht wenn ich lauter >rede, o.ä.

Dazu fällt mir nur ein:

Was Du nicht willst, das man Dir tu, das füg' auch keinem anderen zu!


LG
brana