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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : "Dritthund" ja/nein



Nadja
03.12.2005, 16:32
Hallo,

ich bin neu hier und habe gleich mal eine Frage an die Profis unter euch.
Ich habe 2 Hunde, einen 8 Jahre alten Rüden und einen 9 Monate alten Rüden.
Nun hat unser alter Rüde auf seine alten Tage doch noch die Gelegenheit zum Decken gehabt und prompt ist die Hündin auch trächtig.
Wir würden gern einen Welpen nehmen, einfach auch um einen Nachkommen von unserem "Alten" zu haben. Nun stellt sich die Frage ob das gut gehen kann. Was wäre besser? Eine Hündin oder einen Rüden oder gar keinen?? Macht es hinsichtlich der Rangordnungskämpfe einen Unterschied, ob ein kastrierter Rüde oder eine kastrierte Hündin dann im Rudel ist. Sollten wir uns entschließen einen Welpen zu nehmen, würden wir diesen ja kastrieren lassen. Macht es da einen Unterschied ob ein Rüde vor der Pubertät kastriert wird oder die Hündin?? da unser Alter sicher nicht mehr ewig lebt, muß also der junge Rüde dann mit dem neuen Rudelmitglied auskommen.
Über fachkundige Ratschläge wäre ich sehr dankbar.
Nadja sagt schon mal Danke:bow:

claubi
03.12.2005, 17:05
Hallo Nadja,

tschuldigung, hier kommt jetzt k e i n Expertenratschlag, ich hab nur nochmal ein paar Fragen.
Wieso willst du denn den Welpen gleich kastrieren lassen?
Ist einer deiner jetzigen Rüden kastriert?
Vertragen die beiden sich?
Ist der jüngere auch als Welpe zu euch gekommen?
Also, ich hab selbst eine Hündin, die sehr abwehrend auf Welpen reagiert, was aber gar nicht so selten ist.
Rüden sind , wie ich gehört hab, toleranter gegenüber Welpen.

Fragende Grüße
Claudia

Nadja
03.12.2005, 18:53
Hallo Nadja,

tschuldigung, hier kommt jetzt k e i n Expertenratschlag, ich hab nur nochmal ein paar Fragen.
Wieso willst du denn den Welpen gleich kastrieren lassen?
Ist einer deiner jetzigen Rüden kastriert?
Vertragen die beiden sich?
Ist der jüngere auch als Welpe zu euch gekommen?
Also, ich hab selbst eine Hündin, die sehr abwehrend auf Welpen reagiert, was aber gar nicht so selten ist.
Rüden sind , wie ich gehört hab, toleranter gegenüber Welpen.

Fragende Grüße
Claudia

Hallo Claudia,
zu deinen Fragen:
Wieso willst du denn den Welpen gleich kastrieren lassen? Damit sich keine geschlechtsspezifischen Gerüche bilden können.
Ist einer deiner jetzigen Rüden kastriert? Nein.
Vertragen die beiden sich? Es geht so;) Noch ist der Alte der Chef, aber der Kleine sägt schon am Stuhl:D
Ist der jüngere auch als Welpe zu euch gekommen? Ja.

Ja, Rüden sind im allgemeinen wohl toleranter gegenüber Welpen. Das Problem ist nur, das die auch mal groß werden:eek: Wir haben eben keine Lust auf dieses Rangordnungsgehacke:0( So haben wir uns gedacht, wenn wir den Welpen gleich kastrieren würden, gibt es diese Probleme nicht. Die Frage ist eben, ist es dann egal ob Rüde oder Zicke dazuholen.
Nadja

Morkwai
04.12.2005, 09:15
Hallo Nadja,

die Frage ist, wovor genau hast Du Angst??

Morkwai

Nara
04.12.2005, 09:31
Hallo

Vorher kann man das nicht immer so genau sagen..
Drei Rüden können gut gehen,muß aber nicht..Eine Hündin hinzu,könnte besser sein,muß aber nicht..

Meine frage wäre,ist der Junge Hund schon so weit erzogen,das man sich noch mit einem dritten beschäftigen kann..
Wie sieht es mit der Rangfolge aus??Wenn der kleine jetzt schon am Stuhl sägt,was pasiert wenn der nächste z.b Rüde jetzt hinzu kommt??
Die Rangordnung vielleicht noch nicht ganz ausgefochten ist??
Das könnte ernsthafte Probleme geben..

Ich selber bin der Meinung bei zwei Gleichgeschlechtlichen,das wenigsten 2,5 Jahre dazwischen sein sollten..
Ich habe im Bekanntenkreis heftigste Rangeleien bei Hunden erlebt die im alter so weit auseinander waren wie deine jüngsten es dann wären..

Mit Hündinnen gibt es im eigenen Rudel weniger Probleme,was dann kommen könnte,wäre eben die Hitze,die den Rüden zu schaffen machen würde..
Das zweite könnte ausserhalb kommen,ich habe Rüde und Hündin,mein Rüde mag nicht jeden Rüden,meine Hündin nicht jede Hündin,das heißt mit anderen Hunden laufen lassen,außer denen die sie von klein auf kennen,unmöglich..
Ich laufe deshalb viel getrennt,damit beide andere Sozialkontakte Pflegen können..

Du siehst es kann so viel passieren,was man vorher nicht wissen kann..
Jeder Hund ist da sowieso anders..

Für mich kann ich nur sagen,zwei Hunde reichen,drei wäre mir einer zu viel..
Je nach größe,muß ich mit allen klar kommen,und bei zwei Ausgewachsenen großen Hunden habe ich genug zu tun..

Um welche Rassen würde es sich denn bei dir handeln??



SChöne grüße

Nadja
04.12.2005, 10:39
Der Alte ist ein Bullmastiff und der kleine ein Dogo Canario.
Ich dachte ja auch, den Welpen kastrieren zu lassen, damit er für die anderen "neutral" riecht und in der Rangfolge nicht die Rolle spielt.
Ich weiß nur nicht, ob das klappen kann.
Nadja

cheroks
04.12.2005, 15:51
Hallo Nadja,
also ich würde erst mal mit der Einstellung heran gehen, möglichst KEINEN kastrieren zu lassen, wenn es nicht einen wirklich GUTEN (medizinischen) Grund dafür gibt. Meiner Meinung nach sollte man keinen Hund kastrieren, solange er nicht voll entwickelt ist - nicht nur körperlich sondern auch geistig! Wenn dir das zu anstrengend wird, belasse es lieber bei deinen 2 Rüden - denn es wird anstrengend (ich habe 2 Rüden und 2 Hündinnen und wohne noch mit zwei weiteren Rüden zusammen);) !

Bei zwei Rüden kann es mit einer intakten Hündin Probleme um die Läufigkeit herum geben. Auch zwei sich sehr nahestehende Rüden können dann zu Konkurrenten werden. Die Läufigkeit ist anstrengend! Man muss die Hunde getrennt halten und aufpassen wie ein Luchs! Auch können die Rüden vermehrt Aggressionsverhalten gegen andere Hunde zeigen, wenn sie eine intakte Hündin im Rudel haben, die es zu verteidigen gilt.

Drei Rüden kann durchaus gut gehen, wenn man da schon im Vorwege ein bisschen managed. Hier muss man allerdings Fingerspitzengefühl haben und auch ein bisschen Wissen um Hundeverhalten, was die Hunde miteinander regeln dürfen und müssen und was nicht.

Bedenke, dass der Altersunterschied von deinem jetzt 9 Monate alten Rüden zu dem neuem Welpen gering ist - zwei sich ebenbürtige Rüden geraten schneller in Konkurrenz.

Auf jeden Fall solltest du genau überlegen, ob du der Aufgabe auch gewachsen bist und einige Einschränkungen in Kauf nehmen willst! Dein alter Hund wird vielleicht bald nicht mehr so können, wie die Jungspunde - hast du die Zeit dem "Alten" dann auch noch gerecht zu werden? Mit zwei Hunden kann man noch fast überall hingehen - mit drei (grossen) Hunden wird es schon schwieriger... (hast du ein grosses Auto?)

Ich habe mir immer dann einen weiteren Hund dazu geholt, wenn die anderen sozusagen "rund laufen". Meine Hündin war 3 Jahre alt, als die zwei Rüden mit dazu kamen - meine Rüden waren 2,5 Jahre alt, als meine Hündin einzog. So hatte ich Zeit, dem Neuzugang alle Aufmerksamkeit zu geben, die er braucht.

Ich breue keinen einzigen Hund! Aber dennoch war es mit 2 Hunden um einiges unkomplizierter.

lg tina

Mondwölfin
07.12.2005, 13:40
Hallo Nadja!

Schließe mich Cheroks vollkommen an!

Leider nimmt die Mehrfachhundehaltung hier in Deutschland immer mehr zu, wie ich zu meinem Bedauern feststellen mußte hauptsächlich bei denen die kaum eine Ahnung von Rudelhaltung haben.

Einen Rüden vor der Geschlechtsreife zu kastrieren ist nicht ratsam. Wissenschaftliche Studien haben bewiesen, das bis zu 70 % der Rüden danach wie läufige Hündinnen riechen. Eine unmögliche Streßsituation beginnt für den Hund. Außerdem wird er sich im Wesen niemals voll entwickeln.

Außerdem ist nicht gesagt, dass die Kastration verhindert, dass der Hund in der Rangordnung dort bleibt wo er jetzt ist!
Außerdem ist eine Kastration nach § 6 Abs.1 Satz 1 des Tierschutzgesetzes ohne eindeutige medizinische Indikation verboten.

Ich selbst habe zwei große Hunde. Einen Bernhardiner-Collie Mix, jetzt 5 1/2 Jahre und eine Landseerhündin bald 2 Jahre.
Beide nicht kastriert.
Meine Hündin haben wir wie Du siehst erst nachdem mein Rüde 3 Jahre alt war zu uns genommen.

Ausserdem kommen bei zwei Hunden erst schon mal genügend Probleme auf einen zu......
Und du darfst eines nicht vergessen, wenn Du mit mehreren Hunden unterwegs bist, sind andere Hundebegegnungen mit Vorsicht zu genießen, da zwei bereits ein kleines Rudel bilden. Auch hier gibt es schon für den Halter wichtige Regeln zu beachten bei einem Kontakt. Du darfst z.B. niemals all Deine Hunde sofort zu einem einzigen lassen, sondern nur nacheinander, damit der einzelne die Gelegenheit hat, sie nacheinander und vorallem getrennt voneinander kennenzulerne. Denn nicht jeder kann jeden riechen !!Zudem müssen Deine Hunde außerordentlich gut sozialisiert sein und dich voll und ganz ans Oberstes Glied akzeptieren, damit es im Falle einer Auseinandersetzung nicht dazu kommt, daß Deine selbständig eine Kampfgemeinschaft bilden.
Das kann böse ausgehen!!!

Erkundige Dich am besten selbst bei Fachleuten z.B. www.der-gnadenhof.de Frau Rohn über die Problematik der Mehrfachhundehaltung!!!!

Aber nur aus dem Grund, dass man gern einen Ableger von seinem Süßen haben würde (würde ich auch furchtbar gern) würde ich so schnell keinen dritten bei mir aufnehmen.

Liebe Grüße

Mondwölfin