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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Gerhard´s 40te: Der Wasserhund und der Schildbürgerstreich



Gerhard
02.12.2005, 17:35
Für Jeanine, die sich eine Geschichte von mir wünscht.

In Gerhard´s 33te "Der Dreckshund" wies ich am Ende auf meinen Wasserhund hin. Und hier ist die Kurzgeschichte dazu: Da mein Hund so gerne ins Wasser ging, wanderte ich täglich mit ihm an einem Weserkanal entlang. Der Kanal ist in der Mitte acht Meter tief und wird von den Anglern gerne besucht, da sich an seinen Rändern Aale und grosse, mehrjährige Karpfen aufhalten. Ab und zu fischte mein Hund grosse Wollhandkrabben aus dem Kanal. Er konnte damit zwar nichts anfangen, aber nun setzten sich Graureiher auf seine Spur. Nachdem mir der Hund jede einzelne Wollhandkrabbe zu Füssen gelegt hatte, kam es mit der Zeit so weit, dass die Graureiher (schöne Tiere mit aussergewöhnlichen Schreien) ihre Scheu ablegten und sich das so gefundene Fressen einverleibten.

Das ging solange gut, bis ich Ärger mit einigen Anglern bekam. Die meinten nämlich, dass mein Hund Aale fangen würde. Ich zeigte denen herumliegende Reste der von den Graureihern verspeisten Krabben. Das nützte nicht viel. Ich versprach Besserung. Und so gewöhnte ich dem Hund an, die von einer Kanalbrücke aus in die Kanalmitte versenkten lebensgrosse Gummipuppen aus dem Wasser zu holen. Diese Gummipuppen bestehen aus mehreren Segmenten, die mit Wasser in unterschiedlicher Menge befüllt werden können; Lieferfirma ist eine Unterfirma der Johanniter Unfallhilfe. Die Puppen wurden anfänglich nur mit so viel Wasser gefüllt, dass sie gerade unter der Wasseroberfläche schwammen. Mit der Zeit wurde die Befüllung so vorangetrieben, dass die Puppen auf dem acht Meter tiefen Grund lagen. Abgesehen von einigen Ausfällen schaffte der Hund die Puppen auch aus dieser Tiefe.

Das ging solange gut, bis ein 12-jähriger Junge, der meinen Hund vom Kanalrand aus ins Wasser springen und bis zur Kanalmitte schwimmen und dann abtauchen und nicht mehr auftauchen sah, von der Brücke aus, auf der er gerade mit dem Fahrrad fuhr, in den Kanal sprang, mit der Absicht, den Hund zu retten. Der Hund war nach kurzer Zeit wieder an der Wasseroberfläche, in seinem Fang die Puppe schleppend. Wo aber blieb der Junge? Als der endlich gerettet und zu seinen Eltern gebracht worden war, gelobte ich mir in meinem Schreck, diesen Sport nicht weiter zu betreiben. Von da an ging ich mit den Hund wieder in die Wälder, besser gesagt, in die Moorwälder, damit der Hund auch mal ins Feuchte kommt. Hier in Niedersachsen werden durch Renaturierung trockene Moore in Feuchtgebiete verwandelt, in denen sich die Tsetse-Fliegen ansiedeln, die die Malaria und die Schlafkrankheit verbreiten. Noch vor 50 Jahren wurden in Schleswig-Holstein die entsprechenden Moore trocken gelegt, so dass es dann dort keine Tropenkrankheiten mehr gab. Niedersachsen geht den umgekehrten Weg. Schildbürgerstreich, herzlich willkommen.

gustl12
03.12.2005, 12:39
Hallo Gerhard!
Ich bin mir nicht sicher,ob ich Dich kürzlich in Berlin auf einen Kongreß gesehen habe.Bist Du der Präsident des Verbandes Deutscher Rettungshunde e.V. und der Association of the American Rescue Dogs und anderer Weltweiter Rettungshunverbände? Wenn ja dann bist Du doch auch Ehrenbürger von Deutschland, den USA Peru und sonstigen Staaten, wie ich auf drem Kongreß erfahren habe. Gehört Dir die 111 Group und damit die Sikorsky Flugzeugwerke in den USA? Ich bin Spezialist für Hubschrauber und suche dringend eine Arbeit.
Dein Gustl

Thomas
03.12.2005, 16:14
Servus Gustl,

wenn Du Arbeit suchst, kann ich Dir vielleicht auch helfen. Ich bin Oberkommandeur der US AirForce. Zufälligerweise ist gerade ein Job freigeworden. Du müßtest die Rotorblätter der Einsatzhubschrauber abstauben. Interessiert? Müßtest allerdings nach Colorado übersiedeln. Wenn Du lieber in Europa bleiben willst, dann hätte ich vielleicht auch nen Job in Italien für Dich. Mein Onkel ist ja dieses Jahr Papst geworden, von daher hätte ich gute Kontakte zu Schweizer Garde. Die suchen derzeit auch nen Hubschrauber-Reifenaufpumper. Bewerbung bitte an jobs@vatikan.va
Ich ruf gleich mal den Josef an und leg ein gutes Wort für Dich ein...

Gruß
Thomas

gustl12
03.12.2005, 17:05
Hallo Thomas!
Ein Oberkommandeuer kann keine Leute einstellen.Der Gerhard schaut im richtigen Leben so aus, wie auf einer von Ihnen genannten Internetadresse, die da lautet www.111group. com Und die schaut nach Arbeitgeber aus.
Gustel

Gerhard
03.12.2005, 19:04
Lieber Gustl12,

ich bin gerade auf einem Flug nach Uebersee, als mir Mails gemeldet werden, die auf meinen Beitrag mit dem Wasserhund antworteten. Ich selbst stelle keine Mitarbeiter an, dafuer sind die Personalabteilungen da. Da wir uns aber gerade an einem sueddeutschen Flughafen beteiligen wollen, empfehle ich Dir, Deine Bewerbung an die Adresse auf der Internetseite anzugeben, die Du angesprochen hast. Vergesse bitte nicht, anzugeben, was fuer einen Hund Du hast.

Gerhard