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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : nächtlicher Ausreisser



Phan Duy
16.09.2002, 13:49
Hi, wir haben einen Hovi-Rüden, wird diese Woche ein Jahr alt.
Charaktermäßig das blanke Schmusetier, kann gar nicht genug Streicheleinheiten (von allen Leuten abbekommen). Mag besonders Kinder und verträgt sich prima mit anderen Hunden.
Kann sich überall im Grundstück frei bewegen. Bellt tagsüber eigentlich NIE und meldet nachts nur selten (ca 2 Mal mit 4,5 mal Wau-Wau).
Seitdem er jetzt ein "richtiger" Mann ist, büxt er nachts/gegen morgen öfters aus! Er buddelt oder klettert( selbst gesehen)!
Bei uns gibts viele Rüden und nur vereinzelt Hündinnen. Will er die vielleicht besuchen? Wir haben ihn bisher immer wieder eingefangen, aber nie vor der Tür einer bestimmten Dame
Könnte eine Kastration hier Abhilfe schaffen?

Maggie_HH
16.09.2002, 17:10
ich denke schon, dass eine kastration abhilfe schaffen würde, allerdings nur wenn das ausbüxen was mit den hündinnen zu tun hat, denn dann ist es ja sexualmotiviert. warte damit dann aber nicht zu lange, denn sonst kann sich das verhalten festigen und dann bringt eine kastration nix mehr.
Juliane

cheroks
16.09.2002, 17:23
Hallo Phan Duy,
anstatt deinen Hund kastrieren zu lassen, kannst du das Geld auch in einen hundesicheren Zaun investieren! Wenn dein Hund die Möglichkeit hat seine Umgebung näher zu erkunden, nimmt er sie auch war, wenn ihn nichts daran hindert. Eine Kastration nur aus diesem Grunde wäre ein unnötiger Eingriff, wenn er doch so verträglich ist.
Lieber Gruß

igelchen
16.09.2002, 17:57
Hallo Phan Duy!

Ich denke, Du schießt mit Kanonen auf Spatzen, wenn Du Deinen Hovi-Rüden aus diesem Grund kastrieren lässt!! Eine Kastration ist ein schwerer Eingriff und eigentlich nur aus medizinischer Indikation gerechtfertigt, d.h. wenn für Deinen Hund gesundheitliche Schäden folgen, wenn er nicht kastriert wird. Ich denke auch nicht, dass das Problem durch eine Kastration gelöst werden kann - Du schreibst doch selbst, dass ihr keine sexuelle Motivation (Besuch der Hündin) erkennen könnt.

Überlege Dir doch mal genauer, warum Dein Hund ausbüchst. Du schreibst, er geht mit Vorliebe nachts bzw. am frühen Morgen stiften. Ist er denn nachts alleine im Garten? Schläft er immer dort, z.B. in einem Zwinger? In welchen Situationen büchst er aus, z.B. bei bestimmten äußeren Reizen? Und wie verhaltet ihr euch daraufhin? Wie reagiert ihr, wenn ihr ihn "abholt"? Vielleicht fühlt er sich allein oder es ist ihm langweilig? Wenn er ausbüxt, fängt das ganze Rudel an, ihn zu suchen - das ist doch toll, so viel Aufmerksamkeit! Wie lange macht er das denn schon? Vielleicht ist ja im Moment auch eine Hündin in der Umgebung heiß?
Meine drei Hunde sind normalerweise nie alleine im Garten. Und solange sie nicht alleine sind und auch keine extremen äußeren Reize vorhanden sind, würden sie unseren Garten auch nie verlassen. (Unser Garten ist sowieso ausbruchsicher, aber z.B. der meiner Eltern nicht und da sind wir auch ziemlich oft.) Sobald allerdings einer meiner Hunde ganz alleine im Garten meiner Eltern ist und niemand sich mit ihm beschäftigt, hüpft er rüber zu den Nachbarn und besucht den Nachbarshund, um mit dem zu spielen.

Ansonsten kann ich mich cheroks nur anschließen: Ein ordentlicher Zaun MUSS für den Hund UNÜBERWINDBAR sein!! Egal ob durch Buddeln oder Klettern - er sollte nicht auf die andere Zaunseite kommen können!!

Viele Grüße
Igelchen

Wheatenmummy39
16.09.2002, 19:37
Hallo Phan,

eine Kastration bringt in Deinem Fall nichts. Du musst wirklich den Zaun hundesicher bauen.

Ich denke was Dir helfen würde wäre ein zweiter Hund. Denn der Grund das Dein Hund abhaut ist einfach die Einsamkeit, alleine im Garten ist ihm langweilig.


Sei lieb gegrüsst

Anja und ihre 2 Wheatenteddys

Chaostruppe
16.09.2002, 23:33
eine Kastration würde mit Sicherheit Abhilfe schaffen! Da kann ich mich Juliane nur anschließen! Er ist noch jung genug um eine Verhaltensänderung durch Kastration zu bewirken, und wenn er keine Welpen produzieren soll, ist dies bestimmt auf jeden Fall die allerbeste Lösung.
Ich kenne einen Hund, der genauso gerne ausgebüchst ist, und er ist sogar noch ausgiebig streunen gegangen. Er wurde mit etwas über einem Jahr kastriert, und seine Ausflüge waren schlagartig vorbei! Er ist heute ein super erzogener, friedlicher und sehr angenehmer Hund! (Ich treffe ihn recht häufig) Und er hat nichtmal Fett angesetzt!
Wenn er also keine Welpen haben soll, würde ich nicht lange überlegen! Übrigens werden alle Blindenhunde, etc. auch frühzeitig kastriert, weil sie zuverlässig seim müssen, und ein wie auch immer geartetes Fehlverhalten durch sexuelle Motivation nicht toleriert werden kann, und auch nicht erwünscht ist.
Liebe Grüße,
Andrea

Phan Duy
17.09.2002, 13:45
Danke für die vielen Tips.
Ich werde gründlich überlegen und auch noch die Meinung unseres Docs einholen.
Ich neige mehr zu Chaostruppe, weil das Problem exakt mit dem "Beinchenheben" begann und Sammy auch ständig mit der Pflege seiner männlichen Gerätschaften beschäftigt ist.
Sowie man ihn nur ein bißchen streichelt, fährt er sein Ding auch sofort aus. Und er ist richtig "Süchtig" nach Streicheleinheiten, im Viertel als "Kuschelhund" bekannt!
Aber, wie gesagt, entschieden habe ich mich noch nicht!