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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Des Waldes verwiesen...



Grille
26.11.2005, 17:46
ich werde immer wieder von einem Privatwaldbesitzer/Jäger aus dem Wald gewiesen. Ich gehe mit meinem Hund dort die Wege entlang und auch über brachgelegte Wiesen. Mein Hund ist immer angeleint! Es ist meist so um 14.00 bis 16.00 Uhr.
Weiß denn jemand definitiv ob mann sich das gefallen lassen muß ?

Samuel
26.11.2005, 18:36
Hi Grille!

Leider schreibst du nicht wo du herkommst, denn solche Dinge sind in den Landeswaldgesetzen geregelt.
Selbst schuld jetzt mußt du selber suchen.;)
Hier der Link: http://www.baumpruefung.de/Neuer_Ordner/bundeslaender_2.html

LG

Christian

Hovi
26.11.2005, 19:44
Ähem... es gibt aber KEIN Landeswaldgesetz, das das Betreten des Waldes mit ANGELEINTEM Hund verbietet!

Da ist bestenfalls geregelt, wann und wo Anleinpflicht herrscht.

Zur Anleinpflicht kannst Du Dich auch an euer regionales Forstamt wenden, die erteilen da Auskünfte.

LG
Claudia

Samuel
27.11.2005, 00:26
es gibt aber KEIN Landeswaldgesetz, das das Betreten des Waldes mit ANGELEINTEM Hund verbietet!

Nicht wegen des Hundes... aber es gibt Situationen und/oder Bereiche für die Einschränkungen oder Verbote gelten können.
Am einfachsten wäre es natürlich die betreffende Person selbst zu fragen wie die Begründung ausschaut.

LG

Christian

OESFUN
27.11.2005, 10:42
ich werde immer wieder von einem Privatwaldbesitzer/Jäger aus dem Wald gewiesen. Ich gehe mit meinem Hund dort die Wege entlang und auch über brachgelegte Wiesen. Mein Hund ist immer angeleint! Es ist meist so um 14.00 bis 16.00 Uhr.
Weiß denn jemand definitiv ob mann sich das gefallen lassen muß ?

Du schreibst Privatwaldbesitzer --- also gehört ihm dieser Wald ??? Wenn es sich nicht um ein öffentliches Waldgebiet handelt, mag es durchaus so sein, das er dich seines Privatgrundstückes verweisen kann

LG Birgit

billymoppel
27.11.2005, 16:55
hallo birgit,

für grundstücke im außenbereich gelten völlig andere regeln (egal, ob für feld, wiese ode wald, selbst für gärten) als für hausgrundstücke. wald ist bis auf wenige ausnahmen (teile von nationalparks, einige staatsforste etc.) fast ausschließlich in deutschland in privatbesitz.
da hat man kein hausrecht im üblichen sinne, es sei denn, wie von samuel erwähnt, übergeordnete interessen (naturschutz, sicherheit, wirtschaftliche nutzung) sprächen dagegen.
als waldbesitzer hat man in der regel deshalb überhaupt nichts zu kamellen: der förster, der naturschutz - alle haben mehr zu sagen, man muss sogar die jagdpacht erteilen (oder das jagdrecht selbst ausüben), auch wenn man gar nicht möchte, dass gejagt wird. und verdienen tut man auch nichts - weswegen wald quasi verschenkt wird. (ich hätte da auch noch ein paar ererbte hektar :D)

OESFUN
27.11.2005, 19:37
Hmmm ---- bei uns in der Nähe liegt am Rande eines grossen Landschaftsschutzgebietes ein auch sehr grosses Privatgrundstück und dort ist das Betreten verboten , könnte man , wenn man es nicht weiss, auch glauben, es gehört zum o.g. Gebiet . Wurde schon mehrfach bei "meinungsverschiedenheiten" die Polizei gerufen und erteilte immer die Auskunft, das das Betreten von Privatgrundstücken nicht erlaubt ist, es müsse auch nicht vollständig eingezäunt sein, schon das aufstellen von Schildern an den Grundstücksgrenzen reiche als Hinweis ....... soll ich da der staatsgewalt nicht glauben ????

LG Birgit

billymoppel
27.11.2005, 22:44
nun, wer weiß, welche besonderen gegebenheiten da vorliegen. der normalfall ist das nicht. und das landschaftsschutzgebiet ist mit sicherheit auch in privatbesitz - und da kann und wird dich keiner hindern.

OESFUN
28.11.2005, 09:47
Wie ich geschrieben habe, geht es nicht um das Landschaftsschutzgebiet, aber das Privatgelände grenzt direkt daran und ist nicht eingezäunt und riesengross, lediglich alle paar hundert Meter weisen Schilder darauf hin, das es sich um ein Privatgelände handelt / betreten verboten ........

Mag doch sein, das es in dem obigen Fall auch so ist ???

LG Birgit

Grille
28.11.2005, 11:35
Also wir sind hier in Sachsen, das Gelände ist nicht eingezäunt und auch nicht ausgeschildert. Es gehört auch nicht zum Landschaftsschutzgebiet. Der Herr dem es gehört ist en fanatischer Jäger... Lichtungen sind hier mit einer Menge Hochsitze "gespickt", dass man sich vorkommt wie auf dem Schießstand. Seine letzte Begründung hieß; er wolle mich ja nicht ausversehen erschießen... Für Sonntag Nachmittag ca.15.00 (es war der erste Advent) fand ich das doch heftig!
Danke für Eure rege Beteiligung und die guten Hinweise!