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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Gerhard´s 33te: Der Dreckshund



Gerhard
16.11.2005, 11:08
Eine meiner Hündinnen, die ich vor eineinhalb Jahren im Alter von fünf Jahren übernommen habe, hielt sich immer so sauber wie gekocht. Nie stieg sie ins Wasser - ob Bach oder Fluss oder Abzugsgraben oder Pfütze. Selbst als es im Sommer letzten Jahres so heiss wurde, dass man dem Tier ansah, dass es leidet, blieb die Hündin dem Wasser fern.

In diesem Jahr war das anders. Am ersten Tag der ersten Hitzeperiode war die Hündin plötzlich weg. Nicht mehr auffindbar. Das bedeutet für mich, entweder an Ort und Stelle zu warten, bis das Tier wieder auftaucht oder am Auto zu warten, bis die Gnädige ihren Ausflug beendet hat. Ich wartete an Ort und Stelle. Nach etwa zehn Minuten tat sich in meiner Umgebung etwas. Die Hündin kam zwischen dem Schilf aus einem Graben hervor. Nass und total mit Moorwasser verdreckt.

Die Hündin hatte offensichtlich über ein Jahre benötigt, bis sie das Verbot der Vorbesitzer ignorierte, nicht ins Wasser zu gehen. Ich war stolz darüber, dass das Tier nun endlich normal reagierte und sagte, wie üblich, keinen Ton. Das beste, was ich dann tun konnte, war, mich mit dem Tier an den nahen Fluss zu begeben. Dort stieg die Hündin dann in die Fluten und verharrte dort. Nach zehn Minuten kam sie aus dem Fluss heraus. Nass aber sauber. Ab diesem Zeitpunkt hatte ich eine Hündin, die sich immer, wenn sich die Gelegenheit bot, ins Wasser stieg: mein Wasserhund. Aber das ist eine andere Geschichte.

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Ich begrüsse meine neuen Mitarbeiterinnen, die sich ab Dezember um meine 85-jährige Mutter kümmern: Frau Sandra Padgett und Frau Janin Godburn, beide sind vor kurzem aus den Staaten zurück gekehrt. Ich begrüsse auch deren Kinder und deren Hunde. Sie sind mir alle willkommen.