PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Mary



Berit
14.09.2002, 13:51
Obwohl wir Mary schon am 23. Februar haben einschläfern lassen, bin ich immer noch sehr traurig. Sie wäre am 18. Mai 8 Jahre alt geworden. Trotz unserer beiden Neuzugänge Klara und Pauline vermissen wir sie sehr. Sie war vorher nie krank gewesen und dann fing sie plötzlich im Oktober mit Durchfall an. Als ich sie wimmernd auf der Katzentoilette gesehen habe, wußte ich, dass es ernst war, obwohl ich es mir immer wieder auszureden versuchte. Sie veränderte sich danach, kam uns traurig vor, lag plötzlich allein in einer Ecke auf dem Boden. Wir waren so oft beim Tierarzt. Bei ihr war ein FIV-Test einmal positiv gewesen, aber bei zwei Wiederholungen war er wieder negativ. Blut-, Urin-Proben, fast eine Woche Tierklinik in Du-Kaiserberg brachten keinen eindeutigen Befund. Mal waren es Spulwürmer, mal Giardien, aber kein Medikament half. Als sie aus der Tierklinik kam, war sie völlig apathisch. 2 Tage vor Ihrem Tod - sie wog nur noch 1,9 kg und wollte kaum noch fressen - wurde sie plötzlich noch Mal munter, wollte mitten in der Nacht unbedingt raus. Ich habe sie gelassen, weil es ihr den ganzen Tag über erstaunlich gut ging - sie hatte sogar etwas gefressen. Sie war die ganze Nacht weg, am nächsten Morgen musste ich sie über den Zaun aus Nachbars Garten holen - sie konnte es nicht mehr allein. Aber sie wollte unbedingt den ganzen Tag auf der Terrasse in der Sonne liegen. Ich habe sie gelassen. Am nächsten Morgen war sie dann völlig apathisch, fiel ständig um. Die TÄ zeigte mir die unterschiedlich großen Pupillen und erklärte, dass das auf einen Hirntumor hindeuten würde. Außerdem war ihren Nickhäute schneeweiß, was auf innere Blutungen schließen ließ. Ich konnte die Entscheidung an diesem Tag noch nicht fällen und habe ihr eine Infusion geben lassen. Fast den ganzen Tag haben wir sie abwechselnd auf dem Arm gehabt und mit ihr geredet. Aber es hatte keinen Sinn mehr - am nächsten Tag haben wir sie dann einschläfern lassen.
Dass sie raus wollte ist für mich ein Zeichen, dass sie wußte, dass das ihre letzte Chance war, noch Mal durchs Revier zu streifen. Sie wußte, dass sie sterben würde.

Sie fehlt uns so sehr!!!!!

Berit

P.S. Bei der Betäubungsspritze vor dem eigentlichen Einschläfern mußte sie sich noch zweimal unter heftigen Krämpfen übergeben - sie ist nicht friedlich eingeschlafen!! Passiert so etwas häufiger oder hat die TÄ etwas falsch gemacht?

Tiggerbaby
14.09.2002, 16:51
Hallo Berit,

ich kann Dich gut verstehen, daß Du um Mary, nach nunmehr einem halben Jahr, immer noch trauerst. Es gibt soviele kleine Momente im Leben in denen man immer wieder an Sie denken muß. Viele können es nicht verstehen, daß unsere Fellmonster ein Teil der Familie sind. Ich finde es schade, daß diese Leute kein/kaum Verständinis für unsere Trauer haben.

Es war von Dir eine schöne Geste, daß Sie ein letztesmal durch Ihr Revier streifen durfte. Sie wußte das Ihre Zeit gekommen war. Sammy ging es ähnlich. Wenn Sie krank war, zog Sie sich in Ihr Versteck zurück. Die letzten Tage suchte Sie intensiv unsere Nähe und ging nicht mehr in Ihr Versteck zurück.


traurige Grüße

Martin & Tiggerbaby



Zu Deiner Frage: Die TÄ hat bestimmt nichts falsch gemacht. Bevor Sammy betäubt (?) wurde, teilte unsere TÄ mit das die Möglichkeit besteht, daß Sie sich vielleicht übergeben muß. Sammy hatte einen kleinen Würgreiz, aber keine heftigen Krämpfe, so wie Du sie schilderst. Dies ist sicherlich von Katze zu Katze unterschiedlich.

Berit
15.09.2002, 13:06
Danke für Eure Antwort!

Ich habe die Geschichte um Sammy und Tiggerbaby hier verfolgt und wüncshe Euch alles Gute!!!

Berit