PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Hunde denen man das Jagen nicht abgewöhnen kann?



rondra
02.11.2005, 18:14
Hallo,

gibt es wirklich Hunde, denen man den Jagdtrieb nicht abgewöhnen kann?
Ich übe mit Laika (Schäferhundmix) seit nun mehr 1 Jahr. Sie ist nun 3 Jahre alt. Letztes Jahr haben wir sie vom Tierheim übernommen.
Ihr Grundgehorsam ist recht gut. Die BGVP haben wir bereits gemacht. - Der Jagdtrieb ist aber nicht zu bändigen. Selbst nach einem Jahr Hundeschule ist keine Besserung in Sicht. Zu Hause haben wir verschiedene Trainingsmethoden ausprobiert. Aber ohne Leine kann ich mit Ihr nicht unterwegs. Auch im Garten muß sie an die Hofleine trotz Zaun.
Folgende Trainingsmethoden haben wir probiert oder wenden wir immer noch an. Teilweise kombiniert:
Schäpperdose, Wurfkette, Langleine, Spielzeug, Leckerlis.
Auch haben wir geziehltes Aufmerksamkeitstraining gemacht, bzw. mache ich bei den Spatziergängen.

Über ein Sprühhalsband habe ich bereits nachgedacht, aber es auf Verdacht zu kaufen, ohne das einer unserer Trainer mit der Anwendung wirklich Erfahrungen hat, ist es mir einfach zu teuer.

- Es ist nicht so, dass sie kein Klasse Hund ist. Im Gegenteil. Ich bin eigentlich stolz drauf, was wir schon alles geschafft haben.

Ich vermutet das ihr starker Jagdtrieb eventuell auch damit zusammenhängt, dass sie in Ihrer vorherigen Familie nie nach draußen kam so das sich selbst die Muskulatur zurückgebildet hat.
Nun ist sie aber fit wie ein Turnschuh und hat ein umfangreiches Beschäftigungsprogramm.

Auf das Thema komme ich eigentlich, da sie mir gestern mal wieder abgehauen ist. Ich hatte sie auf einen eingezäunten Platz abgeleint. Sie hat 2 Zäune übersprungen und war im über den Wall verschwunden. Sie ist kein Hetzjäger der nur auf Sicht jagt, sondern sucht sich gezielt eine Fährte. Und davon gibt es überall genug.
Sie war über eine Stunde unterwegs bis ich sie wieder hatte. Sie kam sogar einmal zurück, ist aber gleich wieder umgedreht, obwohl ich ihr Wurst hingehalten hatte. Ich bin auch zwischendurch weggegangen in Hoffnung sie bekommt verlustangst und folgt mir, aber Fehlanzeige, nach 15 min. kam sie immer noch nicht nach...

Gibt es wirklich Hunde, denen man den Jagdtrieb nicht abgewöhnen kann? Durch ein vielfälltiges Beschäftigungsangebot ist es zwar etwas besser geworden aber....

Was meint ihr zum Thema?

Gruß
Rondra

danina
02.11.2005, 18:34
Hallo Rondra,

bei Natural Dogmanship macht man sich den Jagdtrieb des Hundes sozusagen zunutze und jagd gemeinsam auf eine festgelegte Beute: einen Futterbeutel. Der Hund bekommt sein ganzes Futter daraus. Wir haben mit diesem Training und der ganzen Erziehungsphilosophie dahinter ganz tolle Erfahrungen gemacht und werden immer besser bei der gemeinsamen Jagd. :) Macht allen einen Riesenspaß und ist sehr vielfältig. Praktische Anleitung von einem entsprechenden Trainer ist hier sehr zu empfehlen.

Solche Erlebnisse wie die, die du schilderst, kannten wir auch. Das kann sehr frustrierend sein...

Alles Gute und viele Grüße,
Nina

Schau doch mal hier: http://www.natural-dogmanship.de/index.php
oder lies eines der Bücher von Jan Nijboer!

rondra
02.11.2005, 19:38
Das klingt wirklich intressant. Werde mir das Buch mal zu Weihnachten wünschen.

Vorallem finde ich es witzig, dass der Mann genau wie der Nachbar meiner Oma heißt :-)

Danke für den Tip. So ähnlich wie die Philosophie auf der Homepage geschrieben steht sehe ich es auch. Daher denke ich, werde ich mich da mal durchlesen. Hatte vorher noch nie davon gehört.

Vielen Dank!!!
Gruß
rondra

danina
02.11.2005, 19:48
Hallo nochmal, Rondra,

wo wohnt denn bitte schön deine Oma?:)

Ich glaube eigentlich nicht, dass es einen zweiten Jan Nijboer in Deutschland gibt. Der ist nämlich eigentlich Holländer. Lustig!

Hier kannst du auch schon mal ein bisschen lesen. Ist zwar eher für Kinder, aber für Erwachsene mindestens genau so interessant. Mit vielen Fotos:
http://www.wissenskarten.de (unter Tiere - Hunde - Hunde allgemein - Hundehaltung / Hundeerziehung - Natural Dogmanship)

Wenn du auf der Seite von Natural Dogmanship (von vorhin) auf "Forum" gehst, kannst du dort auch viel nachlesen oder auch Fragen stellen.

Liebe Grüße,
Nina

rondra
02.11.2005, 20:28
Hallo,

ich bin eine in Deutschland lebende Holländerin. Meine Oma wohnt in der Nähe von Groningen. ;-) - Das ist in Holland ein häufiger Name. Ähnlich wie Meyer in Deutschland. Und Jan... naja, so hieß früher jeder 5. glaube ich. Zumindest irgendwo ein Jan im Doppelnamen... *g*

Die Texte bei Wissenkarten hatte ich irgendwie schon auf der Homepage vom Jan gelesen. In dem Forum war ich noch nicht, aber da werde ich auch noch mal reinschauen.

Vielen Dank
LG
Rondra

danina
02.11.2005, 20:32
Ja, dann ist das mit dem Nachbarnamen ja logisch erklärt! :)

Vielleicht gibt es ja sogar einen ND-Instruktor in deiner Nähe?!

Viele Grüße,
Nina

schulz
03.11.2005, 11:32
Hallo,

du bist nicht allein....
Ich habe das gleiche Problem mit meiner Hündin. Da sie nicht mein erster Hund ist, habe ich Anfangs gedacht, ich bekommes es schon in den Griff. Pustekuchen :man:
Ich habe Luri jetzt ein halbes Jahr. Sie ist jetzt ca. 1 1/2 Jahre alt. Da sie ein ehemaliger Strassenhund aus Spanien ist, hat sie sich früher diesbezüglich wohl ordentlich ausgelebt. Keiner meiner Hunde war so ein "exelenter" Mäusejäger.
Ableinen kann ich sie kaum, da sie sofort nach Hasen, Eichhörnchen usw. ausschau hält. Hat sie die Möglichkeit, läuft sie gleich hinterher. Sie ist dann völlig abgeschaltet und überhört mein Rufen:sn: Sie bleibt zum Glück nicht lange weg, da sie mehr auf Sicht jagd und keine Spuren verfolgt. Es ist sehr lästig.
Mit dem Futterbeutel kann ich sie nicht locken. Leider hat sie gar kein Spieltrieb ( hat sie wohl auch nicht gelernt ) Futter ist für sie genauso Unwichtig wie das Spielen. Sie ist ein richtig harter Brocken...:man:
Sie muß jetzt ( meistens) an der Leine bleiben. Den körperlichen Ausgleich bekommt sie mit dem Radfahren. Da kann sie aber auch nicht ohne Leine laufen...
Ich habe sie aber lieber an der Leine, als sie von der Strasse abkratzen zu müssen. Da ich nicht auf dem Lande wohne, ist es sehr gefährlich den Hund die Möglichkeit zum Jagen zu geben. Deshalb passe ich auf, damit sie keinen Erfolg hat.
Ich glaube, der Jagdtrieb ist bei ihr so groß, daß ich ihr die Jagd niemals abgewöhnen kann.
Mitfühlende Grüße Petra und (möchtegern Jagdhund )Luri

danina
03.11.2005, 13:29
Hallo Petra,

unsere Hunde kommen aus Griechenland und haben beide ebenfalls KEINE Lust am Spielen mit Ball o.ä.. Auch apportieren war bis vor einiger Zeit ein Fremdwort hier und ich dachte, das sei nie möglich.

Du musst das Futterbeuteltraining richtig aufbauen (zum Beispiel den Hund die ersten Tage erstmal nur noch aus dem Beutel füttern, so wird der interessant - und außerdem das GESAMTE Futter über den Beutel verfüttern! Das wird für den Hund irgendwann interessant, besonders, wenn er etwas hungrig ist!).

Dein Hund braucht eine Alternative zu seinem momentanen Verhalten. Du hast die Chance, ihm zu beweisen, dass er mit dir richtig viel Spaß haben und dass er MIT DIR, also im Rudel, jagen kann!

Liebe Grüße,
Nina

rondra
03.11.2005, 17:26
Bälle oder so intressieren Laika auch nicht. Aber spielen tut sie dennoch. Suchspiele, Blätter jagen, u.s.w. auch Intelligenzspiele mag sie gern. Nur mit der Ausdauer klappt es nicht so.
Da sie viel Auslauf braucht habe ich sie auch am Fahrrad. 2x die Woche machen wir seit einem Monat wieder Agility. ( Eine Zeitlang hatte sie keine Lust mehr dazu und macht nicht mit). Mit Fährtenspiele etc. konnte ich den Jagdtrieb nur etwas eingrenzen. Aber kontrollieren kann ich ihn nicht.

Wenn sie eine Fährte hat und nicht an der Leine ist, ist es auch so das Leckerlis überhaupt nicht funktionieren. Aus Wut ist es mir sogar schon passiert, dass ich einen Stock hinter ihr hergeworfen habe und sie ausversehen getroffen habe. - Das merkt sich nicht mal.

Grade weil es so gefährlich ist möchte ich es ja gern in Kontrollierbaren Rahmen bekommen. Wenn sie es schafft zu entwischen ( es gibt wenig sichere Zäune), kommt sie oft geschunden wieder. Zerkratzt von Dornen, oder sie hat sich irgendwas aufgerissen oder so. Wir hatten sogar schonmal, dass wir zum Tierarzt mußten, da sie sich die ganzen Beine aufgeschnitten hatte an Metallschrott. Sie hat trotz ihrer Verletzungen weitergejagt, welches wir an den Blutspuren sehen konnten. Erst zuhause fing sie an zu humpeln.
Die Hunde sind dann ja wie von Sinnen....

Wenn sie so lange wegbleibt wird mir immer schmerzlich bewusst, dass die Bindung immer noch nicht stimmt.

Bin schon echt am überlegen ob ich mich mal bei der Tiernanny oder so anmelde. Da sieht es immer so einfach aus. Innerhalb weniger Tage sind die Probleme gelöst, noch ein bisschen festigen und gut ist... *grrrr* - Sowas ist doch echt frustrierend, oder?
Manchmal stört es mich nicht, dass ich sie nicht von der Leine lassen kann. Aber momentan ist da die Anleinpflicht aufgehoben und wenn ich da die Hunde sehe, die über die Wiese flitzen und sofort abrufbar sind... *schnief*

Vorallem wenn man dann noch vorwürfe zu hören bekommt wie z.B. sei doch konsequenter, scheiß deinen Hund doch mal zusammen, sei nicht so streng mit dem Hund dann kommt er auch, u.s.w. jeder hat sein Patentrezept....

Eure momentan niedergeschlagene
Rondra

danina
03.11.2005, 18:12
Bitte, bitte nicht die "Tiernanny" ....!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Wenn du daran interessiert bist, eure BEZIEHUNG zu verändern, dann musst du dafür Zeit investieren und bereit sein, dich einzulassen auf deinen Hund.
Alles andere ist Rumdokterei an Symptomen, so ähnlich wie Tabletten gegen eine Krankheit geben.
Deinem Hund wirst du damit nicht gerecht und der Erfolg wird vermutlich nicht von Dauer sein.

Nicht den Mut verlieren - es gibt Wege!
Aber keine schnellen Lösungen.

Liebe Grüße,
Nina

rondra
03.11.2005, 19:07
Hallo Danina,

dann musst du dafür Zeit investieren

ja, dass ist doch klar.... mit der Zeit und den Methoden und und und...
doch wie findet man die Methode die passt???? Ich suche keine schnelle Lösung. - Das ist klar. Denn wir trainieren seit 1,5 Jahren. Die BGVP und alles haben wir ja. Nur der Jagdtrieb ist da, da hilft kein noch so gutes Grundgehorsam... - Welche Zeit meinst du? Tipp von meinem Lebensgefährten: Warten bis der Hund alt ist und die Nase nicht mehr funktioniert. - Ist das die Zeit du du meinst? Mein Wuffi ist nun 3,5 Jahre alt. Und keine Methode hat längerfristig gepasst. Ich habe einen Schrank voll Bücher und Videos. Sie ist seit 1,5 Jahren an der Schleppleine und es gibt immer wieder rückschritte und fortschritte. Wenn ich die Leine kürze geht es eine Zeitlang gut, sobald sie einmal gemerkt hat, dass sie weg kann. Dann fangen wir wieder von vorne an und sind Monate zurückgefallen... - Wasserpistole, Wurfkette etc. alles Mist wenn der Hund eine Fährte hat. In die Entgegengesetzte Richtung laufen... - wie weit denn? ... bis nach Hause... 1km....3km.... und dann...?

Ich will nicht unsere Beziehung ändern... aber es muß doch ein Grundsatzfehler vorliegen. Im Grundgehorsam klappt es ja. Da ist die Bindung da. Zuhause super... - Keine Probleme sonst...- Liegt es doch an der Bindung? Oder an etwas anderem? Zuviel Beschäftigung? Doch noch zu wenig? Falsche Beschäftigung? Jedes Buch hat einen anderen Vorschlag, jeder Trainer noch bessere Tipps...


Wenn ich eure Schilderungen höre rennt der Hund kurz ausser sichtweite und ist dann wieder da. Ich kann nach Hause fahren und sie bekommt es gar nicht mit wenn sie jagt...


so ähnlich wie Tabletten gegen eine Krankheit geben
Was soll mir der Satz sagen??? Natürlich nimmt man Tabletten gegen Krankheiten.... (???)

LG
Rondra

danina
03.11.2005, 20:06
Hallo Rondra,

ich wollte dich nicht verärgern. Ist aber deinem Ton nach leider doch passiert. Schade.
Ich kann verstehen, dass die Situation mit deiner Hündin sehr frustrierend für dich ist. Ist sie für deine Hündin auch (sie hat kein Verständis dafür, dass du so instinktlos mit ihr durch die Gegend rennst und NICHT den wohlriechenden Düften folgst:)) - und deshalb wäre es meinem Gefühl nach gut, ihr würdet am "Mensch-Hund-Team" was verändern. Damit IHR BEIDE wieder zufridener werdet!

Du schriebst vorhin, dass die Tiernanny dir reizvoll erscheint, weil das da alles immer so schnell geht. Es geht nie wirklich so schnell, denn schnelle Lösungen sind meiner Meinung nach nie besonders gut, vor allem nicht auf Dauer gesehen. Mit Wurfketten usw. kann man einen Hund wohl traumatisieren und ihm Meideverhalten antrainieren (wenn dies denn funktioniert) - aber es geht um eure Beziehung, um Vertrauen, um Kommunikation, um das Wissen der tatsächlichen Bedürfnisse des Hundes!
Die Jagd wird inszeniert von einem führenden Rudelmitglied. Das bist aber du bzw. solltest es sein! Dein Hund macht aber immer den Anfang der Jagd.
Deshalb gibt es bestimmt einiges, was ihr an eurer Beziehung noch verändern könntet. Antrainierter Grundgehorsam, BGVP usw. haben damit nicht so viel zu tun.

Mit den Tabletten habe ich mich vielleicht nicht eindeutig ausgedrückt, sorry. Ich meinte einfach, dass die meisten "schnellen Lösungen" nur (mehr oder weniger vorübergehend) ein SYMPTOM (z.B. das Jagen) unterdrücken. Wenn dieses Symptom aber für ein Problem in der Mensch-Hund-Beziehung steht, dann wird es sich irgendwann an anderer Stelle anders ausdrücken.

Natürlich meinte ich mit Zeit nicht, so lange zu warten, bis die Nase nciht mehr funktioniert. Glaubst du hoffentlich nicht im Ernst, dass ich hier solche Vorschläge machen würde..?

Scheinbar hast du schon ziemlich viel ausprobiert. Das ist auch für den Hund schwer zu verarbeiten und kann ihn sehr verwirren. Fangt einfach nochmal unvoreingenommen neu an - und habe Geduld mit dir und mit deinem Hund (fällt schwer manchmal, ich weiß!!)

Ich möchte dir wirklich nochmal Natural Dogmanship ans Herz legen. Hier macht man sich den Jagdinstinkt ja sozusagen zum Kapital. Und du lernst seeeeehr viel über deinen Hund und darüber, wie ihr ein noch tolleres Team werden könnt als ihr es jetzt mit Sicherheit schon seid!
Meine Hündin wäre auch allein im Wald zurück geblieben, weil ihr alles andere egal war. Ich hätte auch behauptet, unsere Bindung wäre einwandfrei. War sie aber nicht beim genaueren Hinsehen. Nun werde ich endlich richtig spannend für sie und sie merkt, dass wir zusammen was sehr Essentielles tun: nämlich für das Überleben sorgen (indem wir zusammen auf Futterbeutel-Jagd gehen). Das ist die einzige Beschäftigung, die für sie wirklich SINN macht. Und es macht wirklich viel Spaß!!!

Es geht mir überhaupt nicht darum, dich zu kritisieren oder anzugreifen. Ich habe den Eindruck, du nimmst das vielleicht so wahr. Ich bin aber in diesem Forum, um mich auszutauschen und möglichst anderen weiterhelfen zu können. So auch bei dir! :)

Liebe Grüße,
Nina

Nara
04.11.2005, 06:09
Hallo

Leider kenne ich dein Problem..
Auch ich habe hier ein solches exemplar..
Ich denke einfach je anchdem wie hoch der Hund beim Jagen im Trieb kommt,desto schwerer ist es ihm das abzugewöhnen..
Mein Hund ging für Jagen da war er gerade mal 6 Monate alt durch einen Maschendrahtzaun..
Aufgehalten hat er ihn nicht..
Rein von der Logik her,hätte er das aber..Vor allem bei einem noch so jungen Hund..
Dann hatte er SChleppleinentraining,das ging 2 Monate,leider ist er auch mit Leine entwischt..
Mein Hund zeigt keine Fährte an,sondern geht sobald er etwas sieht hinterher..Und das zeigt er vorher nicht an,kann es also nicht eher unterbrechen..
Er hat mit einem Jahr auf einer Kuhwiese eine Kuh aus einer Herde raus geholt und gejagt..Die Kuh schrie und trat nach ihm aus..Er versuchte sie in die Seite zu packen..
Auch da wären etliche Hunde abgehauen..
Also wieder Schleppleine über drei Monate dran..
Bis zu den Kühen ging er zwei Monate nicht JAgen..
Hat nichts gesehen..
Mein Hund habe ich total auf mich fixiert durch das Training..
Habe mich von Anfang an Versteckt,wenn er zu weit vor lief..
Habe mit ihm verschiedene Spile gespilet,also den Spazioergang Interresant gestaltet..
Mein Hund klebt bis heute an mir..
Aber die Jagerei ist doch noch Interresanter..
Hätte ich jetzt nicht das Training total umgestellt,wäre mein Hund wohl nur noch an der Leine geblieben,ach ja Hunde wissen wann eine Leine hinten dran ist..
So blöd sind unsere lieben Freunde meistens auch nicht,das sie das nicht Merken..
Und ich war mit meinem Hund schon bei Verschiedenen Hundetrainern,und auf Seminaren..
Helfen konnte kaum einer..
Sie waren wohl alle über seine Zähigkeit beim Jagen erstaunt..
er klickt im Hirn völlig aus...Nicht mehr ansprechbar..
Er ist mir mal voll ins Halsband gelaufen,hat sich überschlagen,ich mich auch..Und dann ging er noch in einen Maschendrahtzaun rein..HAt den nicht gesehen wegen dem Hasen dahinter..Er war auch abgesichert zu dem Zeitpunkt..Hatte aber nicht damit gerechnet,das er in den Zaun läuft..

Manche Hunde mußten wegen ihem Jagtrieb schon das Leben lassen..Trotz Training..



SChöne grüße

Lastrami
04.11.2005, 09:13
Hallo Rondra,

ich muß mich GsD nicht mit solchen problemen auseinandersetzen. Marlo ist gut abrufbar bzw ablenkbar.

Eine Bekannte hat auch einen ehem. Strassenhund mit enormen Jagdtrieb. Ihr hat folgendes Buch weitergeholfen:

Clarissa v. Reinhardt: Das unerwünschte Jagdverhalten des Hundes (erschienen im animal learn Verlag 08/2005, ISBN: 3-936188-23-8)

Wie gesagt, habe keine Erfahrung damit, aber vielleicht hilfts weiter?

Ermutigende Grüße

Pia:cu:

danina
04.11.2005, 14:32
Ich hätte noch dieses Buch im Angebot:

Antijagddtraining - wie man Hunde vom Jagen abhält,
von Pia Gröning und Ariane Ullrich

Meiner Meinung nach ist es sehr schwer, sowas allein nach Buch zu machen. Denn es gibt so viele Feinheiten, auf die man achten sollte. Und es gibt so viele Fragen, die sich immer wieder auftun.

Liebe Grüße,
Nina