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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : staatliche Anreize zum Besuch einer Hundeschule



Kokosch
18.10.2005, 16:51
Hallo zusammen,

ich oute mich mal als Kommunalpolitikerin, sitze in einem Stadtparlament. Wir haben neulich darüber diskutiert, wie man Hundebesitzer einen Anreiz schaffen könnte, eine Hundeschule zu besuchen. Meine Idee dabei: Bei Nachweis kann die Kommune für ein oder zwei Jahre Jahre die Hundesteuer streichen oder sogar für immer um 50% reduzieren. Oder so was in der Art.

Was haltet ihr davon? Gibt das einen Anreiz oder habt ihr andere Ideen?

Vielen Dank schon mal.

Grüße
Nicole

coramadden
18.10.2005, 17:49
mmh,

interessante frage. also ich persönlich würde eine 50% kürzung der hundesteuer auf lebenszeit des hundes vorziehen.
oder wenn der nachweis vorliegt einen prozentualen anteil der kosten für die hundeschule zahlen.
nur so als idee...

lg anna

Cornelia
18.10.2005, 18:31
In manchen Kommunen gibt es eine Steuerermäßigung, wenn man mit dem Hund eine BH abgelegt hat. Vielleicht sowas in der Art? Man kann das ja dann auch noch steigern, also weitere Ermäßigungen bei "höheren" Prüfungen o. ä.

Lastrami
20.10.2005, 10:34
Hallo Nicole,

gratuliere.:) Endlichmal eine Verwaltung die sich über solche Sachen Gedanken macht .:wd:

Ich fände eine Staffelung von Ermäßigung ganz interessant.
z.Bsp bei Besuch einer Hundeschule 20% Ermäßigung der Hundesteuer.
bei Ablegen eines Teamtest oder BH 30 % Ermäßigung
bei Nachweis das fortlaufend über das ganze Jahr eine HuSchu besucht wird 35% Ermäßigung oder so ähnlich.

Ist nur die Frage, ob alle HuSchu als Nachweis anerkannt werden? Wenn dann wieder HuSchu`s benachteiligt werden geht der Schuss wieder nach hinten los.:?:
Und als Problem sehe ich dann noch, das dann wahrscheinlich die Besitzer die eine Schulung am nötigsten hätten sowieso nicht gehen, denn "IHr Hund ist erzogen und sie brauchen das nicht". Aber es wird bestimmt einige anlocken, die bis jetzt kein Geld dafür ausgeben wollten.

Ich finde die Idee gut. Bleibt an dem Gedanken dran.

LG Pia


:cu:

Samuel
20.10.2005, 12:01
Ist nur die Frage, ob alle HuSchu als Nachweis anerkannt werden?

Um ehrlich zu sein denke ich, daß so etwas überhaupt nicht mit Hundeschulen zu machen ist, denn bei Diesen gibt es keine vergleichbaren Standards.
Das wäre so als würde man sagen: Alle die zur Schule gehen bekommen das Abitur (egal wie oft sie da sind und egal was am Ende dabei rauskommt).

Man braucht also eine Prüfung um wenigstens halbwegs zu überprüfen wie der Stand der Dinge ist und ob ein Hund ausreichend im Gehorsam steht.
Diese Prüfung kann man natürlich von Seiten der Stadt ausrichten lassen (und somit auch eine eigene PO verwenden). In der Regel ist es aber kaum durchführbar, da der Aufwand zu groß ist. So greifen viele Gemeinden auf die Infrastrukturen der VDH Vereine zurück und geben eine erfolgreich abgelegte BH (in einigen Fällen auch eine VPG) Prüfung als Bedingung für eine Ermäßigung vor.

Eine Staffelung halte ich persönlich für übertrieben, da dieses voraussetzt, daß eine weitere Stufe nicht nur schwerer zu erreichen ist, sondern auch zu einer erheblichen Risikominimierung beiträgt.

LG

Christian

Kokosch
20.10.2005, 12:26
ok, habe das alles mal aufgenommen und nehme es in die nächste Sitzung als Anregung mit. Samuels Einwand ist verständlich. Man braucht Standards, sonst könnte jemand die Hundespielstunde besuchen und sich das ausstellen lassen und bekäme eine Ermäßigung. Daran habe ich nicht gedacht. Also die Begleit-Hunde-Prüfung als Maßstab ist nicht schlecht.

Bin weiterhin für Tipps und Anregungen offen, aber vielen Dank bis dahin schon mal.

Grüße
Nicole

coramadden
20.10.2005, 12:32
hi,

wie schon geschrieben, finde ich eine kürzung der hundesteuer um z.b. 50% gut.
mir persönlich wäre die prozentuale bezahlung der hundeschule noch lieber, obwohl wahrscheinlich nicht zu realisieren! da hätte der hundebesitzer direkt was davon (ich meine rein finanziell). so eine hundeschule ist ja nicht billig und wenn man dann direkt 30% wiederbekommen kann wenn man ne prüfung ablegt - super! das geld kann man gleich weiterverwenden.
bei ermäßigung der hundesteuer hat man zwar jedes jahr z.b. 40€ gespart, aber das merkt man doch heute kaum noch.

lg anna

Superjeile Zick
24.10.2005, 15:48
Hallo Nicole,

meine Hunde befinden sich in der Rettungshundeausbildung. Daher bekomme ich bei der Stadt einen "Nachlass" von 50 %. Es gibt auch Komunen, die das gar nicht anerkennen und welche bei denen ich keine Steuer mehr zahlen müsste.

Schutzhunde sind bei uns zu 100% befreit, was ich wiederrum nicht verstehen kann.

Ich finde das sehr gut mit der Steuerermäßigungen durch den Besuch einer Hundeschule. Es gibt doch verschieden Prüfungen, die abgelget werden können. Ich denke die Hundeschulen in der Umgebung würden da bestimmt mitmachen. Vielleicht kann man mit diesen Gemeinsam verschieden Prüfungsstufen (PO) festlegen. Sobald einer die bestandene Prüfung bei der Stadt vorzeigen kann, dann wird wieder ein Anteil der Steuer gestrichen.

Samuel
30.10.2005, 22:02
Schutzhunde sind bei uns zu 100% befreit, was ich wiederrum nicht verstehen kann.

Warum das nicht?
Ich gebe zu, dass es unfair anderen höheren Prüfungen (aus anderen Bereichen) gegenüber ist -die sollte man da schon gleichstellen- aber im Prinzip finde ich es schon nachvollziehbar wenn man sagt, dass Hunde, die auch in hohen Reizlagen kontrollierbar sind begünstigt werden.*

Rettungshundeführer, die wirklich einsatzbereit und mit ihrem Hund einsatzfähig sind, sind allein aus ideellen Gedanken von der Hundesteuern zu befreien.

LG

Christian


*der Begriff "Schutzhund" ist in den Gemeindsatzungen häufig so gemeint wie er da steht. Sportlich geführte Hunde sind damit nicht eingeschlossen. Der Gedanke der dahinter steckt ist quasi die Begünstigung auf den "Gebrauchsgegenstand - Alarmanlage Hund".
Diese Art der Regelung lehne ich natürlich ab.

manurtb
24.11.2005, 15:06
Ich finde das keine gute Regelung. Eine gute Erziehung oder einen friedlichen Hund hat man nicht deswegen, weil man in einer Hundeschule oder einem Verein war/ist.
Ich habe z.B. bei uns noch keine Hundeschule gefunden, in der ich gerne wäre, weil da alles optimal für meinen Hund ist.
Was macht man, wenn man sowas nicht in der Gegend hat?! Sowas kann man als Politiker doch ohnehin nicht nachprüfen.


Hallo Christian,
warum glaubst Du, dass ein Schutzhund, der auf dem Platz eine gewisse Leistung zeigt, in anderen Situationen kontrollierbarer sind?! Das ist so leider nicht.

Stafford-GE
24.11.2005, 16:17
Also ich finde die Idee gar nicht so schlecht.
Aber man muss auch an die ärmeren denken, die bekommen so oder so eine Hundesteuerbefreiung.So wie ich zum Beipsiel (mir peinlich ist)Ich bin nur zur Hundeschule gegangen weil sie günstig war, eine HuSchu die 80€ verlangt hätte ich mir nie leisten können.
Vielleicht wäre es ja dann möglich eine art unterstützung zu gewährleisten das man da auch hingehen kann wenn es finanziel nicht so gut ist.
Es gibt sehr sehr viele Menschen die kaum Geld haben und meiner Meinung nach sollten die nicht ausgeschlossen werden.

Und die anderen bekommen dann vielleicht auch eine vergünstigung bei der HuSchu und eine ermäßigung bei der Hundesteuer

coramadden
24.11.2005, 18:34
@ manurtb

wenn man keine passende huschu hat/findet dann läßt man es eben bleiben und erzieht den hund selbst.
das ganze soll doch nur ein anreiz und kein zwang sein. wer nicht will der läßt es bleiben.

manurtb
25.11.2005, 17:41
Und was ist mit der Wirkung?! Die Leute denken dann ja: Ach, Hauptsache in eine Hundeschule gegangen. Durch dieses ganze Gerede davon, was alles sein muss, quälen sich viele Leute viel zu lange in HuSchus, in denen sie nicht glücklich werden.

Samuel
25.11.2005, 17:55
Eine gute Erziehung oder einen friedlichen Hund hat man nicht deswegen, weil man in einer Hundeschule oder einem Verein war/ist.

...und genau aus diesem Grunde wollen die Gemeinden in der Regel eine erfolgreich abgelegte Prüfung sehen.



warum glaubst Du, dass ein Schutzhund, der auf dem Platz eine gewisse Leistung zeigt, in anderen Situationen kontrollierbarer sind?!

Weil es für das Bestehen einer VPG Prüfung unabdingbar ist, dass der Hund auch bei starken Ablenkungen im Kommando steht. Auch deine persönliche Abneigung gegen diese Sportart ändert daran nichts. ;)

LG

Christian

coramadden
26.11.2005, 11:49
@ manurtb

kannst du das mal etwas erklären? verstehe nicht genau wie du das meinst :confused:

manurtb
29.11.2005, 15:15
Weil es für das Bestehen einer VPG Prüfung unabdingbar ist, dass der Hund auch bei starken Ablenkungen im Kommando steht. Auch deine persönliche Abneigung gegen diese Sportart ändert daran nichts. ;)

*Grins* Ach stimmt ja, bei VPG-Hunden gelten die Lerngesetze ja nicht.
Du weisst ja sicher, dass Hunde Kontextlerner sind, oder?! Und jetzt einfach mal weiter denken und dann weisst Du, warum ein auf dem Hundeplatz 1a hörender Hund nicht automatisch draussen 1a hört.
Kannst aber auch Leute fragen, die sich mit Lerngesetzen auskennen und VPG nicht ablehnen, so wie ich. Vielleicht glaubst Du denen mehr...

manurtb
29.11.2005, 15:15
@ manurtb

kannst du das mal etwas erklären? verstehe nicht genau wie du das meinst :confused:
Jetzt musst Du mir sagen, was Du genau nicht verstehst.

coramadden
29.11.2005, 16:16
Und was ist mit der Wirkung?! Die Leute denken dann ja: Ach, Hauptsache in eine Hundeschule gegangen. Durch dieses ganze Gerede davon, was alles sein muss, quälen sich viele Leute viel zu lange in HuSchus, in denen sie nicht glücklich werden.

das da!

manurtb
29.11.2005, 17:45
das da!
Schau Dir doch mal an, wie sich die Leute beeinflussen lassen, was man mit dem Hund alles machen müsste. Und das, ohne auf ihr Bauchgefühl zu hören, wenn sie nicht dahinter stehen.
Und ich befürchte, dass das dann wieder ein 'Steinchen' mehr ist und wieder ein paar Leute mehr in der falschen Hundeschule landen.
Ich bin der Meinung, besser keine Hundeschule, wie die falsche.

coramadden
29.11.2005, 18:11
ich glaub ja, dass menschen die ihren hund lieben sich eine hundeschule genau anschauen ob sie so ist wie man es möchte oder "mangelerscheinungen" aufweist. und wenn sie ihnen nicht zusagt, dann besuchen sie diese auch nicht. aber vielleicht bin ich da nur naiv bzw. schließe von mir auf andere.

ich hab mit cora eine hundetrainerin gehabt, sie kam solange wie ich es wollte. ich bin nicht dafür einem hund tausend sachen beizubringen, aber grundlegende sachen sollten schon vorhandensein. meine trainerin hat gleich gefragt: was soll der hund lernen, wie stellen sie sich das vor?!

"...ein paar Leute mehr in der falschen Hundeschule landen."
die falsche hundeschule gibt es ja wohl nicht, dass ist geschmackssache. z.b. hälst du ja nix von rütter, andere finden ihn aber gut!

Samuel
29.11.2005, 20:46
@manurtb

Na du machst es dir ja hübsch einfach....
Auf der einen Seite lehnst du etwas ab mit der Begründung Hunde würden verallgemeinern, dann aber sprichst du wieder von Hunden als Kontextlernern. Was denn nun? Oder richtet sich das danach wie es dir gerade passt? :D

Da halbwegs passionierte VPGler die Lerngesetze aber nicht nur als graue Theorie kennen, kann ich dich beruhigen und dir versichern, dass über 90% der Übungen regelmäßig in wechselnder Umgebung gefestigt werden. Es wäre ja auch sehr "unpraktisch" wenn man vor jeder Prüfung auf einem anderen Platz erstmal ein paar Wochen dort üben müsste.
Wenn du vom "Kontext" schreibst, dann sollte dir ferner schon bewusst sein, dass Dieser keine feststehende Größe ist.

Christian


P.S.: Lässt du den maßgeblichen Faktor "Mensch-Hund Beziehung" absichtlich außen vor? Oder gehst du davon aus, dass sich Diese erst bei passendem "Kontext" manifestiert?

lotharingia
30.11.2005, 08:46
Ist zwar OT, aber zum Thema Hundeschulen wollte ich noch was sagen. Man hört oft die Aussage, unerfahrene Hundehalter sollen in die Hundeschule. Aber, gerade unerfahrene Hundehalter sind ja auch nicht in der Lage festzustellen, ob eine Hundeschule gut ist (für sie und ihr Hund geeignet). Das heißt, man muß unter Umständen einen Haufen Bücher lesen und sich schlau machen, damit man überhaupt in der Lage ist, einzuschätzen welche HS geeignet ist. Als unerfahreneer Hundehalter denkt man aber doch eher, wenn man in die HS geht, hat man alles richtig gemacht. Wenn man dann in einer für sich ungeeigneten HS landet, kann man dann doch leicht in Verzweifelung geraten.

Ekle
30.11.2005, 09:41
Hallo,

irgendwie habe ich das Gefühl, daß heutzutage kein Mensch mehr in der Lage sein soll seinen Hund ohne "Hundeschule" zu erziehen:confused:

Mit meinem Eurasier habe ich keine Hundeschule besucht und würde es auch mit einem neuen Welpen nicht tun. Mit unserem Spitz bin ich bei einem Agilityverein - denn a) sind die Geräte teuer und groß und mir fehlt der Platz dafür :D und b) trainiert man das am besten zu mehreren.

Aber für die Grunderziehung würde ich keine Hundeschule in Anspruch nehmen. Ich hatte so schon genug "Trouble" vor der notwendigen BH-Prüfung mich mit den ortsansässigen Trainern zu arrangieren, die ohne Kenntnis unseres Hundes und seiner rassebedingten Eigenheiten meist mit 08/15 Tipps daher kamen. :schmoll:

Zum Schluß noch eine kleine Anekdote:

Vor Jahren ging ich mit meinem Eurasier häufig an einem in Wald gelegenen Boxerplatz vorbei. Eines Tages war dort wohl Prüfung. Jedenfalls kam ein Päarchen mit Boxer aus der Pforte. Er den angeleinten Hund und einen dicken Pokal in der Hand. Sie 3 m voraus am rumbölken, daß ich, obwohl noch 10 m entfernt, meinen völlig uninteressierten Hund an die Leine nehmen solle. :?: Ein verständnisloser Blick meinerseits ob dieses "Aufstandes" zeigte mir dann die Ursache: der prüfungsprämierte Boxer hing geifernd in der Leine und zerrte mit seiner Power sein "Fuß, Sitz, Platz, Aus" rufendes Herrchen gnadenlos hinter sich her!

Welch eine Reklame :wd:

Fazit: Weder eine Hundeschule noch ein Prüfungsergebnis ist eine Garantie für einen wirklich gut erzogenen Hund. Dazu bedarf es einiges mehr an Engament.

Viele Grüße

Ekle

PS: wir haben die BH abgelegt, aber ich würde niemals aufgrund dieser Tatsache behaupten, daß unser Hund gut erzogen ist. Dafür ist diese Prüfung viel zu formal und alltagsuntauglich. Und ich kann nur bestätigen was Manurtb in dieser Hinsicht sagt, denn ich habe unserem Hund für die Prüfung nicht das jederzeit korrekte Fußlaufen beigebracht, sondern das er auf diesem Platz grundsätzlich an meiner linken Seite zu laufen hat.:floet: Mit oder ohne Kommando.:D

lotharingia
30.11.2005, 10:15
Hallo Ekle,

Habe bei meiner Hündin, die unser erster Hund war, auch keine HS besucht und habe es trotzdem geschafft. Würde auch bei einem anderen Welpen keine besuchen. Mit unserem Rüden bin ich aber leider ratlos. Er kam mit 11 Mo aus dem TH zu uns. Ich habe etliche Bücher gelesen, war auch schon in einer HS - bis jetzt macht er aber immernoch alles, was ich ihm abgewöhnen will :( Es ist zwar nichts wirklich "schlimmes", aber es nervt eben, vor allem Fremde. Versuche es jetzt mit einer Trainerin.

manurtb
30.11.2005, 17:20
"...ein paar Leute mehr in der falschen Hundeschule landen."
die falsche hundeschule gibt es ja wohl nicht, dass ist geschmackssache. z.b. hälst du ja nix von rütter, andere finden ihn aber gut!
Für mich gibt es schon falsche Hundeschulen. Nämlich die, die kaum helfen, wenn man Probleme hat.

manurtb
30.11.2005, 17:27
Na du machst es dir ja hübsch einfach....
Auf der einen Seite lehnst du etwas ab mit der Begründung Hunde würden verallgemeinern, dann aber sprichst du wieder von Hunden als Kontextlernern. Was denn nun? Oder richtet sich das danach wie es dir gerade passt? :D

Ich glaub, ich habe einen Flashback! :floet:
Hunde verallgemeinern Strategien durchaus. Das ist das mit der Aggression.
Aber für einzelne Übungen (Steh, Sitz, Platz, etc.) braucht es verallgemeinernde Umstände, damit das Kontextlernen überwunden wird.
Das ist aber doch klar, denn eine Strategie probiert der Hund aus und zwar selbst, wo er lustig darauf ist. Ich habe noch keinen Hund gesehen, der sich selbst ein Sitz in einer anderen Situation sagt und dann schaut, ob er sich selbst hinsetzt.



Da halbwegs passionierte VPGler die Lerngesetze aber nicht nur als graue Theorie kennen, kann ich dich beruhigen und dir versichern, dass über 90% der Übungen regelmäßig in wechselnder Umgebung gefestigt werden. Es wäre ja auch sehr "unpraktisch" wenn man vor jeder Prüfung auf einem anderen Platz erstmal ein paar Wochen dort üben müsste.
Wenn du vom "Kontext" schreibst, dann sollte dir ferner schon bewusst sein, dass Dieser keine feststehende Größe ist.

Hm, das bedeutet als Schlussfolgerung für mich wohl, dass Du kein passionierter VPGler bist, wenn Du das darüberstehende nicht unterscheiden kannst, oder?!
Mir ist durchaus bewusst, dass Kontext kein feststehende Größe ist. Und wenn es Dir auch bewusst wäre, dann wüsstest Du auch, dass der Kontext 'beliebiger Platz' auch so ein Kontext sein kann! Wie war das mit den Lerngesetzen!?



P.S.: Lässt du den maßgeblichen Faktor "Mensch-Hund Beziehung" absichtlich außen vor? Oder gehst du davon aus, dass sich Diese erst bei passendem "Kontext" manifestiert?
Du meinst den Umstand, dass die meisten Unfälle mit VPG-Hunden passieren, wenn der starke führende Herr nicht dabei ist?! Mir ist klar, dass viele Hunde sehr stark ihre 'Führbarkeit' in Abhängigkeit des 'Hauptführers' zeigen. Wie hätte es sonst sein können, dass bei uns der toll ausgebildete VPG-Hund einen anderen Hund zerlegt, obwohl die unter der Woche ausführende Frau des ausbildenden Mannes versucht hat, den Hund abzurufen.
Auch wieder ein Grund, warum man keine Strategien beibringen sollte, die schädigend sein könnten.

coramadden
30.11.2005, 18:30
Für mich gibt es schon falsche Hundeschulen. Nämlich die, die kaum helfen, wenn man Probleme hat.

ach und du weißt schon wenn du vor der tür der huschu stehst, die ist falsch?!
ich denke sowas zeigt sich erst im laufe der zeit...

Samuel
01.12.2005, 00:57
@manurtb

Aggression ist eine Strategie, die du keinem Hund "beibringen" musst. Das solltest du doch eigentlich wissen.
Im Übrigen scheinst du auch hier wieder VPG Sport mit etwas Anderem zu verwechseln. Aber das Thema hatten wir ja schon und sollten es auch dabei belassen, da eine Diskussion ihren Sinn verliert wenn Argumente auf eine festgefahrene, subjektiv begründete Meinung treffen.

Wie stark das der Fall sein muss zeigt mir das an den Haaren herbeigezogene Beispiel für deine ureigenste "selfmade-Strategien-Theorie".

Wie hätte es sonst sein können, dass bei uns der toll ausgebildete VPG-Hund einen anderen Hund zerlegt, obwohl die unter der Woche ausführende Frau des ausbildenden Mannes versucht hat, den Hund abzurufen.
Auch wieder ein Grund, warum man keine Strategien beibringen sollte, die schädigend sein könnten

Deinen ständigen Versuch aus dieser Sportart eine aggressive Strategie zur Lösung von Problemen mit Zweibeinern (welche überhaupt?) herzuleiten finde ich selbst für einen Laien erstaunlich. Diese nun auch noch auf Vierbeiner übertragen zu wollen hat dann aber so gar nichts mehr mit der Realität zu tun.

Danach verwundert es mich dann auch nur noch wenig, dass du von der Abhängigkeit der Führigkeit von der agierenden Person so überrascht bist.
Das ist zwar recht traurig aber mindestens ebenso off topic.


Meine Erfahrung zeigt jedenfalls, dass Menschen die es nicht einmal schaffen ihren Hund auf einer "grünen Wiese" zuverlässig zu führen in anderen Situationen auch nicht dazu fähig sind.
Der Umkehrschluss, dass Teams die auf Wiese XY erfolgreich ihr Können unter Beweiß stellten dazu auch anderswo in der Lage sind mag hier und da Modifikationen unterworfen sein. Das Niveau liegt trotzdem im Schnitt deutlich höher. Die Zuverlässigkeit schafft eben nicht das Einüben sturer Muster. Das sollte selbst einem reinen Theoretiker einleuchten.
Wer weiß wie es geht, der wird es in der Regel auch nutzen und zwar überall.
Viele Gemeinden sehen das offensichtlich genauso und verzichten freiwillig auf einen Teil der Steuern um einen Anreiz zu geben. Wenn sie damit schlecht gefahren wären hätten sie es mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit lange rückgängig gemacht... wer lässt sich schon Steuergelder durch die Lappen gehen?

Jacqueline1705
01.12.2005, 08:43
Hallo zusammen!
Ich wollte noch etwas zu dem eigentlichen Thema hier sagen. Ich fände es gut, wenn die entsprechende Stadt eine Prüfungsordnung festlegt, egal, ob selbst gestaltet, oder von der BH, z.B. abgeleitet und man die Möglichkeit hat, diese städtische Prüfung abzulegen, wenn man daran Interesse hat. Für diese Prüfung kann man ja zwei-drei HuSchu's angagieren, in denen man sie ablegen kann. Genauwie bei der Sachkundeprüfung für die "20-40 Hunde Besitzer". Man macht einen Termin bei einem TA, der das anbietet und legt dort den Sachkundetest ab. Wenn man besteht, wird dies der Stadt mitgeteilt.
Na ja, und für alle, die die "städtische Steuerermäßigungs-Prüfung" :p abgelegt haben gibt es als "Belohnung" eine dauerhafte Steuerermäßigung von z.B. 30-35% - wenn natürlich die Möglichkeit für die Stadt besteht auch mehr als 35%.
Aber ich kann mir kaum vorstellen, dass es Städte gibt, die tatsächlich auf Steuergelder verzichten. Bei uns in Gelsenkirchen kann mir soetwas gar nicht vorstellen. Ich wüsste hier auch nur zu gerne, wo unsere Steuergelder hinfließen. Denn bisher habe ich hier noch nichts hundefreundliches gesehen. Wir haben, glaube ich, sage und schreibe EINE Hundewiese für ganz Gelsenkirchen. Na ja,schön, dass es aber noch Städte gibt, die an soetwas wie Hundebesitzer denken!!! :wd:
Liebe Grüße
Jacqueline