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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Carrie ist gegangen



bjchaosmom
11.09.2002, 02:57
Es ist so still in der Wohnung-kein Klopfen mit dem Schwanz zu hören.Ich weiß,daß es richtig war,Carrie gestern einschläfern zu lassen-sie hatte Lymphom(eine Art Leukämie b. Hund).Aber es hilft mir nicht-ich vermisse sie.Carrie war erst 6 Jahre-ein Mischling aus Griechenland,vom Tierschutz Ulm mitgebracht.Sie war unser griechischer Sonnenhund,immer gut gelaunt und sonnenhungrig.Ich bin froh,dass sie 6 Jahre mit uns geteilt hat,uns bedingungslos geliebt hat.Wir hatten 14 Tage Zeit nach der Diagnose,uns von ihr zu verabschieden-es reicht nicht!Ich habe eine Kerze ins Fenster gestellt zum eigenen Trost und für Carrie-hier ist eine Familie,die sie vermißt.Sie hat uns alles gegeben,was sie besaß.Ich hoffe,dass das ,was wir ihr gaben,hat sie glücklich gemacht.

ChiaraKimberley
11.09.2002, 20:13
Hallo Bjchaosmom,

es ist sher schlimm, wenn man sich von seinem geliebten Hund trennen muß, besonders wenn es schon so früh nötig ist. Ich wünsche Euch für die kommende schwere Zeit der Trauer alles Liebe und viel Kraft. Und das Ihr bald wieder einen neuen Sonnenschein in Eurem Leben findet!

Viele Grüße ChiaraKimberley

bjchaosmom
15.09.2002, 10:18
Danke für Deine lieben Wünsche!Im Moment brauche viel Ablenkung,wirklich trösten kann mich gar nichts-ich vermisse den kleinen lieben Hund überall und es hilft nicht,wenn ich Carrie`s Sachen wegräume-der leere Platz erinnert noch mehr an ihr Fehlen.Wenigstens werde ich jetzt nicht mehr wütend,wenn ich andre Hunde seh.
Danke Gudrun

Esa
15.09.2002, 15:49
Hallo,

ich glaube die beste Ablenkung ist wohl ein neuer Hund, oder?


Esa

Sandra1980
25.09.2002, 07:10
Hallo Gudrun!
Mir sind die Tränen gekommen, als ich das mit der Kerze gelesen habe! Ich bin nie auf die Idee gekommen, aber ich glaube meine Kleine weiß auch so, dass wir sie vermissen und an sie denken! Und weißt Du was, ich glaube, sie besucht mich noch oft! Jetzt, wo ich im Ausland in habe ich so oft das Gefühl, dass sie hier ist! Das ist schön, denn sonst hätte mien kleiner Hund nie Amerika gesehen! Aber auch traurig, weil ich ihr Fell nicht streicheln kann, und sie nicht sehen oder hören kann. Aber fühlen kann ich sie!
Irgendwann werde ich sicher einen Hund aus dem Tierheim holen, und ihm eine zweite Chance geben! Aber das wird noch dauern...
Ich wünsch Dir alles Liebe, und dass Du nie vergessen wirst, wieviel Freude Du mit Deinem Hund hattest!
(Aber wird das schon?)
Sandra

LuckyAmica
26.09.2002, 19:48
Das ist aj echt traurig aber vieleicht nimmstdu einen neuen Hund?
Woher komnst du?

Bluecat
22.10.2002, 14:02
Hallo Gudrun,
ich kenne den tiefen Schmerz. Aber ich glaube auch daran, daß nur der kranke Körper zurückgeblieben ist und das unsere vierbeinigen Freunde im Regenbogenland ohne Schmerzen miteinander spielen. Dort, wo wir uns wiedersehen...
traurige, aber

bewosan53
23.10.2002, 11:25
Hallo Gudrun wie du siehst geht dein Verlust uns allen hier nah,wollte dir schon gestern schreiben ging aber mit verheulten Augen so schlecht.
Bluecat hat recht nur der Körper geht die Seele bleibt bei uns und in ihrem Regenbogenland geht es unseren Lieblingen besser und sie warten dort auf uns.
Mein Rat schaffe dir wieder einen Hund an(aber nicht vergleiche machen) und am besten in einem Jahr noch einen wenn dann mal einer gehen muß bis du nicht wieder allein.

Alle lieben Wünsche und Kopf hoch Tina

bjchaosmom
26.10.2002, 15:03
Ich danke Euch allen für Eure lieben Worte!Es geht mir schon etwas besser und ich muss beim Aufstehen früh nicht nehr als erstes an Carrie denken.Erzählen ohne Tränen kann ich immer noch nicht über sie.Und die vielen einsamen Spaziergänge....(auch wenn mein Mann dabei ist) sind einfach nicht so schön wie mit meinem kleinen Fellclown!Eins haben wir beide aus dem Tod unsres Lieblings gelernt:es kann alles so schnell vorbei sein und wir haben nicht ewig Zeit-unsre Wünsche und Träume sollen wir nicht auf die lange Bank schieben.
Ein neuer Hund wäre ganz nett,aber ich bin einfach nicht dazu bereit-ich hätte gern "meinen" Hund wieder-ich weiß-es ist nicht möglich!Die Zeit wird kommen für Neues...was auch immer....!Ich muß lernen,die Glücksstunden mit Carrie mir in Gedächtnis zu rufen,davon hat es wahrlich genug gegeben.Ihre Art,zu betteln,war so lustig(unser Gummibärchenfresser!), schwimmen in der Ostsee und Stöckchen "retten" und im Garten "Bombentrichter"buddeln nach Wühlmäusen,ach und noch so vieles!Ich muß den traurigen Gang zum Tierarzt vergessen und das Carrie nicht mitwollte-sie hat es nie gemocht!Mein griechischer Strassenhund-verzeih mir!

Andrea9
04.11.2002, 09:26
hallo bjchaosmom:
ich verstehe dass ein neuer hund wenn überhaupt noch viel zu früh ist - ich hab meine daisy im mai verloren und wäre heute für einen neuen hund noch nicht bereit. allerdings hilft mir das gassi gehn mit hunden aus einem tierheim in der nähe sehr.

lg, andrea

bjchaosmom
10.11.2002, 21:15
Hallo,Andrea!Das mit dem Tierheim haben wir auch schon in Erwägung gezogen.Die Hunde sind aber "fremd" und arm dran.
Unser Tierheim hat allerdings nur 2 Stunden in der Woche auf,ist ein bißchen wenig!Ich werde sehn-im Moment macht sich ein Kätzchen in unserem Haushalt breit-sie gehört uns nicht,besucht uns aber regelmäßig
Gudrun

Andrea9
11.11.2002, 15:08
"Mein" Tierheim hat rund um die Uhr offen, für Leute die gern Gassi gehen wollen.
Inzwischen sind uns (ich gehe immer mit einer freundin und 2 hunden spazieren) die tiffy und die sheila alles andere als fremd - ganz ganz liebe anhängliche kuschelhunde, die sich jedes mal wahnsinnig freuen, wenn wir sie abholen.
lg, andrea

bjchaosmom
11.11.2002, 22:40
Hallo,Andrea!Das klingt verlockend,aber was machst Du,wenn Dein "Ausgehhund" Dir zu sehr ans Herz wächst und er dann nicht mehr da ist,weil er vermittelt wurde?Das schreckt mich ein bißchen ab.
Gudrun

Andrea9
13.11.2002, 14:33
ja - das könnte mir passieren... dann kann man halt nix machen... es gibt dort sooooo viele herren+frauenlose hunde....

lg, andrea

bjchaosmom
16.11.2002, 18:14
Wie recht du hast,Andrea!Die "Hundewaisen" sind so ein bißchen auf Distanz.Im Moment bin ich nämlich noch dabei,Carries "Platz" eifersüchtig zu hüten.Die Katze,die sich bei uns einschleichen will,bleibt mir fremd...Sie tut halt auch Dinge,die ein Hund nie tut :)

Annie
28.11.2002, 00:59
Hallo bjchaosmom,

ich kann Dich so gut verstehen, mein Hund ist vor einem Jahr und knapp zwei Monaten gestorben und er fehlt mir immer noch jeden Tag. Der ganz schlimme Schmerz der ersten Zeit hat jetzt nachgelassen, jetzt ist es mehr die wehmütige aber auch schöne Erinnerung an unsere gemeinsame Zeit. Ich verstehe auch sehr gut, dass Du noch nicht bereit für einen neuen Hund bist, war bei mir genauso, ich wollte einfach meinen Hasso zurück. Die Zeit für einen neuen Hund kommt bestimmt, Du wirst merken wenn Du bereit dafür bist. Ich denke der Zeitpunkt ist bei jedem unterschiedlich und das ist auch ok so.
Ich gehe auch viel ins Tierheim, zum gassigehen und helfen, hab dort auch 2 Katerchen in Not mitgenommen, die bringen mich wieder zum lachen und wenn ich traurig bin weint es sich in ihr weiches Fell einfach ein bisschen leichter.....
und irgendwann kommt auch wieder ein Hund dazu.

Ich wünsche Dir weiterhin viel Kraft.

Liebe Grüße von Annie
mit Tim und Tom auf dem Schoß und Hasso im Herzen.

bjchaosmom
30.11.2002, 18:30
Du sprichst mir aus der Seele,Annie!Ich kann mir nicht vorstellen mit einem anderen Hund spazieren zu gehen.Es ist eben e i n e Art,Trauer zu bewältigen.Ich will meinen Hund wieder zurück und weiss doch,dass das unmöglich ist!Am Anfang wars schlimmer-ich hätte sie am liebsten aus der Erde geholt,in der sie kalt und dunkel liegt.Das mag pervers klingen,aber es war so ein verzweifeltes Gefühl.Jedes Hundehaar,dass ich auf dem Boden oder dem Pullover fand ,hat mich aus der Fassung gebracht.Jetzt geht es schon wieder.Ich weiss,dass ich es packe und ich habe auch Geduld-es dauert eben!Trauer und Vermissen wird irgendwann zu schönen Erinnerungen.Seid ein paar Tagen erinnert uns der PC-Hintergrund an Carrie - ein Foto von ihr prangt vom Bildschirm!
Gudrun

bewosan53
30.11.2002, 20:49
Hallo Gudrun,
schön das du dich wieder mal gemeldet hast. Ich weiß wie es dir und deinem Mann geht. Ist erst 1Jahr 1 Monat und 18 Tage her.Nur habe ich Sandy nicht auf dem PC sondern vor mir an der Wand hängen.Ich meine natürlich ein Bild von ihr.
Denk immer an das Regenbogenland.Nur Sonne und Freude,kein Regen und sonstige Unannehmlichkeiten.
Liebe Grüße
Tina,Benno und Wotan

bjchaosmom
22.12.2002, 19:41
Hallo,Ihr Lieben!Ich wünsche allen,die mich zu trösten versuchten,ein frohes Fest-auch oder gerade denen,die es ohne ihren Liebling feiern.
Es geht jetzt schon .....Ich habe noch zu Carrie Lebzeiten ein Bild von ihr gemalt-das wird jetzt gerahmt und bald an der Wand hängen!Ausserdem "schaut" sie vom Bildschirm des PCs.Liebe Erinnerungen,nur das Spazierengehn ist noch immer nicht "trauerfrei".
Gudrun

bjchaosmom
27.07.2007, 17:15
Das ist nun bald 5 Jahre her und beim Lesen kommen so viele Erinnerungen.Auch die vielen Ratschläge von damals-wie recht Ihr hattet.....ein neuer Hund...
Jetzt liegt hier eine kleine Hündin hinter mir und schlummert selig.Sie stammt auch aus dem Süden und ist unser "Neuer".Es ging halt doch nicht ohne,da fehlt so ein Fell zum Knuddeln und solch treue Augen und die Begleitung beim Spaziergang.Inzwischen ist sie -Janni- dorfbekannt als ein kleines Prinzeßchen,brav und sanft!Trotzdem ist Carrie nicht vergessen,sie lebt in unseren Gedanken und hat uns die Lust zu einem neuen Hund geschenkt.Ich denke,jetzt ist diese Geschichte hier abgeschlossen und alle,die mir damals bei meiner Trauerarbeit geholfen haben,wissen jetzt,das Schmerz sich verwandeln kann und zu unserem Leben gehört wie Freude .
Gudrun

zipfelhut
27.07.2007, 23:31
Das ist schön zu lesen. Ein neuer Hund kann so heilsam sein...
Mein Bonzo ist vor nun vier Jahren in meinen Armen an seinem Blutkrebs eingegangen. Mir hat das fast das Herz herausgerissen, ich hätte am liebsten am nächsten Tag einen Hund aus dem Tierheim geholt... Das haben meine Eltern jedoch damals nicht erlaubt, da sie am Tag hätten auf ihn aufpassen müssen, wenn ich arbeiten war. Nach drei endlosen Jahren zog ich aus dem Haus meiner Eltern zu meinem damaligen Lebensgefährten nach Neubrandenburg, was mir wieder die Möglichkeit eröffnete, einen Hund zu haben. Im Herbst 2005 zog dann Leo bei mir ein, ein ehemaliger "Zwingerhund", voller Dummheiten im Kopf und voller Lebensfreude. Erst seit ich ihn habe, konnte und kann ich weitertrauern - ich habe es in den drei Jahren ohne Hund einfach zugeschüttet, verdrängt, weggeschoben...und hab jedesmal fast geheult, wenn mir auf der Straße ein Schäferhund begegnete. Wie oft hab ich in dieser Zeit wie eine geistesgestörte Passanten mit Schäfis ansprochen, fremde Hunde gestreichelt, weil ich einfach wieder ein Fell anfassen, abgeschlabbert werden wollte...Seitdem denke ich etwas anders, wenn mich mal jemand auf meinen Hund anspricht, etwas, was ich früher belächelt habe...Alles Gute für Dich, Gudrun!