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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Dalmatiner Rüde Sexualtrieb



hesseinberlin
10.10.2005, 09:19
Hallo, habe einen mittlerweile 13 Monate jungen Dalmatiner Rüden der vor ca. 1 Woche das erste mal eine läufige Hündin gesehen hat.......Seitdem schaut er mich nur noch an und jault oder haut ab, wenn ich mit ihm draußen bin. D.h. ich kann ihn auch gar nicht mehr ohne Leine laufen lassen.....Wie lange hält dann dieser Zustand eigentlich an und was kann ich tun ???

SchwipSchwap
11.10.2005, 14:39
also bei meinem alten Hund war das auch so. So bald eine hündin läufig war stand er am garten zaun und hat gejault. Und auch beim spazieren gehen ist er immer abgehauen (oder ebi anderen gelegenheiten) Und das hielt so lang an bis die hündin nicht mehr läufig war. Aber Ich weiß auch nicht was man dagegen tun kan. kastrieren vllt...

grisu
11.10.2005, 16:41
Hi,

es gibt Rüden, denen macht ein so starker Sexualtrieb wirklich zu schaffen und sie erschnüffeln noch über Kilometer eine heisse Hündin.

Die Konsequenzen sind meistens für den Halter sehr stressig. Kein Freilauf für den Hund, etx.

Wenn er so jung ist, hilft das Katrieren da noch, um den Trieb zu vertreiben, aber ist der Hund einmal älter und das Verhalten im Gedächtnis verankert, dann hilft auch die Kastration nichts mehr.

VG
Elke:cu:

hesseinberlin
11.10.2005, 18:50
Kennt sich jemand mit einer chemischen kastration aus ????

4711
12.10.2005, 07:57
Hi Grisu

das stimmt so nicht, zwei meiner Rüden habe ich erst mit 7 / 8 Jahren kastrieren lassen und beide Hunde verloren ihr Interesse an heißen Hündinnen. Die Hormone sind weg und der entsprechende "druck" ist nicht mehr da;) .
Chemische Kastraion sollte nur eine kurzeitige Lösung sein.


Lieben Gruß Mel

Dieninghoff
12.10.2005, 20:10
Hallo,

ich hole erstmal etwas weiter aus um das Problem etwas anders sehen zu lassen.
In einem Rudel (rein Hund) vermehrt sich nur Alpha.
Da in einem Mischrudel (Mensch-Hund) immer der Mensch Alpha sein soll, kann nur in der Hierache des Mischrudels ds problem zu suchen sein.
Also, wer ist hier Alpha?

Gruß

Hovi
12.10.2005, 20:50
Ist dann folgerichtig jeder Besitzer eines Deckrüden bzw. einer Zuchthündin ein Underdog?

Grübelgrüße
Claudia

Dieninghoff
12.10.2005, 21:04
Im Prinzip richtig!
Da ein Züchter zuweilen Welpen haben möchte, sollte er während des Deckaktes nicht zugegen sein und vorher seine Hündin dominanter gemacht haben.

Gruß

Hovi
12.10.2005, 21:11
:?:

Die Hündin wird doch durch das Decken sowieso dominant? Weil die dann doch Alpha ist?

Immer noch Grübelgrüße
Claudia

NinaV
12.10.2005, 21:40
Original geschrieben von Dieninghoff
Im Prinzip richtig!
Da ein Züchter zuweilen Welpen haben möchte, sollte er während des Deckaktes nicht zugegen sein und vorher seine Hündin dominanter gemacht haben.

Gruß

Guten Abend Herr Dieninghoff,

lange nix mehr gelesen... ;)

Um an unsere einseitigen Diskussionen aus März und Mai diesen Jahres gleich mal anzuknüpfen, hier ein passender Link:

>>>>CLICK<<<< (http://forum.zooplus.de/forum/showthread.php?threadid=33762&perpage=20&pagenumber=2)

Da hier ja schon wieder die Dominanz unserer herrschsüchtigen Hunde angesprochen wird, bitte ich nochmals um eine Definition, wie in dem drittletzten Posting des Links bereits von mir angefragt.

Vielen Dank.

Grüße
Nina

4711
13.10.2005, 07:57
Schöne Theorie, aber in der Praxis ja nun nicht ganz so. Haushunde sind ja doch nicht mehr so ganz Wölfe. Gibt ja auch genug Züchter wo 2 Hündinnen gleichzeitig trächtig sind... ohne sich anzugiften.

Dieninghoff
13.10.2005, 20:12
Hallo NinaV,

da ich sehr im Beruf eingespannt bin, kann ich nur selten mich im Internet auf solchen Seiten "blicken" lassen.
Am kommenden Samstag wird hier die BH-Prüfung vorgenommen. Bei Interesse an einer Beobachtung bitte schnell melden!

Gruß

Suzanne
13.10.2005, 20:17
Nabend :cu:

ich lese hier auch erwartungsvoll mit, aber irgendwie erinnert mich manch einer an einen Hubschrauber: einfliegen, Staub aufwirbeln, abfliegen :D

Nix für ungut - aber das mußte ich jetzt mal loswerden.

LG Susanne

Hovi
13.10.2005, 20:23
Hallo Susanne,

mit so einem veralteten Hubschrauber tät ich nicht unbedingt mitfliegen wollen :D ... mir sind die neueren Modelle lieber, die sind wenigstens auf dem heutigen Stand der Technik ;)

LG
Claudia

Suzanne
13.10.2005, 20:55
Na ist doch wahr Claudia :D - immer nur Häppchen hinfwerfen und dann kommt nix. Wer nicht will, braucht doch hier nicht zu posten oder? Ist doch keine Pflicht ;)

Und wenn ich ganz ehrlich bin - verstehe ich seine Worte nicht immer bzw. es ist nicht alles für mich nachvollziehbar. Dabei bin ich gar nicht soooo trottelig......

LG Susanne :cu:

danina
14.10.2005, 09:23
Hallo Nina,

das wird ja schon wieder lustig hier, was?;)

Hier eine Definition zu Dominanz von Dorit Feddersen-Petersen, die man hundemäßig für ZIEMLICH kompetent halten kann. Liest sich etwas holprig, ist aber gar nicht so schwer:

"Dominanz bedeutet, dass in einer Zweierbeziehung A regelmäßig die Freiheit von B einschränkt bzw. sich selbst ein hohes Maß an Freiheit zugesteht, ohne dass B effektiv etwas dagegen tut, sondern B akzeptiert seine Einschränkungen.
Dominanz bezeichnet also eine Regelhaftigkeit in einer dyadischen Beziehung. Sie ist dann gegeben, wenn A bestimmte Verhaltensweisen gegenüber B häufiger zeigt, als zufällig zu erwarten wäre. Dabei handelt es sich um Verhaltensweisen, die die Verhaltensmöglichkeiten, insbesondere die Bewegungsfreiheit, von B einschränken. A reagiert dabei auf das Verhalten von B, ohne durch dessen Verhalten eingeschränkt zu werden. B duldet die Einschränkung ohne deutliche oder effektive Gegenwehr. Tatsächlich ist Dominanz wesentlich vom Verhalten B's abhängig, da dessen Reaktion die Effektivität der Verhaltensweisen von A bestimmt. Dominanz ist andererseits die von B akzeptierte Verhaltensfreiheit von A, z.B. die Freiheit, B's Individualdistanz zu missachten oder diesen zu verprügeln etc.. Als Kennzeichen für Dominanz gelten alle Häufigkeiten von Verhaltensereignissen, denen Hund A Hund B einschränkt oder A sich frei gegen B verhält. "

Sie sagt außerdem etwas weiteres Wichtiges:
"Dominanz ist eine Eigenschaft von Beziehungen und nicht von Individuen, ein Fakt, der immer wieder fehlinterpretiert wird."

Vielleicht hilft das weiter, wenn es auch nicht auf die verschiedenen Formen der Dominanz (aktive, passive, ...) eingeht, mit denen ich nicht viel anfangen kann (Bildungslücke vermutlich...!:)). Das sind für mich eigentlich nur mögliche Erscheinungsformen von Dominanz.
Meiner Meinung nach ist eine dominante Veranlagung angeboren, wird durch äußere Einflüsse aber noch sehr stark (!!!) geprägt. Damit ist aber nur das Streben des Hundes gemeint, in der Hierarchie aufzusteigen bzw. seinen Status zu wahren. Als "Alpha" wird KEIN Hund geboren!

Liebe Grüße,
Nina

Lotta
15.10.2005, 18:15
Hallo,

irgentwie habe ich auch immer gelesen, dass es im Wolfsrudel 2 Rangordnungen gibt, eine für die Herren und eine für die Damen.

Da der Dalmatiner ja nicht versucht, die eigene Alpha-Dame des Rudels (wer auch immer das ist) zu decken, sondern sein Glück außerhalb versucht, verhält er sich doch perfekt wie ein untergeordneter Wolf, der sein Glück zunehmend außerhalb des eigenen Rudels sucht. Eine bessere Bestätigung der Dominaz seines Herrchens oder Frauchens kann es doch gar nicht geben. Oder fehlt hier noch ein Faktor im Modell?

Wenn schon Übertragung von Wolfsverhalten auf Hunde, dann auch komplett, finde ich.

Grüße von Lotta