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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Hilfe!!! Mein Hund knurrt wenn ich das Leckerli abnehme!



Tasi2002
10.09.2002, 14:41
Meine Jack russel terrier hündin hat seid kurzem die Eigenschaft, wenn ihr irgendwer ihr lieblingsleckerli wegnehmen will, knurrt sie ihn erst an, dann bellt sie und dann versucht sie ihn zu beißen! das macht sie immer bei dem hund von meiner freundin. (ein dalmatiner)
Jetzt nehme ich ihr leiblingsleckerli weg, dann knurrt sie erst einmal. ich drehe sie auf den rücken (wegen der dominanz) dann lasse ich sie wieder aufstehen, übe das ganze immer wieder mit ihr und auf einmal bellt sie mich voll an! ich drehe sie wieder auf den rücken und drehe sie nach 5 sekunden wieder um. dann habe ich es niocht mehr gemacht. irgenwie hilft da nichts! Ich habe echt keine Ahnung warum! immer wenn sie es bei aus ohne knurren gegeben hat, habe ich sie gelobt und es ihr wieder gegeben.
mit dem hund von meiner freundin habe ich es auch schon geübt, aber sie knurrt ihn immer noch an!
und wenn ich ihr das leckerli abnehmen will, dann rennt sie auch noch weg! Das heißt, wenn ich ihr mal einen Kronkorken aus dem Mund nehmen will, an dem sie rumkaut, dann rent sie weg! Und wenn ich dann wegrenne, damit sie mir folgt, bleibt sie sitzen! da hilft auch kein "komm" mit leckerli! was kann ich denn gegen die 2 probleme machen?
ich nehme ich auch immer ihr essen weg, einmal pro mahlzeit und da ist es ihr egal, wenn ich ihr das wegnehme, das ist nur bei ihren lieblings leckerlis so!
Was kann ich denn noch machen, ich bruache echt hilfe, weil ich ihr das schnell abgewöhnen will, denn das nervt echt! ich will ja keinen knurrenden hund haben!
vielen dank!
nathi

Nina02
10.09.2002, 15:14
Hi!

Wenn dein Hund dich jedesmal anknurrt wenn du ihr das Leckerlie wegnimmst,ist das ein Zeichen dafür das sie wohl auszutesten versucht,ob sie in der Rangordnung nicht aufsteigen kann.Dulde das knurren auf keinen Fall!Sonst wird er es auch demnächst bei normalem Futter ect. tun.Sage ihm deutlich in strengem Ton "aus".knurrt er weiter,roll ihn auf den rücken(wie du es auch immer tust),und nimm ihm den leckerlie aus dem maul.wenn er damit wieder flüchtet,ruf ihn in strengen,etwas lauterem ton,und zwar so lange bis er wirklich vor dir steht,und nimm ihm(auch wenn er knurrt)den Gegenstand(oder Leckerlie)aus dem Maul.Lass dich soweit es geht nicht von seinem Knurren beeindrucken,sondern nimm dir einfach was du willst,denn du bist der Ranghöchste und hättest im Hunderudel genauso gut das recht dazu,wie du es auch jetzt hast,wenn du sein Besitzer bist.Wie alt ist dein Jack-Russel?Ist sie noch jung,oder schon älter?Viele Grüße,Nina

Tasi2002
10.09.2002, 15:41
sie ist 13 wochen alt, nein bei mir knurrt sie nicht immer. Wenn ich sie auf den rücken drehe halte ich sie zwischen den vorderbeinen, am brustkorb fest, normalerweise bewegt sie sich dann nicht mehr und wehrt sich auch nicht mehr!
wenn sie aber wegrennt kann ich sie rufen, wie ich will, sie kommt eben nicht!!! wirklich!!
danke für deine hilfe, ich hoffe, dass andere mir auch noch ratschläge geben können!
danke!
nathi
ps. wie bekomme ich das denn mit anderen hunden hin, denn die knurrt sie auch an, wenn die ihr was wegnehmen wollen!

Cockerfreundin
10.09.2002, 19:39
Einspruch, Tasi und Nina!

Ein 13 Wochen alter Welpe probt noch keinen Dominanzaufstand! Der ist voll und ganz damit beschäftigt, sich in seiner neuen Welt zurecht zu finden, Orientierung zu bekommen und Vertrauen aufzubauen.

Das kann er aber sicherlich nicht, wenn er von seinem Menschen, den er noch gar nicht richtig kennt, permanent auf den Rücken geworfen wird (das ist GEWALT gegenüber dem Welpen!) und auch nicht, wenn Mensch ihm pausenlos sein Fressen wegnimmt oder seine Leckerlis.

Was soll er denn dadurch lernen???

Dein Hund braucht von Dir Sicherheit und Orientierung, nicht permanente Machtdemonstrationen.

Und er hat das Recht, in RUHE fressen zu können!!

Annette

Cockerfreundin
10.09.2002, 20:04
Was ich noch vergessen habe:

Du schreibst, dein Hund kommt nicht zu Dir zurück, wenn Du sie rufst.

Das ist für einen 13 Wochen alten Welpen eher ungewöhnlich. Hat Dein Welpe denn gelernt, dass ihn etwas Schönes erwartet, wenn er kommt: z.B. Lob, Streicheln, Leckerli (dass ihm NICHT weggenommen wird) ?

Grüße,
Annette

Balou1
10.09.2002, 20:08
Hallo Nathi,

das was dein Hund da macht ist eigentlich nicht schlimm.Mit 13 Monaten testet jeder Hund die Grenzen aus .Grundsätzlich solltest du dich nicht in Hundekonflikte einmischen.Wenn dein Hund den anderen anknurrt dann müssen die beiden es unter sich klären.Das können die beiden auch,mach dir da keine Sorgen.

Sei nicht zu sträng zu deinem Hund wenn er dich anknurrt. er will eben ein wenig aufmucken.Wenn es zu extrem wird dann sag ihm laut pfui.

Das Essen würde ich ihm auch nicht wegnehmen.Wenn er älter sein wird und genug Vertrauen zu Dir haben wird dann wirst du ihm alles aus dem Mund nehmen können.

Da Jack russel terrier dominante und nicht umbedingt einfache Hunde sind solltest du mit ihm eine Hndeschule besuchen ,
dadurch lernt ihr euch gegenseitig besser kennen und verstehen.

Liebe Grüße Balou

Nina B.
11.09.2002, 01:31
/ch habe einen kleinen Terrier und dachte anfangs ebenfalls,ich könnte ihm das Knurren durchgehen lassen,spüre jetzt aber die Konsequenzen!Ds AufdenRückendrehen ist echter Schwachsinn und schürt nur die Unsicherheit,also lass das bloß sein.Die ersten "Erfolge" siehst du ja schon.Verbiete ihm klar das Knurren und biete ihm nicht eine feige Ersatzmöglichkeit an-das sollte das Alphatier nicht nötig haben,oder?Der Schnauzengriff ist ganz gut,mach ihn,bis der Hund Ruhe gibt.Du mußt ihn dann nicht loben,weil Hunde das eh nicht kennen und deswegen auch nichts damit anfangen können.
Ich wünsche Dir viel Erfolg!

Tasi2002
11.09.2002, 12:49
HallO! vielen dank für eure hilfe, nur irgendwie verwirrt mich das alles sehr, da jeder was anderes erzählt! naja, ich probiere es dann eben auf meine altbewärte methode, sonst komme ich bei den ganzen vorschlägen durcheinander! sorry, es sind aber eben echt voll vierschiedene!

volker
11.09.2002, 18:43
Hallo Nathi,

Leider bin ich heute etwas gereizt, das mußten schon andere spüren. Ich selbst besitze auch ein JR ( es ist mein zweiter )

Ich fasse meine Antwort kurz, so daß du sie verwerten kannst.

Als Hundführer kannst du jederzeit deinen Hund beim fressen stören , du sollst es sogar. Der Hund lernt so ganz schnell wer das sagen hat. Wenn er am Napf steht und knurrt, mußt du ihn mit einem scharfen "nein" und einem zurück von der Futterstelle zurechtweisen. Er darf erst wieder zur Futterstelle wenn du es ihm erlaubst.

Wenn dein Hund im Besitz eines Kronkorken ist und sich weg bewegt muß das Kommando hier folgen, er wird denn Kronkorken nicht gfreiwilllig hergeben, deshalb halte den Hund fest, ich halte meinen am Nacken ( er versteht dies auch nicht als Tötungsabsicht, so ein Quatsch ) und greife etwas derb in sein Maul und entnehme es. Durch die derbe art der Handlung kommt dein Hund nicht einmal im Traum auf die Idee nach dir zu schnappen.
Wenn du es Ihm entnommen hast, will er es zurück und da muß ein klares "nein" ohne weitere Diskussion von dir kommen. Beachte ihn nicht, sondern beschäftige dich mit dir selbst.

Nach einiger Zeit begreift dein Hund was "nein" bedeutet und wann Schluß mit lustig ist. Es zählt nur das, was du sagst oder willst.

Es ist Grundvoraussetzung bei einem JR.


Gruß

Volker

Cockerfreundin
11.09.2002, 18:44
Hallo, Tasi!

____________

naja, ich probiere es dann eben auf meine altbewärte methode, sonst komme ich bei den ganzen vorschlägen durcheinander!
____________

Das ist schade! Such Dir doch hundeerfahrene Hilfe vor Ort, mit der Du das alles in Ruhe durchkauen ;) kannst.

Nicht, dass aus einem gestressten Welpen ein gestresster (Jung-) Hund wird. das muß doch nicht sein.

Alles Gute für Euch,

Annette + Basti :)

cheroks
11.09.2002, 19:12
Hallo Tasi,
halt dich mal an das was Volker sagt, und dreh deinen Hund nicht auf den Rücken! Du gibst bestimmt dein bestes und versuchst alles nach bestem Wissen und Gewissen zu machen, aber denke dran, ein Hund ist ein Hund. Wie würde wohl ein erwachsener Hund mit deinem kommunizieren, wenn der Kleine etwas hat, was der Große haben möchte. Klar auch dass dein Kleiner seine Beute verteidigen möchte, gegen andere Hunde ist das auch ok. Aber du bist der Boss! Und wenn du das haben möchtest, dann nimm es dir. Knurrt er dich an, Nein! + Schnauzengriff (mehr nicht, kurz und knackig). Wenn du das jetzt machst, wirst du später auch keine Probleme haben. Wenn dein Hund jetzt lernt was das Nein bedeutet, wird er seine Position, nämlich unter dir, auch akzeptieren. Denn nur durch das Nein, kannst du deinen Hund dazu bringen ein Verhalten zu unterlassen. Und gerade jetzt wo er noch so jung ist, hast du die aller besten Chancen.
Bist du in einer Hundeschule bzw. Welpenspielgruppe? Das würde ich dir wirklich empfehlen.
Lieber Gruß

Phillis
11.09.2002, 19:32
...den Hund hin- und her zu drehen, könntest Du vielleicht Seiten in Hundebüchern hin- und herblättern.
Mensch, es gibt so viele Bücher, die Dir helfen Deinen Hund zu verstehen und sinnvoll mit ihm zu arbeiten. Hier können auch nur Tips weitergegeben werden, aber ist es nicht auch wichtig, daß Du verstehst, was Du tust und zwar nicht nur bei der hiervorliegnden Problematik?
Jack Russel... da wird noch mehr kommen...das kann ich versprechen, aus eigener Erfahrung. Am Besten bist Du beraten, wenn Du Dich ganzheitlich mit Deiner Hündin beschäftigst!

Gruß, Phillis.

Tina2809
11.09.2002, 21:54
Hi Tasi!

Unser Welpe (14 Wochen alt) hat dieses Theater immer beim "Spielen- wollen" abgezogen. Knurren, bellen, beissen:mad: wir waren auch ganz schön gestresst.....
Ich hab dann auch ganz unwissend und "hilflos" erstmal hier nachgefragt und hab auch gute Tipps bekommen.
Ich kann Dir nur sagen, das was Cheroks, Volker und Phillis sagen musst Du konsequent durchziehen!
Ich kann das Buch von Jan Fennell "Mit Hunden sprechen" empfehlen.

@Annette

Ein 13 Wochen alter Welpe probt noch keinen Dominanzaufstand! Der ist voll und ganz damit beschäftigt, sich in seiner neuen Welt zurecht zu finden, Orientierung zu bekommen und Vertrauen aufzubauen.
Das hab ich grad Timmy erzählt....mehr als ein müdes Lächeln hatte er nicht übrig....:p .....haben ihn aber mittlerweile "im Griff".:D

Liebe Grüsse
Tina

Tasi2002
13.09.2002, 13:55
Hi! vielen dank für die antworten!
Ja, ich bin schon seit 3 wochen in einer HUndeschule und ich habe auch schon vier hundebücher gelesen! ein von gu, speziell für diese Hunderasse, Welpenschule leicht gemacht und noch 2 andere (habe ich den namen vergessen)
naja, vielen dank!
@volker
Wenn ich ihr das napf wegnehme ist es ihr egal, das ist nur beim Pansen so! keine ahnung warum, denn den rest kann ich ihr problemlos abnehmen!
:D

Dagi
16.09.2002, 11:01
Hallo Nathi,

also, wir haben zwar dieses Problem nicht gehabt, aber vielleicht, weil wir unserer Amy sofort von Anfang an klar gemacht haben, was wir da von ihr wollen.

Ich zitiere aus dem Buch "Lassi, Rex & Co.":

"Aus! heißt es z.B., wenn sich ihr Hund gerade anschickt, ein Stück Wurst vom Tisch zu klauen. (...) Denn die Bedeutung von AUS! klärt man einmal mit seinem Hund, und zwar so, daß er für alle Zeit Bescheid weiß. Und das geht so:
Lassen Sie das Tier Platz machen. Loben Sie ihn und geben Sie ihm ein Leckerli. Jetzt legen Sie ein zweites Leckerli vor seine Vorderpfoten, lassen Sie es los, bleiben Sie aber mit Ihrer Hand in der Nähe. Sagen Sie "Aus!". Nein, flüstern sie "Aus!" Aber mit allem Nachdruck und mit aller Strenge, um nicht zu sagen Gehässigkeit, die Ihnen gegeben sind. Er darf das Futter nicht nehmen! Bei einem sensiblen Hund wird Ihr Tonfall schon ausreichen (vorausgesetzt er ist überzeugend genug), um ihn daran zu hindern. Robustere Charaktere machen sich allerdings nichts aus dem Verbot und schnappen nach dem Leckerchen. SEIEN SIE VORBEREITET, denn jetzt kommt Ihr Einsatz: geben Sie dem Hund einen Klaps vor die Schnauze. Kurz und bündig. Er darf es nicht nehmen und damit basta.
Die Heftigkeit des Klapses ist sorgfältig auf das Temperament Ihres Tieres abzumessen: bei sensiblen Hunden reicht eine leichtere Berührung der Nase, bei robusten Frohnaturen muß es schon ein richtig herzhafter Nasenstüber sein. (...)
So, jetzt zählen sie "einundzwanzig, zweiundzwanzig". Ganze zwei Sekunden Selbstbeherrschung reichen für den Anfang.
"Nimm's, ja nimm's" in Ihrem liebenswürdigsten Ton zuzüglich Streichel- und Lobeseinheiten fordern Sie den Hund nun auf, sich das Leckerli zu nehmen. Toll gemacht. Prima. Noch mal. Das Leckerchen diesmal noch ein wenig näher an die Hundeschnauze, zwischen die Vorderpfoten. "Aus!"
Ja, guck mal einer an, er hat es verstanden! Klasse! Einundzwanzig, zweiundzwanzig, dreiundzwanzig, und "Nimm's! Guter Hund!"

Also, bei uns hat eine leichte Berührung der Nase ausgereicht. Gerade gestern habe ich ihr Spielzeug mit einem "Nein" belegt (wir haben halt das Wort Nein für alle Dinge die sie nicht soll benutzt, da wir AUS dafür benutzen, das der Hund etwas aus dem Maul hergibt) und Amy hat es zwar angeguckt, aber ist nicht drangegangen. Da sie jetzt 20 Wochen ist, habe ich das 10 Minuten mit ihr durchgeführt. Dann gab' das nimm's. (Vor die Nase mußten wir wirklich nur das erste mal stupsen!). Es ist wirklich nicht schwer.

Das Buch ist sowieso sehr zu empfehlen. Das würde ich unbedingt anschaffen.

Viele Grüße von Dagi + Amy

PS: Aber um das nochmal deutlich zu machen: Der Hund darf natürlich knurren, wenn der andere Hund es ihm wegnehmen will, es ist ja seins! Wenn wir noch einen anderen Hund zu Besuch haben, bekommen eben beide das Lieblingsleckerchen!

Rilanja
18.09.2002, 17:22
Hallo,
wollte hierzu auch mal was einwerfen.
Es ist wirklich interessant, zu lesen, wie viele verschiedene Tipp`s und Erziehungsmethoden für ein Problem genannt werden. Da ist auch das größte Problem: Denn selbst die Experten in Sachen Hundeerziehung haben manchmal grundverschiedene Meinungen. Kann man auch an den vielen Büchern sehen, die es gibt. Eins total im Gegensatz zum Anderen. Z.Bp. das Füttern: In einem Buch steht, dass man höchstens 2x täglich füttern sollte und die Reste sofort wegnehmen soll. Im anderen steht dann, dass die gesunden Tiere, die auch artgerecht gehalten werden, ständig Futter zur Verfügung haben können und nicht mehr fressen, als sie brauchen. ---- Das geht mit jedem Thema so weiter.
Ich habe mir angewöhnt, die Erziehungsmethode für mich und meinen Hund herauszusuchen(aus Büchern - oder Tipps von Freunden) die ich selber auch felsenfest annehmen und dann durchführen kann. Ein ständiges am Hund ausprobierendes Experimentieren könnte den Hund doch verwirren, meine ich zumindest.
Biba
Rilanja