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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Warnung ! Tierkrematorium Beek / NL



Talisa
14.09.2005, 21:17
Liebe Zooplus-Gemeinde,

über eine gute Freundin erreichte mich ein Bericht eines Hundebesitzers, der sein Tier im Krematorium in Beek / Holland einäschern lassen wollte. Ich bin der Meinung, dass solche Mißstände propagiert werden müssen, um andere mögliche Betroffene zu warnen.

Ich mache ausdrücklich darauf aufmerksam, dass wir mit dem Betroffenen Kontakt aufgenommen haben. Dies ist KEIN Hoax, sondern eine leider wahre und traurige Geschichte. Ich versichere, dass Herr Krothum die Einwilligung zur Verbreitung seiner traurigen Geschichte gegeben hat. Ich nenne absichtlich nicht seine vollen Kontaktdaten, die mir jedoch vorliegen.

Mag sich jeder selbst ein Urteil bilden. Adressen von seriösen Tierbestattern finden sich auf den Seiten des Bundesverbandes der Tierbestatter: http://www.bvt-marburg.de/

Hier nun die Geschichte, die Herr Krothum an den BPT ('Bundesverband praktizierender Tierärzte) und an das TH Aachen geschickt hat:

--------------------- O R I G I N A L _ N A C H R I C H T------------------------
Betreff: Geschehnisse im Haustierkrematotium Huisdierencrematorium NC Beek, Middelweg 15, NL


Von: Jürgen Korthum
Gesendet: Donnerstag, 8. September 2005 20:39


An den
Bundesverband Praktizierender Tierärzte e.V.
Hahnstraße 70
60528 Frankfurt/Main



xxx, den 08.09.2005


Sehr geehrte Damen und Herren,

als Betroffene betrügerischer Machenschaften im Huisdierencrematorium, 6191 NC Beek, Middelweg 15, NL, Tel 0031 46 43 700 17, möchten wir Sie hierüber informieren und Sie als weiteren Schritt bitten, den infrage kommenden Tierärzten im Raum Aachen und Selfkant diese Informationen zukommen zu lassen.

Zum Sachverhalt: Am 05.09.2005 wollten wir unseren am vorausgegangenen Wochenende verstorbenen Kater in besagtem Krematorium mit einer Einzelverbrennung zur letzten Ruhe geleiten. Nach emotionalen Momenten im Verabschiedungsraum und einer Wartezeit von 1 Stunde wurde uns von Frau Tiny G. die vorher ausgesuchte Urne mit Asche übergeben. Im Gegensatz zu unserem ersten Kontakt machte sie einen sehr abwesenden Eindruck auf uns.

Nur mit Mühe und unserer Unterstützung konnte sie die Verbrennungsbescheinigung in den Rechner tippen. Wir bezahlten, Frau G. ging wegen des Wechselgeldes vom Büro in den Krematoriumsraum, kehrte jedoch in den darauf folgenden 45 min nicht mehr zurück.

In der Befürchtung, daß ihr etwas zugestoßen sei, öffneten wir die Türe zum Vorraum. Der vorher latente Verwesungsgeruch verstärkte sich schlagartig. In dem Vorraum lag ein Hund in seinem Blut vor der Waage, um die Ecke im Krematorium Frau G. auf dem Boden. Sie kam in diesem Moment zu sich, lehnte aber Arzt und Krankenwagen ab.

In dem gleichem Moment erkannten wir unseren Kater in dem Haufen toter Tiere in einem großen Alucontainer, wie er auch für Schlachtabfälle genutzt wird. Mindestens noch ein zweiter Container, ebenfalls randüber mit Tieren gefüllt, befand sich neben dem kalten Ofen. Eine weitere Betroffene erkannte in einem Weinkrampf ihr kurz zuvor abgegebenes Kaninchen auf dem stinkenden Haufen ebenfalls wieder.

Als meine Frau unseren Kater herauszog und an sich nahm, wurde Frau G., deren Verhalten die Einnahme von Drogen oder Psychopharmaka vermuten ließ, aggressiv und versuchte, ihr das Tier wieder abzunehmen.

Nachdem es ihr nicht gelungen war, uns im Krematoriumsraum einzuschließen, setzte sie ihr aggressives Verhalten bis draußen auf dem Parkplatz fort, bevor sie sich schließlich im Geschäft einschloß. Wir hatten also Urne und Bestätigung der Kremierung unseres Katers in der einen Hand, den durch Blut und Exkrementen der anderen Tiere bestialisch stinkenden Überrest unseres Katers in der anderen.

Die unverzüglich gerufene Polizei erschien mit zwei Steifenwagen, separierte Frau G. und nahm die Schilderungen der Beteiligten zu Protokoll. Bei Bedarf kann also der Sachverhalt auch von dieser Seite verifiziert werden.

Da hier der Schmerz des Verlustes eines Haustieres perfide für einen solchen dreisten Betrug ausgenutzt wurde (ganz abgesehen von der Bezahlung nicht erbrachter Leistungen), wäre es uns eine Herzensangelegenheit, wenn andere um ihre verstorbene Haustiere Trauernden nicht die gleichen Erfahrungen machen müssen. Zumal wir den starken Eindruck haben (fingierter Anruf), daß der Betrieb unbeeindruckt der Geschehnisse wieder weiterläuft.

Für Rückfragen stehen wir gerne zur Verfügung.


Mit freundlichen Grüßen

Jürgen Korthum


Kopie an das
Tierheim Aachen

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Gruss
Talisa

Wheatenmummy39
15.09.2005, 16:45
Hallo Talisa,




woher weisst Du das das kein HOAX ist???

Talisa
15.09.2005, 17:14
... mir ist schon klar, dass ich aufgrund mangelnder Teilnahme hier von Euch nicht "eingeschätzt" werden kann. Ich bin grundsätzlich niemand, die irgendwelche Aufrufe ungefiltert verbreitet (ich sage nur : "Swiffertücher" !), aber das könnt Ihr natürlich nicht wissen oder beurteilen.

Ich engagiere mich seit einigen Jahren zum Thema Tiermedizin und hier speziell in Sachen Cushing-Syndrom beim Hund. Hierzu habe ich im Dezember 2003 eine Yahoo-Group gegründet. Auf meiner HP http://www.fincaverde.de/Cushing/cushing.html versuche ich, betroffenen Besitzern eine erste Anlaufstelle zur Informationsbeschaffung zu bieten.

Wir haben nach Erhalt der Mail über eines unserer Mitglieder mit Herrn Korthum Kontakt aufgenommen, um die Echtheit zu verifizieren und gleichzeitig um Erlaubnis für ein Crossposting gefragt. Natürlich besteht in Theorie immer noch die Möglichkeit, dass es ein Fake ist (wer kann sich in der Anonymität des Internet davor schon zu 100% schützen ?!), aber wir haben alles getan, um uns von der Richtigkeit des Sache zu überzeugen.

Wheatenmummy39
15.09.2005, 17:50
Hallo Talisa,


das sollte kein Angriff gegen Deine Person sein. Aber in einem anderen Forum wurde versucht mit diesem Herrn Kontakt aufzunehmen was nicht gelang. Aufgrunddessen wurde die obige Mitteilung an die Hoax Infostelle geschickt und um Prüfung gebeten bis heute kam keine Nachricht von der Stelle.


Wenn es wirklich richtig ist empfinde ich dieses als grosse Sauerei und bin dankbar das ich meinen vor 4 Wochen verstorbenen Wheatenopa Kimba im eigenen Garten beerdigen konnte.

Talisa
15.09.2005, 18:33
...;) ich habe das keineswegs als Angriff verstanden. Es ist normal, dass man in einem Internetforum auch viel "Müll" liest und wenn man den/die Poster/in nicht kennt, dann ist man zu Recht vorsichtig.

Nun, wir haben erfolgreich Kontakt mit Herrn Korthum aufgenommen, deshalb - und nur deshalb - habe ich das hier veröffentlicht.

Talisa
16.09.2005, 12:43
Nachtrag:

Ich habe heute persönlich mit Frau Korthum telefoniert und dabei noch einige weitere, schaurige Details erfahren. Die Geschichte ist definitiv WAHR und Fam.Korthum wird versuchen, noch mehr öffentliches Interesse speziell im Grenzgebiet zu wecken. Auch mit der Presse haben sie bereits Kontakt aufgenommen.

Herzliche Grüsse
Tina

huskita
16.09.2005, 13:32
...na dann hoffen wir mal alle dass sich das auch rumspricht.
ist ja wirklich furchtbar!!
echt zum heulen.:0( :mad:

nina